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Vorfalls-Chronik


Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.

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Glossar
  • Extrem rechte Schmiererei in der Köpenicker Dammvorstadt

    02.03.2011 Bezirk: Treptow-Köpenick

    An ein Gebäude in der Bahnhofstraße wurden neben anderen Kürzeln auch die Buchstaben „ANB“ gesprüht. „ANB“ steht für „Autonome Nationalisten Berlin“ und wird häufig als einzelner Schriftzug verwendet.

    Quelle: Integrationsbeauftragter Treptow-Köpenick
  • NS-verherrlichende Schmierereien in Johannisthal

    01.03.2011 Bezirk: Treptow-Köpenick

    An der Bushaltestelle Sterndamm/ Stubenrauchstraße wurde in großen roten Buchstaben "Frei Sozial National" an die Scheiben gesprüht. Weitere Schmierereien an der selben und der gegenüberliegenden Bushaltestelle wurden mit der gleichen Farbe gesprüht, sind aber nicht mehr lesbar. Ein Hakenkreuz wurde anscheinend übersehen.

    Quelle: Jusos Treptow-Köpenick
  • Rechte Pöbelei in Friedrichshain

    26.02.2011 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
    Nach einer Pöbelei am S-Bhf. Köpenick fuhren mehrere vermeintliche rechte, jugendliche Fußballfans Richtung Innenstadt. Auf dem S-Bhf. Ostkreuz wurden gegen 1:15 Uhr wiederholt Passant*innen von den Jugendlichen angepöbelt. Inhaltlich richtete sich die Provokation und Pöbelei gegen den politischen Gegner. Angepöbelt und provoziert wurden jedoch alle Passanten.
    Quelle: Register Friedrichshain
  • Extrem rechte Bedrohung in Friedrichshain

    25.02.2011 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
    Abends versuchten drei vermeintliche Neonazis eine Gruppe Linker auf dem Bahnhof Ostkreuz anzugreifen (Zitat: "Ey - wir sind Autonome Nationalisten, wir gehen nicht einfach so an Punks vorbei"). Der Versuch scheiterte.
    Quelle: Antifa Friedrichshain
  • Aufkleber gegen Antifaschist*innen in Baumschulenweg

    24.02.2011 Bezirk: Treptow-Köpenick

    An einem Supermarkt in der Baumschulenstraße wurden zwei Aufkleber entfernt. Auf einem stand: „Organisiert die Anti-Antifa! good night left side“, der andere bewirbt eine rechtsextreme Internetseite.

    Quelle: Antifaschistisches Bündnis Süd-Ost
  • Rassistische Propaganda in Charlottenburg

    24.02.2011 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf
    In der Brandenburgischen Straße, über den Adenauerplatz bis zur Lewishamstraße wurden zwischen dem Nachmittag des 23. Februars und dem frühen Morgen des 24. Februars 5 „Fremdarbeiter Invasion Stoppen“-Aufkleber verklebt.
    Quelle: Infoportal CW
  • Rassistischer Flyer der NPD im Rathaus Treptow in Plänterwald

    24.02.2011 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Im Rathaus Treptow wurde eine Postkarte des Landesverbandes der NPD gefunden, die verschiedene rassistische Klischees bedient. Z.B. steht dort „Millionen Fremde kosten und Milliarden. Ausländer in ihre Heimat zurückführen!“ Abgebildet sind ein schwarzer Mensch, eine Frau mit Kopftuch und ein Mann mit Schnurrbart, Hakennase und Turban, die auf einem fliegenden Teppich sitzen.

    Quelle: SPD Treptow-Köpenick
  • NS-verherrlichende Sprüherei u.a. in Niederschöneweide

    23.02.2011 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Im Fußgängertunnel am S-Bhf. Schöneweide wurde mit roter und schwarzer Farbe gesprüht. Auf dem Graffiti wurde das Wort „bunt“ durch „Braun Rot“ übermalt und um eine stilisierte Hitlerfigur wurde ein Herz gemalt. Weiterhin war die Zahl „88“ gesprüht worden und eine Parole gegen antifaschistisches Engagement. Am Ausgang war ein Hakenkreuz gesprüht worden. Der 23.2. ist der Todestag von Horst Wessel. Er wird seit mehreren Jahren von der rechten Szene Berlins genutzt, um Horst Wessel zu gedenken. Im Rahmen dieses Gedenkens kommt es immer wieder zu Klebe- und Sprühaktionen.

