Stolperstein in Charlottenburg beschädigt
Am Stolperstein von Paul Cohn in der Kaiser-Friedrich-Straße wurde dessen Name zerkratzt.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
Am Stolperstein von Paul Cohn in der Kaiser-Friedrich-Straße wurde dessen Name zerkratzt.
Im Gebiet rund um den Arkonaplatz in Prenzlauer Berg und Mitte wurden immer wieder Zettel mit verschwörungsideologischen und extrem rechten Inhalten angebracht. Auf den Zetteln wurde zu Gewalt gegen "nachstellende Personen" aufgerufen und eine Reihe von extrem rechten und verschwörungsideologischen Webseiten beworben.
Eine Wohnung mit einer ausgehängten LGBTIQ*-Flagge in Neu-Hohenschönhausen wurde mit Eiern beworfen.
In der Kaulsdorfer Straße warb eine Kita mit einem Plakat an ihrem Zaun um neue Mitarbeiter*innen. Auf dem Plakat stand "Erzieher*in?". Das Sternchen wurde herausgeschnitten.
Am Haupteingang einer Universitätsbibliothek wurde ein antisemitischer Aufkleber entdeckt.
In der Mahlsdorfer Straße wurde ein antisemitischer Aufkleber der neonazistischen Onlinehandels "Druck18" entdeckt und entfernt. Auf dem Aufkleber hieß es "Schütze den Planeten entsorge die Eliten". Abgebildet war eine Person, die das Symbol des "Allsehenden Auges" in einen Mülleimer schmeißt. Das "Allsehende Auge" wird von rechten Verschwörungsideolog*innen als Symbol für eine geheime, jüdische Weltmacht genutzt.
An einer öffentlichen Toilette am Weichselplatz in Nord-Neukölln wurden israelbezogene, antisemitische Schmierereien entdeckt. Dort stand u.a.: "Israel is a racist, terrorist genocidal apartheid state".
In der Bernkasteler Straße, Ecke Trierer Straße, wurde ein Aufkleber vom "III. Weg" gefunden. Auf ihm steht: „Werde aktiv. Für deine Zukunft. Für deine Heimat".
Auch wurde in der Langhansstraße, Ecke Friesickestraße ein Schriftzug mit der Aufschrift "NRJ" gefunden. NRJ ist die Jugendorganisation der extrem rechten Partei "Der III. Weg".
Am S-Bahnhof Grünau wurden zwei Aufkleber in Reichsfarben mit Reichsadler, auf denen in Frakturschrift "Deutschland meine Heimat" stand, entdeckt und entfernt.
Am S-Bahnhof Osdorfer Straße wurden mehrere extrem rechte Aufkleber mit dem Slogan "Good Night Left Side" entdeckt. Dieser Spruch ist als Reaktion der extremen Rechten auf den antirassistischen Slogan "Good night white pride" entstanden.
In der Spandauer Straße wurde ein Aufkleber eines extrem rechten Versandhandels, welcher sich gegen das Heizungsgesetz richtete, entdeckt und entfernt.
In der Rosa-Luxemburg-Straße wurde ein Aufkleber der „Deutschen Patrioten mit Migrationshintergrund“ entdeckt.
In der Donaustraße in Nord-Neukölln wurde die israelbezogene, antisemitische Schmiererei "Kindermörder Israel" entdeckt.
An der Tramstation Freienwalder Straße wurden zwei LGBTIQ*-feindliche Aufkleber entdeckt und entfernt. Auf diesen ist zu lesen: "Gesunde Familien statt LGBT-Propaganda".
An einem Schild des HdJK/Cafe Köpenick in der Seelenbinder Straße wurde der Schriftzug "Fuck the Rainbow" entdeckt und entfernt. Bereits wenige Tage zuvor war derselbe Schriftzug auf ein Plakat am Zaum des Hauses geschrieben worden.
An der Ecke Am Werkstor/ Kupferkamp wurden ca. 15 selbstgemachte Aufkleber entdeckt und entfernt, auf denen unter anderem folgende Inhalte zu finden waren: "Kratz ab AFA Fotze, Fuck AFA", "Antifas töten", "Nur noch AFD", "FCK AFA", "Viel Spaß beim Kratzen du Antifa Fotze".
