Antisemitische Propaganda in Mitte
In der Tucholskystraße im Ortsteil Mitte wurde ein Aufkleber entdeckt, der die Situation in Gaza mit der Schoa gleichsetzt.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
In der Tucholskystraße im Ortsteil Mitte wurde ein Aufkleber entdeckt, der die Situation in Gaza mit der Schoa gleichsetzt.
In einer Passage zwischen der Richardstraße und der Karl-Marx-Straße wurde die Schmiererei „Death to ‚Israel‘“ entdeckt.
Im Müggelschlößchenweg wurden insgesamt 15 extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Zwei der Aufkleber riefen zu Gewalt gegen Antifaschist*innen auf, die restlichen waren NS-verharmlosend und enthielten die Reichsfarben. Alle Aufkleber stammten aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".
Ein weiterer Aufkleber gegen Antifaschist*innen aus demselben Onlinehandel wurde in der Salvador-Allende-Str. entdeckt und entfernt.
In der Alfred-Randt-Str. wurden weitere fünf Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.
An der Haltestelle Johannisthal Kirche wurden zwei extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Ein Aufkleber enthielt die Aufschrift "Das ganze Deutschland soll es sein." mit einer Karte des Deutschen Reichs. Beide Aufkleber stammten aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".
Am Nachmittag war ein Mann in der Hainstr. unterwegs und spielte dabei laut extrem rechte Musik ab.
An der Tramhaltestelle Michendorfer Straße wurde eine „FCKAFA"-Schmiererei entdeckt und überklebt. In der Janusz-Korczak-Straße wurde ein „FCK Antifa“-Aufkleber entdeckt. In der Weiherkette wurden mehrere extrem rechte Sticker entdeckt, die zum Teil entfernt wurden. In der Kastanienallee wurden mehrere extrem rechte und rassistische Sticker entdeckt und tlw. entfernt, darunter ein Aufkleber der den rassistischen „Klu Klux Klan“ bewarb. Im Randweg wurde ein Aufkleber von „Der III. Weg“ entfernt.
Im Auerbacher Ring wurden extrem rechte Sticker entdeckt und teilweise entfernt, sie enthielten beispielsweise Reichsflaggen. Im Kastanienboulevard wurde eine „1161"-Schmiererei, ein LGBTIQ*-feindlicher extrem rechter Aufkleber entdeckt, sowie ein „White Lives Matter“ Aufkleber teilweise entfernt.
Auf der Straße des 17. Juni wurden sechs Plakate der Neonazi-Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt. Drei der Plakate richteten sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten.
An der Ecke Mayschweg / Köpenzeile wurde ein extrem rechter Aufkleber aus einem neonazistischen Onlinehandel entdeckt und entfernt.
Am Wetterpilz an der Ecke Sigismundkorso und Maximiliankorso in Frohnau wurde mit blauer Sprühfarbe der extrem rechte Zahlencode „1161" sowie "Hansa Rostock" angebracht. Die Zahlenkombination „1161“ meint "Anti-Antifaschistische-Aktion". Außerdem wurde an die Wand eines Klohäuschens am Ludolfingerplatz mit einem schwarzen Stift in großen Buchstaben "JN Gebiet" geschrieben. Der Schriftzug wurde einige Tage später entfernt.
Auf Tischtennisplatten in der Nähe der Leiblstr. wurde zweimal der Schriftzug "Sieg Heil" und fünf Hakenkreuze entdeckt und entfernt.
Auf dem S-Bahnhof Plänterwald wurde ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.
In der S42, zwischen den Stationen Neukölln und Hermannstraße, zeigte ein Mann den Hitlergruß. Außerdem soll er sich mit folgenden Worten geäußert haben: "Auf Gaza-Demos dürfen die gegen Juden sein und wir Neonazis dürfen das nicht. Das verstehe ich nicht."
An der Ecke Thomasstraße/Karl-Marx-Straße wurde eine Person von einem Mann angegriffen. Der Mann sei mit einer Deutschlandflagge auf dem Fahrrad durch den Kiez gefahren und habe dabei Menschen bedrängt und gefragt, was sie von der Flagge halten. Die betroffene Person wurde im Zuge der Auseinandersetzung queerfeindlich beleidigt und leicht verletzt.
In der Mühlenstraße Ecke Florastraße wurde einen LGBTIQ*-feindlicher Aufkleber der „Stolzmonat“-Kampagne entdeckt und entfernt. Der "Stolzmonat" ist eine extrem rechte Online-Kampagne, welche im Juni 2023 als Gegenentwurf zum "Pride Month" initiiert wurde. Sie diente der Verhöhnung und Ablehnung von LGBTIQ*-Personen und -Rechten in Verbindung mit Nationalismus. Erkennungszeichen ist die in den Nationalfarben Deutschlands eingefärbte Pride-Flagge (Regenbogenfahne). Es beteiligte sich ein breites Spektrum an Blogger*innen der extremen Rechten, rechten Influencer*innen und Mitgliedern der AfD.
