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Vorfalls-Chronik


Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.

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Glossar
  • Rassistische Einschüchterung im Bus

    17.06.2025 Bezirk: Spandau

    Am Nachmittag befand sich eine Gruppe von Männern im Ortsteil Hakenfelde im Bus. Die drei Männer waren klar erkennbar der extrem rechten Szene zuzuordnen anhand ihrer Hakenkreuztattoos. Eine Mitfahrerin wurde von den Männern aufgrund ihrer Hautfarbe mit Blicken fixiert und eingeschüchtert.

    Quelle: Begleitprogramm "Learning by doing" Berliner Stadtmission
  • Rassistischer Aufkleber in Gropiusstadt

    17.06.2025 Bezirk: Neukölln

    Im Theodor-Loos-Weg in Gropiusstadt wurde ein rassistischer Sticker mit der Aufschrift "Its nice to be white" und einer abgebildeten Hand, die das "White Power"-Zeichen formt, entdeckt. Der Aufkleber wurde entfernt.

    Quelle: Register Neukölln via Signal
  • Schmierereien gegen politische Gegnerschaft in der Urbanstraße

    17.06.2025 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    An mindestens fünf Stellen wurde an Hauswänden in der Urbanstraße Schmierereien angebracht. Abgebildet waren Hammer und Sichel am Galgen hängend. Das Zeichen Hammer und Sichel steht für Kommunismus. Die Galgensymbolik wird insbesondere von der extremen Rechten als Drohung gegen ihre politische Gegner*innen genutzt.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Antisemitische Propaganda in Kreuzberg

    16.06.2025 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
    Es ereignete sich ein antisemitischer Vorfall. Weitere Informationen werden zum Schutz betroffener Personen nicht veröffentlicht.
    Quelle: RIAS Berlin
  • Antisemitischer Schriftzug in Prenzlauer Berg

    16.06.2025 Bezirk: Pankow

    In der Erich-Weinert-Straße wurde ein Schriftzug entdeckt, der „Free Palestine from homophobia“ lautete. Das Wort „homophobia“ wurde durchgestrichen und durch „Israhell“ ersetzt. Dabei wird Israel als Staat nicht einfach kritisiert, sondern als grundsätzlich dämonisiert und als böse dargestellt.

    Quelle: Berliner Register via Signal
  • Antiziganistische Diskriminierung im Bezirk Pankow

    16.06.2025 Bezirk: Pankow

    Ein Mann sagt zu seiner Arbeitskollegin, dass die Roma ja noch 100 Jahre bräuchten, um sich zu integrieren. Der Vorfall wird als antiziganistisch gewertet, weil eine Roma Person auf Grund ihrer Gruppengehörigkeit stereotypisierend des Lebens auf Kosten anderer bezichtigt wurde.

    Quelle: Amaro Foro / DOSTA
  • Aufkleber der Neonazikleinstpartei "Der III. Weg" auf Glasfront von Jugendclubs in Neu-HSH

    16.06.2025 Bezirk: Lichtenberg

    Am 16.06. gegen 17 Uhr wurden mehrere vermummte Personen vor den Räumlichkeiten einer Jugendfreizeiteinrichtung und eines alternativen Kulturzentrums in Neu-Hohenschönhausen beobachtet. Kurz danach wurden mehr als zehn Aufkleber der Neonazi-Kleinstpartei "Der III. Weg" an der kompletten Glasfront samt Briefkästen entdeckt (sechs große mit der Aufschrift "National, Revolutionär, Sozialistisch" und vier kleinere mit den Motiven "Asylflut stoppen!" bzw. "Ausländergewalt stoppen! Massenabschiebungen starten!"). Alle wurden am nächsten Vormittag entfernt.

    Quelle: Berliner Register
  • Behindertenfeindliche Benachteiligung auf dem Arbeitsmarkt

    16.06.2025 Bezirk: Berlinweit
    Eine Person berichtet von einer Benachteiligung auf dem Arbeitsmarkt aufgrund ihrer Behinderung. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
    Quelle: Antidiskriminierungsberatung Alter, Behinderung, chronische Erkrankung
  • Extrem rechte Aufkleber im Allendeviertel

    16.06.2025 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Im Allendeviertel wurden insgesamt 12 extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt.

    Im Strandschloßweg wurden sechs Aufkleber entdeckt. Ein Aufkleber hatte einen rassistischen Inhalt, mehrere Aufkleber riefen zu Gewalt gegen Antifaschist*innen auf.

