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Vorfalls-Chronik


Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.

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Glossar
  • Extrem rechte Aufkleber in Lichtenberg-Mitte

    13.03.2026 Bezirk: Lichtenberg

    In der Pfarrstraße wurde ein extrem rechter Aufkleber mit der antimuslimischen Aufschrift "Islamisierung, nein Danke" gefunden und unkenntlich gemacht.

    In der Pfarrstraße wurde zudem ein rassistischer Aufkleber mit dem Slogan "Remigration" aus dem Umfeld der extrem rechten "Patriotischen Bewegung" entdeckt und entfernt.

    In der Zobtener Straße wurde ein Aufkleber aus der extrem rechten "Tilda"-Aufkleberserie entfernt. Der Aufkleber ist Teil einer Reihe von Tilda-Memes, die eine blonde, junge Frau zeigen. Die Figur ist Teil einer wachsenden Bildwelt, in der blonde, junge, muskulöse Personen als Stellvertreter*innen Deutschlands auftreten. Diese bildliche Darstellung transportiert die in extrem rechten Kreisen verbreitete rassistische Vorstellung, dass nur weiße Personen zum deutschen Volk gehören.  

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Massive Bedrohung und Beleidigungen beim Frauen*streik an der Frankfurter Allee

    09.03.2026 Bezirk: Lichtenberg

    ​Im Rahmen des Globalen Frauen*generalstreiks führten zivilgesellschaftliche Akteur*innen zwischen 14:00 und 15:00 Uhr eine angemeldete Aktion im Kreuzungsbereich Frankfurter Allee Ecke Möllendorffstraße durch. Während die Gruppe in den Fußgänger*innen-Grünphasen Schilder auf dem Überweg präsentierte, kam es zu einem gezielten Einschüchterungsversuch durch einen Autofahrer.

    ​Gegen Ende der Aktion ignorierte der Fahrer eines Transporters das Rotlicht der Ampel und blockierte den Fußgänger*innenüberweg, nachdem er die Gruppe und deren Schilder wahrgenommen hatte. Als sich drei Aktivist*innen mit ihren Schildern vor bzw. seitlich des Fahrzeugs aufhielten, fuhr der männlich gelesene Fahrer trotz Blickkontakts erneut an. Er berührte eine der Personen leicht mit dem Fahrzeug, sodass zwei Aktivist*innen zur Seite ausweichen mussten, um Verletzungen zu vermeiden. Körperlich wurde niemand verletzt. Während der gesamten Aktion kam es zudem wiederholt zu Beschimpfungen und beleidigenden Gesten gegenüber den Teilnehmenden.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Transfeinlicher Vorfall in Mitte

    09.03.2026 Bezirk: Mitte

    Es fand ein transfeindlicher Vorfall im Bezirk Mitte statt. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Transfeinlicher Vorfall in Mitte

    08.03.2026 Bezirk: Mitte

    Es fand ein transfeindlicher Vorfall im Bezirk Mitte statt. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Extrem rechte Aufkleber in Niederschöneweide

    06.03.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Rund um einen großen Supermarkt in der Schnellerstr. wurden zwei Aufkleber gegen Antifaschist*innen und queere Menschen, die diese als "Zecken" bezeichneten, sowie ein antifemistischer Aufkleber gegen gendersensible Sprache, entdeckt und entfernt.

    In der Brückenstr. wurde ein transfeindlicher Aufkleber aus einem neonazistischen Onlinehandel entdeckt und entfernt.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Transfeindliche Beleidigungen bei einem Fußballspiel in Steglitz

    06.03.2026 Bezirk: Steglitz-Zehlendorf

    Bei einem Fußballspiel auf einem Sportplatz in Steglitz beleidigte ein Trainer wiederholt eine spielende Person des gegnerischen Teams transfeindlich.

    Als die Trainerin der betroffenen Person den Schiedsrichter auf die anhaltenden Beleidigungen aufmerksam machte, griff dieser nicht ein, sondern drohte ihr stattdessen mit einer roten Karte.

    Einige Spielerinnen aus dem Team des Trainers, von dem die Beleidigungen ausgingen, zeigten sich solidarisch: Eine unterstützte die Beschwerde der gegnerischen Trainerin gegenüber dem Schiedsrichter, eine weitere forderte ihren Trainer auf, die Beleidigungen zu unterlassen.

    Quelle: Bürger*innenmeldung über das Vorfallsformular
  • Antisemitismus auf Kundgebung in Moabit

    02.03.2026 Bezirk: Mitte

    Vor dem Bundesministerium des Innern in Moabit fand eine propalästinensische Kundgebung mit etwa 40 Teilnehmenden statt.Teilnehmende riefen "Kindermörder Israel" und „Zionisten sind Faschisten - töten Kinder und Zivilisten“. Mit der Bezeichnung Israels als "Kindermörder" wird auf antisemitische Ritualmordlegenden angespielt. Eine Teilnehmerin zeigte ein Schild, das Israel als "Epstein Regime" bezeichnete und damit Verschwörungsmythen über eine angebliche Beteiligung Israels an den Taten des Sexualstraftäters bediente. Das gleiche Schild behauptete, Deutschland würde von Zionist*innen gesteuert. Mit "There is only one state - Palestine 48" und der arabischen Parole "Vom Wasser bis zum Wasser - Palästina ist arabisch" wurde Israel das Existenzrecht abgesprochen. Außerdem wurde mit einem Transparent mit der Aufschrift "One genocide does not justify another" die Shoah mit dem aktuellen Krieg in Gaza verglichen und relativiert.

