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Vorfalls-Chronik


Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.

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Glossar
  • Neonazistischer Zahlencode in Weißensee

    14.06.2025 Bezirk: Pankow

    In der Bernkasteler Straße Ecke Piesporter Str. wurde der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt. Die Zahlenkombination „1161“ richtet sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten und steht für "Anti-antifaschistische Aktion".

    Quelle: [moskito] Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Vielfalt
  • Rassistischer Angriff in Charlottenburg-Nord

    14.06.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    Nachdem ein 51-jähriger Mann morgens seinem Hund im Volkspark Jungfernheide Kommandos in ukrainischer Sprache gegeben hat, wurde er von zwei Unbekannten nach seiner Nationalität befragt. Als er geantwortet hat, Ukrainer zu sein, wurde ihm von einem der beiden ein Messer in den Bauch gestoßen. Der Betroffene wurde in ein Krankenhaus eingeliefert, aber befand sich nicht in Lebensgefahr. Ein antislawisch-rassistisches Motiv der Tat liegt nah.

    Quelle: Polizeimeldung vom 14.06.2025 (Nr.1655)
  • Rassistisch motivierte Bedrohung in Alt-Hohenschönhausen

    14.06.2025 Bezirk: Lichtenberg

    Zwei Jugendliche haben auf einem Sportplatz Fußball gespielt. Auf dem Weg zwischen Fußballplatz und einer umliegenden Schule sind zwei Personen mit einem Hund vorbei spaziert und haben "Ausländer raus!" und "Geht dahin wo ihr herkommt!" zu den zwei Jugendlichen auf dem Sportplatz gerufen. Zwischen den Jugendlichen und den Spaziergänger*innen war ein hoher Zaun und eine verschlossene Tür. Einer der Jugendlichen, der von den rassistischen Parolen betroffen war, ist an dem Zaun hochgeklettert und hat zurück gerufen "Haut ab!". Daraufhin hat einer der Spaziergänger gerufen "Komm doch her wenn du dich traust!" und hat sich Gummihandschuhe (Einweghandschuhe, wie sie zum Reinigen genutzt werden) angezogen. Das hat den Jugendlichen Angst gemacht, weil sie dadurch dachten, dass die Person ein Messer mit sich tragen könnte. Die Jugendlichen sind dann zum Vereins-Häuschen gelaufen und haben einen Trainer zur Hilfe geholt. Der Trainer hat mit den Personen außerhalb des Sportplatzes gesprochen, woraufhin sie weitergelaufen sind. Der Vorfall ereignete sich außerhalb des Trainings und nur, weil die Jugendlichen als "Ausländer" gelesen wurden.

    Quelle: Berliner Register
  • Rechte Musik im Supermarkt in Adlershof

    14.06.2025 Bezirk: Treptow-Köpenick

    In einem Supermarkt in Adlershof wurde über die Musikanlage ein Lied einer Rechtsrockband gespielt. Nachdem sich ein Kunde beschwerte, entschuldigte sich der Marktleiter und versicherte, dass dies nicht mehr vorkommen würde.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Rechte Veranstaltung in Wilmersdorf

    14.06.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    In einer Eventlocation am Hohenzollerndamm fand das jährliche Sommerfest der neurechten Wochenzeitung „Junge Freiheit“ (JF) mit bis zu 500 bundesweiten Gästen statt. Es nahmen unter anderem mehrere prominente AfD-Politiker*innen der Bundes- und Landesebene teil, aber auch ein prominenter Politiker der rechten Kleinstpartei "Werteunion". Auch der in extrem rechten Kreisen vernetzte Gastgeber des Potsdam-Treffens 2024 war anwesend. Zudem waren auch verschiedene extrem-rechte Influencer*innen vor Ort. Ein Journalist des rechtspopulistischen Mediums "Nius" fotografierte anwesende Pressevertreter*innen und rief dazu auf persönliche Informationen über die Journalist*innen zu veröffentlichen. Dieses Verhalten kann eine einschüchterende Wirkung auf die betroffenen Pressevertreter*innen haben.

    Die JF gilt als zentrale Publikation und Sprachrohr der Neuen Rechten und vertritt unter dem Deckmantel des Konservatismus zum Teil auch nationalistische, antidemokratische und völkische Positionen.

    Vor der Veranstaltungslocation fand zugleich ein Gegenprotest der Omas gegen Rechts statt.

    Quelle: Register CW, X, tagesspiegel vom 18.06.2025
  • Reichsbürger*innenkundgebung am Brandenburger Tor

    14.06.2025 Bezirk: Mitte

    Auf dem Pariser Platz hielten in der Spitze etwa fünf Reichsbürger*innen eine Mahnwache ab. Es waren Personen aus dem Umfeld verschiedener reichsideologischer Gruppen anwesend. Die Teilnehmenden zeigten Reichsfahnen.

