Extrem rechter Aufkleber in Mahlsdorf
In der Akazienallee in Mahlsdorf-Süd wurde ein Aufkleber von einem extrem rechten Versandhandel mit der Aufschrift "Ich bin stolz Deutscher zu sein" entdeckt.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
In der Akazienallee in Mahlsdorf-Süd wurde ein Aufkleber von einem extrem rechten Versandhandel mit der Aufschrift "Ich bin stolz Deutscher zu sein" entdeckt.
In der Prenzlauer Promenade in der Nähe der Straße Am Steinberg wurde ein Aufkleber der extrem rechten Partei "Der III. Weg" entdeckt. Dieser hatte den Slogan "Antifa-Banden zerschlagen!" sowie die Url der Homepage der Partei. Ein zweiter Aufkleber war nicht von der Partei, hatte aber den Slogan "Freiheit für Manuel". Gemeint ist hier ein Mann, der in Österreich wegen nationalsozialistischer Aussagen verurteilt wurde. Auch in Deutschland solidarisieren sich extrem rechte Gruppen und Einzelpersonen, wie "Der III. Weg", mit dem Mann.
In einem Dönerladen in der Landsberger Allee nannte ein Angestellter einen cis Mann einen „Möchtegern-Schwulen“. Als er das Geschäft verließ, wurde ihm vom Fenster aus „Schwuchtel“ zugerufen.
In der Pannierstraße in Nord-Neukölln wurden mehrere Personen aus LGBTIQ*-feindlicher Motivation angegriffen. Die Personen besuchten eine FLINTA*-Veranstaltung in einer Bar und hielten sich in der Nähe des Eingangs auf. Gegen 0.30 Uhr liefen zwei Personen an der Bar vorbei. Beim Passieren sprühte eine der beiden Personen Reizgas in Richtung des Eingangs. Mindestens fünf Personen erlitten infolgedessen Atemwegsreizungen. Der Täter und die Begleitperson flüchteten daraufhin.
Auf einer Bank auf dem Vorplatz des S-Bahnhof Friedrichshagen wurde der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt.
Am Vormittag wurde am Glambecker Ring ein Aufkleber der "Jungen Alternative Hessen" mit der Aufschrift "Rechtsruck? Heul leise" entdeckt und entfernt.
Am Nachmittag des gleichen Tages wurde hinter der Wilhelm-Busch-Grundschule, die sich in der Nähe befindet, folgende Sprüherei entdeckt: "88 SS".
Im Hauptgebäude der Technischen Universität (TU) Berlin wurden in einer Toilettenkabine mehrere rassistische Schmierereien entdeckt. Diese richteten sich auf beleidigende und herabwürdigende Weise gegen Türken*Türkinnen. Durch vermutlich eine weitere Person wurde darunter mit dem Wort "jawolla" Zustimmung zu diesen Beleidigungen ausgedrückt.
An einem Werbeplakat im Dammweg wurde über die gesamte Größe der anti-muslimische Schriftzug "Fuck Moslems" entdeckt.
An einem Briefkasten in der Fennstr. wurde der Schriftzug "Kein Platz für Zecken" entdeckt und entfernt.
Auf dem Gleis des S-Bahnhof Rahnsdorf wurde auf einer Bank der Schriftzug "Anti Antifa" entdeckt.
Eine Person wurde am Wohnort strukturell rassistisch diskriminiert. Weitere Informationen werden zum Schutz der Person nicht veröffentlicht.
Auf die Wände eines Fahrstuhls in einem Hochhaus in Staaken waren ein Hakenkreuz mit Edding gemalt und antisemitische Beleidigungen geritzt. Der Vorfall wurde bei der Polizei angezeigt.
In der Werrastraße wurde eine antisemitische Schmiererei entdeckt.
Eine Frau kletterte über das Tor des jüdischen Friedhofs in der Großen Hamburger Straße und entfernte die auf zwei Grabsteinen platzierten Steine. Als sie von einer Teilnehmerin einer Reisegruppe darauf angesprochen wurde, beleidigte sie die Teilnehmenden der Reisegruppe rassistisch.
Im Erdgeschoss eines Wohnhauses am Roederplatz wurden an die verschmutzten Fenster zahlreiche antisemitische Slogan und den Nationalsozialismus verherrlichende Schriftzüge und Zeichen gemalt. Die Slogans lauteten: "3. Reich", "1488", "Juden töten", "Juden verrecke". Gemalt wurde ein Davidstern an einem Galgen und mehrere Hakenkreuze.
