Rassistische Beleidigung am Bahnhof Zoo
Am Nachmittag wurde eine junge Frau auf dem U-Bahnhof der U9 am Zoologischen Garten rassistisch beleidigt.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
Am Nachmittag wurde eine junge Frau auf dem U-Bahnhof der U9 am Zoologischen Garten rassistisch beleidigt.
Zwischen Kindern einer dritten Klasse kam es am Nachmittag zu einer Rangelei auf dem Schulhof. Dabei beleidigte ein Junge seine Mitschülerin mit dem N-Wort. Der Vorfall wird sozialpädagogisch aufgearbeitet.
In einer Schule im Bezirk Reinickendorf ereignete sich ein Vorfall von anti-Schwarzer rassistischer Diskriminierung. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Gegen 10:45 Uhr wurde eine 43-jährige Frau von einem Unbekannten in der U1 zwischen Hallesches Tor und Prinzenstraße unvermittelt mit dem Ellenbogen gegen den Bauch gestoßen und anschließend rassistisch beleidigt. Die Frau wehrte sich verbal und verließ die U-Bahn. Unterstützung von anderen Fahrgästen gab es nicht. Der Mann folgte ihr uns ließ erst von ihr ab, als Passant*innen sich einmischten. Der Mann konnte flüchten. Die gerufene Polizei nahm eine Anzeige aufgrund vorsätzlicher einfacher Körperverletzung auf. Der Bitte des Betroffenen das rassistische Motiv des Angriffs zur Kenntnis zu nehmen, folgte die Polizei nicht.
An der Tramhaltestelle Ribnitzer/Zingster Str. wurde ein rassistischer Aufkleber aus einem extrem rechten Onlineversand entdeckt und entfernt. Auf diesem war eine blonde Frau mit einer Reichsfahne abgebildet und der Slogan "Nix Yallah, Yallah! Hier wird Deutsch gesprochen!" in Frakturschrift.
Am S-Bahnhof Köpenick wurde ein Aufkleber der "Deutschen Patrioten mit Migrationshintergrund" entdeckt und entfernt. Auf der Internetseite dieser Gruppierung wird das Konzept des Ethnopluralismus propagiert. Das Konzept stammt aus der Neuen Rechten und ersetzt das Wort "Rasse" durch "Kultur". Kulturen seien demnach gleichwertig und dürfen nebeneinander existieren, doch eine Vermischung von Kulturen sei nicht gewünscht.
An der Bushaltestelle S-/U-Bhf Pankow / Granitzstraße wurde der Slogan "FCKAFA" gesprücht. Der Slogan richtete sich gegen Antifaschismus.
Es ereignet sich ein Angriff gegen einen Schüler aufgrund von antimuslimischem Rassismus. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Bei einer Behörde im Bezirk Mitte ereignete sich ein Vorfall von anti-Schwarzer rassistischer Diskriminierung. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
An der Wilmersdorfer Straße Ecke Pestalozzistraße rief ein Mann antisemitische Parolen. Eine Zeugin rief daraufhin die Polizei.
Vor einem Gebäude einer Hochschule wurde die Schmiererei „FCK ZIOS“ entdeckt und in der Volkswagenbibliothek wurden in einem Raum die Schriftzüge „FCKNZS“ und darunter „NZS = ZIONISM“ entdeckt.
Auf der Straße Unter den Linden kam es zu einer pro-palästinensischen Kundgebung mit etwa 50 Teilnehmenden. Während der Kundgebung setzte ein Redner das Handeln Israels mit der Verfolgung jüdischer Menschen durch die Nationalsozialisten gleich.
In Adlershof wurden insgesamt elf extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt.
In der Oberspreestr. wurden zwei rassistische und zwei LGBTIQ*-feindliche Aufkleber der extrem rechten Kampagne "1%" entdeckt und entfernt.
An der Haltestelle Freystadter Weg wurde ein LGBTIQ*--feindlicher Aufkleber der extrem rechten Kampagne "1%" entdeckt und entfernt.
In der Dörperfeldstr. wurden fünf Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt. Sie stammten aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18". Zudem wurde ein Aufkleber der extrem rechten Jugendorganisation "DJV" (Deutsche Jugend Voran) entdeckt und entfernt, der sich auf einem Plakat der LINKEN befand.
Auf der Langen Brücke wurden ein rassistischer und ein LGBTIQ*-feindlicher Aufkleber der extrem rechten Kampagne "1%" entdeckt und entfernt.
In Spindlersfeld wurden insgesamt vier extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt.
An der Haltestelle Köllnischer Platz wurde ein LGBTIQ*-feindlicher Aufkleber der extrem rechten Kampagne "1%" entdeckt und entfernt.
In der Oberspreestr. in der Nähe des S-Bahnhof Spindlersfeld wurde ein Aufkleber der Jugendorganisation des "III. Weg", der NRJ, entdeckt und entfernt.
