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Vorfalls-Chronik


Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.

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Glossar
  • Antisemitische Schmierereien am Carl-Herz-Ufer

    11.10.2025 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    Gegen 10:00 Uhr wurden im Umfeld der Synagoge am Carl-Herz-Ufer antisemitische Parolen an Hauswänden entdeckt. Geschmiert wurden die Slogans "Death to the IOF" (damit ist die israelische IDF gemeint) und "Zionism is a crime". Dabei handelt es sich um eine häufig genutzte Umwegkommunikation, die Jüdinnen*Juden sowie Israel pauschal delegitimieren und dämonisieren soll.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Antisemitismus auf Demonstration durch Mitte

    11.10.2025 Bezirk: Mitte

    Im Bezirk Mitte fand eine propalästinensische Demonstration mit etwa 16.000 Teilnehmenden statt. Es kam zu einer Reihe von antisemitischen und NS-verharmlosenden Äußerungen. So riefen Teilnehmende "Kindermörder Israel". Mit der Bezeichnung Israels als "Kindermörder" wird auf antisemitische Ritualmordlegenden angespielt. Ein Teilnehmer zeigte ein Schild mit einer Karikatur, die den amerikanischen Präsidenten als durch Israel, proisraelische Kräfte und den Teufel fremdgesteuert darstellt. Die Behauptung, dass sich Juden*Jüdinnen im Pakt mit dem Teufel befinden, ist ein antisemitisches Narrativ. Eine Rednerin sagte, man werde sich nicht mehr von "zionistischen profitgetriebenen Medien" täuschen lassen. Ein Teilnehmer zeigte ein Schild mit der Aufschrift "Never trust a zionist". Beide Aussagen greifen das antisemitische Narrativ des "hinterlistigen Juden" auf. Auf einem Transparent stand der Satz "Germany you cry never again while funding it again". Ein Teilnehmer zeigte ein Schild mit der Aufschrift "Your german guilt-complex kill palestinians". Beide Aussagen stelle einen Zusammenhang zwischen dem Nahost-Konflikt und dem Holocaust her, wobei das zweite Schild einen, in der extremen Rechten verbreiteten, "Schuldkult"-Diskurs bedient. Mit den Parolen "There is only one state - Palestine 48" und "Vom Wasser bis zum Wasser - Palästina ist arabisch" (auf Arabisch gerufen) wurde Israel das Existenzrecht abgesprochen. Auch wurden verschiedene Schilder mit der dämonisierenden Bezeichnung "IsraHell" gezeigt. An der Demonstration beteiligten sich auch Personen aus dem islamistischen Spektrum.

    Quelle: Registerstelle Mitte, Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus e.V., Tagesspiegel vom 11.10.2025
  • Antisemitismus und NS-Verherrlichung im Bezirk

    11.10.2025 Bezirk: Steglitz-Zehlendorf

    An der Wand einer sozialen Einrichtung im Bezirk wurden NS-verherrlichende Sprühereien und Hakenkreuze entdeckt. Außerdem wurde ein antisemitischer Spruch gesprüht. Die Schmierereien wurden unkenntlich gemacht.

    Quelle: Bürger*innenmeldung per E-Mail
  • Aufkleber und Sprühereien gegen Antifaschismus in Pankow-Zentrum

    11.10.2025 Bezirk: Pankow

    In der Parkstraße, Ossietzkystraße und im Schlosspark wurden Sprühereien mit Slogan "FCK AFA" (= Scheiß Antifaschismus) entdeckt und entfernt. Ebenso wurde ein Aufkleber eines extrem rechten Onlineversandhandels mit dem selben Slogan entdeckt und entfernt.

    Quelle: [moskito] Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Vielfalt
  • „Der III. Weg“-Propaganda in Hellersdorf-Süd

    11.10.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf

    In der Maxie-Wander-Straße und in der Carola-Neher-Straße wurde je ein Aufkleber der "NRJ", der Jugendorganisation von „Der III. Weg“, gesehen.

    Quelle: Register Marzahn-Hellersdorf / Augenzeug*in
  • Extrem rechte Aufkleber in Lichtenberg-Mitte

    11.10.2025 Bezirk: Lichtenberg

    In der Marie-Curie-Straße wurden zwei extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt, beide stammten aus Neonaziversänden. Auf einem Motiv stand "Dumm, dümmer, Antifa" und auf dem anderen "Abschieben schafft Sicherheit - Kriminelle Ausländer raus".

    In der Sophienstraße und in der Weitlingstraße wurden zudem mehrere Aufkleber mit jeweils einem Wolfsgruß der türkischen Faschist*innen der "Grauen Wölfe" und einer rassistischen "White Power"-Faust gemeldet und entfernt.