In der Marksburgstr. wurde ein Aufkleber entdeckt, der sich verharmlosend auf den Nationalsozialismus bezieht. Auf dem Aufkleber ist der Slogan: "Befreie dich von dem Schuldkult" zu lesen. Die extreme Rechte benutzt den Begriff des "Schuldkults" um gegen die Erinnerungskultur zu den Verbrechen im Nationalsozialismus vorzugehen. Damit handelt es sich um einen extrem rechten politischen Kampfbegriff, der mit der Verharmlosung der Verantwortung für den Nationalsozialismus als geschichtsrevisionistisch einzuordnen ist.
Vor einem Imbiss in der Mahlsdorfer Str. in der Nähe der Bushaltestelle hielten sich mehrere betrunkene Männer auf, als zwei Personen an diesen vorbeigingen, fragte einer der Männer, ob sie auch einen Antifa-Aufnäher auf den Sachen hätten. Die beiden Personen ignorierten den Mann und gingen weiter. Der Mann begann dann die beiden Personen als "Scheiß Antifas" zu beschimpfen und seinen Hund anzustacheln, sodass dieser aggressiv bellte.
In der Carl-Schurz-Straße vor dem Rathaus Spandau wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift "Better dead than red" aufgefunden. Der Aufkleber stammt von einem extrem rechten Versandhandel. Antikommunistische Slogans zählen zu den Propaganda-Aktivitäten der extremen Rechten.
Gegegn 13:30 Uhr fand sich in der Ridbacher Straße der Schriftzug geschmiert: "1161 III. Weg". Die Ziffernfolge steht für "Anti-Antifa", die Buchstaben bewerben die gleichnamige neonazistische Kleinstpartei. Es wurde unkenntlich gemacht.
An der Haltestelle Alt-Marzahn fanden um 9 Uhr sich die Aufkleber "Good Night Left Side" und "#Aktivismusgegenlinks", die dem neonazistischen Anti-Antifa-Aktivismus zugerechnet werden können.
Gegen 20:45 Uhr fanden sich in Hellersdorf mehrere Graffiti: An der Brücke in der Louis-Lewin-Straße standen die rassistischen Parolen geschrieben: "Scheiß Kanac…" sowie "Ne… raus". Am Sarte-Gymnasium in der Kyritzer Straße stand "FCK AFA", was eine Kurzform für "Fuck Antifaschismus" ist. An der Quedlinburger Straße, Ecke Wurzener Straße klebte der Aufkleber "FCK Antifa".
Gegen 19:45 Uhr fanden sich in der Cecilienstraße, Ecke Lily-Braun-Straße Aufkleber mit dem Slogan "Hart Sauber Gesund" der neonazistischen Partei Der III. Weg.
In der Summter Straße, Ecke Pilsener Straße fand sich ein Aufkleber in Reichsfarben eines neonazistischen Versandhandels.
In einer Gemeinschaftsunterkunft wurden nach Berichten von Betroffenen Bewohner*innen diskriminiert, da sie keine Möglichkeit der Verständigung oder Sprachmittlung für ihre Erstsprache hätten und sich dadurch mit dem Personal nicht verständigen könnten.
An der Bushaltestelle "S-Bahn Lankwitz" sang ein Mann ein antisemitisches Lied. Als eine Frau ihn darauf ansprach, beleidigte er diese und griff sie dann an. Die Frau erlitt Verletzungen und wurde zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.
In der Fuldastraße schrie ein ggf. alkoholisierter Mann u.a. „Free Palestine“ und „Kill Israel“.
Am Maybachufer wurde an mehreren Stellen das Schoa bagatellisierende Stencil „Gaza Kammer“ angebracht.
Auf einer Kundgebung auf dem Alexanderplatz wurde eine antisemitische Parole gerufen.
Es fand eine antiziganistische Diskriminerung im Bereich der Verweigerung von existenzsicherenden Leistungen statt. Die selektive und unverhältnismäßige Anforderung von Nachweisen stellt somit eine diskriminierende Praxis dar, die in das Muster antiziganistischen Rassismus fällt. Sie erschwert Roma-Familien den Zugang zu sozialen Leistungen und setzt sie unter Generalverdacht, anstatt eine faire und gleichberechtigte Antragsprüfung zu gewährleisten. Weitere Informationen liegen vor, werden jedoch zum Schutz der Betroffenen nicht veröffentlicht.
