Rassistische Pöbelei in Wedding
Ein Mann starrte durch die Scheibe einer sozialen Einrichtung in Wedding eine Frau an, die ein Kopftuch trug, zeigte den Hitlergruß und rief "Sieg Heil".
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
Ein Mann starrte durch die Scheibe einer sozialen Einrichtung in Wedding eine Frau an, die ein Kopftuch trug, zeigte den Hitlergruß und rief "Sieg Heil".
An einer Rolltreppe im S-Bahnhof Wedding wurden drei Aufkleber, die "Remigration" forderten, entdeckt und entfernt.
Eine 44-jährige Frau beleidigte gegen 23:45 Uhr vor dem Zugang zum U-Bhf. Schlesisches Tor zwei Sicherheitsmitarbeiter, die im Auftrag der BVG unterwegs waren, rassistisch und antisemitisch. Ermittlungen wurden durch die Polizei eingeleitet.
Am U-Bahnhof Frankfurter Allee wurde ein Sticker mit der Aufschrift "We Hate Antifa" entfernt.
Auf dem Parkplatz eines Supermarktes in der Sewanstraße wurden zwei extrem rechte Aufkleber gefunden und entfernt. Das Motiv "Mir stinken die Linken" stammte aus einem Neonaziversand. Das andere Motiv beinhaltete die rassistische Aufschrift "Remigration" und das Konterfei des "AfD"-Politikers Björn Höcke.
In der Wönnichstraße wurde ebenfalls ein aus einem Neonaziversand stammender Aufkleber mit der rassistischen Aufschrift "White lives matter" entdeckt und unkenntlich gemacht. „White Lives Matter“ (auf Deutsch: „Weiße Menschenleben zählen“) ist eine extrem rechte Parole, die als rassistische Umdeutung und Gegenbewegung zur antirassistischen Bewegung „Black Lives Matter“ (auf Deutsch: „Schwarze Menschenleben zählen“) entstand. Sie wird gezielt genutzt, um rassistische Diskriminierung zu verschleiern und gleichzeitig Vorurteile in Bezug auf „weiße Opfer“ von Gewalttaten nicht-weißer Täter*innen zu schüren. Die Parole ist Ausdruck weißen Überlegenheitsdenkens.
Von der Kreuzung Griechische Allee/ Edisonstr. bis Wattstr., Helmholzstr. und Mentellinstr. wurden insgesamt ca. 80 extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Viele Aufkleber richteten sich die Antifaschist*innen und queere Menschen, andere Aufkleber forderten die sog. "Remigration", weitere enthielten die Aufschrift "Patriotische Aktion".
An der Ecke Am Volkspark/Livländische Straße wurde ein Aufkleber mit einem Edding so abgeändert, dass eine extrem rechte Botschaft darauf zu lesen war. Die Propaganda wurde entfernt.
In einem Hausaufgang in der Adlershofer Str. wurde ein Hakenkreuz entdeckt und entfernt.
Im Spreetunnel wurde ein LGBTIQ*-feindlicher Aufkleber entdeckt und entfernt. Der Aufkleber zeigte ein Piktogramm einer heterosexuellen Familie, die sich mit einem schwarzen Regenschirm mit einem weißen Kreuz vor heruntertropfenden Regenbogenfarben der Regenbogenflagge schützt.
An der Ecke Alt-Rudow/Ehrenpreisweg in Rudow wurde auf einem Mülleimer eine Odalrune entdeckt.
Die "Odalrune" wurde während des Nationalsozialismus als Symbol für „Blut und Boden“ gedeutet. Verschiedene nationalsozialistische Organisationen wie die "Hitler-Jugend" verwandten sie. Später griffen Neonazigruppierungen wie die "Wiking-Jugend" auf sie zurück.
In der Schulstraße Ecke Maxstraße wurde ein rassistischer Aufkleber entdeckt und entfernt.
Am Bahnhof Friedenau versperrte ein Mann einem Schwarzen Jungen den Zutritt zum Fahrstuhl und fragte ihn nach seinem Pass. Anschließend sagte er, "was hast du für Haare", beschimpfte den Jungen mit dem N-Wort und schmiss seinen Roller um.
In einer sozialen Einrichtung im Bezirk Mitte kam es zu einem rassistischen Vorfall.
An der Kreuzung Mentellinstr./ Wattstr. wurden zwei Aufkleber gegen Antifaschist*innen und drei Aufkleber der "Patriotischen Aktion" entdeckt und entfernt.
