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Vorfalls-Chronik


Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.

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Glossar
  • Antiziganistischer Vorfall in Berlin

    29.07.2025 Bezirk: Berlinweit
    Ein Mitarbeiter einer Berliner zivilgesellschaftlichen Organisation berichtete von wiederholten Fällen, in denen Roma aus Moldawien Sozialleistungen ungerechtfertigt gekürzt oder gänzlich verweigert wurden. Zudem wurden sie von Mitarbeitenden der Jobcenter mit abwertenden und bedrohlichen Bemerkungen konfrontiert, etwa: „Was habt ihr hier noch zu suchen?“ oder „Ihr müsst abgeschoben werden.“
    Quelle: DOSTA / Amaro Foro
  • Aufkleber der Neonazikleinstpartei "Der III. Weg" u.a. am Gehrensee

    29.07.2025 Bezirk: Lichtenberg

    Am Gehrensee in Neu-Hohenschönhausen wurde ein queerfeindlicher Aufkleber der Neonazikleinstpartei "Der III. Weg" mit der Aufschrift "Deutsch bleiben, statt Mainstream!" gefunden. Zudem wurde ein extrem rechter und rassistischer Aufkleber mit der Aufschrift "Flüchten Sie weiter! Es gibt hier nichts zu wohnen! Refugees not welcome!" gemeldet.

    Quelle: Berliner Register
  • Aufkleber gegen politische Gegner*innen in Charlottenburg

    29.07.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    In der Nehringstraße wurde an einem Mülleimer ein Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt. Mit dem Slogan "Antifa-Banden zerschlagen!" richtet sich der Aufkleber gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten.

    Quelle: Register CW via Signal
  • Extrem rechte Propaganda in Hellersdorf-Ost

    29.07.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf

    In der Risaer Straße wurden zwei Sticker der extrem-rechten Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt.

    Zudem wurden am Kastanienboulevard verschiedene Sticker aus einem extrem-rechten Onlineversandhandel entdeckt.

    Quelle: Augenzeug*in
  • Extrem rechte Propaganda in Wedding

    29.07.2025 Bezirk: Mitte

    Am S-Bahnhof Wedding wurde ein Aufkleber der „GegenUni“ entdeckt und entfernt. „GegenUni“ ist ein Projekt der Neuen Rechten, das versucht, theoretische Grundlagen für ein rechtes Lager zu erarbeiten und zu verbreiten.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Extrem rechter Aufkleber in Marzahn-Nord

    29.07.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf

    Am S-Bahnhof Ahrensfelde wurde ein rassistischer und geflüchtetenfeindlicher Aufkleber aus einem extrem rechten Onlinehandel entdeckt. Der Aufkleber mit der Aufschrift "Remigration Jetzt!" wurde überklebt.

    Quelle: Augenzeug*in
  • Extrem-rechte Sticker und Schmierereien in Hellersdorf-Nord

    29.07.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf

    Am Beerenpfuhlgraben wurden verschiedenste extrem-rechte Sticker entdeckt. Einige stammten von der extrem-rechten Partei "Die Heimat", andere von extrem-rechten Onlineversandhandeln.

    An einem Straßenschild an der Landsberger Chaussee wurde der Zahlencode "1161" entdeckt, der sich gegen Gegner*innen der extremen Rechten richtet.

    Zudem wurde am U-Bahnhof Cottbusser Platz ein Sticker aus einem extrem-rechten Onlineversandhandel mit der Aufschrift "We Hate Antifa" entdeckt, der sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten richtet.

    Quelle: Augenzeug*in
  • "GegenUni"-Aufkleber im Prenzlauer Berg

    29.07.2025 Bezirk: Pankow

    An der Tram-Haltestelle Prenzlauer Allee / Ostseestraße wurde ein Aufkleber von "GegenUni" entdeckt und entfernt. „GegenUni“ ist ein Projekt der Neuen Rechten, das versucht, theoretische Grundlagen für ein rechtes Lager zu erarbeiten und zu vermitteln.

    Quelle: [moskito] Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Vielfalt
  • Graffiti gegen politische Gegner*innen in Heiligensee

    29.07.2025 Bezirk: Reinickendorf

    An einem Häuschen für die Stromversorgung Am Dachsbau neben dem Birkengraben in Heiligensee wurden Graffiti entdeckt, die sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten richteten. Auf zwei Wänden wurde jeweils ein Galgen gesprüht, an dem ein Anarchie-Symbol kopfüber hing. Daneben wurde der Neonazi-Code "444" (Deutschland den Deutschen) angebracht. Die Meldeperson informierte den Betreiber über die Schmierereien, damit sie diese entfernten. Die Schmierereien wurden entfernt.

