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Vorfalls-Chronik


Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.

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Glossar
  • Massive Bedrohung gegen Antifaschisten in Hohenschönhausen

    28.02.2025 Bezirk: Lichtenberg

    In Hohenschönhausen wurde auf dem Gelände einer Schule, sowie im Umfeld in den Straßen und an einem Jugendclub Plakate angebracht, auf denen ein Jugendlicher mit Foto, Namen, Telefonnummer und Adresse als "Linksradikaler" bezeichnet wird. Diese Art von "Outing-Steckbrief" ist Teil von sogenannten "Anti-Antifa"-Aktivitäten und soll Betroffene öffentlich diffamieren, sie einschüchtern und Angst verbreiten.

    Quelle: Lichtenberger Register
  • Neonazistischer Zahlencode in Rudow

    28.02.2025 Bezirk: Neukölln

    Entlang des Rad- und Fußweges, zwischen der Autobahn und dem Teltowkanal, in der Nähe der Rudower Straße, wurde auf einer Mauer der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt. Der Code steht für "Anti-Antifaschistische Aktion".

    Quelle: Register Neukölln via Signal
  • Rassistische Beleidigung im U-Bhf. Schönleinstraße

    28.02.2025 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    Ende Februar / Anfang März 2025 kam es zu einer muslimfeindlichen Situation am U-Bhf. Schönleinstraße. Eine Frau wartete darauf, in die eingefahrene U8 einzusteigen. Ein Mann mittleren Alters rempelte sie beim Aussteigen an und beleidigte sie muslimfeindlich.

    Es handelt sich um eine Nachmeldung aus dem Monat Juli, das genaue Datum war der Melderin nicht mehr in Erinnerung.

    Quelle: Bürger*inmeldung
  • "Sieg Heil"-Rufe im U-Bahnhof Hellersdorf

    28.02.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf

    Gegen 23:40 Uhr schrie ein Mann auf dem Bahnsteig des U-Bahnhof Hellersdorf wiederholt die verfassungsfeindliche Parole "Sieg Heil". Die Polizei konnte den 42-Jährigen im Bereich einer nahegelegenen Straßenbahnhaltestelle festnehmen. Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts übernahm die weiteren Ermittlungen.

    Quelle: Polizeimeldung Nr. 0523 vom 01.03.2025
  • Sticker gegen politische Gegnerschaft am Frankfurter Tor

    28.02.2025 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    Am Frankfurter Tor wurde gegen 07:00 Uhr ein Sticker eines rechten Onlinehandels entfernt. Auf diesem befanden sich durchgestrichene Antifa-Symbole und die Aufschrift „Antifaschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen“.

    Quelle: Berliner Register
  • Strukturelle Benachteiligung in Friedrichshain

    28.02.2025 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    Es fand ein Vorfall struktureller Benachteiligung in Friedrichshain statt. Weitere Informationen werden zum Schutz der Person nicht veröffentlicht, zudem wurde das Datum geändert.

    Quelle: QueerHome*
  • Antisemitische Propaganda in Mitte

    27.02.2025 Bezirk: Mitte

    Unterhalb einer Gedenktafel für eine jüdische Person in der Max-Beer-Straße im Ortsteil Mitte wurde eine antisemitische Schmiererei entdeckt.

    Quelle: RIAS Berlin
  • Antiziganismus auf Arbeitsstelle

    27.02.2025 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    Auf einer Arbeitsstelle verbreitet eine Person Sterotype, antiziganistische Klischees. Weitere Informationen werden zum Schutz der Person nicht veröffentlicht.

    Quelle: Amaro Foro / DOSTA
  • Erneut Schmierereien am Schäfersee in Reinickendorf-Ost

    27.02.2025 Bezirk: Reinickendorf

    Am Schäfersee im Ortsteil Reinickendorf wurden erneut extrem rechte Schmierereien entdeckt und unkenntlich gemacht. Es war unter anderem die Aufschrift "Antifa = Ihr seid kaputt + krank im Kopf!" zu lesen. Dieselbe Person hatte dort in den letzten Monaten immer wieder ähnliche Texte hinterlassen.