    Quelle: Registerstelle Mitte
  • Schmiererei und Aufkleber gegen Antifaschist*innen in Lichtenberg-Nord

    14.06.2025 Bezirk: Lichtenberg

    In der Gotlindestraße Ecke Schottstraße wurde auf einem Mülleimer ein Schriftzug der „EHL“ (=Einheit Lichtenberg) und die Zahlenkombination "1161" entdeckt. Die Zahlenkombination „1161“ richtet sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten und meint "Anti-antifaschistische-Aktion". Zudem wurden mehrere "Fck Antifa"-Sticker gefunden.

    In der Kleingartenanlage in der Rhinstraße wurde ein Aufkleber des österreichischen TV-Senders "Auf1" entdeckt und entfernt. Der österreichische TV-Sender verbreitet unter anderem extrem rechte und verschwörungsideologische Inhalte.

    Quelle: Lichtenberger Register
  • Anti-Antifa-Schmiererei am Ostkreuz

    13.06.2025 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    Am Abgang der Gleise 5 und 6 am S-Bhf. Ostkreuz wurde die Schmiererei "1161" (Anti-Antifa) unkenntlich gemacht.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Antisemitismus auf Kundgebung in Tiergarten

    13.06.2025 Bezirk: Mitte

    In Tiergarten fand eine pro-palästinensische Kundgebung mit über 1000 Teilnehmenden statt. Dabei wurden die israelbezogenen, antisemitischen Parolen "From the river to the sea; Palestine will be free" , "From the sea to the river; Palestine will live forever" , "There is only one state; Palestine 48", welche dem Staat Israel das Existenzrecht abspricht und "Kindermörder Israel" gerufen. Mit der Bezeichnung Israels als "Kindermörder" wird auf antisemitische Ritualmordlegenden angespielt. Auch auf Schildern und Bannern wurde Antisemitismus verbreitet. So wurde ein Transparent mit der Aufschrift "One genocide does not justify another" gezeigt. Damit wird die Shoah mit dem aktuellen Krieg in Gaza verglichen und relativiert. Auf einem Plakat war von der "zionist entity" ("zionistische Entität") die Rede. Ein weiteres Plakat verglich die Situation in Gaza mit dem Vernichtungslager Auschwitz.

    Quelle: Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus e.V., Registerstelle Mitte
  • Erneut "SS"-Rune auf einem Plakat in der Rigaer Straße

    13.06.2025 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    Auf einem Kulturplakat der "Retrospektive: 25 Jahre laborgras" in der Rigaer Straße wurde auf den Kopf einer abgebildeten Person eine in blauer Farbe geschmierte "SS"-Rune unkenntlich gemacht.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Extrem rechte Aufkleber in Friedrichshagen

    13.06.2025 Bezirk: Treptow-Köpenick

    An der Ecke Julius-Hart-Str. / Werlseestr. wurde ein antifeministischer Aufkleber gegen gendersensible Sprache aus einem neonazistischen Onlinehandel entdeckt und entfernt.

    Am S-Bahnhof Hirschgarten wurde ein Aufkleber der extrem rechten Jugendgruppe "DJV" (Deutsche Jugend Voran) entdeckt.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Extrem rechte Aufkleber in Hellersdorf-Ost

    13.06.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf

    Etwa 15 extrem rechte Aufkleber in der Kastanienallee und dem Kastanienboulevard wurden entfernt. Sie stammten u.a. von den neonazistishen Jugendorganisationen "NRJ" und "JN" und enthielten rassistische, NS-verharmlosende und gegen den politischen Gegner der extremen Rechten gerichtete Motive. An einem Geschäft am U-Bahhof Hellersdorf wurde ein Aufkleber von „Der III. Weg“ überklebt.

    Quelle: Register Marzahn-Hellersdorf / Augenzeug*in
  • Extrem rechte Propaganda in Hellersdorf-Nord

    13.06.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf

    An einem Altglascontainer in der Zossener Straße stand eine große Schmiererei in roter Farbe „D3W“ (= Der III. Weg). Im Oschatzer Ring wurden zudem zwei extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt.

    Quelle: Register Marzahn-Hellersdorf / Augenzeug*in
  • Extrem rechter Aufkleber in Friedenau

    13.06.2025 Bezirk: Tempelhof-Schöneberg

    An der Haltestelle Breslauer Platz wurde ein Aufkleber entdeckt und entfernt, der extrem rechte Propaganda enthielt. Der Aufkleber verwies außerdem auf eine rassistische Kampagne auf Instagram.

    Quelle: Persönliche Zusendung
  • Neonazistische Zahlencodes und Aufkleber in Köpenick-Nord

    13.06.2025 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Im Hausdurchgang an der Ecke Gehsener Str./ Filehner Str. wurde der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt und entfernt.

