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Vorfalls-Chronik


Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.

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Glossar
  • Strukturelle Benachteiligung in Dahlem

    01.11.2025 Bezirk: Steglitz-Zehlendorf

    Bei einer Veranstaltung an der Freien Universität Berlin (FU Berlin) kam es zu einer strukturellen Benachteiligung einer Person mit Behinderung. Mitmach-Aktionen waren so gestaltet, dass die Person nicht teilnehmen konnte. Auch nach mehrfachem Aufmerksam-machen auf die Situation und Unterstützung durch weitere anwesende Personen wurde keine Alternative angeboten und die Person mit Behinderung blieb von den Angeboten ausgeschlossen.

    Quelle: Bürger*innenmeldung per E-Mail
  • Anti-antifaschistische Schmierereien am Rummelsburger Ufer

    31.10.2025 Bezirk: Lichtenberg

    Am Rummelsburger Ufer, Höhe Charlotte-Salomon-Hain, wurde auf einem Gittertor der neonazistische "1161"-Zahlencode entdeckt.

    Auch am Rummelsburger Ufer, Höhe Hildegard-Marcusson-Straße befand sich der neonazistische Zahlencode „1161“ in gesprühter Form auf Privateigentum (Garagenkomplex).

    Zudem befand sich ein geschmierter "1161"-Zahlencode auf einem Absperrpoller in der Georg-Löwenstein-Straße.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Antisemitische E-Mail in Charlottenburg

    31.10.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    Die Organisator*innen einer Veranstaltung im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus in Charlottenburg erhielten eine E-Mail, die zwei PDF-Dateien mit zahlreichen antisemitischen Aussagen enthielt. Der Verfasser behauptete unter anderem, Antisemitismus sei keine reale Form von Hass oder Diskriminierung, sondern ein „zionistisches Geschäftsmodell“, das von „jüdischen Funktionseliten“ zur politischen und wirtschaftlichen Einflussnahme genutzt werde, hierfür würde auch die Schoah genutzt. Dadurch wird jede Form von Kritik an Antisemitismus und seiner Prävention delegitimiert.

    In den beigefügten Texten wurden Jüdinnen*Juden u. a. als Teil einer globalen Verschwörung dargestellt, die Politik, Medien und Wissenschaft steuere. Israel wurde mehrfach mit dem Nationalsozialismus gleichgesetzt und als „völkerrechtswidriger Siedlerkolonialstaat“ bezeichnet und damit dämonisiert und delegitimiert. Die Shoah wurde relativiert und Antisemitismusbeauftragte als „zionistische Propagandisten“ diffamiert. Zudem wurden klassische antisemitische Stereotype über „den Juden“ als angeblichen Lügner und Manipulator reproduziert und Gewalt gegen Jüdinnen*Juden legitimiert.

    Quelle: Demokratiebüro Charlottenburg-Wilmersdorf
  • Antisemitische Propaganda in Berlin

    31.10.2025 Bezirk: Berlinweit
    Mehrere jüdische und zivilgesellschaftliche Organisationen sowie Adressaten aus Medien und Politik erhielten eine antisemitische und verschwörungsideologische Massenzuschrift.
    Quelle: RIAS Berlin
  • Extrem rechte Aufkleber in Steglitz

    31.10.2025 Bezirk: Steglitz-Zehlendorf

    Auf einem Stromkasten auf der Albrechtstraße/Ecke Filandastraße wurden zwei Sticker der extrem rechten Gruppe „aktiv.berlin“ mit dem Slogan „Heimat, Freiheit, Tradition“ entdeckt. Ein Aufkleber war bereits unkenntlich gemacht worden, der andere wurde entfernt.

    Quelle: Bürger*innenmeldung über Signal
  • Extrem rechter Aufkleber in Wittenau

    31.10.2025 Bezirk: Reinickendorf

    An der Bushaltestelle U Wittenau wurde ein Aufkleber von "Auf1" mit der Aufschrift "Zeit zum aufwachen" gemeldet. Der österreichische TV-Sender "Auf1" verbreitet unter anderem extrem rechte und verschwörungsideologische Inhalte.

    Quelle: Meldung einer Einzelperson
  • Facebook-Beiträge von "Die Heimat" Reinickendorf im Oktober

    31.10.2025 Bezirk: Reinickendorf

    Der Reinickendorfer Kreisverband der Neonazi-Partei "Die Heimat" postete im Oktober einzelne Beiträge auf Facebook. Es wurden Beiträge mit antimuslimisch-rassistischen Inhalten geteilt. Außerdem wurde für ein Grillfest am 3. Oktober 2025 geworben.

