Rassistische Schmiererei in Charlottenburg
Am Kurfürstendamm wurden mehrere Mülleimer mit der Aufschrift "Flüchtlingsschiff" versehen.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
Am Kurfürstendamm wurden mehrere Mülleimer mit der Aufschrift "Flüchtlingsschiff" versehen.
An die Tramhaltestelle am Hauptbahnhof wurden zwei Sig-Runen geschmiert.
An den Schaufenstern des Stadtteilbüros des QM im Kastanienboulevard wurden vier Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt. Die Aufkleber wurden über einen angehängten Flyer des Register Marzahn-Hellersdorf geklebt und hatten die Aufschrift "Antifabanden zerschlagen".
Zum dritten Mal waren die Wände eines Fahrstuhls in einem Staakener Hochhaus beschmiert: Es wurden NS-verherrlichende Symbole entdeckt, die in die stählernen Fahrstuhlwände geritzt waren (NSDAP, Gestapo, SS-Runen). Außerdem waren antisemitische Ritzereien zu lesen. Zudem waren antifaschistische Sticker halb abgerissen und auf einem Sticker, der sich gegen die AfD richtete, war mit Edding "AfD" geschrieben worden.
Eine Frau beschwert sich per Telefon bei einer Meldestelle für Antiziganismus über die Vermüllung in der Fritschestraße und gibt die Schuld dafür den dort in einem ehemaligen Hotel untergebrachten Roma-Familien. In dem Telefonat gibt sie der Meldestelle die Verantwortung dafür und äußert eine Vielzahl von antiziganistischen Stereotypen und Beleidigungen.
Bei einem Anruf bei einer Meldestelle für Betroffene von Antiziganismus äußerte eine Person antiziganistische, abwertend romantisierende Stereotype.
In Moabit kam es zu einer rassistischen Diskriminierung einer Schwarzen Person. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Das Mahnmal einer Synagogen-Gemeinde am Siegmundshof im Hansaviertel wurde beschmiert.
In der Wittenberger Str. in der Nähe des Jugendzentrums verklebte ein Mann Aufkleber mit dem Logo der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg".
Auf dem Schaukausten einer sozialen Einrichtung klebte ein Sticker, der sich gegen politische Gegner*innen richtet. Der Sticker ist bei einem extrem rechten Versandhandel zu finden. Der Stil des Stickers kann als Persiflage auf Seenotrettung verstanden werden.
Die Einrichtung ist seit letztem Winter regelmäßig von rassistischen Briefeinwürfen und Aufklebern betroffen. Sie arbeitet mit Menschen aus verschiedenen Kulturen und mit Einwanderungsgeschichte.
In der Clayallee/ Ecke Potsdamer Straße wurde ein Sticker der Gruppierung "Studenten stehen auf" entdeckt. In der Gruppe agieren extrem rechte Personen und in Texten der Gruppe wird die Zeit des Nationalsozialismus und der Shoa relativiert.
In der Wilmersdorfer Straße fand eine Demonstration statt, bei der unter anderem ein Schild gezeigt wurde, auf dem extrem rechte und verschwörungsideologische Websites beworben werden.
In einer Kinder- und Jugendeinrichtung in Charlottenburg wurde entdeckt, dass Unbekannte außerhalb der Öffnungszeiten in die Einrichtung eingedrungen sind und randaliert haben. Es wurden Gegenstände umgeworfen und auf dem Boden verteilt, darunter Flyer, die in der Einrichtung auslagen. Flyer mit queerer Thematik wurden zudem zerrissen und ausschließlich Bilder mit queeren Symboliken von den Wänden gerissen. Andere Bilder wurden nicht beschädigt.
In der Carola-Neher-Str. wurde ein Aufkleber in schwarz-weiß-rot mit Lebensrune und der Aufschrift "Familie wachse Deutschland lebe" entdeckt und entfernt.
In den Briefkasten einer Jugendfreizeiteinrichtung wurden Flyer der extremen Rechten gesteckt. Darunter ein LGBTIQ*-feindlicher Flyer, der für die Einschränkung der Rechte von gleichgeschlechtlichen Eltern wirbt. Ein weiterer Flyer kommt von der extrem rechten Kampagne "1%". Weiter befanden sich abgerissene Flyer im Briefkasten. Auf dem "Aktion Noteingang"-Schild an der Tür der Jugendeinrichtung wurde zudem ein Aufkleber von der AfD geklebt.
