Keltenkreuz in Schöneberg-Nord
In der Regensburger Straße wurde auf einem Stromkasten ein Keltenkreuz entdeckt und überklebt.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
In der Regensburger Straße wurde auf einem Stromkasten ein Keltenkreuz entdeckt und überklebt.
In der Schloßstraße in Charlottenburg wurde eine Hakenkreuz-Schmiererei an einem Stromkasten entdeckt.
In der Nordhauser Straße wurde zudem eine großflächige "1161" Schmiererei entdeckt. Die Zahlenkombination „1161“ richtet sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten und steht für "Anti-antifaschistische Aktion".
An einem Mülleimer in der Oberspreestr. Höhe Bundeswehr wurde ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.
In der Prinzenstraße/Gitschiner Straße, wurden mehrere mit Kreide auf den Boden geschmierte Hakenkreuze entfernt.
Am Schaukasten der Villa offensiv in der Hasselwerder Str. wurde ein LGBTIQ*-feindlicher Aufkleber, der zusätzlich die Reichsfarben abbildete, entdeckt und entfernt worden.
In der Bouchéstr. in der Nähe einer Grundschule parkte ein Auto mit zwei Männern, die einen Lieferfahrer aus dem Auto beschimpften. Ein Passant mischte sich daraufhin ein und forderte einen respektvolleren Umgang. Daraufhin entstand ein Wortgefecht, in dem der Passant fragte, ob er nun verprügelt wird. Einer der Männer reagierte mit der Aussage "Ja, am 8.8. werden wir kommen.". Der 8.8. kann hier als neonazistischer Code (88) gewertet werden. Der Autofahrer fotografierte dem Passanten zudem ins Gesicht.
Auf dem Parkplatz eines Supermarktes in der Sewanstraße wurden zwei extrem rechte Aufkleber gefunden und entfernt. Auf dem Motiv "Antifa, Asozial, Nutzlos, Terroristisch, Idiotisch, Feige, Arbeitsscheu" in Kombination mit einem durchgestrichenen Logo der "Antifaschistischen Aktion" werden Antifaschist*innen auf ableistische und sozialchauvinistische Weise abgewertet. Auf dem anderen Motiv war die nationalistische Parole "Du bist Deutscher, mach was draus!" zu lesen und ein extrem rechter Versand wurde beworben.
Auf der Glaswand eines Zugangs von der Fußgängerbrücke Lichtenberg zwischen Rosenfelder Ring und Robert-Uhrig-Straße wurden zudem zwei in schwarzer Farbe angebrachte Hakenkreuze gemeldet.
Im Umfeld der Tramhaltestelle Welsestraße wurden 4 Aufkleber aus einem Neonaziversand gefunden und entfernt. Auf dem Motiv stand die rassistische Parole "White lives matter" in Kombination mit den Farben der schwarz-weißroten Reichsflagge.
An einem Baustellenfahrzeug auf der Dammbrücke in der Altstadt Köpenick wurde ein Aufkleber mit einer Schwarzen Sonne und den Reichsfarben entdeckt.
Vor dem Eingang eines Supermarktes in der Wilhelminenhofstr. wurde eine Gruppe Menschen von einem älteren Mann rassistisch unter anderem mit den Worten "Scheiß K***!" angepöbelt.
In der Tabbertstr. wurden zwei extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Ein Aufkleber enthielt die Aufschrift "Patriotische Aktion", der andere richtete sich gegen politische Gegner*innen und queere Menschen und bezeichnete diese in abwertender Form als "Zecke".
Am späten Abend stieg ein Mann in die Tram an der Haltestelle Wilhelminenhofstr./ Edisonstr. und ging an einer Gruppe von vier Männern vorbei, aus der heraus er rassistisch beleidigt und geschubst wurde. Zudem schlug ein Mann ihm seinen Hut vom Kopf. Ein weiterer Fahrgast zeigte Zivilcourage und stellte sich dazwischen.
In der Paul-Junius-Straße, am Eingang zum Fennpfuhlpark, wurden drei Aufkleber eines extrem rechten Musik-Labels mit der Aufschrift "Keiner hat den Kampfgeist von Opa" gefunden. Neben der Schrift ist ein Soldat auf einem Pferd zu sehen.
An der Rhinstraße Ecke Plauener Straße wurde auf einer Ampel ein Neonaziaufkleber mit der gegen Antfaschismus gerichteten Parole "Love animals, hate antifa" gefunden und entfernt.