An der Haltestelle Ottomar-Geschke-Str. wurden zwei rassistische Aufkleber gegen geflüchtete Menschen der extrem rechten Kampagne "1%" entdeckt und entfernt.
Am S-Bahnhof Prenzlauer Allee wurde ein Aufkleber von "GegenUni" entdeckt und entfernt. 'GegenUni' ist ein Projekt der Neuen Rechten, das versucht, theoretische Grundlagen für die neue Rechte zu erarbeiten und zu vermitteln.
In der Prenzlauer Allee wurden mehrere Aufkleber mit dem Slogan "FCK Antifa" (= Scheiß Antifaschismus) entdeckt und entfernt.
In Hellersdorf-Süd wurde diverse extrem rechte Propaganda gemeldet. Auf einem Parkordnungsschild des Kienbergparks war mit Edding ein Hakenkreuz angebracht, dieses wurde vor Ort der Polizei gemeldet. An mehreren Haustüren im Feldberger Ring wurde mit Edding „I (Herz) NS“ geschmiert. Zudem war in der Tollenseestraße Ecke Teterower Ring mit schwarzer Farbe eine große „1161“ auf eine Statue gesprüht worden. In der Lily-Braun-Straße wurde ein rassistischer Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei „Der III. Weg“ mit der Aufschrift „Deutschland den Deutschen“ gesehen und entfernt.
In der Fennstr. wurde ein LGBTIQ*-feindlicher Aufkleber entdeckt und entfernt. Der Aufkleber bezog sich auf die extrem rechte Kampagne "Stolzmonat".
Am S-Bahnhof Schöneweide wurde ein rassistischer Aufkleber der anti-muslimischen Bürgerbewegung Pax Europa entdeckt und entfernt.
Auf einem feststehenden Anhänger auf dem Gelände einer Schule in Charlottenburg wurde der neonazistische Zahlencode "1161" geschmiert, der für "Anti-Antifaschistische Aktion" steht.
Im U-Bahnhof Britz-Süd wurde ein Aufkleber gesichtet, der sich gegen antifaschistisch Engagierte richtet. Der Sticker wurde entfernt.
Schwarzen Kleinkinder wurden von einer Person in Pankow rassistisch beleidigt.
Ein zwölfjähriges Schwarzes Mädchen wurde von einem anderen Kind rassistisch beleidigt und körperlich angegriffen. Die beiden waren Mitschüler*innen, der Vorfall fand aber außerhalb der Schule statt.
An der Eingangstür des Jugendclubs "Schloss 19" wurden großflächig alle der dort klebenden linken und antidiskriminierenden Sticker erst zerkratzt und dann mit einem schwarzen Stift geschwärzt.
An der Bushaltestelle Lindhorstweg wurde am Fahrplan der Schriftzug "NRJ" entdeckt.
An der Ecke Weimarer Str./ Karl-August-Platz wurden mindestens 5 Plakate demokratischer Parteien mit politischen Botschaften beschmiert. Unter anderem wurde ein Plakat der Partei "Bündnis 90/Die Grünen" mit der Botschaft "Freispruch für Gruppenvergewaltigungen" beschmiert. Damit wird auf die rassistische Erzählung von Gruppenvergewaltigungen durch Migrant*innen in Deutschland angespielt.
An einer Neuköllner Schule werden Schüler*innen durch Lehrpersonal antimuslimisch rassistisch beleidigt. Zum Schutz der Betroffenen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Am Schild eines Friseursalons wurde ein Aufkleber gesehen und entfernt, der sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten richtete. Auf dem Aufklebern wurden ableistische und sozialchauvinistische Begriffe genutzt, um Antifaschist*innen abzuwerten.
An der Tramhaltestelle Ribnitzer Str./ Zingster Str. wurden erneut rassistische Aufkleber entdeckt und entfernt. An einem Mülleimer klebte ein Aufkleber, der die Abschiebung von "Talahons" forderte. Der Begriff "Talahon" kommt aus der Jugendsprache und war zu Beginn eine positive Selbstbezeichnung von migrantischen und migrantisierten Jugendlichen. Auf einem weiteren Aufkleber ist eine blonde Frau mit einer Reichsfahne abgebildet und der Slogan "Nix Yallah, Yallah! Hier wird Deutsch gesprochen!" in Frakturschrift. Beide Aufkleber stammen aus einem extrem rechten Online-Versandhandel.
In der Greifswalder Straße wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift "Heimat – Freiheit - Tradition" entdeckt und entfernt. Dieser Slogan wird von der extrem rechten "Identitäre Bewegung" genutzt.
Eine soziale Einrichtung in Lichterfelde erhielt antimuslimische, rassistische Propaganda per Brief. Außerdem klebte ein extrem rechter Sticker an der Einrichtung. Der Aufkleber stammt von einem extrem rechten Versandhandel.
In der Nehringstraße wurde eine Hakenkreuzschmiererei auf einer Beetumfassung entdeckt.
