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Vorfalls-Chronik


Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.

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Glossar
  • NS-verherrlichende Parolen in Alt-Treptow

    09.08.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Am Abend fuhr ein Mann mit einem Fahrrad an einem Restaurant in der Karl-Kunger-Straße vorbei und rief dabei zweimal: "Heil Hitler". Das Restaurant positioniert sich eindeutig antifaschistisch und antirassistisch im Kiez.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • NS-verherrlichende und rassistische Sachbeschädigung in Reinickendorf

    09.08.2026 Bezirk: Reinickendorf

    Eine Person bemerkte auf der Gotthardstraße, dass ein Anhänger einer Fahrschule mit Hakenkreuzen, Keltenkreuzen sowie dem neonazistischen Code "C18" in roter Farbe beschmiert worden war. Der Code "C18" steht für die Neonazi-Gruppierung Combat 18, der bewaffnete Arm des weltweiten, neonazistischen Netzwerks „Blood & Honour“. Der Name mit dem Zahlencode „18“ steht für „Kampf(-gruppe) Adolf Hitler“.

    Neben dem Anhänger waren Wahlplakate der Parteien SPD und FDP ebenfalls beschmiert.

    Quelle: Meldung einer Einzelperson
  • Wahlplakat in Pankow-Zentrum beschmiert

    09.08.2026 Bezirk: Pankow

    An der Kreuzung Granitzstraße Ecke Kissingenstraße wurde ein Großplakat von DIE LINKE mit dem Slogan "Linksfaschisten" beschmiert.

    Quelle: [moskito] Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Vielfalt
  • Angriff auf Pressevertreter*innen in der Köpenicker Dammvorstadt

    08.08.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Am Abend wurde eine Presseperson von einem Mann angegriffen, der von einem Rechtsrockkonzert in der Bundeszentrale der Partei "Die Heimat" in der Seelenbinderstr. kam. Der Neonazi schlug auf die Kamera und rief eine NS-Parole.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick, Tagesspiegel 11.08.2026
  • Antimuslimisch-rassistischer Aufkleber am Alexanderplatz

    08.08.2026 Bezirk: Mitte

    An der Haltestelle der Straßenbahnlinie M4 am Alexanderplatz wurde ein Aufkleber mit der Parole „Islamisierung? Nein danke“ entdeckt und entfernt. Die Parole stellt muslimisches Leben und die gesellschaftliche Teilhabe von Muslim*innen als Bedrohung dar.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Diebstahl von Regenbogenflaggen in Prenzlauer Berg

    08.08.2026 Bezirk: Pankow

    Zwei Regenbogenflaggen wurden von einer Bar in Prenzlauer Berg entwendet. Der Betreiber beobachtete gegen 3:50 Uhr einen Mann dabei, wie dieser die an der Fensterfront befestigten Flaggen abriss und anschließend in Richtung U-Bahnhof Eberswalder Straße flüchtete.

    Quelle: Berliner Zeitung 10.8.2026
  • Extrem rechter Sticker mit Porträts von Straftäter*innen am Südkreuz entdeckt

    08.08.2026 Bezirk: Tempelhof-Schöneberg

    Am Südkreuz wurde ein Sticker mit der Forderung „Freiheit für alle politischen Gefangenen“ entdeckt. Darauf befanden sich Porträts von Manuel Eder, Alfred Wohlleben, Bianca Witzschel und Alfred Schäfer. Bei allen vier Personen handelt es sich um verurteilte extrem rechte Straftäter*innen. Der Sticker ist in Reichsfarben gestaltet.

    Quelle: Instagramm
  • Hitlergruß in der Köpenicker Dammvorstadt

    08.08.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Ein Gast eines Rechtsrockkonzertes in der Bundeszentrale der Partei „Die Heimat“ zeigte am Nachmittag nach dem Verlassen des Konzertes auf dem Mandrellaplatz den Hitlergruß.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Hitlergruß in der Köpenicker Dammvorstadt

    08.08.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Ein Gast eines Rechtsrockkonzertes in der Bundeszentrale der Partei „Die Heimat“ in der Seelenbinderstr. zeigte beim Ankommen den Ordnern vor dem Tor den Hitlergruß.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Hitlergruß in der Köpenicker Dammvorstadt

