Anti-Schwarze rassistische Pöbelei am U-Bahnhof Alexanderplatz
Am U-Bahnhof Alexanderplatz wurde eine Schwarze Familie von einem weißen Mann rassistisch mit "Deutschland den Deutschen!" angepöbelt.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
Am U-Bahnhof Alexanderplatz wurde eine Schwarze Familie von einem weißen Mann rassistisch mit "Deutschland den Deutschen!" angepöbelt.
An einer Bushaltestelle wurde eine Person durch einen anderen Fahrgast als „Jüdin“ und „Zionistin“ beschimpft.
In der Bornholmer Straße in Gesundbrunnen wurde die antisemitische Schmiererei "Kindermörder Israhell" entdeckt. Mit der Bezeichnung Israels als "Kindermörder" wird auf antisemitische Ritualmordlegenden angespielt.
An der Tramhaltestelle S-Bahnhof Schöneweide im Sterndamm wurden zwei Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt.
Im Weitlingkiez wurde eine Person im Umfeld ihres Wohnorts und im Beisein ihrer Kinder von einer Frau im Vorbeigehen erneut als „scheiß linke Zecke“ beschimpft. Der Begriff "Zecke" wird von der extremen Rechten abwertend gegenüber Linken benutzt.
Auf dem Weg vom U-Bahnhof Cottbusser Platz zum Auerbacher Ring wurden zwei extrem Rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Sie enthielten den rassistischen Slogan „White Lives Matter", sowie „Freiheit für […]“. Gemeint ist hier ein Mann, der in Österreich wegen nationalsozialistischer Aussagen verurteilt wurde. Im Kastanienboulevard wurde zudem ein Aufkleber in Reichsfarben mit dem Slogan „Kein Verbot für schwarz-weiß-rot“ entfernt.
In der Halle des S-Bahnhofs Köpenick wurde ein Aufkleber von "GegenUni" entdeckt und entfernt. 'GegenUni' ist ein Projekt der Neuen Rechten, das versucht, theoretische Grundlagen für ein rechtes Lager zu erarbeiten und zu vermitteln.
Bei der Unterführung in der Stadthausstraße wurde an einem Verkehrsschild ein Aufkleber aus einem extrem rechten Versandhandel entdeckt und entfernt. Er trug die Aufschrift "Leiden ohne zu klagen" und zeigte Abbildungen von Männern in verschiedenen Kontexten, wie im Kampfsport, als Bauarbeiter, oder bei einer Demonstration mit Deutschlandfahnen und Sturmhauben. Diese Darstellung soll ein extrem rechtes Männlichkeitsideal propagieren, das von körperlicher sowie emotionaler Härte, Disziplin und "Kampfgeist" geprägt ist.
In der Drakestraße wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift "Heimat, Freiheit, Tradition" entdeckt und entfernt. Der Aufkleber stammte aus einem extrem rechten Online-Versand.
Gegen 12:10 Uhr sprachen Polizeibeamt*innen gegenüber einem 30-jährigen Mann einen Platzverweis in der Straße An der Schillingbrücke aus. Daraufhin zeigte der Mann den Hitlergruß.
An der Bushaltestelle Mittelheide wurde ein LGBTIQ*-feindlicher Aufkleber eines neonazistischen Onlinehandels entdeckt und entfernt.
Am S-Bahnhof Schöneweide wurde ein LGBTIQ*-feindlicher Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt.
In Neukölln hat sich eine rassistische Bedrohung zugetragen. Zum Schutz der Betroffenen wurde das Datum des Vorfalles geändert. Es werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Im Bezirk Pankow ereignete sich ein rassistischer Vorfall im bestehenden Wohnverhältnis. Zum Schutz der betroffenen Personen wurden keine weiteren Informationen veröffentlicht. Das Datum des Eintrags entspricht deswegen nicht exakt dem tatsächlichen Vorfallsdatum.
An einem Blumenladen im U-Bahnhof Hellersdorf wurden mehrere Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt. Diese hatten unter anderem die rassistische Aufschrift "Deutschland den Deutschen".
