Rassistische Sticker am Allee-Center
Im Umfeld des Allee-Centers in der Landsberger Allee wurden rassistische Aufkleber aus einem extrem rechten Versand gefunden und entfernt.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
Im Umfeld des Allee-Centers in der Landsberger Allee wurden rassistische Aufkleber aus einem extrem rechten Versand gefunden und entfernt.
Auf die Scheiben des Bürgerbüros von Franziska Leschewitz (Die Linke) wurden Aufkleber der extrem rechten Kleinstpartei "Der III. Weg" geklebt. Vor dem Büro wurden Böller gezündet, außerdem war rote Farbe verprüht. Der Vorfall wurde bei der Polizei angezeigt.
Der Betroffene wurde von einem Mann angestarrt, der ihn aufgrund seiner Davidstern-Kette als Juden identifizierte. Der Mann stand auf und suchte, bis er neben dem Betroffenen stand, dessen Blickkontakt. Als die U-Bahn anhielt, drehte sich der Mann um und sagte laut "Jedem das Seine. Arbeit macht frei, Heil Hitler". Er verließ den Wagen, stellte sich am Gleis stramm hin und zeigte den Hitlergruß. Niemand in der U-Bahn reagierte.
Unter einem Social-Media-Beitrag einer jüdischen Organisation wurde ein antisemitischer Kommentar veröffentlicht.
Eine Frau mit nicht korrekt aufgesetztem Mund-Nasen-Schutz sang ein Lied. Kurz bevor sie aus dem Bus ausstieg, sah sie den Beutel eines Fahrgastes und las laut, mit skeptischem Tonfall vor: "Beratungsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung." Dann lachte sie abfällig und sagte "Diskriminierung - oho. Die sollen sich mal nicht zu ernst nehmen."
Ein schwarzer Mann läuft gegen 17 Uhr die Oppelner Straße entlang und grüßt einen Bekannten, den er zufällig trifft. In der Folge werden sie von Beamt_innen kontrolliert.
Mehrere Adressat_innen, darunter auch jüdische Organisationen, erhielten eine E-Mail, in der Engagement gegen Antisemitismus mit antisemitischer NS-Politik gleichgesetzt wurde. Zudem wurde eine jüdische Organisation mit einer antijudaistischen Plastik gleichgesetzt.
Unter einem Social-Media-Beitrag einer jüdischen Organisation wurde ein antisemitisch Kommentare veröffentlicht.
In der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) wurde erneut eine Rede eines AfD-Verordneten gehalten, die Mitarbeiter*innen des Bereichs "Politische Bildung" im Bezirk angreift, indem demokratische politische Bildung als "neumodische und unausgegorene Ideologie" bezeichnet wurde, vor der man Menschen schützen müsse.
In der Scheffelstraße wurden mehrere Aufkleber von "III. Weg" gemeldet und entfernt. Die mobilisieren zum 1. Mai in Zwickau und richten sich gegen politische Gegner*innen wie die Antifa.
Am Hohenzollerndamm Ecke Sächsische Straße wurde ein NS-verharmlosender Aufkleber des internationalen Corona-Leugner*innen-Netzwerks "The White Rose" entdeckt.
Am Mittag wurde ein junger Antifaschist am S-Bhf. Treptower Park von mehreren Neonazis angepöbelt und anschließend über die Kreuzung verfolgt.
Eine Person wird im Wohnumfeld rassistisch diskriminiert. Auf Wunsch der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
An der Ecke Mahlsdorfer Str./ Gehsener Str. wurde zwei Mal ein Schriftzug gegen politische Gegner*innen entdeckt und entfernt. Sie diffamierten 'Linke' als 'Stasi' und 'Nazis'.
An einem Parkschild im Plänterwald wurde der Schriftzug "Q Pain comes" geschmiert. Hier wird auf die extrem rechte Verschwörungserzählung von QAnon Bezug genommen.