    08.08.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Ein Gast eines Rechtsrockkonzertes in der Bundeszentrale der Partei „Die Heimat“ zeigte am Abend nach dem Verlassen des Konzertes beim Überqueren der Seelenbinderstr. den Hitlergruß.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Hitlergruß in der Köpenicker Dammvorstadt

    08.08.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Ein Gast eines Rechtsrockkonzertes in der Bundeszentrale der Partei „Die Heimat“ zeigte am Nachmittag beim Verlassen des Konzertes an der Ampel des Mandrellaplatzes den Hitlergruß.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Hitlergruß in Rahnsdorf-Wilhelmshagen

    08.08.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Auf der Fähre zwischen Kruggasse und Neu Helgoland zeigte ein Gast der Fähre den Hitlergruß in Richtung der Gäste der Müggelseefischerei.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Homofeindlicher Schriftzug in Lichtenberg-Nord

    08.08.2026 Bezirk: Lichtenberg

    Auf der Rückseite eines Wahlaufstellers in der Ruschestraße Ecke Gotlindestraße wurde der homofeindliche Schriftzug "Schwule sterben aus" entdeckt.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Homophobe Bedrohung in Mitte

    08.08.2026 Bezirk: Mitte

    In der Alten Schönhauser Straße wurde ein schwules Paar auf dem Bürgersteig von zwei E-Scootern überholt. Auf ihre Aufforderung hin, „nehmt doch die Straße, die ist komplett frei," wurde ihnen zugerufen: „Ihr Schwuchteln, ich stech euch ab!"

    Quelle: Meldeformular Berliner Register
  • Infostand mit rassistischen Inhalten in Charlottenburg

    08.08.2026 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    Der Bezirksverband der Partei "Alternative für Deutschland" veranstalte in der Neuen Kantstraße einen Infostand. Es wurde unter anderem der Flyer "Berlin. Stark. Machen." verteilt. Diese Version des Flyers warb für einen AfD-Kandidaten bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus, der zur Zeit der Verteilung auch der Landesvorsizende, der AfD-Jugendorganisation "Generation Deutschland" war. Anwesend war auch eine bekannte Spitzenpolitikerin der Partei.

    In dem Flyer wird ein "Ende der ungesteuerten Massenzuwanderung" und eine "Konsquente Abschiebung von Straftätern und abgelehnten Asylbewerbern" gefordert. Als Gefahren für die Sicherheit werden "kriminelle Großfamilien" und "Clankriminalität" benannt. Es ist auch die Rede von "importierten Konflikten auf Berliner Straßen". Damit wird ein Zusammenhang zwischen geflüchteten Menschen und Kriminalität hergestellt. Es werden Narrative bedient, die rassistischen und geflüchtetenfeindlichen Erzählungen folgen, welche dazu geeignet sind, nicht weiße Personen pauschal als Bedrohung darzustellen. Die Inhalte können daher als rassistisch eingeordnet werden.

    Quelle: Register CW via Telegram
  • Israelbezogen antisemitischer Aufkleber in Mitte

    08.08.2026 Bezirk: Mitte

    In der Sebastianstraße im Ortsteil Mitte wurde ein Aufkleber mit der englischen Aufschrift „Exist Resist Return“ und einer entsprechenden arabischen Aussage entdeckt und entfernt. Abgebildet waren eine Kufiya, die das gesamte israelische Staatsgebiet und die palästinensischen Gebiete vollständig abdeckt sowie ein Schlüssel, der für die Forderung nach einer Rückkehr palästinensischer Geflüchteter und ihrer Nachkommen steht.

    Die Forderung einer umfassenden Rückkehr in das heutige israelische Staatsgebiet sowie die Aufforderung zum Widerstand stellt Israel in seiner Existenz als Schutzstaat und Zuflucht für alle vefolgten Jüdinnen*Juden infrage.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Kühnen-Gruß in der Köpenicker Dammvorstadt

    08.08.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Eine Frau zeigte beim Verlassen eines Rechtsrockkonzertes in der Bundeszentrale der Partei „Die Heimat“ in der Seelenbinderstr. den verbotenen Kühnen-Gruß.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Kühnen-Gruß in der Köpenicker Dammvorstadt

    08.08.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Ein Gast eines Rechtsrockkonzertes in der Bundeszentrale der Partei „Die Heimat“ zeigte beim Verlassen des Konzertes in der Seelenbinderstr. den verbotenen Kühnen-Gruß.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Kühnen-Gruß in der Köpenicker Dammvorstadt

