Vorfalls-Chronik
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
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Glossar-
07.07.2024 Bezirk: BerlinweitEs ereignete sich ein antisemitischer Vorfall online.Quelle: RIAS Berlin
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Antisemitische Sachbeschädigung an der Holzmarktstraße
07.07.2024 Bezirk: Friedrichshain-KreuzbergAn der Holzmarktstraße wurde ein Sticker, der auf die am 7. Oktober 2023 von der Hamas entführten Geiseln aufmerksam machte, abgerissen.
Quelle: RIAS Berlin -
Aufkleber und Graffiti gegen Antifaschist*innen in Oberschöneweide
07.07.2024 Bezirk: Treptow-KöpenickIn der Griechischen Allee wurde an einem Straßenschild ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.
In einer Grünanlage in der Nähe des Spreeufers wurde eine große Deutschlandfahne gesprüht und daneben "Love Germany Fick antifas" geschrieben.
Quelle: Zentrum für Demokratie -
Extrem rechte Aufkleber an Tramhaltestelle in Pankow
07.07.2024 Bezirk: PankowAn einem BVG-Wartehäuschen an der Tramhaltestelle "Stiftsweg" wurde in Fahrtrichtung Guyotstraße ein Aufkleber der extrem rechten Gruppe "Deutsche Jugend Voran (DJV)" entdeckt und entfernt.
Quelle: [moskito] Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus - für Demokratie und Vielfalt -
Extrem rechter Aufkleber der "NRJ" in Karow
07.07.2024 Bezirk: PankowIn der Busonistraße wurde auf einem Stromkasten ein Aufkleber der Jugendorganisation "Nationalrevolutionäre Jugend" der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt.
Quelle: [moskito] Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus - für Demokratie und Vielfalt -
Flyer von verschwörungsideologischem TV-Sender in Lichterfelde
07.07.2024 Bezirk: Steglitz-ZehlendorfIm Prettauer Pfad erhielten Menschen verschwörungsideologische Flyer per Briefkasteneinwurf. Die Flyer stammen von dem österreichischen Sender "AUF1", welcher mit rassistischen, antisemitischen und klimawandel-leugnenden Inhalten ein extrem rechtes Milieu bedient.
Quelle: Bürger*innenmeldung über Signal -
Hinweisschild zur Reichsflagge umgesprüht
07.07.2024 Bezirk: Marzahn-HellersdorfAm Eingang der Straße Hönower Weiherkette wurde eine Hinweistafel des "Europäischen Fonds für regionale Entwicklung" in schwarz-weiß-roter Farbe beschmiert. Die Tafel ist dadurch nicht mehr lesbar und als Reichsflagge umgestaltet.
Quelle: Augenzeug*in -
"III. Weg"-Aufkleber am Wuhlewanderweg
07.07.2024 Bezirk: Marzahn-HellersdorfIn der Cecilienstraße Ecke Wuhlewanderweg wurde ein Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt.
Quelle: Augenzeug*in -
"III. Weg"-Aufkleber in Hellersdorf-Ost
07.07.2024 Bezirk: Marzahn-HellersdorfIn der Louis-Lewin-Straße, am Eingang des Mascha-Kaleko-Parks sowie entlang der Riesaer Straße wurden 15 Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und teilweise entfernt.
Quelle: Augenzeug*in -
Rassistischer Aufkleber des deutschen Ablegers des "Ku Klux Klan" in Karow
07.07.2024 Bezirk: PankowAuf einem Laternenmast wurde ein Aufkleber des deutschen Ablegers der aus dem US-amerikanischen Raum bekannten rassistischen und gewalttätigen Gruppierung "Ku Klux Klan" entdeckt. Auf dem Aufkleber sind die drei bekannten Kopfbedeckungen des "Ku Klux Klan" zu sehen und am unteren Rand des Aufklebers findet sich der Wortlaut: "White Power!" sowie "Section Germany". Der Aufkleber wurde entfernt.
Quelle: [moskito] Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus - für Demokratie und Vielfalt -
Rassistisches Flugblatt in der S-Bahn
07.07.2024 Bezirk: BerlinweitEin Mann verteilte in der Berliner Ringbahn über mehrere Stationen hinweg ein selbst gemachtes Flugblatt zum Thema Kriminalität, das einen Zusammenhang zwischen Migration und Kriminalität herstellte. Das Flugblatt empfahl Weblinks zu Nachrichtenseiten, die auch extrem rechte und verschwörungsideologische Inhalte teilten.