    Drei Tage später wurden ähnliche Schmierereien an einem Gebäude an der Ecke von der Heiligenseestraße und der Reiherallee entdeckt.

    Quelle: Meldung einer Einzelperson
  • LGBTIQ*-feindliche Aufkleber und neonazistischer Zahlencode im Allendeviertel

    29.07.2025 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Am Fahrradhaus in der Salvador-Allende-Str. wurden zwei LGBTIQ*-feindliche Aufkleber der Partei "Die Heimat" entdeckt und entfernt. Ein Aufkleber war transfeindlich, der andere richtete sich allgemein gegen queere Menschen.

    Im Volkspark Köpenick wurde auf einer Bank der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt und entfernt.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • NS-verharmlosende Schmierereien in Pankow

    29.07.2025 Bezirk: Pankow

    An der Ecke Breite Straße / Eintrachtstraße wurden mehrere NS-verharmlosende Schmierereien entdeckt. In der Mitte einer Darstellung der israelischen Flagge wurde ein Hakenkreuz angebracht.

    Quelle: Berliner Register via Signal
  • Rassistischer Aufkleber in Alt-Hohenschönhausen

    29.07.2025 Bezirk: Lichtenberg

    In der Indira-Gandhi-Straße Ecke Hansastraße wurde ein extrem rechter Aufkleber mit der rassistischen Aufschrift "Remigration" und im Hintergrund einem Abschiebeflugzeug, dass sich von der Deutschlandkarte entfernt, gefunden. Der Aufkleber stammt von einem einschlägig bekannten extrem rechten Versand.

    Quelle: Berliner Register
  • Rassistischer Aufkleber in Oberschöneweide

    29.07.2025 Bezirk: Treptow-Köpenick

    An der Ecke Wilhelminenhofstr. / Edisonstr. wurde ein rassistischer Aufkleber mit der Aufschrift "White Lives matter" entdeckt und entfernt. 'White Lives Matter' (Weiße Leben zählen) ist eine Gegenkampagne der extremen Rechten zur antirassistischen Bewegung 'Black Lives Matter' (Schwarze Leben zählen), die nach dem rassistischen Mord an George Floyd auch in Deutschland zu vielen Demonstrationen gegen Rassismus und Polizeigewalt führte. Mit dem Slogan 'White Lives Matter' sollen die rassistischen Morde an PoC (People of Color) relativiert und verhöhnt werden.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Rassistischer Neonazi-Aufkleber in Tiergarten

    29.07.2025 Bezirk: Mitte

    Am Schöneberger Ufer Ecke Flotwellstraße wurde ein rassistischer Aufkleber einer Neonazikleingruppe "Freie Kräfte Berlin Neukölln" entdeckt und entfernt. Der Aufkleber verbreitete mit Warnungen vor einem "Volkstod" rassistische Hetze.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Antimuslimische Beleidigung am U-Bhf. Frankfurter Tor

    28.07.2025 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    Die Melderin befand sich gegen 10:00 Uhr zusammen mit einer älteren Dame im Fahrstuhl am U-Bhf. Frankfurter Tor. An der Umsteigeplattform warteten bereits ein Mann und eine Frau mit Hijab auf den Fahrstuhl. Während der Fahrstuhl auf der Etage ankam, sagte die ältere Dame, sobald sie die Wartenden erblickte: "Schon wieder so 'ne Schleiereule. Die vermehren sich wie die Ameisen." Dies stellt eine Entmenschlichung muslimischer Frauen dar.

    Die Melderin war in dem Moment schockiert und sprachlos. Die Beleidigten zeigten keine sichtbare Reaktion.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Antisemitische Propaganda in Alt-Treptow

    28.07.2025 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Ein Davidstern, der Teil eines Stencils auf dem Boden einer Bushaltestelle war, wurde mit schwarzer Farbe durchgestrichen, ebenso wie der dazugehörende Schriftzug „Am Israel Chai“ in hebräischer Schrift.

    Quelle: RIAS Berlin
  • Antisemitische Propaganda in Lichterfelde

    28.07.2025 Bezirk: Steglitz-Zehlendorf

    An einem Laternenpfahl in der Hans-Sachs-Straße in Lichterfelde wurde auf einem Aufkleber mit der Aufschrift „#Believe Israeli Women“ das Wort „Israeli“ durchgestrichen.

