Aufkleber gegen Antifaschist*innen in Köpenick-Nord
In der Bushaltestelle Hoernlestr. wurde ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt. Er stammte aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
In der Bushaltestelle Hoernlestr. wurde ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt. Er stammte aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".
In der Fischerstraße zwischen Paul-Kalkbrenner-Sportfeld und Schlichtallee wurden knapp 40 Aufkleber der Fanszene des BFC Dynamo in Kombination mit extrem rechten Aufklebern gefunden und entfernt. Die Aufkleber stammen vermutlich von einem Fanmarsch der Fanszene des BFC Dynamo, welcher im Zusammenhang mit dem Halbfinale des Berliner Landespokals zwischen Sparta Lichtenberg und dem BFC Dynamo am 29.3.2026 stand. Auf den eindeutig extrem rechten Aufklebern waren gegen Antifaschismus gerichtete Parolen wie "Fck Antifa" und "Antifaverbot jetzt" und auch rassistische Slogans wie "Remigration" und "Talahons abschieben" zu lesen. Die meisten Aufkleber der Fanszene des BFC Dynamo stammten von der Gruppierung "Fraktion H".
An der Kreuzung Schnellerstr./ Flutstr. wurden drei Aufkleber mit der Aufschrift "Patriotische Aktion" entdeckt und entfernt.
In der Brückenstr. wurden weitere drei Aufkleber mit der Aufschrift "Patriotische Aktion" entdeckt und entfernt.
An einer Baustellenabsperrung am Elcknerplatz wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift „Organisieren gegen Pädophilie Division H.K.O.“ entfernt. Dies steht für „Head Kicks Only“ und ist einer extrem rechten Jugendgruppe aus Berlin zuzuordnen, welche vorgibt, zum Schutz von Kindern mit Gewalt gegen Pädophile vorzugehen. Pädophilie wird von der extremen Rechten aus strategischen und ideologischen Gründen instrumentalisiert.
Auf der Bank an der Haltestelle Köpenicker Landstr./ Baumschulenstr. wurden drei Hakenkreuze entdeckt und entfernt.
In der Vulkanstraße wurde ein in gelber Farbe auf einem Baum aufgemaltes Hakenkreuz gemeldet.
Am Zentralfriedhof Friedrichsfelde wurden mindestens zwei gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten gerichtete Aufkleber mit der Aufschrift "Fck Antifa" gemeldet. In einem Fall wurde der Aufkleber auf eine Gedenktafel für das "Revolutionsdenkmal" geklebt.
Auf der Wand einer Toilette in der Freien Universität Berlin (FU) wurde eine Schmiererei der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt. Zusätzlich waren dort die Buchstaben "NRJ" geschmiert. NRJ ist die Abkürzung für "Nationalrevolutionäre Jugend", die Jugendorganisation des "III. Wegs". Außerdem wurde der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt. Dieser steht für "AAFA" und meint "Anti-Antifaschistische Aktion".
An der Ecke Magistratsweg/Heerstraße wurde auf einer Paket-Zustellbox der neonazistische Zahlencode „1161“ entdeckt. Die Box wurde von beiden Seiten mit diesem Zahlencode beschmiert.
Unter der Kiefholzbrücke wurde zweimal der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt sowie die NS-relativierenden Schriftzüge "Antifa = Nazipack" und "Antifa = Nazis = Boxen".
An einem Mülleimer Weser- / Ecke Jessnerstraße wurde die Runenschmiererei "SS" überklebt.
In der Köpenicker Str. wurde der rassistische Schriftzug "K*** raus mit den Viechern! 88" auf dem Gehweg entdeckt.
In der Herweghstr. wurde ein anti-muslimischer Aufkleber entdeckt und entfernt.
Am Fahrstuhl der U7 am U-Bhf. Südstern wurde ein rassistischer Sticker mit der Aufschrift "Refugees not welcome" entfernt.
Im Letterhausweg an der Ecke Heilmannring wurde ein rassistischer Sticker mit dem Slogan "Rapefugees not welcome" entdeckt.
Auf der Straße Senftenberger Ring im Märkischen Viertel wurden zwei Sticker, die sich gegen Antifaschist*innen richteten, entdeckt und überklebt. Auf einem Aufkleber wurden diese in entmenschlichender Form als "Zecken" bezeichnet. Die Sticker waren aus dem extrem rechten Versandhandel "Patriotenshop" der Jugendgruppierung "Patriotische Bewegung".