    Quelle: Registerstelle Mitte
  • Trans-feindlicher Aufkleber in Friedrichsfelde

    25.02.2026 Bezirk: Lichtenberg

    Auf der Dathepromenade wurde ein trans-feindlicher Aufkleber mit der Aufschrift "Es gibt nur zwei Geschlechter" entdeckt und entfernt. Auf dem Motiv war zudem das Konterfei der "AfD"-Politikerin Beatrix von Storch abgebildet.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Trans* Frau wurde in einem Kreuzberger Club von Gäst*innen beleidigt

    22.02.2026 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    In einem Kreuzberger Club wurde in der Nacht eine trans* Frau durch zwei Frauen beleidigt. Es wurden durch die Frauen gegenüber der Security auch verleumderische Darstellungen einer Situation angegeben, wodurch klassische transfeindliche Stereotype bedient wurden.
    Eine Mitarbeiterin hat sich deutlich mit der betroffenen Person solidarisiert, sich entschuldigt und weitere Maßnahmen in Aussicht gestellt, damit sich eine solche Situation möglichst nicht wiederholt.

    Quelle: Berliner Register, L-Support
  • Transfeindlicher Angriff in Mitte

    20.02.2026 Bezirk: Mitte

    Am Rosenthaler Platz wurde ein trans Mann von einem anderen Mann beim Überqueren der Straße gestoppt und angespuckt.

    Quelle: Polizeimeldung Nr. 0190 vom 21.02.2026, Tagesspiegel 21.02.2026
  • Erneut Transfeindlicher Aufkleber in der U-Bahn im Westend

    18.02.2026 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    Erneut wurde in der U2 am U-Bahnhof Ruhleben ein transfeindlicher Sticker entdeckt. Auf dem Sticker war der Ausspruch "Stop transing the gay away" (etwa "Hört auf Homosexuelle wegzutransen") zu lesen. Damit werden trans Menschen als angebliche Bedrohung für eine homosexuelle Identität formuliert und diffamiert.

    Quelle: Register CW via Signal
  • Transfeindliche Beleidigung in der S3

    17.02.2026 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    Um 22:50 Uhr in der S-Bahn-Linie S3 zwischen Ostkreuz und Rummelsburg nannte ein Mann eine Frau eine "Schwuchtel". Dann zeigte er ihr den Mittelfinger.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Transfeindlicher Aufkleber in der U-Bahn im Westend

    16.02.2026 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    In der U2 wurde am U-Bahnhof Ruhleben ein transfeindlicher Sticker entdeckt. Auf dem Sticker war der Ausspruch "Stop transing the gay away" (etwa "Hört auf Homosexuelle wegzutransen") zu lesen. Damit werden trans Menschen als angebliche Bedrohung für eine homosexuelle Identität formuliert und diffamiert.

    Quelle: Register Spandau
  • Antisemitismus auf Kundgebung in Mitte

    14.02.2026 Bezirk: Mitte

    Am Checkpoint Charlie im Ortsteil Mitte fand eine pro-palästinensische Demonstration mit etwa 40 Teilnehmenden statt. Teilnehmende riefen "Kindermörder Israel". Mit der Bezeichnung Israels als "Kindermörder" wird auf antisemitische Ritualmordlegenden angespielt. Mit der Parole "There is only one state - Palestine 48" wurde Israel das Existenzrecht abgesprochen. Ein Transparent behauptete, mit der Staatsgründung Israels habe die "Menschlichkeit" aufgehört zu existieren. Außerdem wurde mit einem Transparent mit der Aufschrift "One genocide does not justify another" die Shoah mit dem aktuellen Krieg in Gaza verglichen und relativiert. Eine Person zeigte ein Bild, auf dem der Teufel mit einer israelischen Fahne in der Hand abgebildet war. Die Behauptung, dass sich Juden*Jüdinnen im Pakt mit dem Teufel befinden, ist ein klassisches antisemitisches Narrativ. Ein anderes Schild solidarisierte sich mit einem inhaftierten Kommandeur der Hamas, der für Anschläge auf Zivilist*innen verantwortlich ist.

    Quelle: Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus e.V.
  • Extrem rechte Jugendgruppe malt Banner im Westend

    14.02.2026 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    Mindestens fünf Jugendliche einer extrem rechten Jugendgruppe sprühten in der Fußgängerunterführung an der Messe/ICC ein Transparent gegen politische Gegner*innen der extrem Rechten. Sie waren dabei größtenteils vermummt, teilweise auch mit Merchandise der Jugendgruppe.

