Hakenkreuz in Spindlersfeld
Auf dem Spielplatz auf der Drachenwiese wurde ein Hakenkreuz entdeckt.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
Auf dem Spielplatz auf der Drachenwiese wurde ein Hakenkreuz entdeckt.
An der Bushaltestelle Friedhof Mariendorf wurden auf einem Fahrplan ein Hakenkreuz sowie der Schriftzug „AfD“ und auf einem Mülleimer ein weiteres Hakenkreuz festgestellt. Die Schmierereien wurden inzwischen entfernt.
In der Schnellerstr. wurde ein LGBTIQ*-feindlicher Aufkleber der Kampagne "Stolzmonat" entdeckt und entfernt.
In der Rummelsburger Straße wurde ein NS-verharmlosender Aufkleber entdeckt und entfernt. Auf dem Motiv sind zwei mit Zäunen abgegrenzte Internierungslager abgebildet. Innerhalb des ersten Lagers steht Auschwitz und es ist eine Hakenkreuzfahne am Zaun gehisst. Innerhalb des zweiten Lagers steht Gaza und am Zaun weht die israelische Flagge.
Am Abend wurden drei Personen auf dem Vorplatz des S-Bahnhof Spindlersfeld von einem Mann, u.a. antifeministisch als "Fotze", beleidigt und später bedroht, nachdem sie verschiedene extrem rechte Aufkleber entfernt hatten.
In der Radickestr. wurden ca. 20 rassistische Aufkleber mit der Forderung nach einer sog. "Remigration" entdeckt und entfernt.
Gegen 20:10 Uhr wurde eine Gruppe Jugendlicher mit Migrationshintergrund von drei jungen Neonazis massiv beleidigt und bedroht. Die Neonazis äußerten den Jugendlichen gegenüber massive rassistische Beleidigungen (z. B. das K-Wort, "Ihr seid hoffentlich alle bald weg - wir helfen auch nach"). Ein queerer Jugendlicher wurde u. a. als "Schwuchtel" beleidigt. Zudem wurden den Jugendlichen verbal und durch gezeigte Fäuste Prügel angedroht. Die Situation wurde noch bedrohlicher, als ein Auto mit fünf weiteren Neonazis dazukam. Die Gruppe Jugendlicher machte daraufhin einen Umweg, um sich der Situation zu entziehen.
Ein Grundschüler wurde von einem Mitschüler rassistisch beleidigt. Zum Schutz des betroffenen Kindes werden keine weiteren Angaben gemacht.
Am 18. Mai 2026 kam es in der Kaufland-Filiale im Storchenhof-Center zu einem rassistischen Vorfall. Ein Mann beschimpfte eine Mutter, die in Begleitung ihrer drei Kinder unterwegs war, aus offensichtlich rassistischen Motiven. Er bezeichnete die als migrantisch gelesene Familie auf entmenschlichende Weise als „Viecher“.
Gegen 13:35 Uhr brüllte ein ca. 40-jähriger Mann lauthals "Verpisst euch, ihr scheiß Ausländer!". Die meldende Person konnte nicht beobachten, ob der beleidigende Ausruf konkret an sich dort aufhaltende Menschen gerichtet wurde.
Ein Mann lief vor der St-Michael-Kirche im Ortsteil Mitte entlang und schrie mehrfach: "Scheiß Araber, Scheiß Türken, Raus aus Deutschland, Scheiß Islamisten!"
An der Rolltreppe des S-Bahnhofs Baumschulenweg wurde ein rassistischer Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt.
Am Rosenfelder Ring wurde auf einem Mülleimer ein "D3W"-Schriftzug entdeckt. Diese Abkürzung steht für die Neonazipartei "Der III. Weg".
Am Sommerbad Wuhlheide wurden mit Schablonen an mindestens fünf Säulen im Eingangsbereich Graffitis gegen Antifaschist*innen angebracht. Zudem wurden mindestens zehn Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.
