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Vorfalls-Chronik


Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.

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Glossar
  • Hakenkreuz in Charlottenburg

    19.08.2026 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    Über einen Aufkleber mit der Aufschrift "Fußball-Fans gegen Rechts", der in der Sophie-Charlotten-Straße klebte, wurde ein blaues Hakenkreuz geschmiert.

    Quelle: Register CW
  • Neonazi-Aufkleber in Fennpfuhl

    19.08.2026 Bezirk: Lichtenberg

    In der Paul-Junius-Straße Ecke Alfred-Jung-Straße und im Fennpfuhlpark wurden mehrere Aufbkleber aus einem einschlägig bekannten Neonazi-Versand gefunden und entfernt. Auf den rassistischen, NS-verherrlichenden und gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten gerichteten Motiven waren folgende Propagandaparolen zu lesen: "Defend europe", "Deutsches Reichsgebiet" umrandet in den Farben der Reichsflagge in schwarz-weiß-rot, "Dumm, dümmer, Antifa" und "Remigration jetzt".

    Auf einem rechten und rassistischen Aufkleber, der auf einem Wahlplakat der Linkspartei klebte und entfernt wurde, standen folgende Aussagen:

    „Was die Links-Partei noch fordert:“

    ​Aufgelistete Aussagen:

    ​„Unbegrenzte Zuwanderung aus Marokko/Nordafrika“

    ​„Keine weiteren Abschiebungen mehr“

    ​„Roma - Geschichte als Pflichtinhalt in der Schule“

    ​„Wahlrecht für alle Ausländer“

    ​„Ramallah (Gaza) soll Partnerstadt von Berlin werden“

    ​„Polizei entwaffnen und ANTIFA aufrüsten“

    ​Der Aufkleber nutzt Falschbehauptungen und Verzerrungen, um Vorurteile gegenüber Migrant*innen, Nordafrikaner*innen und der Minderheit der Sint*izze und Rom*nja zu schüren sowie Ängste in der Bevölkerung zu bedienen.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Aufkleber der Neonazi-Partei "Die Heimat" auf dem Anton-Saefkow-Platz

    18.08.2026 Bezirk: Lichtenberg

    Auf dem Anton-Saefkow-Platz wurde ein Aufkleber von den "Jungen Nationalisten Dortmund", der Jugendorganisation der ehemaligen NPD, inzwischen "Die Heimat", entdeckt und entfernt. Auf dem Aufkleber war in Schwarz-Weiß-Rot der Slogan "Döp dödö döp" abgebildet - eine Anspielung auf den Gigi d'Agostino Song „L’amour toujours“ (Sylt-Song), der im Sommer 2024 mit einer verfremdeten Version, die rassistische Parolen enthielt, neue Bekanntheit erlangte. Der Aufkleber verhöhnt außerdem queere Personen und kann als LGBTIQ-feindlich aufgefasst werden: Auf der linken Seite des Aufklebers ist eine Gruppe von Personen in Schwarz-Weiß-Roten Trikots abgebildet, die offensichtlich Spaß haben und stark und selbstbewusst wirken. Auf der rechten Seite des Aufklebers ist eine weinende Person mit einem Regenbogen-T-Shirt abgebildet.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Aufkleber der Neonazi-Jugendorganisation "Nationalrevolutionäre Jugend" am Tierpark

    17.08.2026 Bezirk: Lichtenberg

    Am Tierpark wurde ein Aufkleber der „Nationalrevolutionären Jugend“ (NRJ) entdeckt und entfernt. Es handelt sich um die Jugendorganisation der Neonazi-Partei „Der III. Weg“. Auf dem Motiv stand die Parole "Vaterland - Erbe und Schicksaal" und es wurde Internetwerbung für die "NRJ" darauf abgebildet.

    Auch in der Massower Straße Ecke Am Tierpark wurde ein "NRJ"-Aufkleber mit dem gleichen Motiv gefunden und entfernt.

