Vorfalls-Chronik
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
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Glossar-
27.06.2025 Bezirk: Marzahn-HellersdorfIn der Glauchauer Straße wurde ein Aufkleber vom „Der III. Weg“ entfernt. Auf dem Kastanienbouleard wurden zwei LGBTIQ*-feindliche Aufkleber entdeckt und teilweise entfernt.Quelle: Register Marzahn-Hellersdorf / Augenzeug*in
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LGBTIQ-feindliche Propaganda in Pankow
27.06.2025 Bezirk: PankowAn der Bushaltestelle neben dem S-Bahnhof Wollankstraße wurde eine Holztafel mit der Aufschrift „Stolzmonat“ auf dem Boden gefunden und entfernt.
Der „Stolzmonat“ ist eine extrem rechte Online-Kampagne, die im Juni 2023 als Gegenentwurf zum „Pride Month“ initiiert wurde. Sie dient der Verhöhnung und Ablehnung von LGBTIQ*-Personen und -Rechten in Verbindung mit Nationalismus. Erkennungszeichen ist die in den Nationalfarben Deutschlands eingefärbte Regenbogenflagge. Beteiligt waren zahlreiche Blogger*innen der extremen Rechten, rechte Influencer*innen und Mitglieder der AfD.Quelle: Meldeformular der Berliner Register -
LGBTIQ*-feindliche Schmiererei in Charlottenburg
27.06.2025 Bezirk: Charlottenburg-WilmersdorfAuf einer Bank an dem Durchgang zwischen Otto-Suhr-Allee und Frauenhoferstraße wurde eine LGBTIQ*-feindliche Schmiererei entdeckt. Die Schmiererei bestand aus den Buchstaben "m" und "w" und dem Wort "debil". In Anspielung auf den Geschlechtseintrag "divers", für nicht-binäre oder intergeschlechtliche Personen, werden diese Gruppen der LGBTIQ*-Community hier verunglimpft.
Quelle: Register CW via Signal -
Migrationsfeindlicher Aufkleber am S-Bahnhof Lichtenberg
27.06.2025 Bezirk: LichtenbergAm S-Bahnhof Lichtenberg wurde an einer Rolltreppe ein migrationsfeindlicher Aufkleber der extremen Rechten mit dem Motiv "Eure Vielfalt tötet!" gefunden und entfernt.
Quelle: Lichtenberger Register -
Rassistische Aufkleber in Tegel
27.06.2025 Bezirk: ReinickendorfAm Saatwinkler Steg in Tegel wurden an einem Ortsschild neben Fußball-Stickern auch rassistische Aufkleber entdeckt. Einer trug den Slogan "abschieben schafft sicherheit". Der Aufkleber nahm damit Bezug auf die Vorstellung, Migranten seien besonders gewalttätig. Ein weiterer antimuslimisch-rassistischer Aufkleber sprach sich mit Verweis auf "Tierschutz" gegen Schächten und den Verkauf von Halal-Fleisch aus. Daneben war noch ein Sticker mit der Aufschrift "FCK Antifa" angebracht.
Quelle: Meldung einer Einzelperson -
Rassistische Beleidigungen in Prenzlauer Berg
27.06.2025 Bezirk: PankowEine Gruppe von Frauen, die im Mauerpark picknickte, wurde rassistisch beleidigt, weil sie Kopftücher trugen. Der Vorfall war angespannt und drohte zu eskalieren. Mithilfe des Parkläufer-Teams konnte die Situation jedoch deeskaliert werden, indem dieses mit den betroffenen Frauen das Gespräch suchte.
Quelle: Meldeformular Berliner Register -
Rassistische Pöbelei am S-Bahnhof Neukölln
27.06.2025 Bezirk: NeuköllnAm S-Bahnhof Neukölln pöbelte ein Mann unbeteiligte Personen an und behauptete, dass "Ausländer Affen" seien.
Quelle: Register Neukölln -
Rassistischer Schriftzug in Grünau
27.06.2025 Bezirk: Treptow-KöpenickAm Sockel der Fuß- und Radwegbrücke am Alter Radelander Weg wurde über mehrere Meter der Schriftzug "Deutschland den Deutschen FCK Linke" entdeckt.