Auf dem Lieselotte-Berger-Platz in Rudow wurde ein LGBTIQ*-feindlicher Aufkleber entdeckt. Dieser titelte "Es gibt #NUR ZWEI Geschlechter" und zeigte eine zerstörte Pride-Flag.
In der Schneeglöckchenstraße Ecke Maiglöckchenstraße wurden zwei Aufkleber entdeckt. Der erste ist ein LGBTIQ*-feindlicher Aufkleber der „Stolzmonat“-Kampagne, der zweite trägt den Aufdruck „Hier wurde Antifa-Propaganda überklebt“. Der „Stolzmonat“ ist eine extrem rechte Online-Kampagne, die im Juni 2023 als Gegenentwurf zum „Pride Month“ initiiert wurde. Sie dient der Verhöhnung und Ablehnung von LGBTIQ*-Personen und -Rechten in Verbindung mit Nationalismus. Erkennungszeichen ist die in den Nationalfarben Deutschlands eingefärbte Pride-Flagge (Regenbogenfahne). Ein breites Spektrum von Bloggerinnen der extremen Rechten, rechten Influencerinnen und Mitgliedern der AfD beteiligte sich an der Kampagne. Der zweite Aufkleber richtet sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten
Auf dem Kaisersteg wurde der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt.
In der Müggelheimer Str wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift "HKNKRZ" (Hakenkreuz) entdeckt und entfernt.
Ein NS-verherrlichender Aufkleber wurde in der Seenhausener Straße Ecke Vincent-Van-Gogh-Straße mit dem Motiv Reichsadler vor schwarz-weiß-roter Reichsfahne und dem Spruch "Deutschland, meine Heimat!" entdeckt. Zudem ein gegen Antifaschist*innen gerichteter Aufkleber mit dem Motiv "Love football, hate Antifa!". Beide Aufkleber befanden sich auf einem Mülleimer.
Weiterhin wurde in den Krugwiesen im Welsekiez ein migrationsfeindlicher "FCK Asyl"-Schriftzug und ein queerfeindliches Aufklebermotiv ("Es gibt nur zwei Geschlechter") gemeldet.
Auf der Sitzmauer zwischen der Bushaltestelle Kurpromenade und einem Supermarkt am Ritterfelddamm wurden NS-verherrlichende Schriftzüge und Zahlencodes entdeckt und entfernt. Neben dem "Sieg Heil"-Schriftzug standen dort die Abkürzung "HH" für "Heil Hitler" und der Zahlencode "1488". Der Zahlencode "14" steht für das rassistische Bekenntnis der "Fourteen Words“ und "88" als Code für "Heil Hitler“.
An der Bushaltestelle am Ostkreuz Ausgang Hauptstraße wurde eine Mutter mit ihrer Tochter von einem Mann rassistisch beschimpft und beleidigt. Als die Mutter versuchte zu deeskalieren, wollte der Mann handgreiflich werden. In dem Moment kam der Bus und die Betroffenen konnten sich der Situation entziehen. Niemand von den anderen Reisenden schritt ein.
Gegen 18:45 Uhr saßen eine weiße und eine schwarze Frau an der Tramstation Warschauer Straße. Ein Mann mit kahl geschorenem Kopf stellte sich direkt in nur ca. 30 cm Abstand vor den Frauen auf und starrte sie, ohne zu blinzeln mit drohendem Blick, an. Dann wendete er sich gezielt der schwarzen Frau zu und starrte sie an, bevor er eine nickende Kopfbewegung in ihre Richtung machte. Er drehte sich um und begann etwas in seiner Tasche zu suchen. Die Frauen hatte große Angst, dass er ein Messer oder eine andere Waffe aus seiner Tasche holen würde. Der Mann holte einen Edding aus seiner Tasche und zeichnete anschließend eine "Wolfsangel" auf eine Tafel direkt neben den beiden Frauen. Die "Wolfsangel" ist ein verbotenes NS-Symbol.
Am Nachmittag befand sich eine Gruppe von Männern im Ortsteil Hakenfelde im Bus. Die drei Männer waren klar erkennbar der extrem rechten Szene zuzuordnen anhand ihrer Hakenkreuztattoos. Eine Mitfahrerin wurde von den Männern aufgrund ihrer Hautfarbe mit Blicken fixiert und eingeschüchtert.
