Vorfalls-Chronik
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
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Glossar-
01.02.2021 Bezirk: NeuköllnAn der Grenze zu Treptow-Köpenick, in der Harzer Str. sowie in der Treptower Str. wurden mehrere Graffiti-Tags mit dem Kürzel AHM ("Antifa-Hunter-Miliz") sowie dem Kürzel Fasho entdeckt.Quelle: Register Neukölln
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NS-Verharmlosungen auf Verschwörungsideolog*innen-Kundgebungen
01.02.2021 Bezirk: MitteGegen 18.00 Uhr begann die Auftaktkundgebung eines Aufzuges vor dem Brandenburger Tor mit ca. 600 Personen aus der Mischszene von Coronaleugner*innen, Verschwörungsideolog*innen, Reichsbürger*innen, Esoteriker*innen, Impfgegner*innen unter deutlicher Beteiligung vieler extremer Rechter. Anschließend zogen die Demonstrant*innen zu einer Kundgebung am Großen Stern, wo sie auf die ankommenden eines Autokorsos mit dem antisemitischen Neonazi Attila Hildmann trafen und die Menge auf ca. 1100 Personen anwuchs. In Reden und auf Plakaten wurden auf beiden Kundgebungen viele NS-verharmlosende gezogen. So wurden Gesetzpakete zur Eindämmung der Corona-Pandemie mehrfach als "Ermächtigungsgesetz" bezeichnet.Quelle: Registerstelle Mitte, Friedensdemo-Watch, Berlin gegen Nazis, Polizeimeldung vom 01.02.2021 -
Plakate der Jugendorganisation der NPD in U-Bahnhof
01.02.2021 Bezirk: ReinickendorfDie Jugendorganisation der NPD (Junge Nationalisten) warb in einem U-Bahnhof für eine extrem rechte Gedenkveranstaltung in Dresden: Das Gedenken an den 13. Februar 1945 erinnert an die Luftangriffe auf Dresden im Februar 1945. Extreme Rechte nutzen diesen Tag, um sich positiv auf den Nationalsozialismus zu beziehen und sich als Opfer zu inszenieren. Dabei kommt es zu NS-Verherrlichungen und Holocaust-Relativierungen.Quelle: Register Reinickendorf -
Racial Profiling im Görlitzer Park
01.02.2021 Bezirk: Friedrichshain-KreuzbergZwei weiße Frauen, von denen eine ein Baby in einer Trage trägt, und ein PoC-Mann (Person of Color) spazieren Anfang Februar im Görlitzer Park bei Schnee und Glatteis. Im vorderen Teil, Richtung Lausitzer Platz, beobachten sie am Rande der Gebäude eine Kontrolle einer Gruppe schwarzer Männer durch die Polizei und bleiben in einigem Abstand stehen, ohne den Einsatz zur stören. Der unbegründeten Aufforderung durch die Polizei den Ort zu verlassen, kommen sie nicht nach. Daraufhin werden ihre Personalien kontrolliert und der Begleiter durchsucht. Auf mehrfache Nachfrage für den Grund der Durchsuchung, bekommt er keine Antwort. Schließlich wird ihm gesagt, es habe Hinweise ergeben. "Ihre Mentalität ist das Problem, dass Sie immer diskutieren." Die Gruppe schwarzer Männer erhält nach der Kontrolle einen zweitägigen Platzverweis für den Görlitzer Park und Wrangelkiez, die zweite Gruppe nicht.Quelle: Bürger*innenmeldung -
Rassistische Diskriminierung auf dem Lichtenberger Wohnungsmarkt
01.02.2021 Bezirk: LichtenbergEs wurde eine rassistische strukturelle Diskriminierung im Bereich Wohnen/Vermietung gemeldet für den Zeitraum November 2020 bis Februar 2021. Zum Schutz der Betroffenen wurde der Vorfall anonymisiert.