Quelle: Register Treptow-Köpenick -
Rassistischer Sticker auf Parkplatz
27.06.2025 Bezirk: SpandauAuf Parkplatz eines Spandauer Baumarkts wurde ein anti-Schwarzer Sticker entdeckt und entfernt, der sich gegen die Black-Power-Bewegung richtet.
Quelle: Bürger*innenmeldung -
Schmiererei gegen Antifaschist*innen auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde
27.06.2025 Bezirk: LichtenbergAuf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde wurde auf einer Sitzbank eine gegen Antifaschist*innen gerichtete "AAFA"-Schmiererei (="Anti-antifaschistische Aktion") gemeldet.
Quelle: Lichtenberger Register -
Schriftzüge gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten in der S-Bahn
27.06.2025 Bezirk: Treptow-KöpenickIn der S-Bahnlinie S3 wurden beim Einstieg am S-Bahnhof Köpenick vier Schriftzüge gegen Antifaschist*innen entdeckt.
Quelle: Register Treptow-Köpenick -
Angriff nach Konfrontation wegen rassistischer Aussagen in Oberschöneweide
26.06.2025 Bezirk: Treptow-KöpenickIn einer Kneipe in der Rathenaustr. äußerte sich ein Mann rassistisch über geflüchtete Menschen. Als er damit konfrontiert wurde, schlug er der Person ins Gesicht.
Quelle: Register Treptow-Köpenick -
Antisemitische Propaganda in Friedrichshain
26.06.2025 Bezirk: Friedrichshain-KreuzbergAm Markgrafendamm wurde eine antisemitische Schmiererei entdeckt.Quelle: RIAS Berlin -
Antisemitische Propaganda in Mitte
26.06.2025 Bezirk: MitteIn der Wolgaster Straße wurde ein antisemitischer Sticker der neonazistischen Kleinstpartei „Der III. Weg“ entdeckt.
Quelle: RIAS Berlin -
Antisemitische Propaganda in Neukölln
26.06.2025 Bezirk: NeuköllnIn der Wildenbruchstraße wurde ein Aufkleber entdeckt, der Zionisten mit Nationalsozialisten gleichsetzt.
Quelle: RIAS Berlin -
Antisemitische Schmierereien am Reinickendorfer Schäfersee
26.06.2025 Bezirk: ReinickendorfAm Schäfersee im Ortsteil Reinickendorf wurden erneut extrem rechte und antisemitische Schmierereien entdeckt. Sie richteten sich "Zecken". In extrem rechten Kreisen werden Linke und Punks als "Zecken" abgewertet. Mit dem Zusatz "Soros bezahlt" wurde zudem Bezug auf antisemitische Verschwörungserzählung rund um den US-amerikanischen Milliardär George Soros genommen.
Quelle: Meldung einer Einzelperson -
Antisemitische Veranstaltung in Hellersdorf
26.06.2025 Bezirk: Marzahn-HellersdorfAn einer Hochschule kam es während eines Sommerfests zu antisemitischen Vorkommnissen.Quelle: RIAS Berlin -
Antiziganistische Bedrohung in Treptow-Köpenick
26.06.2025 Bezirk: Treptow-KöpenickIm Bezirk bedrohten mehrere Personen eine andere Person antiziganistisch. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Quelle: Amaro Foro Projekt DOSTA -
Antiziganistischer Vorfall in Berlin
26.06.2025 Bezirk: BerlinweitEin Berliner AfD-Politiker äußerte sich auf seinem X-Account. Er sprach über "osteuropäische Kriminelle", die den deutschen Staat unterwanderten und ausbeuteten. Dies wurde als antiziganistische Aussage bewertet.Quelle: DOSTA / Amaro Foro -
Antiziganistische und verfassungswidrige Propaganda in Lichtenberg
26.06.2025 Bezirk: LichtenbergEine Person verwendete ein verfassungswidriges Kennzeichen mit antiziganistichem Inhalt.
Quelle: Amaro Foro / DOSTA -
Aufkleber des "III. Weg" im Weitlingkiez
26.06.2025 Bezirk: LichtenbergIn der Delbrückstraße Ecke Münsterlandstraße wurde ein Aufkleber der Neonazikleinstpartei der "III. Weg" mit der migrationsfeindlichen Aufschrift "Ausländergewalt beenden - Massenabschiebungen starten" gemeldet und entfernt.