    Später posierten Jugendliche mit dem Transparent in Alt-Treptow und hingen es dort auf.

    Quelle: Register CW, Instagram
  • LGBTIQ*-feindliche Pöbelei in Adlershof

    10.02.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    In der Nähe der Kreuzung Dörpfeldstr./ Adlergestell schrie ein oberkörperfreier Mann aus einer Wohnung eine Frau aus transfeindlicher Motivation an.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Antisemitismus auf Demonstration durch Mitte

    07.02.2026 Bezirk: Mitte

    Vom Bahnhof Gesundbrunnen zog eine pro-palästinensische Demonstration durch den Bezirk Mitte. Teilnehmende riefen "Kindermörder Israel". Mit der Bezeichnung Israels als "Kindermörder" wird auf antisemitische Ritualmordlegenden angespielt. Mit der Parole "There is only one state - Palestine 48" und der auf Arabisch gerufen Parole "Vom Wasser bis zum Wasser - Palästina ist arabisch" wurde Israel das Existenzrecht abgesprochen. Ein Transparent behauptete, mit der Staatsgründung Israels habe die "Menschlichkeit" aufgehört zu existieren. Außerdem wurden mit einem Transparent mit der Aufschrift "One genocide does not justify another" die Shoah mit dem aktuellen Krieg in Gaza verglichen und relativiert. Eine Person zeigte ein Bild, auf dem der Teufel mit einer israelischen Fahne in der Hand abgebildet war. Die Behauptung, dass sich Juden*Jüdinnen im Pakt mit dem Teufel befinden, ist ein klassisches antisemitisches Narrativ. Ein anderes Schild solidarisierte sich mit einem inhaftierten Kommandeur der Hamas, der für Anschläge auf Zivilist*innen verantwortlich ist.

    Quelle: Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus e.V., Registerstelle Mitte
  • Transfeindliche Veranstaltung in Neukölln

    06.02.2026 Bezirk: Neukölln

    In einer Lokalität in der Emser Straße fand eine transfeindliche Veranstaltung statt.

    In dem Vortrag wurde die Repräsentation von Transsein in sozialen Medien als Gefahr für Kinder und Jugendliche inszeniert und vor dem Risiko "sozialer Ansteckung" gewarnt.

    Quelle: Register Neukölln, queer.de vom 08.02.2026
  • Transfeindlicher und rassistischer Sticker in Charlottenburg

    29.01.2026 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    An einem Eingang des U-Bahnhofs Zoologischer Garten wurde ein transfeindlicher und rassistischer Sticker entdeckt und entfernt. Auf diesem war eine Progress Pride Flag zu sehen. Allerdings war diese am mehrfarbigen Wimpel an der linken Seite um die Abbildung einer Schere und Schnittkante ergänzt. Die dadurch abgetrennten Farben repräsentieren trans Personen, Schwarze und People of Color und die durch die AIDS-Krise erkrankten oder verstorbenen Queers. Die Symbolik des Heraustrennens ist als aktive Ausgrenzung aus der Community zu verstehen und daher als transfeindlich und rassistisch einzuordnen.

    Quelle: Register CW
  • Rassistischer und transfeindlicher Angriff in der TU-Bibliothek

    26.01.2026 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    Bei einer Protestaktion zur Lage in Rojava Kurdistan in der Bibliothek der "Technischen Universität" Berlin in Charlottenburg, kam es zu einem rassistischen und transfeindlichen Angriff auf eine protestierende Person durch das Sicherheitspersonal der Universität. Als die Protestierenden sich bereit erklärten, friedlich das Gebäude zu verlassen, wurde mehrfach versucht eine teilnehmende Person des Protestes gewaltvoll festzuhalten, erst an den Armen, dann auch an den Haaren. Als Personen einschritten, wurden diese geschubst und angeschrien. Die betroffenen Personen führen dieses aggressive Vorgehen auf eine antikurdisch-rassistische und transfeindliche Motivation des Sicherheitspersonals zurück.

    Die TU teilt daraufhin mit, dass die entsprechenden Mitarbeiter nicht mehr in der Universität im Einsatz sind.

    Quelle: Register CW via Instagram
  • Extrem rechte Aufkleber und anti-antifaschistische Agitation in Lichtenberg-Mitte

    21.01.2026 Bezirk: Lichtenberg

    In der Weitlingstraße wurde ein Aufkleber eines extrem rechten Onlinehandels mit der Aufschrift "Goldene Regel: Deutschland zuerst" entdeckt und entfernt. Der Aufkleber transportiert eine völkisch-nationalistische Botschaft. Er ist aufgrund der Herkunft und des Inhaltes eindeutig dem extrem rechten Spektrum zuzuordnen und dient der Raumbesetzung sowie der Verbreitung demokratiefeindlicher Narrative im öffentlichen Raum.

