Antiasiatischer Rassismus in der HU-Bibliothek
In der Bibliothek der Humboldt-Uni machte ein Mann gegenüber einer chinesischen Studentin eine rassistische Bemerkung mit Corona-Bezug.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
In der Bibliothek der Humboldt-Uni machte ein Mann gegenüber einer chinesischen Studentin eine rassistische Bemerkung mit Corona-Bezug.
In Marzahn-Hellersdorf wurde eine antiasiatisch-rassistische Beleidigung gemeldet, die in einem Supermarkt stattfand. Zum Schutz der betroffenen Personen wurde das Datum und Details des Vorfalls anonymisiert.
Zwei Kollegen machten im Beisein eines Schwarzen Arbeitskollegens Anti-Schwarze rassistische Witze.
Eine jüdische oder israelische Institution wurde auf Facebook antisemitisch angefeindet.
Auf Wunsch der Betroffenen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Eine jüdische Institution in Mitte erhielt ein antisemitisches Schreiben.
Am S-Bhf. Lichtenberg wurden mehrere Aufkleber des "III. Weg" gefunden und entfernt.
Auf dem Michael-Brückner-Platz wurden 4 extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Davon rief einer zu Gewalt gegen Antifaschist*innen auf, einer verherrlichte Adolf Hitler und auf zwei befanden sich rassistische Texte. Auf einer Fensterbank des Bürgeramts wurde der Schriftzug "NAZI KIEZ" entdeckt.
Eine Vertreterin der Zivilgesellschaft erhielt eine E-Mail, in der Israel dämonisiert und delegitimiert wurde. So wurden Jüdinnen_Juden, die nicht antizionistisch eingestellt sind, als "Pseudojuden", "NAtional-Zionisten" und "zionSayanim" beschimpft und Jüdinnen_Juden das Recht auf Selbstbestimmungen abgestritten. Angefügt waren E-Mails mit weiteren antisemitischen Inhalten.
In einer Bildungseinrichtung in Wilmersdorf kam es über Monate hinweg wiederholt zu rassistischen Aussagen durch eine Lehrkraft. Von Rassismus betroffene Kursteilnehmer*innen stehen dadurch dauerhaft unter Stress, und riskieren bei Widerspruch eine strukturelle Benachteiligung durch schlechtere Benotung.
Die Koordinatorin eines sozialen Projektes zur Alltagsbegleitung, die eine Migrationsgeschichte hat, besuchte einen älteren Mann und seine Frau in der Wilhelmstadt, um ein angefragtes Erstgespräch zu führen. Im Verlauf des Gesprächs äußerte sich der Mann mehrfach rassistisch über Menschen mit Migrationsgeschichte. Gegenüber der Koordinatorin verhielt er sich unhöflich und rassistisch.
Der Frau war das Verhalten ihres Mannes sichtlich unangenehm, sie schritt aber nicht ein. Die Koordinatorin entschied, keinen Vertrag mit dem Ehepaar abzuschließen.
Im U-Bahnhof Osloer Straße in Gesundbrunnen wurde die Schmiererei "Impfung macht frei" entdeckt.
In einer Schule im Bezirk Mitte fragte eine Lehrkraft eine muslimische Schüler*in: "Verstehst du kein Deutsch?"
An einer Berliner Schule fand ein rassistischer Vorfall statt. Zum Schutz der Betroffenen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Eine jüdische oder israelische Institution wurde auf Facebook antisemitisch angefeindet.
An einem Bauzaun am U-Bahnhof Seestraße in der Müllerstr. wurden antisemitische, NS-verherrlichende und pro-palästinensisch israelfeindliche Kritzeleien entdeckt.
An der Bushaltestelle Kleinschewskistr. wurden ein rassistischer Aufkleber sowie ein Aufkleber der JN (Jugendorganisation der NPD) entdeckt und entfernt.
Ein Schwarzer Mann, der ein Chemiker ist, erfuhr Rassismus bei der Arbeitssuche in Neukölln.
Die NPD-Charlottenburg-Wilmersdorf nutzte im November ihre Facebook-Seite, um antifeministische und rassistisch-nationalchauvinistische Inhalte zu verbreiten.
Eine Person schrieb als Antwort auf einen Veranstaltungsnewsletter an den ganzen Verteiler, dass sie hoffe, die Veranstaltung sei "auch für 'Ungeimpfte', also 'Juden' zugänglich oder habt ihr Euch auch schon dem Coronafaschismus angeschlossen". Zudem fügte die Person einen Link zum Wikipedia-Artikel über das Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums hinzu, mit dem im April 1933 eine Grundlage zur Entlassung von Jüdinnen_Juden aus dem öffentlichen Dienst geschaffen wurde.
In einer Schule im Bezirk Mitte machte eine Schulleitung eine antimuslimisch-rassistische Bemerkung.
Ein Mann vietnamesischer Herkunft wurde von einem älteren weißen Deutschen im Ortsteil Mitte rassistisch beleidigt. Zu ihm wurde in der Tram gesagt: "Hau ab, Fidschi!"
Schwarze Wohnungssuchende bekamen von einem Vermieter in Gesundbrunnen eine rassistische Ablehnung.
Es wurde ein antisemitischer Vorfall dokumentiert. Auf Wunsch der Betroffenen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Es wurde ein verschwörungsideologischer Sticker eines extrem rechten Versandhandels aus Halle entdeckt. Darauf wurden Verschwörungsmythen über den sog. "Great Reset" und den "Globalismus" verbreitet.
Ein Taxifahrer behelligte seine jüdischen Fahrgäste bei einer Fahrt durch Mitte mit einer verschwörungsideologischen und antisemitischen Suada.
Am S-Bhf. Adlershof wurden an der Tür einer S-Bahn ein Hakenkreuz sowie der Schriftzug "3G-Nazis" entdeckt.
Es wurde eine LGBTIQ*-feindliche Bedrohung dokumentiert. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht. Das Datum stimmt zum Betroffenen-Schutz nicht exakt mit dem Vorfalls-Datum überein.
Rund um das Kotti tauchen in den letzten Tagen immer wieder NS-verharmlosende, antisemitische Schmierereien auf Mülleimern und Litfaßsäulen auf.