Eine Mitarbeiterin des Jugendamtes spricht die Betroffene trotz erfolgter Namensänderung und Hinweis auf den weiblichen Personenstand weiterhin konsequent mit männlichen Namen an. Auch im Schriftverkehr wird fortlaufend die Bezeichnung „der Vater“ verwendet.
Gegenüber der Ehefrau der Betroffenen äußert die Mitarbeiterin zudem, die Betroffene sei objektiv weiterhin ein Mann, obwohl eine weibliche Geschlechtsidentität, entsprechende gender Präsentation sowie eine laufende medizinische Transition vorliegt.
Die Transidentität der Betroffenen wird nicht anerkannt und teilweise auch schriftlich im Zusammenhang mit einer angeblichen Kindeswohlgefährdung erwähnt. Im Gespräch wird die Betroffene zudem aufgrund ihrer Transidentität gegenüber der Ehefrau als potenziell gefährlicher Mann bezeichnet, ohne nachvollziehbare fachliche Grundlage.
Eine Schwarze Familie wurde im Wedding durch zwei Nachbar*innen aus rassistischen Motiven gemobbt und mehrfach rassistisch beleidigt.
In der Pfarrstraße wurde an einem Laternenmast ein gegen Antifaschist*innen gerichteter Aufkleber mit der Aufschrift "FCK Antifa" gefunden und unkenntlich gemacht.
In der Kleingartenanlage "Am Adlergestell" wurde ein Aufkleber des extrem rechten Kampfsportevents "Kampf der Nibelungen" entdeckt und entfernt.
In der Joachimsthaler Straße Ecke Plauener Straße wurde eine Aufkleber entdeckt, der für einen extrem rechten Telegram-Kanal warb.
Auf einem Tisch in einer Schule in Rudow wurden mehrere Hakenkreuzschmierereien entdeckt.
Aus einer Gruppe von fünf Männern wurden im Bereich des Bahnhofs Lichtenberg lautstark Parolen des Fußballclubs BFC Dynamo gerufen. Zudem zeigten Personen aus der Gruppe mutmaßlich den verbotenen Hitlergruß. Die Gruppe betrat anschließend einen dortigen Kiezshop.
Kurze Zeit später stiegen die Männer in die Straßenbahnlinie M17 in Richtung Hohenschönhausen. Während der Fahrt riefen sie die verbotene nationalsozialistische Parole „Heil Hitler“. An der Haltestelle Hertzbergstraße/Siegfriedstraße verließ die Gruppe die Tram.
In der Admiralstraße und Umgebung wurden mehrere antisemitische Plakate entdeckt. Anlass war der gerade begangene Nakba-Gedenktag. Im Text war Geschichtsrevisionismus dargestellt und die Existenz des Staates Israel wurde in Frage gestellt. So beginnt die Erzählung 1948, die Bezeichnung des Staates Israel wird durchgängig in Anführungszeichen geschrieben und es ist die Rede vom "Besatzungsparlament".
Zudem wurden am Kottbusser Damm und in unmittelbarer Nähe der Synagoge am Fraenkelufer mehrere Sticker mit der Aufschrift "Death to IDF" entfernt.
Auf einem Schild zur Rettungsstation oberhalb der Badestelle "Teppich" wurde der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt und entfernt.
An einem Stromkasten im Mayschweg wurde fünfmal der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt und entfernt.
Auf einem Schild am Weg entlang des Müggelsee in der Nähe der Müggelseeperle wurde der Schriftzug "ZECKE VERRECKE!" entdeckt und entfernt.
Eine Frau wurde gegen 17:05 Uhr in einem Regionalzug in Schöneberg von einem Schaffner rassistisch angegriffen, nachdem sie kein Ticket vorzeigen konnte. Der Schaffner schlug sie mit einem Schlüsselbund auf den Kopf und zudem mit der Faust. Die Frau erlitt Platzwunden am Kopf, die anschließend im Krankenhaus behandelt werden mussten. Zeug*innen verständigten die Polizei.