Ausgehend vom Neptunbrunnen zog eine Demonstration mit etwa 1500 Teilnehmenden durch Mitte. Dabei wurden auf Schildern und in Sprechchören antisemitische und NS-relativierende Aussagen verbreitet. So wurde mehrfach die Parole "from the river to the sea" gerufen. Eine Person zeigte ein Schild mit der Aufschrift "kein Holocausten mehr bitte, auch wenn die Opfer Muslime sind". Ein anderes Schild setzte die Berliner Polizei mit der Gestapo gleich. Mehrfach wurde Israel als Apartheidstaat bezeichnet. Immer wieder bedrängten Teilnehmende Journalist*innen. Vereinzelt nahmen Islamist*innen und Personen aus der extremen Rechten teil.
An der Ecke Möllhausenufer/ Wendenschloßstr. wurde ein Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt.
An der Philharmonie in Tiergarten wurde ein Aufkleber des extrem rechten Versandhandels "Division Odin" entdeckt und entfernt.
In der Kastanienallee wurde ein extrem rechter Aufkleber entdeckt und entfernt.
An einer Laterne vor einem Café klebte zunächst ein rassistischer Sticker der extrem rechten Gruppe "Patriotische Jugend", der sich gegen Migration richtete. Er wurde entfernt. Kurz danach klebte an gleicher Stelle ein handgemalter Aufkleber mit der gleichen Botschaft.
In der Unterführung der S-Bahn in Hirschgarten wurde ein Hakenkreuz entdeckt.
In der Ausstellung "Villa Global" des Jugend Museums (Teil der Schöneberger Museen), in der in verschiedenen Räumen unterschiedliche Menschen porträtiert werden, wurde das Buch "Israel und Deutschland" des Schriftstellers Amos Oz zerrissen.
In der Emser Straße in Nord-Neukölln wurde über ein antifaschistisches Symbol an einer Hauswand ein Keltenkreuz gesprüht.
Auf einer City-Toilette am Antonplatz wurden mehrere Hakenkreuze in den Fußboden geritzt.
In Alt-Friedrichsfelde wurden zwei Jungen im Alter von 9 und 10 Jahren am Nachmittag von ihrem Nachbarn auf dem Gehweg beleidigt. Auch in der Vergangenheit soll es bereits zu rassistischen Beleidigungen gekommen sein. Die Polizei wurde daraufhin von einem Familienmitglied informiert.
In der Gabriele-Tergit-Promenade in der Nähe des Potsdamer Platzes, wurden rassistische Plakate mit der Aufschrift "Mehr Mauer = Weniger Migranten" entdeckt.
An der Kreuzung Landsberger Allee / Blumberger Damm wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift "The White Race" entdeckt und entfernt.
Auf der Roeckelstraße Ecke Hellweg wurde ein rassistischer Aufkleber bemerkt und entfernt. Auf diesem ist zu lesen: "Nix Yallah Yallah. Amtsprache ist hier Deutsch!". Abgebildet ist zudem ein Mann mit Arbeitsschürze. Dieser Aufkleber ist KI-generiert und verweist auf einen extrem rechten Telegramkanal.
An eine Wand in einem Wohnhaus in der Siemensstraße wurden ein Hakenkreuz und "Palastine" (sic) sowie "Ausländer raus!" geschmiert.
An der Ebertstraße in Tiergarten hielten etwa 4 Reichsbürger*innen eine Kundgebung ab. Dabei zeigten sie Reichsfahnen. Eine Person war in Reichsfarben gekleidet.
Auf der Straße des 17. Juni hielt ein verschwörungsideologischer Autokorso mit etwa 12 Autos eine Zwischenkundgebung ab. Auf an den Autos angebrachten Schildern wurden Verschwörungsmythen über die Corona-Pandemie verbreitet. Unter den Teilnehmenden waren auch Reichsbürger*innen. Eine Person hatte die Farben der Reichsfahne an der Kleidung.
Im Hof eines Wohnhauses in Niederschöneweide wurde der (weißen) Mutter eines Schwarzen Kindes "Rassenschande" hinterhergerufen.
Es ereignete sich ein antisemitischer Vorfall. Zum Schutz der betroffenen Personen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
In Neu-Hohenschönhausen wurde eine antisemitische Propaganda entdeckt.
Es ereignete sich ein antisemitischer Vorfall. Zum Schutz der Betroffenen wurde der Vorfall anonymisiert.