    In der Kaskelstraße und am S-Bahnhof Nöldnerplatz wurden vier Aufkleber eines extrem rechten Onlinehandels mit der Aufschrift "Antifaverbot jetzt" entdeckt und entfernt.

    Am S-Bahnhof Lichtenberg spielten laut Augenzeug*innenbericht zudem 3-4 Personen jüngeren Alters in der Unterführung auf einer Boombox sehr laut einen Track mit dem gegen Antifaschist*innen gerichteten Refrain "Scheiß Antifa".

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Rassistische und transfeindliche Aufkleber in Lichtenberg-Mitte

    06.01.2026 Bezirk: Lichtenberg

    In der Einbecker Straße wurden zwei rassistische Aufkleber der extrem rechten "Ein Prozent"-Kampagne mit der Aufschrift "Abschieben schafft Wohnraum" und "Remigration rettet Leben" entdeckt und entfernt.

    In der Wönnichstraße im Weitlingkiez wurde ein gegen trans Personen gerichteter Aufkleber aus einem extrem rechten Versand gemeldet und entfernt. Auf dem Motiv stand die Parole "Transformers not welcome".

    Quelle: Fach- und Netzwerkstelle LichtBlicke
  • Behindertenfeindliche Benachteiligung in Reinickendorf

    03.01.2026 Bezirk: Reinickendorf

    Eine mobilitätseingeschränkte Person in Reinickendorf wurde durch einen Sondertransportdienst für Menschen mit Behinderung diskriminiert. Kurz vor dem verabredeten Transport sagte das Unternehmen unter dem Vorwand, die Person sei zu schwer, ab. Zuvor waren Transporte unproblematisch möglich. Die Konsequenz war, dass die Person umsonst Anstrengungen ertragen musste, die die Vorbereitung auf einen solchen Transport erfordert. Außerdem konnte die Person nicht an einer wichtigen Veranstaltung teilnehmen.

    Quelle: Meldung einer Einzelperson
  • Transfeindlicher Aufkleber in Lichtenberg-Mitte

    18.12.2025 Bezirk: Lichtenberg

    In der Archenholdstraße Ecke Rummelsburger Straße wurde ein aus einem Neonaziversand stammender Aufkleber gefunden und entfernt. Auf dem Aufkleber war ein transfeindliches Motiv mit der Aufschrift "Transformers not welcome" zu sehen.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Extrem rechte Aufkleber in Lichtenberg-Mitte

    13.12.2025 Bezirk: Lichtenberg

    In der Münsterlandstraße Ecke Weitlingstrasse wurde ein queerfeindlicher Aufkleber in Form einer durchgestrichenen Regenbogen-Pride-Flagge gemeldet und entfernt.

    In der Eitelstraße wurde zudem ein extrem rechter Aufkleber mit der Aufschrift "Schweigen heißt zustimmen. Sei nicht mehr schweigsam, denn es ist Dein Land! Hol es Dir zurück!" entdeckt und entfernt.

    In der Margaretenstraße wurden zwei aus Neonaziversänden stammende Aufkleber gefunden und entfernt. Ein gegen den politischen Gegner gerichtetes Motiv mit der Parole "Good night left side" und ein transfeindliches Motiv mit der Aufschrift "Transformers not welcome".

    Am Bahnhof Lichtenberg wurde ein LGBTIQ*-feindlicher Aufkleber aus einem neonazistischen Onlinehandel mit der Aufschrift "Vater und Mutter statt Elternteil. Gendern? Nein Danke!" entdeckt und entfernt.

    Am U-Bahnhof Tierpark wurde auf einem BSR-Mülleimer ein neonazistischer Aufkleber aus einem einschlägig bekannten Versand entdeckt und entfernt. Auf dem Motiv stand die rassistische Parole "White lives matter". Die Hintergrundfarben sind in schwarz-weiß-rot - wie die Reichsflagge - gehalten.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Transfeindliche Behandlung in Reinickendorfer Klinik

    13.12.2025 Bezirk: Reinickendorf

    Eine trans Frau erlebte in einer Klinik in Reinickendorf mehrfach herabwürdigendes transfeindliches Verhalten sowie antimuslimischen Rassismus durch Patient*innen und Mitarbeitende.

    Quelle: Meldung einer Einzelperson
  • Rechtschristlich-fundamentalistische Propaganda in Lichterfelde-West

    06.12.2025 Bezirk: Steglitz-Zehlendorf

    Am S-Bahnhof Lichterfelde West wurde ein Aufkleber einer fundamentalistischen katholischen Organisation entdeckt und entfernt. Die Organisation verbreitet LGBTIQA*-Feindlichkeit und antimuslimischen Rassismus. Der Sticker hatte den transfeindlichen Slogan: "Es gibt nur 2 Geschlechter".

