Rassistischer Schriftzug in Adlershof
Auf dem Deckel eines Straßencontainers im Büchnerweg wurde der antimuslimisch rassistische Schriftzug "ISLAM=TERROR" entdeckt.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
Auf dem Deckel eines Straßencontainers im Büchnerweg wurde der antimuslimisch rassistische Schriftzug "ISLAM=TERROR" entdeckt.
Auf der Robert-Lück-Str. wurden mehrere Sticker entdeckt, deren Inhalt sich gegen antifaschistisch Engagierte richtete.
Eine Moscheegemeinde im Bezirk Mitte erhielt antimuslimisch-rassistische Hassmails.
Im Bezirk Mitte ereignete sich in einem Krankenhaus ein Vorfall von antimuslimisch-rassistischer und behindertenfeindlicher Beleidigung. Zum Schutz der betroffenen Person wird Weiteres nicht veröffentlicht.
In der Friedbergstraße in Charlottenburg wurden eine Frau, die eine Kette mit einem Davidstern trug, und ein Mann von zwei Unbekannten antisemitisch beleidigt. Später wurde der Mann auch angegriffen, als er versuchte, die Beleidigungen zu filmen.
Auf einer Versammlung vor der israelischen Botschaft wurden antisemitische Parolen gerufen.
In einen Fahrstuhl eines Wohnhauses im Eisenhutweg wurden ein Hakenkreuz und der Schriftzug "AfD" eingekratzt.
An der Fassade eines Supermarkts in der Weitlingstraße wurden erneut extrem rechte Graffiti angebracht. Diese enthielten die Parolen "Fuck Antifa", sowie "Antifa Fotzen!" und den neonazistischen Zahlencode "1161" (Anti-Antifaschistische Aktion).
In der Fanninger Str. wurden zwei Aufkleber von der NRJ, der Jugendorganisation von "Der III.Weg" entdeckt und entfernt.
In mehreren Straßen rund um die Piesporter Straße wurden etwa 13–17 Plakate der neonazistischen Kleinstpartei „Der Dritte Weg“ entdeckt und entfernt. Die Plakate enthielten u. a. den Slogan „Deutschland den Deutschen“, der als rassistische und antisemitische Parole zu werten ist. Er steht für ein völkisches Weltbild, das nicht nur migrantische Menschen, sondern auch Jüdinnen und Juden sowie weitere marginalisierte Gruppen ausschließt. Die Plakate waren teils noch frisch geklebt, was auf eine koordinierte nächtliche Aktion hinweist.
In der Ackerstraße in Gesundbrunnen wurden ein rassistischer, ein antimuslimisch-rassistischer sowie vier gegen Antifaschist*innen und politische Gegner*innen der extremen Rechten gerichtete Aufkleber entdeckt und entfernt.
An der Gontardstraße am Alexanderplatz wurden zwei gegen Antifaschist*innen gerichtete Aufkleber, ein anti-Schwarz rassistischer Aufkleber und ein Aufkleber in Reichsfarben entdeckt und entfernt.
In Hellersdorf wurde gemeldet, dass eine Gruppe jugendlicher Neonazis durch die Straßen zog und queerfeindliche sowie rassistische Parolen rief. Die Route ist dem Register Marzahn-Hellersdorf bekannt.
An der Ecke Puchanstr. / Kinzerallee wurde ein LGBTIQ*-feindlicher Aufkleber entdeckt und entfernt.
Beim Fußweg am Beerenpfuhlgraben fand sich ein Graffiti der neonazistischen Kleinstpartei „Der III. Weg“.
In der Josef-Nawrocki-Str. wurde an einer Hauswand der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt.
Auf dem Marktplatz wurden drei extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Sie warben für einen neonazistischen Onlinehandel.
Im Spreepark wurde ein weiterer Aufkleber, der für einen neonazistischen Onlinehandel warb, entdeckt und entfernt.
