Aufkleber gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten im Allendeviertel
Im Müggelschlößchenweg wurde ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
Im Müggelschlößchenweg wurde ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.
Am S-Bahnhof Frohnau wurden mehrere Aufkleber entdeckt, die aus einem extrem rechten Versandhandel stammen. Die Aufkleber trugen die Aufschrift "Hier wurde linksextreme Propaganda überklebt". Unter dem Text waren eine Regenbogenfahne, ein Antifa-Symbol und ein Hammer-und-Sichel-Symbol jeweils durchgestrichen dargestellt.
Am Abend posierte eine Gruppe von ca. 10 jungen Menschen an der Ecke Schnellerstr./ Brückenstr. mit einer Deutschland- und Reichsfahne. Einige der Anwesenden zeigten dabei das "White Power"-Zeichen mit den Händen.
Dieselbe Gruppe hatte zuvor auch in der Schnellerstr. mit einem Banner der "Jägertruppe", sowie einer Deutschland- und Reichsfahne posiert.
Die Gruppe war zuvor durch Hitlergrüße und das Verkleben von Aufklebern der extrem rechten Jugendgruppe "Jägertruppe Berlin-Brandenburg" auf einem nahegelegenen Weihnachtsmarkt aufgefallen.
In der Bahnhofstr. wurde ein extrem rechter Aufkleber aus einem neonazistischen Onlinehandel entdeckt und entfernt.
Auf dem Gelände einer Schule in Rudow sind mehrere extrem rechte und rassistische Aufkleber entdeckt und entfernt worden.
Eine Gruppe aus ca. 7-8 junger Neonazis (ca. 4 männlich und 3 weiblich wahrgenommene Personen), die zuvor vermutlich an einer Neonazidemo in Mitte teilgenommen hatten, pöbelte abends am S-Bahnhof Frankfurter Allee herum. Sie waren offensichtlich angetrunken, bedrohlich, wirkten gewaltbereit und skandierten rechte Parolen wie z.B. "Bambule Randale Rechtsradikale". Sie beleidigten und bedrohten eine weiblich und links wahrgenommene Person sexistisch und mit Sprüchen gegen politische Gegnerschaft. Weiter schlugen sie gegen die Scheiben der wegfahrenden S-Bahn, in der sich die Person befand. Die meldende Person fühlte sich bedroht und befürchtete weitere Übergriffe.
Auf dem Weihnachtsmarkt in der Schnellerstr. hielten sich am Abend mehrere junge Menschen auf, die Hitlergrüße zeigten und Aufkleber der "Jägertruppe Berlin-Brandenburg" verklebten.
Im U-Bahn-Bereich des Hauptbahnhofes bedrohten größere Gruppe von Neonazis, die von der "Die Heimat"-Demo am Berliner Dom kamen, gegen 16:00 Uhr in in mehreren U-Bahnen Mitfahrende. Während die Polizei die Demonstrant*innenen vom U-Bahnhof zu den Zügen begleitete, riefen sie in den Zügen: „Bambule, Randale, Rechtsradikale“ und erneut „Wir kriegen euch alle“.
In einem Hausaufgang in der Uranusstr. wurde der Schriftzug "HH 88" (Heil Hitler) entdeckt.
An einer Wand im U-Bahnhof Rehberge stand die Schmiererei: "Kill Revo Pali Nazis". Damit wurden palästinasolidarische Linke mit dem Tod bedroht und der Nationalsozialismus relativiert.
In der S-Bahn-Linie S42 in Richtung Greifswalder Straße wurden rassistische Äußerungen gehört. Ein Union-Fan richtete sich verbal gegen eine asiatisch wahrgenommene Gruppe beziehungsweise Familie. Dabei fielen unter anderem Bemerkungen wie, sie sollten „den Direktflug nach Hanoi nehmen“.
Als eine andere Person einschritt, kam es zudem zu einer Gewaltandrohung in deren Richtung.
In der U6 kam es in Tempelhof zu rassistischen Beleidigungen und einem Angriff. Zwei betrunkene Männer stiegen in die U-Bahn und fingen an andere Fahrgäste rassistisch zu beleidigen, insbesondere eine Schwarze Frau, die mit ihrem Kind unterwegs war. Als ein Passagier versuchte einzugreifen und die beiden zur Rede zu stellen, wurde er bedroht und einer der beiden Betrunkenen versuchte ihn mit einer Getränkedose zu bewerfen. Er verfehlte jedoch und traf eine unbeteiligte ältere Frau.
