Vorfalls-Chronik
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
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Glossar-
01.10.2023 Bezirk: MitteIm Gerichtsgebäude in Moabit kam es zu einer rassistischen Äußerung. Zum Schutz der Betroffenen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.Quelle: Registerstelle Mitte
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Rassistische Beleidigung in Tiergarten
01.10.2023 Bezirk: MitteIn einem Bus der Linie 100 beleidigte eine Frau eine Mutter und ihre drei Kinder rassistisch. Die Familie hatte sich zuvor in ihre Nähe gesetzt. Es wurde Anzeige erstattet.
Quelle: Polizeimeldung Nr. 1805 vom 02.10.2023 -
Rassistische Sticker in Zehlendorf
01.10.2023 Bezirk: Steglitz-ZehlendorfAm und um den S-Bahnhof Sundgauer Straße herum wurden rassistische Aufkleber entdeckt und entfernt. Einer der Aufkleber richtet sich gegen den Islam und verweist auf einen extrem rechten Blog, der andere Aufkleber hat den Slogan: "A seperate place for every race". Er ist mit Regenbogenfarben unterlegt.
Quelle: Bürger*innenmeldung -
Antisemitische Beleidigung in Charlottenburg
30.09.2023 Bezirk: Charlottenburg-WilmersdorfAm Bahnsteig der U2 am Ernst-Reuter-Platz wurde eine Person aus antisemitischer Motivation beleidigt. Der Betroffene hatte zwei junge Männer um eine Zigarette gebeten. Daraufhin fragten ihn die beiden, wo er herkomme. Als er antwortete "Israel" wurde ihm die Zigarette wieder aus der Hand gerissen und einer der Männer sagte zu ihm: "Verpiss dich, Schwein!" Nachdem der Betroffene den anderen jungen Mann ansprach und erklärte, dass sein Verhalten nicht in Ordnung sei, brachte er ihm die Zigarette zurück und umarmte ihn. Als er später bemerkte, dass sein Handy aus der Jackentasche verschwunden war, rannte er zurück zum Bahnsteig und forderte die beiden auf, ihm sein Handy zurück zu geben, was diese dann auch machten.
Quelle: Meldeformular Berliner Register -
Beleidigung gegen politische Gegner*innen in Alt-Treptow
30.09.2023 Bezirk: Treptow-KöpenickAn der Ecke Plesser Str./ Karl-Kunger-Str. wurden die Teilnehmenden eines Kiezspaziergangs zu Orten rechter und diskriminierender Vorfälle von einem Mann als "Scheiß Kommunisten-Fotzen!" beleidigt.
Quelle: Register Treptow-Köpenick -
Extrem rechte Propaganda von Marzahn-Hellersdorfer AfD-Abgeordneten im September 2023
30.09.2023 Bezirk: Marzahn-HellersdorfEin Marzahn-Hellersdorfer AfD-Abgeordneter postete im Verlauf des Septembers 2023 einen rassistischen Beitrag auf seinem YouTube-Kanal. In einem Video spricht er sich u.a. gegen den Bau von Geflüchtetenunterkünften in Pankow und Marzahn aus. Im Laufe seiner Erzählung behauptet er, dass die Parteien "Die Linke", "Bündnis 90/Die Grünen" sowie die "SPD und CDU" antidemokratisch seien. Weiterhin verteilte er mehrfach Flyer in Marzahn, in denen er behauptet, die Bürgermeisterin des Bezirkes sei "aus dem Hut" gezaubert worden und mache sich "den Bezirk zur Beute". Seine Aussagen können dazu dienen das Vertrauen in die parlamentarische Demokratie zu schwächen.
Quelle: Register Marzahn-Hellersdorf -
Extrem rechter Aufkleber in Tempelhof
30.09.2023 Bezirk: Tempelhof-SchönebergIn der Ringstraße Ecke Kaiserstraße wurden sieben Aufkleber mit der Aufschrift "NS Zone" entdeckt und entfernt. Der Hintergrund des Aufklebers war als schwarz-weiß-rote Fahne gestaltet.
Quelle: Einzelperson über E-Mail -
Extrem rechte und neurechte Veranstaltungen in Lichterfelde
30.09.2023 Bezirk: Steglitz-ZehlendorfIm September fanden in den Veranstaltungsräumen eines ehemaligen AfD-Politikers in Lichterfelde mehrere Veranstaltungen statt, deren Redner der extrem rechten und neurechten Szene zugeordnet werden können. Einer der Redner z.B. hetzte in früheren Reden gegen den Islam und gegen die Regierung Deutschlands. Zudem hat er Kontakte zu bekannten Personen der neuen Rechten. Ein anderer Redner ist u.a. Gründer einer extrem rechten Organisation. Er ist zudem Referent in der neurechten Bibliothek des Konservatismus in Charlottenburg.
In den Veranstaltungsräumen in Lichterfelde finden regelmäßig (extrem) rechte und neurechte Veranstaltungen statt.
Quelle: Registerstelle Steglitz-Zehlendorf -
Flüchtlingsfeindlicher Zettel in Lübars
30.09.2023 Bezirk: ReinickendorfUnbekannte brachten in Lübars einen Zettel an, in dem sie sich pauschal gegen die Unterbringung von Geflüchteten wandten. Der Zettel hing unter einem Flyer an einem Baum auf dem Dorfplatz Alt-Lübars, der für eine Kundgebung in Solidarität mit Geflüchteten warb. Sinngemäß hieß es auf dem Zettel, es bräuchte keine neuen Unterkünfte, wenn alle, die sich für Geflüchtete einsetzten, selbst eine geflüchtete Person aufnähmen. Hintergrund war eine neu eröffnete Unterkunft für minderjährige Mädchen in Lübars.