In Zehlendorf wurden zwei Aufkleber aus einem extrem rechten Versandshop entdeckt. Einer klebte an der Bushaltestelle "S Zehlendorf", ein weiterer wurde an der Ecke zwischen Berliner Straße und Seehofer Straße entdeckt. Die Sticker richteten sich mit dem Text "Hier wurde Gedankenabfall überklebt" und der Darstellung verschiedener "linker" Symboliken gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten. Sie wurden entfernt.
Im Sterndamm wurden drei Aufkleber mit der Aufschrift "Patriotische Bewegung Berlin" entdeckt und entfernt.
In der Straßen um die Mentelinstr. wurden acht Aufkleber gegen Antifaschist*innen und drei Aufkleber mit der Aufschrift "Patriotische Aktion" entdeckt und entfernt.
In der Windscheidstraße wurde ein antimuslimisch rassistischer Aufkleber mit der Aufschrift "Islamisierung? Nein danke" aus einem extrem rechten Onlineshop entdeckt und entfernt. Durch das Design des Aufklebers wurde der Islam mit Atomkraft verglichen und pauschal als Gefahr dargestellt.
Zudem wurde an der Ecke Stuttgarter Platz ein Aushang entdeckt und entfernt, der für verschiedene verschwörungsideologische und extrem rechte Medien und Youtube-Kanäle warb.
In der Buslinie 125 nahe Kurt-Schumacher-Platz wurde ein Sticker mit Reichsadler, Eisernem Kreuz und der Aufschrift „Gott mit uns“ auf einer Reichsflagge aus einem extrem rechten Onlineversand entdeckt und entfernt.
An Briefkästen vor dem Kaufland an der Ollenhauerstraße wurden rassistische Sticker aus einem extrem rechten Versandhandel entdeckt. Beide Aufkleber wurden entfernt.
Am Zentralfriedhof Friedrichsfelde wurden auf dem gepflasterten Weg - kurz hinter Gräbern von antifaschistischen Widerstandskämpfer*innen - mehrere gesprühte neonazistische "1161"-Zahlencodes entdeckt.
In der Friedenhorster Straße wurden mehrere extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Die Motive richteten sich in mehreren Fällen gegen politische Gegner*innen. In einem Fall war ein durchgestrichenes Logo der Antifaschistischen Aktion zu sehen, in anderen Fällen Slogans wie "Linksextremismus stoppen" und "Mir stinken die Linken". In einem Fall war die rassistische Aussage ""Schwarz, rot, gold ist bunt genug!" zu lesen.
In der Obrikatstr. wurden neun Aufkleber mit der Aufschrift "Patriotische Aktion" entdeckt und entfernt. In der Straße Kupferkamp wurden weitere zwei entdeckt und entfernt.
In der Wilhelminenhofstr. wurden sieben Aufkleber mit der Aufschrift "Patriotische Aktion" sowie ein Aufkleber aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck88" entdeckt und entfernt.
In der Nalepastr. und der Wattstr. wurden drei Aufkleber gegen Antifaschist*innen und drei Aufkleber mit der Aufschrift "Patriotische Aktion" entdeckt und entfernt.
An Eingang zum Volkspark Wuhlheide gegenüber der Firlstr. wurde der Schriftzug "FCK ANTIFA" entdeckt.
In der Tabbertstr. wurden fünf Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt. Auf einem Aufkleber wurden diese in entmenschlichender Form als "Zecken" bezeichnet.
In der Helmholzstr. wurde ebenfalls ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.
An einer Ampel an der Ecke Granitzstraße/Kissingenstraße wurden drei Aufkleber entdeckt. Der erste stammt von einem extrem rechten Onlineversandhandel und zeigte die Farben Schwarz-Rot-Gold sowie den Slogan „Make Germany great again“. Der zweite trug die Aufschrift „FCK Antifa“ (= Scheiß Antifaschismus), auf dem dritten stand der Slogan „Linke Terror stoppen“.
Auf dem Schaukasten der SPD Reinickendorf in Waidmannslust wurden drei Sticker bemerkt und entfernt. Die Sticker hatten rassistische und Nationalsozialismus verherrlichende Inhalte und waren von der Neonazi-Kleinstpartei "Der III. Weg" sowie dem extrem rechten Versandhandel "Druck88".