Im Theodor-Loos-Weg in Gropiusstadt wurde ein rassistischer Sticker mit der Aufschrift "Its nice to be white" und einer abgebildeten Hand, die das "White Power"-Zeichen formt, entdeckt. Der Aufkleber wurde entfernt.
Wiederholt wurde in Schöneberg ein Graffiti entdeckt, dass sich gegen Hindus wendet.
An mindestens fünf Stellen wurde an Hauswänden in der Urbanstraße Schmierereien angebracht. Abgebildet waren Hammer und Sichel am Galgen hängend. Das Zeichen Hammer und Sichel steht für Kommunismus. Die Galgensymbolik wird insbesondere von der extremen Rechten als Drohung gegen ihre politische Gegner*innen genutzt.
Eine kurdische Schriftstellerin berichtete, dass sie im Bezirk Mitte wegen ihrer Werke in kurdischer Sprache rassistisch diskriminiert worden sei.
Eine kurdische Schriftstellerin berichtete, dass sie auf einer Konferenz in Wedding wegen ihrer Werke in kurdischer Sprache rassistisch diskriminiert worden sei.
Am S-Bahnhof Tiergarten wurde eine Frau von einem Mann antimuslimisch-rassistisch beleidigt.
Zwei Schwarze Frauen wurden am späten Abend in der U-Bahnlinie 8 zwischen den Bahnhöfen Gesundbrunnen und Osloer Straße von einem Mann rassistisch beleidigt.
In der Putbusser Straße im Ortsteil Gesundbrunnen wurde eine antisemitische und terrorverherrlichende Schmiererei entdeckt.
In der Erich-Weinert-Straße wurde ein Schriftzug entdeckt, der „Free Palestine from homophobia“ lautete. Das Wort „homophobia“ wurde durchgestrichen und durch „Israhell“ ersetzt. Dabei wird Israel als Staat nicht einfach kritisiert, sondern als grundsätzlich dämonisiert und als böse dargestellt.
Ein Mann sagt zu seiner Arbeitskollegin, dass die Roma ja noch 100 Jahre bräuchten, um sich zu integrieren. Der Vorfall wird als antiziganistisch gewertet, weil eine Roma Person auf Grund ihrer Gruppengehörigkeit stereotypisierend des Lebens auf Kosten anderer bezichtigt wurde.
Am 16.06. gegen 17 Uhr wurden mehrere vermummte Personen vor den Räumlichkeiten einer Jugendfreizeiteinrichtung und eines alternativen Kulturzentrums in Neu-Hohenschönhausen beobachtet. Kurz danach wurden mehr als zehn Aufkleber der Neonazi-Kleinstpartei "Der III. Weg" an der kompletten Glasfront samt Briefkästen entdeckt (sechs große mit der Aufschrift "National, Revolutionär, Sozialistisch" und vier kleinere mit den Motiven "Asylflut stoppen!" bzw. "Ausländergewalt stoppen! Massenabschiebungen starten!"). Alle wurden am nächsten Vormittag entfernt.
In einem Gebäude der Humboldt-Universität in der Rudower Chaussee wurden zwei Aufkleber entdeckt und entfernt, die zum Mord an politischen Gegner*innen der extremen Rechten aufriefen.
An der Bushaltestelle Bucher Chaussee / Achillesstraße wurde ein Aufkleber mit dem Symbol der "Schwarzen Sonne" entdeckt.
Im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg ereignete sich ein behindertenfeindlicher Vorfall im bestehenden Wohnverhältnis. Zum Schutz der betroffenen Personen wurden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Im Allendeviertel wurden insgesamt 12 extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt.
Im Strandschloßweg wurden sechs Aufkleber entdeckt. Ein Aufkleber hatte einen rassistischen Inhalt, mehrere Aufkleber riefen zu Gewalt gegen Antifaschist*innen auf.
Im Müggelschlößchenweg wurden ebenfalls sechs extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Sie richteten sich, teils mit Gewaltaufrufen, gegen Antifaschist*innen und verwendeten die Reichsfarben.
An der Ecke Müggelheimer Str. / Pohlestr. wurden zwei extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Beide stammten aus einem neonazistischen Onlinehandel.
Im Herzberge Park wurden zwei Aufkleber mit Deutschlandflagge und der Aufschrift "Patriotische Aktion" gemeldet und entfernt.
Am S-Bahnhof Friedenau (Bahnhofstraße Ecke Wielandstraße) wurde ein extrem rechter Aufkleber bemerkt und entfernt, der sich gegen Antifaschismus richtete. Der Sticker wurde entfernt.
Am S-Bahnhof Schönholz im Ortsteil Reinickendorf wurden mehrere in schwarzer Farbe gesprühte Hakenkreuze an Metallpfählen gesehen. Kurze Zeit später waren sie unkenntlich gemacht worden.