Am S-Bahnhof Nöldnerplatz wurde ein Aufkleber aus einem extrem rechten Onlineversand entdeckt und entfernt. Auf dem Aufklebermotiv wird dem politischen Gegner (in diesem Fall den demokratischen Parteien - in diesem Fall sind wohl Bündnis 90/Die Grünen gemeint) unterstellt, politisch genauso wie die Nazis zu handeln.
Quelle: Lichtenberger Register -
Aufkleber des "III. Weg" in Altglienicke
26.06.2025 Bezirk: Treptow-KöpenickIn der Köpenicker Str. wurden drei rassistische Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt.
Quelle: Register Treptow-Köpenick -
Bedrohung von Antifaschist*in in Friedrichsfelde
26.06.2025 Bezirk: LichtenbergEine Antifaschist*in wurde im Bus 194 Richtung S Friedrichsfelde von einem Neonazi auf Höhe der Haltestelle Alfred-Kowalke-Straße bedroht.
Die betroffene Person saß im Bus, hatte ein Antifa-Shirt an und einen Pride-Beutel dabei. Ein älterer Mann stieg in den Bus ein, guckte die Betroffene an und ging erstmal zur Seite. Als die Person aussteigen wollte, wurde sie von hinten angetippt und gefragt: "Wie lange lebst du schon hier?" Das wiederholte der Mann dreimal und antwortete auf die Gegenfrage "Warum?": "Du wirst hier nicht lange überleben mit der Kleidung und der Flagge (Pride-Beutel)" und dann noch "Verzieh Dich nach Friedrichshain, ich bin Lichtenberger".
Quelle: Lichtenberger Register -
Behindertenfeindliche und rassistische Diskriminierung in Mitte
26.06.2025 Bezirk: MitteIm Bezirk Mitte ereignete sich ein Vorfall von rassistischer und behindertenfeindlicher Diskriminierung. Zum Schutz der betroffenen Person wird Weiteres nicht veröffentlicht.
Quelle: Bürger*innenmeldung -
Extreme Rechte Propaganda in Blankenburg
26.06.2025 Bezirk: PankowIn einem Jugendcontainer im Park der Schäferstege wurden fünf Schmierereien gefunden, die den Nationalsozialismus verherrlichen sowie gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten gerichtet sind.
Außerdem wurden fünf Aufkleber mit schwarz-weiß-roter Flagge und ebenfalls gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten entdeckt.
Quelle: Pankower Register -
Extrem rechte Aufkleber im Allendeviertel
26.06.2025 Bezirk: Treptow-KöpenickIm Müggelschlößchenweg, zwischen Erwin-Bock-Str. und Fliederstr., wurden ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen und ein weiterer Aufkleber, der das "Reichsgebiet" ausrief, entdeckt und entfernt. Einer der Aufkleber stammte aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".
Quelle: BENN Allende-Viertel -
Extrem rechte Aufkleber in Hellersdorf-Nord
26.06.2025 Bezirk: Marzahn-HellersdorfEntlang der Michendorfer Straße waren zahlreiche Aufkleber von „Der III. Weg“ angebracht und wurden teilweise entfernt. In der Kastanienallee und der Fußgängerbrücke zum Boulevard (Kastanienalleebrücke) wurden zwei LGBTIQ*-feindliche Aufkleber entfernt.
Quelle: Register Marzahn-Hellersdorf / Augenzeug*in -
Extrem rechte Aufkleber in Hellersdorf-Ost
26.06.2025 Bezirk: Marzahn-HellersdorfIm Wanderweg bei der Carola-Neher-Straße und in der Klingenthaler Straße wurden Aufkleber von „Der III. Weg“ mit dem Slogan „Terrorstaat Israel“ und gegen LGBTIQ* gerichtet, entdeckt. Außerdem wurden in der Martin-Riesenburger-Straße Aufkleber von „Der III. Weg“ an Regenrohren entdeckt. Auf dem Kastanienboulevard wurden zahlreiche extrem Aufkleber entdeckt und teilweise entfernt, z.T. mit dem rassistischen Slogan „White Lives Matter", sowie von „Der III. Weg“ mit LGBTIQ*-feindlichem Motiv und Aufkleber mit dem Slogan „Freiheit für […]“. Gemeint ist hier ein Mann, der in Österreich wegen nationalsozialistischer Aussagen verurteilt wurde. Auch in Deutschland solidarisieren sich extrem rechte Gruppen und Einzelpersonen, wie „Der III. Weg", mit dem Mann.