In der Plauener Straße wurde erneut ein extrem rechter und NS-verharmlosender Aufkleber entdeckt und entfernt. Auf diesem war ein Reichsadler abgebildet, der ein eisernes Kreuz hält, sowie eine schwarz-weiß-rote Fahne und der Slogan "Ich bin als Deutscher geboren und schulde der Welt einen Scheiß". Der Aufkleber stammte aus einem extrem rechten Onlineversandhandel.
Eine Radfahrerin wollte gegen 18:30 Uhr den Amorbacher Weg überqueren. Ein Mann stellte sich ihr in den Weg und pöbelte: "Absteigen, du Eule!" Dann schlug er ihr ins Gesicht. Schließlich rief er ihr drohend hinterher: "Gegen so ein Pack wie dich kann nur die AfD was tun!" Eine Passantin kam der Radfahrerin zur Hilfe. Anzeige wurde nicht erstattet.
Auf den Toiletten des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums wurden mehrere rassistische Aufkleber der extrem rechten Kampagne "1%" entdeckt und entfernt.
Am Hackeschen Markt fand eine Propagandaaktion eines extrem rechten Medienaktivisten statt. Der Aktivist ist für seine rassistischen und hetzenden Beiträge in den Sozialen Netzwerken bekannt. Bei der Propagandaaktion wurde ein pauschaler Zusammenhang zwischen Migrant*innen und Kriminalität behauptet.
An einem Mülleimer auf einem Spielplatz an der Uferpromenade der Müggelspree wurde ein rassistischer Aufkleber, der "Remigration" forderte, entdeckt und entfernt.
Auf der Pankeradweg-Brücke wurde ein Aufkleber der AfD-Brandenburg entdeckt, die folgenden Wortlaut enthält: "Remigration? Na klar!", der noch mit einer Illustration eines Flugzeuges versehen ist. Der Kampfbegriff "Remigration" entspringt seit einigen Jahren der extremen Rechten, insbesondere der sogenannten "Identitären Bewegung". Damit wird die Vertreibung eines Teils der deutschen Bevölkerung anhand rassistischer Kriterien gefordert.
Am U-Bahnhof Kaulsdorf-Nord wurde auf einem Schild ein Aufkleber entdeckt, der „Remigration“ propagierte.
An einer Einrichtung in Lichterfelde kam es zu einer rassistischen Sachbeschädigung. Dort hing ein Plakat mit Comicfiguren. Das Gesicht einer schwarzen Figur wurde mit weißer Farbe besprüht. Keine der anderen Comic-Figuren war beschmiert. Das Plakat wurde entfernt.
An der Mittelpunktbibliothek Alte Feuerwache wurde ein antisemitischer Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt.
In der Nossener Straße und im Park hinter dem U-Bahnhof Cottbusser Platz wurden mehrere Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei „Der III. Weg“ entdeckt und entfernt, u.a. ein Aufkleber mit der Aufschrift „Freiheit für […]“. Gemeint ist hier ein Mann, der in Österreich wegen nationalsozialistischer Aussagen verurteilt wurde.
Im Weitlingkiez wurden mehrere extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. In der Margaretenstraße wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift "FCK ANTIFA" gesehen. An der Bushaltestelle Münsterlandplatz klebten zwei Aufkleber mit einer Reichskriegsflagge und einer Reichsflagge. Am Tor einer Jugendfreizeiteinrichtung wurde ein Aufkleber aus einem extrem rechten Onlineversandhandel gefunden, der ein durchgestrichenes Antifa-Symbol zeigt.
In der Lückstraße wurden mehrere Sticker mit der Aufschrift "Keine Stimme für Parteien, die nicht wissen, was eine Frau ist" auf SPD- und Linken-Wahlplakaten entdeckt und entfernt. Auch in der Weitlingstraße wurden die Aufkleber an einem Stromkasten und an einem Altglascontainer gesehen und entfernt. Begleitend zur Bundestagswahl 2025 existiert eine transfeindliche Kampagne, die Kandidat*innen für die Bundestagswahl aufrief, auf einer Website zu veröffentlichen, wie sie "Frau" definieren. Ziel der Kampagne ist es, ein biologistisches und binäres Verständnis von Geschlecht zu propagieren. Dadurch wird die Existenz von trans Personen negiert. Die Sticker lassen sich in diese transfeindliche Stimmungsmache im Rahmen der Bundestagswahl einordnen.
Am Kraatz-Tränke-Graben in der Nähe vom Betriebsbahnhof Rummelsburg wurden mehrere Aufkleber entdeckt und entfernt, die sich gegen Gegner*innen der extremen Rechten richteten. Am Schild eines Spielplatzes wurde eine Aufkleber mit der Aufschrift "Love Animals, hate Antifa" entdeckt. An einem Mülleimer und einer Laterne wurden zudem Aufkleber gefunden, die auf sozialchauvinistische Weise Antifaschist*innen beleidigen, sowie ein Aufkleber mit einer Reichsflagge, einem Reichsadler und dem Spruch "Deutschland meine Heimat".