NS-verherrlichender Aufkleber im Prenzlauer Berg
In der Wichertstraße wurde ein Aufkleber eines extrem rechten Onlineversandhandels entdeckt und entfernt. Dieser trug den Slogan "Opa war kein Verbrecher".
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
In der Wichertstraße wurde ein Aufkleber eines extrem rechten Onlineversandhandels entdeckt und entfernt. Dieser trug den Slogan "Opa war kein Verbrecher".
In der Wiecker Straße wurde ein Aufkleber aus einem Naziversand gemeldet und entfernt. Darauf war eine Reichsflagge in schwarz-weiß-rot abgebildet.
Im Umfeld des Allee-Centers wurden zwei auf den Straßenboden mit schwarzer Farbe aufgesprühte neonazistische Zahlencodes ("88" und "1161") gemeldet.
In der Hentigstraße Ecke Dorotheastraße wurde ein Aufkleber aus einem Neonaziversand entdeckt und entfernt. Auf dem Motiv wurde die rassistische Forderung nach "Remigration" propagiert.
Am Storchenhof Center wurden neonazistische Schmiereien entdeckt. Auf der Glasfront des Einkaufswagenbereiches eines Supermarktes wurden die neonazistischen Zahlencodes "88" und "1161" in schwarzer Farbe aufgesprüht.
An der Tramhaltestelle Alt-Hohenschönhausen wurde ein mit einer Reichsflagge besprühter Mülleimer gemeldet.
Vor einem Supermarkt in der Alfred-Kowalke-Straße, nahe dem U-Bahnhof Friedrichsfelde, kam es zu einem queerfeindlich motivierten Angriff. Eine Frau beschimpfte und beleidigte eine von ihr als queer gelesene FLINTA*-Person und ging diese körperlich an. Dabei äußerte die Angreiferin unter anderem die Drohung: „Der Bürgerkrieg wird kommen und dann werdet ihr brennen“. Zudem gab sie an, sie habe „Bock“ und dafür „heute extra schon Sekt gekauft“. Die betroffene Person blieb körperlich unversehrt und konnte sich in Sicherheit bringen.
In der Frankfurter Allee, nahe U-Samariterstraße, wurde ein antisemitischer Sticker entfernt, auf dem Zionisten als kriminelle Nazis bezeichnet wurden.
An der Ecke Blücherstraße / Urbanstraße wurde an der Rückseite einer Geschäftszeile die antisemitische Parole "ISRAHELL DIE" geschmiert.
Zudem wurden nur wenige Meter entfernt der Synagoge am Fraenkelufer der Spruch "Free Gaza" und an der Friedhofsmauer Zossener Straße der Spruch "Stop IDF Rapists" und mehrere Palästina-Flaggen angebracht. Auf dem Friedhof haben viele jüdische Menschen ihre letzte Ruhestätte.
Am Monimbo-Platz Ecke Frankfurter Allee wurde oben an der Säule einer Werbetafel ein extrem rechter Aufkleber mit der gegen politische Gegner*innen gerichteten Aufschrift "Antifa Verbot jetzt" gemeldet.
In der Große-Leege-Straße Ecke Simon-Bolivar-Straße wurde ein neonazistischer Aufkleber des Online-Versandhandels „Sturmzeichen Versand“ mit der Aufschrift „Lesen, lieben, kämpfen“ entdeckt und entfernt.
An der Tramhaltestelle Alt-Hohenschönhausen (Storchenhof Center) wurden mehrere Nazisprühereien in roter Farbe festgestellt. Auf einer BVG-Säule wurden die neonazistischen Zahlencodes "1161" und "88" sowie ein Hakenkreuz aufgesprüht.
In der Konrad-Wolf-Straße Ecke Werneuchener Straße, in der Konrad-Wolf-Straße Ecke Oberseestraße sowiean der Haltestelle Oberseestraße (stadteinwärts) wurden insgesamt drei Aufkleber entdeckt und entfernt, die sich für die Freiheit sogenannter "politischer Gefangener" einsetzten. Bei den Gefangenen handelt es sich zum großen Teil um Menschen, die wegen der Leugnung des Holocaust im Gefängnis sind.
An der Haltestelle Sandinostraße wurde ein neonazistischer Aufkleber des Online-Versandhandels „Sturmzeichen Versand“ mit der Aufschrift „Lesen, lieben, kämpfen“ entdeckt und überklebt.
