Antisemitische Propaganda in Mitte
In der Toilette eines Cafés in der Friedrichstraße im Ortsteil Mitte wurde auf der Tür und an der Wand die Schmiererei „fck Juden“ entdeckt.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
In der Toilette eines Cafés in der Friedrichstraße im Ortsteil Mitte wurde auf der Tür und an der Wand die Schmiererei „fck Juden“ entdeckt.
In der Werbellinstraße wurde die Schmiererei „ZIO NAZIS GO HOME“ entdeckt.
Das Deportationsmahnmal Putlitzbrücke in Moabit wurde mit Farbspritzern und Paketklebeband beschädigt. Das Mahnmal ist seit seiner Aufstellung bis in die Gegenwart immer wieder Ziel antisemitischer und NS-verherrlichender Beschmierungen und Schändungen gewesen. Zuletzt war es am 24.07.2025 mit einem Hakenkreuz beschmiert worden.
Auf einem Parkscheinautomaten in der Akazienstraße wurde eine antisemitische Schmiererei entdeckt.
In der Lohmühlenstraße wurde ein Graffiti entdeckt, dass das Oberteil einer Uniform darstellt. Am Arm ist eine Armbinde, die sich an der Position befindet, an der auch die NS-Armbinde mit dem Hakenkreuz getragen wurde, jedoch mit einem Davidstern darin. Außerdem ist auf der Uniform über der Brust eine Form, die an den Adler, der auf den Wehrmachtsuniformen aufgenäht war, erinnert.
Bei einer propalästinensischen Kundgebung am Potsdamer Platz mit ca. 40 Teilnehmenden sagt ein Teilnehmer: Er "liebt die Hamas" Es wurden die Parolen gerufen: "From the river to sea, Palestine will be free", "Palestine 48", "Israel Kindermörder" und „Falasteen arabiya“, übersetzt „Palästina ist arabisch“. Mit einem Banner "One genocide does not justify another" wurde die Shoah relativiert.
In der Berliner Straße wurden mehrere Aufkleber entdeckt: ein Neonazi-Sticker(extrem) rechte Aufkleber mit der Aufschrift „Lesen, lieben, kämpfen“ sowie ein weiterer mit „We hate Antifa“. Beide wurden entfernt.
An der Bushaltestelle Krankenhaus Köpenick Südseite wurden ein Aufkleber mit einem Gewaltaufruf gegen Antifaschist*innen und ein rassistischer Aufkleber gegen muslimische Menschen entdeckt. Beide Aufkleber stammten aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".
An der Tramstation Krankenhaus Köpenick Südseite wurde ein extrem rechter Aufkleber aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18" entdeckt und entfernt.
In der Michendorfer Straße in Hellersdorf-Nord wurde ein Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt, der sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten richtet.
In der Straße 10 in Wartenberg wurden an einem Gebäude großflächig gesprühte Parolen und Symbole mit rassistischen, NS-verherrlichenden und antisemitischen Inhalten entdeckt. Dort wurde "Juden jagen", "Nigga", SS-Runen, ein Keltenkreuz bzw. White Power-Zeichen und drei Hakenkreuze gesprüht.
An der Bushaltestelle Bootsbauerstraße auf der Halbinsel Stralau wurde ein rassistischer Sticker entfernt. Er trug die Aufschrift "Sommer Sonne Remigration", abgebildet war ein Schaf auf einer Wiese und etwas kleiner stand am unteren Rand: "Millionenfache Remigration".
In der Zillestraße wurde ein rassistischer Sticker entdeckt. Mit dem Slogan "Heute sind wir tolerant-Morgen fremd im eigenen Land" wird die rassistische Erzählung einer angeblichen Überfremdung bedient.
Der Spruch stammt aus einem extrem-rechten Songtext und wurde insbesondere von der Partei "Die Heimat" ehemals "NPD" geprägt.
Am Ufer der Rummelsburger Bucht in der Nähe des Medaillonplatzes wurde ein Sticker entdeckt, der sich gegen Antifaschist*innen richtet. Der Aufkleber wurde unkenntlich gemacht.
Bei einer palästinasolidarischen Straßenblockade in der Tauentzienstraße wurden antisemitische Sprechchöre gerufen. So wurde mit dem Slogan "Free Palestine from the river to the sea" dem Staat Israel das Existenzrecht abgesprochen. Zudem wurde mit der Parole "Gaza - Hamas - Qassam" der antisemitische Terror der Hamas verherrlicht.