    Quelle: RIAS Berlin
  • Extrem rechte Aufkleber in der Köpenicker Dammvorstadt

    28.07.2025 Bezirk: Treptow-Köpenick

    An der Ersatzbushaltestelle in der Borgmanstr. wurden zwei extrem rechte Aufkleber entdeckt. Einer richtete sich gegen Antifaschist*innen, der andere war rassistisch motiviert gegen geflüchtete Menschen. Beide Aufkleber stammten aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Extrem rechte Aufkleber und Zahlencodes in der Wuhlheide

    28.07.2025 Bezirk: Treptow-Köpenick

    In der Wuhlheide in der Nähe des S-Bahnhofs wurden zwei Aufkleber gegen Gegner*innen der extremen Rechten entdeckt und entfernt. Zudem wurden auf einer Bank die neonazistischen Zahlencodes "444" und "1161" entdeckt.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Extrem rechter Aufkleber in Rudow

    28.07.2025 Bezirk: Neukölln

    In der Stubenrauchstraße in Rudow wurde ein Sticker eines extrem rechten Onlineversandhandels angebracht. In Frakturschrift stand auf dem Sticker "ACHTUNG: Hier gilt Rechts vor Links".

    Quelle: Register Neukölln
  • Extrem rechte Sticker in Hellersdorf-Nord

    28.07.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf

    In der Alt-Hellerdorfer Straße wurde eine LGBTIQ*-feindlicher Sticker der extrem rechten Partei "Die Heimat" an einem Straßenschild entdeckt, auf dem eine durchgestrichene Regenbogenflagge zu sehen war.

    Zudem wurden im Umfeld eines Supermarkts in der Louis-Lewin-Straße Ecke Quedlinburger Straße ein Sticker aus einem extrem-rechten Versandhandel mit der Aufschrift "Islamisierung stoppen" und zwei Sticker der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" endeckt.

    Zudem wurde an der Nelly-Sachs-Straße an einem Straßenschild ein Sticker der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg".

    Quelle: Augenzeug*in
  • „III. Weg“ und rassistische Aufkleber in Blankenburg

    28.07.2025 Bezirk: Pankow

    In der Nähe des S-Bahnhofs Blankenburg wurden insgesamt drei Aufkleber entdeckt und entfernt: zwei Aufkleber der extrem rechten Partei „Der III. Weg“ sowie ein Aufkleber mit Bezug zu der rassistischen Gruppe„Ku-Klux-Klan“.

    Quelle: [moskito] Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Vielfalt
  • LGBTIQ-feindliche Beleidigungen und Bedrohung in Prenzlauer Berg

    28.07.2025 Bezirk: Pankow

    An der Ecke Greifenhagener Straße/Kuglerstraße wurde eine als queere/nichtbinäre Person erkennbare Person von einem laut telefonierenden Mann mit abgespreiztem Ellenbogen absichtlich angerempelt, wobei er ihren Ellenbogen berührte. Der Mann begann lautstark zu brüllen und rief sexistische sowie LGBTIQ*-feindliche Beleidigungen. Er folgte der Person weiterhin schreiend mit Aufforderungen wie „Hey, komm her“ und deutete dabei offensichtlich körperliche Gewalt an. Trotz der Situation in aller Öffentlichkeit, sichtbar für mehrere Passant*innen und hörbar für viele Anwohner*innen, erhielt die betroffene Person keine Unterstützung. Sie blieb unverletzt, war jedoch zitternd.

    Quelle: Meldeformular der Berliner Register
  • LGBTIQ*-feindlicher Sticker in Prenzlauer Berg

    28.07.2025 Bezirk: Pankow

    In der August-Lindemann-Straße wurde ein Sticker entfernt mit der Aufschrift "Es gibt nur zwei Geschlechter" und einem gemalt dargestellten Konterfei der Politikerin Beatrix von Storch.

    Quelle: Berliner Register via Signal
  • NS-Relativierung auf Kundgebung in Wedding

    28.07.2025 Bezirk: Mitte

    Vor dem Gebäude des Robert-Koch-Instituts am Nordufer in Wedding hielten etwa 10 Personen aus der verschwörungsideologischen Szene eine Kundgebung ab. Die Mahnwache forderte die "Aufarbeitung" der Corona-Pandemie. Dabei wurde ein Bild eines NS-Verbrechers, das während der Nürnberger Ärtzteprozesse aufgenommen wurde, gezeigt.

    Quelle: Registerstelle Mitte
  • Rassistische Beleidigung in der Reichenberger Straße

    28.07.2025 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    Wie heute bekannt wurde, kam es in der Reichenberger Straße zu einer rassistischen Beleidigung. Eine ältere Frau beleidigte eine junge Schwarze Frau, die sich mit einigen anderen Personen auf dem Gehweg befand, mit den Worten "Du schwarze Scheißfrau". Darauf angesprochen, zeigte die Frau keine Einsicht, sondern antwortete: "Ihr könnt mich mal." und "Ich kann machen was ich will, ich lebe in einem freien Land".

    Quelle: TiKToK
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