    Quelle: Zentrum für Demokratie
  • Extrem rechte Aufkleber in Niederschöneweide

    22.02.2011 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Am Eingang zum Fußgängertunnel am S-Bhf. Schöneweide am Michael-Brückner-Platz wurden drei Aufkleber mit rechtsextremen Inhalten entfernt. Einer richtet sich gegen Einwanderung, zwei sprechen sich gegen die BRD aus.

    Quelle: Zentrum für Demokratie
  • Rassistische Veranstaltung in Friedrichshagen

    22.02.2011 Bezirk: Treptow-Köpenick
    In Friedrichshagen wurden in einer Kneipe in der Scharnweberstraße ca. 50 bis 100 Postkarten der Partei „Die Freiheit“ gefunden. Einige Forderungen knüpfen an islamfeindliche und rassistische Ressentiments an, wie z.B. „Für eine differenzierte Zuwanderung – gegen Einwanderung in unser soziales Netz“. Diese Parole suggeriert, das MigrantInnen vorwiegend nach Deutschland kämen, um den Sozialstaat auszunutzen. Diese Sichtweise auf Einwanderung kann empirisch widerlegt werden und sie ignoriert das derzeitige Zuwanderungs- und Asylrecht.
    Quelle: SPD Treptow-Köpenick
  • Extrem rechte Aufkleber in Niederschöneweide

    21.02.2011 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Im Fußgängertunnel am S-Bhf. Schöneweide wurden 3 Aufkleber aus dem rechtsextremen Spektrum entdeckt. Auf einem wurde gegen politische Gegner gehetzt, auf einem anderen wurde die Schweiz als Vorbild gelobt, weil dort „kriminelle Ausländer nach Hause geschickt“ würden. Ein dritter Aufkleber widmete sich dem Thema Umweltschutz.

    Quelle: Zentrum für Demokratie
  • Rassistische Pöbelei in Friedrichshain

    20.02.2011 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
    Ein Mann, der bei einem Fastfood-Restaurant am Frankfurter Tor arbeitet, wurde gegen 2.30 Uhr von einem Gast rassistisch beleidigt. Der 50-jährige Täter versuchte den 35-jährigen Mann zu schlagen.
    Quelle: ReachOut Berlin
  • Rassistische und neonazistische Pöbelei in Charlottenburg

    19.02.2011 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf
     Am 19. Februar gegen 22:10 Uhr in der Joachimstaler Straße wurde einem Mann der Zutritt zu einer Diskothek verwehrt, da er sich nicht ausweisen konnte. Die Person reagierte mit rassistischen Beleidigungen und versuchte das Sicherheitspersonal zu schlagen. Es fand auch eine Verherrlichung des Nationalsozialismus statt.
    Quelle: Kleinen Anfrage Nr. 17/11221 Abgh.; Infoportal CW
  • LGBTIQ*-Feindlicher Angriff in Kreuzberg

    18.02.2011 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
    Ein 18-Jähriger wurde gegen 14.35 Uhr in der U-Bahn Hallesches Tor von einer Gruppe von ca. fünf unbekannten Jugendlichen homophob beleidigt, bedroht und auf den Kopf geschlagen.
    Quelle: Polizei Berlin
  • Rassistische Flyer der NPD in Wilhelmshagen

    18.02.2011 Bezirk: Treptow-Köpenick
    In Neu-Venedig wurde in einem Briefkasten ein Flyer der NPD vorgefunden mit der Aufschrift "Millionen Fremde kosten uns Milliarden - Ausländer in die Heimat zurückführen".
    Quelle: Register Friedrichshain
  • Neonazistische Propaganda in Friedrichshain

    16.02.2011 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
    In der Marchlewskistraße, Höhe Comeniusplatz/ Polizeirevier wurden zwei Aufkleber mit der Aufschrift “Rudower Spinne bleibt schwarz weiß rot“ gesichtet und entfernt.
    Quelle: Register Friedrichshain
  • Neonazistische Propaganda in Wilmersdorf