Im Gerichtsgebäude in Moabit kam es zu einer rassistischen Äußerung. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
In der Rauchstraße wurde ein selbst gemachter Aufkleber mit der Aufschrift „Free From Hijab“ entdeckt. Er war auf ein Plakat für einen Hijab-Laden geklebt worden, der unter anderem Hijabs verkauft. Angesichts der rassistisch aufgeladenen Debatte über ein Kopftuchverbot in Deutschland und weil der Aufkleber gezielt an diesen Laden angebracht wurde, kann der Aufkleber als antimuslimisch rassistisch motiviert gesehen werden.
Auf Höhe der Haltestelle Judith-Auer-Straße wurde ein Aufkleber der extrem rechten Organisation "1-Prozent" entdeckt und entfernt. Dieser hatte den Slogan "Deutschland: Kein Platz für Invasoren".
In der Egon-Erwin-Kisch-Straße wurde ein rassistischer Aufkleber mit dem Slogan "Für die Gäste nur das Beste - Remigration Airlines" gemeldet und entfernt.
Am Birkholzer Weg, Ecke Straße 8, wurde eine auf einen Stromkasten großflächig aufgesprühte Reichsflagge in schwarz-weiß-rot in Kombination mit einem "Nazidorf"-Schriftzug gemeldet.
Am Mittag des 31. März suchte die meldende Person eine Adresse in Lichtenberg auf, um dort eine berufliche Tätigkeit auszuführen. Beim Öffnen der Wohnungstür durch den Bewohner wurde im Hintergrund bzw. im Eingangsbereich der Wohnung eine Reichsflagge in schwarz-weiß-rot offen sichtbar wahrgenommen.
Aufgrund der durch die Symbolik signalisierten Gesinnung und des damit einhergehenden Bedrohungspotenzials fühlte sich die meldende Person nicht sicher. Der geplante Arbeitseinsatz wurde daraufhin umgehend abgebrochen und der Ort verlassen.
Das Schild einer Praxis mit einem vermeintlich jüdischen Namen wurde antisemitisch markiert und mit antisemitischen Schriftzügen beschmiert. Das Datum wurde zum Schutz der Betroffenen geändert und entspricht nicht dem Vorfallstag.
An der Tramhaltestelle Ribnitzer Straße Ecke Zingster Straße wurde ein Aufkleber aus einem Neonazi-Versand entdeckt und entfernt. Auf dem Motiv stand die Parole "Ich bin als Deutscher geboren und schulde der Welt einen scheiß". Zudem waren auf dem Aufkleber zwei schwarz-weiß-rote Reichsflaggen und ein Reichsadler in Kombination mit einem Eisernen Kreuz im Ehrenkranz abgebildet.
An der Haltestelle Schweriner Ring (stadteinwärts) in der Ernst-Barlach-Straße wurde zudem ein rassistischer Aufkleber, der sich gegen Migrant*innen richtete, gefunden und entfernt. Auf dem Motiv stand "One nation, one people, stop immigration! Defend europe" (Ein Volk, eine Nation, Einwanderung stoppen! Europa verteidigen).
In einem Wohnhaus in der Kellheimer Straße in Wilmersdorf wurden zwei Hakenkreuze und eine Hitler-Zeichnung in einem Aufzug entdeckt.
An der Kreuzung Blankenburger Weg Ecke Bahnhofsstraße wurde ein Hakenkreuz in eine Plastik-Werbeanzeige geritzt.
An einer Wand in der Michael-Brückner-Str. Nähe Hasselwerderstr. wurde der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt.
Auf die Sitze an der Bushaltestelle "Attilastraße" in Steglitz wurden mehrere Hakenkreuze geschmiert. Außerdem stand dort der Spruch "Islam raus". Andere Hakenkreuze, welche die Tage zuvor geschmiert worden waren, waren bereits unkenntlich gemacht worden.
Die Schmiererei befindet sich auf der Schiebetür des Schloßstraßen-Centers im UG im Bahnhof U Walther-Schreiber-Platz. Sie wurde bisher nicht entfernt. Sie lautet: "Aufsicht: Tätowiertes Willkürliches Araberpack" und "Tätowierter Dreck von Penner".
Auf einem Mülleimer an der Berliner Straße in Zehlendorf wurde ein Sticker aus einem extrem rechten Versandshop entdeckt. Der Slogan des Aufklebers bezeichnete Antifaschist*innen in entmenschlichender Form als "Zecken". Der Sticker wurde entfernt.