An der Tramhaltestelle Rhinstraße Ecke Gärtnerstraße wurde zudem ein Neonaziaufkleber mit der Aufschrift "Make germany great again" in Kombination mit einer schwarz-weiß-roten Reichsflagge entdeckt und entfernt.
Am Pavillon am Warnitzer Bogen wurden an einem Verkehrsschild insgesamt neun Aufkleber aus einem Neonaziversand entdeckt und entfernt. Auf allen Motiven stand die rassistische Forderung nach "Remigration jetzt!" in Kombination mit Werbung für den Naziversand.
Zudem klebten vor Ort noch zwei weitere Aufkleber - einer mit der LGBTIQ*-feindlichen Aufschrift "FCK LGBTQ" - und ein weiterer mit der gegen politische Gegner*innen gerichteten Parole "Good night left side" in Kombination mit zwei darauf abgebildeten Reichsflaggen.
An der Bushaltestelle am S-Bahnhof Nöldner Platz wurden drei Aufkleber aus einem Neonaziversand entdeckt und entfernt. Zwei davon richteten sich gegen Antifaschismus mit Parolen wie "FCK Antifa". Ein dritter Aufkleber beinhaltete den antimuslimische Slogan "Nix yallah, yallah, hier wird deutsch gesprochen" in Kombination mit einer NS-verherrlichenden Reichsflagge in schwarz-weiß-rot.
An der Ecke Wilmersdorfer Straße/Gervinusstraße wurde ein Sticker eines extrem rechten Onlinehandels entdeckt und entfernt. Abgebildet waren auf dem Sticker unter anderem die Reichsfarben.
Eine trans Frau wurde gegen 9:30 Uhr im Fahrstuhl am S-Bahnhof Warschauer Straße mit Beleidigungen wie "Scheiß Tunten, ihr seid so eklig!" und "Ihr scheiß Tunten gehört alle umgebracht!" attackiert. Weil die Betroffene als Punk auch als politische Gegnerin gelesen wurde, sagte der Täter beim Gehen auch, dass er stolz sei "rechts" zu sein und nannte sie eine "linke Fotze".
Auf einem Plakat eines Nachtclubs an der M10-Station Frankfurter Tor wurde der queerfeindliche Schriftzug "leckt euch doch die scheiße aus dem arschloch gays" entfernt. Direkt unter dem entfernten Plakat befand sich noch ein weiterer rassistischer Schriftzug: "Sucht eure Weiber doch im Kongo, das ist niedrig genug für deutsches Niveau". Der Schriftzug wurde ebenfalls entfernt.
Im Landschaftsschutzgebiet Falkenberg - im Bereich hinter dem Tierheim - wurden auf einem öffentlichen Müllbehälter zahlreiche Nazisymbole entdeckt. Folgendes war darauf mit einem schwarzen Stift angebracht: "HH" (="Heil Hitler"), die Neonazizahlencodes "1161", "18" und "88", sowie ein Hakenkreuz und ein "SS"-Schriftzug.
Auf einem Glascontainer an der Außenwand eines Hauses in der Paul-Zobel-Straße wurde eine "Nazis raus aus dem Knast"-Schmiererei gemeldet.
Gegen Mitternacht (01.07.2026) wurde ein 19-jähriger Mann im Nibelungenpark in Lichtenberg Opfer eines mutmaßlich politisch motivierten Angriffs. Der junge Mann, der nach eigenen Angaben Mitglied der Partei Die Linke ist, war im Park zu Fuß unterwegs, als ihm ein unbekannter Mann entgegenkam.
Kurz nach dem Vorbeigehen beleidigte der Unbekannte den 19-Jährigen laut Polizeiangaben als "dumme Zecke" und warf ihm eine Glasflasche an den Hinterkopf. Der Verletzte konnte aus dem Park flüchten. Eine aufmerksame Anwohnerin bemerkte den Verletzten und alarmierte die Rettungskräfte. Der junge Mann musste mit Kopfverletzungen zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden.
Da ein politisches, gegen politische Gegner*innen gerichtetes Motiv im Raum steht, hat der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes Berlin die Ermittlungen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung übernommen.
