Anti-Antifa-Schmiererei in Gesundbrunnen
An einer Bushaltestelle im Theodor-Heuss-Weg im Ortsteil Gesundbrunnen wurde die Schmiererei "Fck Antifa" gefunden und übermalt.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
An einer Bushaltestelle im Theodor-Heuss-Weg im Ortsteil Gesundbrunnen wurde die Schmiererei "Fck Antifa" gefunden und übermalt.
Im Park am S-Bahnhof Spindlersfeld wurde an einem Schild ein Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt.
In der Jafféstraße in Westend wurde ein Aufkleber mit dem Slogan "Love Football Hate Antifa" entdeckt und entfernt. Im nahegelegenen Mommsenstadion wurden zusätzlich Aufkleber der Jugendorganisation der neonazistischen Partei „Die Heimat" (früher: NPD), der "JN", entdeckt.
Auf dem hinteren Teil des Zentralfriedhofs Friedrichsfelde wurden auf einem Bauschutt-Container zwei rassistische "Remigration"-Schriftzüge in gelber Farbe gemeldet. Ebenfalls in gelber Farbe stand dort auch "AfD".
An der Tramhaltestelle der M8 in der Allee der Kosmonauten Ecke Rhinstraße wurde ein in schwarzer Farbe aufgemalter, neonazistischer Zahlencode in Form einer "1161" gemeldet.
Auf der nordöstlichen Seite hinter dem Frankfurter Tor wurden an Pollern mehrere Sticker aus einem extrem rechten Onlinehandel entfernt. Auf einem stand in Frakturschrift "Deutschland meine Heimat", im Hintergrund die Farben der Reichsflagge und ein Adler in der Mitte; auf dem anderen stand "Make Germany White Again", im Hintergrund die Farben der Deutschlandfahne und am unteren Rand waren drei "Eiserne Kreuze" abgebildet.
Auf einem Spielplatz in der Plönzeile wurde ein Hakenkreuz entdeckt.
An der Kreuzung Tabbertstr./ Nalepastr. ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt. Auf einem Aufkleber wurden diese in entmenschlichender Form als "Zecken" bezeichnet. Zudem richtete sich der Aufkleber zusätzlich gegen queere Menschen.
An der Hobrechtsfelder Chaussee/Ecke Wiltbergstraße, gegenüber dem ehemaligen Regierungskrankenhaus der DDR, wurden mehrere Aufkleber der extrem rechten Kleinstpartei „Der III. Weg“ entdeckt. Die Aufkleber werben gezielt um neue Mitglieder und rufen dazu auf, sich der Partei anzuschließen.
In einer S-Bahn in Lichtenberg-Nord kam es zu einem rassistischen Vorfall. Ein männlicher Fahrgast beleidigte andere Mitreisende mit der Äußerung „Ebola aus Afrika“ und untermalte dies mit einer abwertenden Kotzmimik. Die meldende Person verließ die S-Bahn am S-Bahnhof Storkower Straße.
Am Pfingstsamstag veranstaltete der Bezirksverband der Partei "Alternative für Deutschland" (AfD) vier Infostände. Sie befanden sich am Wilhelmsruher Damm am Märkischen Zentrum, am S Bahnhof Tegel in der Buddestraße sowie auf der Heinsetraße in Waidmannslust. Dort wurde die "AfD"-Zeitung "Blauer Bote" in der Ausgabe "Frühling 2026" verteilt.
In einem Artikel der Zeitung wird das Bild eines vermeintlichen ungebremsten Stroms an Migrant*innen nach Berlin bedient. Dies wird in einen Zusammenhang gebracht mit einer Zunahme von Kriminalität, sexuellen Übergriffen und der Überlastung von Behörden. Zudem werden in einem weiteren Artikel Personen aus dem Ausland verantwortlich gemacht für zunehmende "Bandenkriege" in Berlin. Damit werden Narrative bedient, die rassistischen und geflüchtetenfeindlichen Erzählungen folgen, welche dazu geeignet sind, nicht weiße Personen pauschal als Bedrohung darzustellen. Die Inhalte können daher als rassistisch eingeordnet werden.
Vor der amerikanischen Botschaft am Pariser Platz hielten vier Reichsbürger*innen eine "Mahnwache" ab. Dabei zeigten sie Reichsfahnen.
