Presseveröffentlichung zur Register-Auswertung

Im Nachgang an unsere Pressekonferenz am 30. März 2021 sind einige Presseveröffentlichungen erschienen, die die Ergebnisse unserer Auswertung aufgriffen.

RBB (30.3.2021)
"2020 neuer Höchststand an rechtsradikalen, rassistischen und antisemitischen Vorfällen in Berlin"
(https://www.rbb-online.de/abendschau/videos/20210330_1930/Nachrichten_ei...)

Jahresauswertung Pankower Register 2020

Im Jahr 2020 wurden insgesamt 248 Vorfälle für den Bezirk Pankow gemeldet. Gegenüber den Vorjahren ist die Zahl der Meldungen leicht gestiegen (2019: 236; 2018: 234). Die Zahl der Angriffe (35) stellt die höchste Anzahl dar, die jemals verzeichnet wurde. Propagandavorfälle stiegen stark an. Denn die Covid-19 Pandemie hat bewirkt, dass die Menschen mehr in ihrem Wohnumfeld unterwegs waren und ihre politische Meinung in Form von Aufklebern und Sprühereien im öffentlichen Raum kundtaten.

Registerauswertung Friedrichshain-Kreuzberg für das Jahr 2020

Broschüre 20202020 wurden dem Register 345 Vorfälle gemeldet, 77 mehr als im Vorjahr. 180 Vorfälle wurden in Friedrichshain und 123 in Kreuzberg verzeichnet, sowie 30 bezirksweit und 12 im Internet.

Auswertung 2020 des Registers Neukölln

Das Jahr 2020 war auch in Neukölln ein Besonders. Lockdown und Pandemie veränderten das Leben im Bezirk grundlegend. Zwischenmenschliche Interaktionen und geballtes Zusammentreffen an öffentlichen Plätzen oder belebten Straßen und Bars wurde selten. Trotzdem blieb Vieles unverändert. So wurden in Neukölln in diesem Jahr 236 Vorfälle dokumentiert. Das bedeutet einen leichten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr, als 204 Vorfälle aufgenommen wurden.

Auswertung 2020 für den Bezirk Reinickendorf

Das Register ist eine Dokumentationsstelle für (extrem) rechte und diskriminierende Vorfälle, die sich in Reinickendorf ereignen. Diese Vorfälle werden von Bürger:innen des Bezirks gemeldet. Dafür können verschiedene Anlaufstellen, die über den Bezirk verteilt sind, genutzt werden. Auch eine direkte Kontaktaufnahme mit dem Register ist möglich. Die Koordinierungsstelle des Registers sammelt, veröffentlicht und wertet alle gemeldeten Vorfälle aus. Die Idee, ein Register im Bezirk aufzubauen, wurde zunächst 2005 in Pankow entwickelt.

Jahresbericht 2020 für Charlottenburg-Wilmersdorf

Der Jahresbericht des Registers Charlottenburg-Wilmersdorf für das Jahr 2020 ist erschienen. Darin werden die dokumentierten Vorfälle des letzten Jahres ausgewertet und Entwicklungen der rechten und neurechten Szene im Bezirk betrachtet.

Pressemappe und Auswertung der Register-Ergebnisse 2020

Für das Jahr 2020 haben die Berliner Registerstellen gemeinsam mit ihren Kooperationspartner*innen 3822 Vorfälle (2019: 3277) mit extrem rechtem, rassistischem, antisemitischem, LGBTIQ*-feindlichem, sozialchauvinistischem und behindertenfeindlichem Hintergrund dokumentiert.

Auswertung des Registers Tempelhof-Schöneberg 2020

In Tempelhof- Schöneberg erfasste die Registerstelle im Jahr 2020 insgesamt 133 (im Jahr 2019 wurden insgesamt 126 Vorfälle erfasst). Damit entfallen nicht einmal vier Prozent der von den Berliner Registerstellen auf den Bezirk. Gegenüber den Vorjahren (2019: 126 Vorfälle; 2018: 93 Vorfälle; 2017: 100 Vorfälle) ist die Gesamtzahl angestiegen. Im Vergleich zu 2018 ist ein Anstieg um mehr als ein Drittel ist zu beobachten. Im Berliner Vergleich ist Tempelhof- Schöneberg damit ein Bezirk mit wenigen dokumentierten Vorfällen.

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