Hakenkreuz-Schmiererei am Nibelungenpark
Auf der Sportanlage am Nibelungenpark wurde auf einer steinernen Sitzgelegenheit ein in weißer Farbe gesprühtes Hakenkreuz gemeldet.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
Auf der Sportanlage am Nibelungenpark wurde auf einer steinernen Sitzgelegenheit ein in weißer Farbe gesprühtes Hakenkreuz gemeldet.
Bereits an der Bushaltestelle Pflügerstraße wurden gegen 13:00 Uhr zwei sich küssende Frauen von einem Mann mittleren Alters LGBTIQ*-feindlich beleidigt. Im Bus setzten sich die Frauen nach oben, um sich dem Mann zu entziehen. Er folgte ihnen jedoch, setzte sich vor sie und brüllte sie immer wieder mit den Worten "You are sick!" (Ihr seid krank) an. Niemand der Mitreisenden solidarisierte sich mit den Frauen, die die Situation nicht noch länger ertrugen und vorzeitig den Bus verließen.
In der Magaretenstraße wurde ein NS-verharmlosender Ausdruck entdeckt und entfernt. Er zeigte das Plakat zum Film "Er ist wieder da" in abgeänderter Form. Zu sehen ist eine stilisierte Hitler-Darstellung, die eine Kufiya trägt. Diese Darstellung stellt eine Verharmlosung der NS-Verbrechen dar und enthält zudem eine rassistische Dimension.
Gegen 5:00 Uhr sprach ein Unbekannter eine 30-jährige Frau in der Schlesischen Straße auf Ihr Aussehen an. Als sie versuchte ihren Weg fortzusetzen, hielt der Mann sie fest und schlug sie mehrfach, bevor er flüchtete. Die Frau erlitt Gesichtsverletzungen, die stationär behandelt werden mussten.
Beim Spiel zwischen USC Paloma 09 und dem BFC Dynamo auf dem Kunstrasenplatz neben dem Sportforum in Alt-Hohenschönhausen kam es zu massiven rassistischen Vorfällen:
Aus dem Zuschauerbereich, wo sich auch Spieler des BFC befanden, waren wiederholt rassistische Beleidigungen sowie Affengeräusche zu hören. Zudem fielen abwertende und menschenverachtende Zurufe gegenüber den Spielern des USC Paloma 09. Die Situation war derart belastend, dass ein Spieler unter Tränen das Spielfeld verlassen musste.
In einem Kreuzberger Club wurde in der Nacht eine trans* Frau durch zwei Frauen beleidigt. Es wurden durch die Frauen gegenüber der Security auch verleumderische Darstellungen einer Situation angegeben, wodurch klassische transfeindliche Stereotype bedient wurden.
Eine Mitarbeiterin hat sich deutlich mit der betroffenen Person solidarisiert, sich entschuldigt und weitere Maßnahmen in Aussicht gestellt, damit sich eine solche Situation möglichst nicht wiederholt.
In der Toilette einer Kneipe in der Margaretenstraße wurde eine antisemitische Schmiererei entdeckt.
In der Egmontstraße Ecke Skandinavische Straße wurde ein gegen Antifaschist*innen gerichteter Aufkleber mit der Parole "FCK Antifa" entdeckt und entfernt.
In der Mentelinstr. und der Wattstr. wurden ca. 15 Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt. Auf einigen Aufklebern wurden Antifaschist*innen in entmenschlichender Form als "Zecken" bezeichnet.
An der Bushaltestelle Frühlingstr. wurde ein Aufkleber des extrem rechten Online-Versandhandels „Sturmzeichen-Versand“ mit der Aufschrift „Lesen, lieben, kämpfen“ entdeckt und entfernt.
An der Bushaltestelle Buschallee wurde ein Aufkleber eines extrem rechten Onlineversandhandels entdeckt und entfernt. Dieser hatte als Abbildung schwarz-rot-gold sowie den Slogan "Make Germany great again".