An der Ampel über die Wilhelminenhofstr. an der Ecke Rathenaustr. machten sich drei Jugendliche lautstark über einen jungen Mann, der in einer anderen Sprache telefonierte, lustig und imitierten diesen in rassistischer Weise. Als alle an der Tramhaltestelle Rathenaustr. / HTW ankamen, störten die Jugendlichen den Mann über Minuten so sehr, dass dieser sich von der Haltestelle entfernte. Dabei folgte ihm eine der Jugendlichen und versuchte ihn zu treten, verfehlte ihn aber knapp.
In der Eberswalder Straße machte ein Mann abfällige Bemerkungen und spuckte einer Frau ins Haar. Die Frau trug ein Palästinensertuch (Kufiya) und eine Tasche mit der palästinensischen Flagge, was ihre Haltung zum Nahostkonflikt verdeutlichte.
Im U-Bahnhof Parchimer Allee in Britz wurde ein Aufkleber eines extrem rechten Onlineversandhandels mit der Aufschrift "Abschieben schafft Sicherheit. Kriminelle Ausländer raus" entdeckt und entfernt.
Am Kreisverkehr im Büchnerweg wurden auf einer Bank und einem Mülleimer anti-muslimisch rassistische Schriftzüge entdeckt und entfernt.
Auf einer Kundgebung am Wittenbergplatz wurden u.a. antisemitische Parolen gerufen.
In der Brüsseler Straße wurde ein israelbezogener, antisemitischer Aufkleber mit der Aufschrift "De la mer au Jourdain Palestine vaincra", was übersetzt "Vom Meer bis zum Jordan Palästina wird siegen" bedeutet, entdeckt und entfernt.
In einer Kita fand ein antiziganistischer Angriff auf ein Kind statt. Weitere Informationen werden zum Schutz der Personen nicht veröffentlicht.
Eine Lehrkraft unterstellte einer Schülerin, die Romni ist, die Schule lohne sich für sie sowieso nicht, weil sie bestimmt bald ein Kind bekommen würde.
An der Ecke Müggelheimer Str./ Wendenschloßstr. wurde ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt. Er stammte aus dem extrem rechten Onlinehandel "Druck18".
In der Nehringstraße in Charlottenburg wurde ein Aufkleber entdeckt und entfernt, der sich gegen antifaschistisch Engagierte richtete.
Im Bezirk Mitte ereignete sich ein behindertenfeindlicher Vorfall im bestehenden Wohnverhältnis. Zum Schutz der betroffenen Personen wurden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Ein Parteibüro, welches regelmäßig von Vorfällen betroffen ist, erhielt erneut Post mit beleidigendem Inhalt. Anstatt wie sonst einen Brief, erhielt das Büro ein Paket, in welchem eine Vielzahl abgerissener Sticker vorgefunden wurde. Dazu fand sich eine Zeichnung, welche die Partei abwertete.
Im Allendeviertel wurden insgesamt zehn extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Sie wurden im Strandschloßweg, Müggelschlößchenweg und in der Alfred-Randt-Str. gefunden. Sie waren rassistisch motiviert und richteten sich gegen politische Gegner*innen. Sie stammten zu großen Teilen aus dem neonazistischen Onlineshop "Druck18".
An einem Fallrohr in der Dörpfeldstr. wurden drei extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt.
Zwei der Aufkleber richteten sich gegen Antifaschist*innen und stammten aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18". Dabei enthielt ein Aufkleber einen Gewaltaufruf.
Der dritte Aufkleber stammte von der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg".
An einem Supermarkt in der Kottmeierstr. wurden insgesamt sechs extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt.
Darunter waren drei LGBTIQ*-feindliche Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg", sowie drei Aufkleber gegen Antifaschist*innen, die zum Teil aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18" stammten.
