Rassistische Pöbelei in Mitte
Ein Mann wurde in der Oranienburger Straße im Ortsteil Mitte von einem Mann aus dem Auto heraus mit "Ausländer raus!" und einer rassistische Geste bepöbelt.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
Ein Mann wurde in der Oranienburger Straße im Ortsteil Mitte von einem Mann aus dem Auto heraus mit "Ausländer raus!" und einer rassistische Geste bepöbelt.
Im Tiergarten wurde eine antimuslimisch-rassistische Schmiererei entdeckt. Am selben Ort wurden bereits im März und Anfang Mai rassistische Schmierereien entdeckt.
Auf der Filandastraße wurde ein Aufkleber mit antimuslimischen Inhalt entdeckt. Muslimische Männer werden dort grundsätzlich mit Gewalttätern gleichgesetzt. Der Aufkleber stammt aus einem extrem rechten Online-Shop. Er wurde entfernt.
Vor der russischen Botschaft in der Straße Unter den Linden versammelten sich etwa 30 Reichsbürger*innen zu einer Kundgebung. Die Kundgebung unter dem Titel "Frieden, Freiheit und Souveränität" verzichtete auf Redebeiträge. Die Teilnehmenden zeigten Reichsfahnen und andere Fahnen mit reichsideologischer Symbolik.
Im Mommsenstadion und in der Umgebung bis in die Jafféstraße in Westend wurden zum Berliner Landespokalfinale der Fußballherren zwischen BFC Dynamo und Eintracht Mahlsdorf zahlreiche extrem rechte Sticker verklebt. Ein größerer Teil der Sticker richtete sich gegen Gegner*innen der extremen Rechten und stammt aus extrem rechten Versandhandeln. Hinzu kamen auch Aufkleber der AfD, der extrem rechten Jungen Alternative (JA) und der extrem rechten Kleinstparteien "Die Heimat" und "Der III. Weg", mit teilweise rassistischen oder LGBTIQ*-feindlichen Inhalten. Die Sticker tauchten mehrfach neben Fanaufklebern des BFC Dynamo auf.
In der Hellersdorfer Promenade / Quedlinburger Straße wurde auf einer leeren Werbetafel eine große 1161-Schmiererei mit einem Streetart-Bild übermalt. In der Lyonel-Feininger-Straße wurden zwei weitere 1161-Schmierereien entdeckt. In der Louis-Lewin-Straße wurde in einem Durchgang ein Lambda und die Buchstaben „IB“ gesprüht. Beides steht für die extrem rechte „Identitäre Bewegung“.
Eine Person wurde im Bezirk Mitte bei der Arbeit antiasiatisch- und antimuslimisch-rassistisch diskriminiert. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Beim Einkaufen wurde eine ein Kopftuch tragende Frau in der Turmstraße von einer anderen Kundin antimuslimisch-rassistisch beleidigt.
In einer Weiterbildungseinrichtung in Wedding wurde ein Schwarzer Kursteilnehmer von zwei anderen Kursteilnehmern rassistisch beleidigt. Nach seiner Beschwerde bei der Kursleitung und der Leitung der Einrichtung wurde zunächst versucht, den Vorfall herunterzuspielen bis auch andere Kursteilnehmer*innen die Beschwerde unterstützten.
In der Ramlerstraße im Ortsteil Gesundbrunnen wurde an einer Fassade eine antisemitische Schmiererei entdeckt.
Im Bezirk Mitte ereignete sich ein antisemitischer Vorfall.
Im Rahmen eines Sit-Ins an einer Hochschule wurden u.a. antisemitische Parolen gerufen.
Auf dem Ostpreußendamm, auf Höhe der Giesensdorfer Straße wurden mehrere Aufkleber entdeckt, die sich gegen politische Gegner*innen richteten. Die Sticker stammten aus einem extrem rechten Versandshop. Sie wurden entfernt.
An der S-Bahn-Station Prenzlauer Allee wurden zwei Aufkleber aus dem rechtsextremen Spektrum entdeckt und entfernt, die sich gegen politische Gegner*innen richteten.