    16.02.2011 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf
    Am 16. Februar klebten Berliner Straße Ecke Prinzregentenstraße 2 selbstgemachte Plakate bezüglich des „Trauermarschs“ in Dresden.
    Quelle: Infoportal CW
  • NS-relativierende Schmiererei und Aufkleber gegen Antifaschist*innen in Niederschöneweide

    16.02.2011 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Am S-Bhf. Schöneweide in der Haupthalle am Ende der Treppe des Bahnsteigs 3-4 wurde auf den Boden die Parole „Dresden 1945 – unvergessen“ gesprüht. Im Fußgängertunnel am S-Bahnhof war auf das Graffiti die gleiche Parole gesprüht und ein Aufkleber mit der Aufschrift „Kampf der Rotfront – Anti-Antifa organisieren“ geklebt worden. Der gleiche Aufkleber hing auch an der Rolltreppe im Tunnel zum Michael-Brückner-Platz.

    Quelle: Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus in Berlin (MBR)
  • Neonazistische Propaganda in Wilmersdorf

    15.02.2011 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf
    Mitte Februar wurden in mehrere Wellen mehr als 40 neonazistische Plakate und 50 Aufkleber der NPD und des neonazistischen Trauermarschs in Dresden verklebt. Diese befanden sich unter anderem in der: Konstanzer Straße zwischen Wittelsbacher Straße und Duisburger Straße, in der Westfälischen Straße zwischen Joachim-Friedrich-Straße und dem Kurfürstendamm, in der Heilbronner Straße zwischen Georg-Wilhelm-Straße und Damaschkestraße und in der Damaschkestraße bis zum Kurfürstendamm. Außerdem klebten noch welche am Lehniner Platz und in der Trautenaustraße Ecke Nassauische Straße.
    Quelle: Infoportal CW
  • Rassistische Propaganda in Kreuzberg

    15.02.2011 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
    Die sog. “Bürgerbewegung Pro Deutschland“ verteilte Flugblätter mit rassistischem Inhalt in Hausbriefkästen in der Lausitzer Straße.
    Quelle: Register Friedrichshain
  • Aufkleber gegen politische Gegner*innen u.a. in Niederschöneweide

    14.02.2011 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Im Tunnel am S-Bhf. Schöneweide wurde ein Aufkleber aus dem Kameradschaftsspektrum entfernt, der sich gegen Linke richtet. An der Bushaltestelle vor der Villa offensiv in der Hasselwerder Straße, wurde ein Aufkleber der NPD mit der Aufschrift „Inländerfreundlich“ entfernt.

    Quelle: Zentrum für Demokratie, Villa offensiv
  • LGBTIQ*-Feindlicher Angriff in Kreuzberg

    13.02.2011 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
    Ein 45-jähriger Trans* Mann wurde gegen 1.30 Uhr in der Urbanstraße von fünf unbekannten Männern homophob beleidigt, geschlagen, getreten und verletzt. Ihm wurde die Brieftasche und das Handy geraubt.
    Quelle: ReachOut Berlin
  • LGBTIQ*-Feindlicher Angriff in Kreuzberg

    12.02.2011 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
    Ein 54-jähriger Mann wurde gegen 20.30 Uhr in der Urbanstraße von einem unbekannten Mann homophob beleidigt, bespuckt und ins Gesicht geschlagen.
    Quelle: Polizei Berlin
  • Rechte Propaganda in Wilmersdorf

    11.02.2011 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf
    Die rechte Partei „Pro Berlin“ verteilte am 11. Februar in Charlottenburg-Wilmersdorf Postkarten in Briefkästen, die sich gegen den EU-Beitritt der Türkei richteten. Betroffen waren u.a. Anwohner_innen der Landhausstraße.
    Quelle: Infoportal CW
  • Sachbeschädigung an Linken-Büro in Niederschöneweide

    09.02.2011 Bezirk: Treptow-Köpenick

    An die Scheiben des Büros der Partei Die LINKE in der Brückenstraße wurde ein Plakat aus dem rechtsextremen Spektrum geklebt, dass an die Bombardierung Dresden im Jahr 1945 erinnert. Es wurde genau über ein Plakat gegen einen Naziaufmarsch in Dresden geklebt, das von innen an die Scheibe angebracht wurde.