    Im Müggelschlößchenweg wurden ebenfalls sechs extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Sie richteten sich, teils mit Gewaltaufrufen, gegen Antifaschist*innen und verwendeten die Reichsfarben.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Extrem rechter Aufkleber in Friedenau

    16.06.2025 Bezirk: Tempelhof-Schöneberg

    Am S-Bahnhof Friedenau (Bahnhofstraße Ecke Wielandstraße) wurde ein extrem rechter Aufkleber bemerkt und entfernt, der sich gegen Antifaschismus richtete. Der Sticker wurde entfernt.

    Quelle: Private Zusendung
  • Extrem rechter Aufkleber in Marzahn-Nord

    16.06.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf
    In der Schwarzwurzelstraße wurde ein extrem rechter Aufkleber entdeckt, die sich gegen LGBTIQ* und politische Gegner*innen der extremen Rechten richtete.
    Quelle: Register Marzahn-Hellersdorf / Augenzeug*in
  • Hakenkreuze im Ortsteil Reinickendorf

    16.06.2025 Bezirk: Reinickendorf

    Am S-Bahnhof Schönholz im Ortsteil Reinickendorf wurden mehrere in schwarzer Farbe gesprühte Hakenkreuze an Metallpfählen gesehen. Kurze Zeit später waren sie unkenntlich gemacht worden.

    Quelle: Meldung einer Einzelperson
  • Hakenkreuz und Davidstern in Lankwitz

    16.06.2025 Bezirk: Steglitz-Zehlendorf

    An eine Haustür in der Bruchwitzstraße wurden ein Hakenkreuz und ein Davidstern geschmiert.

    Quelle: Bürger*innenmeldung über das Vorfallsformular
  • Hakenkreuz und extrem rechte Aufkleber in Hellersdorf-Nord

    16.06.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf

    An einem Supermarkt am U-Cottbusser Platz wurde eine Hakenkreuz-Schmiererei entdeckt und im Laden gemeldet. In der Kastanienallee und auf der Brücke zum Kastanienboulevard wurden fünf extrem rechte Aufkleber entfernt, darunter ein LGBTIQ*-feindlicher Sticker und ein Motiv von „Der III. Weg“ mit dem rassistischen Slogan „Deutschland den Deutschen“. In der Hellersdorfer Straße nähe Cottbusser Platz wurde ein Reichsflaggen-Sticker teilweise entfernt.

    Quelle: Register Marzahn-Hellersdorf / Augenzeug*in
  • "JN"-Schmiererei in Frohnau

    16.06.2025 Bezirk: Reinickendorf

    Im S-Bahnhof Frohnau wurde an der Wand und an einem Fenster eine extrem rechte Schmiererei entdeckt. Es wurde mit schwarzen Stift zweimal das Kürzel "JN" angebracht. Die Abkürzung "JN" steht für "Junge Nationalisten", die Jugendorganisation der Neonazi-Partei "Die Heimat". In den letzten Wochen wurden bereits an mehreren Orten in Frohnau NS-verherrlichende Schmierereien in Zusammenhang mit dieser Gruppe dokumentiert.

    Quelle: Register Reinickendorf
  • LGBTIQ*-feindlicher Angriff in einem Ladengeschäft in der Frankfurter Allee

    16.06.2025 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    Eine trans Frau wurde gegen 18:00 Uhr in einem Ladengeschäft in der Frankfurter Allee von einem Kunden LGBTIQ*-feindlich beleidigt, als sie an der Kasse zum Bezahlen anstand. Als die Betroffene begann, den Täter zu filmen, griff dieser sie an und verletzte sie. Darüber hinaus wurde sie von einem weiteren Kunden ebenfalls LGBTIQ*-feindlich beleidigt. Die Polizei wurde verständigt und filmte die gemachte Aufzeichnung ab, als Kopie für die weiteren Ermittlungen.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • NPD-Aufkleber nahe Tierpark

    16.06.2025 Bezirk: Lichtenberg

    In der Franz-Mett-Straße wurden zwei NPD-Aufkleber entdeckt und entfernt. Die NPD war eine neonazistische Partei, die heute "Die Heimat" heißt.

    Quelle: Lichtenberger Register
  • Rassistische Aufkleber in Alt-Hohenschönhausen

    16.06.2025 Bezirk: Lichtenberg

    In der Konrad-Wolf-Straße wurden mehrere rassistische Aufkleber entdeckt und überklebt. Fünf davon trugen die Aufschrift "Abschieben schafft Wohnraum" und stammen aus einem extrem rechten Online-Versandhandel.

    Quelle: Lichtenberger Register
  • Rassistische Propaganda in Mitte

    16.06.2025 Bezirk: Mitte

    Am Hackeschen Markt fand eine Propagandaaktion eines extrem rechten Medienaktivisten statt. Der Aktivist ist für seine rassistischen und hetzenden Beiträge in den sozialen Netzwerken bekannt. Bei der Propagandaaktion wurde ein pauschaler Zusammenhang zwischen Migrant*innen und Kriminalität behauptet.