Quelle: FMFW -
Rassistische Diskriminierung im Mietverhältnis
01.02.2021 Bezirk: MitteEin Mieter im Bezirk Mitte erfuhr eine rassistische Diskriminierung. Zum Schutz des Betroffenen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Quelle: Fair Mieten - Fair Wohnen -
Rassistisch motivierte Polizeikontrolle
01.02.2021 Bezirk: Friedrichshain-KreuzbergDie Polizei suchte am frühen Morgen ein Pärchen in ihrer Wohnung in Kreuzberg auf, da Nachbar*innen sich über zu laute Musik beschwert hatten. Die Betroffenen wurden auf die Straße geführt und dort über den Einsatz informiert. Es war kalt und sie hatten keine Möglichkeit sich Jacken anzuziehen. Aufgrund der Herkunft der Betroffenen haben diese das unverhältnismäßige Vorgehen als rassistisch motiviert wahrgenommen und Anzeige erstattet.Quelle: Bürger*innenmeldung -
Reichsbürger-Plakette in Oberschöneweide
01.02.2021 Bezirk: Treptow-KöpenickAn einem Haus im Grenzweg wurde eine Plakette mit der Aufschrift "Deutsche Reichsgrenze" angebracht. Die Reichsbürgerbewegung kommt aus dem verschwörungsideologischen, extrem rechten Spektrum.
Quelle: Zentrum für Demokratie -
Verschwörungsideologische Aufkleber in Tiergarten
01.02.2021 Bezirk: MitteIn der Nähe des Brandenburger Tors wurden sieben verschwörungsideologische Aufkleber entdeckt und entfernt. Auf einigen wurden Maßnahmen gegen die Ausbreitung von Corona mit der NS-Diktatur gleichgesetzt.Quelle: Initiative „Hass vernichtet“ -
Zwei Frauen in Drogerie am Marktplatz rassistisch beschimpft
01.02.2021 Bezirk: SpandauZwei Frauen wollten in einer Drogerie Gutscheine als Geburtstagsgeschenke für Kolleg*innen kaufen. Da sich der Ständer mit den Gutscheinen direkt an der Kasse befand und sie sich nicht so schnell entscheiden konnten, blockierten sie die Kasse für eine Weile. Als sie Fragen hatten, zeigte sich die Kassiererin hilfsbereit und freundlich. Das nahm ein älterer anstehender Mann zum Anlass, sich mit einer rassistischen Bemerkung für die Verzögerung zu beschweren.
Quelle: Gesellschaft für Interkulturelles Zusammenleben GIZ gGmbH -
Antimuslimisch-rassistischer Angriff im Wedding
31.01.2021 Bezirk: MitteEine Kopftuch tragende Frau wurde gegen 13.45 Uhr in der Müllerstraße Ecke Luxemburger Straße von einer ihr unbekannten Frau aus antimuslimisch-rassistischer Motivation beleidigt und angegriffen. Die Angreiferin rannte plötzlich auf die Betroffene zu, beleidigte sie dabei aggressiv und versuchte, sie mit der Faust zu schlagen, wobei die Betroffene nur knapp ausweichen konnte, und brüllte und beleidigte sie rassistisch auch nach dem körperlichen Angriffsversuch weiterhin. Passant*innen auf der Straße und an einer nahe gelegenen Bushaltestelle rannten während des Angriffs weg oder entfernten sich, statt zu helfen.Quelle: Registerstelle Mitte -
Antischwarz-rassistische Schmiererei in Friedrichsfelde
31.01.2021 Bezirk: LichtenbergAn einer Tramhaltestelle in Friedrichsfelde wurde ein mit Edding gemalter Grabstein mit der Aufschrift "Black Power" gefunden.Quelle: Lichtenberger Register -
Antisemitischer Aufkleber des III. Weg in Altglienicke
31.01.2021 Bezirk: Treptow-KöpenickIn der Semmelweisstr. wurde ein antisemitischer Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei III. Weg entdeckt und entfernt.
Quelle: Zentrum für Demokratie -
Antisemitischer Kommentar
31.01.2021 Bezirk: BerlinweitEine jüdische Organisation erhielt einen antisemitischen Kommentar zu einem Tweet.
Quelle: RIAS Berlin -
Antisemitische Schmierereien im Invalidenpark
31.01.2021 Bezirk: MitteIm Invalidenpark in Mitte wurden antisemitische Schmierereien gefunden, darunter: "Juden raus", eine antisemitische Zeichnung, die angeblich geldgierige Juden karikiert, "Drecks Jude", "Nega Jude" und eine, die Antisemitismus mit Homophobie verbindet.