    08.08.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Ein Gast eines Rechtsrockkonzertes in der Bundeszentrale der Partei „Die Heimat“ zeigte beim Ankommen in der Seelenbinderstr. den verbotenen Kühnen-Gruß.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • "Ku-Klux-Klan"-Kapuze in der Köpenicker Dammvorstadt

    08.08.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Eine Frau, die ein Rechtsrockkonzert in der Bundeszentrale der Partei „Die Heimat“ besuchte, setzte sich beim Verlassen eine weiße Kapuze auf, die denen des "Ku-Klux-Klans" nachempfunden war. Sie lief so die Seelenbinderstr. entlang.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Morddrohung an einem Wahlkreisbüro von Berliner Abgeordneten in der Kreutzigerstraße

    08.08.2026 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    An einem Wahlkreisbüro von zwei Abgeordneten in der Kreutzigerstraße wurde der Schriftzug "Tod den Grünen" angebracht. Zudem wurde ein abgenommes Wahlplakat vor die Tür gestellt. Dem darauf abgebildeten Kandidaten für die BVV Friedrichshain-Kreuzberg wurden die Augen ausgeixt und eine durchschnittene Kehle angedeutet.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Neonazi-Aufkleber in Lichtenberg-Mitte

    08.08.2026 Bezirk: Lichtenberg

    In der Wönnichstraße Ecke Münsterlandstraße wurden zwei Aufkleber aus einem Neonazi-Versand entdeckt und entfernt. Auf einem war die rassistische Parole "Für die "Gäste" nur das Beste! Remigration Airlines" zu lesen, auf dem anderen "Schweigen heißt zustimmen. Sei nicht mehr schweigsam, denn es ist Dein Land! Hol es Dir zurück!" und Werbung für den einschlägigen Nazi-Versand.

    In der Nöldnerstraße klebte zudem ein Aufkleber der Neonazipartei "Die Heimat" mit der Aufschrift "Dann wähl doch die Heimat!".

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • NS-verherrlichende Schmierereien und Anti-Antifa-Graffitis in Spandau

    08.08.2026 Bezirk: Spandau

    Auf dem Bullengrabenweg zwischen Egelpfuhlstraße und Päwesiner Weg wurden verbotene, NS-verherrlichende Schmierereien sowie „FCK Antifa“-Graffiti und ein Anti-Antifa-Zahlencode entdeckt.

    Bei den NS-verherrlichenden Schmierereien handelte es sich um die verbotene SA-Parole „Alles für Deutschland“, die zusammen mit der schwarz-gold-gelben Flagge auf dem Boden beschmiert war. Es wurde berichtet, dass Anzeige erstattet wurde.

    Darüber hinaus wurde ein weiteres Graffiti mit dem Schriftzug „AFD 1161” auf einem Eisengeländer an einer Fußgängerbrücke entdeckt. Der Zahlencode „1161“ steht für „Anti-Antifa“.

    Außerdem wurden zwei „FCK Antifa“-Graffiti auf Betonsitzbänken gesichtet. An der anderen Seite der Betonsitzbank waren „AFD“-Schriftzüge zu sehen.

    In der Nähe dieser Schriftzüge wurden an verschiedenen Orten „AFD“-Graffitis gesichtet.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • NS-verherrlichendes Handzeichen in der Köpenicker Dammvorstadt

    08.08.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Ein Gast eines Rechtsrockkonzertes in der Bundeszentrale der Partei „Die Heimat“ zeigte am Nachmittag beim Verlassen des Konzertes in der Seelenbinderstr. das „88“-Handzeichen. Die Geste steht für die verbotene Losung: „Heil Hitler“.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • NS-Verherrlichung in Kneipe in Lichtenberg-Mitte

    08.08.2026 Bezirk: Lichtenberg

    Im Anschluss an das neonazistische „Lu-Fest“ in der Parteizentrale der Neonazi-Partei „Die Heimat“ in Berlin-Köpenick suchten mehrere Teilnehmende die als Treffpunkt der extrem rechten Szene bekannte Kneipe „Sturgis“ im Lichtenberger Weitlingkiez auf, um dort weiterzufeiern.