    Quelle: Meldung einer Einzelperson
  • Extrem rechte Aufkleber in Marzahn-Mitte

    27.02.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf
    In der Hohensaatener Straße wurde ein extrem rechter Aufkleber entdeckt, der sich mit dem Slogan „Aus Anne wird Frank, das ist doch krank“ gegen LGBTIQ*-Menschen richtet. Auf dem Platz vor der Tramstation S-Bahnhof Marzahn wurde zudem ein NS-verherrlichender Aufkleber mit der Aufschrift „Heil Deutschland“ entfernt.
    Quelle: Register Marzahn-Hellersdorf / Augenzeug*in
  • Extrem rechter Aufkleber in Buch

    27.02.2025 Bezirk: Pankow

    An der Kreuzung Alt-Buch/Wiltbergstraße wurde ein Aufkleber mit dem Wortlaut: Revolte gegen die Moderne“ entdeckt, der eine Anlehnung an das Werk von Julius Evola, einem faschistischen Denker darstellte. Evola propagierte eine Ablehnung der modernen Werte und Institutionen zugunsten einer romantisierten, autoritären Gesellschaftsordnung, die oftmals mit extrem rechten und faschistischen Ideologien in Verbindung gebracht wird. Der Slogan verkörperte eine aggressive und gegen die Moderne gerichtete Haltung und kann daher als Ausdruck einer rückwärtsgewandten, antidemokratischen Weltanschauung verstanden werden, die das faschistische Erbe von Evola ehrte.

    Quelle: [moskito] Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus - für Demokratie und Vielfalt
  • Extrem rechter Aufkleber in Wartenberg

    27.02.2025 Bezirk: Lichtenberg

    Auf dem Vorplatz des S-Bahnhofs Wartenberg wurde an einem Straßenschild ein Aufkleber aus einem extrem rechten Online-Versand entdeckt und entfernt. Er titelte "Unser Leben" und zeigte u.a. eine Person mit einer schwarz-rot-goldenen Sturmhaube.

    Quelle: Lichtenberger Register
  • Lesung der extremen Rechten in Wilmersdorf

    27.02.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    In einem Lokal an der Bundesallee in Wilmersdorf fand am Abend eine Lesung eines extrem rechten Autors und Aktivisten der "Identitären Bewegung" (IB) statt. Zur Zeit des Vorfalls war er ein prominenter Vertreter der sogenannten "Neuen Rechten". Er las an dem Abend aus seinem Buch "Remigration". In dem Buch propagiere er nach Angaben des ZDF millionenfache Abschiebungen von Personen mit Migrationshintergrund, auch mit deutscher Staatsangehörigkeit, wenn sie nicht hinreichend assimiliert seien. Dieses Kriterium kann als rassistisch eingeordnet werden, da es den Betroffenen anhand ethnischer und ethnisierender Kritierien ihr Recht auf die freie Entfaltung ihrer Persönlichkeit abspricht.

    Etwa 50 Personen aus verschiedenen rechten bis extrem rechten Kreisen nahmen an der Veranstaltung teil. Trotz Geheimhaltung und kurzfristigem Ortswechsel der Veranstaltung fanden sich vor dem Lokal etwa 100 Gegendemonstrierende ein.

    Quelle: Register CW, X, tagesspiegel vom 28.02.2025, nd vom 28.02.2025, zdf heute vom 23.03.2024
  • LGBTIQ*-feindliche mangelnde Unterstützung eines Lehrers in Moabit

    27.02.2025 Bezirk: Mitte

    Ein Lehrer in einer einer Schule in Moabit war 2023 wegen seiner Homosexualität monatelang von Schüler'innen gemobbt, beschimpft und beleidigt worden. Er beklagt außerdem Mobbing und falsche Vorwürfe durch eine Kollegin im Jahr 2024 sowie mangelnde Unterstützung durch Schulleitung, Schulaufsicht und Bildungsverwaltung bis in die Gegenwart. Am 10. Februar 2025 war ihm durch einen Mitarbeiter der Schulaufsicht mitgeteilt worden, dass die Schulaufsicht die Vorwürfe gegen den Lehrer nach so langer Zeit nicht zweifelsfrei bewerten könne. Der Mitarbeiter hatte in diesem Brief aber auch erneut Vorwürfe gegen den Lehrer wiederaufgenommen, die auf den falschen Aussagen der Kollegin beruht hatten und von denen der Lehrer 2024 bereits gerichtlich freigesprochen worden war. Nun erhielt der Lehrer vom selben Mitarbeiter erneut ein Schreiben, in dem seine Beschwerden und seine Forderung an die Schulaufsicht, gegen die Schulleitung tätig zu werden und sie zur Rehabilitation seiner Person zu veranlassen, zurückgewiesen wurden. Stattdessen wurde er in dem Schreiben auch aufgefordert, keine weiteren pressewirksamen Aktionen zu unternehmen, die "den Schulfrieden beeinträchtigen könnten". Ihm wurde gedroht, mit seiner "Flucht in die Öffentlichkeit" würde er Gefahr laufen, "möglicherweise Dienstpflichten" zu verletzen. Der gemobbte Lehrer ist seit längerem krank geschrieben. Auch seine Bitte um Versetzung an eine andere Schule war abgelehnt worden.