In einem Lokal am Hackeschen Markt fand am Abend ein "Bürgertreffen" der extrem rechten "Berliner Patrioten" statt. Dieses wurde als erster Stammtisch der Gruppe in Berlin beworben. Anschließend filmten sich fünf Aktivisten für eine Propagandaaktion vor der Siegessäule in Tiergarten.
Organisator dieser und einer ähnlichen Veranstaltung in München ist, laut taz, ein Mann aus dem Raum Augsburg, der zeitweilig einen Vertrieb für rechte Sticker betrieb. Mit diesen Veranstaltungen und weiteren Aktionen wird versucht, eine "Patriotische Bewegung" aufzubauen. Die Rechercheplattform zur "Identitären Bewegung" bezeichnet die „Patriotische Bewegung“ als „rechtsextreme, außerparlamentarische Jugendgruppe“. Sie schreibt: Hier soll "ein Sammelbecken für aktionsorientierte Rechtsextremisten entstehen,“ mit der gezielt Jugendliche der neuen extrem rechten Jugendkultur angesprochen werden sollen.
In der Lindenberger Straße sowie in der Elisabeth-Christinen-Straße wurden Aufkleber der extrem rechten Partei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt. Ein Aufkleber hatte nur den Parteinamen als Slogan. Auf einem anderen Aufkleber waren eine Frau, ein Mann und zwei Kinder abgebildet sowie das Parteilogo und das Logo von deren Jugendorganisation "NRJ".
Am S-Bahnhof Halensee wurde ein NS-verharmlosender Aufkleber entdeckt und entfernt. Er zeigte das Plakat zum Film "Er ist wieder da", welches stilisiert Hitler darstellt. Auf dem Aufkleber trug dieser eine Kufiya. Palästinenser*innen und propalästinensisches Aktivst*innen wird durch diese Bildsprache pauschal Antisemitismus im Ausmaß der NS-Zeit unterstellt. Dadurch werden NS-Verbrechen verharmlost und Rassismus verbreitet.
Vor einem Supermarkt in der Weitlingstraße beleidigte ein aggressiver Mann migrantisch gelesene Kinder und Jugendliche in Begleitung einer älteren Frau in rassistischer Art und Weise. Er wurde vom Personal aus dem Supermarkt verwiesen. Die Polizei war auch vor Ort.
An einer Bushaltestelle in Reinickendorf kam es zu rassistischen Beleidigungen sowie einem Angriff. Ein älterer Mann beleidigte eine Frau in Burka zunächst antimuslimisch und rassistisch. Anschließend beleidigte er einen an der Haltestelle stehenden Jugendlichen mit einer rassistischen, antimuslimischen Beleidigung. Die Frau entfernte sich und kam eine kurze Zeit später mit einem ca. 4-5-Jährigen Kind wieder. Daraufhin warf der ältere Mann aus vier Meter Entfernung eine Glasflasche nach der Frau und dem Kind. Keine der anwesenden Personen griff ein oder reagierte. Der Angreifer trug eine Bomberjacke mit einer ca. 20cm großen Stickerei des extrem rechten Zahlencodes "88" jeweils auf der Brust und auf der Schulter. Die Zahlenfolge 88 bedeutet: „Heil Hitler“. Die Ziffern stehen für den Buchstaben an der 8. Stelle des Alphabets: „HH“. Das sind die beiden Anfangsbuchstaben von „Heil Hitler“.
Vor der amerikanischen Botschaft am Pariser Platz hielten drei Reichsbürger*innen eine "Mahnwache" ab. Dabei zeigten sie Reichsfahnen.
Auf der Wiese vor dem Reichstagsgebäude hielten etwa 10 Reichsbürger*innen eine Kundgebung ab.
In der Ostendstr. wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift "Zecken-Jagt-Kommando" entdeckt und entfernt.
Auf dem Hinweisschild zum NS-Dokumentationszentrum am S-Bahnhof Schöneweide wurde ein LGBTIQ*-feindlicher Aufkleber und einer, der sich gegen Antifaschist*innen richtete, entdeckt und entfernt.