Gegen 12:00 Uhr kam es an der Ecke Palisadenstraße/Friedenstraße in Friedrichshain zu einem rassistischen Angriff auf einen Essenslieferanten. Nach einer Verkehrsunstimmigkeit zwischen zwei Fahrradfahrern beschimpfte ein etwa Mitte 30-jähriger, weißer Mann auf einem Fahrrad den betroffenen Kurier, der als Person of Color beschrieben wurde. Der Mann fuhr neben dem Betroffenen her, spuckte auf den Boden und trat ihm zweimal heftig gegen das Bein. Anschließend fuhr er weiter und beleidigte den Kurier lautstark rassistisch, unter anderem als „Kanacke“ und „Hund“.
Etwa vier Zeug*innen sprachen den Betroffenen danach an, boten Unterstützung an und fragten, ob er die Polizei rufen wolle.
Beim Gehweg hinter einer Kita in der Treskowallee wurde eine gegen Antifaschist*innen gerichtete Sprüherei in schwarzer Farbe in Form der Parole "FCK Antifa" gemeldet.
Im Eingangsbereich eines Fitnessstudios in der Hohenschönhauser Straße wurde ein LGBTIQ*-feindlicher Aufkleber der Kampagne "Stolzmonat" entdeckt.
In der Weitlingstraße wurde eine Schmiererei mit dem Neonazizahlencode "88" gemeldet.
An der Kreuzung Groß-Berliner-Damm/ Benno-König-Str. wurde ein rassistischer Aufkleber, der die sog. "Remigration" forderte, entdeckt und entfernt.
An einem Schild am Eingang zur Wuhlheide an der Kreuzung Rummelsburger Str./ An der Wuhlheide wurde ein Aufkleber mit dem NS-verherrlichenden und antimuslimischen Slogan "Nix yallah, yallah, hier wird deutsch gesprochen" in Kombination mit einer Reichsflagge in schwarz-weiß-rot entdeckt und entfernt. Der Aufkleber stammte aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".
In der Lindenstraße wurden an einem Kasten fünf Sticker angebracht, auf denen stand: "Mehr Mauern, weniger Migranten".
Am Lindencenter in Neu-Hohenschönhausen wurden erneut zwei Aufkleber der Neonazigruppierung "Jägertruppe Berlin-Brandenburg" gefunden und entfernt. Auf dem Motiv stand die rassistische Forderung "Remigration jetzt!" und darunter der völkische und NS-verherrlichende Spruch "Blut und Boden - Treu bis in den Tod". „Blut und Boden – Treu bis in den Tod“ ist eine nationalsozialistische Parole. Sie kombiniert die rassistische Agrarideologie der NSDAP mit dem geforderten bedingungslosen Gehorsam und der extremen Opferbereitschaft für das NS-Regime.
An der Ecke Pannierstraße/Sonnenallee wurde ein antisemitischer Sticker entdeckt und unkenntlich gemacht. Abgebildet waren drei stilisierte Gleitschirmflieger in den Farben schwarz, rot und grün, dazu der Slogan: "CON LA RESISTENZA DAL 1948" ("Mit dem Widerstand von 1948").
Der Sticker nimmt Bezug auf den Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 und den Einsatz von Gleitschirmen. Diese symbolische Darstellung kann als Verherrlichung der Gewalt an Juden*Jüdinnen gewertet werden.
Nach einer Public-Viewing-Veranstaltung zur Fußball-WM am Uber Platz kam es in der Nacht gegen 1:30 Uhr zu Ausschreitungen und körperlichen Auseinandersetzungen.
Laut Polizei erstreckte sich das Geschehen zeitweise über nahezu den gesamten Platz. Es wurden Flaschen auf Personen geworfen; ein unbeteiligter Mann wurde von einer Flasche getroffen, lehnte eine ärztliche Behandlung jedoch ab.
Nach Angaben von Zeug*innen sollen mindestens drei der Festgenommenen beziehungsweise beteiligten Personen aus dem Umfeld der extrem rechten Gruppierung „Deutsche Patrioten voran“ stammen. Die Gruppierung ist unter anderem durch rechte Mobilisierungen und Störungen von CSD-Veranstaltungen in Brandenburg aufgefallen.
Am Berl wurde ein Aufkleber aus einem Neonaziversand entdeckt und entfernt. Auf dem Motiv stand die gegen politische Gegner:innen der extremen Rechten gerichtete Forderung "Antifa verbieten!" in Kombination mit Eigenwerbung für den Versand.
Eine 43-jährige Frau beleidigte bei einer Taxifahrt den Fahrer auf Höhe der Budapester Straße in Charlottenburg rassistisch.