    Zudem wurde am Rosenfelder Ring ein Aukleber der Neonazi-Partei "Der 3. Weg" vom Berliner Stützpunkt gefunden. Neben dem Parteilogo war die Parole "Familie, Heimat, Tradition" zu lesen.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Aufkleber des "III. Weg" in Bohnsdorf

    17.08.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Auf der Tür einer Toilette im Tautcenter wurden drei Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Erneut viel extrem rechte Propaganda in Mariendorf

    17.08.2026 Bezirk: Tempelhof-Schöneberg

    In ganz Mariendorf kam es zu mehreren Vorfällen mit extrem rechter Propaganda. Dabei wurden folgende Schmierereien und Sticker festgestellt und entfernt:

    - In Alt-Mariendorf wurde am Briefkasten beim Aufzug zur U-Bahn ein Sticker mit der Aufschrift „FCK ANTIFA“ entfernt.

    - An der Haltestelle Imbrosweg (Linie 277) wurde eine Schmiererei mit dem Schriftzug „NAZI KIEZ“ entfernt.

    - In der Rixdorfer Straße wurde eine Schmiererei mit der Aufschrift „DDD“ entfernt. Die Abkürzung steht für „Deutschland den Deutschen“.

    - An der Ersatzhaltestelle Colditzstraße / Ullsteinstraße wurde eine rassistische Schmiererei entfernt.

    Quelle: Register Tempelhof-Schöneberg
  • Extrem rechter Aufkleber in Niederschönhausen

    17.08.2026 Bezirk: Pankow

    In der Kothildestraße wurde ein Aufkleber des extrem rechten Online-Versandhandels „Sturmzeichen-Versand“ mit der Aufschrift „Lesen, lieben, kämpfen“ entdeckt und entfernt.

    Quelle: [moskito] Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Vielfalt
  • JN-Aufkleber in Karow

    17.08.2026 Bezirk: Pankow

    Am S-Bahnhof Karow wurde ein Aufkleber der JN - Junge Nationalisten - entdeckt und entfernt. Dieser trug den Slogan "Jugend will Perspektive".

    Quelle: [moskito] Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Vielfalt
  • Kundgebung einer extrem rechten Jugendgruppe vor dem Roten Rathaus

    17.08.2026 Bezirk: Mitte

    Der Berliner Ableger der extrem rechten „Patriotischen Bewegung“ veröffentlichte auf Social-Media Aufnahmen einer Kundgebung vor dem Roten Rathaus. Unter dem Motto „Save Europe“ äußerten sich die Teilnehmenden zur Situation an der spanischen Exklave Ceuta.

    Quelle: Registerstelle Mitte
  • Extrem rechte Propaganda in Wedding

    16.08.2026 Bezirk: Mitte

    In der Torfstraße wurden zwei Aufkleber einer extrem rechten, christlich-fundamentalistischen Organisation, die LGBTIQ*-Feindlichkeit und antimuslimischen Rassismus verbreitet, entdeckt und entfernt.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Rassistische Propaganda gegen Volksbühne und Schwarzen Verein

    16.08.2026 Bezirk: Mitte

    Auf dem Instagram-Account der extrem rechten „Berliner Patrioten“ wurde ein Gruppenfoto vor dem Volksbad an der Volksbühne veröffentlicht. Das Bild war mit „Wir waren zu spät“ versehen und nahm auf ein nach rassistischen Anfeindungen abgesagtes Schwimmangebot für Schwarze Kinder und Jugendliche Bezug. Mit der Inszenierung richtete sich die Gruppe gegen den geplanten Schutzraum und stellte zugleich ihre extrem rechte Präsenz im öffentlichen Raum dar.

    Quelle: Registerstelle Mitte
  • Rassistischer Schriftzug und extrem rechte Aufkleber in Oberschöneweide

    16.08.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    An der Haltestelle Nalepastr./ Helmholtzstr. wurde der Schriftzug "WHITE LIFES MATTER!" entdeckt und entfernt. „White Lives Matter“ ist eine extrem rechte rassistische Gegenparole zur antirassistischen Black-Lives-Matter-Bewegung.

    In der Otto-Krüger-Zeile wurde ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen und queere Menschen in den Reichsfarben entdeckt und entfernt.

