Aufkleber gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten im Allendeviertel
An den Haltestellen am Krankenhaus Köpenick wurden jeweils ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen aus einem neonazistischen Onlinehandel entdeckt und entfernt.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
An den Haltestellen am Krankenhaus Köpenick wurden jeweils ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen aus einem neonazistischen Onlinehandel entdeckt und entfernt.
Der Gutachter einer technischen Prüforganisation machte einem Berliner im September 2025 Auflagen für die Nutzung seines Motorrads, die sich durch dessen Behinderung nicht erklären ließen und nicht näher begründet wurden. Ihm wurde eine dringliche Empfehlung ausgesprochen zum Verhalten bei der Fahrt mit Beifahrern, obwohl dies weder Teil der Motorradausbildung ist noch bei nicht behinderten Menschen geprüft wird. Darüber hinaus hatte der Prüfer die Fahrt mit Beifahrern gar nicht begutachtet, sondern seine Empfehlung anlasslos ausgesprochen.
In der Neuen Grottkauer Straße wurde auf einer Postbox ein Aufkleber von „Der III. Weg“ bzw. deren Jugendorganisation "NRJ" entdeckt und entfernt.
An einem Mülleimer neben einem Restaurant in der Schulzestraße wurde ein extrem rechter Aufkleber mit der Aufschrift „FCK BNT“ (was „Scheiss bunt“ bedeutet) entdeckt und entfernt.
Auf dem Schaufenster einer sozialen Einrichtung klebten mehrere extrem rechte Sticker. Die Aufkleber klebten teilweise über Plakaten für Angebote der Einrichtung, z.B. über einem QR-Code für Nachbarschaftsbeteiligung. Die Sticker stammten hauptsächlich von der extrem rechten Kampagne "Ein Prozent". Sie richteten sich u.a. mit dem Slogan "Wir haben keinen Platz" gegen geflüchtete Menschen und Menschen mit Migrationsgeschichte.
Der Reinickendorfer Kreisverband der Neonazi-Partei "Die Heimat" teilte im September einzelne Beiträge auf Facebook und bedankte sich bei den Teilnehmenden am monatlichen Stammtisch. Dieser findet immer am ersten Freitag im Monat statt.
An einer Gebäudewand im Park am Gleisdreieck wurde mit blaugrüner Farbe ein Hakenkreuz angebracht.
Am Wuhletalskatepark in der Wuhletalstraße nahe der Straßenbahnwendeschleife fand sich die Schmierereien eines Hakenkreuzes und einer 88 (für „Heil Hitler“).
Am Abend fand in einem Restaurant in der Bouchéstr. eine Veranstaltung der Linken Treptow-Köpenick zum Thema Medienaktivismus von Rechtsaußen statt. Am selben Abend wurde auf der Gästetoilette ein Hakenkreuz entdeckt. In der Folge der Veranstaltungen kam es zu einem Shitstorm gegen Die Linke Treptow-Köpenick, die Amadeu-Antonio-Stifung und das Restaurant.
An einem Baustellenschild in der Petersburger Straße wurden der Schriftzug „Heil Hitler“ und ein Hakenkreuz übermalt.
An der Kreuzung Benno-König-Str. / Wagner-Régeny-Str. wurden zwei LGBTIQ*-feindliche Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt.
An der Fehrbelliner Straße Ecke Choriner Straße wurde ein LGBTIQ*-feindlicher Aufkleber der britischen transfeindlichen Gruppe „LGB Alliance“ entdeckt.
Der Aufkleber trägt die Aufschrift „stop transing kids“ („Hört auf, Kinder zu transen.“) und zeigt eine zerrissene Progess-Pride-Fahne mit dem Text „we are the resistance“ („Wir sind der Widerstand.“).
In Mitte ereignete sich ein queerfeindlicher Vorfall. Zum Schutz der Betroffenen werden keine weiteren Angaben gemacht.
An einer Schule im Bezirk Reinickendorf ereigneten sich Vorfälle von rassistischer Diskriminierung gegen ein Schwarzes Kind. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
In einem Supermarkt im Ortsteil Wedding beleidigte ein Security-Mitarbeiter eine Person rassistisch. Zum Schutz der betroffenen Person entspricht das Datum des Eintrags nicht dem Datum des Vorfalls.
Mehreren Fraktionen wurde ein Flyer eines neurechten Verlags in den Briefkasten im Rathaus Neukölln geworfen. Der Flyer bewarb ein rassistisches Buch eines bekannten extrem rechten Autors.
In Altglienicke kam zu einem rassistischen Angriff in der Nachbarschaft. Der Vorfall wurde zum Schutz der Betroffenen inhaltlich und zeitlich anonymisiert.
Am Maybachufer wurde ein rassistischer Sticker eines rechten Onlinehandels mit der Aufschrift "Nix Yallah Yallah - Amtssprache ist hier Deutsch!" entfernt.
Auf der Winfriedstraße wurde ein rassistischer Sticker entdeckt und entfernt. Mit dem Slogan "Für die Gäste nur das Beste. Remigration Airlines" propagierte der Sticker das rassistische Konzept der Remigration. Der Aufkleber stammte aus einem extrem rechten Versandshop.