Quelle: Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) -
Antisemitismus auf Verschwörungsideolog*innen-Kundgebung
31.01.2021 Bezirk: MitteEine Rednerin bagatellisierte auf der Kundgebung von Verschwörungsideolog*innen, Impfgegner*innen und extremen Rechten am Großen Stern vor 800 Demonstrierenden die antisemitische. Markierungspraxis im NS mit folgender Aussage: "Manchmal habe ich den Eindruck, man müsste sich hier den gelben Stern umhängen".Quelle: Registerstelle Mitte, Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) -
Extrem rechter Aufkleber in Wannsee
31.01.2021 Bezirk: Steglitz-ZehlendorfNahe des S-Bahnhof Wannsees wurde ein Aufkleber der extrem rechten "Identitären Bewegung" entdeckt und entfernt.Quelle: Initiative „Hass vernichtet“ -
Hakenkreuze auf Plakaten in Warschauer Straße
31.01.2021 Bezirk: Friedrichshain-KreuzbergIm Januar, das Datum war nicht mehr gekannt, wurden auf der Mittelinsel der Warschauer Ecke Kopernikusstraße drei mit Edding geschmierte Hakenkreuze auf Plakaten entdeckt und entfernt.Quelle: Bürger*innenmeldung -
Hakenkreuze in Lichtenberg Nord
31.01.2021 Bezirk: LichtenbergIn der Frankfurter Allee und der Hubertusstraße wurden mehrere Hakenkreuze mit rotem Edding gefunden.Quelle: Lichtenberger Register -
NPD-Sticker in Alt Hohenschönhausen
31.01.2021 Bezirk: LichtenbergIn der Tramhaltestelle Zechliner Straße wurden Aufkleber der NPD mit der Aufschrift "Ausbildungsplätze zuerst für die deutsche Jugend" gefunden und entfernt.Quelle: Lichtenberger Register -
NS-verherrlichende Schmiererei in der Neustadt
31.01.2021 Bezirk: SpandauDas Ladenfenster des alternativen Hausprojekts "Jagow 15" in in der Spandauer Neustadt wurde mit dem NS-verherrlichenden Schriftzug "Arbeit macht frei" beschmiert. Verwendet wurde dabei goldene Graffiti-Farbe. Mit der selben Farbe wurden außerdem antirassistische Aushänge an der Haustür übersprüht.
Quelle: Bürger*innen-Meldung -
Online-Monitoring: Januar
31.01.2021 Bezirk: Steglitz-ZehlendorfAuf der Facebookseite der AfD Steglitz-Zehlendorf äußerten sie sich rassistisch im Kontext von Migration und Integration. So suggerierte ein Beitrag u.a. eine nicht-vorhandene "Integrationsfähigkeit" von Migrant*innen und dass Kriminalität von Nicht-Deutschen relativiert würde. Bereits in der Vergangenheit gab es Beiträge, die vor allem eine Verbindung zwischen Migration, bzw. der nicht-deutschen Herkunft, und Kriminalität herstellten, wohingegen Beiträge von Straftaten, die von "Deutschen" verübt wurden, nicht vorkamen. Des Weiteren veröffentlichte die extrem rechte Burschenschaft Gothia auf ihrer Facebookseite, im Kontext eines Posts, der positiv auf die Gründung des deutschen Kaiserreichs hinweist, ein Zitat Ernst Moritz Arndts. Dieser war eine kontroverse Persönlichkeit, u.a. wegen seiner antisemitischen Aussagen.Quelle: Registerstelle Steglitz-Zehlendorf -
Rassistische Postings auf Neuköllner AfD-Facebook-Seite
31.01.2021 Bezirk: NeuköllnAuf ihrer Facebook-Seite veröffentlichte die Neuköllner AfD im Januar mehrere rassistische Postings, die mit "Asylmissbrauch" sowie "kriminelle Asylbewerber" titeln.Quelle: Register Neukölln -
Rassistische strukturelle Diskriminierung in Treptow-Köpenick
31.01.2021 Bezirk: Treptow-KöpenickEs kam zu einem rassischen Vorfall in einer Schule im Bezirk. Zum Schutz der Betroffenen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Quelle: ADAS -
