Vorfalls-Chronik
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
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Glossar-
03.08.2021 Bezirk: Friedrichshain-KreuzbergDer an einem Herzinfarkt am Wochenende nach einer verbotenen rechtsextremen Querdenker-Demo im Krankenhaus Verstorbene, wurde von Anhänger*innen in Kreuzberg mit einer öffentlichen Kranzniederlegung als Märtyrer und angebliches erstes "Mordopfer" der Bewegung gedacht. Diese Instrumentalisierung geht selbst einigen Querdenkern zu weit. Eine Teilnehmerin lobte den Toten und sprach davon, dieser werde jetzt "sicher im Himmel weiterkämpfen". Im Vorfeld hatte der Mann am Sonntag einen Polizisten verletzt, als er eine Sperrkette durchbrach. Nach der Festnahme klagte er über Schmerzen in der Schulter, lehnte aber eine ärtzliche Behandlung ab. Nach dem Transport zur Identitätsfeststellung klagt er wiederholt über Schmerzen, worauf ein Rettungswagen angefordert wurde. Nach dem Eintreffen der Rettungskräfte kollabierte der Mann. Er verstarb am Abend auf der Intensivstation der Charité nach erfolglosen Reanimationsversuchen. Hinweise auf todesursächliche äußere Gewalteinwirkungen durch die Festnahme lagen nach der Obduktion nicht vor. Der Mann war Gründungsmitglied der Querdenker- nahen Partei "Die Basis", wie die Partei am Montag bekannt gab.Quelle: Tagesspiegel, Partei "Die Basis", Telegram, Twitter
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Abwertende Handlung beim Amt wegen Sprachkentnisse
02.08.2021 Bezirk: Tempelhof-SchönebergEine Frau mit Hijab wurde schlecht und abwertend im Amt behandelt, weil sie nicht gut deutsch gesprochen hat.
Quelle: Radar -
Angriff auf Fahrkartenkontrolleur in der Wilhelmstadt
02.08.2021 Bezirk: SpandauIn einem Bus der Linie M49 fand gegen 13:00 Uhr eine Fahrkartenkontrolle statt. Ein 44-jähriger Fahrgast soll sich geweigert haben, seine Fahrkarte zu zeigen. Er soll stattdessen einem 43-jährigen Kontrolleur mehrfach gegen die Brust geschlagen und ihn rassistisch beleidigt haben. Die Polizei wurde zur Bushaltestelle "Pichelswerder" an der Heerstraße/ Ecke Brandensteinweg gerufen, der Angriff wurde angezeigt.Quelle: Pressemitteilung der Polizei vom 03.08.2021 -
Antiasiatisch-rassistisch und verschwörungsideologisch motivierte Sachbeschädigung
02.08.2021 Bezirk: MitteAn einem Testzentrum im Wedding, in dem eine asiatisch wahrgenommene Mitarbeiterin arbeitet, wurden antiasiatisch-rassistische und verschwörungsideologische Schmierereien entdeckt. Außerdem wurden an der Eingangstür Spuren von Vandalismus oder des versuchten Einbruchs entdeckt.
Quelle: Registerstelle Mitte -
Anti-Schwarzer Angriff in Friedrichsfelde
02.08.2021 Bezirk: LichtenbergEin Mann wurde in der Straße Alt-Friedrichsfelde von einem Autofahrer anti-schwarz-rassistisch beleidigt und bedroht. Der Mann beschuldigte den Betroffenen dabei falsch einer Sachbeschädigung und bedrohte ihn mit einem großen Ast. Zeug*innen schritten in der Situation nicht ein.
Quelle: Lichtenberger Register -
Antisemitische Anfeindung auf Twitter
02.08.2021 Bezirk: BerlinweitEine jüdische oder israelische Institution wurde auf Twitter antisemitisch angefeindet.
Quelle: RIAS Berlin -
Antisemitische E-Mail
02.08.2021 Bezirk: BerlinweitEine jüdische oder israelische Institution erhielt eine antisemitische E-Mail.
Quelle: RIAS Berlin -
Antisemitische und rassistische Beleidigung von Polizisten
02.08.2021 Bezirk: MitteEin 54-jähriger Radfahrer beleidigte gegen 21.15 Uhr in der Straße Unter den Linden Polizeibeamte antisemitisch und rassistisch, als diese ihn wegen verschiedenen Verkehrsvergehen und anschließendem Fluchtversuch festnahmen.Quelle: Polizeimeldung vom 03.08.2021 -
Antiziganistische strukturelle Benachteiligung im Jobcenter Treptow-Köpenick
02.08.2021 Bezirk: Treptow-KöpenickEs kam zu einer antiziganistisch motivierten strukturellen Benachteiligung im Jobcenter Treptow-Köpenick.
