Aufkleber gegen Antifaschist*innen im Weitlingkiez
In der Weitlingstraße wurde auf Höhe eines Supermarktes ein gegen Antifaschist*innen gerichteter Aufkleber mit der Aufschrift "FCK Antifa" gemeldet.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
In der Weitlingstraße wurde auf Höhe eines Supermarktes ein gegen Antifaschist*innen gerichteter Aufkleber mit der Aufschrift "FCK Antifa" gemeldet.
In der Dörpfeldstr. wurden zwei Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt. Sie stammten aus einem neonazistischen Onlinehandel.
In der Altstadt Spandau, an der Ecke Mönchstraße / Breite Straße, wurde „DJV“ (Abkürzung der extrem rechten Gruppierung „Deutsche Jugend Voran“) an eine Wand geschrieben. Die Schrift wurde unkenntlich gemacht.
In der Spreestr. wurde ein Aufkleber der "Pariotischen Aktion" entdeckt und entfernt.
Am Elcknerplatz wurde ein LGBTIQ*-feindlicher Aufkleber der Kampagne "Stolzmonat" entdeckt und entfernt.
An der Haltestelle Bahnhofstr./ Seelenbinderstr. wurde ein Aufkleber entdeckt und entfernt, der für den "Kampf der Nibelungen" warb. Der "Kampf der Nibelungen" war die größte extrem rechte Kampfsportveranstaltung in Deutschland.
Die AfD Reinickendorf äußerte sich in einem Facebook-Post abwertend gegenüber einem Dragkurs für 13- bis 17-Jährige, der an der Kunstschule Atrium in Reinickendorf angeboten wurde. Im Post der "AfD" wird der Kurs als "ideologisches Experiment" abgewertet. Außerdem wurde die Eignung der Kursleitung pauschal angezweifelt. Durch die Nutzung des Begriffs Fetisch im Zusammenhang mit der dozierenden Person wurde ein queerfeindlicher Code bedient. Es wurde suggeriert, dass die kursleitende Person einen schlechten Einfluss auf Jugendliche ausübe und die Altersgerechtigkeit angezweifelt. Eine sogenannte "Frühsexualisierung" sowie eine pauschale Unterstellung von Pädosexualität sind gängige rechtskonservative Narrative über Menschen, die der LGBTIQ+-Community angehören.
Am Nachmittag beleidigte ein Mann ein Kind und seine Mutter in der S-Bahn am Bahnhof Baumschulenweg erst rassistisch und zeigte dann den Hitlergruß. Die Bahn fuhr nicht los bis ca. 10 Minuten später die Polizei kam und den Mann aus der Bahn holte. Auf Nachfrage erfuhr die Betroffene, dass andere Fahrgäste die Polizei gerufen hatte, weil der Mann bereits zuvor rassistische Parolen durch die Bahn gerufen hatte.
Auf einem Treppengeländer an der Dammbrücke in Alt-Köpenick wurde der rassistische Schriftzug "Deutschland den Deutschen" entdeckt.
Auf einen Mülleimer in der Nähe des U-Bahnhofs wurde eine rassistische Äußerung geschmiert.
Am S-Bahnhof Wartenberg wurde im Fußgängertunnel der neonazistische Zahlencode "1161" in gesprühter Form entdeckt.
Ein Mieter in einem Wohnhaus wurde durch einen Nachbarn seit 4 Jahren regelmäßig rassistisch beleidigt und belästigt. Beispielsweise rief der Nachbar "Scheiß Ausländer!" oder "Ihr gehört hier nicht her!". Auch Belästigungen und Beleidigungen per Anruf kamen regelmäßig vor und hatten oft antimuslimische Inhalte. Der Nachbar versuchte auch aktiv andere Menschen aus dem Haus in das Mobbing einzubinden.
Auf der Kolonnenstraße wurde ein Sticker entfernt, auf dem eine Karte von Israel und Palästina nur mit dem Wort "Palästina" überschrieben war. Dies wird als Aufruf zur Auslöschung Israels gewertet. Der Sticker wurde überklebt.
Auf der Stubenrauchbrücke wurde ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.
An der Kreuzung Straße am Flugplatz/ Arthur-Müller-Str. wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift "Schwarz weiß rote Jugend" entdeckt und entfernt.
