Antiziganistische strukturelle Benachteiligung in der Sozialen Wohnhilfe
Eine Frau berichtete von rassistischen Erfahrungen bei der Wohnungssuche.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
Eine Frau berichtete von rassistischen Erfahrungen bei der Wohnungssuche.
Das Denkmal für die ermordeten Jüdinnen und Juden Europas ist von Unbekannten beschädigt worden, indem in einen Betonblock zwei spiegelverkehrte Hakenkreuze eingeritzt worden sind. Zudem war daneben ein verfassungsfeindlicher Wortlaut geschmiert worden. Ein Sicherheitsmitarbeiter bemerkte die Beschädigungen gegen 8.00 Uhr und alarmierte die Polizei. Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt.
Eine Student*in der Sozialen Arbeit kommentierte zum Thema Erwerbslosigkeit und Rom*nja: „Kein Wunder, dass sie nichts machen, sie sind ja auch Roma“.
Einem Schwarzen Mann wird durch Mitarbeitende eines Sozialamtes mehrfach die Zahlung der Unterkunft und die Aushändigung von Bescheinigungen für seine Unterkunft verweigert.
An einer Laterne an der Klosterstraße/ Ecke Borkumer Straße wurden Sticker der "Deutschen Patrioten mit Migrationshintergrund" entdeckt und entfernt. Auf der Internetseite dieser Gruppierung wird das Konzept des Ethnopluralismus propagiert. Das Konzept stammt von der Neuen Rechten und ersetzt das Wort "Rasse" durch "Kultur". Kulturen sind demnach gleichwertig und dürfen nebeneinander existieren. Eine "Vermischung von Kulturen" ist nicht gewünscht.
Einer Mutter wurde das Sorgerecht für ihr Kind wegen angeblicher Kindeswohlgefährdung vorübergehend entzogen. Ein Beamter des Jugendamtes bestätigt ihr, dass sie ihr Kind zurückbekommt, wenn sie „Deutsch auf B1-Niveau lernt“.
Eine Person wurde von einer unbekannten Fahrradfahrer*in lesbenfeindlich beleidigt.
Seit Monaten zweifelt die Familienkasse die Angaben an und verlangt von einer Person die Vorlage von Dokumenten, die nicht erforderlich sind.
Mitarbeiter*innen des Jugendamtes warnen eine Frau, dass ihr das Kind weggenommen wird, weil sie angeblich ein Drogenproblem hat. Die für den Fall zuständigen Sozialarbeiter*innen behaupten jedoch, dass die Frau keine Drogen nimmt.
Ein Sachbearbeiter*innen weigerte sich eine Person zu unterstützen, mit der Begründung, sie würde kein deutsch spreche.
An der Straßenbahnhaltestelle Kniprodestraße / Danziger Straße in Fahrtrichtung Prenzlauer Berg wurde eine rassistische Parole entdeckt und entfernt. Der Slogan war "Scheiß Pakis scheiß N*[Wort]" sowie "Pakis und N*[Wort] raus!"
An ein libanesisches Restaurant und ein daneben liegendes Geschäft wurden rassistische Parolen geschrieben.
Gegen 19:00 Uhr wurde ein rechter Politsticker von einem Onlineshop aus Halle in der Nähe des M99 ( Laden -
Gemischtwaren mit Revolutionsbedarf) entfernt.
An der Wand des S-Bhf. Spindlersfeld wurde ein großes, schwarzes Hakenkreuz entdeckt.
In der Hoernlestraße wurden drei rassistische Aufkleber, sowie ein Hakenkreuz an einem Baum entdeckt.
Gegen 18:00 Uhr wurde einer sichtbar queeren Person zwischen Görlitzer Bahnhof und Kottbusser Tor von einem Mann im Vorbeigehen der Ellenbogen gegen den Hinterkopf gerammt. Anschließend lachte der Täter die angegriffene Person aus und rannte weg.
Eine Schwarze Frau wird in einer Arztpraxis rassistisch verbal angegriffen.
Am S-Bahnhof Spindlersfeld wird eine Gruppe Menschen erst von einer Frau rassistisch beleidigt, später dann von deren Begleiter. Als sich andere Wartende auf dem Bahnsteig einmischen, werden auch sie von der Frau beschimpft. Beim Einfahren der S-Bahn beschimpft und droht ein weiterer Begleiter der Täterin die Frauen, die sich eingemischt hatten.
Gegen 18 Uhr wurde ein Sticker der Jungen Alternative (Jugendorganisation der AfD) von einer Laterne entfernt.