Auf dem Spielplatz am Buddeplatz in Tegel wurde ein Hakenkreuz auf dem Kletterturm bemerkt. Die NS-verherrlichende Schmiererei wurde bei der Polizei zur Anzeige gebracht.
Ein Mann mit Begleiterin beleidigte in der Marksburgstraße Ecke Weseler Straße Abends eine Frau als Schwuchtel.
In der Oberseestraße wurde ein neonazistischer Aufkleber des Online-Versandhandels „Sturmzeichen Versand“ mit der Aufschrift „Lesen, lieben, kämpfen“ entdeckt und überklebt.
An der Haltestelle Simon-Bolivar-Straße wurde zudem ein Aufkleber eines extrem rechten Online-Versandes mit der Aufschrift "Lieber ein Ort im Grünen, als einen Grünen im Ort" gefunden und entfernt.
In der Randowstraße Ecke Vincent-van-Gogh-Straße wurden mehrere Neonaziaufkleber mit NS-verherrlichenden Motiven - u.a. "Deutsches Reich", Reichsflagge in schwarz-weiß-rot - entdeckt.
Im Mariendorfer Weg in Nord-Neukölln wurden mehrere rassistische Aufkleber entdeckt und entfernt. Diese stammen aus einem extrem rechten Versandhandel und propagierten beispielsweise "Remigration rettet Leben".
Am Bhf. Ostkreuz schrie ein Mann an einen anderen Mann gerichtet lauthals "So eine schwule Sau!".
In der Schillingsstraße im Ortsteil Mitte wurden zwei rassistische Aufkleber der Neonazi-Partei "Die Heimat" (vormals NPD) entdeckt und entfernt.
In der Junker-Jörg-Straße wurden insgesamt drei extrem rechte Aufkleber auf einer Wohnungstür von Menschen mit Migrationsgeschichte entdeckt und entfernt. Auf allen Aufklebern waren rassistische Parolen wie "Bitte flüchten Sie weiter, hier gibt es nichts zu wohnen", die migrationsfeindliche Forderung nach "Remigration" und der Slogan "Abschieben schafft Wohnraum!" zu lesen. Alle Aufkleber dienen wohl der Bedrohung und Einschüchterung der dort lebenden Menschen und wurden entfernt.
Von einem Stromkasten am Ostbahnhof wurde ein Sticker gegen die politische Gegnerschaft entfernt. Darauf stand "Mir stinken die Linken" und ein QR-Code zur Website eines extrem rechten Onlinehandel.
In der Straße am Rudolfplatz wurde ein Sticker mit der Aufschrift "Keine Liebe für die Antifa" aus einem extrem rechten Onlinehandel überklebt.
In der Münsterlandstraße Ecke Eitelstraße wurde auf einer blauen Papiertonne ein Aufkleber der Neonazipartei "NPD" (heute "Die Heimat") gefunden und entfernt. Auf dem Motiv stand die rassistische Parole "Gute Heimreise!".
Am Zachert-Sportplatz wurde zudem eine gegen Antifaschist*innen gerichtete "Fuck Antifa"-Schmiererei in schwarzer Farbe festgestellt.
In der Brüsseler Straße im Ortsteil Wedding wurden sechs Aufkleber einer fundamentalistischen katholischen Organisation entdeckt und entfernt. Die Organisation verbreitet LGBTIQ*-Feindlichkeit und antimuslimischen Rassismus.
Ein extrem rechter Live-Streamer ging mit einer 2. Person durch den Blücherpark, in dem Familien und Menschengruppen (viele Menschen migrantisch gelesen) mit mitgebrachten Campingstühlen beim Grillen in guter Stimmung den Tag genossen. Beim ungefragten Abfilmen der Parkbesucher*innen wurden durch den Streamer wiederholt rassistische Kommentare abgegeben, die extrem rechte Narrative bedienten. Sie sollten ein Bild der "Umvolkung" erzeugen und migrantisch gelesene Personen wurden verallgemeinert als kriminell stigmatisiert. Zudem sprach er von einer rechtsfreien Zone, in der Menschen Angst (gemeint sind weiße Menschen) haben müssen, sie zu durchqueren. Es wird sich zudem, auch unter mehrmaliger Verwendung des Z-Wortes, abwertend über wohnungslose Menschen in direkter Nähe geäußert, in deren Privatspäre zudem massiv eingedrungen wurde.