An einer Werbetafel an der Kreuzung Nalepastr./ Tabbertstr. wurde der Schriftzug "FUCK ANTIFA" entdeckt.
Am Bahnhof Friedrichstraße wurde ein Aufkleber mit dem Spruch "We hate Antifa", der sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten richtet, entdeckt.
An der Straßenbahnhaltesstelle der M2 am Alexanderplatz wurden vier Aufkleber von extrem rechten Versandhandlungen gefunden: Einer stellte verschiedene deutschtümelnde Bildmotive mit dem Wort "Deutsch" in altdeutschem, viel im NS gebrauchtem Schrifttyp dar; drei warben für Kampfsport.
Auf einem Weg am Fennsee in Wilmersdorf wurde eine große Hakenkreuz-Schmiererei an einem Baum entdeckt.
Am Abend stand ein Mann am Nebeneingang des Schöneweidecenter und beleidigte Menschen rassistisch. Darauf angesprochen reagierte er aggressiv und beleidigend.
Während die betroffenen Personen in der Werneuchener Straße im Auto saßen (vordere Fenster geöffnet), lief eine Frau vorbei. Sie beschimpfte die anwesenden Jugendlichen mit Migrationsgeschichte auf rassistische und entmenschlichende Weise als "Scheiß Viecher".
Auf der Zillepromenade wurde ein rassistischer Aufkleber mit der Aufschrift "The white Race" von einer extrem rechten Gruppe aus Bautzen entdeckt und entfernt.
Durch die Straße "Am Großen Wannsee" schallte am Abend laut ein Lied mit rassistischem Text. Das Lied wurde bei einem Fest auf einem Grundstück in der Straße gespielt und enthielt u.a. die Textzeilen: "Ausländer raus, Deutschland den Deutschen, Ausländer raus". Das Lied und der Text waren auch in einem gegenüberliegenden Museum gut zu hören.
Vor der amerikanischen Botschaft am Pariser Platz hielten vier Reichsbürger eine "Mahnwache" ab. Dabei zeigten sie Reichsfahnen.
Am Abend drohte in der S-Bahnlinie 3 zwischen Alexanderplatz und Hackeschem Markt ein vom Erscheinungsbild mutmaßlich extremer Rechter einem Verkäufer einer Obdachlosenzeitung verbal mit Gewalt, um ihm vom Verkauf seiner Zeitung abzuhalten.
An der Kreuzung Müggelheimer Str./ Wendenschloßstr. standen drei Personen und sammelten Unterschriften für den Wahlantritt der Partei "Die Heimat".
In der Niederwallstraße im Ortsteil Mitte wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift "Gegen Gendern. Haltet unsere Sprache sauber!" eines Vereins zur Erhaltung der deutschen Sprache entdeckt und entfernt.
Am Kieferheider Weg in Höhe Sagemühler Steig und Sonnenwalder Weg wurden mehrere Sticker eines extrem rechten Versandhandels mit der Aufschrift „(damals wie heute) Islamisten töten“ gemeldet. Die Aufkleber befanden sich an einem Stromkasten und einem Mülleimer. Einer der Sticker wurde entfernt und überklebt.
In der Parkanlage am Ende vom Kolkrabenweg in Buckow wurden drei Frauen beim Spazieren von einer Frau rassistisch beleidigt. Die Frau beleidigte die kopftuchtragenden Frauen erst als "Nonnen" und unterstellte ihnen, sie würden Sozialleistungen beziehen. Außerdem forderte sie die Frauen auf, in "ihr Land" zurückzugehen und sagte, sie wären nicht eingeladen worden und sollten deshalb ausreisen. Die Betroffenen forderten die Frau auf, sie in Ruhe zu lassen und drohten mit einer Anzeige bei der Polizei.
An der Anzeigetafel der Haltestelle Holzhauser Straße Richtung Spandau klebte ein antisemitischer Sticker. Daneben klebten drei Sticker, die alle die Deutschlandflagge mit Bundesadler abbildeten.