    An der Kreuzung Kottmeierstr./ Rathenaustr. wurde ein Aufkleber der queerfeindlichen Kampagne "Stolzmonat" entdeckt und entfernt.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Schmierereien gegen Antifaschismus in Lichtenberg-Nord

    16.08.2026 Bezirk: Lichtenberg

    An Hauswänden un an einer Ampel in der Rhinstraße Ecke Allee der Kosmonauten wurden erneut mehrere gegen politische Gegner*innen bzw. Antifaschist*innen gerichtete Schmierereien festgestellt. U.a. wurden der Schriftzug "No Cops, no Zecken" und die neonazistischen Zahlen- und Buchstabencodes "1161" bzw. "AAFA" gemeldet. Auch ein rassistisches Aufklebermotiv mit der Aufschrift "Ku-Klux-Klan - White power - Section germany" wurde entdeckt.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Viel extrem rechte Propaganda in Mariendorf festgestellt

    16.08.2026 Bezirk: Tempelhof-Schöneberg

    An verschiedenen Bushaltestellen in Mariendorf wurde extrem rechte Propaganda festgestellt.

    - An der Bushaltestelle Rixdorfer Straße / Britzer Straße in Mariendorf wurde auf dem Wahlkampfplakat eines grünen Politikers ein Sticker mit einer gegen die Antifa gerichteten Aufschrift festgestellt. An der Haltestelle befand sich ein Aufkleber der extrem rechten Kleinstpartei "III. Weg" bzw. der Jugendorganisation der Partei (NRJ)

    - An der Bushaltestelle Skutaristraße wurde ein Aufkleber aus einem extrem rechten Online-Versandhandel festgestellt.

    - An der Bushaltestelle Sommerbad Mariendorf wurden zwei rassistische Sticker sowie ein Sticker des „III. Wegs“ festgestellt, der sich gegen die „Rotfront“ richtet.

    Die festgestellten Sticker wurden unkenntlich gemacht bzw. entfernt.

    Quelle: Register Tempelhof-Schöneberg
  • Antisemitische Propaganda in Wedding

    15.08.2026 Bezirk: Mitte

    In der Müllerstraße wurden drei Aufkleber mit dem Slogan "From the river to the sea palestine will be free" entdeckt und entfernt. Mit dem Slogan wird Israel das Existenzrecht abgesprochen.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Hakenkreuze und weitere Sprühereien in Niederschönhausen

    15.08.2026 Bezirk: Pankow

    Im Schloßpark wurde auf einer Parkbank der Zahlencode "161" (=Antifaschismus) mit drei Hakenkreuzen übermalt. Daneben wurde der Slogan "Anti-Antifa" geschmiert.

    Auf einer anderen Parkbank wurde der Slogan "kill all antifas" sowie der Zahlencode "1161" geschmiert. Der Zahlencode richtet sich gegen Antifaschismus.

    Quelle: [moskito] Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Vielfalt
  • Hakenkreuz in Plänterwald

    15.08.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    An einem Mast an der Kreuzung Dammweg/ Kiefholzstr. wurde ein Hakenkreuz entdeckt und entfernt.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Hitler- und "White Power"-Grüße im Weitlingkiez

    15.08.2026 Bezirk: Lichtenberg

    In einer als Nazitreffpunkt bekannten Kneipe im Weitlingkiez trafen sich erneut Mitglieder der Neonazigruppe "Jägertruppe Berlin-Brandenburg". Diese veröffentlichten auf einem Social Media Profil ein Foto aus der Kneipe, auf dem fünf Angehörige aus dem Umfeld der "Jägertruppe" zu sehen sind, die in der Kneipe in einem Fall den Hitlergruß und in einem anderen Fall den rassistische "White-Power"-Gruß zeigten.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • "III. Weg"-Flyer in Pankow-Zentrum

    15.08.2026 Bezirk: Pankow

    In Briefkästen in Pankow-Zentrum wurden Flyer von der extrem rechten Partei "Der III. Weg" entdeckt.