    Quelle: Register Reinickendorf
  • Neonazistischer Aufkleber in Hellersdorf-Ost

    31.10.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf
    An einem Geländer in der Schneeberger Straße wurden Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei „Der III. Weg“ entdeckt und teilweise entfernt.
    Quelle: Register Marzahn-Hellersdorf / Augenzeug*in
  • Rassistische Beleidigung in Mitte

    31.10.2025 Bezirk: Mitte

    In einem Bürohaus am Alexanderplatz wurde am Nachmittag ein Sicherheitsmitarbeiter von einem Mann rassistisch beleidigt.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Rassistischer Angriff in der Ringbahn

    31.10.2025 Bezirk: Mitte

    In der Ringbahn wurde eine Person von einer Frau und deren Sohn rassistisch beleidigt. Als die Person die Beleidigungen filmte, wurde ihr das Handy aus der Hand gerissen. Dabei wurde sie verletzt. Zum Schutz der betroffenen Person entspricht das Datum des Eintrags nicht dem Datum des Vorfalls.

    Quelle: Outreach
  • Rassistische Schmiererei in Marienfelde

    31.10.2025 Bezirk: Tempelhof-Schöneberg

    An der Bushaltestelle Gutspark Marienfelde wurden die Worte "Islam raus" sowe mehrere Tags gleicher Art mit den Buchstaben "AfD" entdeckt.

    Quelle: Persönliche Meldung
  • Rechter Sticker in der Mittenwalder Straße

    31.10.2025 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    An der Ecke Mittenwalder Straße / Blücherstraße wurde ein Sticker mit der Aufschrift "Goldene Regel Deutschland zuerst" eines extrem rechten Onlinehandels entfernt.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Schmiererei gegen politische Gegner in Hellersdorf-Nord

    31.10.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf
    Im Marktplatzcenter wurde die Schmiererei „Zecken jagen“ in einer Toilettenkabine entdeckt. Dies stellt einen Gewaltaufruf gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten dar.
    Quelle: Register Marzahn-Hellersdorf / Augenzeug*in
  • Anti-antifaschistische Aufkleber im Weitlingkiez

    30.10.2025 Bezirk: Lichtenberg

    In der Wönnichstraße im Weitlingkiez wurde ein anti-antifaschistischer Aufkleber aus einem Neonaziversand entdeckt und entfernt. Auf dem Aufkleber stand "Antifa verbieten!" in Kombination mit einem durchgestrichenen Logo der "Antifaschistischen Aktion".

    In der Heinrichstraße wurden zudem zwei ebenfalls aus einem Naziversand stammende Aufkleber gemeldet und entfernt. Auf dem einen Motiv stand der gegen politische Gegner*innen gerichtete Slogan "Good night left side" und auf dem anderen die rassistische Parole "Abschiebung schafft Sicherheit - Kriminelle Ausländer raus".

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Anti-antifaschistische Schmierereien am Anton-Saefkow-Platz

    30.10.2025 Bezirk: Lichtenberg

    Am Anton-Saefkow-Platz wurden antifaschistische Parolen übermalt. Stattdessen wurden in neu angebrachten Schmierereien Antifaschist*innen in NS-verharmlosender Weise mit Nazis gleichgesetzt und ein Verbot der Antifa ("Antifaverbot jetzt") gefordert.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Antisemitismus auf Veranstaltung in Charlottenburg

    30.10.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    Auf dem Breitscheidplatz in Charlottenburg fand eine Spontankundgebung mit etwas 15 - 20 Teilnehmer*innen statt, auf der israelbezogene Antisemitische Sprechchöre gerufen wurde. Israel wurde dabei u. a. beschuldigt Kinder zu töten („Zionisten sind Faschisten – töten Kinder und Zivilisten“), was auf die antisemitische Ritaulmordlegende anspielt und durch die Parole "Yallah, yallah Intifada" wurde Gewalt gegen Juden*Jüdinnen verherrlicht.