    Quelle: Bürger*innenmeldung per E-Mail
  • Sticker an der Rolltreppe U-Bhf. Prinzenstraße

    01.12.2025 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    An der Rolltreppe U-Bahnhof Prinzenstraße Richtung Warschauer Straße wurde ein Sticker aus der extrem rechten "Tilda"-Stickerserie entfernt. Der Aufkleber ist Teil einer Serie von Tilda-Memes, die eine blonde, junge Frau zeigen. Die Figur ist Teil einer wachsenden Bildwelt, in der blonde, junge, muskulöse Personen als Stellvertreter*innen Deutschlands auftreten. Diese bildliche Darstellung transportiert die in extrem rechten Kreisen verbreitete rassistische Vorstellung, dass nur weiße Personen zum deutschen Volk gehören.  

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Neonazi-Aufkleber am Nordbahnhof

    30.11.2025 Bezirk: Mitte

    Am Nordbahnhof in Mitte wurden zwei Aufkleber der "JN", der Jugendorganisation der Neonazi-Partei "Die Heimat", vormals NPD, entdeckt und entfernt. Mit einem der beiden Sticker wurde Trans-Feindlichkeit verbreitet.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Antiziganistische Neonazi-Demo in Mitte

    29.11.2025 Bezirk: Mitte

    Vor dem Berliner Dom in Mitte fand eine Demo der Neonazi-Partei "Die Heimat", ihrer Jugendorganisation (JN) sowie der „Deutschen Jugend Voran“ (DJV) mit rund 150 Teilnehmenden statt. Die meisten, auch von außerhalb angereisten Teilnehmenden kamen von "Die Heimat". Neben einigen Teilnehmenden der "DJV" nahmen auch drei weitere, extrem rechte Jugendgruppen teil, die "Berliner Jugend", die "Deutschen Patrioten Voran" und eine neue, die sich "Jägertruppe Berlin Brandenburg" nennt und zuerst im Oktober 2025 bei einem extrem rechten Aufmarsch gegen den CSD in Cottbus in Erscheinung getreten war. Die "Jägertruppe" entstand aufgrund von persönlichen Zerwürfnissen aus einer Abspaltung der "DJV" und rekrutiert, wie diese, zum Teil sehr junge Mitglieder. Auch ein Reichsbürger nahm teil.

    Die Demo, die aufgrund von Gegendemonstrationen schon vor der Schloßbrücke zum Stehen kam, richtete sich vor allem gegen Sin­t*iz­ze und Rom*nja und forderte ein härteres Vorgehen gegen "Hütchenspieler", sonst fließe weiter "Geld zu Z...palästen nach Rumänien", wie es auf der Demo hieß. Schon im Demo-Aufruf und digitalen Flyer der "DJV" war gefordert worden: "Betrüger & kriminelle Ausländer raus!". Auf der Demo wurden Sin­t*iz­ze und Rom*nja als "Abschaum" und "Betrüger" bezeichnet. Auch auf Bannern und Plakaten war zu lesen: "Betrüger & kriminelle Ausländer raus!" und "Achtung Betrüger!". Einige Teilnehmende hielten ein Transparent mit dem Spruch „Grenzen Dicht!“ in den Händen. Darauf war ein weißes Schaf aufgemalt, das ein schwarzes Schaf mit den Hinterbeinen wegtritt. Einige Teilnehmende zeigten das "White Power"-Handzeichen, andere riefen: "Remigration!" und "Antifa-Hurensöhne!“ Ein Neonazi wurde von der Polizei festgenommen, weil er über ein Megafon ein antisemitisches Lied über Judenvergasung abgespielt hatte.

    Quelle: Registerstelle Mitte, Tagesspiegel vom 29.11.2025, taz vom 29.11. und 08.12.2025, JFDA
  • LGBTIQ*-feindliche Beleidigung und Pöbelei in Neukölln

    25.11.2025 Bezirk: Neukölln

    In der Falkstraße wurden zwei Frauen beim Verlassen eines Fahrzeugs aus einer Gruppe von jungen Männern transfeindlich beleidigt. Die beiden Frauen ergriffen schnell die Flucht, um eine Eskalation zu vermeiden. Anschließend sollen sich die jungen Männer dem Fahrzeug in den Weg gestellt haben. Die beiden sich im Fahrzeug befindenden Personen sollen das Fahrzeug verriegelt haben. Als die Polizei eintraf, sollen die Angreifenden schnell weggelaufen sein.

    Quelle: Tagesspiegel vom 26.11.2025, Polizeimeldung vom 26.11.2025 (Nr. 2497)
  • Queerfeindlicher Angriff in Fennpfuhl

    24.11.2025 Bezirk: Lichtenberg

    Ein bislang unbekannter Mann hat am Montagabend eine 48-jährige trans Frau in einer Straßenbahn der Linie M8 im Bereich Karl-Lade-Straße/Landsberger Allee attackiert. Es kam zum Streit, bei dem der Mann der Frau mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen und ihr an den Haaren gezogen haben soll. Bei Verlassen der Tram habe er die 48-Jährige zudem beschimpft, hieß es. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt nach dem queerfeindlichen Angriff im Lichtenberger Ortsteil Fennpfuhl, teilte die Berliner Polizei laut Pressebericht am Dienstag mit.