Zwei Jugendliche beleidigten und bedrohten eine Person transfeindlich. Neben Gewaltdrohungen wurden dabei auch Aufrufe zum Suizid geäußert.
Nach wochenlangem Streit holte eine Biologie-Doktorandin, die mit in den Sozialen Medien und Artikeln geäußerten transphoben Positionen bekannt geworden war, ihren Anfang Juli gestrichenen Vortrag nach und sprach eine halbe Stunde in der Humboldt-Universität über Geschlecht. Darin behauptete sie, es gebe beim Menschen aus biologischer Sicht grundsätzlich nur zwei Geschlechter, die man lebenslang behalte und die sie letztlich an äußerlichen Geschlechtsmerkmalen und biologischen Reproduktionsfunktionen festmachte. Von dieser reduktionistischen Sicht aus, die zunehmend auch von Fachvertreter*innen innerhalb der Biologie als unhaltbar angesehen wird, die jedoch von ihr als die einzig wissenschafliche Position der Biologie ausgegeben wurde, machte sie gegen den Queerfeminismus und gegen Transsexuelle Stimmung, indem sie die Existenz von trans Menschen leugnete und sich damit gegen das geplante Selbstbestimmungsgesetz positionierte..
Die Doktorandin sollte die Präsentation ursprünglich während einer Langen Nacht der Wissenschaften am 2. Juli halten. Wegen einer Demo von Studierenden und angeblichen Sicherheitsbedenken hatte die Unileitung der HU den Vortrag zunächst aus diesem Programm gestrichen und eine Diskussionsveranstaltung abgehalten, an der die Doktorandin aber ihre Teilnahme verweigert hatte.
Eine jüdische Organisation erhielt einen antiisraelischen Tweet.
Es ereignete sich ein antisemitischer Vorfall. Zum Schutz der Betroffenen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Am Zugang zur U 7 auf dem Rathausplatz wurde erneut ein Sticker der "Deutschen Patrioten mit Migrationshintergrund" entdeckt und entfernt. Auf der Internetseite dieser Gruppierung wird das Konzept des Ethnopluralismus propagiert. Das Konzept stammt von der Neuen Rechten und ersetzt das Wort "Rasse" durch "Kultur". Kulturen sind demnach gleichwertig und dürfen nebeneinander existieren. Eine Vermischung von Kulturen ist nicht gewünscht.
An der Tramstation Zingster/Ribnitzer Straße wurden zwei Sticker gemeldet, die signalisieren, "antideutsche Propaganda" überklebt zu haben.
Auf Höhe Freudenberg-Areal in der Boxhagener Straße wurde ein Sticker der "Freedom Parade" entfernt.
Am Ortseingangsschild nach Berlin wurden "Schwarze Kreuze" aufgestellt. "Schwarze Kreuze" stellen für Neonazis ein Symbol für die angeblich ermordeten "Deutschen" durch "Ausländer" dar. Hierbei wird sich auf erfundene und statistisch nicht belegbare Zahlen berufen. Die Aktion wurde von einem Neonazi-Rapper ins Leben gerufen.
An der Oberspreestr. wurde ein sog. "Schwarzes Kreuz" angebracht. "Schwarze Kreuze" stellen für Neonazis ein Symbol für die angeblich ermordeten "Deutschen" durch "Ausländer" dar. Hierbei wird sich auf erfundene und statistisch nicht belegbare Zahlen berufen. Die Aktion wurde von einem Neonazi-Rapper ins Leben gerufen und wurde von der JN (Jugendorganisation der NPD) umgesetzt.
An der Köpenicker Straße. wurde ein sog. "Schwarzes Kreuz" angebracht. "Schwarze Kreuze" stellen für Neonazis ein Symbol für die angeblich ermordeten "Deutschen" durch "Ausländer" dar. Hierbei wird sich auf erfundene und statistisch nicht belegbare Zahlen berufen. Die Aktion wurde von einem Neonazi-Rapper ins Leben gerufen und wurde von der JN (Jugendorganisation der NPD) umgesetzt.
An der Gosener Landstr. wurde ein sog. "Schwarzes Kreuz" angebracht. "Schwarze Kreuze" stellen für Neonazis ein Symbol für die angeblich ermordeten "Deutschen" durch "Ausländer" dar. Hierbei wird sich auf erfundene und statistisch nicht belegbare Zahlen berufen. Die Aktion wurde von einem Neonazi-Rapper ins Leben gerufen und wurde von der JN (Jugendorganisation der NPD) umgesetzt.
In der Bernhard-Bästlein-Straße wurde wieder ein Sticker mit der Aufschrift "Good Night, Left Side" gemeldet und entfernt.