Zum Schutz der betroffenen Person wurde der Vorfall sowohl inhaltlich als auch zeitlich anonymisiert.
Quelle: Amaro Foro -
Antiziganistische und rassistische Äußerung beim Grünflächenamt
02.08.2021 Bezirk: LichtenbergEine Mitarbeiterin des Grünflächenamts äußerte sich in einer Anekdote über ihre Arbeit antiziganistisch und rassistisch.
Quelle: Amaro Foro -
Extrem rechte Propaganda in Charlottenburg
02.08.2021 Bezirk: Charlottenburg-WilmersdorfAm Savignyplatz wurde ein Aufkleber mit extrem rechtem Motiv entdeckt, der einer gewalttätigen neonazistischen Gruppe aus Westdeutschland zuzuordnen ist.Quelle: Register CW via Twitter -
NS-verharmlosende Schmiererei am Ostkreuz
02.08.2021 Bezirk: Friedrichshain-KreuzbergIn der Bahnunterführung Boxhagener Straße/ Kynaststr. wurde auf ein Werbeplakat großflächig der NS-relativierende Spruch „Impfen macht frei“ geschmiert.Quelle: Register Friedrichshain-Kreuzberg -
Rassismus bei Psychotherapie
02.08.2021 Bezirk: BerlinweitEin Schwarzer Mann erfuhr Rassismus innerhalb seiner Psychotherapie.
Quelle: Each One Monitoring -
Rassistische Cafe-Besucher*innen auf dem Marktplatz Spandau
02.08.2021 Bezirk: SpandauEine Familie mit Migrationsgeschichte saß mit ihren kleinen Kindern an einem Cafè-Tisch auf dem Marktplatz Spandau. Eine Gruppe älterer Frauen und Männer fühlte sich von den Kindern gestört und machte laut Bemerkungen, die Familie solle ihre "Gören" erziehen. Daraufhin brach ein Streit aus, in dessen Verlauf von Mitgliedern der Gruppe mehrfach rassistische Äußerungen gemacht wurden, die sich gegen Sint*izze und Rom*nja richteten (Z-Wort). Daraufhin rief die Familie die Polizei. Beide Seiten stellten Strafanzeige.
Quelle: Outreach Mobile Jugendarbeit in Spandau-Mitte -
Rechte Sticker in Wannsee
02.08.2021 Bezirk: Steglitz-ZehlendorfIm Ortsteil Wannsee wurden zwei Aufkleber eines extrem rechten Internetportals entdeckt und entfernt, die sich gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie richteten.Quelle: Initiative „Hass vernichtet“ -
Rechtsextreme Sticker an der Sonnenallee
02.08.2021 Bezirk: NeuköllnAn der Sonnenallee in Höhe Dammweg wurden rechtsextreme Sticker entdeckt, welche NS-verharmlosende Motive und White Supremacy Motive abbilden.Quelle: Register Treptow-Köpenick -
Strukturelle Benachteiligung im Jobcenter
02.08.2021 Bezirk: Steglitz-ZehlendorfDas Jobcenter Steglitz-Zehlendorf lehnte einen Antrag auf Leistungen aufgrund rassistischer, antiziganistischer Vorannahmen erst ab. Nach einem Widerspruch bewilligte das Jobcenter die Leistung.
Aus Daten- und Personenschutzgründen wurde das Datum des Vorfalls verändert.
Quelle: Amaro Foro e.V. -
Verschwörungsideolog*innen-Demos in Mitte
02.08.2021 Bezirk: MitteTrotz Versammlungsverboten fanden in Mitte sich Verschwörungsideolog*innen aus der ganzen Breite dieses Spektrums zu zahlreichen Versammlungen zusammen, auf den auch oft NS-verharmlosende Vergleiche verbreitet wurden.
Quelle: Registerstelle Mitte; Berlin gegen Nazis -
Verschwörungsideologische Aufkleber im Tiergarten
02.08.2021 Bezirk: MitteIm Tiergarten wurden 28 verschwörungsideologische Aufkleber von extrem rechten Erzeugern entdeckt und entfernt.