    Die Frau wurde im Gesicht verletzt, wollte sich aber nicht behandeln lassen. Ermittelt wird wegen Körperverletzung und Beleidigung mit queerfeindlichem Hintergrund.

    Quelle: Polizeimeldung Nr. 2482 vom 25.11.2025, Tagesspiegel vom 25.11.2025
  • LGBTIQ*-feindliche Kundgebung in Mitte

    23.11.2025 Bezirk: Mitte

    Vor dem Humboldtforum am Schloßplatz fand eine Kundgebung gegen eine Dragqueen-Lesung statt. Dragvorlesungen und Queerness wurde auf der Kundgebung in die Nähe von Pädophilie gerückt: Beispielsweise zeigte ein Teilnehmer ein Schild mit der Aufschrift: "Niemals! Indoktrination unserer Kinder durch Pädophile! Eure 'Demokratie' ist Verrat am deutschen Volk!". Andere Teilnehmende zeigten Schilder mit der Aufschrift "Kinder + Erwachsene + Sex = Keine gute Idee". Ein Redner sprach von "Geschlechts- und Identitätspropaganda" und "Transpropaganda", die Kinder gefährde. Ein anderer Redner echauffierte sich über "Männer im Frauensport" und sprach von "Männern", die auf "Frauenlistenplätzen im Bundestag" säßen, was in diesem Kontext als Verweis auf trans Frauen in der Politik und im Sport verstanden werden kann. Ein dritter Redner forderte, dass Eltern, die ihre Kinder zu Draglesungen bringen, vom Jugendamt beobachtet werden sollten. Versammlungsleiter der Demonstration war ein Berliner "AfD"-Abgeordneter. Zu den Teilnehmenden zählten neben Landes- und Bezirkspolitiker*innen der "AfD" auch ein Mitglied des europäischen Parlaments. Auch zwei Aktivisten der neonazistischen Kleinpartei "Die Heimat" (ehemals NPD) waren vor Ort.

    Quelle: Tagesspiegel vom 23.11.2025, Registerstelle Mitte
  • LGBTIQ*-feindliche Bedrohung und Beleidigung an der Warschauer Straße

    22.11.2025 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    Ein Familienvater zeigte am S-Bahnhof Warschauer Straße (Gleis Richtung Wartenberg/Schönefeld) immer wieder mit wilden Gesten zu einer trans Frau. Dann zeigte er auf seine Partnerin und rief: "Frau!". Nachdem er mit der Partnerin und seinem Kind eingestiegen war, kam er an eine Fensterscheibe um der trans Frau am Bahnsteig Gesten sexualisierter Gewalt zu zeigen. Laut der Betroffenen wirkte es so, als habe er der Frau am Bahnsteig ungefragt erläutern wollen, wen er als Frau sehe und wen nicht, und sie schließlich gedroht.

    Quelle: Koordinierung Berliner Register
  • Hakenkreuz und anti-antifaschistische Schmiererei am Nibelungenpark

    16.11.2025 Bezirk: Lichtenberg

    Im Nibelungenpark, auf der Eingangsseite der Hagenstraße, wurde ein gesprühtes Hakenkreuz und ein ebenfalls gesprühter neonazistischer Zahlencode in Form der "1161" entdeckt und unkenntlich gemacht.

    Zudem wurde auf der Lichtenberg-Nord-Seite auf der Rolltreppe des Bahnhofs Lichtenberg ein transfeindlicher Aufkleber von einem rechten Online-Versand gemeldet und entfernt. Auf dem Motiv stand: "Mein Geschlecht? Hohen*zollern! - Deutschlands reaktionärsten Geschlechterratgeber abonieren".

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • NS-verherrlichender Aufkleber in Alt-Hohenschönhausen

    12.11.2025 Bezirk: Lichtenberg

    An der Bushaltestelle Gärtnerstraße wurde ein Aufkleber aus einem Neonaziversand gefunden und entfernt. Auf dem anti-antifaschistischen Motiv stand "Antifa-freie Zone" vor einer schwarz-weiß-roten-Reichsflagge sowie je einem durchgestrichenen Antifa-Logo, einem durchgestrichenen Punk und einer durchgestrichene trans Person

    Quelle: Lichtenberger Register, Gangway
  • NS-verherrlichende und rassistische Aufkleber in Neu-Hohenschönhausen

    12.11.2025 Bezirk: Lichtenberg

    Am Berl Ecke Zingster Straße wurden auf einem Mülleimer drei Aufkleber aus einem Neonaziversand entdeckt und entfernt. Auf dem Motiv war "Deutschland, Deutschland über alles" mit einer Reichsflagge im Hintergrund zu lesen bzw. zu sehen. Am Prerower Platz und am Malchower Weg wurden zudem die beiden rassistischen bzw. transfeindlichen Motive "White Lives Matter" und "Christentum vs Trans" gefunden und entfernt.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Anti-antifaschistische Aufkleber in Lichtenberg-Mitte