Insgesamt wurde in dem Live-Stream immer wieder rassistischer, diskriminierender Unsinn erzählt und auf ausgewiesenen Grillflächen das angebliche Versagen des Bezirkes thematisiert.
Ein Schwarzes Paar wurde im Wohnumfeld diskriminiert und angepöbelt. Zum Schutz der Betroffenen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
An einer Fassade in der Böckhstraße wurden zwei durchgestrichene Davidsterne angebracht. Zudem befand sich direkt daneben ein rotes Hamas-Dreieck.
In der Wallensteinstraße wurde ein aus einem Naziversand stammender Aufkleber entdeckt und entfernt. Auf dem rassistischen Motiv wurde der Slogan "Remigration jetzt - Refugees not welcome" propagiert.
In der Junker-Jörg-Straße wurden im Umfeld einer von Migrant*innen bewohnten Wohnung rassistische Aufklebermotive aus einem Naziversand verklebt. Auf dem einen Aufkleber war der NS-verherrlichende und antimuslimische Slogan "Nix yallah, yallah, hier wird deutsch gesprochen" in Kombination mit einer Reichsflagge in schwarz-weiß-rot zu sehen. Der andere zeigte das rassistische bzw. anti-muslimische Motiv mit der Aufschrift "Wir müssen draußen bleiben" in Kombination mit darauf abgebildeten muslimischen Menschen - einer Frau mit Burka und Sprengstoff und einem Mann mit Gewehr. Muslim*innen werden auf diesem Motiv pauschal mit Terrorismus identifiziert und als Gefahr dargestellt.
Zudem klebte in der Hentigstraße ein rassistischer Aufkleber mit der von der extrem rechten "Identitären Bewegung" kommenden Parole "Defend europe! One nation, one people, stop immigration!".
Am Hauptbahnhof beleidigte am Vormittag eine ältere weiße Frau einen Schwarzen Reisenden rassistisch. Eine Zeugin ging dazwischen, drohte mit der Polizei und verjagte die Frau.
In der Braunschweiger Straße in Neukölln wurde eine Schmiererei mit israelbezogenem antisemitischen Inhalt entdeckt. Darauf wurde Israel in Anführungszeichen gesetzt. Dies suggeriert die Infragestellung des Existenzrechts Israels.
Eine Person, die am Kottbusser Damm "Death to the IDF!"- Sticker entfernte, wurde von einem etwa 30-jährigen Mann in aggressiver Weise antisemtisch beschmipft. Der Mann verfolgte die Person mit dem Fahrrad und beschimpfte ihn erneut auf der Admiralbrücke.
An der Tramhaltestelle Altenhofer Straße wurde ein Aufkleber der Neonazipartei "Der III. Weg" in Form des Parteilogos gemeldet.
An einem Kleidercontainer vor einem Supermarkt in der Köpenicker Landstr. wurde ein extrem rechter Aufkleber mit der Aufschrift "Patriotische Aktion" entdeckt und entfernt.
In der Helga-Hahnemann-Str. wurde der Schriftzug "DRECKS ZECKEN" entdeckt.
Auf einem Sticker einer extrem rechten Kampagne wurde die Freilassung von vier verurteilten extrem rechten Straftäter*innen gefordert. Der Sticker wurde unkenntlich gemacht.
Auf der Marggraffbrücke wurde ein selbst gemachter transfeindlicher Aufkleber entdeckt und entfernt.
Vor einem Getränkemarkt in der Große-Leege-Straße klebte auf einem E-Roller ein Aufkleber aus einem Neonaziversand. Auf dem Motiv war eine schwarz-weiß-rote Reichsflagge und die Parole "Deutschland, meine Heimat" in Kombination mit einem Reichsadler zu sehen.
Eine Gruppe migrantischer Jugendlicher hielt sich auf einer Bank im Nahbereich einer Grundschule in der Liebenwalder Straße auf, als ein vorbeigehendes Paar begann, ihre Sprache spöttisch nachzuäffen. Als die Jugendlichen das Paar zur Rede stellten und fragten, warum sie ihre Sprache nachäffen würden, entgegnete der Mann: „Wir sind in Deutschland.“.
In der Lobeckstraße / Ecke Ritterstraße wurde ein Sticker entfernt, der mit dem Slogan "Du hast genug von Bevormundung & Zensur?" und einem QR-Code für einen extrem rechten Wiener Verlag geworben hatte. Der Verlag wurde ausschließlich zu dem Zweck gegründet, Geld für die extrem rechte Szene zu generieren. Entsprechende Literatur wird dort angeboten.