Im Weitlingkiez wurde eine Person von einem Mann als „Abschaum“ beleidigt. Das Fahrrad der betroffenen Person, an dem mehrere linke Aufkleber angebracht sind, war an einer Laterne angeschlossen, wodurch der Mann sich gestört fühlte, weil er nicht genügend Platz an seinem Kofferraum hatte. Daraufhin sagte er, die betroffene Person solle ihr „scheiß Fahrrad“ woanders hinstellen und „Abschaum wie dir gehört der Schädel eingeschlagen“. Dann stieg er in sein Auto und fuhr los.
In einem Geschäft in der Einbecker Straße wurden auf dem Kunden-WC mehrere extrem rechte Schmierereien entdeckt. Diese enthielten Werbung für die neonazistische Kleinstpartei "Der III. Weg" , sowie die rassistischen Codes "WP" (White Power) und "2Y4U" (Too white for you).
In der Oberseestraße wurde ein Werbeplakat für eine Veranstaltung mit einer queeren Sängerin mit einem Hakenkreuz beschmiert, das ihr auf die Stirn gezeichnet wurde.
In der "Bibliothek des Konservatismus" in der Fasanenstraße in Charlottenburg fand eine Vorstellung des Buches "Im Rausch der Dekadenz – Der Westen am Scheideweg" statt. Der Autor bezeichnete in dem Vortrag unter anderem Queerness und Geschlechter abseits der Zweigeschlechtlichkeit als "Ideologische Verirrungen" oder als einen "blödsinnigen Versuch, die Menschheit von der Biologie, von der Evolution und von der Genesis zu emanzipieren". Dadurch wurden queere Menschen verunglimpft und als unnatürlich dargestellt. Zudem wurde gegen trans* und inter* Menschen und geschlechtliche Selbstbestimmung Stellung bezogen, zum Beispiel durch das Strohmann-Argument der "bedrohten Kinder", welche aufgrund eines angeblichen "Trans-Hype" mittels Pubertätsblocker "misshandelt" würden. Diese Aussagen können als LGBTIQ*-feindlich eingeordnet werden.
Zudem sprach er von "importierter Messerkriminalität". Dies kann so verstanden werden, dass dadurch Menschen mit Migrationsgeschichte und Menschen, die in Deutschland Asyl beantragen, pauschal kriminalisiert werden sollen. Daher kann dies als rassistisch eingeordnet werden.
In der Emser Straße in Nord-Neukölln kam es zu einer NS-verherrlichenden Pöbelei. Ein vermutlich alkoholisierter Mann habe laut "Heil Hitler" gerufen, nachdem dieser aufgrund vorangegangener Pöbeleien aus einem Café geflogen sei.
Im Müggelseedamm wurde ein rassistischer Aufkleber mit der Aufschrift "Make Germany white again" (Macht Deutschland wieder weiß) entdeckt und entfernt. Der Aufkleber stammte aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".
Auf dem Briefkasten einer Jugendfreizeiteinrichtung wurde ein Aufkleber eines extrem rechten Onlineversandhandels entdeckt. Dieser propagierte „Refugees Not Welcome. Bring your families home!“. Im Hintergrund war eine "Schwarze Sonne" sowie die Reichsflagge zu sehen.
Mehrere Betroffene erlebten von einer Person antiasiatisch-rassistische Beleidigungen und Bedrohungen. Eine Betroffene wurde der Person angegriffen.
Am frühen Abend griff auf dem Bahnsteig des U-Bahnhofes Kurfürstenstraße ein 43-jähriger Mann eine 33-jährige Frau an, indem er zuerst mit geballten Fäusten gegen ihren Oberkörper schlug, wodurch sie zu Fall kam. Die Frau konnte zunächst vor dem Täter aus dem Bahnhof fliehen, wurde jedoch auf Höhe der Kreuzung Kurfürstenstraße Ecke Frobenstraße vom ihm eingeholt. Dort setzte der Täter seinen Angriff mit einer Metallstange fort. Die Frau begab sich am Folgetag mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus, in dem sie stationär behandelt und notoperiert werden musste.
Im Bezirk Mitte ereignete sich ein Vorfall von anti-Schwarzer rassistischer Diskriminierung im Arbeitsverhältnis. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Ein Schwarzer Vater mit 5 Kindern erfährt Diskriminierung durch die Hausverwaltung.