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Vorfalls-Chronik


Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.

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Glossar
  • Extrem rechter Aufkleber in Kaulsdorf

    04.08.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf

    Auf dem Randweg wurde ein Sticker der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt. Der Sticker verweist auf die Webseite des "III. Weg" und dessen Jugendorganisation "Nationalrevolutionäre Jugend" (NRJ). Der Aufkleber wurde entfernt.

    Quelle: Augenzeug:in
  • Extrem rechte Sticker in Hellersdorf-Süd

    04.08.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf

    Am U-Bahnhof Kienberg (Gärten der Welt) wurde ein Sticker der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt. Der Sticker verweist auf die Webseite des "III. Weg" und dessen Jugendorganisation "Nationalrevolutionäre Jugend" (NRJ).

    Auf der Neuen Grottkauer Straße wurde ein weiterer Sticker des "III. Wegs" entdeckt. Dieser richtete sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten und verwies ebenfalls auf die Webseite der Gruppe.

    Beide Aufkleber wurden entfernt.

    Quelle: Augenzeug:in
  • NS-Verherrlichung in Hellersdorf-Süd

    04.08.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf

    In einem Fenster einer Wohnung in der John-Heartfield-Straße war ein abgeschraubtes Autokennzeichen zu sehen mit der Zahlen- und Buchstabenkombination: "HH:1488:SS". DIe Abkürzung HH steht für "Heil Hitler, der Zahlencode "14" steht für das rassistische Bekenntnis der "Fourteen Words“ und "88" als Zahlencode für "Heil Hitler“. Als Autokennzeichen sind die Kombinationen teilweise verboten und werden auch nicht vergeben.

    Quelle: Augenzeug:in
  • Rassistische Beleidigungen und Pöbeleien im Sewan-Viertel

    04.08.2025 Bezirk: Lichtenberg

    Ein Mann beschimpfte eine Person auf der Sewanstraße mit rassistischen Worten. Als eine weitere Person eingriff, pöbelte der Mann auch diese an und benutzte dabei mehrfach eine antismuslimisch rassistische Fremdbezeichnung.

    Quelle: Lichtenberger Register
  • Rassistische Propaganda und gegen politische Gegner*innen in Weißensee

    04.08.2025 Bezirk: Pankow

    An der Straßenbahnhaltestelle Feldtmannstraße wurden drei antimuslimische Aufkleber mit der Aufschrift „Wir müssen draußen bleiben“ gefunden und entfernt. Sie zeigten als muslimisch wahrgenommene Personen – einen Mann mit Waffe und eine Frau mit Kopftuch.
    Zusätzlich wurden fünf Aufkleber mit der Schwarz-Weiß-Rot-Flagge und Inhalten gegen Antifaschismus sowie ein Aufkleber gegen die Partei Die Linke entdeckt und entfernt.

    Quelle: [moskito] Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Vielfalt
  • Rassistischer Aufkleber am Frohnauer Stadtrand

    04.08.2025 Bezirk: Reinickendorf

    An der Ecke Neubrücker Straße und Alemannenstraße am nördlichen Stadtrand in Frohnau wurde ein Aufkleber der Neonazi-Kleinstpartei "Der III. Weg" mit dem rassistischen Slogan "Asylflut stoppen" entdeckt und entfernt.

    Quelle: Meldung einer Einzelperson
  • Rassistischer Sticker in Mahlsdorf

    04.08.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf

    Am S-Bahnhof Mahsldorf wurde ein rassistischer Sticker mit dem Slogan "Abschieben schafft Sicherheit" entdeckt. Das Motiv wird bei verschiedenen extrem rechten Versandshops vertrieben. Der Aufkleber wurde entfernt.

    Quelle: Augenzeug:in
  • Antisemitische Beleidigung einer Journalistin am Potsdamer Platz

    03.08.2025 Bezirk: Mitte

    Am Rande einer propalästinensischen Kundgebung am Potsdamer Platz wurde eine von einigen Demoteilnehmenden erkannte jüdische Journalistin als "Kindermörderin" beschimpft. Kundgebungsorganisator*innen versuchten außerdem (erfolglos), die Polizei dazu zu bewegen, die Journalistin von der Beobachtung der Kundgebung auszuschließen und sie bei der Ausübung ihres Rechts auf Pressefreiheit zu behindern.

    Quelle: Registerstelle Mitte
  • Antisemitische Propaganda in Mitte

    03.08.2025 Bezirk: Mitte

    In der Toilette eines Cafés in der Friedrichstraße im Ortsteil Mitte wurde auf der Tür und an der Wand die Schmiererei „fck Juden“ entdeckt.

    Quelle: RIAS Berlin
  • Antisemitische Sachbeschädigung am Deportationsmahnmal Putlitzbrücke

    03.08.2025 Bezirk: Mitte

    Das Deportationsmahnmal Putlitzbrücke in Moabit wurde mit Farbspritzern und Paketklebeband beschädigt. Das Mahnmal ist seit seiner Aufstellung bis in die Gegenwart immer wieder Ziel antisemitischer und NS-verherrlichender Beschmierungen und Schändungen gewesen. Zuletzt war es am 24.07.2025 mit einem Hakenkreuz beschmiert worden.

