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Vorfalls-Chronik


Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.

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Glossar
  • Gründung eines Kreisverbandes einer antimuslimischen Partei in der Köpenicker Altstadt

    16.04.2011 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Die Partei Pro Berlin gründete einen Kreisverband in Treptow-Köpenick und stellte Kandidaten für die Abgeordnetenhauswahl und die BVV-Wahl auf. Pro Berlin vertritt rechtspopulistische Thesen, ihr Hauptthema ist die vermeintliche Islamisierung der deutschen Gesellschaft. Im Internet präsentieren sich die neu aufgestellten Kandidaten vor dem Rathaus Köpenick.

    Quelle: Antifaschistisches Bündnis Süd-Ost
  • Rassistische Propaganda in Friedrichshain

    15.04.2011 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
    Im Ring Center belästigten extreme Rechte die Besucher mit Informationsschnipseln ihrer rassistischen “Ausländer Raus Kampagne“. Einige Besucher versuchten die Schnipsel einzusammeln und informierten die Polizei.
    Quelle: Register Friedrichshain
  • Bedrohung eines Antifaschisten in Müggelheim

    14.04.2011 Bezirk: Treptow-Köpenick
    Ein Mann, der in Müggelheim rechtsextreme Aufkleber entfernte, wurde von einem 18-20 Jährigen Radfahrer erst beobachtet, dann angesprochen. Im Gespräch teilte er mit, dass er "kein Nazi" sein, sondern nur "national". Per Handy rief er dann Freunde an und teilte ihnen den Standort des Aufkleberkratzenden mit. Er verfolgte ihn zudem mit dem Fahrrad. Zu einem Angriff kam es nicht. Der Mann, der die Propaganda entfernt hatte, wurde im Verlauf des Jahres noch mehrfach von dem Neonazi belästigt. (siehe 23.5., 6.6., 1.7. und 4.12.2011)
    Quelle: Zentrum für Demokratie
  • Antimuslimischer Flyer in Grünau

    11.04.2011 Bezirk: Treptow-Köpenick
    In Grünau wurden in Briefkästen Flyer der Partei Pro Berlin gesteckt. Inhaltlich richten sie sich gegen einen Beitritt der Türkei in die EU, weil damit einer Islamisierung Deutschlands Vorschub geleistet werden würde.
    Quelle: Grünauer Bürgerinitiative
  • Extrem rechte Aufkleber in Baumschulenweg

    07.04.2011 Bezirk: Treptow-Köpenick

    An der Kreuzung Neue Krugallee/Baumschulenstraße wurden zwei Aufkleber des sogenannten Freien Netzes mit der Aufschrift “Meines Volkes Not, ist meine Not! Nationaler Sozialismus jetzt!” entdeckt und entfernt.

    Quelle: Zentrum für Demokratie
  • Hitlergruß in Friedrichshain

    07.04.2011 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
    Im McDonalds am Frankfurter Tor zeigte ein Mann den Hitlergruß und rief “Sieg Heil“.
    Quelle: Polizei Berlin
  • Rechte Propaganda in Wilmersdorf

    05.04.2011 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf
    Am 05. April klebte an der Bushaltestelle Forckenbeckstraße / Sportanlagen Richtung Zoologischer Garten ein Aufkleber der rechtspopulistischen Bürgerbewegung „Pro Deutschland“.
    Quelle: Infoportal CW
  • Extrem rechte Parole in Oberschöneweide

    31.03.2011 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Am Ende der Edisonstraße, dort wo die Straße an der Wuhlheide oben entlang führt, wurde zwischen beiden Brücken eine ca. 8 m große Parole entdeckt. Sie lautet „frei sozial national“. Es ist unklar, wann die Sprüherei entstanden ist.

    Quelle: Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus in Berlin (MBR)
  • NPD-Flyer im Zentrum für Demokratie in Niederschöneweide

    31.03.2011 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Im Zentrum für Demokratie wurde ein Flyer der NPD hinterlegt, auf dem die NPD-Brandenburg ihre vermeintliche soziale Kompetenz unter der Überschrift „Soziale Politik macht man nicht mit Links“ vorstellt.