In der Solmsstraße wurde eine Schmiererei gegen die politische Gegnerschaft entdeckt. An der Mauer zum Friedhof stand der Zahlencode 1161 ("Anti-Antifa").
In der Carl-Schurz-Straße wurde ein Aufkleber entdeckt, der für die jährliche Neonazi-Gedenkveranstaltung zur Bombardierung Dresdens im Februar warb. Die Luftangriffe auf Dresden vom 13.-15. Februar 1945 werden von extrem Rechten immer wieder instrumentalisiert, um die Verbrechen des NS zu relativieren.
An einer Laterne in der Barutherstraße / Ecke Mehringdamm wurde ein "Fuck Antifa"-Sticker entfernt.
In einer Bar am Nordbahnhof wurde das antisemitische Graffiti "Fuck Zionism" entdeckt.
In der Edisonstr. wurden zwei Aufkleber entdeckt und entfernt, die Antifaschist*innen in entmenschlichender Form als "Zecken" bezeichneten.
An einer Tafel eines Restaurants in der Berliner Straße wurde ein eingeritztes Hakenkreuz entdeckt.
Rund um den Friedrich-Kayßler-Weg in Gropiusstadt wurden mehrere Sticker des extrem rechten Online-Radios "Kontrafunk" gesichtet und entfernt.
In der Hasselwerderstr. wurden zwei Aufkleber entdeckt und entfernt, die Antifaschist*innen in entmenschlichender Form als "Zecken" bezeichneten.
An der Haltestelle Karlshorster Str. wurde ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen sowie ein LGBTIQ*-feindlicher Aufkleber der Kampagne "Stolzmonat" entdeckt und entfernt.
In der Nähe eines Supermarktes am Bahnhof Rudow wurde ein Aufkleber der Jugendorganisation der extrem rechten Kleinstpartei „Der III. Weg“ entdeckt. Die Jugendorganisation nennt sich „Nationalrevolutionäre Jugend" (NRJ). Der Sticker titelte „Vaterland. Erbe & Schicksal.“
In einem Aufzug wurden die Fahrstuhlwände erneut großflächig mit Hakenkreuzen und mit dem extrem rechten Zahlencode "88" beschmiert.
An der Ecke Drakestraße und Goerzallee wurden zwei extrem rechte Sticker entdeckt. Einer der Aufkleber stammte von dem extrem rechten Verein "Ein Prozent" und richtete sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten. Ein weiterer Sticker ist über einen extrem rechten Versandhandel zu erhalten. Er bezeichnete Antifaschist*innen in entmenschlichender Form als "Zecken". Die Sticker wurden unkenntlich gemacht.
Im Rhodeländerweg in Rudow wurde ein Aufkleber gesichtet und entfernt, der sich gegen antifaschistisches Engagement richtete.
Eine asiatisch gelesene Frau und ihr Freund wurden im U-Bahnhof Bundestag von einem älteren Mann asiatisch-rassistisch beleidigt.
In der Carmerstraße in Charlottenburg wurde eine Schmiererei entdeckt, die den muslimischen Glauben schwulenfeindlich beleidigt.
In der Ribnitzer Straße wurden auf der Rückseite eines Supermarktes erneut zwei verschiedene Aufklebermotive der extremen Rechten gefunden und entfernt. Einmal wurde eine NS-verherrlichende "Reichsflagge" in Kombination mit dem Spruch "Gott mit uns" verklebt und einmal ein Motiv der extrem rechten "EinProzent"-Kampagne.
Im Fußgängertunnel am Helene-Weigel-Platz wurde mit schwarzer Farbe ein Hakenkreuz geschmiert.
In der Nähe der Kreuzung Dörpfeldstr./ Adlergestell schrie ein oberkörperfreier Mann aus einer Wohnung eine Frau aus transfeindlicher Motivation an.
In Oberschöneweide wurden im Gebiet zwischen Spree, Kottmeierstr., Edisonstr. und Zeppelinstr. ca. 170 extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Darunter waren viele Aufkleber gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten sowie Aufkleber in den Farben schwarz-weiß-rot.
In Niederschöneweide rund um die Hasselwerderstr., Schnellerstr., Hainstr., Kupferkamp und Helga-Hahnemann-Str. wurden ca. 130 extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Darunter waren viele Aufkleber gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten sowie Aufkleber in den Farben schwarz-weiß-rot.