Rechter Aufkleber in Niederschönhausen
31.01.2021 Bezirk: PankowIm Ortsteil Niederschönhausen wurde in der Tschaikowskistraße ein rechter Aufkleber mit dem Slogan "Love Football, hate Antifa!" entdeckt und entfernt.Quelle: NEA (Antifa-Nordost) -
Rollstuhlfahrerin in der S-Bahn am Alex angegriffen
31.01.2021 Bezirk: MitteGegen 4.50 Uhr alarmierten Zeug*innen die Polizei zu einer Körperverletzung in einer S-Bahn am S-Bahnhof Alexanderplatz. Dort hatte sich eine 29-Jährige in ihrem Rollstuhl sitzend durch eine S-Bahn der Linie S4 bewegt und die übrigen Fahrgäste um Kleingeld gebeten. Dabei traf sie auf einen 33-Jährigen, der sich über sie aufregte und gegen ihren Rollstuhl trat, sodass die Frau mit ihrem Rollstuhl umkippte und herausfiel. Als sich dabei zudem die Türen des Zuges öffneten, rollte der Stuhl auf den Bahnsteig hinaus. Ein weiterer Fahrgast, ein 24-Jähriger, eilte der Rollstuhlfahrerin zur Hilfe, wobei es mit dem Tatverdächtigen zu einem Gerangel kam, bei dem dieser dem couragierten Helfer gegen den Kopf trat. Die alarmierten Polizeikräfte nahmen den Tatverdächtigen, der zu flüchten versuchte und Widerstand leistete, auf dem Bahnsteig fest.Quelle: Polizeimeldung vom 31.01.2021 -
Schmiererei gegen Antifa und Verschwörungssymbol in Lichtenberg Nord
31.01.2021 Bezirk: LichtenbergIn der Schulze-Boysen-Straße wurde der Schriftzug "Ganz Berlin hasst die Antifa" sowie ein "Q" gefunden und entfernt.Quelle: Lichtenberger Register -
Sozialchauvinistischer Angriff in Charlottenburg
31.01.2021 Bezirk: Charlottenburg-WilmersdorfGegen 2:30 Uhr in der Nacht wurden zwei wohnungslose Menschen im Schlaf körperlich angegriffen und verletzt. Der Täter warf einen E-Scooter auf einen schlafenden Mann, und trat anschließend mehrfach auf einen weiteren ein. Dabei soll sich der Täter herablassend über die Wohnungslosen geäußert haben. Ein Zeuge intervenierte und drohte damit, die Polizei zu rufen, woraufhin der Täter floh. Die Verletzten wurden von Rettungskräften behandelt. Dieser sozialchauvinistische Vorfall zeigt die Gewalt und Abwertung, die wohnungslose Menschen im öffentlichen Raum täglich erleben.Quelle: Polizeimeldung Nr. 0240 -
Sticker gegen politische Gegner*innen in der Simplonstraße
31.01.2021 Bezirk: Friedrichshain-KreuzbergAn der Ladentür einer weltoffenen Kultureinrichtung wurden ein bis zweimal pro Woche wiederholt Aufkleber eines extrem rechten Onlinehandels aus Halle angebracht, die sich inhaltlich gegen politische Gegnerschaft richteten.Quelle: Bürger*innenmeldung -
Verschwörungsideolog*innen-Kundgebung mit starker extrem rechter Beteiligung
31.01.2021 Bezirk: MitteAb 18 Uhr versammelten sich am Brandenburger Tor rund 600 Menschen, um gegen Corona-Maßnahmen zu demonstrieren, die anschließend mit einem Marsch über die Straße des 17. Juni bis zur Siegessäule zogen. Dort trafen sie auf rund 200 weitere Demonstrant*innen, die zuvor mit einem Autokorso zur Siegessäule gefahren waren. Die Versammlung fand unter dem Motto "Merkel muss weg" statt, wie eine extreme rechte Aufmarschserie der Jahre 2016-2019 und eine wöchentliche Kundgebung der AfD Brandenburg, Auf Plakaten und in Redebeiträgen wurden Politiker*innen und Wissenschaftler*innen verächtlich gemacht und vielfach NS-verharmlosende Vergleiche angestellt. Bei der Abschlusskundgebung an der Siegessäule traten auch extreme Rechte und Reichsbürger als Redner auf. Eine Rednerin behauptete, in den Impfdosen wären "Föten" enthalten, "kleine Babys". Auch unter den Demonstrant*innen waren extreme Rechte und Reichbürger*innen stark vertreten, darunter auch bekannte Schoah-Leugner.Quelle: Registerstelle Mitte, Democ, Berlin gegen Nazis, Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus (JFDA), Friedensdemo-Watch, Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) -