In der Breite Straße Ecke Mühlenstraße sowie in der Mühlenstraße wurden Aufkleber des extrem rechten Online-Versandhandels „Sturmzeichen-Versand“ mit der Aufschrift „Lesen, lieben, kämpfen“ entdeckt und entfernt.
In der Adalbertstraße wurde eine 16-Jährige von einem 45-jährigen Mann gegen 20:50 Uhr im Vorbeigehen rassistisch beleidigt.
Am Rosenthaler Platz wurde ein trans Mann von einem anderen Mann beim Überqueren der Straße gestoppt und angespuckt.
Ein Mitarbeiter des Bezirksamtes erhielt eine Mail mit antifeministischen und rassistischen Beleidigungen.
An einer Reinickendorfer Oberschule wurde ein antisemitischer Zettel an eine Tafel gehängt. Im Rahmen des Unterrichts sollten die Schüler*innen einer 9. Klasse Ideen aufschreiben und aufhängen. Eine Person hängte einen Zettel mit der Aussage "Juden sollen duschen gehen." auf. Die Aussage bezieht sich auf die nationalsozialistische Vernichtung in Gaskammern, die als Duschen getarnt wurden. Der Vorfall wurde von der Lehrkraft nicht aufgegriffen. Am nächsten Tag führte die Klassenlehrkraft eine Unterrichtsstunde zum Thema Antisemitismus durch. Nach einer Beschwerde von Eltern versicherte die Schulleitung, der Vorfall werde pädagogisch und strafrechtlich aufgearbeitet.
An der Kreuzung Grüne Trift/ Müggelheimer Damm wurde an einem Verkehrsschild ein Aufkleber entdeckt, der zu Gewalt gegen Antifaschist*innen aufrief.
In der Ossietzkystraße wurde ein Aufkleber des extrem rechten Online-Versandhandels „Sturmzeichen-Versand“ mit der Aufschrift „Lesen, lieben, kämpfen“ entdeckt und entfernt.
Im U-Bahndurchgang wurde "Hitler", zusammen mit nicht zu deutenden weiteren Schmierereien, in unmittelbarer Nähe der Silvio-Meier-Gedenktafel mit blauem Edding geschmiert.
An der Haltestelle Ullsteinstr./ Colditzstr. wurde ein Hakenkreuz geschmiert.
In der Görschstraße fanden Bewohner*innen eines Hauses Flyer der extrem rechten Partei "Der III. Weg" in ihren Briefkästen. Auf dem Flyer wurde ein Bezug von Migration und Kriminalität hergestellt. "Ausländer" wurden pauschal als Kriminelle dargestellt.
Die neonazistische Jugendorganisation „NRJ“ verteilte vor einem Gymnasium in der Görschstraße Flyer und betrieb dort einen Informationsstand.
In der Nieberstr. wurde ein Aufkleber an einem Schild entdeckt und entfernt, der die Reichsfahne zeigte. Der Aufkleber stammte aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".
In der Griechischen Allee wurde ein rassistischer Aufkleber, der die sog. "Remigration" forderte, entdeckt und entfernt.
Nahe der Kochstraße wurde ein Sticker eines extrem rechten Comic-Verlages aus Dresden, der sich gegen politische Gegnerschaft richtete, entfernt.
Darunter kam ein Anti-Nazi-Sticker zum Vorschein (Fight for Future und eine Faust, die ein Hakenkreuz zerschlägt, im Hintergrund die Erdkugel).
Auf einem Spielplatz im Landschaftspark Johannisthal in der Nähe der Wrightallee wurde ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt. Der Aufkleber stammte aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".
Erneut wurde in der U2 am U-Bahnhof Ruhleben ein transfeindlicher Sticker entdeckt. Auf dem Sticker war der Ausspruch "Stop transing the gay away" (etwa "Hört auf Homosexuelle wegzutransen") zu lesen. Damit werden trans Menschen als angebliche Bedrohung für eine homosexuelle Identität formuliert und diffamiert.