Es ereignete sich ein antisemitischer Angriff. Zum Schutz der Betroffenen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
In einem linken Projektraum wurde durch externe Personen eine antisemitische Veranstaltung durchgeführt, die Übertragung des im Vorfeld bereits umstrittenen Palästina-Kongress. Auf diesem wurde eine Videobotschaft eines Redners mit Auftrittsverbot übertragen, wodurch die Polizei den Kongress auflöste und ebenso weitere Übertragungsorte aufsuchte, so auch den Projektraum in der Kreutzigerstraße.
An der Ecke Parisiusstr./ Borgmannstr. wurde ein Aufkleber mit einem Gewaltaufruf gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt. Ein weiterer Aufkleber wurde an der Ecke Borgmannstr./ Seelenbinderstr. entdeckt und entfernt.
Ein linker, kollektiv geführter Techno-Club am Ostkreuz positionierte sich mit einer Veranstaltung Anfang April klar gegen Antisemitismus. In der Folge wurde der Klub durch palästinensische Hamas-Anhänger*innen markiert. Auf die Fassade wurde ein großes rotes Dreieck geschmiert. Kreativ hat der Club aus dem Dreieck ein Herz entstehen lassen und ein Hass-Symbol in etwas Positives umgewandelt.
Das rote Dreieck wurde im Dritten Reich von den Nationalsozialisten auf Häftlingsuniformen in den Konzentrationslagern genäht, um damit politische Häftlinge wie Kommunisten und Sozialdemokraten zu kennzeichnen. Mittlerweile wird das Symbol nicht nur von Neonazis verwendet, um Linke zu brandmarken, sondern auch von Anhängern der palästinensischen Terrororganisation Hamas, um Angriffsziele zu markieren.
An der Bushaltestelle Oschatz Ring werden am Abend zwei Aufkleber mit den Aufschriften "Nationalstolz, Ordentlich, Rechts, Militärisch, Arisch, Linkshassend" und "Hand in Hand für das Vaterland" eines extrem rechten Versandhandels entdeckt.
Im Schmalen Weg wurde ein Hakenkreuz an einem Zaun entdeckt.
Am S-Bahnhof Schöneweide grölte ein Mann mehrfach "Schwuler BSC". Es handelt sich dabei um eine Beleidigung im Kontext von Fußball, jedoch ist die Verwendung von "schwul" als Schmäh Gesang als LGBTIQ*-feindlich zu bewerten, da es als Abwertung genutzt wird.
Am Fahrstuhl des U-Bahnhofs Tierpark wurde ein Aufkleber aus einem extrem rechten Versandhandel entdeckt. Auf diesem ist die Reichsflagge und der Slogan "Tradition schlägt jeden Trend" abgebildet.
An der Straßenbahnhaltestelle Erich-Weinert-Str. wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift "Freiheit für Manuel" gefunden und entfernt. Gemeint ist hier ein Mann, der in Österreich wegen nationalsozialistischer Aussagen verurteilt wurde. Auch in Deutschland solidarisieren sich extrem rechte Gruppen und Einzelpersonen, wie "Der III. Weg", mit dem Mann.
Auch wurde es in der Gustav-Adolf-Straße Ecke Prenzlauer Allee ein Aufkleber der neonazistischen Partei "Der III. Weg" mit der Aufschrift "Berlin. Familie-Heimat-Tradition" gefunden
In der Unterführung am S- und U- Bahnhof Wuhletal sowie auf einer Parkbank am Ausgang Gülzower Straße wurden zwei Aufkleber der NPD entdeckt und entfernt.
An der Straßenbahnhaltestelle Adersleber Weg in Richtung At-Marzahn wurden mit Edding "Heil Hitler" geschrieben und ein Hakenkreuz gemalt.
In Hellersdorf Nord wurden am frühen Abend in der Kastanienallee, der Quedlinburger Straße, der Stendaler Straße, am Alice-Salomon-Plan, an der Tram-Haltestelle Standaler/ Zossener Straße und auf der Fußgängerbrücke Louis-Lewin-Straße Plakate und Aufkleber der extrem rechten Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt. Die Motive waren "Asylflut stoppen" und "Die wahre Krise ist das System". Am späten Abend wurde ein bekannter Aktivist des "III. Wegs" dabei beobachtet, als er an der Louis-Lewin-Straße antifaschistische Plakate abriss. Die Plakatierroute wurde in Hellersdorf-Ost fortgesetzt. Dort wurden Plakate und Aufkleber des "III. Wegs" entlang der Busstrecke 195 Richtung Mahlsdorf, hinter der Bushaltestelle Branitzer Straße sowie am einem Supermarkt in der Mark-Twain-Straße entdeckt.