An den Werbetafeln eines Supermarktes im Sterndamm wurden der neonazistische Zahlencode "1161" und ein Keltenkreuz sowie der Schriftzug "FCK AFA" (Fuck Antifa) entdeckt und entfernt.
An den Bushaltestellen Titiseestraße und Zabel-Krüger-Damm/Titiseestraße in der Rollberge-Siedlung in Waidmannslust wurden selbstgeschriebene Neonazi-Aufkleber gesehen und entfernt. Dabei handelte es sich um "Hello my name is [ ]"-Aufkleber, die von Graffiti-Sprayern zum verbreiten von Tags verwendet werden. Auf diesen Aufklebern waren die Abkürzung "DJV" (Deutsche Jugend voran), die Neonazicodes "1161" (Anti-Antifa) und "444" (Deutschland den Deutschen) sowie SS-Runen geschrieben. Aus dem Buchstaben O wurde ein Keltenkreuz gemacht.
In der Umgebung des linken Projekts Kubiz in der Bernkasteler Str. wurden ein Aufkleber und fünf Plakate der kleinen neonazistischen Partei „Der III. Weg“ gefunden und entfernt. Der Aufkleber propagiert die weiße, heterosexuelle und gesunde Familie als Norm.
In mehreren Hauseingängen einer Straße im Richard-Sorge-Viertel in Friedrichshain wurden gegen 1:00 Uhr Sticker mit der Aufschrift "We hate Antifa" und "FCK Antifa" entfernt. Die Sticker befanden sich in mehreren Hauseingängen, aus denen Bewohner*innen Antifa- und Regenbogenfahnen an den Balkonen befestigt hatten.
Am Bahnsteig der S-Bahnstation Osdorfer Straße wurden mehrere Sticker aus extrem rechten Versandshops entdeckt. Mit Slogans wie "Bitte flüchten Sie weiter! Es gibt hier nichts zu wohnen" oder "Refugees not welcome" richteten sie sich inbesondere gegen geflüchtete Menschen.
Am S-Bahnhof Frohnau wurden Aufkleber eines Neonaziversands gesehen. Ein antimuslimisch-rassistischer Aufkleber zeigte eine blonde junge Frau mit zwei langen geflochtenen Zöpfen. Sie trug eine Uniform des nationalsozialistischen "Bund Deutscher Mädchen" und hielt eine Fahne in Reichsfarben. Daneben stand: "Nix "Yallah, Yallah" Hier wird Deutsch gesprochen!", wobei das Wort Deutsch in Fraktur geschrieben war.
Rund um den Rudolfplatz bis zur Warschauer Straße wurden in der vergangenen Woche fast täglich mehrere rechte und demokratiefeindliche Sticker von Laternen und Ampeln entfernt. Sie stammen aus verschiedenen rechten Onlineshops. Überwiegend richteten sie sich gegen die politische Gegnerschaft wie z. B. "Fuck Antifa" oder vermittelten demokratiefeindliche Stereotype wie z. B. "Make Germany great again".
An einem Bauwagen in der Rathenaustr. wurde der Schriftzug "3. Weg" entdeckt.
Eine Schwarze Person wurde in Wedding von einem Nachbarn rassistisch beleidigt.
In der Nogatstraße wurden mehrere antisemitische Schmierereien entdeckt, darunter rote Dreiecke, die in Davidsterne gemalt wurden.
Vor dem Roten Rathaus hielten etwa 50 Personen eine pro-palästinensische Kundgebung ab. Teilnehmende zeigten ein Transparent mit der Aufschrift "One genocide does not justify another". Damit wird die Shoah mit dem aktuellen Krieg in Gaza verglichen und relativiert. Ein Redner verglich den Krieg im Gaza-Streifen mit den Morden im KZ-Buchenwald. Auf einem Plakat wurde der israelische Premierminister als "Kindermörder" bezeichnet. Mit der Bezeichnung "Kindermörder" wird auf antisemitische Ritualmordlegenden angespielt. Eine Person zeigte eine Karikatur, die den israelischen Premierminister dabei zeigte, wie er mit einer Schaufel Kinderköpfe in einen Ofen schob.
