Schriftzüge gegen politische Gegner*innen in Köpenick-Nord
In der Mahlsdorfer Straße wurden an zwei Werbeplakaten der Schriftzug "Fuck Antifa" entdeckt.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
In der Mahlsdorfer Straße wurden an zwei Werbeplakaten der Schriftzug "Fuck Antifa" entdeckt.
Gegen 13:30 Uhr schläft eine offensichtlich obdachlose Person in der U-Bahn Höhe Hermannplatz/ Südstern. Eine einsteigende Frau beginnt den Mann lauthals zu beleidigen. Sie sprach daraufhin auch in abwertender und beleidigender Weise gegenüber der obdachlosen Person Mitreisende an, vermutlich um Zuspruch zu erhalten. Trotz der Aufforderung von Mitreisenden, die Beleidigungen zu unterlassen, pöbelte sie weiter bis sie ausstieg. Beim Aussteigen schrie sie nochmals beleidigende Worte in Richtung der obdachlosen Person und zeigte auf diese.
Eine Moschee im Ortsteil Tiergarten erhielt einen antimuslimisch-rassistischen Hassbrief. Der Umschlag enthielt verbrannte Koranseiten, Schweinefleisch und Fäkalien. Ähnliche Briefe wurden in Berlin und deutschlandweit an Moscheen verschickt.
Die Muradiye Moschee in Nord-Neukölln erhielt einen antimuslimisch-rassistischen Hassbrief. Neben einer Nachricht, die den Koran beschimpfte, waren in dem Umschlag auch Schweinefleisch, angebrannte Koranseiten und Fäkalien enthalten. Ähnliche Briefe wurden in Berlin und deutschlandweit an weitere Moscheen des türkischen Dachverbands DITIB verschickt.
Es wurde eine anti-Schwarze rassistische Diskriminierung dokumentiert. Auf Wunsch der Betroffenen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
In Charlottenburg wurde antisemitische Propaganda entdeckt.
In einer Landesbehörde kam es zu einer antiziganistischen Bedrohung durch eine*n Mitarbeiter*in. Das Datum und Details des Vorfalls wurden zum Schutz der Betroffenen anonymisiert.
Ein jüdischer Student wurde von zwei Mitstudenten israelbezogen antisemitisch beleidigt und bedroht. Zum Schutz des Betroffenen wurden Details des Vorfalls anonymisiert.
In Charlottenburg wurden die Wände einer Moschee mit Hakenkreuzen und Davidsternen beschmiert. Die Bedrohung der Gemeinde in Charlottenburg ereignete sich im Zusammenhang mit anderen ähnlichen Bedrohungen berlinweit, darunter auch Hassbriefe und -anrufe.
Am S-Bahnhof in Karow wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift "Nazizone" gefunden.
An der Ecke Eschachstraße und Gorkistraße in Tegel wurde ein extrem rechter Aufkleber mit der Aufschrift "Für Identität und Heimat" bemerkt und entfernt.
In der Simon-Bolivar-Straße wurden mehrere Hakenkreuze an einem Stromkasten entdeckt.
Am U-Bahnhof Parchimer Allee im Bezirksteil Britz wurden zwei Hakenkreuze entdeckt. Die Schmierereien wurden unkenntlich gemacht.
Ein Mensch aus Berlin berichtete einer Beratungsstelle von einem gewaltsamen Vorfall in Berlin mit LGBTIQ*-feindlicher Motivation. Zum Schutz von Betroffenen werden weitere Informationen nicht veröffentlicht.
Am Plänterwald wurde ein Aufkleber eines neonazistischen Onlinehandels gegen Linke entdeckt und entfernt.
Es wurde eine Diskriminierung an einer Schule dokumentiert. Zum Schutz der Betroffenen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
An Schaukasten der CDU am Ludolfinger Platz in Frohnau wurde von Unbekannten eine rassistische Schmiererei angebracht. Die Schlagworte "CDU = Islam" und "2015" verwiesen auf die Einwanderung von muslimischen Flüchtlingen im Jahr 2015 und machten die CDU dafür verantwortlich. Der Islam und muslimische Migrant*innen wurden zugleich pauschal abgewertet, weil sie als etwas Negatives dargestellt wurden. Der benachbarte Schaukasten des Bürgervereins Frohnau wurde von derselben Person mit dem Schriftzug "FUCK GRÜNE" beschmiert.
An die Hausfassade der Muradiye Moschee auf dem Kottbusser Damm in Nord-Neukölln wurden Hakenkreuze und Davidsterne geschmiert.
Am S-Bhf. Oberspree wurde der Schriftzug "Anti Antifa", sowie fünf Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "III. Weg" entdeckt.