Quelle: Register Marzahn-Hellersdorf / Augenzeug*in -
Extrem rechte Propaganda in Jugendclub in Hellersdorf-Nord
26.06.2025 Bezirk: Marzahn-HellersdorfIn einer Jugendfreizeiteinrichtung wurde auf einen Zettel „D3W“ geschrieben (Der III. Weg).
Quelle: Register Marzahn-Hellersdorf / Augenzeug*in -
Extrem rechter Sticker in Lichterfelde
26.06.2025 Bezirk: Steglitz-ZehlendorfAn der Bushaltestelle Ostpreußendamm/Königsberger Straße wurde ein Aufkleber aus einem extrem rechten Versandhandel entdeckt. Der Sticker richtete sich gegen politische Gegner*innen. Er wurde entfernt
Quelle: Bürger*innenmeldung über sozialen Messenger -
Hakenkreuze und NS-verherrlichende Schriftzüge im Bezirk
26.06.2025 Bezirk: Treptow-KöpenickIm Bezirk wurden zwei Hakenkreuze, der neonazistische Zahlencode "88" und das N***-Wort entdeckt und entfernt. Da es sich um einen sensiblen Ort handelt, wurden alle weiteren Informationen anonymisiert.
Quelle: Meldeformular Berliner Register -
Hakenkreuz in der Rigaer Straße
26.06.2025 Bezirk: Friedrichshain-KreuzbergAuf einen antifaschistischen Sticker in der Rigaer Straße wurde ein Hakenkreuz geschmiert. Das Hakenkreuz wurde unkenntlich gemacht.
Quelle: Bürger*innenmeldung -
LGBTIQ*-feindlicher Sticker vom "III. Weg" in Alt-Hohenschönhausen
26.06.2025 Bezirk: LichtenbergAn der Tramhaltestelle Simon-Bolivar-Straße wurde ein Aufkleber der Neonazi-Kleinstpartei "Der III. Weg" gemeldet. Dieser Sticker hatte einen homofeindlichen Inhalt und warnt vor "Homopropaganda".
Quelle: Lichtenberger Register -
Neonazistischer Zahlencode in der Köpenicker Dammvorstadt
26.06.2025 Bezirk: Treptow-KöpenickAuf dem Gleis des S-Bahnhofs Köpenick wurde der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt und entfernt.
Quelle: Register Treptow-Köpenick -
Neonazistischer Zahlencode in Niederschöneweide
26.06.2025 Bezirk: Treptow-KöpenickAn einer Ampel an der Ecke Michael-Brückner-Str. / Hasselwerderstr. wurde der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt und entfernt.
Quelle: Register Treptow-Köpenick -
NS-verherrlichender Aufkleber in Alt-Lichtenberg
26.06.2025 Bezirk: LichtenbergSowohl in der Gotlindestraße Ecke Wotanstraße, als auch in der Siegfriedstraße wurden NS-verherrlichende Reichskriegsflaggen-Aufkleber entdeckt und entfernt.
In der Egmontstraße wurde eine "EHL"-Schmiererei (="Einheit Lichtenberg") in Kombination mit der "1161" entdeckt. Auch in der Skandinavischen Straße wurden zwei "EHL"-Schmierereien (="Einheit Lichtenberg") in Kombination mit der "1161" entdeckt und entfernt. Die Zahlenkombination „1161“ richtet sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten und meint "Anti-antifaschistische-Aktion".
