Rassistische Propaganda in Tiergarten
In der Lützowstraße wurden drei rassistische, "Remigration" fordernde Aufkleber entdeckt und entfernt
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
In der Lützowstraße wurden drei rassistische, "Remigration" fordernde Aufkleber entdeckt und entfernt
In der Carl-Schurz-Straße wurde ein rassistischer Aufkleber mit der Aufschrift „Nett hier. Aber sollten Sie nicht abgeschoben werden?“ entdeckt. Die Aufschrift war auch auf Arabisch zu lesen, wobei die Übersetzung fehlerhaft ist.
Die Infotafel des Industriedenkmals Werftkran auf der Halbinsel Stralau wurde beschmiert. Angebracht wurde dreimal der Zahlencode "1161" (Anti-Antifa) und die Schriftzüge "FCK ANTIFA" und "HATE ANTIFA".
Im Bus 164 pöbelte ein Mann eine Schwarze Frau an. Als diese ausstieg, sagte er laut am Telefon, dass man "diese alle abschlachten müsste" und weitere rassistische Inhalte.
An einem Getränkemarkt in der Seelenbinderstr. wurde ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.
In der Carl-Schurz-Straße wurde ein LGBTIQ*-feindlicher Aufkleber der Kampagne "Stolzmonat" entdeckt und entfernt.
Im S-Bahnhof Wedding wurde ein rassistischer, "Remigration" fordernder Aufkleber entdeckt und überklebt.
An der Kreuzung Köpenzeile/ Flansweg wurden zwei Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.
An der Kiefholzbrücke wurde zweimal der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt, sowie sechs selbstgemachte Aufkleber, auf denen Antifaschist*innen mit NationalsozialistInnen gleichgesetzt wurden.
Am Klingelschild eines Hochhauses in Staaken wurden Hakenkreuz-Schmierereien entdeckt.
Auf der Wutzkyallee vor dem U-Bahnhof wurde ein extrem rechter Aufkleber mit der Aufschrift "Patriotische Aktion" entdeckt und entfernt.
An einem Plakat an der Haltestelle Dammweg/ Bergaustr. wurden die Schriftzüge "ZECKEN BOXEN", "REMIGRATION", "AUSLÄNDER RAUS" sowie der neonazistische Zahlencode "444" entdeckt und entfernt.
Im Park an der Schlierseestr. an der Dahme wurden ein LGBTIQ*-feindlicher und zwei extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Alle stammten aus einem neonazistischen Onlinehandel.
In der Facebook-Gruppe „Mein Spandau“ wurden unter einem Beitrag von unterwegs-in-spandau.de über die Pride-Month-Veranstaltungen in der Stadtbibliothek Spandau vom 23.06.2026 queerfeindliche Kommentare sowie ein Sticker mit der Aufschrift „Stolz statt Pride“ und ein weiterer Sticker mit der Aufschrift „Stolzmonat“ entdeckt. In den Kommentaren wurde das Queersein als „Schwachsinn“ bezeichnet. In der Facebook-Gruppe „Spandau News“ wurde unter dem Beitrag über dieselbe Pride-Month-Nachricht ein anderer queerfeindlicher Kommentar entdeckt.
In der Facebook-Gruppe „Spandau-Mein Stadtteil“ wurde ein weiterer queerfeindlicher Kommentar unter einem Beitrag vom 02.06.2026 entdeckt. Der Beitrag verlinkt zu einer Nachricht mit der Überschrift „Spandau zeigt Flagge“ von unterwegs-in-spandau.de. In der Nachricht geht es um die Einladung des Bezirksamts Spandau zu einer öffentlichen Kundgebung zum Hissen der Regenbogenflagge vor dem Rathaus Spandau. Eine Person hatte in den Kommentaren gefragt, wann die Flagge wieder herunterkomme, und eine andere Person hatte sich geäußert, dass es völlig unnötig wäre
In Mitte ereignete sich ein antiasiatisch-rassistischer Vorfall. Zum Schutz der betroffenen Personen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
In der Nähe des U-Bahnhofs Rudow wurden zwei Sticker der extrem rechten Kleinstpartei "Der III. Weg" mit der Aufschrift "Deutschland den Deutschen" entdeckt und entfernt.
An der Ecke Dreherweg / Sattlerstraße wurde ein Aufkleber aus einem Neonazi-Versandhandel mit "Schwarzer Sonne" und einer schwarz-weiß-roten Reichsflagge entdeckt und entfernt.
An der Ecke Krokusstraße / Prierosser Straße wurde ein Sticker der extrem rechten Kleinstpartei "Der III. Weg" mit der Parole "Keine Solidarität mit Israel" vor einer blutbespritzten Israelfahne entdeckt und entfernt.
Am Anfang der Langen Brücke wurde ein rassistischer Aufkleber, der eine sog. "Remigration" forderte, an einem Mülleimer entdeckt und entfernt.