    Quelle: [moskito] Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Vielfalt
  • Infostand der Neonazipartei "Der III. Weg" im Weitlingkiez

    15.08.2026 Bezirk: Lichtenberg

    Vormittags führte die Neonazipartei "Der III. Weg" bzw. Mitglieder deren Jugendorganisation "Nationalrevolutionäre Jugend" ("NRJ") einen Infostand inklusive Flyerverteilung mit ca. 5 jugendlichen und auch älteren Aktivist*innen vor dem Rewe-Supermarkt in der Weitlingstraße durch.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Neonaziaufkleber der "Jägertruppe Berlin-Brandenburg" im Weitlingkiez

    15.08.2026 Bezirk: Lichtenberg

    Vier Neonazis wurden gegen 19 Uhr dabei beobachtet, wie diese an der Treppe Eingang Bahnhof Lichtenberg in der Weitlingstraße Aufkleber der Neonazigruppierung "Jägertruppe Berlin-Brandenburg" verklebten. Auf dem Motiv stand die rassistische Forderung "Remigration jetzt!" und darunter der völkische und NS-verherrlichende Spruch "Blut und Boden - Treu bis in den Tod". „Blut und Boden – Treu bis in den Tod“ ist eine nationalsozialistische Parole. Sie kombiniert die rassistische Agrarideologie der NSDAP mit dem geforderten bedingungslosen Gehorsam und der extremen Opferbereitschaft für das NS-Regime.

    In der Sewanstrraße Ecke Hönower Weg wurde zudem ein Aufkleber aus einem extrem rechten Versand entdeckt und entfernt. Auf dem Motiv war die rassistische Parole "Tradition statt Imigration" zu lesen.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Angriff durch Neonazis im Allendeviertel

    14.08.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    An der Kreuzung Salvador-Allende-Str./ Pablo-Neruda-Str. wurden drei Wahlhelfende beim Anbringen von Plakaten der Partei Die Linke angegriffen. Zunächst wurden sie von einem Mann beobachtet, der dann begann zu telefonieren. Kurze Zeit später erschien ein weiterer Mann, die beiden kannten sich, und ging sofort lautstark pöbelnd auf die Wahlhelfenden zu und beschimpfte diese u.a. als "Volksverräter". Schließlich schubste er einen Wahlhelfer so stark, dass dieser gegen ein geparktes Auto prallte. Nachdem die Polizei gerufen wurde, flüchteten die Männer.

    Quelle: Meldeformular Berliner Register, Die Linke Treptow-Köpenick
  • Antisemitischer Sticker am Moritzplatz entfernt

    14.08.2026 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    Am Moritzplatz wurde ein Sticker entfernt, auf dem stand auf der linken Seite "Vergewaltiger, Nazis, Mörder, Verbrecher", auf der rechten Seite "Als Touristen getarnt unterwegs" und unten darunter "Murderer Nazi Israelis YOU ARE NOT SAVE".

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Extrem rechte Aufkleber in Baumschulenweg

    14.08.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    An der Kreuzung Ekkehardstr./ Ludwig-Klapp-Str. wurden zwei extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Ein Aufkleber richtete sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten sowie queere Menschen.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Misogyne Beleidigungen, Bedrohung und Belästigungen in der Straßenbahn M13

    14.08.2026 Bezirk: Lichtenberg

    ​In der Tram-Linie M13 in Richtung Frankfurter Allee belästigte ein Mann mehrere Jugendliche. Als eine Person zivilcouragiert einschritt und den Mann aufforderte, die Jugendlichen in Ruhe zu lassen, reagierte dieser aggressiv. Er beleidigte die einschreitende Person wiederholt misogyn und drohte ihr mit der Polizei sowie mit körperlicher Gewalt. Eine Frau und ein Mann griffen unterstützend ein.

    ​An der Haltestelle S+U Frankfurter Allee stieg der Aggressor aus und belästigte im Umfeld weiterhin distanzlos Passant*innen.

    Anmerkung:

    Misogynie bezeichnet generellen Frauenhass oder die Abwertung von Frauen, unabhängig von historischen Kontexten oder politischen Bewegungen.