In der Wilhelminenhofstr. wurde ein weiterer Aufkleber gegen Antifaschist*innen sowie zwei Aufkleber der "Patriotischen Aktion" entdeckt und entfernt.
In der Ribnitzer Straße wurde das gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten gerichtete Aufklebermotiv "Enkel gegen Links" gefunden und entfernt.
An der Tramhaltestelle S+U Pankow wurde ein Sticker eines extrem rechten Onlineversandhandels entdeckt, der sich mit der Aufschrift "Überklebt, du Zecke!" gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten richtet. Der Aufkleber zeigt die Pride-Flagge (LGBTIQ*), das Symbol des Kommunismus und eine „Zecke“, jeweils durchgestrichen. In extrem rechten Kreisen werden Linke und Punks als "Zecken" abgewertet.
In der Thulestraße wurde ein Graffiti mit der Aufschrift „Das arische Dschihad“ entdeckt. Die Parole verbindet einen zentralen Begriff aus der nationalsozialistischen Ideologie („arisch“) mit dem Begriff „Dschihad“. Solche Kombinationen werden in extrem rechten Kontexten genutzt, um eine gewaltorientierte, rassistische Ideologie zu propagieren und Aufmerksamkeit durch provokative Symbolik zu erzeugen. Das Graffiti weist auf extrem rechte Ideologie und eine Verherrlichung von Gewalt hin.
Im Nöldnerpark wurde ein Aufkleber aus einem Neonazi-Versand mit der rassistischen Aufschrift "Abschieben schafft Wohnraum" gefunden und entfernt.
Auf dem Gelände der Max-Taut-Schule wurde zudem ein Aufkleber entdeckt und entfernt, der sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten richtete. Auf dem Motiv war "Fck Antifa" zu lesen.
In der Straße Kupferkamp und am Zentrum Schöneweide wurden insgesamt fünf LGBTIQ*-feindliche Aufkleber entdeckt und entfernt. Die Aufkleber zeigten ein Piktogramm einer heterosexuellen Familie, die sich mit einem schwarzen Regenschirm vor heruntertropfenden Regenbogenfarben der Regenbogenflagge schützt.
In der Schnellerstr. wurde ein rassistischer Aufkleber, der die sog. "Remigration" forderte, sowie zehn Aufkleber der "Patriotischen Aktion" entdeckt und entfernt.
An das WC-Häuschen am Südstern wurde ein in türkiser Farbe angebrachtes Hakenkreuz überklebt.
An der Tramhaltestelle Ottomar-Geschke-Str. wurde ein Hakenkreuz entdeckt.
Im Rahmen des Globalen Frauen*generalstreiks führten zivilgesellschaftliche Akteur*innen zwischen 14:00 und 15:00 Uhr eine angemeldete Aktion im Kreuzungsbereich Frankfurter Allee Ecke Möllendorffstraße durch. Während die Gruppe in den Fußgänger*innen-Grünphasen Schilder auf dem Überweg präsentierte, kam es zu einem gezielten Einschüchterungsversuch durch einen Autofahrer.
Gegen Ende der Aktion ignorierte der Fahrer eines Transporters das Rotlicht der Ampel und blockierte den Fußgänger*innenüberweg, nachdem er die Gruppe und deren Schilder wahrgenommen hatte. Als sich drei Aktivist*innen mit ihren Schildern vor bzw. seitlich des Fahrzeugs aufhielten, fuhr der Fahrer trotz Blickkontakts erneut an. Er berührte eine der Personen leicht mit dem Fahrzeug, sodass zwei Aktivist*innen zur Seite ausweichen mussten, um Verletzungen zu vermeiden. Körperlich wurde niemand verletzt. Weil ein Fahrzeug eingesetzt wurde, handelte es sich um eine massiv bedrohliche Situation. Während der gesamten Aktion an der Kreuzung im Rahmen des globalen Frauen*generalstreiks kam es zudem wiederholt zu Beschimpfungen und beleidigenden Gesten gegenüber den Teilnehmenden.
Auf den Fensterscheiben einer sozialen Einrichtung in Lichterfelde-West wurde ein queerfeindlicher Sticker geklebt. Außerdem wurde dort ein selbstgemachter Aufkleber entdeckt, der Bezug nahm auf den Tod eines französischen extrem rechten Aktivisten Anfang 2026. Die Einrichtung wird regelmäßig mit diskriminierenden und extrem rechten Aufklebern beklebt.
