Rassistische Propaganda in Mitte
Beim U-Bahnhof Unter den Linden wurde ein "Remigration" fordernder rassistischer Aufkleber entdeckt und entfernt.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
Beim U-Bahnhof Unter den Linden wurde ein "Remigration" fordernder rassistischer Aufkleber entdeckt und entfernt.
In der Müllerstraße wurde ein "Remigration" fordernder rassistischer Aufkleber entdeckt und entfernt.
An einem Sightseeing-Schild an der Jannowitzbrücke in Mitte wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift „FCK Antifa“ entdeckt und entfernt.
In der Unterführung am S-Bahnhof Wartenberg wurde eine große Hakenkreuz-Schmiererei und der Neonazi-Zahlencode "1161" gemeldet. Beides wurde in silberner Farbe gesprüht.
Die Sticker mit verschiedenen Motiven hatten alle rassistische Inhalte, u. a. "Illegale in die Heimat schicken" oder "Abschieben schafft Wohnraum".
Letzterer ist Teil einer Serie von Tilda-Memes, die eine blonde junge Frau zeigen. Die Figur ist Teil einer wachsenden Bildwelt, in der blonde, junge, muskulöse Personen als Stellvertreter*innen Deutschlands auftreten. Diese bildliche Darstellung transportiert die in extrem rechten Kreisen verbreitete rassistische Vorstellung, dass nur weiße Personen zum deutschen Volk gehören.
Im Innenhof eines Wohnblocks in der Genslerstraße wurden die Neonazi-Zahlencodes "1488" und "1161" in blauer Farbe entdeckt. Zudem ein Schriftzug der "Deutschen Jugend Voran" ("DJV"). Neben der "1488" stand zudem ebenfalls in blauer Farbe „Околофутбола“ (Okolofutbola): Ein bekannter Begriff im russischsprachigen Raum, der sich auf die Hooligan- und Ultra-Szene rund um den Fußball bezieht.
Auf einem Innenhof in der Leuenberger straße wurde ebenfalls eine gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten gerichtete Parole in blauer Farbe gefunden und unkenntlich gemacht. Dort stand "Dumm, dümmer, 161, die Linken".
Am U-Bahnhof Magdalenenstraße wurden zwei Wolfsangeln gefunden. Einmal in der Farbkombination weiß/pink und einmal in der Farbkombination schwarz/weiß. Auch am Loeperplatz wurde eine Wolfsangel gefunden - hier in blauer Farbe.
Wolfsangeln fanden im Nationalsozialismus u.a. bei der Hitlerjugend, der "SA-Standarte Feldherrenhalle" sowie dem "Nationalsozialistischen Schülerbund" Verwendung. Auch nach dem NS wird das Symbol gelegentlich weltweit in extrem rechten Kreisen aufgegriffen.
Die Schmierereien reihen sich in eine Serie im Kiez ein, die der Reviermarkierung und extrem rechten Raumnahme dient. In der Serie werden extrem rechte Symbole häufig leicht abgewandelt, um eine direkte Zuordnung und strafrechtliche Verfolgung zu erschweren.
Eine Schwarze und an ihrer Davidssternhalskette erkennbar jüdische Frau wurde an der U-Bahn-Station Rosenthaler Platz fälschlicherweise von BVG-Kontrolleur*innen beschuldigt, keinen gültigen Fahrschein zu haben. In der Auseinandersetzung darüber herrschte sie eine Kontrolleurin in aggressivem Ton an, dass dies Deutschland sei und sie dorthin zurückgehen solle, wo sie herkomme. Als die Betroffene antwortete, aufgrund ihrer jüdischen Abstammung sei sie Deutsche, sagte die Kontrolleurin zu ihrer Kollegin: „Diese Leute sind ekelhaft.“
In der Buchberger Straße Ecke Coppistraße und auf dem Spielplatz in der Nöldnerstraße wurden zwei Aufkleber gefunden und entfernt, welche jeweils das Existenzsrecht Israels leugneten.
In der Sewanstraße wurde ein Aufkleber aus einem Neonazi-Versand entdeckt und entfernt. Darauf stand die rassistische Parole "White lives matter".
