Schmiererei gegen Antifaschismus in Weißensee
Vor einer Schule in der Buschallee wurde der Zahlencode „1161 Connection“ entdeckt. Dabei handelt es sich um einen Zahlencode, der sich gegen Antifaschismus richtet.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
Vor einer Schule in der Buschallee wurde der Zahlencode „1161 Connection“ entdeckt. Dabei handelt es sich um einen Zahlencode, der sich gegen Antifaschismus richtet.
Am Wittenbergplatz wurde eine antisemitische Schmiererei entdeckt, in der Israel als „Terrorstaat“ bezeichnet wird.
Am Spekteweg wurden am Vorgartenzaun eines Jugendzentrums, das Jugendlichen mit den unterschiedlichsten Hintergründen und Erfahrungen Sozialberatung, Gruppenaktivitäten, Sportangebote usw. anbietet, zwei Aufkleber entdeckt. Auf einem der Aufkleber stand: „Go Woke Go Broke“. Dieser Slogan wird häufig von US-amerikanischen rechtskonservativen Gruppen benutzt. Dort wird „woke” als abwertender politischer Begriff verwendet, um Engagement gegen Rassismus, Sexismus und Queerfeindlichkeit negativ darzustellen.
Der weitere Aufkleber trug die Aufschrift „Antidemokratische Waschlappen“ und richtete sich auch in seiner Bildsprache gegen Antifaschist*innen.
Im Koeltzepark wurden zwei Aufkleber an verschiedenen Seiten im Park entdeckt. Einer davon trägt die Aufschrift „Zecken-Jagt-Kommando Deutschland 49“ entdeckt. Der Aufkleber überklebte einen antifaschistischen Aufkleber.
Ein weiterer teilweise entfernter Aufkleber trug den Schriftzug „Freiheit für alle politischen Gefangenen!“ und zeigt vier Fotos sowie die Namen von Personen aus der extrem rechten Szene. Einer von ihnen wurde unter anderem wegen nationalsozialistischer Aussagen zu einer Freiheitsstrafe verurteilt.
In der Peetzseestr. wurde ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.
In der Klutstr. wurden drei Aufkleber eines neonazistischen Onlinehandels sowie ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.
An der Tram-Haltestelle "Prerower Platz" wurde ein LGBTIQ*-feindlicher Aufkleber der Neonazipartei "Der III. Weg" gemeldet. Auf dem Motiv stand die Parole "LGBTQ brechen - Natürliche Familien fördern!".
In der Randowstraße Ecke Vincent-van-Gogh-Straße wurde ein gegen politische Gegner*innen gerichteter "FCK Antifa"-Aufkleber gefunden.
Außerdem wurde in der Vincent-van-Gogh-Straße Ecke Seehausener Straße ein Aufkleber mit einer schwarz-weiß-roten Reichsflagge als Motiv entdeckt.
Ca. 15 polnische extreme Rechte der "Bewegung des Schutzes der Grenzen" hielten am Gedenkort für die polnischen Opfer im 2. Weltkrieg in der Straße des 17. Juni eine Kundgebung ab und wollten dort ungenehmigt ein großes Holzkreuz errichten. Dabei kam es zu Gerangel mit der Polizei und einer Festnahme als die Polizei die Aufstellung verhinderte.
In der Rummelsburger Straße Ecke Archenholdstraße wurde ein Aufkleber aus einem Neonaziversand entdeckt und entfernt. Auf dem Motiv war die LGBTIQ*-feindliche Parole "Gender mich nicht voll" abgebildet.
In der Zillepromenade wurde auf einem Infokasten ein NS-verherrlichendes Aufklebermotiv aus einem Neonaziversand gefunden und entfernt. Darauf war die Parole "Deutsches Reichsgebiet" in Kombination mit einem Reichsadler und einer schwarz-weiß-roten Reichsflagge zu sehen. Daneben klebte auch noch ein bereits entfernter, aber noch zu lesender Naziaufkleber mit der rassistischen Aufschrift "One nation, one people, stop immigration, defend europe!".
In der Gustav-Adolf-Straße wurde ein Aufkleber entdeckt. Der Inhalt des Aufkleber äußerte sich rassistisch gegenüber Palästinenser*innen.
In Schöneberg-Süd in der Naumannstr. 81 wurde eine rassistische Schmiererei mit der Aufschrift „No Hindu“ entdeckt und noch nicht entfernt.
