Antisemitismus auf Kundgebung in Mitte
Bei einer spontanen Versammlung wurde u.a. eine antisemitische Parole gerufen.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
Bei einer spontanen Versammlung wurde u.a. eine antisemitische Parole gerufen.
Bei einer Behörde im Bezirk Mitte ereignete sich ein antiziganistischer Vorfall. Zum Schutz der betroffenen Person wurden keine weiteren Informationen veröffentlicht und das Datum anonymisiert.
An der Ersatzhaltestelle Freiheit wurde ein Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt.
Im Fürstenwalder Damm, Stillerzeile und Löbauer Weg wurden insgesamt vier Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt. Sie hatten mehrheitlich LGBTIQ*-feindliche Inhalte.
An der Tramhaltestelle Firlstr. wurde ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.
Auf dem Platz am Kaisersteg wurde ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt sowie der Schriftzug "FCK 161" (Fuck Antifa) entdeckt.
Während einer beruflichen Rehabilitationsmaßnahme in der Schönhauser Allee wurde einer Teilnehmerin wiederholt von ihrem Berufstrainer auf ihre Brüste gesehen. Sie meldete dies ihrer Case-Managerin, woraufhin Gespräche mit der Abteilungsleitung und einer Psychologin folgten, die sehr unsensibel geführt wurden.
Später wurde ihr mitgeteilt, dass sie das Training in der Schönhauser Allee vorzeitig beenden müsse, da sie angeblich nicht genügend psychische Stabilität zeige. Im Abschlussbericht wurde sie stark pathologisiert, während das diskriminierende Verhalten des Trainers kaum berücksichtigt wurde.
Ein chronisch krankes Kinder erfährt an der Schule Ausgrenzung und Drohungen durch das Lehrpersonal.
Am Autonomen Jugendzentrum JUP, am Eingang zur Görschstraße, wurden Schmierereien gegen Antifaschist*innen, der neonazistische Zahlencode „1888“ (für „Adolf Hitler & Heil Hitler“) sowie ein Hakenkreuz entdeckt. Diese Schmierereien wurden unkenntlich gemacht
In der Ortslage Köpenicker Dammvorstadt wurden insgesamt sechs extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt:
Im Bellevuepark wurden ein LGBTIQ*-feindlicher Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" und ein extrem rechter Aufkleber eines Onlinehandels entdeckt und entfernt.
Am Krusenick wurden ein rassistischer und ein NS-verharmlosender Aufkleber desselben Onlinehandels entdeckt und entfernt.
An der Ecke Bahnhofstr. / Seelenbinderstr. wurde ein Aufkleber von "GegenUni" entdeckt und entfernt. 'GegenUni' ist ein Projekt der Neuen Rechten, das versucht, theoretische Grundlagen für ein rechtes Lager zu erarbeiten und zu vermitteln. Zudem wurde noch ein zweiter Aufkleber des neonazistischen Onlinehandels "Druck18" entdeckt und entfernt.
In der Johann-Jacob-Engel-Straße in Falkenberg wurden zahlreiche Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt.
In der Prenzlauer Allee neben dem Planetarium wurde ein Aufkleber der „GegenUni“ entdeckt und unkenntlich gemacht. „GegenUni“ ist ein Projekt der Neuen Rechten, das versucht, theoretische Grundlagen für ein rechtes Lager zu erarbeiten und zu verbreiten.
In der Potsdamer Straße wurde ein selbstgemachter extrem rechter Aufkleber entdeckt.
Am Fahrstuhl des U-Bhf. Kienberg wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift „I love NS“ gefunden.
In der Dörpfeldstr. wurden zwei rassistische Aufkleber entdeckt und entfernt. Beide stammten aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".
In einem Ladengeschäft in Friedrichshagen kam es zu anti-muslimisch rassistischen Äußerungen gegen eine Angestellte. Zum Schutz der Betroffenen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Eine Mitarbeiterin einer Imbissbude am Bahnhof Gesundbrunnen wurde rassistisch beleidigt und bedroht.
An der Tramhaltestelle S-Bahnhof Spindlersfeld wurde ein rassistischer Aufkleber aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18" entdeckt und entfernt.
An einem Mülleimer in der Straße Unter den Linden wurde die rassistische Parole "Pali-Nazis fuck off" entdeckt.
In der Konrad-Wolf-Str. wurden zwei Aufkleber entdeckt, die der extremen Rechten zuzuordnen sind. Ein Aufkleber titelt: "Abschieben schafft Wohnraum, kriminelle Ausländer raus". Der andere zeigt einen QR-Code zu einem extrem rechten Versandhandel.
Im Park Herzberge wurde folgende Schmiererei gemeldet: "Am Israel Chai. Hamass wird sterben". Bei dem Wort "Hamass" wurde der Buchstabe "S" in der Schreibweise der "Schutzstaffel" des Nationalsozialismus geschrieben.
Auf einen Weg im Nibelungenpark wurde ein großes Hakenkreuz gesprüht.