Am U-Bahnhof Friedrichsfelde wurde ein Aufkleber aus einem extrem rechten Versand mit der Aufschrift "Hier wurde linker Müll überklebt" in Kombination mit einem Wehrmachtssoldaten und Werbung für den Versand festgestellt und entfernt.
In der Margaretenstraße wurde eine Wolfsangel in gelber Farbe auf einer Hauswand gemeldet und an der Außenwand des S-Bahnhofs Rummelsburg eine Wolfsangel in weißer Farbe.
Wolfsangeln fanden im Nationalsozialismus u.a. bei der Hitlerjugend, der "SA-Standarte Feldherrenhalle" sowie dem "Nationalsozialistischen Schülerbund" Verwendung. Auch nach dem NS wird das Symbol gelegentlich weltweit in extrem rechten Kreisen aufgegriffen.
Das Graffiti reiht sich in eine Serie im Kiez ein, die der Reviermarkierung und extrem rechten Raumnahme dient. In der Serie werden extrem rechte Symbole häufig leicht abgewandelt, um eine direkte Zuordnung und strafrechtliche Verfolgung zu erschweren.
Auf der Falkenberger Chaussee wurde erneut ein LGBTIQ*-feindlicher Aufkleber der Neonazipartei "Der III. Weg" gefunden und entfernt. Auf dem Motiv stand die Parole "Deutsch bleiben, statt Mainstream!". Im Hintergrund war eine durchgestrichene und zerbröckelnde Regenbogenfahne zu sehen. Zudem wurde die Internetseite der Partei beworben.
Erneut wurden mehrere Wolfsangeln in Lichtenberg-Nord gemeldet. Dieses Mal in der Möllendorffstraße in schwarzer Farbe auf einer Hauswand und einem Stromkasten, in der Bornitzstraße in blauer Farbe und schwarz umrandet auf einem Stromkasten, in der Josef-Orlopp-Straße in weißer Farbe und braun umrandet auf einer Wand, in der Paul-Zobel-Straße in weißer Farbe auf einem Zaun und in der Parkaue im Stadtpark Lichtenberg in weißer Farbe mit schwarzer Umrandung.
Wolfsangeln fanden im Nationalsozialismus u.a. bei der Hitlerjugend, der "SA-Standarte Feldherrenhalle" sowie dem "Nationalsozialistischen Schülerbund" Verwendung. Auch nach dem NS wird das Symbol gelegentlich weltweit in extrem rechten Kreisen aufgegriffen.
Das Graffiti reiht sich in eine Serie im Kiez ein, die der Reviermarkierung und extrem rechten Raumnahme dient. In der Serie werden extrem rechte Symbole häufig leicht abgewandelt, um eine direkte Zuordnung und strafrechtliche Verfolgung zu erschweren.
In der Storkower Straße Ecke Rudolf-Seiffert-Straße wurde ein extrem rechter Aufkleber mit der Parole "Schweigen heißt zustimmen. Sei nicht mehr schweigsam, denn es ist Dein Land! Hol es Dir zurück!" und Werbung für den Versand gefunden und entfernt.
In einer S-Bahn im Ortsteil Gesundbrunnen hatte ein Fahrgast einen "Anti-Antifa Sticker" an seinem Handy und telefonierte laut über ein Treffen mit der extrem rechten Identitären Bewegung. Als ihn ein weiterer Fahrgast etwas fragte, antwortete er diesem in aggressivem Ton, man "solle ihn abschieben". Als weitere Fahrgäste mit Zivilcourage einschritten, dass so ein Tonfall nicht gehe, antwortete er: "Ich habe ihn doch nicht beleidigt, das war freie Meinungsäußerung". Daraufhin beleidigte er die Fahrgäste mit Zivilcourage als "linkes Dreckspack" und verließ die S-Bahn.
In der Schöningstraße in Wedding wurde an einem Mast ein Aufkleber mit den Aufschriften "Sommer, Sonne, REMIGRATION*" und "Millionenfache Remigration" entdeckt. Der Aufkleber war verniedlichend mit einem Lamm auf einer Blumenwiese gestaltet.