Im Aufzug eines Nachbarschaftshauses in Wilmersdorf wurde eine rassistische Schmiererei entdeckt. Auf einem Plakat für ein Beratungsangebot für Geflüchtete wurde "Schmaretzer" geschmiert. Gemeint ist das Wort "Schmarotzer", welches häufig als Beleidigung gegenüber Geflüchteten verwendet wird.
Auf dem Arndtplatz wurden erneut rassistische Schriftzüge auf Bänken und einem Mülleimer entdeckt, darunter die Parolen "Ausländer raus!", "K***SCHWEINE verpisst EUCH!", "ISLAM = TERROR" und "Fuck Linke".
Die vom Projekt StoP - Stadtteile ohne Partnergewalt Ende letzten Jahres am Springbrunnen am Mehringplatz aufgestellte StoP-Bank mit der Botschaft „Hier ist kein Platz für Gewalt an Mädchen und Frauen“, wurde beschädigt. In die Bank wurden mehrere Hakenkreuze geritzt, sowie die völkischen Parolen „Ehre, Stolz“ und weitere, nicht eindeutig erkennbare Schmierereien angebracht.
Am 19.06.26 wurde die Bank von Mitarbeiter*innen abgeschliffen und neu bemalt.
An der Fassade eines Jugendclubs in der Seelenbinderstr. wurden ein Hakenkreuz, Sig-Runen, der Zahlencode "88" sowie das Kürzel "NS" entdeckt. Der Jugendclub war bereits in der Vergangenheit mehrfach Anfeindungen durch die extreme Rechte ausgesetzt.
In der Rhinstraße - nördlich vom S-Bahnhof Friedrichsfelde - wurde eine Schmiererei der neonazistischen Jugendorganisation "Nationalrevolutionäre Jugend" ("NRJ") der Mutterpartei "Der III. Weg" entdeckt. Über eine Werbung für eine Cannabis-Messe wurde in schwarzer Farbe der Schriftzug "Kampfsport statt Drogen - NRJ" getaggt.
An der Kreuzung Nalepastr./ Helmholzstr. wurde an einem Straßenschild der Schriftzug "FCK ANTIFA" und an einer Laterne der Schriftzug "FCK 161" entdeckt.
In der Nalepastr. wurde zudem ein Aufkleber mit der Aufschrift "Patriotische Aktion" entdeckt und entfernt.
Gegen 13:30 Uhr warfen am Urbanhafen drei Kinder einen Gehweg-Pflasterstein in das offene Zelt einer obdachlosen Person. Die Person wurde nicht verletzt, der Stein verfehlte sein Ziel.
In der Markgrafenstraße wurden die Schmierereien "FCK KIKES" an einem Laternenpfal und "KILL ALL KIKES!" nahe eines Einkaufsladens in der Rudi-Dutschke-Straße unkenntlich gemacht.
"Kike" ist eine ethnische Beleidigung, die sich gegen Jüdinnen*Juden richtet.
Rund um den Sollmannweg in Gropiusstadt wurden mehrere extrem rechte Aufkleber gesichtet und entfernt. Ein Aufkleber propagierte „Make Germany great again“, ein weiterer richtete sich mit dem Slogan "Gegen den Linksterror" und einer Faust, die das Logo der "Antifaschistischen Aktion" zerschlägt, gegen antifaschistisches Engagement.
An verschiedenen Orten wurden extrem rechte Aufkleber entdeckt. Diese befanden sich u. a. am S-Bahnhof Pankow, in der Neumannstraße und Arnold-Zweig-Straße. Die Aufkleber hatten u. a. die Slogan "FCK Grüne" (Tramhaltestelle S-/U-Bahnhof Pankow), "Hart.Sauber.Gesund" ("III. Weg" / Neumannstraße Ecke Elsa-Brandström-Straße), "Der III. Weg" (Neumannstraße Ecke Greta-Garbo-Straße) sowie die Sprüherei "NRJ AREA".
In der Nähe des U-Bahnhofs Zwickauer Damm in Gropiusstadt wurde ein Aufkleber eines extrem rechten Versandhandels entdeckt und entfernt. Darauf wurde "Antifa verbieten!" gefordert.