Quelle: Zentrum für Demokratie -
Strukturelle Diskriminierung am Berliner Wohnungsmarkt
07.07.2024 Bezirk: BerlinweitEin Mann in Berlin wurde auf dem Wohnungsmarkt im bestehenden Wohnverhältnis strukturell diskriminiert. Es handelte sich um eine rassistische Diskriminierung. Zusätzlich kam es zu einer beleidigenden Aussage.
Quelle: Fair mieten – Fair wohnen -
Zahlreiche Aufkleber der extremen Rechten in Alt-Hohenschönhausen
07.07.2024 Bezirk: LichtenbergAm Storchenhof wurden zahlreiche Aufkleber gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten abgebildet. Auf zwei Stickern war eine Person mit Baseballschläger und der Slogan: "Good night left side" abgebildet. Ein weiterer Aufkleber richtete sich mit dem Spruch: "Haltet unsere Sprache sauber!" gegen das Gendern.
Quelle: Lichtenberger Register -
Antimuslimisch-rassistische Beleidigung im Wedding
06.07.2024 Bezirk: MitteIm Wedding ereignete sich eine antimuslimisch-rassistische Beleidigung. Auf Wunsch der betroffenen Person wird Weiteres nicht veröffentlicht.
Quelle: Registerstelle Mitte -
Antisemitische Propaganda in Wedding
06.07.2024 Bezirk: MitteIn der Transvaalstraße und der Cornelius-Fredericks-Straße in Wedding wurden zwei Aufkleber, welche israelische Handlungen in Gaza mit NS-Verbrechen gleichsetzten, entdeckt und entfernt.
Quelle: Registerstelle Mitte -
Antisemitischer Angriff in Neukölln
06.07.2024 Bezirk: NeuköllnEs ereignete sich ein antisemitischer Angriff. Zum Schutz der Betroffenen wurde der Vorfall anonymisiert.
Quelle: RIAS Berlin -
Antisemitische Sachbeschädigung in Steglitz
06.07.2024 Bezirk: Steglitz-ZehlendorfDie Spiegelwand, ein jüdisches Mahnmal auf dem Hermann-Ehlers-Platz, wurde mit antisemitischen Sprüchen beschmiert. Das Mahnmal erinnert an die Deportation von Juden, die wohnhaft in Steglitz waren. Es ist zudem auf eine ehemalige Synagoge in der Düppelstraße ausgerichtet.
Die Polizei hat die Schmierereien unkenntlich gemacht.
Quelle: Bürger*innenmeldung per E-Mail; Polizeimeldung Nr. 1423 vom 07.07.2024 -
Aufkleber zur Rechercheplattform "Correctiv"
06.07.2024 Bezirk: LichtenbergIn der Ruschestr. wurd ein Aufkleber mit der Aufschrift: "Corruptiv. Propaganda für die Regierung" entdeckt. Hierbei handelte es sich um eine Anspielung auf die Recherchen des Medienhaus "Correctiv" zu extrem rechten Akteuren. Das Wortspiel, welches sich mit dem Begriff der "Korruption" und dem Namen des Medienhauses zusammensetzt, diffamierte die Journalist*innen und ihre Recherchen und kann als Teil eines extrem rechten Kulturkampf verstanden werden.