    Quelle: Lichtenberger Register
  • Rassistische Bedrohung in Mitte

    11.10.2025 Bezirk: Mitte

    Vor einer Botschaft in der Straße Unter den Linden bedrohte eine Frau eine Mitarbeiterin des Objektschutzes der Berliner Polizei mit einem Messer und beleidigte sie rassistisch. Die Betroffene griff zu ihrer Dienstwaffe und forderte die Frau auf, das Messer fallenzulassen. Die Frau kam dieser Aufforderung nach, verließ den Ort und wurde später festgenommen.

    Quelle: Polizeimeldung Nr. 2291 vom 12.10.2025
  • Rassistische Beleidigung an der Stresemannstraße

    11.10.2025 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    Auf dem Parkplatz am Gropius-Bau saß gegen 14:40 Uhr ein Mann mit Migrationsgeschichte, der seinem Hund Wasser gab. Plötzlich setzte sich ein Mann neben ihn und begann ihn laut anzuschreien mit den Worten „Kurwa Asiaten, Kurwa Muslime, Kurwa Araber“ (Kurwa, polnisch = verdammter). Dann wurde der Betroffene von dem Mann gefragt, ob er Deutscher sei. Als er bejahte, wurde er mit den gleichen Worten erneut angeschrien und beleidigt, sodass er mit seinem Hund den Ort verließ.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Rassistischer Angriff in Oberschöneweide

    11.10.2025 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Ein Mann bestellte an einem Imbiss an der Ecke Wilhelminenhofstr. / Edisonstr. einen Burger und wurde von dem Mitarbeiter rassistisch beleidigt. Als der Gast dem widersprach, wurde er mehrfach mit der Faust gegen den Kopf geschlagen. Es wurde Anzeige erstattet.

    Quelle: Polizeimeldung vom 12.10.2025
  • Rassistische Sticker im Rudolfkiez

    11.10.2025 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    Fast täglich werden von Anwohner*innen Sticker aus extrem rechten Onlinehandeln im Rudolf-Kiez entfernt. So auch heute wieder.
    Ein Sticker mit der Aufschrift "Du wirst abgeschoben" auf dem ein weißer, junger Mann mit energischem Blick und Fingerzeig abgebildet war, wurde am Rudolfplatz enfernt, ein weiterer Sticker mit der Aufschrift "Eure Vielfalt tötet" in der Rotherstraße.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Sozialdarwinistischer Übergriff auf Wohnungslosen und NS-verherrlichende Pöbelei

    11.10.2025 Bezirk: Lichtenberg

    Am S+U-Bahnhof Lichtenberg, auf Höhe des Ausgangs Siegfriedstraße Ecke Sana-Klinikum, urinierte ein unbekannter Mann auf eine am Boden liegende und schlafende Person und bespuckte sie. Zudem äußerte der Täter sinngemäß: "Hitler ("der Führer") hätte "euch" (gemeint waren "obdachlose" Menschen) auch ins Gas geschickt". Der Täter konnte durch engagierte Zivilcourage vertrieben werden.

    Quelle: Lichtenberger Register
  • Antimuslimischer Aufkleber in Alt-Friedrichsfelde

    10.10.2025 Bezirk: Lichtenberg

    An der Kreuzung Alt-Friedrichsfelde/Am Tierpark wurde ein rassistischer und antimuslimischer Aufkleber aus einem bekannten Neonaziversand entdeckt und entfernt. Dieser sprach sich inhaltlich gegen Schächten und den Verkauf von Halal-Fleisch aus.

    Quelle: Lichtenberger Register
  • Antisemitismus am Arbeitsplatz in Mitte

    10.10.2025 Bezirk: Mitte

    Ein jüdischer Werksstudent wurde bei seiner Arbeitsstelle in Mitte von einem Kollegen antisemitisch beleidigt. Es wurde ihm u. a. gesagt: "Kein Wunder, dass man euch hasst bei dem, was Ihr in Gaza anstellt." Andere Kolleg*innen standen dabei und sagten nichts. Ein Vorgesetzter meinte, als er den Vorfall bei ihm meldete, er solle sich nicht so anstellen. Man wolle hier keinen Ärger.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Antisemitismus auf Kundgebung in Mitte

    10.10.2025 Bezirk: Mitte

    Am Checkpoint Charlie fand eine propalästinensische Kundgebung mit etwa 80 Teilnehmenden statt. Teilnehmende riefen die Parolen, "There is only one state - Palestine 48" und auf Arabisch "Vom Wasser zum Wasser - Palästine ist arabisch", welche Israel das Existenzrecht absprechen. Auch die Parole "Kindermörder Israel" wurde gerufen. Mit der Bezeichnung Israels als "Kindermörder" wird auf antisemitische Ritualmordlegenden angespielt.