Die Beratungsstelle "entschwört", die Beratungen zu Verschwörungsmythen im persönlichen Umfeld durchführt, wird seit mehreren Wochen durch Anrufer beleidigt und bedroht. Ein sogenannter "Shitstorm" der extremen Rechten thematisiert und diskreditiert die Beratungsstelle wiederholt in ihren Kanälen. Es ist davon auszugehen, dass diese Drohanrufe als Reaktion des Shitstorms durch die extreme Rechte erfolgten.
In Kreuzberg kam es zu einer antisemitischen Bedrohung im ÖPNV am Kottbusser Tor. Weitere Informationen werden nicht veröffentlicht.
Im Bezirk wurde eine antisemitische Bedrohung dokumentiert. Zum Schutz der Betroffenen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Im Grunewald wurde in der Nähe des Teufelssee ein Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt. Der Aufkleber, der auf einem Flyerkasten angebracht war, richtet sich auf antisemitische Weise gegen den Staat Israel.
In der U-Bahnstation Hermannplatz in Nord-Neukölln wurde eine antisemitische Schmiererei entdeckt.
Auf einer Kundgebung am Alexanderplatz mit zirka 50 Teilnehmenden wurde auf Schildern israelbezogener Antisemitismus verbreitet.
In der Konrad-Wolf-Str. wurde ein Aufkleber entdeckt, der sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten richtet. Der Aufkleber mit dem BFC-Logo zeigt eine Person, die eine andere Person brutal verprügelt. Weiter ist der Spruch "Good night left side" abgebildet.
Es wurde eine rassistische Diskriminierung an einer Schule dokumentiert. Zum Schutz der Betroffenen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
In einem Jugendclub für feministische Mädchen*arbeit in Pankow wurde erneut ein Aufkleber mit der Aufschrift "LGBTIQ-Wahnsinn stoppen" und einer durchgestrichenen Regenbogenfahne gefunden.
In der Grünauer Str. wurde ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.
An der Bushaltestelle Wolfmarsteig wurde ein Aufkleber eines neonazistischen Versandhandels sowie ein Aufkleber der JN entdeckt und entfernt.
Ein extrem rechter Sticker wurde an einer Laterne in der Carl-Schurz-Straße Ecke Marktstraße entdeckt. Darauf stand ''One people One Nation Stop Immigration Defend Europe'' (Ein Volk, eine Nation, Einwanderung stoppen, Europa verteidigen).
An die Hauswand einer Moschee in Moabit wurden von Unbekannten Hakenkreuze und antimuslimisch-rassistische Slogans geschmiert.
In der Nähe des S-Bhf. Baumschulenweg wurde ein Mann von zwei Jugendlichen erst homofeindlich beleidigt und dann geschubst.
An der Ecke Neuendorfer Straße /Oranienburger Tor wurde ein LGBTIQ*-feindlicher Aufkleber von Druck18 mit der Aufschrift " Gegen Gendern! Haltet unsere Sprache sauber!" entdeckt und entfernt.
An der Tram-Haltestelle Betriebshof Marzahn wurden zwei rassistische Aufkleber aus einem Versandhandel der extrem rechten "Identitären Bewegung" entdeckt und entfernt.
Im Welsekiez wurde nachmittags, gegen 15:30 Uhr eine 16-Jährige in Begleitung ihrer zwei jüngeren Geschwister von einem unbekannten Mann verfolgt und rassistisch beleidigt. Der Mann drohte damit, der Jugendlichen das Kopftuch wegzunehmen. Ein Passant beobachtete die Situation und griff in das Geschehen ein. Die Bedrohung und Verfolgung wurde zur Anzeige gebracht.
An einem Briefkasten an der Bushaltestelle Krahmerstraße/Stockweg wurden zwei rassistische Sticker entdeckt. Sie trugen den Schriftzug "White Lives Matter". Dies ist eine Parole der extremen Rechten. Sie wird als Slogan gegen die Anti-Rassismus-Bewegung "Black Lives Matter" genutzt.
Blumengestecke, die am Gedenkstein für die ehemalige Synagoge in Alt-Hohenschönhausen abgelegt wurden, wurden mutwillig zerstört und in das umliegende Gebüsch geworfen. Es handelte sich dabei um Blumengestecke, die von den BVV-Fraktionen in Gedenken an den 9. November 1938 dort abgelegt wurden.
Einen Aufkleber, der gegen sich Antifaschist*innen richtet, in dem der Schriftzug Antifa und das Logo mit einer Faust zerstört wird, wurde am Lichtenrader Damm entdeckt.
Bei der Fachstelle Soziale Wohnhilfe des Bezirksamtes Treptow-Köpenick wurde eine Schwarze Person von einem Security-Mitarbeiter mit den Worten: "Ihr denkt wohl 'ihr' habt hier Sonderrechte. Du stellst dich gefälligst an wie alle anderen auch. Da kannst du warten bis du schwarz wirst." bepöbelt.
In Neukölln wurde ein antisemitischer Vorfall dokumentiert. Zum Schutz der Betroffenen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.