Reichsbürger*innen-Kundgebung vor dem Bundestag
Ab 15:00 fand eine Reichsbürger*innen-Kundgebung vor dem Bundestag mit ca. 25 Teilnehmenden statt, auf der NS-Relativierungen verbreitet wurden.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
Ab 15:00 fand eine Reichsbürger*innen-Kundgebung vor dem Bundestag mit ca. 25 Teilnehmenden statt, auf der NS-Relativierungen verbreitet wurden.
Am Washingtonplatz vor dem Hauptbahnhof wurden zwei verschwörungsideologische Aufkleber extrem rechter Erzeuger entdeckt und entfernt.
Eine zivilgesellschaftliche Institution, die zum 20. Jahrestag der Anschläge auf das World Trade Center getweetet hatte, erhielt eine Antwort mit antisemitischen Verschwörungsmythen. U.a. hieß es, "Es war eindeutig ein von den Amis inszenierter Angriff - mit Unterstützung von Mossad und anderen jüdischen Kreisen". Zudem wurde auf einen Blog mit weiteren antisemitischen Verschwörungsmythen verlinkt.
In der NPD Bundeszentrale in der Seelenbinderstraße in der Köpenicker Dammvorstadt fand ein Wahlkampf-Fest statt.
In der Puschkinallee pöbelte ein Jogger einen Passanten mit "Jude, Kinderficker!" an.
Eine zivilgesellschaftliche Organisation erhielt auf Twitter eine persönliche Nachricht in der die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie mit dem Ausschluss jüdischer Menschen aus der Gesellschaft im Nationalsozialismus gleich gesetzt wurde.
Ein 19-jähriger Schüler wurde gegen 11.20 Uhr in seinem Klassenraum in einem Oberstufenzentrum an der Cyclopstraße in Wittenau von einer weiblichen und einem männlichen Jugendlichen im Alter von 17 Jahren aus LGBTIQ*feindlicher Motivation geschlagen und mit dem Tod bedroht.
Ein Neuköllner Nachbarn nannte gegenüber dem Jugendamt Neukölln eine Familie eine Roma-Familie. Das Jugendamt registrierte dies und bewerte den Fall an Hand antiziganistischer Stereotype. Schließlich leitete das Jugendamt eine unverhältnismäßige Maßnahme gegen die Familie ein. Aus Datenschutzgründen stimmt das Datum nicht mit dem Datum des tatsächlichen Vorfalls überein.
Eine Schwarze Frau berichete, dass sie fortdauernd Rassismus an der Universität durch Lehrende erlebe.
In der Brüsseler Straße wurde auf einem Wahlplakat der Grünen zur Abgeordnetenhauswahl eine antisemitische Schmiererei entdeckt. Auf das Plakat wurde "I [Herz] Zion" geschrieben. Zudem wurde dem Kandidaten ein "Hitlerbärtchen" hinzugezeichnet.
Eine Person wurde bei einem Jobcenter im Bezirk Mitte antiziganistisch diskriminiert. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Einem Schwarzen jungen Mann der als wissenschaftlicher Mitarbeiter an einer Universität beschäftigt ist und ein Studierendenvisum besaß droht die Abschiebung. Die Ausländerbehörde erkennt seinen Aufenthalt nicht an, weil sein Einkommen zu gering sei und die Arbeit nicht seiner Qualifikation entspräche.
Iim Briefkasten eines Spandauer Selbsthilfetreffpunktes wurde ein unbeschrifteter Umschlag gefunden. Beim Öffnen stellte sich heraus, dass es sich dabei um einen Brief mit Flyern der extrem rechten Kleinstpartei "Der III.Weg" handelte. Mit typischen Kampfbegriffen der Neuen Rechten, wie „volkstreu, heimatliebend, naturverbunden" wirbt die Partei für ihre "Gemeinschaft" und nutzt diese Flyer gezielt zur rechten Selbstdarstellung. Dabei verwendet sie massiv diskriminierende Sprache und äußert u.a. LGBTIQ*-feindliche Forderungen: „Homopropaganda stoppen!". Die Tatsache, dass dieses Werbematerial den Selbsthilfetreffpunkt erreicht, in dem Menschen in Krisensituationen Beratung und Anschluss suchen, ist kein Zufall.
Eine Schwarze Frau erlebte Rassismus im psychotherapeutischen Kontext.
Ein Kind wurde aufgrund von anti-Schwarzem Rassismus von einem unbekannten Mann beleidigt und angegriffen. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
In der Hasselwerder Str. wurde ein antisemitischer Aufkleber entdeckt und entfernt, der durch die Unterstellung von "Apartheid" sowohl ein delegitimierendes als auch durch die Unterstellung von "Pinkwashing" ein klassisches Element des Antisemitismus vereint.
Am Müggelseedamm/ Bölschestr wurde ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.
Vor der Tür eines Projektes zur Arbeitsvermittlung von Geflüchteten ("Willkommen in Arbeit") wurden Flyer des "III. Wegs" entdeckt, in denen die extrem rechte Kleinstpartei ihre nationalistischen Werte propagierte und Menschen mit Migrationsgeschichte kriminalisierte. Außerdem sprach sich ein Miniflyer gegen "Homo-Propaganda" aus.
Bei einem Putzspaziergang durch die Grünauer und Köpenicker Straße, die Germanenstraße, den Lianenweg und den Keltensteig wurden ca. 15 Hakenkreuze entdeckt und entfernt, sowie über 50 extrem rechte Aufkleber, u.a. von der Identitären Bewegung, von Freien Kameradschaften und einem neonazistischem Onlinehandel.
Es kam zu einem rasstischen Vorfall in einer Schule. Auf Wunsch der Betroffenen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Einer Schwarzen Frau und ihrer Schwarzen Mutter mit Schwerbehinderung wurden die Wohnung gekündigt. In diesem Zusammenhang äußerte sich ihr Vermieter rassistisch.
Unter einem Social-Media-Beitrag einer jüdischen Organisation wurden antisemitische Kommentare veröffentlicht.
An der Ecke Oberspreestr./ Ostritzer Str. rief der Fahrer eines Transporters einer Schwarzen Frau, die mit zwei Kindern auf dem Bürgersteig ging, "Geh nach Hause mit deinem fetten N***arsch" zu.