Eine der Regenbogenbänke am Innsbrucker Platz wurde mit schwarzer Farbe überschmiert.
An der Ecke Preußenallee/Heerstraße wurde an einem Stromkasten eine Schmiererei der neonazistische Zahlencode „1161“ (=„Anti-Antifaschistische Aktion“) entdeckt.
In einer Schule in Lichterfelde-West wurde ein Sticker entdeckt, der sich gegen Antifaschist*innen richtete. Der Aufkleber stammte aus einem extrem rechten Versandhandel.
In der Guntherstraße wurde auf einer Hauswand der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt.
In der Wartenbergstraße wurde an einem Verkehrsschild ein gegen Antifaschist*innen gerichteter Aufkleber der extremen Rechten gefunden und entfernt. Auf dem Motiv stand "FCK Antifa".
In Neukölln hat sich eine antifeministische Sachbeschädigung ereignet. Zum Schutz der Betroffenen werden keine weiteren Angaben gemacht.
In der Schierker Straße in Nord-Neukölln wurde eine antimuslimisch-rassistische Schmiererei entdeckt.
Auf dem jüdischen Friedhof in der Großen Hamburger Straße im Ortsteil Mitte wurde eine Gedenktafel zerstört.
An einem Bankautomaten am Stuttgarter Platz wurde eine antisemitische Schmiererei entdeckt. Neben den Worten "International Geldautomat" wurde ein "Fick Juden" mit schwarzem Edding geschmiert. Viele antisemitische Verschwörungserzählungen behaupten fälschlicherweise, dass jüdische Menschen eine wichtige Rolle im internationalen Bankensystem einnehmen würden.
In der Hasselwerderstr. wurden vier Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt, die diese in entmenschlichender Form als "Zecken" bezeichneten.
In der Franz-Mett-Straße wurden erneut drei extrem rechte Aufkleber aus einem Rechtsrockversand entdeckt und entfernt. Das Motiv "Überklebt Du Zecke" richtete sich gegen Antifaschist*innen, Anarchist*innen und Kommunist*innen/Sozialist*innen und betitelt diese in entmenschlichender Form als "Zecken".
Der Aufkleber stammte vom Rechtsrocklabel "Rock-o-Rama Records". Dieses Label war in den frühen 1980er Jahren ein bedeutender Vertrieb für deutschen und finnischen Punk und später für Rechtsrock. Mitte der 1990er Jahre wurde Rock-O-Rama vom Bundesamt für Verfassungsschutz als europaweit größter Hersteller und Vertrieb extrem rechter Musik bezeichnet.
In Oberschöneweide rund um die Wilhelminenhofstr. und Edisonstr. sowie in den angrenzenden Straßen wurden insgesamt ca. 35 Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt. Darunter war viele Aufkleber auf denen Antifaschist*innen in entmenschlichender Weise als "Zecken" bezeichnet wurden.
Im Müggelschlößchenweg wurde ein Aufkleber der extrem rechten Partei "Die Heimat" entdeckt und entfernt.
Am S-Bahnhof Schönhauser Allee wurde ein Mann LGBTIQ*-feindlich beleidigt.
In der Wisbyer Straße wurde an dem Büro der Partei DIE LINKE ein LGBTIQ*feindlicher Aufkleber entdeckt und entfernt. Der Aufkleber hatte eine durchgestrichene Regenbogenfahne als Abbildung.
In der Schlüterstraße wurde die Schmiererei "FCK ZIONZS" an einem Fensterrahmen entdeckt. Bei "ZIONZS" (ausgeschrieben Zionazis) handelt es sich um eine Gleichsetzung von Zionist*innen und den Verbrecher*innen des Nationalsozialismus.
In der Konrad-Wolf-Straße Ecke Wriezener Straße wurde auf einem orangenen Mülleimer der Berliner Stadtreinigung der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt.
Als eine Person ein Restaurant in Charlottenburg mit ihrem Hund betrat, äußerte sich eine mitarbeitende Person mit den Worten “Sie haben Ihr eigenes Essen, ich meine, einen Hund, mitgebracht”. Die betroffene Person führt diese respektlose Aussage auf antiasiatisch-rassistische Bilder zurück.
Die Restaurantleitung entschuldigte sich anschließend schriftlich und kündigte an diesen Vorfall intern nachzubereiten.