    Quelle: Polizeimeldung Nr. 1932 vom 03.08.2025, Jüdische Allgemeine vom 04.08.2025
  • Antisemitisches Graffiti in Alt-Treptow

    03.08.2025 Bezirk: Treptow-Köpenick

    In der Lohmühlenstraße wurde ein Graffiti entdeckt, dass das Oberteil einer Uniform darstellt. Am Arm ist eine Armbinde, die sich an der Position befindet, an der auch die NS-Armbinde mit dem Hakenkreuz getragen wurde, jedoch mit einem Davidstern darin. Außerdem ist auf der Uniform über der Brust eine Form, die an den Adler, der auf den Wehrmachtsuniformen aufgenäht war, erinnert.

    Quelle: RIAS Berlin
  • Antisemitismus auf Kundgebung am Potsdamer Platz

    03.08.2025 Bezirk: Mitte

    Bei einer propalästinensischen Kundgebung am Potsdamer Platz mit ca. 40 Teilnehmenden sagt ein Teilnehmer: Er "liebt die Hamas" Es wurden die Parolen gerufen: "From the river to sea, Palestine will be free", "Palestine 48", "Israel Kindermörder" und „Falasteen arabiya“, übersetzt „Palästina ist arabisch“. Mit einem Banner "One genocide does not justify another" wurde die Shoah relativiert.

    Quelle: Registerstelle Mitte, RIAS
  • Aufkleber der extremen Rechten in Pankow

    03.08.2025 Bezirk: Pankow

    In der Berliner Straße wurden mehrere Aufkleber entdeckt: ein Neonazi-Sticker(extrem) rechte Aufkleber mit der Aufschrift „Lesen, lieben, kämpfen“ sowie ein weiterer mit „We hate Antifa“. Beide wurden entfernt.

    Quelle: [moskito] Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Vielfalt
  • Extrem rechte Aufkleber im Allendeviertel

    03.08.2025 Bezirk: Treptow-Köpenick

    An der Bushaltestelle Krankenhaus Köpenick Südseite wurden ein Aufkleber mit einem Gewaltaufruf gegen Antifaschist*innen und ein rassistischer Aufkleber gegen muslimische Menschen entdeckt. Beide Aufkleber stammten aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Extrem rechter Aufkleber in Wendenschloß

    03.08.2025 Bezirk: Treptow-Köpenick

    An der Tramstation Krankenhaus Köpenick Südseite wurde ein extrem rechter Aufkleber aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18" entdeckt und entfernt.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Neonazistischer Aufkleber in Hellersdorf-Nord

    03.08.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf

    In der Michendorfer Straße in Hellersdorf-Nord wurde ein Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt, der sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten richtet.

    Quelle: Augenzeug*in
  • Rassistischer Sticker an der Bushaltestelle Bootsbauer Straße

    03.08.2025 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    An der Bushaltestelle Bootsbauerstraße auf der Halbinsel Stralau wurde ein rassistischer Sticker entfernt. Er trug die Aufschrift "Sommer Sonne Remigration", abgebildet war ein Schaf auf einer Wiese und etwas kleiner stand am unteren Rand: "Millionenfache Remigration".

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Rassistischer Sticker in Charlottenburg

    03.08.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    In der Zillestraße wurde ein rassistischer Sticker entdeckt. Mit dem Slogan "Heute sind wir tolerant-Morgen fremd im eigenen Land" wird die rassistische Erzählung einer angeblichen Überfremdung bedient.

    Der Spruch stammt aus einem extrem-rechten Songtext und wurde insbesondere von der Partei "Die Heimat" ehemals "NPD" geprägt.

    Quelle: Register CW via Signal
  • Antisemitische Bedrohung in Charlottenburg

    02.08.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf
    Bei einem Gespräch in einer Bar veränderte sich plötzlich die Stimmung, als die Gesprächspartnerin erfuhr, dass der Mann, mit dem sie sich unterhielt jüdisch ist. Als er sie schließlich fragte, ob es ein Problem für sie sei, dass er jüdisch ist, bejahte sie dies.
    Quelle: RIAS Berlin
  • Antisemitische Sprechchöre bei Straßenblockade in Charlottenburg

    02.08.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    Bei einer palästinasolidarischen Straßenblockade in der Tauentzienstraße wurden antisemitische Sprechchöre gerufen. So wurde mit dem Slogan "Free Palestine from the river to the sea" dem Staat Israel das Existenzrecht abgesprochen. Zudem wurde mit der Parole "Gaza - Hamas - Qassam" der antisemitische Terror der Hamas verherrlicht.

    Quelle: JFDA e.V.
  • Neonazistische Geste in Mitte

    02.08.2025 Bezirk: Mitte

    Ein Teilnehmer einer verschwörungsideologische Demonstration zeigte den verbotenen neonazistischen “Kühnen-Gruß”.