Verschwörungsideologischer Autokorso mit Beginn in Westend
31.01.2021 Bezirk: Charlottenburg-WilmersdorfAn der Messe Nord in Westend startete ab 17:30 Uhr ein verschwörungsideologischer Autokorso durch Charlottenburg. Über den lautsprecher wurden teilweise NS-verharmlosende Aussagen getätigt. Neben anderen Personen der extrem Rechten war u.a. der verurteilte Holocuastleugner N. Nerling anwesend. Der Korso führte zu einer großen Korsoanmeldung unter dem Titel "Merkel muss weg" auf der Straße des 17. Juni. Unter dem Motto "Merkel muss weg" fanden in der Vergangenheit zahlreiche extrem rechte Aufmärsche statt.
Quelle: Berlin gegen Nazis, Register CW via Twitter -
Antisemitische Kommentare auf Tweet
30.01.2021 Bezirk: BerlinweitUnter einem Twitter-Beitrag einer jüdischen Organisation wurden antisemitische Kommentare veröffentlicht.
Quelle: RIAS Berlin -
Antisemitismus und NS-Verharmlosungen auf Verschwörungsideolog*innen-Kundgebung
30.01.2021 Bezirk: MitteAuf einer Kundgebung der Verschwörungsideolog*innen von "Querdenken Berlin" ab 14. 00 Uhr am Alexanderplatz wurden in Reden Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie mit antisemitischen und NS-verharmlosenden Vergleichen verteufelt. Ein Redner sagte: "Und das, was diese Regierung vorhat, stellt selbst das in den Schatten, was 33 bis 45 abgegangen ist." Es folgten in den Reden weitere NS-Analogien. Eine Person trug einen Jutebeutel bei sich, auf dem u.a. die Schlagwörter standen: "Klimawahn, Schuldkult, Impfzwang, Multikulti". Die "Schuldkult"- Bezeichnung ist Teil von antisemitischen Codes der Täter-Opfer-UmkehrQuelle: Registerstelle Mitte, Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) -
Extrem rechte Aufkleber in Gropiusstadt
30.01.2021 Bezirk: NeuköllnAm Horst-Caspar-Steig wurden Sticker einer extrem rechten Kleinstpartei entdeckt und entfernt.Quelle: Register Neukölln -
Extrem rechte Aufkleber in Lichtenberg Mitte
30.01.2021 Bezirk: LichtenbergIn der Einbecker Straße wurden mehrere Aufkleber der extrem rechten "einprozent"-Initiative gefunden und entfernt.Quelle: Lichtenberger Register -
Extrem rechte Aufkleber in Rudow
30.01.2021 Bezirk: NeuköllnInsgesamt neun Aufkleber wurden in Rudow zwischen Alt-Rudow und Lipschitzallee entdeckt und entfernt. Sie stammten von den "Freien Kräften Neukölln", den "Jungen Nationaldemokraten", dem Versand "Druck 18" und der Partei "Die Rechte".Quelle: Initiative „Hass vernichtet“ -
Fake-Aufkleber gegen die CDU im Tiergarten
30.01.2021 Bezirk: MitteIm Tiergarten wurde ein Aufkleber mit Bezug auf Corona-Maßnahmen entdeckt, der wie ein angeblicher CDU-Aufkleber gestaltet war und mit dem die CDU diffamiert wird. Seit zwei Jahren tauchen immer wieder solche professionell gestalteten, gegen die demokratischen Parteien, besonders die Grünen, gerichtete Fake-Aufkleber an verschiedenen Berliner Orten auf. Urheber und Verbreiter dieser Serie sind im extrem rechten Milieu zu vermuten.Quelle: Berliner Register -
IB-Aufkleber in Wannsee