    ​Vor Ort hielten sich unter anderem zwei Mitglieder der Neonazi-Gruppierung „Jägertruppe Berlin-Brandenburg“ auf. Sie trugen öffentlich T-Shirts mit eindeutig extrem rechten und NS-verherrlichenden Motiven und Schriftzügen: ​Auf der Vorderseite war ein Schriftzug der US-amerikanischen Rechtsrock-/Hatecore-Band „Max Resist“ zu sehen und auf der ​Rückseite die rassistische Parole „White Power Rock ’n’ Roll“, die Aufschrift „Maximum Resistance“ sowie die großflächig abgedruckte Zahl „88“ (Szenecode für „Heil Hitler“), kombiniert mit Eisernen Kreuzen.

    ​Die Kleidung und das Auftreten unterstreichen die gezielte Raumeinnahme und Präsenz der extremen Rechten im Stadtteil.

    ​Hintergrundinformationen zum Kontext:

    ​„Lu-Fest“ (Treptow-Köpenick): Am 08.08.2026 fand in Köpenick das vom „Die Heimat“-Kader Sebastian Schmidtke veranstaltete Rechtsrock-Event mit ca. 300 Teilnehmenden statt (u. a. Auftritte von Michael „Lunikoff“ Regener, „Lifa“, Enrico „Schratti“ Hager und Tobias „Bienenmann“ Winter). Mitglieder der „Jägertruppe“ sowie der Partei „Die Heimat“ übernahmen dort Ordnerfunktionen. Im Umfeld des Festivals wurden offen verbotene Kennzeichen (wie der SS-Totenkopf) sowie der verbotene Kühnengruß gezeigt.

    ​Hintergrund zur Band „Max Resist“: US-amerikanische Rechtsrock-/Hatecore-Band aus dem Umfeld der neonazistischen Musiknetzwerke „Blood & Honour“ (in Deutschland verboten) und den „Hammerskins“. Mehrere Tonträger der Band sind in Deutschland von der BZKJ indiziert. Die Band nutzt historisch u. a. den SS-Totenkopf als Symbol und vertreibt ihre Musik/Merchandise über extrem rechte Netzwerke (u. a. „PC Records“).

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in, Rechts im Bild, Wikipedia, Tagesspiegel vom 10.08.2026, Instagram
  • Rassistische Pöbelei am S-Bhf. Ostkreuz

    08.08.2026 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    Vier Männer pöbelten gegen 22:30 Uhr am S-Bhf. Ostkreuz rassistische Äußerungen. Zwei stiegen in eine S-Bahn, die anderen zwei gingen Richtung Wasserturm zur Busstation und pöbelten dabei weiter. Sie kriminialisierten Migrant*innen bzw. nicht deutsch gelesene Menschen. Sie schauten dabei gezielt Reisende an, um sie mit ihren Aussagen zu provozieren.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Rassistische Propaganda in Wedding

    08.08.2026 Bezirk: Mitte

    Am Martha-Ndumbe-Platz und in der Lindower Straße wurden zwei Aufkleber, die "Remigration" forderten, entdeckt und entfernt.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Rassistische und LGBTIQ*-feindliche Inhalte auf Veranstaltung in Charlottenburg

    08.08.2026 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    Im Charlottenburger Rathaus fand ein "AfD-Bürgerdialog", bei dem verschiedene Kommunal-, Landes- und Bundespolitiker*innen anwesend waren, statt. Es sprach ein Brandenburger Landespolitiker und "AfD"-Bundesvorstand, der vom Brandenburger Verfassungsschutz 2024 als rechtsextrem eingestuft wurde. In der Rede sprach er unter anderem von "illegaler Massenmigration", welche verantwortlich für eine zunehmende Gewalt an Schulen und Unsicherheit an öffentlichen Orten wäre. Diese Darstellungen können als rassistisch bewertet werden, da sie Angst und Feindschaft gegen Geflüchtete schüren.

    Zudem sprach er von einer drohenden Dekonstruktion der Familie sowie davon, dass Kinder "20.000 Geschlechter permanent eingetrichtert" bekommen würden. Ebenso stellte er Demonstrationen für Rechte von queeren Menschen in einen Zusammenhang mit "Sexorgien", die er als "pervers" und "abartig" bezeichnet. Die Darstellung queerer Menschen als "pervers" oder als Bedrohung für Familien und Kinder schließt an weit verbreitete LGBTIQ*-feindliche Narrative an. Die Rede kann daher als Verunglimpfung von queeren Menschen eingeordnet und als LGBTIQ*-feindlich bewertet werden.