Im Vorbeilaufen wurde das Gespräch zweier älterer Männer (ca. Mitte 40 bis 50 Jahre alt) in der Atzpodienstraße akustisch wahrgenommen. Einer der Männer äußerte sich dabei lautstark mit den Worten: „Die scheiss Antifa, die können ja heutzutage nur Inzest betreiben und dich als Nazi beschimpfen, wenn du ne Meinung hast“. Es folgten weitere Aussagen ähnlichen Inhalts.
Am Steinberg Ecke Heinersdorfer Straße wurde ein transfeindlicher Aufkleber mit der Aufschrift „Es gibt nur zwei Geschlechter“ entdeckt und entfernt. Der Aufkleber zeigte eine zerrissene Pride-Flaggen.
In der Rathausgalerie an der Breiten Straße wurde eine nicht-binäre Person diskriminiert. Bei der Bestellaufnahme wurde die Person zunächst unwissentlich misgendert. Nachdem sie darauf hingewiesen hatte, dass sie als nicht-binäre Person angesprochen werden möchte, reagierte die Bedienung mit Lachen und bezeichnete die Person als „verrückt“. Auch nachdem die betroffene Person erklärte, dass Misgendern eine Form der Diskriminierung darstellt, wurde sie erneut ausgelacht und als „verrückt“ bezeichnet.
An der Endhaltestelle der Buslinie X21 Quickborner Straße wurde ein extrem rechter Aufkleber u.a. mit einer schwarz-weiß-roten Reichsflagge und Botschaften gegen politischer Gegner*innen entdeckt.
Im U-Bahnhof Wilmersdorfer Straße wurde der neonazistischte Zahlencode "8814" entdeckt. Der Zahlencode ist die Verbindung der extrem rechten Zahlencodes „14“, für das rassistische Bekenntnis der „Fourteen Words“, und „88“ als Code für „Heil Hitler“.
Vor dem Gebäude des Robert-Koch-Instituts am Nordufer in Wedding hielten etwa 10 Personen aus der verschwörungsideologischen Szene eine Kundgebung ab. Die Mahnwache forderte die "Aufarbeitung" der Corona-Pandemie. Dabei wurde ein Bild eines NS-Verbrechers, das während der Nürnberger Ärtzteprozesse aufgenommen wurde, gezeigt
Ein Träger der Wohnungslosenhilfe erhielt eine rassistische Mail. Der Vorfall wurde zeitlich sowie inhaltlich anonymisiert.
Am Abend des 15. Juni 2026 rief ein alkoholisierter Mann am S-Bahnhof Nöldnerplatz lautstark rassistische und migrationsfeindliche Parolen, darunter „Scheiß K*nack*n“ und „Scheiß Ausländer“. Im Anschluss versuchte der Mann, die Scheiben des dortigen Wartebereichs an der Bushaltestelle zu zerschlagen, was ihm jedoch nicht gelang.
Am Kiezladen "WaMa" im Kosmosviertel wurde ein rassistischer Aufkleber der extrem rechten Partei "Die Heimat" entdeckt und entfernt.
In der Nähe des S-Bahnhofes Greifswalder Straße wurde ein Aufkleber mit dem Slogan "Love Football hate Antifa" entdeckt und entfernt.
In der Buschallee wurde ein Aufkleber der extrem rechten Organisation "Ein Prozent" entdeckt und entfernt. Der Inhalt des Aufklebers ist rassistisch.
An dem Schloßparkausgang Siegfriedstraße sowie Siegfriedstraße Ecke Rolandstraße wurden ein extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Dieser trug den Schriftzug „Freiheit für alle politischen Gefangenen!“ und zeigte vier Fotos sowie die Namen von Personen aus der extrem rechten Szene. Bei einigen der abgebildeten Personen handelt es sich um verurteilte Holocaustleugner*innen. Der Aufkleber wird über einen extrem rechten Versandhandel vertrieben.
In der Damerowstraße wurde ein extrem rechter Aufkleber angebracht. Dieser trägt den Schriftzug „Freiheit für alle politischen Gefangenen!“ und zeigt vier Fotos sowie die Namen von Personen aus der extrem rechten Szene. Bei einigen der abgebildeten Personen handelt es sich um verurteilte Holocaustleugner*innen. Der Aufkleber wird über einen extrem rechten Versandhandel vertrieben.