    Misogynes Denken ist nicht identisch mit Antifeminismus, überschneidet sich jedoch stark mit ihm und dient oft als emotionale oder ideologische Grundlage dafür.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Neonaziaufkleber in Lichtenberg-Mitte

    14.08.2026 Bezirk: Lichtenberg

    Auf einer Ladesäule auf der Marie-Curie-Allee wurde ein Aufkleber aus einem Naziversand gefunden und entdeckt. Auf dem Motiv war die an die NS-Parole "Kraft durch Freude" angelehnte Aufschrift "Kraft durch Diesel" sowie Werbung für den Neonaziversand zu lesen.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Rassismus und Stimmungsmache gegen Minderheiten und politische Gegner*innen in Lichtenberg-Nord

    14.08.2026 Bezirk: Lichtenberg

    Auf einem extrem rechten und rassistischen Aufkleber, der in einer Unterführung an der Frankfurter Alle gemeldet und entfernt wurde, standen folgende Aussagen:

    „Was die Links-Partei noch fordert:“

    ​Aufgelistete Aussagen:

    ​„Unbegrenzte Zuwanderung aus Marokko/Nordafrika“

    ​„Keine weiteren Abschiebungen mehr“

    ​„Roma - Geschichte als Pflichtinhalt in der Schule“

    ​„Wahlrecht für alle Ausländer“

    ​„Ramallah (Gaza) soll Partnerstadt von Berlin werden“

    ​„Polizei entwaffnen und ANTIFA aufrüsten“

    ​Der Aufkleber nutzt Falschbehauptungen und Verzerrungen, um Vorurteile gegenüber Migrant*innen, Nordafrikaner*innen und der Minderheit der Sint*izze und Rom*nja zu schüren sowie Ängste in der Bevölkerung zu bedienen.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Rassistische Benachteiligung im Wohnverhältnis in Wedding

    14.08.2026 Bezirk: Mitte

    Eine Hausverwaltung reagierte wiederholt nicht auf die Beschwerden einer Schwarzen Familie in Wedding, die wiederholt von Nachbar*innen rassistisch, beleidigt, gemobbt und bedroht worden ist. Schließlich erhielten die Betroffenen einen abwiegelnden Brief der Hausverwaltung, der erneut ihre Nicht-Bereitschaft belegt, die bedrohte Familie zu unterstützen.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Anti-Schwarze rassistische Bedrohungen und Shitstorm-Kampagne gegen EOTO-Veranstaltung

    13.08.2026 Bezirk: Mitte

    Im Vorfeld einer für den 14. August geplanten Badeveranstaltung für Schwarze Kinder und Jugendliche im „Volksbad“ vor der Volksbühne kam es zu einem rassistischen Shitstorm gegen den Verein Each One Teach One (EOTO) und die Volksbühne.

    Zwischen dem 11. und 13. August wurde im Internet gegen ein geplantes Ferienangebot von EOTO im Volksbad vor der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz mobilisiert. Das zeitlich begrenzte Angebot für Schwarze Kinder, Jugendliche und ihre Angehörigen wurde von rechten Medien und der AfD als angebliche „Rassentrennung“ und Diskriminierung weißer Menschen dargestellt. Auch eine CDU-Bezirkspolitikerin griff diese Darstellung auf. In einem Instagram-Video erklärte sie, sie könne das Bad aufgrund ihrer weißen Hautfarbe nicht besuchen. In einem späteren Beitrag erkannte sie zwar die Notwendigkeit von Schutzräumen an, hielt jedoch an ihrer Kritik an dem Angebot fest.

    Die mediale und politische Zuspitzung befeuerte die anti-Schwarze rassistische Kampagne gegen die Veranstaltung. EOTO erhielt rassistische Droh-E-Mails, Gewaltandrohungen und diskriminierende Kommentare. Eine ehemaliger Kooperationspartner von EOTO wurde anti-Schwarz rassistisch und homofeindlich beleidigt, als politischer Gegner angefeindet und hat Morddrohungen erhalten.

    Da die Sicherheit der teilnehmenden Kinder, Jugendlichen und Angehörigen sowie eine sichere An- und Abreise nicht mehr gewährleistet werden konnten, wurde die Veranstaltung abgesagt.