    In der Hoernlestr. wurde ebenfalls der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt und entfernt.

    An der Tramhaltestelle Wongrowitzer Steig wurde ebenfalls der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt und entfernt.

    An der Tramhaltestelle Mittelheide wurde ein selbstgemachter Aufkleber gegen Antifaschist*innen und queere Menschen entdeckt und entfernt.

    Im Wongrowitzer Steig wurde ein extrem rechter Aufkleber mit der Aufschrift "Deutschland Deutschland über alles" in Reichsfarben entdeckt und entfernt.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Rassistischer Angriff in Hellersdorf

    13.06.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf

    Ein Mann, der in einer Geflüchtetenunterkunft lebt, wird von einem Mitarbeiter aufgrund von antischwarzem Rassismus körperlich angegriffen. Der Mann bekommt Hausverbot und wird dadurch wohnungslos.

    Quelle: ReachOut Berlin
  • Rassistischer Aufkleber in Hellersdorf-Süd

    13.06.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf
    In der Carola-Neher-Straße wurde ein Aufkleber on „Der III. Weg“ mit dem rassistischen Slogan „Ausländer Raus“ entfernt.
    Quelle: Register Marzahn-Hellersdorf / Augenzeug*in
  • Schmiererei gegen politische Gegner*innen in Mahlsdorf

    13.06.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf
    An einem Stromkasten in der Straße An der Schule in Mahlsdorf wurde eine Schmiererei mit dem extrem rechten Zahlencode „1161“ (Anti-antifaschistische Aktion) entdeckt.
    Quelle: Register Marzahn-Hellersdorf / Augenzeug*in
  • Antifeministische Kundgebung in Mitte

    12.06.2025 Bezirk: Mitte

    Auf der Straße Unter den Linden vor der Humboldt-Universität hielten acht Abtreibungsgegner eine Kundgebung ab. Die Kundgebung wurde von einer fundamentalistischen rechtskatholischen Organisation veranstaltet.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Antisemitische Schmiererei in Dahlem

    12.06.2025 Bezirk: Steglitz-Zehlendorf

    In den Toilettenräumen nahe der Mensa einer Berliner Hochschule wurde die Schmiererei „The state of Israhell is a colonial entity a westen [sic] project that needs to end by all means possible“ entdeckt.

    Quelle: RIAS Berlin
  • Antisemitische Schmiererei in Nord-Neukölln

    12.06.2025 Bezirk: Neukölln

    An der Ecke Emser Straße/Oderstraße wurde an einer Häuserwand eine Schmiererei entdeckt, die eine Gleichsetzung von Zionist*innen und den Verbrecher*innen des Nationalsozialismus suggerierte.

    Quelle: Register Neukölln via Signal
  • Aufkleber des "III. Weg" in Lichtenberg-Mitte

    12.06.2025 Bezirk: Lichtenberg

    In der Kosmonautenstraße Ecke Rhinstraße wurde ein Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt. Er enthielt eine rassistische Aufschrift.

    Quelle: Lichtenberger Register
  • Aufkleber gegen Antifaschist*innen in Prenzlauer Berg

    12.06.2025 Bezirk: Pankow

    An der Tram-Haltestelle bei U Eberswalder Str. wurde ein neonazistischer Aufkleber mit der Aufschrift „Fck Antifa“ entdeckt. Dieser richtet sich gegen politische Gegner*innen der extrem rechten Szene – in diesem Fall Antifaschist*innen.

    Quelle: [moskito] Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Vielfalt
  • Behindertenfeindliche strukturelle Benachteiligung an der Uni

    12.06.2025 Bezirk: Berlinweit
    Eine Person erlebt wiederholt behindertenfeindliche Benachteiligung an einer Universität. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
    Quelle: Antidiskriminierungsberatung Alter, Behinderung, chronische Erkrankung
  • Erneut Hakenkreuze in Britz

    12.06.2025 Bezirk: Neukölln

    Auf mehreren Mülleimern im kleinen Akazienwäldchen in Britz, zwischen der Teterower Straße und der Blaschkoallee, wurden erneut Hakenkreuzschmierereien entdeckt und unkenntlich gemacht.

    Quelle: Register Neukölln
  • Extrem rechte Aufkleber in Lichtenberg-Nord

    12.06.2025 Bezirk: Lichtenberg

    In der Hohenschönhauser Straße Ecke Judith-Auer-Straße, wurde ein LGBTIQ*-feindlicher Aufkleber der extrem rechten Kampagne "Stolzmonat" entdeckt.

    Im Arendsweg wurde ein rassistischer Aufkleber eines extrem rechten Versandes entdeckt und entfernt.

    Quelle: Lichtenberger Register
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