In einer Buslinie in Steglitz-Zehlendorf wurde der Schriftzug "NSU 2.0" entdeckt. Mit der Unterschrift „NSU 2.0“ versandten Neonazis seit August 2018 Morddrohungen an bestimmte Empfänger*innen. Das Kürzel spielt auf die rechtsterroristische Gruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) und deren rassistischen Morde an.
Vor der us-amerikanischen Botschaft am Pariser Platz hielten vier Reichsbürger*innen eine "Mahnwache" ab. Dabei zeigten sie Reichsfahnen.
Am S-Bahnhof Feuerbachstraße wurde eine trans gelesene Person aus transfeindlicher Motivation beleidigt.
In der S-Bahn kurz vor dem S-Bahnhof Adlershof zeigte ein junger Mann das "White Power"-Zeichen.
An einem Briefkasten im Bekassinenweg in Heiligensee, wurde ein Aufkleber eines Neonaziversandhandels bemerkt und entfernt. Der Aufkleber warb in völkischer Ästhetik und mit schwarz-weiß-roter Flagge für "Heimatliebe" gestaltet.
Im Bezirk Mitte ereignete sich ein antisemitischer Vorfall. Zum Schutz der Betroffenen entspricht das Datum des Eintrags nicht dem Datum des Vorfalls.
Auf einer Versammlung wurde in einem Redebeitrag die Situation in Gaza mit der Schoa gleichgesetzt.
An der Humboldt-Universität fand eine propalästinensiche Kundgebung mit ca. 150 Teilnehmenden statt, wobei die Parolen »From the river to the sea, palestine will be free" und "There is only one statt, Palestine 48" gerufen wurden. Diese Parolen können als Aufruf zur Zerstörung Israels, Vertreibung und Auslöschung der jüdischen Bevölkerung verstanden werden.
Propalästinensische Aktivist*innen griffen am Mittag eine Bankfilliale in der Müllerstraße in Wedding an riefen "from the river to the sea, palestine will be free" und hinterließen Markierungen mit großen Hamas-Dreiecken.
An der Tramhaltestelle Pankower Straße wurde ein Aufkleber eines extrem rechten Online-Versandhandels mit der Aufschrift „Lesen, lieben, kämpfen“ entdeckt und entfernt.
In der Nähe der U-Bahnstation Wutzkyallee wurde ein Aufkleber eines extrem rechten Onlineradios gefunden und entfernt.
In der Nähe des Berliner Doms wurden ein Aufkleber und ein Plakat einer nationalbolschewistischen Kleinstgruppe entdeckt und entfernt.
Rund um die Bernhard-Bästlein-Straße und die Hohenschönhauser Straße wurden Flyer der Neonazipartei "Die Heimat" in Briefkästen verteilt, welche für einen antiziganistischen Aufmarsch der "Heimat" gemeinsam mit deren Jugendorganisation "Junge Nationalisten" (JN) und der jungen Neonazigruppierung "Deutsche Jugend Voran" am Sonnabend, den 29.11.2025 in Berlin-Mitte, aufriefen. Unter dem rassistischen Motto "Betrüger und kriminelle Ausländer raus!" wird in dem Flyer mit offenem Antiziganismus gegen Sinti*zze und Rom*nja gehetzt.
Nachdem am Vortag die extrem rechten Symbole durch Polizeibeamt*innen übermalt worden waren, wurden darüber erneut Hakenkreuze und der extrem rechte Zahlencode "88" in ein Staakener Hochhaus geschmiert. Wieder wurde Anzeige erstattet und die Hausverwaltung informiert. Die Schmierereien wurden entfernt.
Am U-Bahnhof Kleistpark wurde ein Hakenkreuz auf einen Ticketautomaten geschmiert.
Am Abend versperrten drei junge Männer einer Person den Weg zur Toilette im Schöneweidecenter, wobei sie die Person bedrängten und dies mit lauten Ekelgeräuschen kommentierten. Die betroffene Person war so eingeschüchtert, dass sie die Toilette nicht benutzen konnte.
An einem Mülleimer am Spielplatz am Rudolfplatz wurde ein rassistischer Sticker mit der Aufschrift "Remigration schützt Frauen" entdeckt und entfernt.
Auf einem Stromkasten an der Ecke von Giesensdorfer Straße und Königsberger Straße in Lichterfelde Ost wurde eine Schmiererei entdeckt, die sich gegen antifaschistisch Engagierte richtete.