Auf einer Dauerkundgebung in Tiergarten riefen Teilnehmende israelbezogene, antisemitische Parolen.
Am S-Bahnhof Karow wurde ein Aufkleber mit dem Slogan "Deutsches Reichsgebiet" sowie einer Abbildung eines Reichsadlers entdeckt und entfernt.
Um 9:45 Uhr fand sich am S-Bahnhof Kaulsdorf der Aufkleber eines extrem rechten Neonazi-Versandhandels.
In der Prenzlauer Promenade in der Nähe der Straße Am Steinberg wurde ein Aufkleber mit dem Slogan "Good night left side" entdeckt und entfernt.
An der Tram-Haltestelle Fröbelstraße wurde ein Aufkleber von "GegenUni" entdeckt. GegenUni ist ein Projekt der Neuen Rechten, das versucht, theoretische Grundlagen für ein rechtes Lager zu erarbeiten und zu vermitteln
Am U-Bahnhof Senefelder Platz wurde ein Graffiti mit der Aufschrift "Fuck police. Shit, Gays, Pedals" gefunden.
Gegen 11:20 Uhr wurde an der Ecke Zossener Straße, Kastanienallee der Schriftzug "3. Weg" an einer Werbetafel entdeckt und unkenntlich gemacht. An der Graffiti-Hall Zossener Straße fand sich der Schriftzug "D3W NRJ", was bedeutet: "Der III. Weg und Nationalrevolutionäre Jugend". Um 15:00 wurde in der Alten Hellersdorfer Straße, an der Haltestelle Spremberger Straße, der Aufkleber "Zecken Boxen, Berlin bleibt deutsch" mit Keltenkreuz und SS-Totenkopf am Mülleimer der Haltestelle entdeckt.
Auf dem Boulevard Kastanienallee fanden sich an Stromkästen gegen 16:30 Uhr die Schriftzüge "SA" und "Still Alive", jeweils geschrieben mit einer Sig-Rune.
Eine Frau wurde rassistisch von ihren Nachbar*innen massiv belästigt und bedroht, sowohl verbal als auch durch Gesten. In der Vergangenheit war sie von den Nachbarn gestalkt, rassistisch beleidigt und angefeindet worden.
Gegen 17:15 Uhr pöbelte ein Mann im Bus 296 auf der Höhe U-Bahnhof Friedrichsfelde mehrfach rassistische Dinge und Gewaltphantasien gegen Migrant*innen. Er äußerte: "Scheiß K*", "4 Kopfschüsse" oder "Deutschland den Deutschen, Ausländer raus". Ein dabeistehendes Kind hatte Angst vor dem aggressiven rassistischen Pöbler, eine umstehende Person widersprach dem Mann.
Ein 30-jähriger Mann wurde von einer Frau mit dem Fahrrad angefahren und von ihren Begleitern rassistisch beleidigt. Als er die Polizei anrief, würgte ihn einer der beiden so heftig, dass ihm schwindelig wurde und er Schwellungen und Abschürfungen davontrug.
An der Bushaltestelle Radickestr./ Nipkowstr. wurde ein rassistischer Aufkleber entdeckt und entfernt, der zu "Remigration" aufrief.
An einem Pfeiler der Unterführung am S-Bahnhof Adlershof wurde ein Hakenkreuz entdeckt.
Im Hasselwerderpark wurden ca. vier Schriftzüge gegen Antifaschist*innen entdeckt, darunter "Antifa Fotzen" und "FCK Antifa".
Auf dem Platz am Kaisersteg, sowie auf dem Kaisersteg wurden insgesamt vier Schriftzüge gegen Antifaschist*innen entdeckt, darunter "Antifa Fotzen", "Fck Afa" und "Fuck Antifa".
Es ereignete sich ein antisemitischer Vorfall. Zum Schutz der Betroffenen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Auf zwei Hauswänden in Schöneberg an der Monumentenstr. 11 wurde ein Stencil mit dem Schriftzug "Gaza Kammer" angebracht.