Quelle: Lichtenberger Register -
Bedrohungen rund um antifaschistische Demonstration
06.07.2024 Bezirk: Marzahn-HellersdorfAm Abend fand eine antifaschistische Demonstration in Hellersdorf statt, in deren Verlauf es zu mehreren Einschüchterungsversuchen und Bedrohungen durch Neonazis und rechte Jugendliche kam. Unter anderem wurde der "White Power"-Gruß von einer Dreiergruppe in Richtung der Demonstration gezeigt. Daneben pöbelten fünf Jugendliche in der Hellersdorfer Straße gegen die Demonstrationsteilnehmer*innen und zeigten beleidigende Gesten. Nach Beginn der Demonstration, die am S-Bahnhof Kaulsdorf startete, nahm die Polizei drei Personen im Alter von 19 und 20 Jahren vorläufig fest. Die drei Personen aus dem mutmaßlich rechten Spektrum, die Schlagwerkzeuge mit sich trugen, wurden im näheren Umfeld der Demonstration von der Polizei aufgegriffen. Bereits bei der Anreise mehrerer Demonstrationsteilnehmer*innen aus dem Bezirk Friedrichshain wurden Teilnehmer*innen und eine Bundespolizistin von einer Gruppe vermummter Neonazis gezielt mit Schlagwerkzeugen angegriffen. (siehe Schwerer Angriff von Neonazis am Ostkreuz)
Quelle: Augenzeug*in, Polizeimeldung vom 08.07.2024 -
Drohgeste von "Der III. Weg" zur Einschüchterung politischer Gegner*innen in Hellersdorf
06.07.2024 Bezirk: Marzahn-HellersdorfEin Account der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" veröffentlichte ein Posting mit Bild auf der Social-Media-Plattform "X", auf dem 16 Personen in Kleidung des "III. Wegs" und dessen Jugendorganisation "NRJ" zu sehen sind, die am Hellersdorfer Beerenpfuhlgraben vor einem Graffiti posierten. Auf dem Graffiti sind die Worte "D3.W Kiez" (=Der III. Weg Kiez) sowie ein durchgestrichenes Hammer-und-Sichel-Symbol zu sehen. Mit dem Posting beziehen sie sich auf eine Anti-Nazi-Demonstration, die am Nachmittag durch Hellersdorf zog. Sie schrieben in ihrem Posting u.a.: "antideutsche Elemente sind in #Berlin nicht willkommen". Dass dies als Drohung zu deuten ist, wurde durch einen weiteren Vorfall später deutlich: So kam es am Nachmittag zu einem schweren Angriff durch Neonazis auf anreisende Demonstrant*innen. Unter den Tätern waren auch Personen, die dem Umfeld der "Nationalrevolutionären Jugend" (NRJ) zugeordnet werden.
Quelle: Registerstelle Marzahn-Hellersdorf -
Erneut transfeindlicher Angriff in Schöneberg-Nord
06.07.2024 Bezirk: Tempelhof-SchönebergGegen 0.15 Uhr wurde an der Kreuzung Frobenstraße/Bülowstraße einer 46-jährigen trans* Frau aus einer Gruppe heraus unvermittelt Reizgas ins Gesicht gesprüht. Der Täter hatte sein Gesicht mit einer Mütze und einem Schal vermummt. Die Tat soll aus der Gruppe heraus gefilmt worden sein. Die Gruppe entkam unerkannt.
Quelle: Polizeimeldung Nr. 1419 vom 6.7.2024, queer.de vom 6.7.2024 -
Extrem rechter Fanmarsch in Charlottenburg
06.07.2024 Bezirk: Charlottenburg-WilmersdorfAusgehend vom Breitscheidplatz in Charlottenburg zog ein Fanmarsch mit tausenden Fußballfans der türkischen Nationalmannschaft Richtung Olympiastadion. Dort fand das Viertelfinale der Europameisterschaft im Fußball der Herren zwischen den Nationalmannschaften der Türkei und der Niederlande statt.
Während des Fanmarsches wurden mehrere Flaggen der türkischen faschistischen "Grauen Wölfe" gezeigt. Außerdem wurden mehrfach auf T-Shirts, Fahnen und Schmuck die türkischen Orchon-Runen "𐱅𐰇𐰼𐰰" (in lateinischer Schrift: "Türk") gezeigt, die die "Grauen Wölfen" als Symbolik verwenden. Zudem wurde in Sprechchören rassistisch gegen Geflüchtete in der Türkei gehetzt.
Die Polizei beendete den Fanmarsch aufgrund der Vorfälle.
Quelle: X, Frankfurter Allgemeine vom 07.07.24, Sportschau vom 06.07.2024 & 08.07.24, TAZ vom 07.07.24, RechercheNetzwerk.Berlin via flickr -
Neonazi-Aufkleber am U-Bahnhof Wuhletal
06.07.2024 Bezirk: Marzahn-HellersdorfAm U-Bahnhof Wuhletal wurde ein Aufkleber aus dem neonazistischen Versand "aktivde" entdeckt und entfernt.
Quelle: Augenzeug*in -
NPD-Aufkleber am S-Bhf. Kaulsdorf
06.07.2024 Bezirk: Marzahn-HellersdorfAm S-Bahnhof Kaulsdorf wurden neun Aufkleber der NPD entdeckt und entfernt.
Quelle: Augenzeug*in -
NS-verharmlosender Inhalt auf Banner in Friedenau
06.07.2024 Bezirk: Tempelhof-SchönebergAuf einen Banner am Innsbrucker Platz wurde der Spruch "One genocide does not justify another genocide" angebracht.