    Quelle: Registerstelle Mitte
  • Antiziganistischer Vorfall in Berlin

    10.10.2025 Bezirk: Berlinweit
    In Berlin ereignete sich ein antiziganistischer Vorfall. Zum Schutz der Betroffenen werden keine weiteren Angaben gemacht. Das Datum wurde verändert.
    Quelle: DOSTA / Amaro Foro
  • Aufkleber des "III. Weg" in Johannisthal

    10.10.2025 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Am Ende der Wolfgang-Harlan-Str. wurden ca. 17 Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt. Diese waren rassistisch, LGBTIQ*-feindlich, zeigten das Logo der Partei und richteten sich gegen Antifaschist*innen.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Diskriminierung bei der Arbeit

    10.10.2025 Bezirk: Berlinweit
    Eine Person erlebt an ihrem Arbeitsplatz behindertenfeindliche und rassistische Diskriminierung.
    Quelle: Antidiskriminierungsberatung Alter, Behinderung, chronische Erkrankung
  • Extrem rechte Aufkleber in Hellersdorf-Ost

    10.10.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf
    In der Oelsnitzer Straße wurde an einem Straßenschild ein Aufkleber von „Der III. Weg“ entdeckt. Auf einem Zaun klebte ein Aufkleber aus einem neonazistischen Versandhandel mit dem Slogan: „Antifa verbieten“. Dieser wurde entfernt.
    Quelle: Register Marzahn-Hellersdorf / Augenzeug*in
  • Extrem rechte Aufkleber in Niederschöneweide

    10.10.2025 Bezirk: Treptow-Köpenick

    In der Hartriegelstr. wurden zwei Aufkleber eines neonazistischen Onlinehandels entdeckt und entfernt. Ein Aufkleber richtete sich gegen Antifaschist*innen.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Extrem rechte Propaganda in Mahlsdorf

    10.10.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf

    An der Bushaltestelle S-Bahnhof Mahlsdorf wurde ein Aufkleber aus einem extrem rechten Versandhandel entfernt.

    Quelle: Register Marzahn-Hellersdorf / Augenzeug*in
  • Hakenkreuze in Wendenschloß

    10.10.2025 Bezirk: Treptow-Köpenick

    An der Tramhaltestelle Lienhardweg wurden zwei Hakenkreuze entdeckt und angezeigt.

    Quelle: Meldeformular Berliner Register
  • Neonazistische Propaganda in Marzahn-Süd

    10.10.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf
    In der Blenheimstraße Ecke Boskoopweg wurde ein Aufkleber aus einem neonazistischen Versandhandel entdeckt und entfernt. Er trägt die Aufschrift „Heimatschutz, werft die Grünen aus dem Land“, abgebildet ist außerdem eine Reichsflagge.
    Quelle: Register Marzahn-Hellersdorf / Augenzeug*in
  • Propaganda gegen politische Gegner*innen in Lankwitz

    10.10.2025 Bezirk: Steglitz-Zehlendorf

    Im Komponistenviertel auf der Siemensstraße wurde eine Schmiererei entdeckt, die sich gegen antifaschistisch Engagierte richtete. Zudem fand sich in der Nähe ein Sticker gegen die Partei "Die Grünen". Der Versandshop, in dem der Sticker zu erwerben ist, vertreibt Sticker, die Remigration propagieren oder weitere rassistische Inhalte teilen. Der Sticker wurde entfernt.

    Quelle: Bürger*innenmeldung über Signal
  • Rassismus in Arztpraxis in Alt-Hohenschönhausen

    10.10.2025 Bezirk: Lichtenberg

    In einer Arztpraxis in Alt-Hohenschönhausen kam es zu einer rassistisch motivierten Beleidigung: Zwei Mitarbeiter*innen warfen in lauter und aggressiver Weise einen Patienten mit den Worten, "dass er mit einem Dolmetscher wiederkommen soll und warum er hier ist, wenn er nichts versteht" und einer Beleidigung, die ihm Dummheit unterstellte, aus den Räumlichkeiten der Praxis.

    Quelle: Lichtenberger Register
  • Rassistische Aufkleber in Gropiusstadt

    10.10.2025 Bezirk: Neukölln

    In der Grünanlage zwischen den Bahnhöfen Wutzkyallee und Lipschitzallee in Gropiusstadt wurden mehrere rassistische Aufkleber entdeckt und entfernt. Diese trugen beispielsweise die Aufschrift "Remigration jetzt!".

    Quelle: Register Neukölln via Signal
  • Sticker gegen politische Gegnerschaft im Rudolf-Kiez

    10.10.2025 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    Heute wurden gleich mehrere Sticker eines extrem rechten Onlinehandels in der Rudolfstraße und am Rudolfplatz entfernt. Sie richteten sich gegen die politische Gegnerschaft.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
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