Um die Bushaltestelle "Zehlendorf Eiche" herum, auf dem Teltower Damm wurden mehrere Aufkleber aus extrem rechten Onlineshops entdeckt. Zusätzlich fanden sich extrem rechte Sticker am S-Bahnhof Zehlendorf. Die Aufkleber richteten sich inhaltlich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten.
An der Tramhaltestelle U-Hellersdorf wurden zwei Aufkleber von „Der III. Weg“ gesehen. Im Kastanienboulevard klebte ein Aufkleber aus einem Neonazi-Versandhandel in Reichsfarben mit einer „Schwarzen Sonne". Er wurde entfernt. In der Oelsnitzer Straße wurden zudem ein queerfeindlicher Aufkleber von „Der III. Weg“ und ein Aufkleber, der die "NRJ" bewarb, gesehen.
Am Rodeliusplatz, an der Gotlindestr. und in der Plonzstraße wurden fünf Aufkleber der extremen Rechten entdeckt. Diese titeln: "Deutsche Jugend voran" und zeigen eine Person mit einer Vermummung in den Nationalfarben, "Heimat schützen - Familie - Volk - Identität" und "Kampfsport statt Drogen", in Schwarz Weiß Rot und illustriert mit Boxhandschuhen. In der extremen Rechten gilt ein rassistisches, behindertenfeindliches und völkisches Körperideal. Ein weiterer Aufkleber zeigt einen Gewaltakt und titelt: "Good night left side".
Im Strandschloßweg wurde ein Aufkleber gegen politische Gegner*innen entdeckt und entfernt. Der Aufkleber stammte aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".
In der Alfred-Randt-Str. wurden zwei Aufkleber, die die Reichsfarben abbildeten, und ein LGBTIQ*-feindlicher Aufkleber des "III. Weg" entdeckt und entfernt.
An der Ecke Salvador-Allende-Str./ Pablo-Neruda-Str. wurde der neonazistische Zahlencode "88" und ein Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg", der zu Gewalt gegen Antifaschist*innen aufrief, entdeckt.
Im Müggelschlößchenweg wurden drei Aufkleber, die die Reichsfarben zeigten, entdeckt und entfernt.
An einem Bauzaun neben einem Club am Ostkreuz wurden mit dem Spruch "We will Dance again on Dead Bodies" die Opfer des Angriffs der Hamas auf Israel verhöhnt. Gleichzeitig ist der Spruch eine Terrorverherrlichung und eine indirekte Aufforderung zur Gewalt.
Das Anbringen des Spurchs stand in direktem Zusammenhang mit einer am Abend stattfindenen Veranstaltung, an der Überlebende des Anschlages auf das Nova-Festival vor Ort waren.
Bürger*innen meldeten der Polizei zwei antisemitische Plakate in der Planckstraße und in der Geschwister-Scholl-Straße in der Nähe der Humboldt-Universität im Ortsteil Mitte. Aufnahmen davon waren auch in sozialen Medien zu sehen gewesen. Eines der Plakate stellte die Polizei in der Planckstraße sicher.
Auf dem Plakat ist oben der Schriftzug „Make Zionists Afraid“ (Lass Zionisten Angst empfinden) zu lesen. Darunter ist ein Bild des in Washington mit seiner Partnerin bei einem antisemitisch Anschlag ermordeten Yaron Lischinsky zu sehen. Sein Gesicht ist mit einem roten Hamas-Dreieck versehen, das die Terrororganisation benutzt, um feindliche Ziele zu markieren. Unter dem Bild stehen sein Geburts- und sein Todesjahr. Vor dem Todesjahr steht ein weiteres rotes Hamas-Dreieck.
Der Deutsch-Israeli Lischinsky wurde am Mittwoch zusammen mit seiner Partnerin Sarah Milgrim erschossen, nachdem sie eine Veranstaltung des Jüdischen Museums in Washington besucht hatten. Beiden arbeiteten bei der israelischen Botschaft. Beide hatten sich in der Vergangenheit für Friedensinitiativen eingesetzt.