    Quelle: Zentrum für Demokratie
  • NPD-Werbung in Plänterwald

    30.03.2011 Bezirk: Treptow-Köpenick

    An der S-Bahnbrücke am Dammweg wurde "jetzt npd" gesprüht und an einer Mülltonne daneben "nck npd" entdeckt. “NCK” ist ein Sprüher- und Rappergruppe aus Treptow-Köpenick, die bisher nicht im Zusammenhang mit rechtsextremen Schmierereien aufgefallen ist.

    Quelle: Antifaschistisches Bündnis Süd-Ost
  • Neonazistische Propaganda in Wilmersdorf

    29.03.2011 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf
    Am 29. März wurden 3 Hakenkreuze auf die Sitzbank der Bushaltestelle des 249ers Richtung Roseneck am Heidelberger Platz geschmiert. Nachtrag: Als die Hakenkreuze durch linke Aufkleber überklebt wurden, wurden 2 neue Hakenkreuze mit grünem Edding auf die Sitzbank geschmiert.
    Quelle: Infoportal CW
  • Neonazistische Propaganda in Friedrichshain

    27.03.2011 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
    In einem Baum in der Hausburgstr. hingen erneut Turnschuhe die mit Hakenkreuzen, Siegrunen und dem Namen “Adolf Hitler“ beschmiert worden waren.
    Quelle: Polizei Berlin
  • Extrem rechte Aufkleber in Johannisthal

    25.03.2011 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Am Abend wurden an der Bushaltestelle Sterndamm/ Stubenrauchstraße mehrere Aufkleber der NPD, des freien Netzes und des Nationalen Widerstandes Berlin entdeckt. Darunter fanden sich Parolen wie "Das Volk wird kaputtgespart. Deutsches Geld für deutsche Aufgaben!" "Gäste kommen, Gäste gehen... Gute Heimreise" und "Das abgewrackte System entsorgen! Nationaler Sozialismus gegen Kapitalismus"

    Quelle: Jusos Treptow-Köpenick
  • Rassistische Propaganda in Friedrichshain

    25.03.2011 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
    In den letzten Tagen wurden wiederholt rassistische Postkarten und Flyer von der “Pro-Bewegung“ in Briefkästen rund um den Platz der Vereinten Nationen, im Samariterkiez und in der Boxhagener Straße verteilt.
    Quelle: Register Friedrichshain
  • Massive extrem rechte Propaganda in Johannisthal

    23.03.2011 Bezirk: Treptow-Köpenick

    An der Kreuzung Stubenrauchstraße/Springbornstraße wurden mehrere Dutzend Aufkleber mit mit rechtsextremen Inhalten verklebt. Darunter auch Plakate im A2-Format auf denen stand: "Die Erfolge der Demokraten: Arbeitslosigkeit - Wirtschaftskrise - Überfremdung - Kulturverfall - Meinungsunfreiheit - Migrantengewalt - Perspektivlosigkeit - Armut - Schuldkult - Zerstörung der deutschen Sprache – Überwachung. Dies soll Deutschlands Zukunft sein? Wir sagen nein! Wehrt euch endlich! Die Antwort auf dieses Unrecht lautet: Nationaler Sozialismus! [URL] Nationale Sozialisten Zossen". Im Hintergrund ist ein Bettler abgebildet. Auf den Aufklebern fanden sich Parolen wie „Berlin bleibt deutsch“, "Nationaler Sozialismus", „Das abgewrackte System entsorgen! Nationaler Sozialismus gegen Kapitalismus","Rudower Spinne bleibt schwarz-weiß-rot" und "Die Milliarden gehören dem Volk! ...nicht den Banken! NPD". Nachdem im Verlauf des Nachmittags bereits viel rechtsextreme Propaganda entfernt worden war, sind gegen 21 Uhr wieder neue Aufkleber, diesmal mit rassistischem Inhalt in Johannisthal auf dem Sterndamm entdeckt worden. Es waren z.B. Aufkleber angebracht worden, auf denen ein Minarett auf dem Reichstag zu sehen war. Dazu stand die Parole „"Jetzt reichts - Ausländer raus“. Hinzu kam ein Motiv der NPD auf dem „HartzlV für Westerwelle“ gefordert wird.

    Quelle: Jusos Treptow-Köpenick
  • Aufkleber gegen Antifaschist*innen in Johannisthal

    22.03.2011 Bezirk: Treptow-Köpenick

    An der Bushaltestelle Stubenrauchstraße/ Sprinbornstraße wurde ein Aufkleber aus dem Kameradschaftsspektrum entdeckt. Auf ihm steht: „Augen auf! Meldet uns Treffpunkte, Aktivitäten, Personalien und Übergriffe von Linksextremen“.