An einer Schule im Bezirk Mitte ereigneten sich Vorfälle von anti-Schwarzer rassistischer Diskriminierung. Zum Schutz der betroffenen Personen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
An der Tramhaltestelle Helene-Weigel-Platz wurde mit Edding ein anti-Schwarz rassistischer Spruch angebracht. Dort wurde in Anspielung an die Versklavung Schwarzer Menschen das N-Wort für eine Schwarze Person benutzt und für einen Centbetrag zum Verkauf angeboten.
An einem Parkscheinautomaten in der Holteistraße wurde die Parole "FCK ZIO NZS" mit schwarzem Edding angebracht.
In der Müggelheimer Str. wurde ein Aufkleber entdeckt und entfernt, der zu Gewalt gegen Antifaschist*innen aufrief.
In der Friedenstraße wurde bei einem antifaschistischen Grafitti das "Anti" entfernt und somit ein pro-faschistische Botschaft vermittelt. Die erste 1 des Zahlencodes "161" (AFA bzw. Antifa) wurde durchgegstrichen und die "61" (FA bzw. Faschismus) wurde unterstrichen.
Zahlreiche Hakenkreuze und der extrem rechte Zahlencode "88" wurden wieder an die Wände des Fahrstuhls in einem Staakener Hochhauses geschmiert. Es wurde Anzeige erstattet und die Hausverwaltung informiert. Die Schmierereien wurden durch Polizeibeamt*innen entfernt.
In Plänterwald wurden LGBTIQ*-feindliche Flyer in private Briefkästen gesteckt. Die Melder*innen sind regelmäßig von LGBTIQ*-Feindlichkeit betroffen. Zum Schutz der Betroffenen wurde der Vorfall anonymisiert.
Im Ernst-Thälmann-Park wurde an einer Parkbank der Aufkleber mit dem Slogan "FCK LGBTIQ" entdeckt und entfernt.
Am Alexanderplatz wurde ein A4-Plakat mit dem faschistischen Symbol der "Schwarzen Sonne" entdeckt und entfernt.
An der Massante-Brücke im Ortsteil Rudow wurde der neonazistische Zahlencode "1161" (=Anti Antifaschistische Aktion) entdeckt und übermalt.
In der Friedrichstraße Ecke Unter den Linden wurden drei anti-Schwarze rassistisch-einwanderungsfeindliche Aufkleber entdeckt und entfernt.
Von einem Mülleimer am Spielplatz Rudolfplatz wurde ein rassistischer Sticker aus einem extrem rechten Onlinehandel entfernt. Abgebildet waren viele bunte, in Herzform angeordnete Flugzeuge und das Wort "Remigration".
Bei einem Telefonat mit einem Amt in Pankow in der Storkower Straße wurde eine Klientin der Migrationsberatung rassistisch behandelt. Da die Klientin kein Deutsch spricht, versuchte sie, sich auf Englisch zu verständigen. Die Sachbearbeiterin forderte sie wiederholt in unhöflicher Weise auf, Deutsch zu lernen, obwohl eine Übersetzung möglich gewesen wäre.
Auf dem Bahnsteig am S-Bahnhof Lichterfelde West wurde erneut ein Sticker der extrem rechten Kampagne "Ein Prozent" entdeckt. Dieser hatte den Slogan: "Hier wurde linksextreme Propaganda überklebt. Unsere Heimat ist nicht verhandelbar" und richtete sich damit gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten. Daneben war auf einem anderen Sticker eine Schmiererei geschrieben, die sich gegen antifaschistisch Engagierte richtete.
An der Tramhaltestelle Röderplatz wurde ein neonazistischer Aufkleber mit der Parole "Anti-Antifa organisieren! - BLCLV" in Kombination mit einer mit einer Sturmhaube vermummten Person entdeckt und unkenntlich gemacht. "BLCLV" steht für die Bautzener Neonazi-Gruppe „Balaclava Graphics“. In einer Sturmhaube, der sogenannten Balaclava, präsentiert sich das selbsternannte „Medienkollektiv“ auf Instagram, Telegram, Facebook und YouTube. Bei der Gruppe handelt es sich um eine Mischung aus hippen Influencern mit militantem Neonazismus und NS-Glorifizierung.
Auf der Sonnenallee wurde eine Schmiererei entdeckt, die abspricht, dass Israel ein echter Staat sei.