    Quelle: TAZ vom 14.8.2026, öffentliche Stellungnahmen von EOTO und Volksbühne
  • Antisemitische und extrem rechte Aufkleber in Lichtenberg-Nord

    13.08.2026 Bezirk: Lichtenberg

    In der Harnackstraße und am Archibaldweg wurden zwei verschiedene Aufklebermotive (ingesamt drei Exemplare) gefunden und entfernt, welche jeweils das Existenzsrecht von Israel leugneten.

    Zudem wurde auf der Frankfurter Alle auf einem blauen Howoge-Mülleimer ein Aufkleber mit dem Slogan "Chemtrails - Nur Schafe glauben noch an Kondensstreifen" entdeckt und entfernt. Bei der "Chemtrail"-Verschwörungserzählung handelt es sich um die nicht bewiesene Vermutung, dass Europa von einer fremden Macht mit Giften bestreut wird. Die Verschwörungsideologie weist Bezüge zum Antisemitismus auf.

    In der Franz-Jacob-Straße wurde ein Aufkleber der extrem rechten "Identitären Bewegung" gemeldet. Auf dem Motiv stand die Parole "Unser Land - Unsere Werte - Identitäre Bwegung" - dazu war das Lamda-Logo der "Identitären-Bewegung" zu sehen.

    An der Tramhaltestelle Anton-Saefkow Platz wurde zudem ein Aufkleber der extrem rechten "Jungen Nationalisten" (Jugendorganisation der Neonazipartei "Die Heimat") gefunden und entfernt. Auf dem Motiv stand der Slogan "Wir suchen Dich! Für Deutschlands größte nationale Jugendbewegung".

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Massive extrem rechte Propaganda in Mariendorf

    13.08.2026 Bezirk: Tempelhof-Schöneberg

    An der Bushaltestelle Colditzstraße 170/Ullsteinstraße in Mariendorf wurde massive extrem rechte Propaganda gefunden.

    – Mehrere Aufkleber der Neonazi-Partei „Der Dritte Weg“ und ihrer Jugendorganisation "NRJ" mit den rassistischen Parolen „Deutschland den Deutschen“ und „Sport Frei“

    – Ein Aufkleber des extrem rechten Versandhändlers „volksaufklärung.de“ mit der Parole "Schweigen heißt zustimmen, Dein Land! Hol es dir zurück!"

    – Das rassistische Graffiti „Kanacken raus!“

    - Ein Aufkleber mit sozialchauvinistischen und behindertenfeindlichen Wörtern, die sich gegen politische Gegner richten „Antifa = asozial, nutzlos, terroristisch, idiotisch, feige, arbeitsscheu“

    - Ein Hakenkreuz-Graffiti

    Die gefundenen Graffitis und Aufkleber wurden entweder unkenntlich gemacht oder entfernt.

    Quelle: Register Tempelhof-Schöneberg
  • NS-verherrlichender Horst-Wessel-Aufkleber im Weitlingkiez

    13.08.2026 Bezirk: Lichtenberg

    In der Emanuelstrasße im Weitlingkiez wurde ein Aufkleber, der den ehemaligen SA-Führer Horst Wessel glorifiziert, auf einem Baugerüst gefunden. Auf dem Aufklebermotiv befand sich der Slogan „Ein Toter ruft zur Tat“, das Konterfei von Wessel sowie im Hintergrund ein SA-Mann mit der NS-Fahne, auf der das Hakenkreuz ausgelassen wurde.

    In der Weitlingstraße wurde ein Aufkleber der extrem rechten "Identitären Bewegung" mit der rassistischen Aufschrift "Defend europe - There is no second home" gefunden und entfernt.

    Quelle: Berliner Register, Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Propaganda der Neonazipartei "Der III. Weg" in Alt-Hohenschönhausen

    13.08.2026 Bezirk: Lichtenberg

    Im Bereich Altenhofer Dreieck - im Umfeld der dortigen Graffitiwand - wurden unterschiedliche Propagandamaterialien der Neonazipartei "Der III. Weg" und Ihrer Jugendorganisation "Nationalrevolutionäre Jugend" ("NRJ") gefunden und größenteils entfernt.

    Auf den Aufklebern standen folgende Parolen:

    "Hart, sauber, gesund. Führt Euren Körper!"