    Quelle: Registerstelle Mitte
  • Rassistischer Aufkleber in Hellersdorf-Ost

    16.06.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf

    In der Schneeberger Straße wurde ein extrem rechter Aufkleber entfernt, der den rassistischen „Ku Klux Klan“ bewarb.

    Quelle: Register Marzahn-Hellersdorf / Augenzeug*in
  • Rassistische und NS-verherrlichende Aufkleber in Neu-Hohenschönhausen

    16.06.2025 Bezirk: Lichtenberg

    In der Wiecker Straße wurde ein schwarz-weiß-roter Aufkleber mit einer "Schwarzen Sonne" entdeckt. In der Ribnitzer Straße wurde ein Aufkleber mit rassistischem Inhalt gesehen und entfernt.

    An der Tramstation Ahrenshooper Straße wurde ein Aufkleber aus einem extrem rechten Versandhandel entdeckt. Darauf war zu lesen: "Ich bin als Deutscher geboren & schulde der Welt einen Scheiß", zudem sind ein Reichsadler, zwei Reichsfahnen in den Farben Schwarz, Rot und Weiß und ein eisernes Kreuz abgebildet.

    Quelle: Lichtenberger Register
  • Schmiererei gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten

    16.06.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf

    An zwei Schildern an den Zugängen zum Plaza Marzahn zwischen der Selka-Haase-Str. und der Walter-Felsensteinstr. wurde die Zahlenkombination "1161" entdeckt. Zudem wurde ein Hakenkreuz und der Schriftzug "BFC" am gleichen Schild mit der gleichen Farbe entdeckt.

    Quelle: Koordinierung der Berliner Register
  • Schmiererei gegen politische Gegner*innen und extrem rechte Aufkleber in Blankenburg

    16.06.2025 Bezirk: Pankow

    An der Bushaltestelle neben dem S-Bahnhof Blankenburg wurde eine Schmiererei gegen politische Gegner*innen entdeckt.

    In der Schäferstege wurden drei Aufkleber entdeckt und entfernt: Der erste zeigt das Symbol der "Schwarzen Sonne", der zweite enthält LGBTIQ*-feindliche Inhalte, und der dritte trägt die Aufschrift "Deutsches Reichsgebiet".

    Quelle: Meldeformular der Berliner Register
  • Störung einer Gedenkveranstaltung in Mitte

    16.06.2025 Bezirk: Mitte

    Im Regierungsviertel wurde ein Gedenkort für die polnischen Opfer des deutschen Angriffskrieges und der deutschen Besatzungsherrschaft zwischen 1939 und 1945 eingeweiht. Teilnehmende einer nahegelegenen Dauerkundgebung riefen während der Einweihung Parolen in Richtung der Gedenkveranstaltung. Die Rufe waren bei der Einweihung deutlich zu hören. Die Teilnehmenden der Dauerkundgebung wurden mehrfach auf den Charakter der Gedenkveranstaltung angesprochen und hielten es trotzdem für angemessen, diese zu stören.

    Quelle: Registerstelle Mitte
  • Antimuslimischer Rassismus in Kreuzberg

    15.06.2025 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    Ein 9-jähriges Mädchen, das mit ihrem 6-jährigen Bruder und ihrem Vater in einem Auto sitzt, wird von einem vorbeifahrenden Fahrradfahrer aufgrund von antimuslimischem Rassismus geschlagen. Der Fahrradfahrer reißt ihr eine Fahne aus der Hand, mit der sie gespielt hat, und fährt unerkannt weiter.

    Quelle: ReachOut Berlin
  • Antisemitismus auf Demonstration durch Mitte

    15.06.2025 Bezirk: Mitte

    Durch den Bezirk Mitte zog eine pro-palästinensische Kundgebung mit mehreren hundert Teilnehmenden. Dabei wurde die das Existenzrecht Israels negierende Parole "There is only one state, Palestine '48" und die antisemitische Parole "Zionisten sind Faschisten, morden Kinder und Zivilisten" gerufen. Mit dem Vorwurf des "Kindermords" wird auf antisemitische Ritualmordlegenden angespielt. Außerdem wurde ein Transparent mit der Aufschrift "One genocide does not justify another" gezeigt. Damit wird die Shoah mit dem aktuellen Krieg in Gaza verglichen und relativiert.

    Quelle: Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus e.V., Registerstelle Mitte
  • Antiziganistische Diskriminierung in Reinickendorf

    15.06.2025 Bezirk: Reinickendorf

    Es fand ein antiziganistischer Vorfall im Bezirk Reinickendorf statt. Zum Schutz der betroffenen Person wurden keine weiteren Informationen veröffentlicht und das Datum anonymisiert.

    Quelle: Amaro Foro / DOSTA
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