Am Wuhleskatepark in Marzahn wurden ein mit schwarzer Farbe angebrachter Schriftzug der Neonazi-Kleinstpartei „III. Weg“ sowie ein Anti-Antifa-Aufkleber entdeckt. Solche Propaganda dient der Selbstdarstellung extrem rechter Akteur*innen und richtet sich gegen politische Gegner*innen. Der Schriftzug wurde nicht entfernt.
Auf dem Edelhofdamm und am Ludolfinger Platz wurden erneut mehrere Sticker der neonazistischen Kleinstpartei "Der Dritte Weg" entdeckt und teilweise überklebt. Die Sticker richteten sich gegen politische Gegner*innen und machten Werbung für die extrem rechte Partei.
Erneut gab es einen massiven Angriff auf schwule Männer im Volkspark Friedrichshain. Eine Gruppe von 15 jungen Männern (ca. 16-22 Jahre alt) hat gezielt angegriffen.
Ein Zeuge hatte beim Spazierengehen Schreie aus dem Park gehört und die Tat beobachtet. Er verständigte die Polizei und sprach von einer koordnierten Attacke. Die Angreifer haben mit Taschenlampen gezielt Menschen gesucht, sie auf Wege und Straßen getrieben und körperlich angegriffen.
Weitere Zeugen beobachteten, wie sechs bis sieben Jugendliche an der Ecke Büschingstraße / Friedenstraße einen homosexuellen Mann angriffen und ihm das Jochbein brachen. Die Zeugen alarmierten den Notruf und halfen dem Verletzten.
Die massiven Angriffe ereigneten sich gegen 23:45 Uhr. Als die Polizei eintraf, waren die Angreifer bereits geflohen.
Auf dem Bahnsteig des S-Bahnhofs Köpenick wurden zwei Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt. Ein Aufkleber enthielt rassistische Inhalte, der andere einen Gewaltaufruf gegen Antifaschist*innen.
Hinter dem Forum Köpenick wurde ein weiterer Aufkleber der Partei mit einem Gewaltaufruf gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.
In der Rummelsburger Bucht und auf der Marie-Curie-Allee wurden mehrere neonazistische Aufkleber entdeckt und entfernt. Auf den Motiven standen der Slogan "Make germany great again", der gegen politische Gegner*innen gerichtete Spruch "Mir stinken die Linken" und die antimuslimisch bzw. rassistisch motivierte Forderung "Talahons abschieben!".
Am Eingang des Goldmannpark wurde ein Aufkleber gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten entdeckt und entfernt. Der Aufkleber bildete u.a. einen Wehrmachtssoldaten ab.
An der Rolltreppe am S-Bahnhof Westend wurde einer extrem rechter Aufkleber mit der Aufschrift "kontrolliert die Grenzen - nicht das Volk" entdeckt und entfernt. Der Slogan wurde von extrem rechten Akteuren, wie der Partei "Die Heimat" (ehemals "NPD") und der extrem rechten "Identitären Bewegung" geprägt. Er verband vor allem während der Corona-Pandemie Kritik an Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie mit der Ablehnung von Geflüchteten.
In der Prenzlauer Allee wurde das Kürzel "D3W" gesprüht. Das Kürzel steht für die extrem rechte Partei "Der III. Weg".
In der Behmstraße wurde ein Hakenkreuz an einem Verkehrsschild entdeckt und überklebt.
In der Nacht kam es zu einem homofeindlichen Angriff in der Karl-Marx-Straße in Neukölln. Die drei Betroffenen wurden erst von zwei unbekannten Personen homofeindlich beleidigt und dann mit Reizgas besprüht. Die Angreifenden ergriffen danach die Flucht.
Auf dem Nachbarschaftsportal "nebenan.de" kam es im Zuge eines Posts, zu einer Schließung eines Restaurants in Charlottenburg, zu einer schwulenfeindlichen Beleidigung. Als ein Nutzer die Schließung bedauernd kommentierte und meinte, dass er dort immer gern mit seinem Freund essen war, beleidigte ihn ein anderer mehrfach schwulenfeindlich.
An der Bushaltestelle Krankenhaus Köpenick/ Besuchereingang in der Salvador-Allende-Str. wurde der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt und entfernt.
An einem Briefkasten im Baumschulenweg wurden zwei Aufkleber aus einem extrem rechten Versandhandel, die sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten richteten, entdeckt und entfernt. Auf einem der Aufkleber wurden diese und in einem zusätzlichen Schriftzug entmenschlichend als "Zecken" bezeichnet. Außerdem richtete sich einer der Aufkleber gegen queere Menschen.