30.01.2021 Bezirk: Steglitz-ZehlendorfIn Wannsee wurden zwei Aufkleber der extrem Rechten "Identitären Bewegung" entdeckt und entfernt.Quelle: Initiative „Hass vernichtet“ -
Mehrere Hakenkreuze zwischen Bhf. Lichtenberg und Betriebsbahnhof Rummelsburg
30.01.2021 Bezirk: LichtenbergAm U-Bhf. Friedrichsfelde, in der Rummelsburger Straße, dem Betriebsbhf. Rummelsburg, dem S-Bhf. Lichtenberg und der Zachertstraße wurden mehrere Hakenkreuze gefunden und entfernt.Quelle: Lichtenberger Register -
NS-relativierende Aussagen in der Warschauer Straße
30.01.2021 Bezirk: Friedrichshain-KreuzbergBei einer Polizeikontrolle wegen einer unerlaubten Party beim rechten Verschwörungsideologen und Corona-Leugner "Captain Future" kam es, neben einer Anzeige und Platzverweisen gegen die Gäst*innen von diesem, zu NS-relativierenden Aussagen gegenüber der Polizei.
Quelle: BZ, Tagesspiegel vom 31.01.2021 -
Racial Profiling am Kottbusser Tor und Angriff durch Polizei auf Zeug*innen
30.01.2021 Bezirk: Friedrichshain-KreuzbergZeug*innen haben am U-Bahn-Ausgang Kottbusser Tor beobachtet, wie eine festgenommene Person of Colour von mehreren Polizist*innen in Zivil und Uniform zum Einsatzwagen gebracht wurde. Die Person wurde mit dem Gesicht gegen das Fahrzeug gedrückt und war von sechs Beamt*innen umgeben, von denen einer keine Maske und einer sie nur unter der Nase trug. Als eine der Zeug*innen die festgenommene Person fragte, ob sie Unterstützung bräuchte, wurde sie mehrmals sehr stark von zwei Polizisten gestoßen, besonders von dem ohne Maske. Auch die zweite Zeugin wurde weggestoßen. Die Zeug*innen beriefen sich auf ihr Recht, in gebührendem Abstand zu beobachten, und forderten die Polizisten auf, die Mund-Nasen-Bedeckung vorschriftsmäßig zu tragen, da sie die Gesundheit der festgenommenen Person gefährdeten. Unter Murren setzten sie die Masken korrekt auf. Die festgenommene Person wurde in Handschellen zu einem anderen Einsatzwagen gebracht und abtransportiert. Der Festgenommene war die ganze Zeit über sehr ruhig und kooperativ. Die Zeug*innen gehen von Racial Profiling aus.Quelle: Bürger*innenmeldung -
Racial Profiling im Görlitzer Park
30.01.2021 Bezirk: Friedrichshain-KreuzbergGegen 16 Uhr wurde von Spaziergänger*innen am Ausgang Lausitzer Platz eine Polizeikontrolle von sechs Männern, in einigen Metern Abstand, beobachtet. Auch die Beobachter*innen wurden daraufhin kontrolliert. Die vorher kontrollierten Personen erhielten ohne Grund Platzverweise, die weiß wahrgenommenen Beobachter*innen nicht. Wie später bekannt wurde, wurde mindestens eine weitere Person grundlos kontrolliert und ein Platzverweis erteilt. Die Beobachter*innen empfanden das Vorgehen als diskriminierendes Racial Profiling, da die Polizeibeamt*innen ausschließlich Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe kontrollierten und ihnen ohne ersichtlichen Grund Platzverweise erteilten.Quelle: Bürger*innenmeldung -
Rassistische Aufkleber in Alt Lichtenberg
30.01.2021 Bezirk: LichtenbergIn der Fanninger Straße wurden Aufkleber mit der Aufschrift "Antifa nach Afrika" und einer rassistischen Grafik gefunden.Quelle: Lichtenberger Register -
Rassistische Diskriminierung im Bereich Wohnen in Reinickendorf
30.01.2021 Bezirk: ReinickendorfIn Reinickendorf fand eine rassistische Diskriminierung im Bereich Wohnen/Vermietung statt. Die Betroffene wurde zugleich als alleinerziehende Frau diskriminiert. Zum Schutz der Betroffenen wurde der Vorfall anonymisiert.
