Hitlergruß u.a. in Rahnsdorf
Ein junger Mann lief im Strandbad Rahnsdorf mit einem Shirt mit Deutschlandflagge und Reichsadler umher und zeigte mehrfach den Hitlergruß. Zudem sagte er mehrfach: "Sieg Heil!" und "Alle Ausländer müssen raus!".
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
Ein junger Mann lief im Strandbad Rahnsdorf mit einem Shirt mit Deutschlandflagge und Reichsadler umher und zeigte mehrfach den Hitlergruß. Zudem sagte er mehrfach: "Sieg Heil!" und "Alle Ausländer müssen raus!".
In einer Kaufhalle sprach ein Mann einen anderen an. Als dieser nachfragte, "Sprichst du mit mir?", reagierte der Mann mit: "Sie meinen wohl mit Ihnen! Lernen Sie erstmal deutsch, Alter!". Der Angesprochene reagierte auf die rassistische Pöbelei nicht und drehte sich weg. Draußen auf dem Parkplatz prahlte der Pöbler dann, dass er es dem anderen Mann ja so richtig gezeigt hätte.
Eine Schwarze PhD Studierende mit Kind wurde von ihren Supervisor rassistisch gemobbt.
Es wurde ein Aufkleber der Gruppierung "Studenten stehen auf" mit Corona Bezug entdeckt und entfernt. In der Gruppe agieren extrem rechte Personen und in vielen Texten werden NS-Zeit und Shoa relativiert.
In der Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf äußerte sich ein Mitglied transfeindlich. Bei der mündlichen Anfrage zu medizinischen und psychologischen Beratungsangeboten für transgeschlechtliche Kinder und Jugendliche im Bezirk fragte der Verordnete nach der Notwendigkeit „präventiver“ Aufklärung. In seiner Aussage wurde Transgeschlechtlichkeit „Modeerscheinung“ und „Zeitgeistphänomen“ genannt, sowie die Entscheidung für eine Transition vieler Jugendlicher „medialem Einfluss und sozialem Druck“ zugeschrieben. Dadurch wird die Existenz von Transgeschlechtlichkeit in Frage gestellt. Indem die „vorschnelle“ Verabreichung von hormoneller Behandlung bei Jugendlichen in Zusammenhang mit Fällen von Detransitionierung gebracht wird, erscheint das Beratungs- und Hilfsangebot bei einem Transitionswunsch als Gefahr für Kinder und Jugendliche. Das Argument der "bedrohten Kinder", welche zu irreversiblen medizinischen Veränderungen gedrängt würden, die sie später bereuten, wird häufig von transfeindlichen Personen oder Organisationen benutzt und zielt darauf ab, trans Personen und besonders Minderjährigen den Zugang zu notwendiger Beratung und (medizinsicher) Versorgung zu erschweren oder zu verhindern.
Es wurde eine ableistische Beleidigung durch eine Behörde dokumentiert. Zum Schutz der Betroffenen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Eine Frau wurde in einem Friseurladen aufgrund einer chronischen Erkrankung diskriminiert.
Eine jüdische Organisation erhielt unter einem Twitter-Post einen antisemitischen Tweet als Antwort.
In einer Covid-19 Teststation wurde einer Frau ein kostenloser Bürger*innen-Test aus antiziganistischer Motivation verwehrt.
Eine Zeugin beobachtete auf dem Tempelhofer Feld, wie drei Männer ein schwules Paar das auf einer Decke lag, homofeindlich beleidigten. Die Zeugin mischte sich ein, wurde ebenfalls beleidigt und meldete den Fall bei der Aufsicht.
An der Freien Universität Berlin äußerte sich ein Student NS-verharmlosend und bezog sich inhaltlich auf einen Vordenker der Neuen Rechten.
An der Ecke Wilhelminenhof- / Edisonstraße wurde ein junger Mann aus rassistischer Motivation aus einer Gruppe von ca. 80 Personen heraus von vier Männern über die Straße gejagt und angegriffen. Anwesende Passant*innen griffen ein und brachten den Betroffenen zum Schutz in eine nahegelegene Kneipe, aus der sie sofort wieder rausgeworfen wurden.
In einem Fahrstuhl wurde die Parole "Kanacken raus" entdeckt. In dem Gebäude, in dem sich der Fahrstuhl befindet, sitzen verschiedene Ärzt*innen, die türkische und arabische Nachnamen haben.
An der Bismarcksfelder Straße nahe der Wuhle wurde ein Aufkleber der Gruppe "Deutsche Patrioten mit Migrationshintergrund" mit QR-Code zur Internetseite entdeckt. Dort wird das Konzept des Ethnopluralismus propagiert.
Im Mai äußerte sich die Schulleitung einer Reinickendorfer Oberschule gegenüber einer Sozialarbeiterin abwertend über den Wunsch eines trans Schülers, nun mit neuem Namen angesprochen zu werden. Nach einem Gespräch mit Schulsozialarbeiter*innen wurde die Schulleitung dem Wunsch gegenüber etwas offener.