    Quelle: Register CW via Youtube
  • Rechte Streamer*innen stören erneut antifaschistischen Protest in Charlottenburg

    08.08.2026 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    Bei einem Protest von etwa 50 Personen vor dem Eingang des Charlottenburger Rathauses gegen einen "AfD"-Bürgerdialog kam es zu Störungen durch rechte bis extrem rechte Streamer*innen. Diese filmten die Teilnehmenden unter anderem gegen ihr Einverständnis in Porträtaufnahmen ab. Insgesamt fünf Personen drängten an und in den Gegenprotest und machten immer wieder provokante Äußerungen gegenüber den Teilnehmenden. Eine Streamerin versuchte immer wieder einen Sticker mit der Aufschrift "Enkel gegen Links" an die Teilnehmenden zu verteilen. Dieses Motiv soll den politischen Gegner diffamieren, indem die zivilgesellschaftliche Organisation "Omas gegen Rechts" persifliert wird. Eine andere Person rief mehrfach "Alerta, Alerta, die Kassen sind leerer! Wer soll die bezahlen?" und spielte damit auf den extrem rechten Mythos an, dass antifaschistisch Protestierende vom Staat bezahlt würden. Die Teilnehmer*innen des Gegenprotests waren teils von dem Vorgehen der Personengruppe eingeschüchtert.

    Die gezielte Beeinträchtigung demokratischer Proteste durch das Bloßstellen und Bedrängen durch rechte Streamer ist eine verbreitete extrem rechte Strategie, welche eine massiv einschüchternde Wirkung auf die Teilnehmenden haben kann.

    Quelle: Register CW via Youtube
  • Rechtsrockkonzert in der Köpenicker Dammvorstadt

    08.08.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    In der Bundeszentrale der neonazistischen Partei „Die Heimat“ fand ab dem Nachmittag ein Rechtsrockkonzert mit über 250 Gästen statt. Bei der An- und Abreise der Neonazis kam es mehrfach zu Hitlergrüßen, Kühnen-Grüßen und anderen rassistischen Gesten.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • "White-Power"-Zeichen in der Köpenicker Dammvorstadt

    08.08.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Ein Gast eines Rechtsrockkonzertes in der Bundeszentrale der Partei „Die Heimat“ zeigte am Abend nach dem Verlassen des Konzertes in der Seelenbinderstr. das "White"-Power-Zeichen.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • "White-Power"-Zeichen in der Köpenicker Dammvorstadt

    08.08.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Ein Gast eines Rechtsrockkonzertes in der Bundeszentrale der Partei „Die Heimat“ zeigte am Nachmittag beim Verlassen des Konzertes das "White-Power"-Zeichen in der Seelenbinderstraße.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Antimuslimisch-rassistische Veranstaltung

    07.08.2026 Bezirk: Mitte

    Am Alexanderplatz in Mitte veranstaltete die Bürgerbewegung Pax Europa eine mehrstündige Kundgebung unter der Bezeichnung „Aufklärung über den Politischen Islam“. In Redebeiträgen wurden muslimische Menschen und Eingewanderte aus mehrheitlich muslimischen Ländern wiederholt pauschal als demografische, politische und sicherheitspolitische Bedrohung dargestellt.

    Unter anderem wurde behauptet, Muslim*innen würden nichtmuslimische Gesellschaften unterwandern und bei zunehmendem Bevölkerungsanteil politische Dominanz anstreben. Ein Vertreter der veranstaltenden Organisation erklärte zudem, man müsse verhindern, dass zu viele Muslim*innen in die Politik gelangten. Weitere Beiträge brachten muslimische Menschen und Migration pauschalisierend mit Terrorismus, Messerangriffen und sexualisierter Gewalt in Verbindung.

    Quelle: Registerstelle Mitte
  • Anti-Schwarze rassistische Pöbelei gegen Mutter in der U5

    07.08.2026 Bezirk: Mitte

    In der U5 zwischen Hauptbahnhof und Unter den Linden maßregelte eine ältere Frau wiederholt und zunehmend aggressiv eine Schwarze Mutter, weil deren Kind beim Husten zeitweise die Hand nicht vor den Mund hielt. Obwohl die Mutter weinte, das Kind verängstigt wirkte und mehrere Fahrgäste intervenierten, setzte die Frau ihre Äußerungen fort. Aufgrund der Unverhältnismäßigkeit und der anhaltend belehrenden, übergeordneten Haltung gegenüber der Schwarzen Mutter wird der Vorfall als anti-Schwarz rassistisch bewertet.