Im Rahmen einer Versammlung am Europa Center wurden antisemitische Parolen gerufen.
In Briefkästen in der Bleichroderstraße wurden Flyer der extrem rechten Partei "III. Weg" entdeckt.
In der Südostallee wurde an einem Straßenschild der Schriftzug "ANTIFA AUSROTTEN" entdeckt.
Ein Teilnehmer einer verschwörungsideologische Demonstration zeigte den verbotenen neonazistischen “Kühnen-Gruß”.
An der Ecke Baumschulenstr./ Ernststr. wurde an einer Hauswand der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt.
An der Ecke Tychyer Straße/Lauinger Straße wurde der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt. Die Zahlenkombination „1161“ richtet sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten und steht für "Anti-antifaschistische Aktion".
Am Rande einer verschwörungsideologischen Demonstration in Mitte bepöbelte ein extrem rechter Medienaktivist zwei Journalisten und beleidigte sie als "Lügenmedien", "Propagandisten" und "Lügenpresse". Umstehende Teilnehmer*innen der Demonstration stimmten mit "Lügenpresse"-Rufen mit ein.
Nach einem Testspiel des 1. FC Union (gegen Espanyol Barcelona) sang ein Fan im Stadion an der Alten Försterei ein Lied, in dem er das Kaiserreich verherrlichte. Als ein anderer Fan dies kritisierte, beleidigte er ihn als "linke Zecke".
An einer Werbetafel bei einem Discounter am Markgrafendamm wurde ein rechter Sticker gegen politische Gegnerschaft entfernt
Auf dem Pariser Platz hielt ein Reichsbürger eine Mahnwache ab. Dabei zeigte er Reichsfahnen.
Auf einer Kundgebung am Wittenbergplatz wurden u.a. Schilder mit Schoa bagatellisierenden Inhalten gezeigt.
In Mitte fand eine verschwörungsideologische Demonstration der "Querdenken"-Bewegung mit etwa 3000 Teilnehmenden statt. An der Demonstration beteiligten sich verschiedene extrem rechte und verschwörungsideologische Gruppe. So waren Personen aus dem Umfeld der Gruppen "Studenten stehen auf", "Freedom Parade" und "Demokratischer Widerstand" anwesend. Das Medienprojekt „klar.tv“ einer extrem rechten, esoterischen Sekte war mit einem Kamerateam und einem Banner vertreten. Das extrem rechte "Compact"-Magazin hatte einen eigenen Stand. Junge Neonazis aus dem Umfeld der Gruppen "Deutsche Jugend Voran" (DJV) und „Deutschnationale Front“ waren ebenfalls anwesend und trugen sichtbar extrem rechte Szenekleidung mit "Schwarzen Sonnen", Anti-Antifa-Parolen oder von der Marke "Thor Steinar". Auch andere Personen trugen Kleidung mit eindeutig extrem rechten Bezügen, wie Ansteckern mit Reichsfahnen oder der Aufschrift "Biodeutsch". Teilnehmende zeigten preußische Fahnen, sogenannte Wirmer-Flaggen, und die bei den extrem rechten "Freien Sachsen" beliebte Fahne des Königreichs Sachsen. Eine Person zeigte eine Flagge mit nationalbolschewistischer Symbolik, die der Flagge der "NSDAP" nachempfunden war und das Hakenkreuz mit Hammer, Sichel und Schwert ersetzte. In Reden und auf Schildern wurde eine große Bandbreite von Verschwörungstheorien verbreitet. Dabei ging es unter anderem um eine angebliche "Plandemie", "Chemtrails", Impfungen, die angebliche Abschaffung des Bargelds und Verschwörungen verschiedener internationaler Organisationen. Mehrere Schilder stellten die Souveränität der Bundesrepublik Deutschland in Frage und bedienten sich dabei Codes der Reichsbürger*innenszene.
In Steglitz-Zehlendorf kam es zu einem anti-asiatischen, rassistischen Vorfall. Um betroffene Personen zu schützen, wurde dieser Vorfall anonymisiert und das Datum geändert.