Im Gerichtsgebäude in Moabit kam es zu einer rassistischen Äußerung. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
In der Seelenbinder Str. wurde ein rassistischer Aufkleber der Partei "Die Heimat" entdeckt und entfernt.
Es fand ein transfeindlicher Vorfall im Bezirk Mitte statt. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
In der Nähe der S-Bahn-Station Stresow, in der Grenadierstraße, wurde ein Aufkleber der extrem rechten „Identitäre Bewegung“ mit der Aufschrift „Heimat, Freiheit, Tradition“ entdeckt und entfernt.
Am Rande der Demonstration "Feminism Unlimited" wurden Demo-Teilnehmerinnen am Rosa-Luxemburg-Platz von einer Frau mit rechten antifeministischen, queerfeindlichen und rassistischen Bemerkungen behelligt.
In der Egmontstraße wurde auf einem Verkehrsschild ein extrem rechter Aufkleber mit der Aufschrift "FCK Antifa" gefunden und entfernt.
In der Maxstraße Ecke Schulstraße in Wedding wurde ein extrem rechter Aufkleber entdeckt und entfernt. Der Aufkleber stammte von einer fundamentalistischen katholischen Organisation, die LGBTIQ*-Feindlichkeit und antimuslimischen Rassismus verbreitet.
An einem Bauzaun auf dem Platz am Kaisersteg wurde ein Hakenkreuz entdeckt.
In der Rathenaustr. wurde ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.
Im Kissingenstadion in der Forchheimer Straße wurde eine Gruppe von sechs Personen entdeckt, die dort gemeinsam Kampfsport trainierte. Vor Ort wurden außerdem Sticker der neonazistischen Kleinstpartei „III. Weg“ geklebt. Der Sticker wurde entfernt.
In einem Zug der U8 wurde eine nichtbinäre Person von zwei Männern LGBTIQ*-feindlich beleidigt und mehrfach geschlagen. Die betroffene Person erlitt Brüche im Gesicht und einen abgebrochenen Zahn. Die Täter stiegen am Bahnhof Voltastraße aus.
In der Ringslebenstraße und im Heideläufer Weg in Buckow wurden neonazistische Schmierereien entdeckt. Neben Keltenkreuzen wurde dort eine Odalrune entdeckt. Die Schmierereien wurden inzwischen übermalt.
Die "Odalrune" wurde während des Nationalsozialismus als Symbol für „Blut und Boden“ gedeutet. Verschiedene nationalsozialistische Organisationen wie die "Hitler-Jugend" verwandten sie. Später griffen Neonazigruppierungen wie die "Wiking-Jugend" auf sie zurück.
Am Abend wurde ein Jugendlicher, der mit seiner Familie (Eltern, Kind im Kinderwagen und ein Kleinkind) am S-Bahnhof Köpenick unterwegs war, im Gedränge der Abreise von einem Union-Fan aus rassistischer Motivation angegriffen.
In der Berliner Straße wurde neben den Eingang der Partei "Bündnis 90/ Die Grünen" der Slogan "Links Faschos" gesprüht.
Es fand ein transfeindlicher Vorfall im Bezirk Mitte statt. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Im Ortsteil Mitte wurde ein Wohnungstürschild mit dem Schriftzug "Jude" markiert.
Gegen 21:25 Uhr befanden sich sechs betrunkene Jugendliche hinter dem Ostbahnhof. Sie riefen "Scheiß Juden!" und zeigten Hitlergrüße.
In einem Laden auf der Hermannstraße äußerten sich eine Verkäuferin und eine Kundin lautstark antiziganistisch und verwendeten mehrfach das Z-Wort.
An der Rennbahnstraße Ecke Roelckestraße wurden mehrere Schmierereien entdeckt, die den Nationalsozialismus verherrlichen und rassistisch sind. Zu sehen waren zwei Hakenkreuze, der Schriftzug „Heil Hitler“ sowie eine weitere rassistische Schmiererei mit dem N-Wort.
In der Konrad-Wolf-Straße Ecke Altenhofer Straße wurde ein rassistischer Aufkleber aus einem Neonazi-Versand entdeckt und entfernt. Auf dem Motiv stand die Parole "Abschieben schafft Wohnraum".
An der Tramhaltestelle Altenhofer Straße wurde zudem ein Aufkleber der Neonazipartei "Der III. Weg" mit der queerfeindlichen Aufschrift "Homopropaganda stoppen!" gefunden und entfernt.
