Unverhältnismäßiges rassistisches Polizeiverhalten gegen Schwarzen
Vor einem Supermarkt in Mitte wurde ein Schwarzer Mann von sieben weißen Polizist*innen brutal zu Boden geworfen und fixiert, obwohl ihm bereits Handschellen angelegt worden waren.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
Vor einem Supermarkt in Mitte wurde ein Schwarzer Mann von sieben weißen Polizist*innen brutal zu Boden geworfen und fixiert, obwohl ihm bereits Handschellen angelegt worden waren.
Eine jüdische Person, die auf Twitter Fotos von Aufklebern mit antisemitischen Inhalten veröffentlichte, wurde von zwei Personen der extremen Rechten auf Instagram markiert. Diese machten sich über den Antisemitismus lustig.
Eine Lehrkraft an einer Grundschule im Bezirk Mitte bezeichnete Mehrsprachigkeit als Defizit und kommunizierte diese Sichtweise auch an Eltern. Die Aufgabe der Sprachförderung liege ganz bei den Eltern, äußerte er sich mehrfach gegenüber Eltern.
Es wurde eine LGBTIQ*-feindliche Bedrohung dokumentiert. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht. Das Datum stimmt zum Betroffenen-Schutz nicht exakt mit dem Vorfalls-Datum überein.
Gegen 19 Uhr bemerkten vorbeifahrende Autofahrer am U-Bhf. Kottbusser Tor ein brennendes Obdachlosenzelt. Personen kamen nicht zu schaden. Dies war nicht der erste mutwillig gelegte Brand eines Obdachlosenzeltes im Umfeld.
In einer Privatsauna im Ortsteil Waidmannslust wurde eine Journalistin im Restaurant von einer älteren Frau mehrfach rassistisch als „Kakerlake“ bezeichnet. Andere Anwesende, die offenbar Stammgäste der Sauna sind, stimmten mit ein und riefen die Beleidigung gemeinsam im Chor. Ein jüngerer Mitarbeiter machte auch mit anstatt einzuschreiten. Auf mehrmaliges ungläubiges Nachfragen der Betroffenen, ob es in der Sauna Kakerlaken gebe oder was das solle, machten sich weitere Saunagäste über sie lustig. Insgesamt waren etwa zwanzig Senior*innen in in dem Restaurant. Die Betroffene war die einzige nicht-biodeutsche Person im Raum. Sie hat Anzeige erstattet. Bei einem weiteren Besuch derselben Sauna im Dezember wurde die Betroffene von einem anderen Saunagast im Pool getreten.
Ab 15:00 fand eine Reichsbürger*innen-Kundgebung vor dem Bundestag mit ca. 20 Teilnehmenden statt, auf der NS-Relativierungen verbreitet wurden.
In der Brunnenstraße in Gesundbrunnen wurde ein Stolperstein für Erich Dawideit herausgebrochen und zerstört. Erich Dawideit gehörte zum Berliner Arbeiterwiderstand und war in der Saefkow-Jacob-Bästlein-Organisation aktiv, einer der größten Widerstandsgruppen in den Jahren 1942 bis 1945.
In mehreren Straßen in Tegel wurden Corona-verharmlosende und verschwörungsideologische Papierzettel an Laternen geklebt. Auf einem der Zettel werden die Proteste gegen die Corona-Maßnahmen mit dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus gleichgesetzt.
Eine jüdische oder israelische Institution wurde auf Twitter antisemitisch angefeindet.
Der auf dem Marktplatz aufgestellte Chanukka-Leuchter wurde massiv beschädigt. Nachdem bereits das Schild am Leuchter verschwunden war, wurden nun auch die Halter der Lichter nach unten gebogen. Auch in anderen Bezirken gab es Sachbeschädigungen an Chanukka-Leuchtern.
Auf dem Schulhof einer Schule in Wittenau wurde ein Aufkleber mit dem Schriftzug "White Power" entdeckt und der Schulleitung gemeldet. Wenige Tage zuvor wurde dort ein antisemitischer Aufkleber des "Dritten Wegs" gesichtet.
An einen Kleidercontainer an der Ecke Heidelberger Str./ Bouchéstr. wurde der Schriftzug "Impfzwang = Faschismus" entdeckt. Die Gleichstellung von Maßnahmen gegen die Pandemie und dem Nationalsozialismus stellt eine Relativierung dessen und der damaligen Verbrechen dar.
Eine jüdische oder israelische Institution wurde auf Twitter antisemitisch angefeindet.
Eine Schwarze Frau berichtete, dass sie Rassismus und Gewalt durch ihren Partner erfahre.
Unter einem Artikel des Deutschlandfunk der sich mit genetischen Studien an Rom*nja befasste, wurde ein Kommentar veröffentlicht. Dort hieß es, Rom*nja hätten eine genetische Veranlagung für Diebstahl.
An einem Aussichtspunkt über dem Flughafensee in Tegel wurden zwei rassistische und geflüchtetenfeindiche Schmierereien entdeckt.
An der Tram-Haltestelle und im U-Bahnhof Osloer Straße in Gesundbrunnen wurden erneut wettere „Impfung macht frei“-Schmierereien entdeckt.
Es fand eine rassistische strukturelle Diskriminierung an einer Schule statt. Auf Wunsch der Betroffenen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Gegen 12 Uhr wurde der 44-jähriger Busfahrer eines Linienbusses der BVG von einem 43-jährigen Fahrgast in Wilmersdorf rassistisch beleidgt. Bereits beim Einsteigen in den Bus soll er ihn rassistisch beleidigt haben und sich dann in den oberen Bereich des Busses begeben, wo er mit einer Flasche und einem Handy um sich geworfen haben soll. Nachdem Fahrgäste den Busfahrer darüber informierten, verwies dieser den Mann des Busses. Dabei soll der 43-Jährige den Busfahrer erneut rassistisch beleidigt und laute Tiergeräusche von sich gegeben haben. Er wurde an der Haltestelle Wiesbadener Straße / Laubacher Straße / Südwestkorso festgenommen. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt ermittelt.
Am Brandenburger Tor wurde ein Aufkleber der rechten "Deutsche Patrioten mit Migrationshintergrund" mit einem QR-Code mit dem Link zu einer gleichnamigen Webseite entdeckt und entfernt. Auf der Webseite werden rechte ethnopluralistische Argumentationen verbreitet.
Mehrere Aktivist*innen der Brandenburger AfD-Jugendorganisation JA (Junge Alternative) wurden in Lichtenberg-Mitte (Friedrichsfelde) dabei gesehen, wie sie Plakate für eine impfkritische Demonstration in Mitte klebten und dabei Aufkleber in der Gegend verbreiteten. Die Plakate fanden sich in der Rummelsburger Str, Lincolnstr. und Robert-Uhrig-Str. Über 100 Aufkleber wurden in der Volkradstr., Kraetkestr., Münsterlandstr., Lincolnstr., Archibaldstr., Rupprechtstr., Giselastr., Sophienstraße und im Rosenfelder Ring gefunden.
Unter der Autobahnbrücke gegenüber dem S-Bahnhof Tempelhof wurde ein Hakenkreuz entdeckt.