    Quelle: Jusos Treptow-Köpenick
  • Trans-feindliche Schmiererei in Friedrichshagen

    22.03.2011 Bezirk: Treptow-Köpenick

    An einen Geldautomaten im S-Bahnhof Friedrichshagen wurde das Wort „Transe“ gesprüht. Für transsexuelle Menschen ist „Transe“ ein Schimpfwort, insofern sollten mit dieser Sprüherei transexuelle Menschen beleidigt werden.

    Quelle: Integrationsbeauftragter Treptow-Köpenick
  • Neonazistische Propaganda in Kreuzberg

    21.03.2011 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
    Eine Schule in Kreuzberg wurde an zehn Stellen mit rechten Symbolen und Sprüchen besprüht: “NS jetzt“; “Ausländer raus“, “Juden vergasen“, “Sieg Heil“ sowie Hakenkreuze und SS-Runen.
    Quelle: Polizei Berlin
  • Hakenkreuz in Plänterwald

    19.03.2011 Bezirk: Treptow-Köpenick

    An der Bushaltestelle des Bus 167 Richtung Schöneweide am S-Bahnhof Plänterwald wurde ein Hakenkreuz gemalt.

    Quelle: Antifaschistisches Bündnis Süd-Ost
  • Extrem rechte Aufkleber in Johannisthal

    18.03.2011 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Am Sterndamm und an einer Bushaltestelle in der Stubenrauchstraße wurden insgesamt fünf Aufkleber mit den Parolen „Die Lüge lebt vom Schweigen.“ und "Machs Maul auf es geht auch um dich!“ entdeckt und entfernt. Urheber sind kameradschaftsnahe Strukturen.

    Quelle: Jusos Treptow-Köpenick
  • Rassistische Propaganda in Wilmersdorf

    16.03.2011 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf
    Am 16. März klebte Zähringerstraße Ecke Württembergische Straße ein „Anti-Moscheebau“-Aufkleber von „Pro Deutschland“.
    Quelle: Infoportal CW
  • Extrem rechte Kundgebung in Niederschöneweide

    15.03.2011 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Während im Zentrum für Demokratie eine Diskussionsveranstaltung zum Thema „Demokratieerklärung oder Bespitzelungsklausel“ stattfand, veranstalteten Neonazis aus dem Spektrum der verbotenen Kameradschaft Frontbann24 eine Gegenkundgebung mit ca. 40 Personen. Ihre Veranstaltung musste auf der gegenüberliegenden Straßenseite an der TRAM-Haltestelle des S-Bahnhofs Schöneweide stattfinden. Nach 40 Minuten, in denen über Megafon gegen die Leiterin der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus gehetzt wurde, beendeten sie ihre Kundgebung.

    Quelle: Zentrum für Demokratie
  • Rechte Propaganda in Wilmersdorf

    15.03.2011 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf
    Am 15. März klebten in der Eisenzahnstraße ein Aufkleber „Meines Volkes Not ist meine Not“ der Internetseite „freies-Netz.com“ und an einer BSR-Tonne Ravensberger- Ecke Brandenburgische Straße klebten 2 Aufkleber mit der Aufschrift „Kein Fußbreit den Antideutschen“ sowie jeweils einmal „Meines Volkes Not ist meine Not“ und „sind sie zu stark bist du zu schwach“ (Zeigt die Festnahme eines Neonazis/Hooligans). Auf einem benachbarten Fahrkartenautomaten klebten noch jeweils ein „Kein Fußbreit den Antideutschen“- und „sind sie zu stark bist du zu schwach“-Aufkleber.
    Quelle: Infoportal CW
  • Rassistische Propaganda in Friedrichshain

    13.03.2011 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
    Die sog. Bürgerbewegung “Pro Deutschland“ hatte mit einer Postkartenauslage im Empfangsbereich eines Altenheims in Friedrichshain versucht, Eigenwerbung für eine stark rassistische Petition an den Deutschen Bundestag zu machen. Die Postkarten wurden entfernt.
    Quelle: Register Friedrichshain
  • Hakenkreuze u.a. in Plänterwald

    12.03.2011 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Auf den Kunststoffsitzen im Bushaltehäuschen am S-Bhf. Plänterwald wurden in der Nacht vom 12. auf den 13.3. vier kleine Hakenkreuze und die Parole „Antifa raus“ gemalt.