Auf einer Laterne auf dem Bahnsteig des S-Bahnhofs Südende in Steglitz waren mehrere Hakenkreuze eingeritzt. Zusätzlich waren dort Hakenkreuze mit Farbe geschmiert worden.
Unter der Brücke über den Britzer Verbindungskanal in der Baumschulenstr. wurde ein Hakenkreuz entdeckt und entfernt.
An einer Hauswand in der Friedrichstraße Ecke Hedemannstraße wurde der Spruch "BIG UP HAMAS" (Respekt für die Hamas) angebracht. Das S war als Hakenkreuz dargestellt.
In der Müggelheimer Str. wurde an einer Hausfassade der NS-verherrlichende Zahlencode "1347" entdeckt.
Nachdem eine Person an der Bushaltestelle "Volkspark Wilmersdorf" nicht in Fußball-Fangesänge für das deutsche Team einstimmte, wurde die Person entmenschlichend als "Zecke" und "links-versifft" beleidigt.
Eine Frau wurde beim Joggen in der Hermann-Blankenstein-Straße rassistisch bedroht. Nach Angaben der Betroffenen schrie ein unbekannter Mann sie zunächst an und zeigte dabei auf ihre Kufiya. Da sie Kopfhörer trug, verstand sie den Inhalt der Rufe zunächst nicht. Als sie auf die Beleidigungen reagierte, wurde der Mann zunehmend aggressiv. Er lief ihr mit geballten Fäusten hinterher und drohte ihr mit Schlägen. Erst als eine Familie mit Fahrrädern hinzukam, ließ der Mann von der Betroffenen ab.
Am Nachmittag wurde eine PoC von einem entgegenkommenden Mann in der Eschenbachstr. in rassistischer Weise nachgemacht. Dabei verwendete der Täter auch das N-Wort.
Eine Schwarze Frau wurde am Abend in einem Lokal in Mitte von einem anderen Gast rassistisch beleidigt.
Am Kissingenplatz wurde ein Aufkleber eines extrem rechten Onlineversandhandels entdeckt und entfernt. Auf dem Aufkleber war eine Abbildung eines Wehrmachtssoldaten sowie der Slogan "Opa war kein Nazi".
Auf dem Pasedagplatz wurde ein Aufkleber eines (extrem) rechten Onlineversandhandels entdeckt und enfernt. Dieser trug den Slogan "Make germany great again".
Vor dem Alleecenter und am Storchenhof Center wurden im Laufe des Tages Infostände der Neonazipartei "Die Heimat" (ehemals NPD) gemeldet. Es waren jeweils drei Neonazis vor Ort, die Propagandamaterialien an Bürger*innen verteilten und um Unterstützungsunterschriften für einen Wahlantritt der "Heimat" bei den Berliner Abgeordnetenhauswahlen im September 2026 warben.
Ein extrem rechter Youtuber streamte live die Demonstration „Gegen die digitale Aufrüstung der Polizei! Keine biometrische Massenüberwachung und KI-Fahndung durch Palantir & Co“, die um 14:00 Uhr an der Warschauer Straße zum Oranienplatz startete. Immer wieder wurde vom Streamer die friedliche Demo potentiell gewaltvoll dargestellt und Eskalationen heraufbeschworen. Zudem wurde ebenfalls nicht wahrheitsgemäß behauptet, dass nur unter Polizeischutz gefilmt werden konnte. Scheinbar als Reaktion auf eine Unterhaltung von Viewern im Chat, wurde der Stolzmonat kurz positiv thematisiert. Dabei handelt sich um eine bundesweite LGBTIQ*-feindliche extrem rechte Kampagne.
Beim Schöneberger Nachbarschaftsfest kam eine Frau an den Stand einer Organisation, die sich für Integration einsetzt, und äußerte rassistische Beleidigungen. Sie forderte unter anderem, dass „Ausländer raus müssen“, und erklärte, sie traue sich „aus Angst vor ausländischen Männern“ nicht mehr aus dem Haus.
Um den Leopoldplatz wurden zwei rassistische Aufkleber, die "Remigration" forderten, entdeckt und entfernt.
Vor der amerikanischen Botschaft am Pariser Platz hielten fünf Reichsbürger*innen eine "Mahnwache" ab. Dabei zeigten sie Reichsfahnen.
Bei der Arbeit wurde im Ortsteil Mitte ein Mann von einem Kunden antiasiatisch-rassistisch beleidigt.