An der Ecke Bruno-Wille-Str. / Karl-Frank-Str. wurde ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.
An der Tramhaltestelle Freienwalderstraße wurde an einem Fahrplan ein Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt.
Am S-Bahnhof Wuhletal wurden zwei Personen von zwei unbekannten Männern bedrängt. Die zwei Männer betrachteten Aufkleber auf dem Rucksuck einer der betroffenen Person (u.a. "Hass ist keine Meinung") und verlangten, die Aufkleber sofort zu entfernen. Sie traten dabei aggressiv und gewaltbereit auf. Einer der Männer versuchte, selbst an den Rucksack zu kommen. Die Männer forderten die betroffene Person mit dem Rucksack auf, mit nach unten zu kommen. Die Betroffenen versuchten, die Situation zu deeskalieren, indem sie die Aufkleber vom Rucksack entfernten. Die zwei aggressiven Männer filmten die Situation und die Gesichter. Sie drohten außerdem damit, die Gesichter der Betroffenen auf eine Homepage zu stellen, auf der zur Jagd auf sie aufgerufen werden könne. Danach wechselten sie das Gleis und riefen den Betroffenen Beleidigungen zu.
Zwei Personen waren gegen Mitternacht mit dem Fahrrad am Hamburger Platz unterwegs, als sie von einem Auto erwartet wurden, das ihnen folgte und sich ihnen auf gefährliche Weise näherte. Der Fahrer sagte mehrfach, er habe eine Frage, filmte sie mit zwei Kameras und bedrohte sie. Anschließend beschimpfte er sie wegen ihrer linken Gesinnung. Der Autofahrer der die Betroffenen bedroht hatte, wurde am späteren Abend nochmal vor einem Hausprojekt in Weißensee gesehen.
Im Ortsteil wurden insgesamt zehn extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt.
An der Ecke Lindenstr. / Joachimstr. wurde ein rassistischer Aufkleber gegen geflüchtete Menschen entdeckt und entfernt.
In der Seelenbinderstr. wurde ein LGBTIQ*-feindlicher Aufkleber entdeckt und entfernt.
In der Friedrichshagener Str. wurden zwei extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt, die für einen neonazistischen Onlinehandel warben.
In der Straße Am Krusenick wurden zwei rassistische Aufkleber, die sich gegen geflüchtete Menschen richteten, entdeckt und entfernt.
Auf dem Katzengrabensteg wurden vier Aufkleber, die für einen neonazistischen Onlinehandel warben, entdeckt und entfernt.
In der Harzer Straße in Nord-Neukölln wurde ein Aufkleber entdeckt und entfernt, der eine schwarz-weiß-rote Flagge zeigte. Darunter klebte ein Sticker der Initiative "Bring them home now".
Am Spielplatz Schätzelberge am Steinhellenweg wurden an zwei Pfosten Hakenkreuze gemalt. Dazu wurden mehrere antifaschistische Sticker entfernt. An der Stelle kommt es immer wieder zu solchen Schmierereien.
In der Müllerstraße hielten etwa 5 Personen eine pro-israelische Gegenkundgebung zu einer zeitgleich stattfindenden pro-palästinensischen Kundgebung ab. Eine Teilnehmerin trug ein T-Shirt mit dem Symbol einer extrem rechten Organisation. Eine Person zeigte ein rassistisches Schild.
In der Kottmeierstr. wurden zwei Hakenkreuze und der Schriftzug "FCK 161" (Fuck Antifa) entdeckt.
In der Firlstr. wurde der Schriftzug "FCK ANTIFA FOTZEN" an einer Hauswand entdeckt.
Beim Verlassen der U6 zeigte ein Jugendlicher am U-Bahnhof Platz der Luftbrücke einen Hitlergruß.
