Anti-Schwarzer Rassismus in Berufsschule
Eine Schwarze Frau erfuhr in einer Berufsschule in Charlottenburg-Wilmersdorf Rassismus.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
Eine Schwarze Frau erfuhr in einer Berufsschule in Charlottenburg-Wilmersdorf Rassismus.
Eine jüdische Organisation erhielt zwei antisemitische E-Mails eines Absenders, der die Adressat_innen für Kriege verantwortlich machte und sie aufforderte, "mal zurück nach Israel" zu gehen.
Am S-Bhf. Schöneweide wurden drei extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Zwei stammten von der Kameradschaft "Freie Kräfte Neukölln". Einer stammte von der neonazistischen Kleinstpartei III. Weg und war LGBTIQ*-feindlich.
In Mitte fand ein von überwiegend extremen Rechten organisierter, verschwörungsideologischer Autokorso von der Straße des 17. Juni in Tiergarten durch den Ortsteil Mitte zurück zur Straße des 17. Juni statt. Zu dem Autokorso hatten zahlreiche extrem rechte Gruppierungen aufgerufen. Doch auch die Querfront-Gruppierung "Freie Linke" beteiligte sich, darunter ein bekannter Verbreiter von antimuslimischem Rassismus, und verteilten ihre Aufkleber, die von denen eines extrem rechten Versandhandels teilweise inhaltlich und im Design kaum zu unterscheiden waren. Ihre Redner zitierten am Kundgebungsort Brecht und Schlingensief, die sich nicht mehr wehren konnten. Auf Kundgebung am Start- und Endpunkt wurden NS-relativierende Verschwörungsideologien verbreitet.
Ein Schwarzer Teenager berichtete, dass er in der Schule Rassismus erlebt.
Ab 16.00 Uhr fand eine verschwörungsideologische Abschlusskundgebung von zwei Autokorsos durch Charlottenburg und Mitte, bzw. Pankow und Mitte am Alexanderplatz statt. Die Teilnehmenden kamen aus der ganzen Breite der Mischszene von Coronaleugner*innen, Verschwörungsideolog*innen aller Art, Reichsbürger*innen, Esoteriker*innen, Impfgegner*innen und extremen Rechten, um gegen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu protestieren. In Reden, mit Sprüchen von Teilnehmenden und auf Plakaten wurden vielfach NS-relativierende und antisemitische Vergleiche verbreitet. Eine Rednerin verbreitete auch unwidersprochen antichinesischen Rassismus. Ein anderer Redner forderte zum Umsturz und Polizist*innen zum Staatsstreich auf. Eine Frau hatte ein Schild mit dem sogenannten "Judenstern" mit der Inschrift "nicht geimpft" umgehängt.
Gegen 21.15 Uhr urinierte ein Fahrgast in der U-Bahnlinie 6 auf Höhe des Bahnhofes Holzhauser Straße auf Sitze und den Boden der U-Bahn. Anwesende Fahrgäste, die den Vorfall bemerkten, forderten den 72-Jährigen zum Verlassen der U-Bahn an der nächsten Haltestelle, Bahnhof Borsigwerke, auf. Am U-Bahnhof beleidigte der Fahrgast die Zeug:innen antisemitisch in Anwesenheit der herbeigerufenen Polizei. Gegen den Fahrgast wurde ein strafrechtliches Verfahren eingeleitet.
Eine jüdische Organisation erhielt eine antisemitische E-Mail.
Ein trans Mann erfuhr anti-Schwarzen Rassismus im eigenen sozialen Umfeld.
Am Abend ist ein verschwörungsideologischer Autokorso mit ca. 200 Autos durch Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg gefahren. Auf der Auftakt- sowie Abschlusskundgebung wurde eine Politikerin mit sexistischen Worten diffamiert sowie zum Umsturz der Regierung aufgerufen.
Mehrere Adressat*innen, darunter auch jüdische Organisationen, erhielten eine E-Mail mit antisemitischen und verschwörungsideologischen Inhalten. Die gleiche E-Mail wurde im März drei Mal versendet.
In der Kantstraße in Charlottenburg wurden zwei NS-verharmlosende Sticker des internationalen Corona-Leugner*innen-Netzwerks "The White Rose" entdeckt.
Gegen 17 Uhr durchquerten zwei der rechten Szene zuzuordnenden Personen die Liebigstraße in nördlicher Richtung. Als diese an der Kreuzung Liebig / Rigaer Straße mehrere Angehörige der "linken Szene" sahen, wurden diese durch eine der beiden Personen lauthals angepöbelt und bleidigt.