An einem Stromkasten in der Reichenberger Straße, zwischen Glogauer und Ratiborstraße, wurde ein rassistischer Sticker entfernt. Darauf ist ein Foto eines arabisch gelesenen jungen Mannes mit Kufiya auf einer Demonstration in Berlin abgebildet. Dazu stand der verballhornte Text: „Hanno, Ponizei? If vermiffe meine Fiege“ (Hallo Polizei, ich vermisse meine Ziege). Diese Anspielung auf Sodomie dient der Darstellung arabischer Männer als pervers. Der Text macht sich zudem auf behindertenfeindliche Weise über das Gesicht der abgebildeten Person lustig. Außerdem befand sich auf einer Freebox in der Ratiborstraße eine stereotype Zeichnung eines arabischen Mannes sowie ein Sticker, der arabisch gelesene Personen textlich als Terroristen verunglimpfte.
An einer Bushaltestelle in Spandau wurde eine Frau von einer anderen Frau antimuslimisch-rassistisch beleidigt.
Im Bezirk Mitte ereignete sich ein Vorfall von antimuslimisch-rassistischer Diskriminierung. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Bei einer Behörde im Bezirk Mitte ereignete sich eine anti-Schwarze rassistische Diskriminierung. Zum Schutz der betroffenen Personen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Eine Schwarze Person erfuhr in einer Behörde in Treptow-Köpenick eine strukturelle Benachteiligung. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht und das Datum wurde anonymisiert.
An einem Baucontainer in der Sonntagstraße wurde mit grüner Farbe großflächig "Fuck Zionists" geschmiert.
In einer Unterkunft in Schöneberg werden die Bewohner:innen täglich von Anwohnenden aus der Nachbarschaft gefilmt, beschimpft und öffentlich diffarmiert.
In Neukölln ereignete sich eine antiziganistische strukturelle Benachteiligung. Zum Schutz der Betroffenen werden keine weiteren Angaben gemacht.
An einem Schild in der Birnbaumer Str. wurde ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.
Im Strandschloßweg wurden zwei extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Ein Aufkleber war rassistisch und enthielt die Forderung nach "Remigration". Der andere Aufkleber richtete sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten. Beide Aufkleber stammten aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".
Am Kolpingplatz im Ortsteil Reinickendorf wurden, teils am selben Ort wie zwei Wochen zuvor, Aufkleber entdeckt, die Werbung für einen extrem rechten Onlinehandel machten und den rassistischen Slogan "White Lives Matter" verbreiteten. Einer der Aufkleber war auf einem Schaukasten der SPD angebracht.
Es wurde ein Vorfall von LGBTIQ-feindlicher Online-Propaganda in Lichtenberg gemeldet.
In der Christstraße in Charlottenburg wurde der Zahlencode "1161" geschmiert. Die Zahlenkombination „1161“ richtet sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten und steht für "Anti-antifaschistische Aktion".
Eine junge Frau, die gerade vom integrativen Projekt "Heimaten" der GIZ gGmbH kam, stand an der Haltestelle Hugo-Cassirer-Straße. Eine ältere Frau kam dazu und sprach die jüngere auf ihre bunten Sneaker an. "Ist es ok, dass ich Sie anspreche?" Die Jüngere bejahte und nutzte die Gelegenheit, um Werbung für den Begegnungsort "Heimaten" zu machen. Daraufhin entgegnete die Ältere: "Nee, da gehe ich nicht hin, da sind mir zu viele Ausländer!" Die Jüngere antwortete, sie sei selbst Ausländerin. Darauf sagte die Ältere: "Woher kommen Sie?" Die jüngere Frau antwortete, dass sie aus Polen komme. Da meinte die Ältere abschließend: "Ja, meine Reinigungskraft ist auch aus Polen, nette Familie"! (Datum anonymisiert)
Bei einer Fahrprüfung in Marzahn äußerte sich der Prüfer wiederholt rassistisch gegenüber einem Prüfungsnehmer aus Indien, in dem er diesen penetrant als fremd markierte. Anschließend bestand der Prüfungsnehmer die Prüfung nicht.
Im Bezirk Mitte ereignete sich ein rassistischer Angriff mit Körperverletzung. Das genaue Datum ist dem Berliner Register nicht bekannt.
Im Bezirk Mitte ereignete sich ein rassistischer Angriff. Das genaue Datum ist dem Berliner Register nicht bekannt.
Im Bezirk Pankow ereignete sich ein rassistischer körperlicher Angriff. Das genaue Datum ist dem Berliner Register nicht bekannt.