Quelle: Register Mitte -
Plakate vom "III. Weg" in der Louis-Lewin-Straße
06.07.2024 Bezirk: Marzahn-HellersdorfAn einem Stromkasten in der Louis-Lewin-Straße wurden zehn Plakate der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt. Die Plakate richteten sich u.a. gegen politische Gegner*innen und warben für die Neonazipartei und deren Jugendorganisation.
Quelle: Augenzeug*in -
Propaganda gegen politische Gegner*innen und Hakenkreuz in Wedding
06.07.2024 Bezirk: MitteAuf einen Altkleidercontainer neben dem Sportplatz in der Cornelius-Fredericks-Straße in Wedding wurden ein Hakenkreuz und die Schriftzüge "Zecken Boxen", "FCK Antifa" und "FCK 161" geschmiert.
Quelle: Registerstelle Mitte -
Rassismus auf Fahrraddemo in Kreuzberg
06.07.2024 Bezirk: Friedrichshain-KreuzbergAuf einer, sich angeblich für Frieden einsetzenden, Fahrraddemo wurde um 12:51 Uhr auf dem Teilstück zwischen Hermannplatz und Südstern in Höhe Hasenheide 53, für ca. 15 Sekunden sehr laut eine Aufnahme des L'amours Toujours-Titels abgespielt. Zu hören waren die Worte "Deutschland den Deutschen. Ausländer raus.", dann wurde das Lied gewechselt. Die meldende Person hat Anzeige bei der Polizei erstattet.
Quelle: AnDi-App -
Reichsbürger*innenkundgebung in Mitte
06.07.2024 Bezirk: MitteVor dem Humboldtforum in Mitte hielten drei Reichsbürger*innen eine Kundgebung ab. Dabei zeigten sie Reichsfahnen.
Quelle: Registerstelle Mitte -
Schwerer Angriff von Neonazis am Ostkreuz
06.07.2024 Bezirk: Friedrichshain-KreuzbergAm Bahnhof Ostkreuz warteten gegen 16:00 Uhr ca. 30-40 Personen, um gemeinsam zu einer Demonstration anzureisen, die sich gegen extrem rechte Strukturen und Gewalt in Marzahn-Hellersdorf richtete. Um 16:10 Uhr rannten circa 20 maskierte und bewaffnete Neonazis aus Richtung der Simplonstraße auf den Treffpunkt der gemeinsamen Anreise zu. Augenzeug*innen berichteten von Holzknüppeln, Schlagstöcken, Handschuhen und Pfefferspray. Geschlossen prügelten sie auf die dort wartenden Personen ein. Dabei schlugen sie gezielt gegen die Köpfe und ließen auch von bereits am Boden liegenden Personen nicht ab. Einer der Täter trat einem Betroffenen außerdem mit dem Stiefel ins Gesicht. Bei diesem gezielten Angriff der Neonazis wurden mindestens 6 Personen verletzt, teilweise schwer. Passant*innen und Reisende mussten vor der Gewalt fliehen. Laut Pressemitteilungen der Polizei wurde auch eine Beamtin der Bundespolizei von den Neonazis verletzt. Mehrere Betroffene mussten rettungsdienstlich versorgt werden. Unter den Täter waren auch Personen, die dem Umfeld der "Nationalrevolutionären Jugend" (NRJ) zugeordnet werden.
Quelle: Bürger*innenmeldung, Pressemeldung des Organisationsbündnis -
Sticker vom "III. Weg" in der Sonntagstraße entfernt
06.07.2024 Bezirk: Friedrichshain-KreuzbergAn einem Müllbehälter in der Sonntagstraße wurde ein vom "III. Weg" angebrachter Sticker entfernt.
Quelle: Bürger*innenmeldung -
Unzählige Wolfgrüße bei Fanmarsch in Charlottenburg
06.07.2024 Bezirk: Charlottenburg-WilmersdorfAuf einem extrem rechten Fanmarsch vom Breitscheidplatz ausgehend Richtung Olympiastadion mit tausenden Fußballfans der türkischen Nationalmannschaft wurde unzählige Male der Wolfsgruß gezeigt, ein Handzeichen türkischer Faschisten, die als "Graue Wölfe" bekannt sind. U. a. wurde der Wolfsgruß dabei im Beisein von der deutschen Bundespolizei und türkischer Polizisten am S-Bahnhof Charlottenburg gezeigt.