    10.11.2025 Bezirk: Lichtenberg

    In der Lincolnstraße und in der Delbrückstraße wurden zwei aus einem Neonaziversand stammende Aufkleber gemeldet. Auf den beiden anti-antifaschistischen Motiven stand "Antifa-freie Zone" vor einer schwarz-weiß-roten-Reichsflagge sowie je einem durchgestrichenen Antifa-Logo, einem durchgestrichenen Punk und einer durchgestrichene trans Person bzw. "Anti-Antifa" mit einem durchgestrichenen "Antifaschistische Aktions"-Logo.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Transfeindliche Bedrohung in der Ringbahn

    10.11.2025 Bezirk: Berlinweit

    Zwischen 23:05 und 23:20 Uhr in der Ringbahnlinie S42 zwischen Südkreuz und Ostkreuz bedrohte ein Fahrgast eine Frau mit homofeindlichen Worten. Als die Frau mit einem Begleiter am Südkreuz zustieg und die beiden ein Gespräch begannen, setzte sich der unbekannte Mann neben sie. Er starrte die Frau zunächst minutenlang mit aufgerissenen Augen an, dann zeigte er ihr seine Kreuzkette und begann ein Gespräch über Frieden, an dem sich die beiden nicht beteiligen. Nach weiteren Minuten des Anstarrens begann der Unbekannte die Frau mehrfach als "Schwuchtel" zu beschimpfen, nannte sie "widerlich", fragte sie, ob sie sich "nicht schäme", und drohte ihr schließlich Gewalt an. Die Frau forderte ihn mehrfach auf, dies zu unterlassen. Ihr Begleiter benannte dem Mann gegenüber, als mögliche Konsequenz der Bedrohungen, die Polizei zu rufen. Als der Mann am Ostkreuz ausstieg, blieb er lange sehr nah an der Frau stehen, obwohl im Türbereich viel Platz war.

    Quelle: Koordinierung der Berliner Register
  • Beleidigung gegen politische Gegner*innen an der TU

    05.11.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    Die Präsidentin der Technischen Universität beschrieb in einem
    Zeitungsartikel: Ein "AfD"-Abgeordneter habe einen selbstverwalteten Raum in der "Technischen Universität" in Charlottenburg ohne Vorankündigung betreten. Der Abgeordnete habe die Anwesenden auf ein antifaschistisches Transparent an dem Universitätsgebäude angesprochen und das Gespräch zugleich filmen lassen. Der mehrmaligen Bitte der Anwesenden, das Filmen einzustellen und das Videomaterial zu löschen, sei nicht nachgekommen worden.
    Ein Student berichtete: Der Abgeordnete habe ihn als "Faschist" bezeichnet, und zwar gegenüber dem hinzugerufenen Universitätspersonal.

    Quelle: Register CW, Frankfurter Rundschau vom 10.02.26
  • Transfeindlicher Sticker in Lichterfelde

    03.11.2025 Bezirk: Steglitz-Zehlendorf

    Auf den Schaufenstern einer sozialen Einrichtung in Lichterfelde klebte ein Sticker mit transfeindlichem Inhalt. Der Aufkleber enthielt lediglich folgende Defintion: "woman an adult female human". Ähnliche Texte, die in Form von Lexikoneinträgen daherkommen und somit universelles Wissen beanspruchen, werden in transfeindlichen Kreisen verwendet. Sie suggerieren, dass es bei Menschen zwei natürliche Geschlechter gäbe und sprechen Transpersonen ihre Selbstbestimmung ab. Die Einrichtung arbeitet mit der gesamten Nachbarschaft im Kiez und ist seit Herbst 2023 regelmäßig von Stickern und Briefeinwürfen betroffen.

    Quelle: Bürger*innenmeldung per E-Mail
  • Antisemitismus auf Kundgebung in Mitte

    29.10.2025 Bezirk: Mitte

    Auf dem Alexanderplatz fand eine propalästinensische Kundgebung mit etwa 40 Teilnehmenden statt. Teilnehmende riefen "Kindermörder Israel" und „Zionisten sind Faschisten - töten Kinder und Zivilisten“ Mit der Bezeichnung Israels als "Kindermörder" wird auf antisemitische Ritualmordlegenden angespielt. Mit der Parole "There is only one state - Palestine 48" wurde Israel das Existenzrecht abgesprochen. Außerdem wurden mit einem Transparent mit der Aufschrift "One genocide does not justify another" die Shoah mit dem aktuellen Krieg in Gaza verglichen und relativiert.