Quelle: https://www.hass-vernichtet.de/ -
Angriff auf Pressevertreter bei Querdenken-Demonstration
01.08.2021 Bezirk: Friedrichshain-KreuzbergDer Berliner Landesgeschäftsführer der Deutschen Journalisten- und Journalistinnenunion in Verdi wurde bei einer verbotenen Querdenken-Demonstration in der Köthener Ecke Bernburger Str. von Demonstrationsteilnehmer*innen vom Fahrrad gezerrt, geschlagen und getreten. Die Angreifer*innen versuchten, ihm das Handy zu entreißen, mit dem er Fotos von der Demonstration gemacht hatte. Erst nachdem Passant*innen eingeschritten waren, ließen die Täter*innen vom Opfer ab. Der Betroffene musste mit Verletzungen an der Schulter und den Beinen ins Krankenhaus eingeliefert werden.
In direktem Umfeld des Angriffs befanden sich Personen mit einem Schild "Eltern stehen auf".
Quelle: taz, Tagesspiegel -
Anti-Schwarze rassistische Beleidigung in Gesundbrunnen
01.08.2021 Bezirk: MitteIn der Brunnenstraße im Ortsteil Gesundbrunnen wurde gegen 19.15 Uhr ein Schwarzer Jugendlicher von einem ca. 60-jährigen weißen deutschen Mann rassistisch beleidigt.Quelle: Registerstelle Mitte -
Antisemitische Pöbelei gegen Journalisten
01.08.2021 Bezirk: Charlottenburg-WilmersdorfIm Rahmen der unangemeldeten "Querdenken"-Demonstrationen in Westend kam es zu antisemitischen Pöbeleien. Als eine verbotene Versammlung in der Bayernallee in Westend aufgehalten wurde, erkannten Teilnehmer*innen einen bekannten Journalisten, der daraufhin als "Juden-Arsch" und "Judas" beleidigt wurde. Es folgten "Lügenpresse"-Rufe.Quelle: Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) -
Antisemitischer Tweet
01.08.2021 Bezirk: BerlinweitEin Account auf Twitter setzte in einem Antworttweet die Schoa und die Maßnahmen zur Begrenzung der Pandemie miteinander gleich.
Quelle: RIAS Berlin -
Antisemitische Zettel im Tiergarten
01.08.2021 Bezirk: MitteIm Tiergarten wurden am Rande der verschwörungsideologischen Demos Zettel ausgelegt, auf denen ein KZ-Tor mit der Inschrift "Impfen schafft Freiheit" abgebildet war.
Quelle: Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS), Friedensdemo Watch -
Antiziganistische Benachteiligung im Jobcenter
01.08.2021 Bezirk: LichtenbergAn einem Tag im August wurde einer Person im Jobcenter Lichtenberg die Antragstellung auf Leistungen aus antiziganistischen Motiven erschwert. Zum Schutz der Betroffenen wurde der Vorfall anonymisiert.
Quelle: Amaro Foro -
Antiziganistische Benachteiligung im Jobcenter
01.08.2021 Bezirk: LichtenbergAn einem Tag im August wurde einer Person im Jobcenter Lichtenberg die Antragstellung auf Leistungen aus antiziganistischen Motiven erschwert. Zum Schutz der Betroffenen wurde der Vorfall anonymisiert.
Quelle: Amaro Foro -
Extrem rechte Aufkleber in Adlershof
01.08.2021 Bezirk: Treptow-KöpenickIm Glienicker Weg auf dem Parkplatz des Netto wurden 10 Aufkleber der NPD entdeckt und entfernt.