In der Lützowstraße wurden drei rassistische, "Remigration" fordernde Aufkleber entdeckt und entfernt
An der Bushaltestelle Gehrenseestraße wurde ein rassistischer Aufkleber aus einem extrem rechten Versand gemeldet und entfernt. Auf dem Motiv stand die rassistische Forderung nach "Remigration".
In der Carl-Schurz-Straße wurde ein rassistischer Aufkleber mit der Aufschrift „Nett hier. Aber sollten Sie nicht abgeschoben werden?“ entdeckt. Die Aufschrift war auch auf Arabisch zu lesen, wobei die Übersetzung fehlerhaft ist.
In der Lenbachstraße wurde ein Sticker entfernt. Darauf abgebildet war ein Reh und darunter stand Migration. Dabei handelt es sich um eine Umwegkommunikation ( Re-h - Migration ) bzw. ein Bild-Wort-Spiel für das Wort Remigration.
In einer Bildungseinrichtung im Bezirk Mitte ereignete sich ein rasssistischer Vorfall. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Auf einem Werbeplakat von Claim an der Mauer zum RAW-Gelände wurde der Slogan "Muslime: Ein Teil von Dir! Ein zweiter Blick lohnt sich" insofern verändert, das das T durchgestrichen und darüber ein K geschrieben wurde.
Die Organisation CLAIM setzt sich bundesweit gegen antimuslimischen Rassismus sowie gegen Islam- und Muslimfeindlichkeit ein
An einem Verkehrsschild an der Kreuzung Zur Nachtheide/ Wendenschloßstr. wurde ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.
An zwei Geldautomaten einer Sparkassenfiliale in der Wilhelminenhofstr. wurden Aufkleber mit der Aufschrift "Patriotische Aktion" entdeckt und entfernt.
Am Schöneweidecenter wurde ein LGBTIQ*-feindlicher Aufkleber der Kampagne "Stolzmonat" entdeckt und entfernt.
Eine nicht-binäre Person und eine Transfrau waren gegen 4:30 Uhr an der Kreuzung Mehringdamm/ Gneisenaustraße unterwegs, als sie von zwei Männern beleidigt wurden. Als sie darauf nicht reagierten, wurde die nicht-binäre Person unvermittelt mit Fäustschlägen angegriffen und stürzte zu Boden. Die Freundin eilte zu Hilfe und wurde ebenfalls zu Boden geschlagen. Auf beide am Boden liegenden Opfer traten und schlugen die Täter weiter ein.
Erst als mehrere Zeug*innen eingriffen, flüchteten die Täter in Richtung Großbeerenstraße.
Die Opfer erlitten Kopfplatz- und Schürfwunden und wurden vom alarmierten Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.
Am Weg entlang des Müggelsee Höhe Müggelseedamm wurde ein Holzschild mit den Aufschriften "ZECKEN INS GAS" und "ANTIFA ABSCHAFFEN" entdeckt und entfernt.
In der Samariterstraße 1 wurden zwei Stolpersteine mit Davidsternen beschmiert. Die Stolpersteine wurden von Anwohner*innen gereinigt.
In der Zillestraße in Charlottenburg wurden an verschiedenen Häuserwänden und einem Stromkasten mehrere israelbezogene antisemitische Schmierereien entdeckt. Unter anderem stand dort "Death to Zionsim" und "Zionism = Fascim". Die Bezeichnungen "Zionism", "Zionisten" oder "Zios" werden häufig als Code für das Juden*Jüdinnen und das Judentum verwendet. Es handelt sich um eine Umwegkommunikation, die Jüdinnen*Juden sowie Israel pauschal delegitimieren und dämonisieren soll.
An einem Schild auf dem Schloßplatz wurde ein Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" gegen politische Gegner*innen entdeckt und entfernt.
An einem Briefkasten in der Sonntagstraße entstand wiederholt ein Sachschaden. Zudem wurden die bedrohlichen Schriftzüge "Ich liebe die AfD" und "Linke jagen und vernichten" angebracht.
An einer Einfahrt in der Admiralstraße wurde ein Sticker entfernt, auf dem stand auf der linken Seite "Vergewaltiger, Nazis, Mörder, Verbrecher", auf der rechten Seite "Als Touristen getarnt unterwegs" und unten darunter "Murderer Nazi Israelis YOU ARE NOT SAVE".