In der Rotherstraße wurde ein KI-generierter, rassistischer Sticker eines extrem rechten Onlinehandels mit der Aufschrift "WENNS AM SCHÖNSTEN IST, SOLLTE MAN GEHEN!" entfernt. Abgebildet war eine Schwarze Person vor einem Flugzeug, die sich lachend und winkend verabschiedete .
In der Wustrower Straße klebten erneut drei Aufkleber der Neonazi-Partei "Der III. Weg". Auf einem Motiv stand "Wo wir sind kämpfen wir wie deutsche Löwen! Kampf der Rotfront! Partei & Bewegung" in Kombination mit Kontaktdaten der Partei. Auf dem zweiten Motiv wurde die "AG Körper & Geist" mit Bildern von kämpfenden Männern und ebenfalls Kontaktdaten zur Partei beworben. Auf dem dritten Aufkleber wurde die Neonazi-Jugendorganisation "Nationalrevolutionäre Jugend" mit Logo und der Internetadresse beworben.
Alle Aufkleber wurden entfernt.
In der Wilhelminenhofstr. wurde ein Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" mit einem Gewaltaufruf gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.
An der Nordbahnstraße im Ortsteil Gesundbrunnen wurden zwei Aufkleber eines extrem rechten Verlages und Versandhandels entdeckt und entfernt.
Am Fahrradweg "Grünes Band Schönholz" wurde an der Ecke Klemkestraße/Schönholz ein Aufkleber des extrem rechten Online-Versandhandels „Sturmzeichen-Versand“ mit der Aufschrift „Lesen, lieben, kämpfen“ entdeckt und entfernt.
In der Rupprechtstraße wurden fünf Aufkleber aus einem Neonazi-Versand entdeckt und entfernt. Es handelte sich dabei um folgende Motive:
- "Schwarze Sonne" in Kombination mit einer schwarz-weiß-roten Reichsflagge (2x)
- "Gott mit uns" in Kombination mit einem Reichsadler, einem Eisernen Kreuz und mit einer schwarz-weiß-roten Reichsflagge (2x)
- "Auch ohne Sonne braun" in Kombination mit einer "Schwarzen Sonne"
Auch am S-Bahnhof Friedrichsfelde Ost wurden zwei Neonazi-Aufkleber gefunden:
- "Gott mit uns" in Kombination mit einem Reichsadler, einem Eisernen Kreuz und mit einer schwarz-weiß-roten Reichsflagge (1x)
- "Ihr werdet uns nicht austauschen" in Kombination mit einer schwarz-weiß-roten Reichsflagge und Werbung für einen Neonazi-Versand
In der Giselastraße wurde eine Wolfsangel auf einer Baumscheibenumrandung in weißer Farbe gemeldet.
Wolfsangeln fanden im Nationalsozialismus u.a. bei der Hitlerjugend, der "SA-Standarte Feldherrenhalle" sowie dem "Nationalsozialistischen Schülerbund" Verwendung. Auch nach dem NS wird das Symbol gelegentlich weltweit in extrem rechten Kreisen aufgegriffen.
Das Graffiti reiht sich in eine Serie im Kiez ein, die der Reviermarkierung und extrem rechten Raumnahme dient. In der Serie werden extrem rechte Symbole häufig leicht abgewandelt, um eine direkte Zuordnung und strafrechtliche Verfolgung zu erschweren.
In der Magdalenenstraße Ecke Normannenstraße wurde eine Wolfsangel in weißer Farbe auf einem Stein aufgemalt gemeldet.
Wolfsangeln fanden im Nationalsozialismus u.a. bei der Hitlerjugend, der "SA-Standarte Feldherrenhalle" sowie dem "Nationalsozialistischen Schülerbund" Verwendung. Auch nach dem NS wird das Symbol gelegentlich weltweit in extrem rechten Kreisen aufgegriffen.
Das Graffiti reiht sich in eine Serie im Kiez ein, die der Reviermarkierung und extrem rechten Raumnahme dient. In der Serie werden extrem rechte Symbole häufig leicht abgewandelt, um eine direkte Zuordnung und strafrechtliche Verfolgung zu erschweren.