Quelle: Zentrum für Demokratie -
„Heil Hitler“-Pöbelei am U-Bahnhof Hallesches Tor
01.08.2021 Bezirk: Friedrichshain-KreuzbergZwei (ehemalige) Teilnehmer der unangemeldeten Querdenken-Demonstration riefen am Bahnhof der U1 einem unbeteiligten Fahrgast „Heil Hitler!“ hinterher.Quelle: Bürger*innenmeldung -
Mobilisierungssticker für Querdenken-Demonstration
01.08.2021 Bezirk: Friedrichshain-KreuzbergEin Sticker, mit Aufruf zur verbotenen Querdenken-Demonstration am selben Tag, wurde in der Fidicinstraße entdeckt und entfernt.Quelle: Register Friedrichshain-Kreuzberg -
Neonazi bedroht Jugendlichen
01.08.2021 Bezirk: Marzahn-HellersdorfIn einer sozialen Einrichtung in Marzahn wurde ein Jugendlicher durch einen offen auftretenden Neonazi bedroht. Der Neonazi beschimpfte den betroffenen Jugendlichen mehrfach aufgrund der Annahme, dass er ein politischer Gegner sein könnte. Der Neonazi wurde anschließend von den Mitarbeiter*innen der Einrichtung des Geländes verwiesen. Zum Schutz der betroffenen Person wurde das Datum des Vorfalls anonymisiert.Quelle: Augenzeug*in / Register ASH -
Rassistischer Aufkleber in Dahlem
01.08.2021 Bezirk: Steglitz-ZehlendorfIn der Straße Unter den Eichen wurde ein Aufkleber, der in "Rapefugees not welcome" umgewidmet worden war, entdeckt.Quelle: Registerstelle Steglitz-Zehlendorf -
"Sieg Heil"-Pöbelei auf U-Bahnhöfen
01.08.2021 Bezirk: Friedrichshain-KreuzbergEine Gruppe Männer rief auf den U-Bahnhöfen Kottbusser Tor, Görlitzer Bahnhof und Warschauer Straße immer wieder „Sieg Heil“ und pöbelte andere Fahrgäste als „Zecken“ an. Die Männer waren mutmaßlich Teilnehmer der verbotenen Querdenken-Demonstration am selben Tag.Quelle: Bürger*innenmeldung -
Spuckattacke auf Demobeobachterin bei verbotener "Querdenken"-Demonstration in Westend
01.08.2021 Bezirk: Charlottenburg-WilmersdorfIm Rahmen der verbotenen "Querdenken"-Demonstration kam es gegen 12:15 Uhr in der Nähe des Fürstenplatzes in Westend zu einem Angriff gegen eine Mitarbeiterin des Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus e.V. (JFDA). Hunderte Demonstrant*innen hatten zu dieser Zeit die Polizeiketten durchbrochen und versucht, sich ihren Weg durch Seitenstraßen abseits der durch die Polizei gesperrten Reichsstraße zu bahnen. Pressevertreter*innen wurden aggressiv angegangen, die durch ihre Arbeit und zudem durch das Tragen von Mund-Nasen-Schutz in das Visier der Demonstrationsteilnehmer:innen gerieten. In diesem Zuge wurde eine Feldbeobachterin des JFDA von einem Demo-Teilnehmer ins Gesicht gespuckt. Dies ist während der Covid-19-Pandemie als besonders gefährlich zu werten.Quelle: Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus e.V. (JFDA) -
Transfeindliche Propaganda in Wilmersdorf
01.08.2021 Bezirk: Charlottenburg-WilmersdorfAm Hohenzollernplatz wurde ein Aufkleber mit transfeindlichem Motiv entdeckt und entfernt.Quelle: Register CW via Twitter -
Verbotene "Querdenken" Veranstaltungen in Westend und Charlottenburg
01.08.2021 Bezirk: Charlottenburg-WilmersdorfAm Vormittag des 1. August kam es in den Ortsteilen Westend und Charlottenburg zu mehreren unangemeldeten Versammlungen der verschwörungsideologischen „Querdenken“-Bewegung mit bis zu 2000 Teilnehmenden. Am Olympischen Platz in Westend sollte gegen 11:00 Uhr zusätzlich zu dem genehmigten verschwörungsideologischen Autokorso eine Demonstration starten, die jedoch aufgrund der fehlenden Infektionsschutzmaßnahmen verboten worden war. Die Teilnehmenden bewegten sich daraufhin zum U-Bahnhof Neu Westend, über die Ecke Reichstraße/Länderallee zum Fürstenplatz und blockierten zeitweise ganze Straßen und Kreuzungen. Es kam wiederholt zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit der Polizei. Später gab es weitere unangemeldete Demonstrationszüge im Ortsteil Charlottenburg, die u.a. über den Kaiserdamm zum Ernst-Reuter-Platz und weiter nach Tiergarten verliefen bzw. über die Kantstraße zum Zoologischen Garten und Ku’Damm zogen. Die Teilnehmenden skandierten u.a. „Frieden, Freiheit, keine Diktatur“, „Wir sind das Volk“ und „Die Mauer muss weg“. Es wurden Verschwörungsmythen verbreitet, demokratische Politiker*innen verleumdet, die derzeitigen Infektionsschutzgesetze mit einer Diktatur/Faschismus gleichgesetzt und in diesem Zuge auch die Polizei NS-verharmlosend als „Nazis“ bezeichnet. Es waren u.a. Reichsbürger*innen, PEGIDA-Anhänger*innen, Esoteriker*innen und christliche Fundamentalist*innen, ex-Soldaten sowie bekannte Personen der „Querdenken“-Szene anwesend. Es kam wiederholt zu Beleidigungen und Angriffen auf Pressevertreter*innen bzw. Personen, die u.a. durch das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes als politische Gegner*innen erkennbar waren, sie wurden bspw. als „linke Bazillen“ oder „Lügenpresse“ bezeichnet.Quelle: Register CW, RIAS, Berlin gegen Nazis, rbb24 vom 02.08.2021, Tagesschau vom 05.08.2021 -
Verschwörungsideolog*innen-Demos in Mitte
01.08.2021 Bezirk: MitteTrotz Versammlungsverboten der von "Querdenken" angemeldeten Veranstaltungen fanden in Mitte sich Verschwörungsideolog*innen aus der ganzen Breite dieses Spektrums zu zahlreichen Versammlungen zusammen, auf den auch oft NS-verharmlosende Vergleiche verbreitet wurden.
Quelle: Registerstelle Mitte -
Verschwörungsideologische Aufkleber in Mitte
01.08.2021 Bezirk: MitteIm Ortsteil Mitte wurden 60 verschwörungsideologische Aufkleber, zu erheblichen Teil von von extrem rechten Erzeugern entdeckt und entfernt.
Quelle: https://www.hass-vernichtet.de/ -
Verschwörungsideologischer Aufmarsch
01.08.2021 Bezirk: MitteIn Mitte und Tiergarten fand ein extrem rechter Aufmarsch der extrem rechten Gruppierung Patriotic Opposition Europe und von Reichbürger*innen mit ca. 300 Teilnehmenden statt. Dem Aufmarsch unter hoher und sichtbarer Beteiligung von auch anderen extremen Rechten hatten sich aber auch zahlreiche Menschen aus dem ganzen breiten verschwörungsideologischem Spektrum angeschlossen. Vielfach wurden NS-verharmlosende Vergleiche verbreitet.
Quelle: Registerstelle Mitte, Berlin gegen Nazis -
Versuchte Sachbeschädigung an Synagoge
01.08.2021 Bezirk: MitteObjektschützer vor der Synagoge in der Oranienburger Straße bemerkten gegen 1.45 Uhr zwei Fußgänger, wovon einer der beiden Passanten plötzlich eine gefüllte Bierflasche in Richtung der Synagoge warf. Die Flasche zerbrach an einer Säule des Gebäudes, ohne diese zu beschädigen. Der 24-jährige Werfer und sein 23 Jahre alter Begleiter wurden durch die Objektschützer festgehalten und der alarmierten Polizeistreife übergeben.Quelle: Polizeimeldung vom 01.08.2021, Jüdische Allgemeine vom 02.08.2021 -
Werbung für verschwörungsideologische Veranstaltungen in Wilmersdorf
01.08.2021 Bezirk: Charlottenburg-WilmersdorfAn den U-Bahnhöfen Blissestraße und Fehrbelliner Platz in Wilmersdorf wurden mehrere Aufkleber entdeckt, die eine verbotene verschwörungsideologische Veranstaltung am 1. August 2021 bewarben.Quelle: Register CW via Twitter -
Antisemitische Propaganda in Wannsee
31.07.2021 Bezirk: Steglitz-ZehlendorfIm Gästebuch des Hauses der Wannseekonferenz fand sich ein antisemitischer Eintrag. In diesem verglichen sich Ungeimpfte mit Jüd:innen und deren Verfolgung. Das Haus der Wannseekonferenz ist eine Gedenk- und Bildungsstätte, die sich u.a. mit der Verfolgung und der Ermordung eurpäischer Jüd:innen auseinandersetzt. Der Gästebucheintrag relativiert mit seinem Vergleich die Shoa.