    "Hart und sauber, statt krank und breit!"

    "Nationalrevolutionäre Jugend"

    Zudem wurden Propaganda-Klebebänder des "III. Wegs", welche um Verkehrsschilder gewickelt wurden, entdeckt.

    Unabhängig von der Propaganda des "III. Wegs" wurde ein extrem rechter und rassistischer Aufkleber, der an der Ecke Konrad-Wolf-Straße zur Altenhofer Straße gefunden wurde, entfernt. Auf diesem standen folgende Aussagen:

    „Was die Links-Partei noch fordert:“

    ​Aufgelistete Aussagen:

    ​„Unbegrenzte Zuwanderung aus Marokko/Nordafrika“

    ​„Keine weiteren Abschiebungen mehr“

    ​„Roma - Geschichte als Pflichtinhalt in der Schule“

    ​„Wahlrecht für alle Ausländer“

    ​„Ramallah (Gaza) soll Partnerstadt von Berlin werden“

    ​„Polizei entwaffnen und ANTIFA aufrüsten“

    ​Der Aufkleber nutzt Falschbehauptungen und Verzerrungen, um Vorurteile gegenüber Migrant*innen, Nordafrikaner*innen und der Minderheit der Sint*izze und Rom*nja zu schüren sowie Ängste in der Bevölkerung zu bedienen.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Rassistische Beleidigungen in Pankow-Zentrum

    13.08.2026 Bezirk: Pankow

    Eine Gruppe von drei etwa 12-jährigen Jungen attackierte im Sommerbad Pankow zwei gleichaltrige Jungen, die als BIPoC wahrgenommen wurden, verbal und versuchte, sie zu provozieren. Sie spritzten die Jungen wiederholt mit Wasser an, machten animalische Laute und stellten aggressive und rassistisch konnotierte Fragen zu ihrer Herkunft. Dabei forderten sie die Jungen sinngemäß auf, in ein arabisches Land zurückzugehen. Als einer der betroffenen Jungen sie aufforderte, sich nicht rassistisch zu äußern, wiesen sie dies zurück und bestritten den rassistischen Charakter ihres Verhaltens.

    Eine anwesende Person forderte die Jungen auf, ihr Verhalten zu beenden. Daraufhin äußerte einer der Jungen, dass seine Mutter ihm den Kontakt zu Linken verboten habe. Später sprach einer der Jungen die Person erneut an und verwendete eine Zahl, die als rechtsextremer Code verstanden werden kann, um seine politische Gesinnung anzudeuten.

    Die anwesende Person informierte anschließend die Aufsicht des Sommerbads über den Vorfall und beschrieb die beteiligten Jungen. Eine Aufsichtsperson konnte die Gruppe unmittelbar zuordnen.

    Quelle: Meldeformular der Berliner Register
  • Rassistische Propaganda in Wedding

    13.08.2026 Bezirk: Mitte

    An der Ecke Müllerstraße und Triftstraße wurde ein rassistischer "#WhiteLivesMatter"-Aufkleber entdeckt und entfernt. „White Lives Matter“ ist eine extrem rechte rassistische Gegenparole zur antirassistischen Black-Lives-Matter-Bewegung.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • "Remigration"-Aufkleber in Pankow-Zentrum

    13.08.2026 Bezirk: Pankow

    An der Kreuzung Brennerstraße Ecke Brixener Straße wurde ein Aufkleber mit dem Slogan "Remigration ... bevor es zu spät ist!" entdeckt und entfernt.

    Quelle: [moskito] Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Vielfalt
  • Wahlplakate mit extrem rechten Aufkleber versehen in Pankow-Zentrum

    13.08.2026 Bezirk: Pankow

    Vor dem Rathauscenter Pankow sowie in der Breite Straße wurden Wahlplakate der SPD und Bündnis 90/ Die Grünen sowie eine Werbeplakat des "Berlin circus festivals" jeweils mit einem Aufkleber des extrem rechten Online-Versandhandels „Sturmzeichen-Versand“ mit der Aufschrift „Lesen, lieben, kämpfen“ versehen.

    Quelle: [moskito] Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Vielfalt
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