In der Karower Chaussee wurde ein Aufkleber entdeckt, auf dem die Reichskriegsflagge sowie eine vermummte Person zu sehen sind, die den „White-Power“-Gruß zeigt. Die Reichskriegsflagge dient in der extrem rechten Szene häufig als Ausdruck einer demokratiefeindlichen Gesinnung.
An der Fußgängerampel in der Wiltbergstraße wurde ein Aufkleber mit einer Reichskriegsflagge und den Buchstaben „APR“ entdeckt. Die Reichskriegsflagge dient in der extrem rechten Szene häufig als Ausdruck einer demokratiefeindlichen und nationalistischen Haltung.
Im Rahmen einer privaten Einmietung kam es in einem Jugendclub in der Seelenbinderstr. zu einer Sachbeschädigung. An einer Wand wurde der Schriftzug "HEIL HITLER" entdeckt. Der Jugendclub war in der Vergangenheit vermehrt Anfeindungen durch die extreme Rechte ausgesetzt.
Am Eingang der Kleinen Schwimmhalle in der Wuhlheide wurde der Schriftzug "FUCK ANTIFA" entdeckt.
An einem Stromkasten in der Mahlsdorfer Str. Nähe Wongrowitzer Steig wurde der Schriftzug "Links/Grün Fotzen" entdeckt.
Auf der Köpenicker Chaussee wurde ein gegen Antifaschist*innen gerichteter Aufkleber der extremen Rechten mit der Aufschrift "FCK Antifa" entdeckt und entfernt.
An einem Bauzaun am Nöldnerplatz wurde zudem ein trans-feindlicher Aufkleber gefunden und entfernt.
Auf zwei Stickern einer extrem rechten Kampagne wurde die Freilassung von vier verurteilten extrem rechten Straftäter*innen gefordert. Die Sticker wurden an der Warschauer Brücke angebracht.
An einen Mülleimer an der Andreasstraße Ecke Am Ostbahnhof wurde ein Hakenkreuz gemalt.
Als ein Handwerker bei einem Einsatz in Charlottenburg-Nord in der Wohnung einer Frau arbeitete, beleidigte diese ihn zunächst mehrfach rassistisch. Als er daraufhin die Wohnung verlassen wollte, sperrte die Frau ihn ein und bedrohte ihn mit einem Reizstoffsprühgerät. Erst als der Chef des Handwerkers der Frau mit der Polizei gedroht hatte, ließ sie ihn frei. Später äußerte sie sich im Beisein der Polizei abermals mehrfach rassistisch gegenüber dem Handwerker.
In einem Bus, der an der Bushaltestelle "Cranachstraße" hielt und zum Walther-Schreiber-Platz fuhr, zeigte eine Person wiederholt den Hitlergruß. Dabei schrie die Person immer wieder "Sieg Heil".
An der Nachtbushaltestelle wurde ein Mann von einem anderen Mann homofeindlich beleidigt und dann gegen den Kopf geschlagen.
Im Tiergarten wurde ein queeres Paar von zwei Männern angepöbelt, unautorisiert gefilmt und LGBTIQ*feindlich beleidigt.
In der Dorotheenstraße in Mitte schrie ein Mann zwei vor der Humboldt-Uni sitzende queere Studenten an und beleidigte sie LGBTIQ*-feindlich. Unter anderem behauptete er, dass sie "dumme Tunten" und "Stricher" seien und "einen reichen Mann suchen" würden.
Am S-Bahnhof Lankwitz wurde ein LGBTIQ*-feindlicher Aufkleber entdeckt und entfernt. Dieser zeigte durchgestrichene Regenbogenflaggen und titelte: "Pädophile bekämpfen, schützt unsere Kinder". Hierbei handelt es sich um eine gezielte Desinformationskampagne, die queere Menschen in Verbindung mit sexualisierter Gewalt oder Kindesmissbrauch stellen soll.
In der Radickestr. wurden fünf rassistische Aufkleber aus einem extrem rechten Onlinehandel entdeckt und entfernt.
Auf dem Bahnsteig des S-Bahnhofes Lankwitz äußerten Personen einer ca. siebenköpfigen Gruppe aus jungen Männern rassistische und NS-verherrlichende Pöbeleien. So machten sich die jungen Männer u.a. über Abschiebungen lustig. Weiterhin nahmen sie in Witzen Bezug auf neonazistische Codes (u.a. zur Zahl 88, welche für "Heil Hitler" steht). Keine der umstehenden Personen griff ein oder sprach die Gruppe an.