Quelle: Beratungsstelle FairMieten - FairWohnen -
Rassistische und sozialchauvinistische Äußerung im Reiche-Kiez
30.01.2021 Bezirk: Friedrichshain-KreuzbergPersonen, die aufgrund ihrer Hautfarbe oder wegen Sprachproblemen Hilfe, z. B. beim Ausfüllen von Formularen, benötigen, werden durch Bewohner*innen der Reichenberger Straße, in einem geschützten Raum, unterstützt. Eine andere Bewohnerin hat scheinbar damit nun Probleme und äußerte, dass die "Hungersozialarbeit auf dem Hof aufzuhören hat".Quelle: Bürger*innenmeldung -
Reichsbürger-Treffen am Müggelsee
30.01.2021 Bezirk: Treptow-KöpenickAm Müggelsee haben sich ca. 25 ReichsbürgerInnen des "Vaterländischen Hilfsdienst" getroffen. Nach eigenen Angaben fand dort ein Treffen des "III. Armeekorpsbezirk" bei dem neue Mitglieder aufgenommen wurden und sich ausgetauscht wurde. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss hunderter ReichsbürgerInnen in Deutschland, die in sog. Armeekorps aufgegliedert sind. Sie glauben, Deutschland befände sich im Kriegszustand und es würden die Gesetze aus der Kaiserzeit gelten, die sie bei Bedarf auch mit Gewalt wieder einführen wollen.
Quelle: Register Treptow-Köpenick -
Verteilaktion von AfD-Zeitung in Charlottenburg
30.01.2021 Bezirk: Charlottenburg-WilmersdorfDie AfD Charlottenburg-Wilmersdorf verteilte am Kurfürstendamm AfD-Bezirkszeitung „Blauer Bote“ in der Ausgabe 01/2020. Darin finden sich viele Aussagen, die sich gegen die Regierungsmaßnahmen zur Eindämmung der Covid-19 Pandemie richten und verschwörungsideologische Bilder reproduzieren. Die Zeitung enthält außerdem rassistische, antifeministische, und LGBTQ-feindliche Inhalte. So wird beispielsweise gegen den Bau zweier Unterkünfte für Geflüchtete im Bezirk gehetzt und rassistische Stereotype über Migrant*innen in Verbindung mit Kriminalität zu verbreitet. Darüber hinaus werden Politiker*innen der Partei Die Linke als antidemokratisch diskreditiert.
Quelle: Register CW via Facebook -
Angriff in Hakenfelde
29.01.2021 Bezirk: SpandauIn der Reußstraße (Ortsteil Hakenfelde) fand gegen 21:00 Uhr ein rassistischer Angriff statt.Quelle: ReachOut -
Antisemitische Kommentare
29.01.2021 Bezirk: BerlinweitUnter einem Facebook-Beitrag einer jüdischen Organisation wurden antisemitische Kommentare veröffentlicht.
Quelle: RIAS Berlin -
Aufkleber der Identitären Bewegung im Bürgerpark Marzahn
29.01.2021 Bezirk: Marzahn-HellersdorfAn einem Schild im Bürgerpark Marzahn wurde ein Aufkleber der extrem rechten Identitären Bewegung gefunden. Darüber befand sich ein antimuslimischer Aufkleber.Quelle: Augenzeug*in / Register Marzahn-Hellersdorf