In der Dorotheenstr. fanden Anwohnende in ihren privaten Briefkästen rassistische Flyer der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg".
In der U-Bahnhaltestelle Senefelderplatz wurde die Parole "FCK Antifa" ("Fuck Antifa") an einer Wand entdeckt.
Im Jugendcontainer im Schäferstege Park wurde das extrem rechte Symbol der "Schwarzen Sonne" entdeckt.
Am S-Bahnhof Adlershof wurde ein Aufkleber der extrem rechten Jugendgruppe "Jägertruppe Berlin-Brandenburg" entdeckt und entfernt.
Im und am Jugendcontainer im Park am Schäferstege, wurden mehrere extrem rechte Schmierereien entdeckt. Dazu gehörten ein Keltenkreuz, die Abkürzung "DPV - Deutsche Patrioten voran“ und der Zahlencode "88" (für "Heil Hitler"). Darüber hinaus wurde ein Sticker des Onlineshops "Eiserner Löwe" entdeckt, auf dem u.a. das Eiserne Kreuz zu sehen ist.
Gegenüber zwei weiteren Personen verabschiedeten sich zwei Männer beim Aussteigen aus dem Bus der Linie 240 an der Haltestelle Gotlindestraße mit der Parole „Gruß dem Führer“. Anschließend zeigte einer der beiden Männer außerhalb des Busses den verbotenen Hitlergruß.
An der Ecke Boxhagenerstraße / Neue Bahnhofstraße wurde ein Sticker eines extrem rechten Medienportals aus der Oberfalz entfernt. Darauf stand neben der Webadresse der Schriftzug "Wir sind normal. Wir sind immun" und u. a. war eine durchgestrichene Regenbogenfahne abgebildet.
In der Eitelstraße Ecke Rupprechtstraße wurde ein Neonazi-Aufkleber mit der Aufschrift "Deutsches Reichsgebiet" in Kombination mit einem Reichsadler und einer schwarz-weiß-roten Reichsflagge gefunden und entfernt.
In der Margaretenstraße Ecke Metastraße wurde zudem ein "Anti-Antifa"-Schriftzug in schwarzer Farbe auf einer Hauswand gemeldet.
In der Münsterlandstraße und am Eingang zum Rummelsburger Park wurden zwei rassistische "Remigrations"-Aufkleber entdeckt und entfernt.
In der Rüdersdorfer Straße wurde die Schmiererei "FCK ANTIFA" entfernt.
Eine Demonstration unter dem Motto „United4Palestine – No Peace on Stolen Land“ zog mit ca. 5000 Teilnehmenden durch Mitte vom Berliner Regierungsviertel zum Alexanderplatz. Mit Sprechchöre wie „There is only one state, palestine 48!“, „Palästina darf sich wehren, mit Steinen und Gewehren!“, „Israel is not a state!“, „Israel will never be“ und auf Arabisch "Vom Wasser zum Wasser, Palästina bleibt arabisch" wurde Israel in seinem Existenzrecht angegriffen. Auch der Moderator der Kundgebung leugnete das Existenzrecht Israels, denn Staaten hätten kein Existenzrecht, Völker schon und danach stimmte er die Parole an; „From the river to the sea, Palestine will be free.“ Auch in anderen Reden wurde die Vorstellung eines "ganzen", "historischen" Palästinas anstelle Israels offen artikuliert und der "Widerstand" verteidigt. Teilnehmende glorifizierten auf Plakaten, Bannern, in Sprechchören und in Bemerkungen gegenüber Journalist*innen die Hamas, die Hisbollah, die Huthi und den getöteten Hamas-Militärführer Yahya Sinwar.
Am Tierpark Ecke Alfred-Kowalke-Straße wurde ein Aufkleber der Neonazi-Partei "Der III. Weg" gefunden und entfernt. Auf dem Aufkleber stand der Slogan "Führt Euren Körper - Hart.Sauber.Gesund." und bewarb die "AG Körper und Geist".
Am Ausgang des S-Bahnhofs Hirschgarten wurde ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.
Am S-Bahnhof Wuhlheide wurde ein Aufkleber mit dem Gewaltaufruf "ZECKEN JAGEN" entdeckt und entfernt.