    Quelle: Partei Die Linke
  • Rassistische Flyer u.a. in Niederschöneweide

    07.02.2011 Bezirk: Treptow-Köpenick

    In einem Briefkasten in der Hasselwerderstraße wurde eine Postkarte der NPD gefunden, auf der zum einen ein Zitat Sarrazins steht und im Weiteren gefordert wird „Ausländer in ihre Heimat zurückzuführen“. Auf der Rückseite kann dann ein Mitgliedsantrag der NPD oder Infomaterial angefordert werden. An einem Mast vor den Räumlichkeiten des Zentrums für Demokratie wurde ein Aufkleber aus dem rechtsextremen Kameradschaftsspektrum entdeckt, der sich für das Erinnern an den 13. Februar 1945 ausspricht.

    Quelle: Zentrum für Demokratie
  • Extrem rechte Veranstaltung in Niederschöneweide

    06.02.2011 Bezirk: Treptow-Köpenick

    In der Kneipe „Zum Henker“ fand eine Veranstaltung mit mehreren Dutzend Teilnehmer/innen statt. Es handelte sich um eine Schulung zum Thema Verhalten bei Demonstrationen. Während er Veranstaltung wurde auch politisches Infomaterial zu politischen Gegnern und zu Dresden verteilt.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Extrem Rechte Propaganda in Friedrichshain

    04.02.2011 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
    Mitglieder der sogenannten “Freien Kräfte“ der NW-Berlin haben die ersten von angekündigten 500.000 Nazi verherrlichenden “Schnipseln“ auf Bahnhöfen und in Einkaufszentren “unter die Menschen“ gebracht, u. a. auch in Friedrichshain (Eigenmeldung auf der Website der Freien Kräfte). 18.30 Uhr: Hunderte “Dresden unvergessen“-Schnipsel wurden im Ringcenter geworfen.
    Quelle: Register Friedrichshain
  • NS-verharmlosender Aufkleber in Baumschulenweg

    03.02.2011 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Am S-Bahnhof Baumschulenweg wurde auf dem Bahnsteig ein Aufkleber entdeckt, der die deutschen Soldaten, die während des 2. Weltkriegs gekämpft haben als „beste Truppe der Welt“ bezeichnet.

    Quelle: Zentrum für Demokratie
  • Behindertenfeindliche Beleidigung in Friedrichshain

    02.02.2011 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
    Gegen 13 Uhr waren drei Polizei-Einsatzwagen aus Dresden und einer aus Berlin in der Kreutzigerstraße, um zwei zum Wärmen aufgestellte Feuertonnen zu löschen. Die Dresdner Polizisten amüsierten sich laut abfällig über einen Menschen mit Handicap, die Berliner Beamten schauten zu. Die Polizisten verweigerten die Herausgabe ihrer Dienstnummern und nahmen keine Anzeige auf, mit der Begründung, dass sie im Einsatz seien. Die Fahrzeugnummern wurden notiert. Ob eine Anzeige Aussicht auf Erfolg hätte, wurde mit einem Anwalt in der Folgezeit besprochen.
    Quelle: Register Friedrichshain
  • Rassistische Propaganda in Charlottenburg

    01.02.2011 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf
    Anfang Februar wurden auf einem Altkleider-Container in der Knesebeckstraße zweimal groß der Schriftzug “Islam stoppen” geschmiert
    Quelle: Infoportal CW
  • Extrem rechte Aufkleber in Niederschöneweide

    31.01.2011 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Im Fußgängertunnel am S-Bhf. Schöneweide, am Michael-Brückner-Platz und am Zentrum für Demokratie wurden insgesamt 5 Aufkleber gefunden, die rechtsextreme Inhalte hatten. Einer richtete sich gegen Linke, zwei waren rassistisch motiviert und zwei weitere solidarisieren sich mit einem rechtsextremen Internetradio solidarisieren.

    Quelle: Zentrum für Demokratie
  • Rassistische Bedrohung in Kreuzberg

    31.01.2011 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
    Ein islamischer Frauenverein erhielt ein Schreiben mit folgendem Inhalt: “Achtung! Aufpassen! ihr seit armselige Kreaturen in den Augen der Deutschen Bevölkerung. Wenn Ihr Euch hier in unserem Land nicht Anpassen wollt, dann geht wieder Nachhause. Raus!“
    Quelle: Polizei Berlin
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