Zudem wurde an der Tramhaltestelle Altenhofer Straße auch noch ein NS-verherrlichender Aufkleber mit der Aufschrift "Deutsches Reichsgebiet" in Kombination mit einem Reichsadler und einer Aufkleberumrandung in den Farben der Reichsflagge gemeldet und entfernt.
Am Fehrbelliner Platz veranstaltete der Bezirksverband der Partei "Alternative für Deutschland" (AfD) einen Infostand. Dort wurde die "AfD"-Zeitung "Blauer Bote" in der Ausgabe "Winter/Frühjahr 2026" verteilt. In der Zeitung ist die Rede von einer angeblich "ungebremsten Einwanderung in die Sozialsysteme". Dabei wurden auch "Deutsche mit Migrationshintergrund" als Teil dieses "Problems" genannt. Es wurden also Narrative bedient, die rassistischen und geflüchtetenfeindlichen Erzählungen folgen. Die Inhalte können daher als rassistisch gewertet werden.
Zusätzlich wurde ein Flyer mit dem Titel "7 Punkte zur Remigration" verteilt. Der verwendete Begriff „Remigration“ wird in dem Flyer als neutral dargestellt, ist jedoch ein politischer Kampfbegriff, der in rechten bis extrem rechten Kreisen Verbreitung findet. Dort dient er als Euphemismus für die Vertreibung eines großen Teils der deutschen Bevölkerung anhand rassistischer Kriterien. Zwar argumentiert die "AfD", dass sie unter dem Begriff etwas Anderes verstehe und diese Forderung mit demokratischen Werten vereinbar sei, doch ändert dies nichts an seiner Nutzung und Bedeutung im extrem rechten Diskurs. Die positive Umdeutung des Begriffs dient dazu, extrem rechte Konzepte zu normalisieren.
An der Kreuzung Schnellerstr./ Flutstr. wurde ein queerfeindlicher Aufkleber entdeckt und entfernt. Der Aufkleber zeigte ein Piktogramm einer heterosexuellen Familie, die sich mit einem schwarzen Regenschirm vor heruntertropfenden Regenbogenfarben der Regenbogenflagge schützt.
An der Tramhaltestelle Am Steinberg wurde ein Plakat sowie ein Aufkleber der kleinen neonazistischen Partei „Der III. Weg“ entdeckt. Auf dem Plakat ist „NRJ“, die Jugendorganisation der neonazistischen Partei „Der III. Weg“, abgebildet. Das Plakat wurde entfernt. Der Aufkleber trägt die Aufschrift: „Wo wir sind, kämpfen Deutsche wie Löwen! Kampf der Rotfront. Partei & Bewegung“ und wurde auch entfernt.
Eine Frau ging die Hermann-Hesse-Straße entlang und kam an zwei Männern Anfang 20 vorbei. Diese waren stark alkoholisiert und verhielten sich laut, während sie Musik hörten. Einer der Männer spuckte die betroffene Person an, während der andere lachte. Anschließend beleidigte der erste Mann die betroffene Person auf Deutsch mit dem N* Wort und forderte sie auf, die Straße sofort zu verlassen.
In der letzten Nacht wurde ein Brandanschlag auf eine Kultureinrichtung in Friedrichshain verübt, die sich als Ort für African und Afro-Diasporic creativity versteht. Der Brandanschlag wurde am technischen Gebäude der Einrichtung verübt, wodurch ein Schaden an der Entlüftungsanlage entstand. Die Feuerwehr konnte das Übergreifen der Flammen auf das Gebäude verhindern. An der Hauswand und an der Lüftungsanlage waren u. a. Hakenkreuze und die Zahl "88" gesprüht.
In der Sonntagsstraße am Annemirl-Bauer-Platz betrank sich eine 15-20-köpfige Gruppe rechter Jugendlicher und pöbelte lautstark gegen politische Gegner*innen. Eine unbeteiligte Person fühlte sich unter anderem durch Aussagen wie "Bei den ganzen Zecken hier geht mir ja das Messer in der Tasche auf" bedroht und verließ den Ort.
Vor der amerikanischen Botschaft am Pariser Platz hielten drei Reichsbürger*innen eine "Mahnwache" ab. Dabei zeigten sie Reichsfahnen.
Eine Gruppe von extrem rechten Jugendlichen warf am späten Abend in einem Haus in Gesundbrunnen, in dem Gegner*innen der extremen Rechten künstlerisch tätig sind, eine Scheibe ein. Dieselbe Gruppe hatte schon am Tag vorher eine Person, die in dem Haus aktiv ist, angepöbelt.