Antisemitische Propaganda im Kiez Weberwiese
Auf einer Säule in der Karl-Marx-Allee ein Davidstern-Graffito mit Symbolen überschmiert, die Hammer und Sichel ähneln. Zudem wurde auf Arabisch eine wüste sexistische Beschimpftung angefügt.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
Auf einer Säule in der Karl-Marx-Allee ein Davidstern-Graffito mit Symbolen überschmiert, die Hammer und Sichel ähneln. Zudem wurde auf Arabisch eine wüste sexistische Beschimpftung angefügt.
Eine jüdische oder israelische Institution erhielt eine antisemitische E-Mail.
Es wurde ein antisemitischer Vorfall dokumentiert. Auf Wunsch der Betroffenen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Bei einer Stadtführung durch Mitte zeigte der Stadtführer auf Kopftücher tragende Musliminnen und sagte: "Die fotografieren sich am Dom, weil deren Moscheen nicht schön sind."
Unter einem Facebook-Beitrag einer jüdischen Institution wurde ein antisemitischer Kommentar veröffentlicht. Es wurde behauptet, Jüdinnen_Juden hätten im Vorfeld des islamistischen Anschlag am 11. September 2011 gewusst, dass dieser stattfinden werde.
Ein Fraktionsmitglied der Partei Bündnis 90/ Die Grünen wurde an einem Wahlkampf-Stand in der Obstallee antimuslimisch rassistisch und sexistisch beleidigt.
In einem Studierendenwohnheim wird ein 22-jähriger Bewohner von einem seiner Nachbarn wiederholt rassistisch motiviert beleidigt und bedroht. Der Angreifer versucht, ihn mit einem Tischtennisschläger, der dem Betroffenen gehört, auf den Kopf zu schlagen. Dabei trifft er die Brille des Betroffenen, die gegen die Wand geschleudert und beschädigt wird. Anschließend zerbricht der Täter den Tischtennisschläger.
Ab 15:00 fand eine Reichsbürger*innen-Kundgebung vor dem Bundestag mit ca. 25 Teilnehmenden statt, auf der NS-Relativierungen verbreitet wurden.
Am Washingtonplatz vor dem Hauptbahnhof wurden zwei verschwörungsideologische Aufkleber extrem rechter Erzeuger entdeckt und entfernt.
Eine zivilgesellschaftliche Institution, die zum 20. Jahrestag der Anschläge auf das World Trade Center getweetet hatte, erhielt eine Antwort mit antisemitischen Verschwörungsmythen. U.a. hieß es, "Es war eindeutig ein von den Amis inszenierter Angriff - mit Unterstützung von Mossad und anderen jüdischen Kreisen". Zudem wurde auf einen Blog mit weiteren antisemitischen Verschwörungsmythen verlinkt.
In der NPD Bundeszentrale in der Seelenbinder Straße in der Köpenicker Dammvorstadt fand ein Wahlkampf-Fest statt.
In der Puschkinallee pöbelte ein Jogger einen Passanten mit "Jude, Kinderficker!" an.
Eine zivilgesellschaftliche Organisation erhielt auf Twitter eine persönliche Nachricht in der die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie mit dem Ausschluss jüdischer Menschen aus der Gesellschaft im Nationalsozialismus gleich gesetzt wurde.
Ein 19-jähriger Schüler wurde gegen 11.20 Uhr in seinem Klassenraum in einem Oberstufenzentrum an der Cyclopstraße in Wittenau von einer weiblichen und einem männlichen Jugendlichen im Alter von 17 Jahren aus LGBTIQ*feindlicher Motivation geschlagen und mit dem Tod bedroht.
Ein Neuköllner Nachbarn nannte gegenüber dem Jugendamt Neukölln eine Familie eine Roma-Familie. Das Jugendamt registrierte dies und bewerte den Fall an Hand antiziganistischer Stereotype. Schließlich leitete das Jugendamt eine unverhältnismäßige Maßnahme gegen die Familie ein. Aus Datenschutzgründen stimmt das Datum nicht mit dem Datum des tatsächlichen Vorfalls überein.
Eine Schwarze Frau berichete, dass sie fortdauernd Rassismus an der Universität durch Lehrende erlebe.
In der Brüsseler Straße wurde auf einem Wahlplakat der Grünen zur Abgeordnetenhauswahl eine antisemitische Schmiererei entdeckt. Auf das Plakat wurde "I [Herz] Zion" geschrieben. Zudem wurde dem Kandidaten ein "Hitlerbärtchen" hinzugezeichnet.
Eine Person wurde bei einem Jobcenter im Bezirk Mitte antiziganistisch diskriminiert. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.