In der Prenzlauer Allee Ecke Saarbrücker Straße, wurde ein Aufkleber eines extrem rechten Onlineversandhandels gegen politische Gegner*innen der (extremen) Rechten entdeckt und überklebt. Der Aufkleber trug die Aufschrift „FCK Grüne“.
Als eine Person Infomaterial der Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) in einen Mülleimer wegwerfen wollte, kam ein Mann zu der Person und blockierte ihren Weg. Der Mann fragte die Person, warum sie Eigentum der "AfD" zerstöre, und drohte ihr dann mit einem Schlag ins Gesicht. Während des Vorfalls unterstützten die Umstehenden die betroffene Person nicht. Zum Schutz der betroffenen Person wurden das Datum und der Ort anonymisiert.
An mehreren Orten in Frohnau wurden zahlreiche extrem rechte Sticker entdeckt. Betroffen waren unter anderem der Ludolfingerplatz am S-Bahnhof, der Maximiliankorso sowie der Fürstendamm Ecke Hattenheimer Straße. Dokumentiert wurden Aufkleber der neonazistischen Partei „Der III. Weg“, ihrer Jugendorganisation "Nationalrevolutionäre Jugend (NRJ)", der Kampagne „Remigration rettet Leben“ des extrem rechten Vereins „Ein Prozent“ sowie Sticker mit den Parolen „Unser Volk zuerst“ und „Antifa verbieten“. Die Propaganda befand sich an Verkehrsschildern, Stromkästen und einer Bushaltestelle und war zum Zeitpunkt der Meldung größtenteils noch nicht entfernt.
An einem Discounter in der Wiltbergstraße wurden zwei Aufkleber mit Reichskriegsflaggen entdeckt. Die Aufkleber tragen die Aufschriften „Make Germany Great Again“ und „Deutschland, meine Heimat“.
Zwischen Sollmannweg und dem U-Bahnhof Lipschitzallee in Gropiusstadt wurden mehrere Aufkleber aus einem extrem rechten Versandhandel gesichtet und entfernt. Ein Aufkleber enthielt die Reichsfarben sowie den Schriftzug „Make Germany great again“. Ein weiterer rassistischer Aufkleber zeigte ein Flugzeug mit der Aufschrift "Remigration Air" und titelte "Deutschland endlich wieder sicher machen".
An der Bushaltestelle der 256er-Linie wurden am Hagenower Ring verschiedene Nazischmierereien festgestellt. Es wurden die Schriftzüge "Nazi Kiez", "Chrome Faschisten" und "Zecken jagen" gemeldet.
Am späten Abend wurden zwei männlich gelesene Personen aus der extrem rechten Szene im Bereich Lichtenberg Mitte beobachtet. Die beiden Jugendlichen liefen über die Wönnichstraße in Richtung Bahnhof Lichtenberg. Dabei zeigten sie offen den in Deutschland verbotenen Hitlergruß. Gegen 23:10 Uhr liefen die beiden Personen zurück in die Margaretenstraße.
Am Abend wurde in der Frankfurter Allee ein 39-Jähriger von einer Unbekannten rassistisch beleidigt und mit einer Glasflasche ins Gesicht geschlagen. Die Frau flüchtete. Der Betroffene wurde vor Ort von Rettungskräften versorgt.
An einer Ampel an der Straße Am Treptower Park wurde ein NS-relativierender und antisemitischer Aufkleber entdeckt und entfernt, der den Nationalsozialismus mit dem Zionismus gleichsetzte.
Am S-Bahnhof Lichtenberg kam es in einer Bahn der Linie S7 (Fahrtrichtung Ahrensfelde) zu einem rassistischen Vorfall:
Eine männlich gelesene Person äußerte sich lautstark und aggressiv gegenüber anderen Fahrgästen. Dabei fielen unter anderem die rassistischen Beleidigungen: „Scheiß krimineller Ausländer! Flieg nach Hause!“
Zudem äußerte die Person eine politische Droh- und Einschüchterungskulisse mit den Worten: „Bald diktiert in Lichtenberg die AfD!“