An der Bushaltestelle "S Halensee" wurde am Morgen ein Busfahrer von einem Fahrgast rassistisch beleidigt und geschlagen. Zuvor hatte die Frau ihn angeschrien, woraufhin der Fahrer sie aufforderte, den Bus zu verlassen, was diese nicht tat. Der Betroffene rief daraufhin die Polizei. Anschließend schlug die Frau ihn mit zwei Faustschlägen gegen die Unterarme und beleidigte ihn auf rassistische Weise. Dann verließ sie den Bus. Die Polizei konnte sie bisher nicht ausfindig machen.
Auf dem Guthmannplatz wurde ein rassistischer Aufkleber mit der Aufschrift "White lives matter" entdeckt und entfernt. "White Lives Matter" ist ein Slogan, der als Gegenpart zur "Black Lives Matter"-Bewegung benutzt wird. Die "Black Lives Matter"-Bewegung organisiert Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt. Sie thematisiert dabei anti Schwarzen Rassismus in der Gesellschaft. "White Lives Matter" hingegen wird von weißen, extrem rechten Gruppierungen benutzt, die sich überlegen fühlen und den Slogan für sich umdeuten.
An einem Bauzaun in der Mahlsdorfer Str. wurden mehrere Schriftzüge mit dem Inhalt "FCK ANTIFA" entdeckt.
Um 23:30 Uhr beleidigten zwei unbekannte Männer im Alter von 20 bis 30 Jahren im U-Bahnhof Eberswalder Straße einen 17-jährigen Mann schwulenfeindlich. Dann griffen sie ihn körperlich an. Zuvor hatten die beiden Männer einen anderen Fahrgast gegen die Schulter getreten, als er in die Linie U2 einstieg. Alle Männer fuhren mit der Linie U2 in Richtung Pankow. Am U-Bahnhof Schönhauser Allee wollte der 17-jährige Jugendliche aussteigen. Doch die beiden Täter traten ihn mehrfach so heftig, dass er zurück in die U-Bahn fiel, die noch im U-Bahnhof stand. Etwa ein Jahr später, im März 2025, gab das Landeskriminalamt eine Öffentlichkeitsfahndung gegen die beiden Täter aus.
Eine Person in Berlin wurde auf dem Wohnungsmarkt bei der strukturell diskriminiert. Es handelte sich um eine rassistische Diskriminierung.
Eine Demonstration sogenannter Querdenker*innen und Sympathisant*innen der Partei „Die Basis“ zog vom Rathaus Schöneberg zum Winterfeldtplatz. An der Demonstration nahmen maximal 15 Personen teil. Während mindestens einer der wöchentlich stattfindenden Veranstaltungen wurde die Zeitung „Demokratischer Widerstand“ verteilt. Personen aus diesem Spektrum demonstrieren öfter mit Mitgliedern der extremen Rechten.
Es ereignete sich ein antisemitischer Vorfall.
Auf der Sonnenallee wurden mehrere Schmierereien auf arabisch entdeckt, die eine Vernichtungsdrohung gegen Israel sowie Terrorverherrlichungen enthielten.
Auf der Karl-Marx-Straße wurde ein Aufkleber entdeckt, mit dem Schriftzug „Fuck you Israel“ sowie einem durchgestrichenen Davidstern.
Es ereignete sich ein antisemitischer Vorfall.
In der Halle des S-Bhf. Köpenick wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift "FCK ANTIFA" eines neonazistischen Onlinehandels entdeckt.
Am S-Bhf. Schöneweide wurde an einem Fahrplanschild ein Hakenkreuz entdeckt.
In der Wilhelminenhofstr. wurde an einer Baustellenabsperrung ein Keltenkreuz entdeckt. Das Keltenkreuz ist in Deutschland verboten.
An der Landsberger Allee/Weißenseer Weg wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift "#Remigration" entdeckt und entfernt. Das Schlagwort "Remigration" verweist auf die Forderung der Neuen Rechten nach zwangsweiser Abschiebung von Personen, die als "nicht-deutsch" angesehen werden.
In einer Regionalbahn am Bahnhof Ostkreuz war an einer Scheibe ein Sticker "Muttersprache!" der extrem rechten und neonazistischen Partei "Die Heimat" angebracht worden.
Gegen 10:45 Uhr kam es durch eine Unbekannte zu Beschimpfungen und Bedrohungen einer Lehrerin und mehrerer Kinder an einer Kreuzberger Koranschule. Am Eingang einer Moschee beschimpfte die Unbekannte die Anwesenden religionsfeindlich. Die Lehrerin forderte die Frau zum Gehen auf und versuchte die Tür zu schließen. Nachdem sich die Frau erst gegen die Tür stemmte, verließ sie dann den Ort. Verletzt wurde niemand. Die Lehrerin und die Kinder waren verängstigt.