    Quelle: Meldeformular Berliner Register
  • Extrem rechte Aufkleber in Alt-Hohenschönhausen

    07.08.2026 Bezirk: Lichtenberg

    An der Tramhaltestelle Judith-Auer-Straße stadteinwärts wurden zwei extrem rechte Aufkleber mit der rassistischen Aufschrift "Dein Land liegt Dir am Herzen? #Remigration - Illegale Massenmigration stoppen!" gemeldet.

    Außerdem wurden an der gleichen Stelle zwei Neonazi-Aufkleber mit der Aufschrift "Hier wurde Antifapropaganda überklebt", zwei Aufkleber mit dem Motiv "Überklebt, Du Zecke!", ein Aufkleber mit der rassistischen Forderung nach "Remigration - Für ein sicheres Deutschland" und zwei Aufkleber mit der rassistischen Parole "Stolz statt bunt - Identität braucht keinen Regenbogen" gefunden.

    An der Tramhaltestelle Rhinstraße Ecke Plauener Straße wurde ein extrem rechter Aufkleber mit der rassistischen Parole "Schwarz, rot gold ist bunt genug" gemeldet und entfernt.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Extrem rechte Propaganda in Marienfelde entdeckt

    07.08.2026 Bezirk: Tempelhof-Schöneberg

    An der Bushaltestelle Großbeerenstraße / Daimlerstraße wurden zwei mit Edding aufgebrachte Hakenkreuze sowie mehrere Sticker der "NRJ", die Jugendorganisation der extrem rechten Kleinstpartei „Der III. Weg“, entdeckt.
    Zudem wurde an der Haltestelle ein sozialchauvinistischer und behindertenfeindlicher Sticker entdeckt, der sich gegen "die Antifa" richtet, mit dem Schriftzug „Antifa = asozial, nutzlos, terroristisch, idiotisch, feige, arbeitsscheu“.
    Die Hakenkreuze und die Sticker wurden unkenntlich gemacht.

    Quelle: Private Meldung
  • Neonazi-Aufkleber in Lichtenberg-Mitte

    07.08.2026 Bezirk: Lichtenberg

    In der Archenholdstraße wurden zwei Aufkleber aus einem Neonaziversand mit der gegen politische Gegner*innen gerichteten Parole "Good night left side" und zwei darauf abgebildeten Reichsflaggen in schwarz-weiß-rot gemeldet und entfernt. Zudem wurden auf dem Motiv ein Black Lives Matters-Logo, eine Black Power-Faust, ein Anarchie-Zeichen, Hammer und Sichel und ein Symbol für gleichgeschlechtliche Liebe zerschlagen.

    Auf einem Wahlkampf-Plakat der Linken klebte ein weiterer Neonazi-Aufkleber mit der Aufschrift "Mir stinken die Linken".

    In der Sewanstraße Ecke Michiganseestraße in Friedrichsfelde wurde ein Neonazi-Aufkleber mit einem gegen politische Gegner*innen gerichten und sozialchauvinistischen Motiv und der Parole "Antifa = asozial, nutzlos, terroristisch, idiotisch, feige, arbeitsscheu" entdeckt.

    Ebenfalls in der der Sewanstraße Ecke Michiganseestraße wurde ein Neonazi-Aufkleber mit der antimuslimischen Aussage "Love Gehacktes, hate Halal" gefunden.

    Am Münsterlandplatz Ecke Wönnichstraße klebte ein weiterer Neonazi-Aufkleber mit der Parole "Schweigen heißt zustimmen, Dein Land! Hol es dir zurück!". Dieser wurde entfernt.

    In der Wönnichstraße wurden noch drei weitere Neonazi-Aufkleber mit der rassistischen Aussage "Bitte flüchten Sie weiter! Hier gibt es nichts zu wohnen! Refugees not welcome!" und ein Reichsflaggenmotiv in schwarz-weiß-rot gemeldet und entfernt.