In der Tram in Johannisthal wurden zwei rassistische Aufkleber entdeckt und entfernt. Beide Aufkleber stammten aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".
In der Kuhnaustraße klebte ein Aufkleber mit der rassistischen Aufschrift „White lives Matter“. In der Hummelstraße wurde ein Aufkleber entfernt, der den Slogan „Make Germany White Again“ trug.
Zwei Männer in Kaulsdorf-Nord hörten laut Rechtsrock und unterhielten sich laut über Gewalt- und Mordfantasien an Geflüchteten.
In der Nähe eines Supermarkts am Roederplatz fuhr gegen 15.15 Uhr ein Mann auf einem E-Scooter Richtung Landsberger Allee und rief dabei "Ausländer raus. Deutschland den Deutschen. Ausländer raus."
Am S-Bahnhof Adlershof wurde ein rassistischer Aufkleber gegen geflüchtete Menschen entdeckt und entfernt.
Im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg ereignete sich ein rassistischer Vorfall im bestehenden Wohnverhältnis. Zum Schutz der betroffenen Personen wurden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Im Kiez um den Pilnitzer Weg wurden zahlreiche rassistische Sticker entdeckt und entfernt (u.a. mit dem Slogan "Remigration").
In der Myslowitzer Straße vor dem Klinikum Kaulsdorf wurden die Zahlencodes "444" (Deutschland den Deutschen) und "11612 (Anti-Antifaschistische Aktion) an einen Zaun geschmiert.
An der Tramhaltestelle S-Bahnhof Spindlersfeld wurde der Schriftzug "FCK AFA" (Fuck Antifa) und ein rassistischer Aufkleber aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18" entdeckt.
Auf einer Sitzbank in der Nähe des Betriebsbahnhofs Rummelsburg wurde der Zahlencode "1161" entdeckt, der für "Anti-Antifaschistische Aktion" steht und sich gegen Gegner*innen der extremen Rechten richtet.
Auch in der Gensingerstraße wurde eine "1161"-Schmiererei auf einem Schild in einer Parkanlage entdeckt.
Eine Frau stand mit einer regenbogenfarbenen Tüte an der Ampel an der Ecke Adlergestell / Dörpfeldstr. als zwei Jugendliche auf E-Rollern an ihr vorbeifuhren, sie anstarrten und dann einer "Iiiih, ne T***!" rief.
Die Schulleitung einer Schule in Pankow bezeichnete den Hinweis auf das Recht auf schulische Inklusion von Menschen mit Behinderung – ein Recht, das auch im Schulgesetz verankert ist – als „ideologische Indoktrination“.
Bei einer Behörde im Bezirk Mitte ereignete sich ein Vorfall von antiziganistischer Diskriminierung. Zum Schutz der betroffenen Personen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht und das Datum anonymisiert.
Im Wohngebiet in Hirschgarten wurden zwei Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt. Ein Aufkleber zeigte das Logo der Jugendorganisation "NRJ", der andere das Logo der "AG Körper & Geist".
Auf dem Radweg der Riesaer Straße zwischen der Louis-Lewin-Straße und der Mark-Twain-Straße befanden sich an fünf Leitbaken-Aufkleber der extrem rechten Kleinstpartei "Der III. Weg". Sie konnten entfernt werden.
Im Stegeweg im Ortsteil Reinickendorf wurde ein Flugblatt von "Die Heimat" Reinickendorf (NPD) entdeckt. Der Flyer der Neonazi-Partei warb für Mitglieder und Unterstützung durch Unterschriften für den Wahlantritt. Des Weiteren verbreitete er rassistische und antifeministische Inhalte mit Sätzen wie "Migration tötet! Täglich neue Einzelfälle, Machetenangriffe, Terroranschläge, Morde, Vergewaltigungen. Die Täter sind immer die gleichen" oder "Den Gender-Fanatikern geht es nicht um Gleichberechtigung, sondern um die Abschaffung von Identität und Familie". Bereits im Januar wurden im Ortsteil rassistische Flugblätter der Partei in Briefkästen verteilt.
Im Landschaftspark Johannisthal wurden zwei Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.