Auf zwei Parkbänken im Heinrich-Laehr-Park wurden antisemitische Schmierereien entdeckt. Auf den Bänken stand u.a. "FCK Zios", wobei "Zios" die Kurzform für Zionisten ist und als Chiffre für Jüd*innen verstanden wird. Außerdem wurden dort die Slogans "Long life Intifada" (dt. "Lang lebe die Intifada") und "Glory to the martyrs" (dt. "Ehre den Märtyrern") geschmiert. Eine der Schmierereien nahm Bezug auf die Shoah und verglich sie mit dem aktuellen Krieg in Gaza. Dieser Vergleich relativiert die Shoah.
In der Wendenschloßstr. und im Volkspark wurden insgesamt vier Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.
An der Ecke Bruno-Wille-Str. / Karl-Frank-Str. wurden insgesamt sechs extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Sie waren rassistisch motiviert und richteten sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten.
In Hirschgarten wurde ein Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt.
In der Harzburger Straße Ecke Lautentaler Straße wurde ein Aufkleber, der mit dem Logo der Jugendorganisation "NRJ" ("Nationalrevolutionäre Jugend") der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" versehen ist, an einem Straßenmast entdeckt und entfernt.
An der Ecke Hochstädter Straße / Maxstraße in Wedding wurde ein Aufkleber einer fundamentalistischen rechtskatholischen Organisation entdeckt und entfernt, die LGBTIQ*-Feindlichkeit und antimuslimischen Rassismus verbreitet.
An einem Laternenpfahl in der Lichtenberger Straße wurde ein extrem rechter Sticker entfernt, auf dem neben einem Bild von Kindern/Jugendlichen in Fraktur-Schrift der Slogan "Deutsche wehrt Euch!" stand. Der untere Rand war in den Farben der Reichkriegsflagge begrenzt.
Am Europaplatz vor dem Hauptbahnhof wurden zwei antimuslimisch-rassistische und zwei einwanderungsfeindlich-rassistische Aufkleber entdeckt und entfernt.
In Tempelhof-Schöneberg ereignete sich ein queerfeindlicher Vorfall. Zum Schutz der Betroffenen werden keine weiteren Angaben gemacht.
Am S-Bahnhof Spindlersfeld wurden zwei NS-verherrlichende Aufkleber entdeckt und entfernt. Einer enthielt die Aufschrift "Deutsches Reichsgebiet", der andere bildete einen Spruch der Wehrmacht ab. Beide Aufkleber stammten aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".
Am Bürgerpark wurde eine Schmiererei mit der Aufschrift „H8: Heil Hitler“ gefunden.
Eine kurdische Person berichtete von einem Vorfall, bei dem sie aufgrund ihrer sexuellen Identität Hass ausgesetzt gewesen sei.
An der Bushaltestelle am S-Bhf. Mehrower Allee wurde ein rassistischer Aufkleber der „Nationalen Volkssozialisten“ aus den Niederlanden gefunden.
Auf dem Fußweg zwischen der Ludwig-Renn-Straße und Tagore-Oberschule im Bürgerpark Marzahn wurde die Zeichnung eine Männchens mit Penis und Hakenkreuz-Binde auf den Boden gesprüht.
In der Umgebung eines Discounters in der Romain-Rolland-Straße wurde ein rassistischer Aufkleber mit der Aufschrift „Remigration jetzt!“ gefunden. Außerdem wurden sieben Aufkleber der kleinen neonazistischen Partei „Der III. Weg“ sowie ein Aufkleber mit der Darstellung der „Schwarzen Sonne“ entdeckt.
Rund um den Rudolfplatz bis zur Warschauer Straße wurden in der vergangenen Woche fast täglich mehrere rechte und demokratiefeindliche Sticker von Laternen und Ampeln entfernt. Sie stammen aus verschiedenen rechten Onlineshops. Überwiegend richteten sie sich gegen die politische Gegnerschaft wie z. B. "Fuck Antifa" oder vermittelten demokratiefeindliche Stereotype wie z. B. "Make Germany great again".
Auf einem Bolzplatz an der Ecke Sophienstraße / Wönnichstraße wurde der Schriftzug "1161" entdeckt. Dieser richtet sich gegen Gegner*innen der extremen Rechten.
Ein Mann erfuhr aufgrund von antiasiatischem Rassismus strukturelle Benachteiligung bei der Wohnungssuche in Lichtenberg. Die Details und das genaue Datum werden zum Schutz des Betroffenen anonymisiert.
Am Gabriele-von-Bülow-Gymnasium in der Hatzfeldallee in Tegel wurde ein rassistisches Flugblatt mit Klebeband an einer Außenwand befestigt. Es war an der Rückseite der Sporthalle in der Nähe des Durchgangs zu Sporthalle angebracht. Das Flugblatt richtete sich direkt an Schüler*innen und warb dafür, sich bei der "Identitäten Bewegung" zu engagieren. Im Text wurde "Remigration" gefordert und Asylsuchende wurden pauschal für Gewalt an Frauen sowie eine Reihe gesellschaftlicher Probleme verantwortlich erklärt.
Am Europaplatz vor dem Hauptbahnhof wurde ein rassistischer Aufkleber "gegen internationale Familien mit Schwarzen Vätern" entdeckt und entfernt.