Eine Ultra-Gruppe von Fans der türkischen Nationalmannschaft hatte zuvor dazu aufgerufen, bei dem Viertelfinale den Wolfsgruß zu zeigen, nachdem ein Spieler der türkischen Nationalmannschaft nach dem Achtelfinale gesperrt wurde, weil er dort den Wolfsgruß gezeigt hatte.
Die Polizei beendete den Fanmarsch aufgrund der Vorfälle.
Quelle: Antifa Westberlin via X, Frankfurter Allgemeine vom 07.07.24, Sportschau vom 06.07.2024 & 08.07.24, TAZ vom 07.07.24, RechercheNetzwerk.Berlin via flickr -
Unzählige Wolfsgrüße bei EM-Spiel im Olympiastadion
06.07.2024 Bezirk: Charlottenburg-WilmersdorfIm Olympiastadion fand das Viertelfinale der Europameisterschaft im Fußball der Herren zwischen der Nationalmannschaft der Türkei und der der Niederlande statt, bei welchem unzählige Wolfsgrüße gezeigt wurden. Der Wolfsgruß ist ein Handzeichen türkischer Faschisten, die als "Graue Wölfe" bekannt sind. Unzählige Fans zeigten während des Abspielens der türkischen Nationalhymne oder bei Gruppenfotos vor dem Stadion den Wolfsgruß.
Eine Ultra-Gruppe von Fans der türkischen Nationalmannschaft hatte zuvor dazu aufgerufen bei dem Viertelfinale den Wolfsgruß zu zeigen, nachdem ein Spieler der türkischen Nationalmannschaft nach dem Achteilfinale gesperrt wurde, weil er dort den Wolfsgruß gezeigt hatte.
Quelle: Sport 1 vom 06.07.24 -
Verschwörungsideologischer Schweigemarsch durch Schöneberg
06.07.2024 Bezirk: Tempelhof-SchönebergEin verschwörungsideologische Schweigemarsch mit dem Namen "Meine Kinder geb ich nicht – wir gedenken den Opfern der gierigen Rüstungsindustrie, der unfähigen menschenverachtenden Politik, der einsam und würdelos Gestorbenen, der durch die Pandemie psychisch zerstörten, Kindergeneration, den Impfgeschädigten und aller vergessenen Opfer" [Anm.: Fehler im Original] zog durch Schöneberg . Auf der Demonstration wurde die Zeitung „Demokratischer Widerstand“ verteilt, die Verschwörungsmythen beinhaltet. Personen aus diesem Spektrum demonstrierten öfter mit Mitgliedern der extremen Rechten.
Quelle: Register Charlottenburg-Wilmersdorf -
Von Neonazis angegriffen und ausgeraubt
06.07.2024 Bezirk: Marzahn-HellersdorfAm Abend ist es in Hellersdorf zu einem Angriff durch maskierte Täter*innen gegen eine Person gekommen. Die beiden neonazistischen Angreifer*innen, die vermummt auftraten und Pfefferspray mit sich führten, sprangen aus einem Auto und attackierten unvermittelt die betroffene Person. Dabei entwendeten sie eine Tasche. Mit dem Diebesgut im Gepäck stiegen sie zu einem dritten Mittäter ins Auto ein und verschwanden. Im Vorfeld fand in der Region Hellersdorf eine antifaschistische Demonstration statt. Im Rahmen der Demonstration kam es bereits zu mehreren Bedrohungen gegen die Teilnehmer*innen sowie zu einem massivem Neonazi-Angriff bei der Anreise.
Quelle: Augenzeug*in -
Wolfsgruß am Mehringdamm gezeigt
06.07.2024 Bezirk: Friedrichshain-KreuzbergIm Rahmen der Fußball-EM wurde gegen 14:30 Uhr, aus einem mit mehreren Türkeiflaggen bestückten Auto auf der Kreuzung Mehringdamm/Gneisenaustraße, über einen längeren Zeitraum von einer Person sehr offensiv der Wolfsgruß aus der geöffneten Seitenscheibe heraus gezeigt.