Quelle: Lichtenberger Register -
Queerfeindlicher Angriff im Bus
26.06.2025 Bezirk: SpandauZwei Frauen wurden am Nachmittag in der Buslinie X34 von zwei Jugendlichen, einem 14-Jährigen und einem 15-Jährigen, queerfeindlich beleidigt. Als die Jugendlichen an der Haltestellle Alt-Gatow ausstiegen, bedrohte einer der beiden die Frauen und spuckte ihnen ins Gesicht. Die Frauen alarmierten daraufhin die Polizei und nahmen die Verfolgung auf. Die Jungen wurden noch in der Nähe der Haltestelle festgenommen.
Quelle: Polizeimeldung Nr. 1735 -
Rassismus und LGBTIQ*-Feindlichkeit in der BVV
26.06.2025 Bezirk: Charlottenburg-WilmersdorfIn der Juni-Sitzung der BVV stellte die "AfD" zwei Anträge, in denen sie bereits im Antragstitel den Begriff „Remigration“ nutzte.
In der Debatte zum ersten Antrag, in dem ein sogenannter „Remigrationsbeauftragter“ gefordert wurde, bezeichnete ein "AfD"-Verordneter Migration als „Zumutung“ und „Migrationskatastrophe“ und warb für eine „Rückführungsoffensive“.
Damit knüpfte die Fraktion direkt an rassistische Diskurse an, in denen „Remigration“ bereits mehrfach als Chiffre für die massenhafte Ausweisung von Menschen mit Migrationsgeschichte unabhängig von Staatsbürgerschaft verwendet wurde. Diese Bedeutung wurde auch in den Gegenreden benannt. Zwar argumentierte die "AfD", dass sie unter dem Begriff etwas Anderes verstehe und diese Forderung mit demokratischen Werten vereinbar sei, doch ändert dies nichts an seiner Bedeutung und Verbreitung im extrem rechten Diskurs.
Der zweite Antrag forderte unter dem Vorwand des Kinderschutzes die Verbreitung einer Frontex-Broschüre, die Abschiebungen gegenüber Kindern verharmlost. Die "AfD" stellte Abschiebungen wiederholt als harmlose „Reise“ dar. Beide Anträge können so eingeordnet werden, dass sie sich gegen die gleichberechtigte Zugehörigkeit von Menschen mit Migrationsgeschichte richteten, und als rassistisch bewertet werden.
Zusätzlich sprach ein "AfD"-Verordneter kurz zum im Monat zuvor eingebrachten Antrag „Beflaggung zum Stolzmonat“. Beim sogenannten „Stolzmonat“ handelt es sich um eine extrem rechte, nationalistische Kampagne, die den Pride-Monat sowie die Forderungen und Rechte von LGBTIQ* lächerlich machen und delegitimieren soll.
Quelle: Livestream BVV 26.06.25 -
Rassistische Beleidigung in Alt-Friedrichsfelde
26.06.2025 Bezirk: LichtenbergEine asiatische Frau war alleine mit ihrem Hund in der Charlottenstraße unterwegs. Vor dem Eingang eines Wohnhauses standen zwei Mädchen herum und rannten lachend direkt auf die Frau zu, als sie diese sahen. Sie umkreisten die Frau und stellten Ihr schnell und spöttisch Fragen zu ihrer Herkunft und ihrem Hund. Die Situation wirkte auf die betroffene Person nicht wie ein harmloser Scherz, sondern wie eine gezielte, abwertende Handlung aufgrund Ihres Aussehens.
Quelle: Meldemaske Berliner Register -
Rassistische Propaganda in Mitte
26.06.2025 Bezirk: MitteIn der Rungestraße im Ortsteil Mitte wurde ein rassistischer Aufkleber, der zu "Remigration" aufrief, entdeckt.
Quelle: Berliner Register -
Rassistische Propaganda in Wedding
26.06.2025 Bezirk: MitteIn der Müllerstraße und in mehreren Seitenstraßen um den Leopoldplatz wurden mehrere rassistische Aufkleber, die zu "Remigration" aufriefen, entdeckt und entfernt.
Quelle: Bürger*innenmeldung -
Rassistischer Aufkleber in der Köpenicker Altstadt
26.06.2025 Bezirk: Treptow-KöpenickAn einem Mülleimer an der Bushaltestelle Schloßplatz Köpenick wurde ein rassistischer Aufkleber mit der Aufschrift "Remigration" entdeckt und entfernt.
