Anti-Antifa-Aufkleber in der Nähe des Sportforums
In der Konrad-Wolf-Straße, vor dem Sportforum, wurde ein anti-antifaschistischer Aufkleber aus einem Neonaziversand mit der Aufschrift "Love football, hate antifa" gefunden und entfernt.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
In der Konrad-Wolf-Straße, vor dem Sportforum, wurde ein anti-antifaschistischer Aufkleber aus einem Neonaziversand mit der Aufschrift "Love football, hate antifa" gefunden und entfernt.
Ein Mann und eine Frau wurden in einer Grünanlage am Arnswalder Platz von einem Unbekannten auf antisemitische Weise beleidigt. Anschließend entfernte sich der Täter vom Tatort.
Auf einem Mülleimer im Ortsteil Mitte wurde folgende Schmiererei entdeckt: „The Death 4“ und darunter vier Davidsterne.
Es fand ein antiziganistischer Vorfall im Bezirk Lichtenberg statt. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht und das Datum anonymisiert.
Im Müggelschlößchenweg wurden zwei Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt. Ein Aufkleber stammte aus einem neonazistischen Onlinehandel.
An der Hauswand der Jugendkultureinrichtung Königstadt in der Saarbrücker Straße wurden sechs Aufkleber gegen politische Gegner*innen aus dem extrem rechten Spektrum gefunden, insbesondere gegen Antifaschist*innen.
Am S-Bahnhof Ahrensfelde wurden mehrere Aufkleber von „Der III. Weg“ entdeckt. Sie enthielten Slogans gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten sowie rassistische und LGBTIQ*-feindliche Inhalte.
In der Wupatzseestr., darunter auch am Zaun der dortigen Oberschule, wurden drei Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.
Im Fürstenwalder Damm wurde ein antisemitischer Aufkleber entdeckt und entfernt.
An der Tramhaltestelle Möllendorffstraße Ecke Storkower Straße wurde ein Aufkleber der extrem rechten "Jungen Nationalisten" entdeckt und entfernt.
Der Reinickendorfer Kreisverband der Neonazi-Partei "Die Heimat" veröffentlichte im Juni mehrere Beiträge auf Facebook. Sie kommentierten einen Vorfall mit einem Messer, der sich im Bezirk ereignet hatte. Weitere Beiträge befassten sich mit aktuellen politischen Debatten um Wehrpflicht und Waffenlieferungen und kommentierten diese unter anderem mit "Wir Deutschen wollen keinen Krieg". In einem anderen Beitrag hieß es: "Allen, die der Islamisierung unserer Heimat trotzen, wünschen wir frohe Pfingsten". Des Weiteren wurde zum 28. Juni zu einem Sommerfest mit ostpreußischem Essen im einen privaten Garten eingeladen.
In einer Bankfiliale in der Straße Hasenheide kam es zu einem homofeindlichen Angriff gegen ein schwules Paar. Das Paar wartete in einer Schlange vor einem Geldautomaten, als sich ein Mann vordrängeln wollte. Als sie den Mann darauf aufmerksam machten, wurden sie homofeindlich beleidigt. Beim Verlassen der Bankfiliale lauerte der Mann dem Paar mit zwei Begleitern auf und sprühte Reizstoff nach ihnen. Beide erlitten Augenreizungen. Zudem wurde mit Fäusten auf die beiden Männer eingeschlagen. Sie trugen Platzwunden am Kopf davon. Die Angreifer ergriffen anschließend die Flucht.
Es fand eine LGBTIQ*-feindliche Bedrohung in Adlershof statt. Zum Schutz der betroffenen Person wurden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Vor dem Gebäude des Robert-Koch-Instituts am Nordufer in Wedding hielten etwa 10 Personen aus der verschwörungsideologischen Szene eine Kundgebung ab. Die Mahnwache forderte die "Aufarbeitung" der Corona-Pandemie. Dabei wurde ein Bild eines NS-Verbrechers, das während der Nürnberger Ärtzteprozesse aufgenommen wurde, gezeigt.
Auf der Rückseite eines Spielplatzschildes in der Nossener Straße wurde eine NS-verherrlichende Schmiererei entdeckt. Neben einen Hakenkreuz wurde dort "Hitler" geschmiert.
In der Nacht zum Montag wurde zum wiederholten Male das Banner eines queeren Jugendzentrums in der Friedrich-Franz-Straße abgerissen.
In der Delbrückstraße und in der Archenholdstraße wurden verschiedene Aufkleber aus einem bekannten Neonaziversand entdeckt. Es wurden folgende rassistische Motive gefunden und entfernt: "Talahons abschieben!", "Nix Yallah, Yallah! Hier wird Deutsch gesprochen!" in Frakturschrift, "Asylbetrüger nicht willkommen! Heimreise statt Einreise!" und "White boy summer - Jetzt auch in Deiner Stadt!".
Von einem Laternenpfahl in der Kopernikusstraße Ecke Simon-Dach-Straße wurden zwei Sticker eines rechten Onlinehandels entfernt, die sich gegen die politische Gegnerschaft der extremen Rechten richteten.
In Folge der Berichterstattung des Medienportals NIUS über ein Projekt des Vereins Frauenhauskoordinierung e.V. zur Förderung von Intersektionalität in Frauenhäusern riefen Unbekannte die Schwarze Projektleiterin mehrere Tage lang an und verlangten eine Stellungnahme. In dem Artikel wurde zudem ein Foto sowie persönliche Informationen der Mitarbeiterin verbreitet, bei der es sich nicht um eine öffentlich bekannte Person handelte. Verbunden mit den Hassanrufen sah diese sich dadurch eingeschüchtert. Dies wurde als rassistisch motiviert eingeschätzt. Die Arbeitgeberin musste Schutzmaßnahmen für ihre Angestellte ergreifen.