In einem türkischen Gemüseladen hat ein älterer Herr in der Außenanlage mehrere Aprikosen beim "Test der Ware" beschädigt. Darauf von der Verkäuferin angesprochen, dies bitte zu unterlassen, äußerte sich der Mann ihr gegenüber rassistisch. Eine Gruppe vorbei kommender Jugendlicher bekam dies mit und sprach den Mann ihrerseits an, die rassistischen Beleidigungen zu unterlassen. Darauf hin murmelte der Mann etwas Unverständliches und verließ den Ort.
Auf der Möllendorffstraße südlich vom Roederplatz erkundigte sich um etwa 15:00 Uhr eine Person bei einem Passanten nach dem Weg zur nächsten Bank. Dieser schlug ihr den Weg zu zwei Banken vor, benutzte dabei für eine einen antiasiatisch-rassistischen Begriff. Daraufhin brach die fragende Person das Gespräch ab.
In der Parkstraße wurden Flyer mit antimuslimisch-rassistischen Inhalt in den Briefkästen entdeckt. In dem Flyer wurde sich zu Praktiken der Beschneidung rassistisch geäußert.
An die Wohnungstür einer Schwarzen Frau wurde "Ruhe" (in spanisch) geschrieben. Die Frau ist seit mehreren Monaten anti-Schwarzen Anfeindungen durch ihren Nachbar ausgesetzt und hält sich daher nur sporadisch in der Wohnung auf.
Eine jüdische Organisation erhielt unter einem Facebook-Beitrag einen antiisraelischen Kommentar.
Eine jüdische Organisation erhielt unter einem Twitter-Post einen antisemitischen Tweet als Antwort.
Rund um den S-Bahnhof Greifswalder Straße wurden mehrere Aufkleber mit dem Slogan "FCK AFA" (=Fuck Antifaschismus) entdeckt und entfernt.
An einer Telefonzelle am U-Bahnhof Kienberg wurde ein Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" mit Bezug zum Krieg in der Ukraine entdeckt und entfernt.
Im Bürgerpark Pankow wurde erneut eine Shoa-relativierende Sprüherei auf einer Bank entdeckt. Diese hatte den Slogan "Geht Selektion besser als auf der Rampe in Auschwitz" und "Damals Zyklon B heute Impfung".
In der Hohenschönhauser Straße wurde ein "Good night left side"-Aufkleber gemeldet und entfernt. In der näheren Umgebung befanden sich außerdem zahlreiche Aufkleber des BFC Dynamo.
Eine Frau im Rollstuhl, die Kopftuch trägt, wurde von einem älteren Herrn antimuslimisch beleidigt und anschließend angegriffen und verletzt. Die Frau zeigte den Angriff an.
Im Gerichtsgebäude in Moabit kam es zu einer rassistischen Äußerung. Zum Schutz der Betroffenen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Nahe des U-Bahnhofs Elsterwerdaer Platz wurde ein Aufkleber der Gruppe "Deutsche Patrioten mit Migrationshintergrund" mit QR-Code zur Internetseite entdeckt. Dort wird das Konzept des Ethnopluralismus propagiert.
Es wurden zwölf antiisraelische Plakate an der Karl-Marx-Str., Höhe Rathaus Neukölln, gemeldet.
In einer Sitzung der Lichtenberger BVV thematisierte ein Vertreter der AfD fehlende anonyme Frauenhausplätze in Lichtenberg als Priorität seiner Fraktion. Er sagte, wer für die Zuwanderung werbe habe auch einen Schutzauftrag für die Frauen und Kinder, die zuwandern. Dann zitiert er zwei Beispiele für Morde an Frauen. Es müsse ihm nach möglich sein, bestimmte "archaische Strukturen" zu benennen, innerhalb derer Frauen „im Namen der Ehre“ ermordet werden. Dabei benannte er explizit Muslime und Jesiden. Und in diesen Kulturen herrsche ein Ehrgefühl, das nicht nach Deutschland gehöre.
In einem Redebeitrag eines parteilosen Abgeordneten, der auf den Antrag mündlich reagiert und seine Ablehnung erklärt, bezieht dieser sich ebenfalls auf "archaische Frauen- und Familienbilder", die es „bei uns“ in Europa und westlichen Industriestaaten so nicht mehr gebe.
Den Antrag und die mündliche Begründung der AfD-Vertreter interpretieren wir als antimuslimisch-rassistisch, weil es nicht darum geht gewaltbetroffene Frauen, unabhängig von ihrer ethnischen oder kulturellen Verortung zu unterstützen, sondern das rassistische Vorurteil zu transportieren, der Islam sei frauenfeindlich.