An einer Laterne am Bootsanleger am Schloßplatz wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift "Patriotische Aktion" entdeckt und entfernt.
An der Bushaltestelle im Rustweg wurden zwei extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Einer davon trägt die Aufschrift „Patriotische Aktion“. Auf dem zweiten Sticker stand auf schwarz, rot, goldenen Hintergrundfarben "Make Germany Great Again".
Darüber hinaus wurde an der Bushaltestelle Johannesstift eine zerrissene Regenbogenflagge auf dem Boden gesichtet.
In der Müllerstraße und der Nazaretkirchstraße in Wedding wurden zwei Aufkleber einer rechtskatholisch fundamentalistischen Organisation entdeckt und entfernt, die LGBTIQ*-Feindlichkeit und antimuslimischen Rassismus verbreitet.
Im Poststadion in Moabit wurde der Schriftzug "Kinder Mörder Israel" auf zwei Auswechselbänken gesehen. Die pauschale Bezeichnung Israels als "Kindermörder" konnotiert antisemitische Ritualmordlegenden.
An der Bushaltestelle Baumschulenstr./ Köpenicker Landstr. wurde ein LGBTIQ*-feindlicher Aufkleber der Kampagne "Stolzmonat" entdeckt und entfernt.
Vor dem Gebäude des Robert-Koch-Instituts am Nordufer in Wedding hielten etwa sechs Personen aus der verschwörungsideologischen Szene eine Kundgebung ab. Die Mahnwache forderte die "Aufarbeitung" der Corona-Pandemie. Dabei wurde ein Bild eines NS-Verbrechers, das während der Nürnberger Ärtzteprozesse aufgenommen wurde, gezeigt.
An der Kreuzung Schnellerstr./ Fennstr. wurde ein rassistischer Aufkleber aus einem extrem rechten Onlinehandel entdeckt und entfernt.
In der Bänschstraße / Ecke Voigtstraße wurde die mit blauer Farbe angebrachte Schmiererei "1161" (Zahlencode für Antif-Antifa) unkenntlich gemacht.
In der Grünberger Straße war ein runder Sticker angebracht, in den Farben der Reichskriegsflagge und in der Mitte ein Hakenkreuz.
In der S-Bahnstation Brandenburger Tor wurden mehrere anti-antifaschistische und gegen Gegner*innen der extremen Rechten gerichtete Schmierereien entdeckt.
In der Müllerstraße wurden zwei rassistische, "Remigration" fordernde Aufkleber entdeckt und entfernt.
Ein Mann hat einen anderen Mann, der eine Kippa trug und seine Kinder in der Uhlandstraße in Charlottenburg erst antisemitisch beleidigt und anschließend angespuckt. Als der Angegriffene den Angreifer darauf ansprach, schlug dieser ihm ins Gesicht. Daraufhin kamen mehrere Menschen zu Hilfe. Der Angreifer beleidigte und bedrohte dann zusätzlich eine Frau, die helfen wollte, antisemitisch.
An einem Supermarkt in der Glienicker Str. wurde ein rassistischer Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt.
Auf einer Parkbank im Volkspark Rehberge wurden extrem rechte Schmierereien entdeckt und übermalt. Neben einem Hakenkreuz war dort der Zahlencode „1161“ angebracht, der in der extremen Rechten für „Anti-Antifa“ steht.
Ein lesbisches Paar wurde im Volkspark Rehberge von zwei an ihnen vorbeilaufenden Männern LGBTIQ*-feindlich und rassistisch beleidigt.
Vor der us-amerikanischen Botschaft am Pariser Platz hielten drei Reichsbürger eine "Mahnwache" ab. Dabei zeigten sie Reichsfahnen.
Ein Mann aus Bulgarien wurde in einem Geschäft in Wedding von einem Mitarbeiter antiziganistisch beleidigt.
An einem Straßenbahnersatzbus wurde an der Haltestelle Bahnhofstr./ Lindenstr. ein rassistischer Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt.
An der Scheibe eines Kiezbüros der SPD an der Kreuzung Siemensstr./ Deulstr. wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift "Patriotische Aktion" entdeckt.
In der Jebensstraße in der Nähe des Bahnhof Zoologischer Garten in der Charlottenburg zeigten zwei Personen bei einem Konflikt mit einer Gruppe von ca. 15 Jugendlichen den Hitlergruß.
In der Wilhelmsaue wurde erneut eine Bank des Projekts "Rote Bänke" beschädigt. Über der Aufschrift "keine Gewalt gegen Frauen" wurde "Okay dann Remigration für Verbrecher und Grenzen dicht, sonst wirds schlimmer" geschmiert. Die Botschaft suggeriert, dass Migrant*innen eine besondere Gefahr für Frauen darstellen würden. Die Bank musste anschließend neu gestrichen und gestaltet werden.
