Hakenkreuz in der Köpenicker Dammvorstadt
Am Fahrstuhl des S-Bhf. Köpenick wurde ein etwa handgroßes Hakenkreuz entdeckt.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
Am Fahrstuhl des S-Bhf. Köpenick wurde ein etwa handgroßes Hakenkreuz entdeckt.
Ein geflüchteter Mann wurde, da er bei einer Fahrkartenkontrolle kein Ticket zeigen konnte, da ihm aller Papiere gestohlen worden waren, was er auch angezeigt hatte, zur Identitätsfeststellung in die Polizeidirektion 2 gebracht. Er weigerte sich, Fingerabdrucke nehmen zu lassen, da er zwar keinen Ausweis, aber seinen Firmenausweis und seine Bankkarte dabei hatte. Er bat die Polizist*innen, in seiner Unterkunft anzurufen. Stattdessen wurde er von zwei Polizisten und einer Polizistin zu Boden gedrückt und an Nacken und Armen verletzt, während sie seine Fingerabdrücke nahmen. Anschließend wurde er in einer Zelle eingeschlossen. Nach 30 Minuten wurde ihm beschieden, er könne gehen. Der Mann war nach dem Erlebten längere Zeit in ärztlicher Behandlung und nicht in der Lage, seine Arbeit wieder aufzunehmen.
Am Treptower Park/ Elsenstr. wurden mehrere rassistische Aufkleber der extrem rechten 1%-Kampagne entdeckt und entfernt.
Eine jüdische Organisation erhielt eine antisemitische E-Mail.
Mehrere Adressat*innen erhielten eine E-Mail mit antisemitischen und verschwörungsideologischen Inhalten.
Eine jüdische Organisation erhielt einen antisemitischen Kommentar unter einem Tweet.
Im S-Bhf. Köpenick wurden vier Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.
In der Gehsener Str. wurden drei Aufkleber die gefälschte Wahlwerbung für die Grünen enthielten, entdeckt und entfernt. Dabei wurden rassistische Inhalte benutzt, um die Partei zu diskreditieren.
Es wurde eine LGBTIQ*feindliche Bedrohung dokumentiert. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht. Das Datum stimmt zum Betroffenen-Schutz nicht exakt mit dem Vorfalls-Datum überein.
Zwei Männer joggten vormittags auf der Hermann-Oxfort-Promenade (Wilhelmstadt) als sich ein Radfahrer näherte. Er rief den Männern im Vorbeifahren eine Bemerkung zu und verwendete das N-Wort. Zeug*innen riefen dem Radfahrer ihren Protest gegen diesen Anti-Schwarzen-Rassismus hinterher.
An der Oranienburger Chaussee in Frohnau entwendeten Unbekannte gegen 1.30 Uhr nachts eine Bronzefigur eines unbekleideten zwölfjährigen Jungen der Bildhauerin Dorothee Rätsch. Das unter Denkmalschutz stehende Haus wurde von Annemarie Wolff-Richter geleitet, die 1933 von den Nazis vertrieben und 1945 in einem Konzentrationslager in Kroatien ermordet wurde. Die Figur sollte an das Kinderheim erinnern. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt ermittelt wegen schweren Diebstahls von Kunstgegenständen und sakralen Gegenständen mit antisemitischem Hintergrund.
An der Ecke Hasselwerderstr./ Fließstr. wurde ein Hakenkreuz an einem Stromkasten entdeckt.
Rund um den Germanenplatz verteilten Mitglieder der neonazistischen Kleinstpartei III. Weg rassistische Flyer.
An der Bushaltestelle Toeplerstraße/Halemweg in Charlottenburg-Nord wurde ein Aufkleber der AfD-Jugendorganisation "Junge Alternative" (JA) gefunden, die vom Verfassungsschutz als rechtsextremer Verdachtsfall eingestuft wird.
Am Abend wurde eine junge Antifaschistin am S-Bhf. Friedrichshagen von zwei jungen Männern beschimpft. Diese näherten sich ihr bedrohlich nahe und klebten neben sie Aufkleber mit der Aufschrift "Anti-Antifa". Als sie in die Bahn stiegen, zeigte einer der Beiden den Hitlergruß. Die Betroffene wurde bereits einen Tag zuvor von denselben Personen beschimpft und bedroht.
Rund um und im S-Bhf. Friedrichshagen wurden ca. 10 Hakenkreuze entdeckt. Am S-Bhf. Friedrichshagen wurde in der S-Bahn ein Aufkleber, der den Ku-Klux-Klan bewarb, entdeckt und entfernt.