An der Tramhaltestelle S-Bahnhof Greifswalder Straße wurde der Zahlencode "1161" entdeckt. Dieser richtet sich gegen Antifaschismus.
Am Rudolfplatz wurde ein Sticker aus einem extrem rechten Onlinehandel entdeckt und entfernt. Auf dem Sticker stand auf schwarz, rot, goldenen Hintergrundfarben "MAKE GERMANY GREAT AGAIN".
An einem Verkehrsschild in der Bachstraße in Mahlsdorf wurde ein Sticker mit der Aufschrift „Linker Lump, zur praktischen Arbeit“ aus einem extrem rechten Versandhandel entdeckt und entfernt. Der Aufkleber vermittelt die Botschaft, dass bestimmte Gruppen – hier politische Gegner*innen – weniger wert seien und „zur Arbeit gezwungen“ werden müssten.
Rund um den Boxhagener Platz, zwischen Warschauer Straße und Ostkreuz wurde mehrfach das verbotene NS-Symbol "Wolfsangel" in den Farben schwarz, rot und weiß geschmiert
Das Gedenkgraffiti für Eugeniu Botnari am Eugeniu-Botnari-Platz wurde mit schwarzer Farbe zerstört.
Eugeniu Botnari (* 1982; † 20. September 2016 in Berlin) wuchs in Moldau auf. In Berlin hatte er keinen festen Wohnsitz und kam bei Freund:innen und Verwandten unter. Er wurde vom Filialleiter eines Supermarktes in Lichtenberg nach dem Vorwurf eines Ladendiebstahls aus rassistischen, antiziganistischen und sozialchauvinistischen Motiven so schwer verprügelt, dass er in der Folge daran verstarb.
An der Bushaltestelle Hopfenweg in Rudow wurden vier anti-antifaschistische Aufkleber entdeckt und entfernt. Auf dem Sticker war sehr klein folgendes Zitat des italienischen Sozialisten Ignazio Silone abgebildet: "Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: 'Ich bin der Faschismus.' Nein, er wird sagen: 'Ich bin der Antifaschismus'". Silone floh vor dem italienischen Faschismus ins Exil und hatte auch eben jenen Faschismus vor Augen als er diese Warnung aussprach.
In der Damerowstraße wurden mehrere Aufkleber des extrem rechten Online-Versandhandels „Sturmzeichen-Versand“ mit der Aufschrift „Lesen, lieben, kämpfen“ entdeckt und überklebt.
Ebenso wurden mehrere Aufkleber mit dem Slogan "Freiheit für alle politischen Gefangenen" entdeckt und abgemacht. Auf dem Aufkleber waren vier inhaftierte extrem rechte Personen abgebildet.
Am S-Bahnhof Greifswalder Straße wurde an einem Güterwagon, der dort schon seit mehreren Wochen steht, eine Hakenkreuz-Schmiererei entdeckt. Zusätzlich gab es den Zahlencode "1161" (= Anti-Antifaschistische Aktion).
Auf einem Grünanlagen-Schild am Westeingang zu dem Sommerbad Staaken-West wurde eine Hakenkreuzschmiererei entdeckt. Es wurde berichtet, dass die Schmiererei unkenntlich gemacht wurde.
Der Bezirksverband der Partei "Alternative für Deutschland" veranstaltete in der Gorkistraße einen Infostand. Dort wurde die "AfD"-Zeitung "Blauer Bote" in der Ausgabe "Frühling 2026" verteilt.
In einem Artikel der Zeitung wird das Bild eines vermeintlichen ungebremsten Stroms an Migrant*innen nach Berlin bedient. Dies wird in einen Zusammenhang gebracht mit einer Zunahme von Kriminalität, sexuellen Übergriffen und der Überlastung von Behörden. Zudem werden in einem weiteren Artikel Personen aus dem Ausland verantwortlich gemacht für zunehmende "Bandenkriege" in Berlin. Damit werden Narrative bedient, die rassistischen und geflüchtetenfeindlichen Erzählungen folgen, welche dazu geeignet sind, nicht weiße Personen pauschal als Bedrohung darzustellen. Die Inhalte können daher als rassistisch eingeordnet werden.
Auf einer Baustellenbake in der Nähe der Massantebrücke in Rudow wurde der neonazistische Zahlencode "1161" (=Anti-antifaschistische Aktion) gesichtet und unkenntlich gemacht.
In der Bölschestr. wurde an einem Mülleimer der neonazistische Zahlencode "1347" entdeckt und entfernt.