An der Kreuzung Am Adlergestell/ Adlergestell wurde ein Aufkleber der "JN" entdeckt und entfernt.
In der Nalepastr. wurde ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.
Zusätzlich wurden in den angrenzenden Straßen ca. 30 Aufkleber mit der Aufschrift "Patriotische Aktion" entdeckt und entfernt.
Am Oberseepark wurde ein Aufkleber des Neonazikampfsportevents "Kampf der Nibelungen" entdeckt und entfernt. Auf dem Motiv stand der Slogan "In der Tat frei". Der "Kampf der Nibelungen" (KdN), ehemals auch "Ring der Nibelungen", ist bzw. war die größte Kampfsport-Veranstaltung der neonazistischen Szene Deutschlands beziehungsweise Europas. Es fand seit 2013 jährlich statt. Nach einem behördlichen Verbot fanden 2019, 2020 und 2021 Ersatzveranstaltungen statt.
Am Nachmittag des 29. März kam es während des Berliner Landespokal-Halbfinales rund um das Paul-Kalkbrenner-Sportfeld an der Fischerstraße zwischen Sparta Lichtenberg und dem BFC Dynamo zu Ausschreitungen durch Anhänger des Gastvereins sowie zu politisch motivierten Straftaten.
Gegen Ende der Spielzeit (ca. 16:25 Uhr) entzündeten BFC-Anhänger außerhalb des Stadions Pyrotechnik. Als die Polizei dies dokumentierte, eskalierte die Situation: Einsatzkräfte im Bereich des Gästeblocks wurden massiv mit Böllern und Glasflaschen beworfen sowie tätlich angegriffen. Die Polizei setzte Pfefferspray und körperlichen Zwang ein; das Spiel musste für rund 15 Minuten unterbrochen werden.
Im Zuge der Auseinandersetzungen wurden insgesamt 12 Polizeikräfte, ein Ordner sowie ein Kind (Knalltrauma) verletzt.
Neben den gewalttätigen Ausschreitungen kam es zu NS-verherrlichenden Straftaten in Form des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen: Gegen zwei Anhänger des BFC Dynamo wurden Strafanzeigen gefertigt, da sie im Stadion den Hitlergruß gezeigt haben sollen.
Zudem wird gegen einen BFC-Anhänger wegen der verbalen Beleidigung einer Einsatzkraft ermittelt. Darüber hinaus wurden von der Polizei zwei Anzeigen wegen besonders schweren Landfriedensbruchs aufgenommen; vier Personen wurden vorübergehend festgenommen.
Insgesamt waren rund 150 Kräfte der Berliner Polizei und der Bundespolizei im Einsatz.
Ein Mann beleidigte die Mitarbeiterin einer zivilgesellschaftlichen Organisation an einer Tankstelle in Treptow-Köpenick. Er zeigte sich dabei bedrohlich. Der Mann hatte in den letzten Monaten mehrfach Beleidigungen und Bedrohungen sowie verfassungsfeindliche Zeichen an das Diensttelefon der Frau gesendet. Es wurde erneut Anzeige erstattet.
In der Nähe des Durchgangs in der Brückenstr. wurden sechs Aufkleber mit der Aufschrift "Patriotische Aktion" entdeckt und entfernt.
Am frühen Morgen hielt sich eine größere Gruppe Männer an einem Imbiss in der Bölschestr. auf und skandierte Parolen wie: "Deutschland den Deutschen", "Ausländer raus", "Tod den Juden" und Parolen, die das Wort "Zecken" enthielten.
Am S-Bahnhof Friedrichstraße wurde ein Aufkleber der neonazistischen Gruppe "Jägertruppe" entdeckt und entfernt.
In der Schönhauser Allee Nähe des gleichnamigen S-Bahnhofes wurden an einem Verkehrsschild zwei größere Hakenkreuze entdeckt.
Am U-Bahnhof Yorckstraße wurde ein Mensch von einem Mann mehrfach homophob beleidigt, unter anderem mit der Äußerung "Was guckst du so, Schwuchtel?".
In der Blankenburger Straße wurde ein Aufkleber der extrem rechten Partei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt. Dieser hatte den Slogan "LGBTIQ brechen". An einer anderen Stelle in der Straße wurde der Zahlencode "1161" entdeckt. Dieser richtet sich gegen Antifaschismus.