Die roten Bänke sollen im Bezirk ein sichtbares Zeichen gegen geschlechtsspezifische Gewalt setzen, das Thema aus der Tabuzone holen und die Gesellschaft sensibilisieren. In der Schmiereie wurde das Thema instrumentalisiert, um rassististische Narrative zu verbreiten.
Vor einem Supermarkt am Roederplatz wurde ein extrem rechter Aufkleber mit der rassistischen Forderung nach "Remigration" gefunden und unkenntlich gemacht.
In der Möllendorffstraße Nähe Stadtpark Lichtenberg wurde zudem ein Aufkleber eines extrem rechten Versandes entdeckt und entfernt.
An der Bushaltestelle Vincent-van-Gogh-Straße wurde ein extrem rechter Aufkleber mit der rassistischen Forderung nach "Remigration" gefunden.
Auch rund um die Tramhaltestelle Welsestraße wurden 5-6 weitere Exemplare des rassistischen "Remigration"-Motivs gefunden und entfernt.
An einem Mülleimer im unteren Görlitzer Park waren die Worte ""FCK CRCK NGGR" (Fuck Crack N-Wort) geschmiert.
An der Bushaltestelle in der Kottbusser Straße wurde ein Sticker entfernt, auf denen stand auf der linken Seite "Vergewaltiger, Nazis Mörder, Verbrecher", auf der rechten Seite "Als Touristen getarnt unterwegs" und darunter "Murderer Nazi Israelis YOU ARE NOT SAVE".
Entlang der Zingster Straße gegenüber vom Lindencenter wurden mehrere Aufkleber der neonazistischen "Nationalrevolutionären Jugend" ("NRJ"), der Jugendorganisation der Neonazipartei "Der III. Weg" gefunden und entfernt.
In der Rummelsburger Straße wurde neben einer Kneipe ein rassistischer Aufkleber aus einem Naziversand gemeldet. Auf dem Motiv war der NS-verherrlichende und antimuslimische Slogan "Nix yallah, yallah, hier wird deutsch gesprochen" in Kombination mit einer Reichsflagge in schwarz-weiß-rot zu sehen.
In der Weitlingstraße Ecke Irenenstraße wurde zudem ein Aufkleber aus einem Neonaziversand gefunden und entfernt. Auf dem gegen politische Gegner*innen gerichteten Motiv stand die Parole "Überklebt Du Zecke" in Kombination mit einem durchgestrichenen Hammer und Sichel-Logo, einem durchgestrichenen Anarchie-Symbol und einer durchgestrichenen Flagge der "Antifaschistischen Aktion".
An der Bushaltestelle Nöldnerplatz wurde außerdem ein Aufkleber aus einem Neonaziversand mit der rassistischen Aufschrift "Raus mit die Viecher" entdeckt und unkenntlich gemacht.
In der Archenholdstraße wurde ein weiterer Naziaufkleber mit der rassistischen Parole "Refugees not welcome" entdeckt und entfernt.
Am Abgang und unter der Kiefholzbrücke wurde insgesamt viermal der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt.
An einem Bauzaun in der Petersburger Straße wurde die angebrachte Schmiererei "PALI-NAZIS RAUS" abgeändert in "ALL NAZIS RAUS".
In der Schönwalder Straße wurde ein Aufkleber der verschwörungsideologischen Reichsbürgergruppe "Ewiger Bund 1871" auf dem Schaukasten eines Stadtteilzentrums entdeckt. Die auf dem Aufkleber genannte Website enthält rassistische sowie den Nationalsozialismus verharmlosende Inhalte.
Am Spekteweg wurden am Vorgartenzaun eines Jugendzentrums, das Jugendlichen mit den unterschiedlichsten Hintergründen und Erfahrungen Sozialberatung, Gruppenaktivitäten, Sportangebote usw. anbietet, zwei Aufkleber entdeckt. Auf einem der Aufkleber stand: „Go Woke Go Broke“. Dieser Slogan wird häufig von US-amerikanischen rechtskonservativen Gruppen benutzt. Dort wird „woke” als abwertender politischer Begriff verwendet, um Engagement gegen Rassismus, Sexismus und Queerfeindlichkeit negativ darzustellen.
Der weitere Aufkleber trug die Aufschrift „Antidemokratische Waschlappen“ und richtete sich auch in seiner Bildsprache gegen Antifaschist*innen.
Im Koeltzepark wurden zwei Aufkleber an verschiedenen Seiten im Park entdeckt. Einer davon trägt die Aufschrift „Zecken-Jagt-Kommando Deutschland 49“ entdeckt. Der Aufkleber überklebte einen antifaschistischen Aufkleber.
Ein weiterer teilweise entfernter Aufkleber trug den Schriftzug „Freiheit für alle politischen Gefangenen!“ und zeigt vier Fotos sowie die Namen von Personen aus der extrem rechten Szene. Einer von ihnen wurde unter anderem wegen nationalsozialistischer Aussagen zu einer Freiheitsstrafe verurteilt.