Eine Person afrikanischer Herkunft berichtete von aus anti-Schwarzem Rassismus motivierten Diskriminierungen durch Security-Mitarbeiter bei einer Behörde im Bezirk Mitte. Zum Schutz der betroffenen Person wird Weiteres nicht veröffentlicht.
Einer Schwarzen Frau wurde in einem Bekleidungsgeschäft vorgeworfen einen Diebstahl begangen zu haben, obwohl sie bereits bezahlt hatte.
Eine Institution erhielt eine antisemitische E-Mail.
Eine jüdische Organisation erhielt unter einem Facebook-Post einen antiisraelischen Kommentar.
Eine jüdische Organisation erhielt unter einem Facebook-Beitrag einen antisemitischen Kommentar.
Eine jüdische Organisation erhielt unter einem Twitter-Post einen Tweet als Antwort, in dem Israel als "Kindermörder" bezeichnet wurde.
Eine jüdische Organisation erhielt auf einen Twitter-Post einen antisemitischen Tweet als Antwort.
Bewohnende einer Einrichtung für Geflüchtete beschwerten sich mehrfach, dass eine bestimmte russischsprachige Sprachmittlerin beim LAF sich Ihnen gegenüber antiziganistisch geäußert hätte. Zudem würde diese Person unvollständig und/oder offensichtlich falsch übersetzen.
Ein Spieler des BFC Dynamo ist in einem Video auf Social Media zu sehen, in dem in einem Vereinsraum zahlreiche Männer seinen Namen und das antiziganistische Z-Wort skandieren.
Auf der Schlossstraße findet auf dem Fußweg bereits zum 2. Mal eine spontane Demonstration von ca. 50 Personen statt, die sich gegen die NATO, gegen Krieg, gegen das Weltwirtschaftsforum und gegen den "Great Reset" aussprechen. Die Idee eines "großen Neustarts" wird von Verschwörungsgläubigen, u.a. in rechten und extrem rechten Kreisen stark benutzt. Sie fürchten sich vor einer "Ökodiktatur".
Vor einer Jugendfreizeiteinrichtung wurden Aufkleber eines extrem rechten Onlineversands aus Halle gemeldet und entfernt.
An einem Straßenschild in der Kokoschkastraße Ecke Nelly-Sachs-Straße wurde ein rassistischer Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt.
In der Schönhauser Allee wurden Flyer mit dem Slogan "Deutsche Patrioten mit Migrationshintergrund" entdeckt. Die Inhalte der Homepage dieser Gruppierung reproduzieren rassistische Stereotype gegenüber Migrant*innen und Geflüchtete. In den Texten wird das Konzept des "Ethnopluralismus" vertreten. Dieser wird in rechten Kreisen verwendet. Es wurde eine Wahlempfehlung für eine rechte Partei abgegeben.
Am U-Bahnhof Museumsinsel wurde ein Flyer der „Deutschen Patrioten mit Migrationshintergrund“ entdeckt und entfernt.
In der Königin-Elisabeth-Straße wurde der Spruch "Für freie Impfentscheidung" sowie das Logo der extrem rechten Gruppe "Studenten Stehen Auf" an eine Wand gesprüht.
Am Fahrstuhl im U-Bahnhof Südstern wurden erneut Sticker angebracht, die sich gegen politische Gegener*innen richteten u. a. mit der Aufschrift "Hier wurde linke Propaganda überklebt. Antideutsche Vereinsstrukturen offenlegen!". Ein bereits mit "Aufstehen gegen Rassismus" überklebter weiterer rechter Sticker mit der Aufschrift "Deutschhasser, Kinderschänder, Linksfaschisten, Ökoterroristen" wurde stark beschädigt.
In der Otto-Braun-Straße in Mitte wurde die Shoah-relativierende Schmiererei entdeckt: "Damals die Juden, heute die Digital-Kritiker".
Verschiedene Sachbearbeitende einer Einrichtung schreien Geflüchtete an und treten ihnen aggressiv entgegen (z.B. wenn Unterlagen unverschuldet fehlen). Manche Bewohnende haben Angst zu Terminen zu gehen, weil sie Aggressivität und Schikane befürchten. In der vorangegangenen Woche meinte ein Sachbearbeiter des LAF zu einem Mitarbeiter eines Wohlfahrtsverbandes "man solle sich nicht zu viel um die Moldauer kümmern, die haben ja sowieso keine Perspektive" -es ging um die Krankenversicherung.
Eine Transperson berichtet, dass sie von der Polizei kontrolliert und ihre Ausweispapiere zeigen musste. Dabei wurde ihr Ergänzungsausweis in dem ihr Name und ihr Geschlecht stehen, von den Beamten auf den Boden geworfen und mit einem "Büchereiausweis" verglichen. Der Ergänzungsausweis ist ein standardisiertes Ausweispapier, das alle selbstgewählten personenbezogenen Daten dokumentiert und ein aktuelles Passfoto zeigt.
Eine jüdische Organisation erhielt auf Twitter antisemitisch markiert.