    Quelle: Arbeitsgemeinschaft Schwule Lehrer in der GEW Berlin, Märkische Oderzeitung vom 03.02.2025, rbb24 vom 26.06.2025, Die Zeit vom 16.07.2025
  • Rassistischer Aufkleber in Adlershof

    27.02.2025 Bezirk: Treptow-Köpenick

    In der Anna-Seghers-Str. wurde ein rassistischer Aufkleber gegen geflüchtete Menschen aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18" entdeckt und entfernt.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Wieder rassistischer Aufkleber in Tegel

    27.02.2025 Bezirk: Reinickendorf

    In der Buddestraße in Tegel wurde ein rassistischer Aufkleber entdeckt und entfernt. Auf dem Sticker stand "Remigration jetzt sofort! Heimat bewahren". Außerdem machte er Werbung für ein rechtes Musiklabel.

    Quelle: Meldung einer Einzelperson
  • Anti-Antifa-Sticker in Schöneberg-Nord

    26.02.2025 Bezirk: Tempelhof-Schöneberg

    Auf der Bülowstraße wurde ein Sticker von "fckantifa.de", der sich gegen Kommunismus und Antifa richtete, entdeckt und entfernt.

    Quelle: Register Tempelhof-Schöneberg
  • Aufkleber gegen Antifaschist*innen in Adlerhof

    26.02.2025 Bezirk: Treptow-Köpenick

    In der Thomas-Müntzer-Str. wurden ca. 32 Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt. Sie stammten aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Extrem rechte Aufkleber in Hellersdorf-Nord

    26.02.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf

    In der Nähe der Kastanienallee und dem Alice-Salomon-Platz wurden mehrere extrem rechte Aufkleber entdeckt und teilweise entfernt. Diese enthielten unter anderem eine „Schwarze Sonne“ oder den Slogan „Anti-Antifa“.

    Quelle: Register Marzahn-Hellersdorf / Augenzeug*in
  • Extrem rechter Aufkleber im Weitlingkiez

    26.02.2025 Bezirk: Lichtenberg

    In der Irenenstraße wurde an einem Fallrohr ein Aufkleber aus einem extrem rechten Onlineversand mit der Aufschrift "Heimat. Freiheit. Tradition" entdeckt und entfernt.

    Quelle: Lichtenberger Register
  • Extrem rechter Aufkleber in Alt-Hohenschönhausen

    26.02.2025 Bezirk: Lichtenberg

    In der Konrad-Wolff-Straße Ecke Degener Straße wurde an einem Straßenschild ein Aufkleber aus einem extrem rechten Versandhandel entdeckt und entfernt. Auf dem Aufkleber war eine Person, die eine Sturmhaube in schwarz-weiß-rot trägt, mit einem Schild auf dem "Heimat verteidigen" steht, abgebildet.

    Quelle: Lichtenberger Register
  • Extrem rechter Aufkleber in Marzahn-Mitte

    26.02.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf
    Am S-Bahnhof Mehrower Allee wurde ein Aufkleber aus einem extrem rechten Onlinehandel mit dem Slogan „Sport Frei“ entdeckt und entfernt.
    Quelle: Register Marzahn-Hellersdorf / Augenzeug*in
  • Extrem rechter Aufkleber in Marzahn-Süd

    26.02.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf
    An der Tramhaltestelle Springpfuhl wurde ein Aufkleber aus einem extrem rechten Onlinehandel entdeckt. Er trug die Aufschrift „Deutsche Jugend Voran“.
    Quelle: Register Marzahn-Hellersdorf / Augenzeug*in
  • Extrem rechte und rassistische Aufkleber im Allendeviertel

    26.02.2025 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Im Müggelschlößchenweg, in der Alfred-Randt-Str. und an der Haltestelle Erwin-Bock-Str. wurden insgesamt vier extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Zwei der Aufkleber waren rassistisch, einer richtete sich gegen Antifaschist*innen und einer enthielt die Aufschrift "Deutsche Zone". Alle Aufkleber stammten aus neonazistischen Onlinehandeln, einer davon war von "Druck18".