    Quelle: Register CW
  • Hitlergruß in der Grünberger Straße gezeigt

    30.10.2025 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    Gegen 22:45 Uhr hielt sich eine Gruppe junger betrunken wirkender Neonazis an der Ecke Simon-Dach-Straße / Grünberger Straße auf. Fünf von den Neonazis bewegten sich in Richtung Revaler Straße und fünf in Richtung Warschauer Straße. Zwei blieben noch vor einer Gastronomie stehen, wovon einer den Hitlergruß zeigte.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Keltenkreuz in der Holteistraße

    30.10.2025 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    Mit schwarzem Edding wurde ein ca. 5 x 5 cm großes Keltenkreuz an eine Fassade in der Holteistraße geschmiert.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Rassistische Diskriminierung in Berlin

    30.10.2025 Bezirk: Berlinweit
    Eine Person berichtet von einer rassistischen Aussage im Arbeitskontext, welche eine eigene kurdische Identität, Kultur und Sprache negiert.
    Quelle: Yekmal e.V.
  • Rassistischer Aufkleber in Charlottenburg

    30.10.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    An der Rolltreppe vom U-Bahnhof Adenauer Platz wurde ein Sticker mit "AfD"-Logo entdeckt, auf dem mittig ein Flugzeug abgebildet war und ober- bzw. unterhalb der Text "Remigration? Na klar!"

    "Remigration" wird seit einigen Jahren von der extremen Rechten, insbesondere der sogenannten "Identitären Bewegung" benutzt. Damit wird die Vertreibung eines Teils der deutschen Bevölkerung anhand rassistischer Kriterien gefordert.

    Quelle: Register CW via Signal
  • Rassistischer Beitrag eines Berliner AfD-Abgeordneten

    30.10.2025 Bezirk: Berlinweit

    Ein Mitglied des Abgeordnetenhauses aus Reinickendorf verbreitete in den Sozialen Medien einen Wort- und Bildbeitrag von sich und der Berliner AfD-Fraktion, in dem "Deutsche Opfer von Straftaten" ausländischen Tatverdächtigen, insbesondere aus muslimischen Ländern, gegenübergestellt wurden. Der Beitrag kann als rassistisch verstanden werden, da dadurch ein deutsches Opferkollektiv einem bedrohlichen ausländisch-männlichen Täterkollektiv gegenübergestellt wurde. Durch die Übertreibung der Zahlen und die Reduktion von Kriminalität auf Gewaltdelikte wurden Ängste vor Gewalt durch muslimische und afrikanische Migranten geschürt.

    Quelle: Meldung einer Einzelperson
  • Rassistischer Sticker an Bushaltestelle in der Waterkant

    30.10.2025 Bezirk: Spandau

    An der Bushaltestelle Haveleck wurde ein Sticker eines extrem rechten Versandhandels entdeckt und entfernt. Auf dem Sticker war eine blonde Frau mit geflochtenen Zöpfen zu sehen, die eine Reichsfahne schwenkt. Ihre Kleidung war der BDM-Uniform nachempfunden. Unterhalb des Bildes stand in Fraktur: "Nix Yallah, Yallah, hier wird Deutsch gesprochen!"

    Quelle: HavelHeimat
  • Sticker mit Gewaltaussage gegen die politische Gegnerschaft in der Prinzenstraße

    30.10.2025 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    In der Prinzenstraße / Ecke Ritterstraße wurde an einem Schild ein Sticker eines extrem rechten Onlinehandles entfernt, der eine Gewaltaussage gegen die politische Gegnerschaft implizierte. Im Schriftzug "LOVE FOOTBALL HATE ANTIFA" war das A im Wort "Hate" als Schlagring dargestellt. Daneben war ein Sticker aus dem gleichen Onlinehandel "ACAB" (All Cops Are Bastards) mit einem Schlagring darüber angebracht.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Angriff nach rassistischer Pöbelei in der Köpenicker Dammvorstadt

    29.10.2025 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Bereits an der Haltestelle Wilhelminenhofstr. / Edisonstr. stieg am Abend ein Mann in die Tram und beleidigte Menschen in der Bahn rassistisch und drohte mit Gewalt. Bis zur Haltestelle Bahnhofstr. / Lindenstr. äußerte der Mann immer wieder rassistische Parolen. Dann wurde er von einem weiteren Mann konfrontiert, der ihn aufforderte, dieses Verhalten zu unterlassen. Daraufhin eskalierte der Pöbler und schlug dem Mann mehrfach ins Gesicht. Andere Fahrgäste informierten den Bahnfahrer und die Polizei.

    Quelle: Meldeformular Berliner Register
  • Antisemitische Propaganda in Neukölln

    29.10.2025 Bezirk: Neukölln

    In einem Fahrstuhl wurde eine Schmiererei entdeckt, die ein rotes Dreieck zeigte, unter dem stand „bring them home to poland, ukreine, ‚usa‘“ sowie weitere antisemitische Schriftzüge.

    Quelle: RIAS Berlin
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