    Quelle: Registerstelle Mitte
  • Neonazistischer Zahlencode in Biesdorf

    02.08.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf

    An der Ecke Tychyer Straße/Lauinger Straße wurde der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt. Die Zahlenkombination „1161“ richtet sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten und steht für "Anti-antifaschistische Aktion".

    Quelle: Augenzeug*in
  • Pöbelei gegen Journalisten in Mitte

    02.08.2025 Bezirk: Mitte

    Am Rande einer verschwörungsideologischen Demonstration in Mitte bepöbelte ein extrem rechter Medienaktivist zwei Journalisten und beleidigte sie als "Lügenmedien", "Propagandisten" und "Lügenpresse". Umstehende Teilnehmer*innen der Demonstration stimmten mit "Lügenpresse"-Rufen mit ein.

    Quelle: Registerstelle Mitte
  • Verschwörungsideologische Demonstration durch Mitte

    02.08.2025 Bezirk: Mitte

    In Mitte fand eine verschwörungsideologische Demonstration der "Querdenken"-Bewegung mit etwa 3000 Teilnehmenden statt. An der Demonstration beteiligten sich verschiedene extrem rechte und verschwörungsideologische Gruppe. So waren Personen aus dem Umfeld der Gruppen "Studenten stehen auf", "Freedom Parade" und "Demokratischer Widerstand" anwesend. Das Medienprojekt „klar.tv“ einer extrem rechten, esoterischen Sekte war mit einem Kamerateam und einem Banner vertreten. Das extrem rechte "Compact"-Magazin hatte einen eigenen Stand. Junge Neonazis aus dem Umfeld der Gruppen "Deutsche Jugend Voran" (DJV) und „Deutschnationale Front“ waren ebenfalls anwesend und trugen sichtbar extrem rechte Szenekleidung mit "Schwarzen Sonnen", Anti-Antifa-Parolen oder von der Marke "Thor Steinar". Auch andere Personen trugen Kleidung mit eindeutig extrem rechten Bezügen, wie Ansteckern mit Reichsfahnen oder der Aufschrift "Biodeutsch". Teilnehmende zeigten preußische Fahnen, sogenannte Wirmer-Flaggen, und die bei den extrem rechten "Freien Sachsen" beliebte Fahne des Königreichs Sachsen. Eine Person zeigte eine Flagge mit nationalbolschewistischer Symbolik, die der Flagge der "NSDAP" nachempfunden war und das Hakenkreuz mit Hammer, Sichel und Schwert ersetzte. In Reden und auf Schildern wurde eine große Bandbreite von Verschwörungstheorien verbreitet. Dabei ging es unter anderem um eine angebliche "Plandemie", "Chemtrails", Impfungen, die angebliche Abschaffung des Bargelds und Verschwörungen verschiedener internationaler Organisationen. Mehrere Schilder stellten die Souveränität der Bundesrepublik Deutschland in Frage und bedienten sich dabei Codes der Reichsbürger*innenszene.

    Quelle: Registerstelle Mitte
  • Anti-asiatischer Rassismus in Steglitz-Zehlendorf

    01.08.2025 Bezirk: Steglitz-Zehlendorf

    In Steglitz-Zehlendorf kam es zu einem anti-asiatischen, rassistischen Vorfall. Um betroffene Personen zu schützen, wurde dieser Vorfall anonymisiert und das Datum geändert.

    Quelle: Meldestelle AAR / GePGeMi
  • Antimuslimische Propaganda rund um die Reichenberger Straße

    01.08.2025 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    An einem Stromkasten in der Reichenberger Straße, zwischen Glogauer und Ratiborstraße, wurde ein rassistischer Sticker entfernt. Darauf ist ein Foto eines arabisch gelesenen jungen Mannes mit Kufiya auf einer Demonstration in Berlin abgebildet. Dazu stand der verballhornte Text: „Hanno, Ponizei? If vermiffe meine Fiege“ (Hallo Polizei, ich vermisse meine Ziege). Diese Anspielung auf Sodomie dient der Darstellung arabischer Männer als pervers. Der Text macht sich zudem auf behindertenfeindliche Weise über das Gesicht der abgebildeten Person lustig. Außerdem befand sich auf einer Freebox in der Ratiborstraße eine stereotype Zeichnung eines arabischen Mannes sowie ein Sticker, der arabisch gelesene Personen textlich als Terroristen verunglimpfte.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Anti-Schwarze rassistische strukturelle Benachteiligung

    01.08.2025 Bezirk: Berlinweit
    In Berlin ereignete sich eine anti-Schwarze rassistische strukturelle Diskriminierung in einer Sammelunterkunft. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
    Quelle: Each One Monitoring / EOTO
  • Anti-Schwarze strukturelle Benachteiligung in Treptow-Köpenick

    01.08.2025 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Eine Schwarze Person erfuhr in einer Behörde in Treptow-Köpenick eine strukturelle Benachteiligung. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht und das Datum wurde anonymisiert.

    Quelle: EOTO / Each One Monitoring
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