Laut Polizeimeldung kam es in der letzten Nacht zu einem mutmaßlich antisemitischen Angriff auf einen israelischen Staatsbürger und seine Begleiterin. Fünf junge Männer im Alter von circa 18 bis 23 Jahren sollen den 40-Jährigen und die 45-Jährige kurz nach Mitternacht auf dem Gehweg vor der Schlesischen Straße unvermittelt mit Schlägen und Tritten angegriffen haben. Dabei soll der Mann antisemitisch beleidigt worden sein. Die Tatverdächtigen sollen anschließend in Richtung Schlesisches Tor geflüchtet sein. Drei der jungen Täter wurden als weiße Mitteleuropäer beschrieben.
Im Unterstand der Bushaltestelle U-Blaschkoallee in Britz wurden drei Hakenkreuzschmierereien entdeckt.
Auf Geräten im Calisthenicspark Wulhheide wurde dreimal der neonazistische Zahlencode "1161" sowie der Schriftzug "FCK 161" (Fuck Antifa) entdeckt.
Am Eingang zur Wuhlheide auf der Höhe Firlstr. wurde an einem Stadtplan der Schriftzug "FCK ANTIFA" entdeckt.
Mehrere junge Männer rufen von einem Mietfloß aus "Heil Hitler!" in der Nähe des Kaiserstegs.
An der Schulstraße Ecke Maxstraße und am Martha-Ndumbe-Platz wurden je zwei rassistische Aufkleber entdeckt und entfernt, die "Remigration" forderten.
In der Wallensteinstraße Ecke Blockdammbrücke wurde ein rassistisches Aufklebermotiv aus einem Naziversand gefunden und entfernt. Auf dem Aufkleber stand die Parole "Asylbetrüger nicht willkommen - Heimreise statt Einreise".
An der Kreuzung Salvador-Allende-Str./ Pablo-Neruda-Str. wurde ein Aufkleber gegen gendersensible Sprache entdeckt und entfernt. Der Aufkleber stammte aus einem neonazistischen Onlinehandel.
Auf einer Werbetafel am Bahnhof Lichtenberg wurde der antifeministische und NS-verharmlosende Schriftzug "Feminism is a new nazism" gemeldet.
Ausgehend vom Roten Rathaus zog eine Demonstration mit über 100 Teilnehmenden durch Mitte. Die Demonstration war in Teilen islamistisch geprägt. Während der Demonstration wurden antisemitische Aussagen auf Schilder, in Parolen und in Reden verbreitet. Ein Teilnehmerin zeigte ein Plakat mit der Aufschrift "Israel vergast Kinder". Das Wort "vergast" war dabei durchgestrichen und "verbrennt" darüber geschrieben. Teilnehmende riefen "Kindermörder Israel" und "Kindermord ist Kindermord". Auch Gegendemonstrant*innen wurden als "Kindermörder" beleidigt. Mit der Bezeichnung Israels als "Kindermörder" wird auf antisemitische Ritualmordlegenden angespielt. Auch die Parole "there is only one state - Palestine 48" wurde gerufen und es wurde ein "arabisches Palästina vom Wasser (Jordan) bis zum Wasser (Mittelmeer)" gefordert. Beide Aussagen sprechen Israel das Existenzrecht ab. Außerdem wurde eine Parole gerufen, die den bewaffneten Arm der Hamas glorifizierte. Auf mehreren Schildern wurde ein Zusammenhang zwischen Israel und dem Sexualstraftäter Epstein konstruiert. Ein Schild bezeichnete verschiedene westliche Politiker*innen als "blutdurstige, kindermordende Israelbevorzuger" und "Epsteinsche Dämonen". Ein anderes zeigte den israelischen Premierminister mit Teufelshörnern und einem Epstein-T-Shirt, der den als Esel stilisierten amerikanischen Präsidenten reitet.
Im Herzbergepark wurden zwei gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten gerichtete Aufkleber gefunden und entfernt. Auf den Motiven standen die beiden Slogans "FCK Antifa" und "FCK Grüne".
Auf dem Schmollerplatz und in der Mengerzeile wurden vier extrem rechte Aufkleber der "Patriotischen Bewegung Berlin" entdeckt und entfernt.
In der Tabbertstr. wurden drei Aufkleber gegen Antifaschist*innen aus einem extrem rechten Onlinehandel entdeckt und entfernt.