Quelle: Bürger*innenmeldung -
Wolfsgrüße auf Fanmeile in Tiergarten
06.07.2024 Bezirk: MitteAuf der Fanmeile in Tiergarten wurden aus den Reihen türkischer Fans Wolfsgrüße gezeigt.
Quelle: Registerstelle Mitte -
Wolfsgrüße aus einem Auto in Mitte
06.07.2024 Bezirk: MitteIn der Glinkastraße in Mitte zeigten Personen den Wolfsgruß aus einem Auto.
Quelle: Registerstelle Mitte -
Wolfsgrüße in Mitte
06.07.2024 Bezirk: MitteAm Kapelle-Ufer in Mitte zeigten zwei Personen, die auf einem Moped fuhren, den Wolfsgruß.
Quelle: Bürger*innenmeldung -
Antimuslimisch-rassistische Benachteiligung im Geschäft in Mitte
05.07.2024 Bezirk: MitteIn einem Geschäft in Mitte wurden drei Kund*innen, von denen eine ein Kopftuch trug, von Mitarbeiterinnen herabwürdigend behandelt und nur wiederwillig bedient. Beim Verlassen des Ladens hörten die Kundinnen noch, wie sich die verkäuferinnen über sie rassistisch austauschten.
Quelle: Registerstelle Mitte -
Antimuslimisch-rassistische Diskriminierung in einer Schule in Mitte
05.07.2024 Bezirk: MitteIn einer Schule im Bezirk Mitte kam es zu einem Vorfall von antimuslimisch-rassistischer Diskriminierung. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Quelle: Registerstelle Mitte -
Antisemitische Aufkleber in Mariendorf entdeckt
05.07.2024 Bezirk: Tempelhof-SchönebergIn Mariendorf wurden antisemitische Aufkleber entdeckt, auf denen durchgestrichene Davidsterne abgebildet waren.
Quelle: Berliner Register -
Antisemitische Bedrohung in Berlin
05.07.2024 Bezirk: BerlinweitIn einem ICE nach Berlin wurde eine jüdische Person, die auf ihrem Laptop eine Präsentation antisemitismuskritischer Bildung vorbereitete, von ihrem Sitznachbarn völlig unvermittelt aggressiv angesprochen und für die Handlungen der israelischen Regierung verantwortlich gemacht.
Quelle: RIAS Berlin -
Antisemitische Pöbelei in Mitte
05.07.2024 Bezirk: MitteIn einer U-Bahn, die in Richtung der Fanmeile fuhr, wurde aus einer Gruppe junger Erwachsener „Ex oder Jude“ geschrien.
Quelle: RIAS Berlin -
Antisemitische Propaganda in Nord-Neukölln
05.07.2024 Bezirk: NeuköllnAn einem Wohnhaus in der Wildenbruchstraße wurde der Schriftzug "HIPSTER Juden VERGASEN" entdeckt.
Quelle: RIAS Berlin -
Antisemitischer Online-Vorfall in Berlin
05.07.2024 Bezirk: BerlinweitEine Institution erhielt eine antisemitische E-Mail.Quelle: RIAS Berlin -
Antisemitischer Online-Vorfall in Berlin
05.07.2024 Bezirk: BerlinweitEine Institution erhielt eine antisemitische E-Mail.Quelle: RIAS Berlin -
Aufkleber der "Jungen Nationalisten" in der Märkischen Allee und am Murtzaner Ring
05.07.2024 Bezirk: Marzahn-HellersdorfIn der Märkischen Allee und am Murtzaner Ring wurden zwei Aufkleber der "Jungen Nationalisten" entdeckt und entfernt, einer an einem Winterdienst-Schild und einer an einem Pfeiler.
Quelle: Augenzeug*in -
Aufkleber von "Der III. Weg" in Rudow
05.07.2024 Bezirk: NeuköllnIm Selgenauer Weg in Rudow wurde ein Aufkleber der extrem rechten Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und vollständig entfernt.
Quelle: hass-vernichtet.de -
Extrem rechte Propaganda am U-Bahnhof Rudow
05.07.2024 Bezirk: NeuköllnIn der Umgebung des U-Bahnhofes Rudow wurde eine Hakenkreuzschmiererei entdeckt. Auf einem Verkehrsschild klebte außerdem ein Aufkleber, der sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten und LGBTIQ* richtet. Abgebildet ist eine durchgestrichene Regenbogenflagge, das durchgestrichene Symbol von Hammer und Sichel sowie eine durchgestrichene antifaschistische Flagge.
Quelle: Register Neukölln