Am 31. Juli erhielten eine jüdische Organisation und mehrere andere Personen eine antisemitische Massenzuschrift.
Eine Person versuchte, bei der MIA Bund einen Vorfall zu melden, bei dem er Sint*izze und Rom*nja gelesene Personen beschuldigte, ihn ausrauben zu wollen. In seiner Argumentation verwendete er das Wort „Zi******“ und er schildert dann eine Rache- und Gewaltfantasie an dieser Personengruppe, welcher er als Rom*nja liest, die volksverhetzende, gewaltverherrlichende und auch rechtsextreme und antisemitische Inhalte enthält.
Eine zivilgesellschaftliche Organisation erhielt eine Nachricht, die antiziganistische und antisemitische Inhalte enthielt.
Eine Frau, die ein Kopftuch trug und Brandnarben im Gesicht hat, wurde in einem Supermarkt von einem Mann rassistisch beleidigt.
Auf dem U-Bahnhof Alt-Mariendorf fuhr abends gegen 20:30 Uhr eine Frau auf der Rolltreppe. Sie trug ein Kopftuch und hatte Brandnarben im Gesicht. Ein Mann beschimpfte sie rassistisch und zog ihr von hinten fest am Kopftuch. Sie löste daraufhin das Kopftuch und lief weg. Der Mann rief ihr weiter rassistische Beleidigungen hinterher.
An der Tür der Beauftragten für Partizipation und Integration im Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg wurde ein Plakat mit einem Hakenkreuz beschmiert. Das Hakenkreuz wurde mit einem Gleichheitszeichen hinter das Wort Islam gemalt (Islam = Hakenkreuz).
In der Bernhard-Bästlein-Straße wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift "Good Night Left Side" gemeldet und entfernt.
An der Tram-Haltestelle Adersleber Weg wurde ein Aufkleber aus einem neonazistischen Versandhandel entdeckt und entfernt, der sich gegen politische Gegner*innen richtete.
Eine 37-Jährige wurde am Nachmittag in der S-Bahnlinie S1 von drei Männern zunächst rassistisch beleidigt. Einer aus dem Trio erhob dabei auch die rechte Hand zum „Deutschen Gruß“. Als sie dann gegen 16.40 Uhr an der Station Friedrichstraße ausstieg und die Rolltreppe nutzte, versuchte einer der Männer, sie die Treppe herunterzuziehen. Dies konnte die Frau jedoch mit eigener Kraft verhindern. Anschließend entfernten sich die Männer in unbekannte Richtung. Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt wegen versuchter Körperverletzung und der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.
Ein Ehepaar, das seine Säuglinge in den Händen hält, wird an seiner Wohnungstür von der Reinigungskraft eingeschüchtert, angegriffen und rassistisch beleidigt. Zum Schutz der Betroffenen werden keine weiteren
Informationen veröffentlicht.
Auf einem "Smash Facism"-Stencil (einer "Faschismus zerschlagen"-Schablone) wurde das Wort Smash durchgestrichen.
Auf einem Papierkorb wurde ein Sticker der extrem rechten Bewegung "Studenten stehen auf" entfernt.
Eine jüdische Organisation erhielt auf einen Facebook-Beitrag einen Schoa bagatellisierenden Kommentar.
Ein afrikanischer aus der Ukraine geflüchteter Mann berichtete von rassistischen und homophoben Diskriminierungen im Bezirk Mitte. Weiteres wird zum Schutz des Betroffenen nicht veröffentlicht
Im Tiergarten wurde an einem Steg nahe der spanischen und italienischen Botschaft eine antisemitische Schmiererei entdeckt. Zu lesen waren die Worte „Talmud=Pädophilie“ und „Judenterror!“.
Bei einer verschwörungsideologischen Versammlung in Charlottenburg zeigte eine Teilnehmerin ein Schild mit der Adresse einer extrem rechten Internetseite.
An der Tramhaltestelle Zingster -/ Ribnitzer Straße wurde ein Sticker gemeldet, der sich gegen "antideutsche Hetzaufkleber" wendet und zur "freien, nationalen und sozialen Wahl" aufruft.
Am Nachmittag wurde eine Familie in der Teichstraße in Alt-Reinickendorf rassistisch beleidigt. Die Eltern und ihre beiden Kinder saßen im Auto, als eine 53-jährige Frau herantrat und sie rassistisch beleidigte. Als der betroffene Vater die Frau zur Rede stellte, lief diese weg. Er folgte und wurde von ihr mit Desinfektionsspray besprüht.
Nahe einer Grünanlage in der Fichtelbergstraße wurde eine Hakenkreuz-Schmiererei an einem Stromkasten entdeckt.