Im Malchower Weg Ecke Döhrendalstraße wurde ein Anti-Antifa-Aufkleber aus einem neonazistischen Versand mit dem Motiv "Antifa-freie Zone" mit einem durchgestrichenen Antifa-Logo, einem durchgestrichenen Punk und einer durchgestrichenen symbolisierten nicht-binären Person vor der schwarz-weiß-roten Reichsfahne entdeckt und entfernt.
Am Obersee wurde am Lindenweg Ecke Käthestraße eine Schmiererei mit der Zahlenkombination "1161" gemeldet. Die Zahlenkombination „1161“ richtet sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten und meint "Anti-antifaschistische-Aktion".
In einem ICE nach Berlin bedrohten und beleidigten fünf Teenager einen Mitreisenden auf antiasiatisch-rassistische Weise bis er am Berliner Hauptbahnhof ausstieg und ihnen, die dort ebenfalls ausgestiegen waren, über einen anderen Ausgang entkommen konnte. Weitere Mitreisende, welche die Bedrohung mitbekommen hatten, hatten im Zug nicht interveniert.
In der S-Bahn im Bezirk Mitte äußerte eine Person antimuslimisch-rassistische Beleidigungen.
Es ereignete sich ein antisemitischer Vorfall. Zum Schutz der betroffenen Person wurden keine weiteren Informationen veröffentlicht und das Datum anonymisiert.
Auf einer Versammlung, die vom Platz der Luftbrücke zum Tempelhofer Hafen zog, wurden u.a. antisemitische und terrorverherrlichende Parolen gerufen.
Auf einer Kundgebung im Ortsteil Mitte wurden u.a. mehrere antisemitische Parolen gerufen.
Am S-Bahnhof Adlershof wurde ein rassistischer Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt.
An der Bushaltestelle Krankenhaus Köpenick / Südseite und in der Erwin-Bock-Str. wurden insgesamt vier extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Sie richteten sich gegen Antifaschist*innen, enthielten die Reichsfarben und warben für einen extrem rechten Onlinehandel.
Im Auerbacher Ring und dem Kastanienboulevard wurden mehrere Sticker mit rassistischen und LGBTIQ*-feindlichen Inhalten entdeckt und teilweise entfernt. In der Glauchauer Straße wurde ein Aufkleber von „Der III. Weg“ entfernt.
In der Bachstraße wurden mindestens sieben extrem rechte Aufkleber entdeckt. Diese enthielten die gegen politische Gegner*innen gerichteten Slogans wie „Good Night Left Side“ und „Antifa-freie Zone", sowie den rassistischen Slogan „White Lives Matter“. Sie wurden großteils unkenntlich gemacht oder entfernt.
An der Ecke Werlseestr. / Rahndorfer Str, Ecke Möllenseestr. / Flakenseestr., in der Peetzseestr. und der Karl-Frank-Str. wurden insgesamt acht extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Die meisten richteten sich gegen Antifaschist*innen, ein großer Teil der Aufkleber stammten aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18", ein Aufkleber richtete sich gegen gendersensible Sprache.
Auf dem Geländer der Brücke über die Erpe im Grillenweg wurde zweimal der neonazistische Zahlencode "1161" und der Schriftzug "Hate Antifa" entdeckt und entfernt.
Im U-Bahnhof Leopoldplatz und in seiner Umgebung wurden mehrere Aufkleber einer fundamentalistischen katholischen Organisation entdeckt und entfernt. Die Organisation verbreitet LGBTIQ*-Feindlichkeit und anti-muslimischen Rassismus.
In der Ossietzkystraße wurde ein Aufkleber der extrem rechten Jugendgruppe "Deutsche Jugend Voran" (DJV) mit der Aufschrift "Alles fürs Vaterland!" entdeckt und entfernt. Darauf war eine vermummte Person mit einem Reichsadler auf dem T-Shirt und einem Schlagstock in der Hand abgebildet.
An der Tramhaltestelle Rüdickenstraße wurden mehrere extrem rechte Aufkleber gemeldet, einige davon vom Versandhändler "Druck88". Auf einem Motiv stand die Parole "Ich wurde als Deutscher geboren und schulde der Welt einen Scheiß", im Hintergrund eine schwarz-weiß-rote Reichsflagge.
Am selben Ort wurde ein Aufklebermotiv mit der Aufschrift "Enkel gegen Links" gemeldet. Dieses Motiv soll den politischen Gegner diffamieren, indem die zivilgesellschaftliche Organisation "Omas gegen Rechts" persifliert wird.
Im Elchdamm und im Wesselburer Weg in Heiligensee wurden morgens NS-verharmlosende Schmierereien bemerkt. Insgesamt wurden an 18 Autos, teils unleserliche, Graffitis bemerkt. Auf vier der Fahrzeuge hatten Unbekannte verfassungswidrige Inhalte hinterlassen, darunter den Schriftzug NSDAP sowie Hakenkreuze. Ein Zeuge rief die Polizei. Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts ermittelt.
An der Kreuzung Grazer Damm / Prellerweg wurde eine Frau von zwei Jugendlichen auf einem E-Scooter rassistisch beleidigt. Die beiden Jugendlichen versuchten auch sie zu bespucken und traten ihr von dem E-Scooter aus gegen den Oberschenkel. Als die beiden Jugendlichen an den Vorfallsort zurückkehrten, war auch die Polizei schon eingetroffen. Sie entschuldigten sich bei der Betroffenen, die aber trotzdem Anzeige stellte.