Quelle: Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) -
Antisemitische Rede bei verschwörungsideologischem Autocorso in Altglienicke
31.07.2021 Bezirk: Treptow-KöpenickAm Endpunkt eines verschwörungsideologischen Autokorsos gegen die Corona-Maßnahmen zog ein Redner eine Analogie zwischen den Verbrechen von Josef Mengele und der Corona-Impfung.
Quelle: RIAS - Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Berlin -
Extrem rechte Aufkleber in Wilmersdorf
31.07.2021 Bezirk: Charlottenburg-WilmersdorfIn der Homburger Straße in Wilmersdorf wurden mehrere extrem rechte Aufkleber entdeckt, darunter ein rassistischer Aufkleber der extrem rechten "1% Prozent"-Kampagne ("Europa verteidigen"), sowie Aufkleber des extrem rechten Magazins Compact mit dem Motiv "Merkel verhaften" .
Quelle: Register CW -
Extrem rechte Sticker in Rudow
31.07.2021 Bezirk: NeuköllnInsgesamt wurden 28 Sticker entdeckt und entfernt. Außerdem wurden 3 große Plakate des III. Wegs mit LGBTIQ*-feindlichem Inhalt entfernt.Quelle: Initiative „Hass vernichtet“ -
Facebook-Dokumentation NPD Spandau Juli 2021
31.07.2021 Bezirk: SpandauIm Juli 2021 veröffentlichte der Kreisverband NPD Spandau insgesamt 58 Beiträge. Inhaltlich beschäftigten sich diese mit rassistischen, antimuslimischen und antifeministischen Themen. In einem antifeministischen Beitrag, der in diesem Monat mehrfach gepostet wurde, fordert die Ortsgruppe, Familien zu fördern, statt „Randgruppenpolitik“ zu betreiben. Der Beitrag propagierte das klassische Familienbild als alleiniges Lebensmodell, das es zu fördern und über das es zu berichten gelte. Der Anstieg der Alleinerziehenden in Deutschland sei Ausdruck einer Gesellschaft voller „partnerschaftlicher Beliebigkeit“ und „Bindungsunfähigkeit“ wegen „eigener unsicherer Bindungen im Kindesalter“. Letzteres Argument ist als Seitenhieb auf den Besuch von Kindertagesstätten und die Berufstätigkeit von Frauen einzuordnen. Auch der Post vom Vormonat mit dem Slogan „Gut integriert bis etwas passiert“, bei dem vor der vermeintlichen Gefahr durch Menschen mit Migrationshintergrund gewarnt wurde, wurde diesen Monat mehrfach neu veröffentlicht. Insgesamt erzielten die Beiträge dieses Monats einige Reaktionen und wurden vereinzelt geliked oder kommentiert. Auffällig ist, dass sich mit Näherrücken der Bundestagswahl im September 2021 ein deutlicher Anstieg an Postings verzeichnen lässt.Quelle: Register Spandau -
Hakenkreuze im Weitlingkiez
31.07.2021 Bezirk: LichtenbergIn der Meta- Ecke Margaretenstraße wurden zwei Hakenkreuze, die an einem Altkleidercontainer mit schwarzem Edding geschmiert waren, gemeldet.Quelle: Lichtenberger Register -
Hakenkreuze in Alt-Mariendorf
31.07.2021 Bezirk: Tempelhof-SchönebergAn Bushaltestellen der Buslinie 181 in Alt-Mariendorf wurden vier Hakenkreuze und der Schriftzug "AfD" entdeckt und entfernt.Quelle: Initiative „Hass vernichtet“ -
Rassistische Postings auf Neuköllner AfD-Facebook-Seite
31.07.2021 Bezirk: NeuköllnAuf ihrer Facebook-Seite veröffentlichte die Neuköllner AfD im Juli mehrere rassistische Postings. Schwerpunkt dieser Postings war vor allem "ausländische Clan-Kriminalität".Quelle: Register Neukölln -
Rassistischer Angriff
31.07.2021 Bezirk: NeuköllnGegen 18:10 Uhr wird ein Mann von einem Mann und weiteren unbekannt gebliebenen Personen rassistisch beleidigt und mit einem Stuhl in den Rücken geschlagen.
Quelle: ReachOut, Kleine Anfrage 19-10301 -
Rassistischer Aufkleber in Adlershof
31.07.2021 Bezirk: Treptow-KöpenickAm S-Bhf. Adlershof wurde ein rassistischer Aufkleber eines sächsischen Neonazis entdeckt und entfernt.
Quelle: Zentrum für Demokratie