Hinter einem Supermarkt in der Sewanstaße wurde an einem Laternenmasten ein rassistischer Aufkleber aus einem einschlägig bekannten, extrem rechten Versand gefunden und entfernt. Auf dem Aufklebermotiv war ein Abschiebeflieger und die Forderung nach "Remigration" zu sehen.
In der Marie-Curie-Straße wurde zudem ein gegen Antifaschist*innen gerichteter Aufkleber der extremen Rechten gemeldet. Auf dem Aufkleber stand die Parole "Antifaschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen".
Auf der Rückseite eines Schildes wurde ein rechter Sticker entfernt. Darauf stand in den Farben der Deutschen Nationalflagge "Schwarz Rot Gold ist bunt genug. Junge Alternative Thüringen"
Am U-Bahneingang Platz der Luftbrücke wurde ein rechter Sticker mit Gewaltandrohung gegen die politische Gegnerschaft entdeckt. Der Sticker war in den Farben der Reichsflagge (schwarz, weiß, rot) gehalten und darauf stand "LOVE ANIMALS. HATE ANTIFA" Der Buchstabe A im Wort HATE war als Schlagring dargestellt.
An einer Schule in Schule im Bezirk Mitte ereignete sich eine antimuslimisch-rassistische Diskriminierung. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Eine Frau wurde nach eigenen Angaben beim Anbringen von Stickern, die sich gegen Antisemitismus richteten bedroht. Erst wurde sie angepöbelt, dann von dem Mann im Auto verfolgt, der aus dem Auto heraus eine Halsabschneiden-Geste machte.
Auf der Karl-Marx-Straße in Nord-Neukölln wurde ein Sticker mit der Aufschrift "zionism is racism" entdeckt.
An der Kleiderspende vor den Welsegalerien wurde ein "FCK Antifa"-Aufkleber entdeckt.
An einem Mülleimer auf dem Schweinchenplatz wurde ein Aufkleber der extrem rechten Partei "Die Heimat" entdeckt und entfernt.
Eine Person in Mitte wurde im bestehenden Wohnverhältnis strukturell diskriminiert. Es handelte sich um eine behindertenfeindliche und rassistische Diskriminierung.
Im Theodor-Loos-Weg in Gropiusstadt wurden mehrere extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Die Sticker gehen auf eine extrem rechte Bautzener Gruppe zurück und titelten beispielsweise "Its nice to be white" mit der Abbildung des "White-Power"-Handzeichens.
Am Toilettenhaus auf dem Vorplatz des S-Bahnhofes Köpenick am Stellingdamm wurde ein Aufkleber aus einem extrem rechten Onlinehandel entdeckt und entfernt, der eine sog. "Deutsche Zone" ausrief.
In der Hadlichstraße wurden zwei Aufkleber des extrem rechten Online-Versandhandels „Sturmzeichen Versand“ entdeckt und überklebt.
In der Straße Grüne Trift wurde ein extrem rechter Aufkleber, auf dem "Normal" als "Rechts", "Militaristisch", "Arisch" und "Linkshassend" definiert wird, entdeckt und entfernt.
An der Ecke Thulestraße / Neumannstraße wurde ein Aufkleber der extrem rechten Partei "Der III. Weg" entdeckt. Der Aufkleber hatte als Slogan "Kampf der Rotfront!"
Im Landschaftspark Johannisthal liefen zwei Männer händchenhaltend an einer Gruppe von jungen Jugendlichen vorbei, als diese die beiden Männer fragten, ob sie schwul seien. Als die beiden Betroffenen dies bejahten, wurden sie mit Kastanien beworfen und mehrfach getroffen. Dabei versuchte ein Jugendlicher noch, die anderen davon abzuhalten. Einer der Jugendlichen kam dem Pärchen noch auf einem E-Roller hinterhergefahren und sagte ihnen, dass er Schwule hasse. Auch hier kam ein anderer Jugendlicher hinterher und zog ihn zurück. Die Betroffenen entfernten sich daraufhin zügig.
Vor dem Gebäude des Robert-Koch-Instituts am Nordufer in Wedding hielten etwa 30 Personen aus der verschwörungsideologischen Szene eine Kundgebung ab. Die Mahnwache forderte die "Aufarbeitung" der Corona-Pandemie. Dabei wurde ein Bild eines NS-Verbrechers, das während der Nürnberger Ärtzteprozesse aufgenommen wurde, gezeigt. Der Leiter eines Veranstaltungsortes, in dem regelmäßig extrem rechte Veranstaltungen stattfinden, hielt eine Rede und bewarb darin eine Veranstaltung mit einem ehemaligen Führungskader der neonazistischen Partei "Die Heimat" (früher: NPD).
In der Umgebung des U-Bahnhofes Rudow wurden mehrere rassistische Aufkleber entdeckt und entfernt. Die Sticker trugen die Aufschrift "Remigration! Flieger, grüß mir die Sonne" und zeigten die Abbildung eines Flugzeugs.
Ein weiterer Sticker richtete sich gegen antifaschistisches Engagement und wurde ebenfalls entfernt.