Quelle: Register Treptow-Köpenick -
Rassistischer Aufkleber in Friedrichshagen
26.06.2025 Bezirk: Treptow-KöpenickAn der Tramhaltestelle Drachholzstr. wurde ein rassistischer Aufkleber gegen geflüchtete Menschen entdeckt und entfernt.
Quelle: Register Treptow-Köpenick -
Rassistischer Aufkleber in Marzahn-Süd
26.06.2025 Bezirk: Marzahn-HellersdorfIn der Allee der Kosmonauten wurde ein rassistischer Aufkleber mit der Aufschrift "Ku Klux Klan. Weisse Macht. Tradition seit 1925" entdeckt und entfernt.
Quelle: Koordinierung der Berliner Register -
Schmiererei gegen Antifaschist*innen in Neu-Hohenschönhausen
26.06.2025 Bezirk: LichtenbergAuf einem Mülleimer zwischen den Tramstationen Zingster Straße und Ribnitzer Straße wurde eine "1161"-Schmiererei entdeckt. Die Zahlenkombination „1161“ richtet sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten und meint "Anti-antifaschistische-Aktion".
Quelle: Lichtenberger Register -
Sozialchauvinistischer Angriff in Neukölln
26.06.2025 Bezirk: NeuköllnAm Donnerstagmorgen beobachtete eine Person einen obdachlosenfeindlichen Angriff am Hermannplatz in Neukölln. Ein mutmaßlich obdachloser Mann fragte an der Haltestelle des N8 die Wartenden nach Geld. Als er eine Gruppe aus drei Männern ansprach, sei er aus dieser heraus von einer Person mehrfach auf den Brustkorb geschlagen worden. Die meldende Person ging dazwischen und die betroffene Person entfernte sich.
Quelle: Register Neukölln -
Veranstaltung mit antisemitischen Parolen in Dahlem
26.06.2025 Bezirk: Steglitz-ZehlendorfBeim Sommerfest der Freien Universität Berlin (FU) in Dahlem kam es zu einem unangekündigten propalästinensischen Protest. Bei diesem Protest wurden Schilder mit israelbezogenen antisemitischen Aussagen gezeigt. So waren auf einigen Schildern folgende Parolen zu lesen: „End all academic ties to Israhell“ (dt. „Beendet alle akademischen Verbindungen zu Israhell“) oder „Boycott Israel“. Auf einem Transparent stand u.a. „Support BDS“ (BDS steht für „Boykott“, „Desinvestition“, „Sanktionen“). Bei BDS handelt es sich um eine Kampagne zur Delegitimierung und Dämonisierung des Staats Israel. Auch der Ausdruck "Israhell" kritisiert Israel als Staat nicht einfach, sondern dämonisiert Israel und stellt es als grundsätzlich böse dar.
Quelle: Register Steglitz-Zehlendorf -
Antimuslimischer Angriff in Hellersdorf
25.06.2025 Bezirk: Marzahn-HellersdorfAm Abend gab es in Hellersdorf eine Beleidigung und Körperverletzung aufgrund von antimuslimischem Rassismus. Eine 18-jährige wurde gegen 19:00 Uhr vor dem U-Bahnhof Cottbusser Platz von einem gleichaltrigen Mann rassistisch beleidigt. Der Mann versuchte, der Frau das Kopftuch herunterzureißen und trat die junge Frau.
Quelle: Polizeimeldung vom 26.06.2025 -
Anti-Schwarze rassistische Diskriminierung bei Behörde in Mitte
25.06.2025 Bezirk: MitteBei einer Behörde im Bezirk Mitte ereignete sich ein Vorfall von anti-Schwarzer rassistischer Diskriminierung. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Quelle: NARUD e.V. -
Anti-Schwarze rassistische Rufe in Marzahn-Süd
25.06.2025 Bezirk: Marzahn-HellersdorfEin Mann am Bahnhof Springpfuhl schrie mehrfach das N-Wort im Kontext sexualisierter gewaltvoller Rufe.Quelle: Register Marzahn-Hellersdorf / Augenzeug*in