In der Nähe des Leopoldplatzes kam es zu einer pro-palästinensischen Kundgebung mit etwa 100 Teilnehmenden. Dabei wurde die Parole "There is only one state; Palestine 48" gerufen, welche dem Staat Israel das Existenzrecht abspricht.
An einer Schule erfolgten wiederholt massive antiziganistische Beleidigungen gegen mehrere Kinder. Weitere Informationen werden zum Schutz der Person nicht veröffentlicht.
Gegen Mitternacht bedrohten zwei Männer am S-Bahngleis des S-Bahnhofs Kaulsdorf wartende Personen, die sie als politische Gegner*innen wahrnahmen. Eine der betroffenen Personen hatte am Rucksack Aufkleber mit Aussagen wie "Hass ist keine Meinung" und "CDU statt AfD". Die Männer bedrängten die Betroffenen, verlangten die sofortige Entfernung der Aufkleber und versuchten, an den Rucksack zu kommen. Aus Sorge vor einer weiteren Eskalation und körperlicher Gewalt entfernten die Betroffenen die Sticker. Dabei wurden sie von den Männern gefilmt und gedroht, ihre Gesichter auf neonazistischen Websites zu verbreiten, sowie als "linke Zecken" und weiteres beleidigt. Während der Situation eilte keine der umstehenden Personen zur Hilfe.
In der Nähe des S-Bahnhofs Bundesplatz wurden zwei Sticker entdeckt und entfernt, der trans- und interfeindliche Inhalte hatte.
Im Strandschloßweg wurden zwei rassistische Aufkleber gegen geflüchtete Menschen entdeckt und entfernt. Beide Aufkleber stammten aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".
In der Ringbahn auf Höhe der Hermannstraße wurde ein rassistischer Aufkleber gesichtet und entfernt. Darauf war der Slogan "Döp Dö Dö Döp" und im Hintergrund ein Flugzeug abgebildet - eine Anspielung auf den Gigi d'Agostino-Song „L’amour toujours“ ("Sylt-Song"), der im Sommer 2024 mit einer verfremdeten Version, die rassistische Parolen enthielt, neue Bekanntheit erlangte.
Auf dem Spielplatz neben dem Lichtenberger Rathaus wurde an einem Spielgerät die rassistische Schmiererei "Kufnucken raus!" entdeckt. Der Begriff "Kuffnucke" ist eine (selten verwendete) rassistische und herabwürdigende Fremdbezeichnung.
Auf dem Pariser Platz hielten vier Reichsbürger*innen eine Kundgebung ab. Dabei zeigten sie Reichsfahnen.
Auf der Bergstraße wurde ein Sticker entdeckt, der sich gegen LGBTIQ*-Personen und gegen antifaschistisch Engagierte richtet.
An der Rolltreppe am U-Bahnhof Haselhorst wurde ein Sticker in den Reichsfarben entdeckt. Der Sticker wurde entfernt.
Die Gedenkstele für Elise und Otto Hampel auf dem nach ihnen benannten Platz vor dem früheren Rathaus Wedding wurde mit israelbezogen-antisemitischen Sprüchen beschmiert. Die Gedenkstele ehrt die beiden Weddinger Widerstandskämpfer*innen gegen den Nationalsozialismus mit der Aufschrift einer der von ihnen verschickten Postkarten: "Wache auf! Wir müssen uns von der Hitlerei befreien!"
Elise und Otto Hampel hatten zwei Jahre lang zum antifaschistischen Widerstand aufgerufen, bis sie verraten wurden. Das Ehepaar war daraufhin vor dem Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und 1943 in Plötzensee hingerichtet worden.
Auf einer Versammlung wurden antisemitische und terrorverherrlichende Parolen gerufen.
Im Bezirk Mitte ereignete sich ein antisemitischer Vorfall. Zum Schutz der Betroffenen entspricht das Datum des Eintrags nicht dem Datum des Vorfalls.