    Quelle: Antifaschistisches Bündnis Süd-Ost
  • Extrem rechte Pöbelei in Friedrichshain

    10.03.2011 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
    Zwei vermeintliche Neonazis pöbelten nachmittags Gabriel-Max-/Kopernikusstr. einen Mann unvermittelt als “Zecke“ an und verfolgen ihn. Er konnte sich in ein Café flüchten.
    Quelle: Antifa Friedrichshain
  • LGBTIQ*-Feindlicher Angriff in Friedrichshain

    08.03.2011 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
    Gegen 19.45 Uhr in der U5 von Alexanderplatz Richtung Hönow befanden sich 6-8 männliche angetrunkene vermeintliche Nazipunks in Begleitung von zwei Hunden. Sie belästigten erst Demonstrationsteilnehmerinnen der Frauentagsdemonstration mit aggressiven nazistischen Pöbeleien und wandten sich dann mit homophoben Pöbeleien einem scheinbar schwulen Mitreisenden zu. Auf die Pöbeleien folgten Drohungen gegen den Mitreisenden. Kein Fahrgast reagierte darauf. Kurz vor dem Bahnhof Samariterstraße griff einer aus der Gruppe den Mann körperlich an. Ein Fahrgast reagierte und forderte, sie sollten aufhören. Opfer, Zeugin und Nazipunks verließen Samariterstraße die U-Bahn. Die Nazipunks ließen sich darauf vor dem Netto in der Frankfurter Allee nieder.
    Quelle: Register Friedrichshain
  • Hitlergruß in Kreuzberg

    07.03.2011 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
    In der Bergmannstr. zeigte ein Mann den Hitlergruß gegenüber einer asiatischen Frau und rief mehrfach “Sieg Heil“.
    Quelle: Polizei Berlin
  • Neonazistische Propaganda in Wilmersdorf

    06.03.2011 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf
    Am 6. März wurden am Heidelberger Platz 4 Hakenkreuze auf die Sitzbank der Bushaltestelle des 294ers Richtung Roseneck geschmiert. Es wurde Anzeige gegen Unbekannt bei der Polizei erstattet.
    Quelle: Infoportal CW
  • Sachbeschädigung mit NS-Parolen in Niederschöneweide

    06.03.2011 Bezirk: Treptow-Köpenick

    In der Nacht von Samstag auf Sonntag besprühten zwei Neonazis verschiedene Gebäude in Niederschöneweide mit NS-Symbolen und Parolen. Das Bürgeramt, das Zentrum für Demokratie, das Büro der Linkspartei und ein Hotel sind davon betroffen. Die beiden Täter wurden von der Polizei festgenommen.

    Quelle: Zentrum für Demokratie, Pressemitteilung der Polizei
  • Angriff auf Veranstaltung des Zentrum für Demokratie und Bedrohung von Teilnehmenden in Niederschöneweide

    05.03.2011 Bezirk: Treptow-Köpenick

    In den neuen Räumlichkeiten des Zentrums für Demokratie fand eine Veranstaltung statt. Während dieser Veranstaltung wurden aus einem fahrenden Auto heraus eine Flasche und ein Böller auf die Einrichtung geworfen. Dabei wurde eine heruntergelassene Jalousie getroffen und leicht beschädigt. Nach Beendigung der Veranstaltung wurden die Gäste nach eigenen Angaben beim Verlassen der Räumlichkeiten von Neonazis gefilmt.

    Quelle: Zentrum für Demokratie, Pressemitteilung der Polizei
  • Rassistischer Angriff in Alt-Treptow

    04.03.2011 Bezirk: Treptow-Köpenick
    In der Elsenstraße wurde ein 30-jähriger Mann gegen 19:25 Uhr von einem 45-jährigen Nachbarn rassistisch beleidigt und zweimal mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Der 30-Jährige erlitt Verletzungen im Gesicht.
    Quelle: Pressemitteilung der Polizei
  • Rassistischer Angriff in Friedrichshain

    03.03.2011 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
    Eine 30-jährige französische Studentin und ein 23-jähriger Student aus Kamerun wurden auf dem Ostbahnhof von einem 27-jährigen Mann rassistisch beleidigt und angegriffen.
    Quelle: ReachOut Berlin
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