Am Jugendcontainer im Park an der Schäferstege in Blankenburg wurden Tags der neonazistischen Jugendgruppe „Patriotische Deutsche Jugend“ (PDJ) angebracht. Zudem wurde am Eingang des Parks auf einem Schild der Schriftzug „Wir kommen wieder“ entdeckt.
In der Schloßstraße Ecke Horstweg wurde ein Aufkleber entdeckt, der den Instragram-Account eines extrem rechten Aktivisten bewirbt.
Im Hof an der Färberstr. wurde zweimal der Schriftzug "Antifa töten!" entdeckt sowie zehn Aufkleber mit der Aufschrift "Zecken-Jagdkommando Deutschland" in dessen Mitte sich die Zahl 049 und ein Fadenkreuz befand.
In der Buchberger Straße Ecke Coppistraße wurde ein auf einem Stromkasten aufgesprühtes Hakenkreuz gemeldet.
In einem Briefkasten in der Blankenburger Straße wurde ein Flyer der neonazistischen Partei „Der Dritte Weg“ entdeckt.
In der Langhansstraße wurde das Kürzel "NRJ" entdeckt. Das Kürzel steht für "Nationalrevolutionäre Jugend". Diese ist die Jugendorganisation der extrem rechten Partei "Der III. Weg".
In der Kleiststraße wurde auf einer an einem Parkautomaten angebrachten Progress-Pride-Flag ein queerfeindlicher Sticker mit der Aufschrift "Finger weg von unseren Kindern" entdeckt. Der Sticker gehört zu der Kampagne eines extrem rechten Vereins.
In der Straße Otto-Wels-Ring in Buckow wurde ein rassistischer Aufkleber, der die sogenannte "Remigration" forderte, entdeckt und entfernt. Ein weiterer Aufkleber in der nahegelegenen Zadekstraße richtete sich gegen antifaschistisches Engagement und wurde ebenfalls entfernt.
In der Straße Löwensteinring in Gropiusstadt wurde ein rassistischer Aufkleber, der die sogenannte "Remigration" forderte, entdeckt und entfernt.
In der Sophie-Charlotten-Straße wurde ein Sticker entdeckt und entfernt, der sich mit den Worten "We hate Antifa" gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten richtete.
In Schöneberg-Nord wurde eine Frau in der Nacht von einem Mann körperlich angegriffen. Nach derzeitigem Erkenntnisstand soll die 40-Jährige gegen 23:50 Uhr von dem 22-Jährigen in der Frobenstraße Ecke Bülowstraße angesprochen worden sein. Im weiteren Verlauf soll der Mann der Transfrau mit einem Handy auf den Kopf geschlagen und sie beleidigt haben. Anschließend flüchtete er. Alarmierte Einsatzkräfte stellten ihn kurze Zeit später in einem nahegelegenen Imbiss fest.
In der Schnellerstr. wurden an einer Baustellenabsperrung zwei Aufkleber gegen Antifaschist*innen und ein Aufkleber der "Patriotischen Aktion" entdeckt und entfernt.
Auf einem Holzschild, das an einem Bauzaun auf dem Platz an der Kreuzung Schnellerstr./ Brückenstr. klemmte, standen die Schriftzüge "FÜR DEUTSCHLAND (Wir haben nur eins)" und "FCK ANTIFA-HUSO'S DRECKIGE ZECKEN OB OST; OB WEST; NIEDER MIT DER ROTEN PEST".
In der Pichelsdorfer Straße in Wilhelmstadt wurde ein Aufkleber, der aus einem extrem rechten Versandhandel stammte, neben der Tür der Geschäftsstelle der Partei Die Linke entdeckt und entfernt. Er titelte: „Ganz Deutschland hasst die Antifa!” und richtete sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten.
In der Blankenburger Straße wurde ein Aufkleber des extrem rechten Online-Versandhandels „Sturmzeichen-Versand“ mit der Aufschrift „Lesen, lieben, kämpfen“ entdeckt und entfernt.
An die gartenseitige Hauswand einer Jugendeinrichtung wurde ein Hakenkreuz geschmiert.