Bedrohung einer Antifaschistin in der Köpenicker Dammvorstadt
Am Abend wurde am Elcknerplatz eine junge Antifaschistin aufgrund des Motivs auf ihrem Pullover von sieben jungen Männern beschimpft, mit Gewalt bedroht und verfolgt.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
Am Abend wurde am Elcknerplatz eine junge Antifaschistin aufgrund des Motivs auf ihrem Pullover von sieben jungen Männern beschimpft, mit Gewalt bedroht und verfolgt.
Ein jüdisch-israelischer Betroffener wurde erneut mit antisemitischen Aussagen in der Physiotherapie konfrontiert. Der Physiotherapeut äußerte gegenüber dem Betroffenen bereits bei einer Behandlung einige Wochen vorher NS-relativierende Aussagen und Vorurteile über orthodoxe Jüdinnen_Juden. In der Zwischenzeit wurde der Betroffene von anderen Angestellten des Therapiezentrums behandelt. Am 19. Februar wurde er zum zweiten Mal diesem Physiotherapeuten zugewiesen. Schon bald kam das Thema auf den langsamen Impffortschritt in Deutschland. Dabei äußerte der Betroffene die Vermutung, Deutschland möchte sich vorbildlich Europa und der Welt gegenüber zeigen. Das kommentierte der Therapeut mit "Es reicht schon, was haben wir uns immer zu rechtfertigen?" Der Betroffene verwies auf NS-Verbrechen, woraufhin der Therapeut sagte: "Holocaust, Holocaust, ich bin schon satt von dem Scheiß-Holocaust." Der Betroffene bestand darauf, das Thema zu wechseln und meldete dem Therapiezentrum später, dass er nicht mehr von diesem Mitarbeiter behandelt werden möchte.
Auf den Briefkasten einer jüdischen Familie im inneren eines Wohnhauses in Wilmersdorf wurde wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift "Free Palestine" geklebt.
Eine bulgarische Frau, die einen Antrag auf Kindergeldbezug stellen wollte musste mehrmals irrelevante Unterlagen bei einer Familienkasse einreichen.
Eine Familienkasse verlangte von einer Familie im Rahmen ihrer Mitwirkungspflicht Unterlagen der Tochter, die für die Antragstellung nicht benötigt wurden.
In der Sitzung der Lichtenberger BVV sprach ein AfD-Abgeordneter zum Antrag zur Rekommunalisierung der Schulreinigung über zusätzliche Mittel in Millionenhöhe für "nichtfunktionierende Integration" und "Unterstützung von Schlepperbanden", anstatt dass diese in Schulreinigung investiert würden. Damit wird absichtlich ein flüchtlingsfeindlicher Zusammenhang konstruiert.
Es kam zu einem rassistischen Vorfall im Kontext Schule. Auf Wunsch der Betroffenen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Es kam zu einem rasstischen Vorfall in einer Schule. Auf Wunsch der Betroffenen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
An einen Discounter in der Wildenbruchstr. wurden die Schriftzüge "FICK AFA"; "AHM" und "FASHO" gesprüht. Unter dem Kürzel "AHM", das für "Antifa-Hunter-Miliz" steht, kam es in den vergangenen Monaten mehrfach zu Todesdrohungen gegen Antifaschist*innen. Zudem tauchen im ganzen Kiez die Kürzel auf. Auch im angrenzenden Neukölln und Lichtenberg gab es die selben Schriftzüge.
Bei einem verschwörungsideologischen, rechten Autokorso auf der Frankfurter Allee ließ ein Teilnehmer des Korsos bewusst einen protestierenden Fahrradfahrer auf seinen Autoanhänger auffahren und riskierte damit die Verletzung des Fahrradfahrers. Im Vorfeld hatte ein Journalist berichtet, dass Presse von einem Teilnehmenden an ihrer Arbeit gehindert wurde. Während des Autokorsos relativierten Redner*innen den Holocaust.
Zwei Blogbeiträge einer jüdischen Person wurden antisemitisch kommentiert. Dabei nahm die kommentierende Person alle Jüdinnen_Juden für die Vergehen von Jeffrey Epstein und Harvey Weinstein in Verantwortung und rechtfertigte damit die Schoa.
Eine jüdische Organisation erhielt mehrere antisemitische Antworten auf einen Tweet.
Auf zwei Altglas-Containern in Mariendorf wurden antisemitische Schmierereien vorgefunden. In beiden Fällen wurde "Juden-Union" geschmiert.
Es wurde ein Vorfall dokumentiert der sich gegen einen Menschen mit Behinderung richtete. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Eine Jüdische Institution erhielt antisemitische Kommentare unter einem Youtube-Video.
An einer Haltestelle in der Bahnhofstr. gegenüber dem Einkaufszentrum wurde ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.