    In der Rummelsburger Straße wurden ebenfalls Neonazi-Aufkleber gefunden und entfernt. Es handelte sich dabei um die rassistischen Motive "Remigration jetzt" und "Abschieben schafft Wohnraum", eine durchgestrichene Regenbogenfahne, eine Reichskriegsfahne und ein anti-antifaschistisches Motiv.

    In der Sewanstraße wurde ein gegen politische Gegner*innen gerichteter Aufkleber aus einem extrem rechten Versand mit der Aufschrift "Kräuterschnäpse statt linker Hetze" gemeldet und entfernt. Ebendfalls in der Sewanstraße wurde ein Neonazi-Aufkleber mit dem antimuslimischen Motiv "Love Gehacktes - Hate Halal" entfernt.

    Am Rosenfelder Ring wurde zudem eine "Fuck Antifa"-Schmiererei auf einer Mauer entdeckt.

    Und in der Heinrichstraße wurde ein Aufkleber des neonazistischen "Kameradschaftsbund Anklam" aus Mecklenburg-Vorpommern gefunden und entfernt. Auf dem Motiv war auch eine Todesrune zu sehen.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • NS-verharmlosende und queerfeindliche Propaganda in Steglitz

    07.08.2026 Bezirk: Steglitz-Zehlendorf

    An einem Altkleidercontainer an der Friedrichsruher Straße Ecke Göttinger Straße wurden erneut mehrere Sticker entdeckt. Darunter befand sich ein queerfeindlicher Sticker mit dem Motiv einer heteronormativen Kleinfamilie, die sich mit einem Regenschirm vor bunten Tropfen der Progress-Pride Flagge "schützt". Außerdem wurde mehrfach der Sticker mit der Aufschrift „Wer heute der Antifa applaudiert, wäre 1933 mitmarschiert“ gefunden. Die Sticker wurden unkenntlich gemacht.

    Quelle: Bürger*innemeldung per E-Mail
  • NS-verherrlichende Schmiererei in Lichtenberg-Nord

    07.08.2026 Bezirk: Lichtenberg

    Auf einem Laternenmasten in der Ruschestraße Ecke Bornitzstraße wurde eine mit weißer Farbe geschmierte Wolfsangel entdeckt.

    Die Wolfsangel wurde in der Zeit des Nationalsozialismus von nationalsozialistischen Organisationen und SS-Einheiten verwendet. Später wurde das Symbol von extrem rechten Organisationen benutzt, die in der Bundesrepublik Deutschland als verfassungsfeindlich eingestuft wurden. Die Wolfsangel ist somit wegen ihrer Geschichte ein Kennzeichen im Sinne der Strafnorm § 86a StGB (Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen) und deshalb in Verbindung mit einer verbotenen Organisation strafbar.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Rassistischer Angriff am Schlesischen Tor

    07.08.2026 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    Eine Schwarze Person wurde vor einem Imbiss/ Kiosk zwischen dem Schlesischen Tor und der Falckensteinstraße von einem Mann unvermittelt attackiert. Der Mann sprühte dem Betroffenen Gas ins Gesicht, brachte ihn zu Boden und schlug/ trat auf ihn ein, u. a. in den Nacken. Zwei Zeug*innen benachrichtigten die Polizei. Der Täter konnte ermittelt werden.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Schriftzüge gegen Antifaschist*innen in Baumschulenweg

    07.08.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    An einem Schild am Britzer Verbindungskanal in der Nähe der Kiefholzbrücke wurden verschiedene Schriftzüge gegen Antifaschist*innen entdeckt. Darunter waren mehrfach der neonazistische Zahlencode "1161" sowie der Schriftzug "ANTIFA JAGEN".

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Extrem rechte Propaganda in Moabit

    06.08.2026 Bezirk: Mitte

    In der U9 auf höhe der Turmstraße wurde ein Aufkleber einer rechtskatholischen christlich-fundamentalistischen Organisation, die LGBTIQ*-Feindlichkeit und antimuslimischen Rassismus verbreitet, gefunden.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Extrem rechter Code an der Boxhagener Straße geschmiert

    06.08.2026 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    An der Ecke Boxhagener - / Krossener Straße wurde ein 30 km/h-Verkehrsschild so verändert, dass aus der 30 eine 88 gemacht wurde. Der extrem rechte Code steht für "Heil Hitler". Die Schmiererei wurde entfernt.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
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