Am Brandenburger Tor versammelten sich am frühen Nachmittag etwa 2.600 Menschen zu einer Demonstration des rechtspopulistischen „Projekts M1llion“ gegen die Bundesregierung. Anschließend zog die Demonstration durch die Innenstadt. An der Demonstration beteiligten sich mehrere Dutzend Mitglieder der neonazistischen Kleinpartei „Die Heimat“ (ehemals NPD) und ihrer Jugendorganisation „Heimatjugend“. Im Vorfeld hatten auch die neonazistischen Gruppen „Jägertruppe Berlin-Brandenburg“ und „Jägertruppe Sachsen“ über Instagram zur Teilnahme aufgerufen.
Im Bus 160 von Schöneweide in Richtung Altglienicke wurde am Abend aus einer Gruppe heraus der Hitlergruß gezeigt.
Im Außenbereich eines Restaurants in der Elsenstr. zeigten am Abend drei Männer den Hitlergruß und riefen "Sieg Heil". Als sie von Anwesenden aufgefordert wurden, dies zu unterlassen, reagierten sie mit Gewaltdrohungen. Einer der Männer zog ein Messer und bedrohte einen Schwarzen Mann, der in die Situation intervenierte. Die Männer verließen den Ort, bevor die gerufene Polizei eintraf.
Am Abend beleidigt ein Jugendlicher Teilnehmende einer Demonstration für Vielfalt und Solidarität in der Bahnhofstr. Während eines feministischen Beitrags brüllte er mehrfach in Richtung der Teilnehmer*innen "Ihr scheiß Fotzen!".
In der Wiltbergstraße in Berlin-Buch wurden erneut mehrere NS-verherrlichende und extrem rechte Schmierereien an den Fensterscheiben eines Begegnungsortes der HOWOGE angebracht. Die Schmierereien umfassten die Schriftzüge „SS“, „Sieg Heil“, „HH“, „14“, „88“, „13 A.H.“, „Juden töten“, „Zecken raus“ und „Zecken boxen“ sowie ein Hakenkreuz und ein keltisches Kreuz.
Die verwendeten Symbole, Parolen und Zahlencodes verweisen auf die nationalsozialistische Ideologie, Antisemitismus und die Ablehnung politischer Gegner*innen. „SS“ steht für die nationalsozialistische Schutzstaffel, während „Sieg Heil“ eine nationalsozialistische Propagandaparole ist. „HH“ steht in diesem Kontext für „Heil Hitler“. Der Zahlencode „88“ steht für „Heil Hitler“, da H der achte Buchstabe des Alphabets ist. „14“ verweist auf die sogenannten „14 Words“, einen rassistischen und weiß-suprematistischen Slogan. Die Kombination „13 A.H.“ könnte sich auf Adolf Hitler beziehen; ihre genaue Bedeutung ist jedoch nicht eindeutig.
Das Hakenkreuz ist ein zentrales Symbol des Nationalsozialismus. Das keltische Kreuz wird in der extremen Rechten häufig als Symbol für weißen Nationalismus verwendet. Die Parolen „Zecken raus“ und „Zecken boxen“ richten sich insbesondere gegen linke und antifaschistische Menschen und beinhalten im zweiten Fall eine explizite Gewaltandrohung.
An der Tramhaltestelle Meeraner Straße wurde ein Aufkleber aus einem Neonazi-Versand gefunden und unkenntlich gemacht. Auf dem Motiv war die rassistische Parole "White lives matter!" zu lesen.
An der Grünfläche am Monimboplatz wurde zudem ein extrem rechter "Überklebt du Zecke"-Aufkleber mit durchgestrichener Regenbogenfahne, Hammer & Sichel und Zecke über einem "FCK NZS"-Aufkleber gemeldet und entfernt.
In der Eberswalder Straße wurde etwa auf Höhe der Haltestelle Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark auf einer Mauer der Schriftzug "Antifa" durchgestrichen und ein Hakenkreuz darüber gemalt.