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • NS-Verharmlosung bei Veranstaltung in Charlottenburg

    26.02.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    In der Bibliothek des Konservatismus in Charlottenburg fand ein Vortrag zum Thema „Zwischen Reich und Republik – Geschichte der deutschen Nachkriegsrechten“ statt. Der Redner gilt als bekannter Vertreter der "Neuen Rechten", Mitgründer des inzwischen geschlossenen extrem rechten Instituts für Staatspolitik und Autor mehrerer Bücher im extrem rechten Antaios-Verlag.

    Im Vortrag bezog sich der Redner u. a. auf Nachkriegsumfragen, in denen ein Teil der westdeutschen Bevölkerung das NS-Regime als „im Prinzip nicht schlecht“ bewertete, und nutzte eine verkürzte Deutung dieser Aussagen als „unpolitisch“ und auf eine angebliche „Friedenszeit“ bezogen, ohne darauf hinzuweisen, dass diese Aussagen und die Einrdonung als "unpolitisch" und auf eine "Friedenszeit bezogen" bereits damals als Problem dargestellt wurden. Dadurch konnte der Eindruck entstehen, soziale oder wirtschaftliche Aspekte könnten vom NS-System getrennt werden, obwohl Verfolgung, Entrechtung, Zwangsarbeit und Gewalt zentrale Bestandteile waren und auch die Grundlage für vermeintlich positive Aspekte wie weniger Arbeitslosigkeit bildeten.

    Darüber hinaus wurden anhaltende NS-Zustimmungen als Randphänomen einzelner Personen dargestellt. Dies kann als verharmlosend bewertet werden, weil dadurch die nachgewiesenen offenen Zustimmungen zum NS und den NS-Verbrechen ignoriert werden. Die sachlich wirkende Geschichtserzählung des Referenten erzeugte einen neutralen Eindruck, kann jedoch durch Auslassung und fehlende Einordnung eine verharmlosende Deutung und Normalisierung des Nationalsozialismus begünstigen.

    Quelle: Register CW
  • Rassistischer Aufkleber in Friedrichshagen

    26.02.2025 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Am Eingang des evangelischen Friedhof Friedrichshagen in der Aßmannstr. wurde am Schild mit den Öffnungszeiten ein rassistischer Aufkleber der extrem rechten Kampagne "1%" entdeckt und entfernt.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Anti-Antifa-Sticker in Mariendorf

    25.02.2025 Bezirk: Tempelhof-Schöneberg

    Ein Sticker mit der Aufschrift "FCK ANTIFA" wurde auf dem Mariendorfer Damm in Höhe eines Drogeriemarkts verklebt. Auf dem Sticker war außerdem sehr klein das Zitat des italienischen Sozialisten Ignazio Silone zu lesen: "Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: 'Ich bin der Faschismus.' Nein, er wird sagen: 'Ich bin der Antifaschismus.'" Silone floh vor dem italienischen Faschismus ins Exil und hatte auch eben jenen Faschismus vor Augen als er diese Warnung aussprach.

    Quelle: Register Tempelhof-Schöneberg
  • Antimuslimischer Rassismus in einer Schule im Bezirk Mitte

    25.02.2025 Bezirk: Mitte

    Jugendliche Schüler*innen an einer Schule im Bezirk Mitte wurden beim Beten außerhalb der Unterrichtszeit von Lehrkräften unterbrochen und ihnen wurde das Beten in der Schule auch außerhalb der Unterrichtszeit untersagt.

    Quelle: Bürger*innenmeldungen
  • Antisemitischer Vorfall in Schöneberg

    25.02.2025 Bezirk: Tempelhof-Schöneberg

    Es ereignete sich ein antisemitischer Vorfall. Zum Schutz der betroffenen Personen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.

    Quelle: RIAS Berlin
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