    Quelle: Registerstelle Mitte
  • Rassistischer Aufkleber in Heiligensee

    28.10.2025 Bezirk: Reinickendorf

    Am S-Bahnhof Schulzendorf in Heiligensee wurde ein extrem rechter Aufkleber bemerkt und unkenntlich gemacht. Darauf war eine Blondine im Comic-Stil zu sehen, die ein Herz wegpustet. Der Aufkleber ist Teil einer Serie von Tilda-Memes, die eine blonde junge Frau zeigen. Die Figur ist Teil einer wachsenden Bildwelt, in der blonde, junge, muskulöse Personen als Stellvertreter*innen Deutschlands auftreten. Diese bildliche Darstellung transportiert die in extrem rechten Kreisen verbreitete rassistische Vorstellung, dass nur weiße Personen zum deutschen Volk gehören. Der Spruch auf dem Aufkleber "Alles Liebe - Für Deutschland" ist der verbotenen SA-Parole "Alles für Deutschland" ähnlich. Ein bewusstes Spiel mit den Grenzen der Strafbarkeit liegt nahe.

    Quelle: Meldung einer Einzelperson
  • Antisemitismus auf Demonstration in Mitte

    25.10.2025 Bezirk: Mitte

    Eine propalästinensische Demonstration zog mit ca. 250 Teilnehmenden durch Mitte, wobei es zu zahlreichen antisemitischen Äußerungen kam. Teilnehmende riefen "Kindermörder Israel" und „Zionisten sind Faschisten - Kindermörder und Terroristen.“ Eine Teilnehmerin beschimpfte auch Gegendemonstrant*innen als „Kindermörder.“ Mit der Bezeichnung Israels als "Kindermörder" wird auf antisemitische Ritualmordlegenden angespielt. Andere Teilnehmende sprachen Israel mit den Parolen „There is only one state, Palestine `48“ und auf Arabisch "Vom Wasser bis zum Wasser - Palästina ist arabisch" das Existenzrecht ab. Ein Redner sprach vom „Genozidstaat Israel.“ Eine Teilnehmerin zeigte zwei antisemitische Schilder: Ein Schild zeigte eine blau-weiße Schlange mit Davidstern, die sich um die Erde wickelt. Das Schild bediente damit das antisemitische Narrativ, dass sich die Welt im Würgegriff der hinterlistigen und gefährlichen Jüdinnen*Juden befinde. Das andere Schild zeigte den Teufel mit einer israelischen Fahne in der Hand. Die Behauptung, dass sich Juden*Jüdinnen im Pakt mit dem Teufel befinden, ist ebenfalls ein klassisches antisemitisches Narrativ, das auch auf einem Plakat einer anderen teilnehmenden Person aufgegriffen und mit dem Wunsch nach der Beseitigung Israels verbunden wurde: "Remove Israhell!!". Ein weiteres Plakat setzte die israelische Armee mit dem NS-Faschismus gleich: "IDF are the new Nazis". Mit dem Transparent mit der Aufschrift "One genocide does not justify another" wurde ebenfalls die Shoah mit dem aktuellen Krieg in Gaza verglichen und relativiert. Außerdem wurde in Sprechchören von einigen Teilnehmenden die eliminatorisch antisemitische Hamas und ihr ehemaliger Anführer Yahya Sinwar, der Planer des Terrorangriffs auf Israel am 07. Oktober, offen gefeiert.

    Quelle: Registerstelle Mitte
  • Rechte Sticker in der Modersohnstraße

    24.10.2025 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    In der Modersonstraße wurden zwei Sticker entfernt mit dem Slogan "Eure Vielfalt tötet". Damit wurde auf eine Umkehr des Slogans "Rassismus tötet" angespielt.

    Der Sticker stammt von einem extrem rechten Onlinehandel und ist Teil einer Serie von Tilda-Memes, die eine blonde junge Frau zeigen. Die Figur ist Teil einer wachsenden Bildwelt, in der blonde, junge, muskulöse Personen als Stellvertreter*innen Deutschlands auftreten. Diese bildliche Darstellung transportiert die in extrem rechten Kreisen verbreitete rassistische Vorstellung, dass nur weiße Personen zum deutschen Volk gehören.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Rassistische Veranstaltung in Charlottenburg

    22.10.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    In der Bibliothek des Konservatismus fand ein Vortrag statt, in dem u. a. das Buch „Good morning Germanistan - wird jetzt alles besser?“ durch die beiden Autoren vorgestellt wurde. Der Begriff „Germanistan“ kann so verstanden werden, dass er durch die Anlehnung an Namen arabischer Staaten eine vermeintliche Rückschrittlichkeit Deutschlands verdeutlichen soll. Dies kann als rassistisch eingeordnet werden, weil arabische Staaten pauschal mit Rückständigkeit gleichgesetzt werden. Im Laufe des Vortrags wurden diese Bilder immer wieder aufgegriffen und untermauert. Beispielsweise wurden Muslim*innen wiederholt kollektiv mit Zwang, Gewalt und Terror in Verbindung gebracht. Muslimisches Leben kann dadurch als grundsätzliche Gefahr dargestellt verstanden werden. Weitere Inhalte des Vortrags betrafen LGBTIQ*-Personen: Aussagen zum Selbstbestimmungsgesetz und zu trans, inter und nichtbinären Menschen können als abwertend und ausgrenzend bewertet werden. Aussagen zu Politikerinnen können als antifeministisch motiviert eingeschätzt werden.

    Quelle: Register CW
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