Ein bekannter Neonazi filmte eine Jugenddemonstration für Vielfalt und Solidarität, die am Michael-Brücker-Platz startete. Bereits in der Vergangenheit stellte der Neonazi Listen über politische Gegner*innen ins Netz. Neben ihm begleiteten noch weitere Streamer*innen die Kundgebung.
Am Abend pöbelte ein Mann gegen eine Jugenddemo für Vielfalt und Solidarität, als diese antifaschistische Rufe anstimmte. Er schrie mehrfach "Fickt euch!" und zeigte den Mittelfinger. Anschließend begleitete er die Demo für mehrere Kilometer und machte immer wieder Aufnahmen mit dem Handy.
Am Abend pöbelte ein bekannter Neonazi in der Wilhelminenhofstr. gegen eine Jugenddemo für Vielfalt und Solidarität. Er brüllte: "Ihr seid doch alle pädophil!"
Am späten Abend ereignete sich im Umfeld einer Geflüchtetenunterkunft in Neu-Hohenschönhausen eine rassistische Hetzjagd.
Eine anwohnende Person nahm Hilferufe („Hilfe, Hilfe, Nazi“) wahr. Beim Blick aus dem Fenster war zu sehen, wie ein Bewohner einer nahe gelegenen Geflüchtetenunterkunft am benachbarten Parkplatz vorbeirannte, verfolgt von zwei dem äußeren Erscheinen nach der extrem rechten Szene zugehörigen Männern.
Kurz darauf konnte beobachtet werden, wie die beiden Männer mit einem Schlagstock aus Richtung der Unterkunft weggingen. Ein Sicherheitsmitarbeiter der Einrichtung wiegelte den Vorfall auf Nachfrage ab und gab an, der Bewohner sei psychisch krank und habe nur laut telefoniert. Die bezeugende Person wies darauf hin, dass der Bewohner konkret von zwei bewaffneten Männern verfolgt worden sei. Der Bewohner wirkte anschließend extrem verängstigt.
Passant*innen beobachteten, wie sich am Abend acht Jugendliche auf E-Scootern vor einem Laden in der Falckensteinstraße versammelten und die Eingangstür beschädigten. Die Passant*innen informierten den Ladenihnhaber, der die Polizei informierte. Es ist davon auszugehen, dass sich die Sachbeschädigung einreiht in zwei Angriffe gegen den Ladenbetreiber am 7. und 8. Oktober 2026 und ein antisemitischer Hintergrund vorliegt.
Gegen 19:00 Uhr griffen fünf bis sechs Jugendliche erneut den Betreiber eines Landens in der Falckensteinstraße an. Sie setzten Pfefferspray gegen den Rollstuhlfahrer ein. Als er laut um Hilfe schrie, verschwanden die Angreifer. Wenige Minuten später kehrten sie zurück, setzten erneut Pfefferspray ein und schlugen mit Feuerlöschern auf den Kopf des Ladenbetreibers. Dies hatte stark blutende Wunden zur Folge, eine größere am Hinterkopf und Abwehrverletzungen am Arm.
(siehe auch 07.10.26 Antisemitischer Angriff auf Ladeninhaber in der Falckensteinstraße und 09.10.26 Sachbeschädigung in der Falckensteinstraße)
Am S-Bahnhof Blankenburg hat eine Gruppe von sieben Personen Menschen bedroht, die von der Gruppe als vermeintlich links eingestellte Personen identifizieren wurden. Die sieben Personen haben sich hierfür vermummt und sprachen teilweise Menschen wahllos an, bedrohten und beleidigten sie. Dabei stellten sie die rhetorische Frage, ob die angesprochenen Personen "Zecken" seien.
Am Jugendcontainer im Schäferstege Park wurden 6 Personen beobachtet, die ein Kampfsporttraining abhielten. Die Personen konnten teilweise der extrem rechten Gruppierung "Deutsche Patrioten Voran" (DPV) zugeordnet werden.
An einer Fahrradampel am Elcknerplatz wurden auf die drei Leuchten jeweils ein Hakenkreuz angebracht.
Auf dem Friedhof Baumschulenweg wurden auf Schildern, Wasserhähnen und Containern insgesamt 17 mal der neonazistische Zahlencode "1161" sowie viermal der Spruch "Antifa = Nazis" entdeckt.