Quelle: Omas gegen Rechts -
Lehrkraft verwendet rassistische Narrative und benachteiligt Betroffene
30.09.2023 Bezirk: Friedrichshain-KreuzbergEine Lehrkraft an einer Kreuzberger Schule verwendet im Unterricht rassistische Zuschreibungen. Als sich die Betroffenen gegen die Beleidigungen verwehrten, kam es zu weiteren Repressionen. Zum Schutz der Betroffenen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht und das Datum des Vorfalls wurde geändert.
Quelle: Amaro Foro / DOSTA -
LGBTIQ*-feindlicher Angriff
30.09.2023 Bezirk: MitteIm Bezirk Mitte ereignete sich ein LGBTIQ*-feindlicher Angriff. Zum Schutz der betroffenen Personen wird Weiteres nicht veröffentlicht.
Quelle: Registerstelle Mitte, Bürger*innenmeldung -
NS-verherrlichender Aufkleber am U-Bahnhof Cottbusser Platz
30.09.2023 Bezirk: Marzahn-HellersdorfAm U-Bahnhof Cottbusser Platz wurde ein NS-verherrlichender Aufkleber entdeckt und entfernt. Auf dem Aufkleber standen die Worte "NS Zone". Der Aufkleber hatte einen schwarz-weiß-roten Hintergrund.
Quelle: Augenzeug*in -
Online-Beiträge von "Die Heimat"-Reinickendorf im September
30.09.2023 Bezirk: Reinickendorf"Die Heimat"-Reinickendorf (ehemals NPD) veröffentlichte im September einzelne Online-Beiträge auf Social Media. Sie warben für ihren Mailverteiler und den monatlichen Stammtisch. Außerdem veröffentlichten sie Beiträge zur Eröffnung einer Unterkunft für Geflüchtete in Reinickendorf-Ost. Sie gaben an bei der Infoveranstaltung zur Eröffnung teilgenommen zu haben und veröffentlichten die Adresse der Unterkunft.
Quelle: Register Reinickendorf -
Reichsbürger*innenkundgebung vor dem Brandenburger Tor
30.09.2023 Bezirk: MitteReichsbürger*innen hielten eine Kundgebung mit zirka 15 Teilnehmenden vor der amerikanischen Botschaft am Pariser Platz ab, auf der NS-Verharmlosungen und Verschwörungsmythen über den Krieg in der Ukraine verbreitet wurden. Die Teilnehmenden schwenkten Reichsfahnen und russische Fahnen und trugen Kleidung in den Reichsfarben.
Quelle: Registerstelle Mitte -
Anti-Schwarze rassistische Beleidigung bei der Arbeit
29.09.2023 Bezirk: MitteEine aus der Ukraine geflüchtete Schwarze Person wurde im Bezirk Mitte bei der Arbeit rassistisch beleidigt. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Quelle: Horoya Coalition -
Anti-Schwarze rassistische Benachteiligung in einem Geschäft in Mitte
29.09.2023 Bezirk: MitteIn einem Geschäft im Ortsteil Mitte wurde eine Schwarze Kundin bemüht übersehen und nicht bedient. Als die Kundin verbal erneut und nun energischer auf sich aufmerksam machte, ging die Verkäuferin weiter weg und begann zu telefonieren.
Quelle: Registerstelle Mitte, Bürger*innenmeldung -
Anti-Schwarze rassistische Diskriminierung in Mitte
29.09.2023 Bezirk: MitteEine betroffene Person berichtete von einer anti-Schwarzen rassistische Diskriminierung in Mitte. Auf Wunsch der Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Quelle: moveGlobal e.V. -
Antisemitische Email
29.09.2023 Bezirk: BerlinweitEine jüdische Organisation erhält eine antisemitische Email.
Quelle: RIAS Berlin -
Antisemitischer Sticker in Kreuzberg
29.09.2023 Bezirk: Friedrichshain-KreuzbergIn Kreuzberg wurden an einem Discounter ein antisemitischer Sticker entdeckt.
Quelle: RIAS Berlin -
"Dritter Weg"-Aufkleber in Rudow
29.09.2023 Bezirk: NeuköllnZwischen der Fritz-Erler-Allee und dem Käthe-Dorsch-Ring in Rudow wurden mehrere Aufkleber der extrem rechten Kleinstpartei "Der III. Weg" gesichtet und entfernt.
Quelle: Register Neukölln -
Nazi-Aufkleber in Tiergarten
29.09.2023 Bezirk: MitteIn Tiergarten wurde ein Nazi-Aufkleber entdeckt und entfernt. Der Aufkleber trug die Aufschrift „Deutsch“ in Frakturschrift und wurde in der Vergangenheit zusammen mit Bildern, die die Ästhetik des Nationalsozialismus aufgreifen, verklebt.
Quelle: Register CW -
Rassistische Aussage in der BVV
29.09.2023 Bezirk: Marzahn-HellersdorfIn der Sitzung einer Bezirksverordnetenversammlung nahm eine Verordnete Stellung zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen moldawischen Staatsbürger*innen im Bezirk. Damit ging sie auf eine Anfrage der AFD ein. Dabei sagte sie „In der Annahme, dass der Fragesteller Personen meint, die der Volksgruppe der Sinti und Roma zuzuordnen sind [...]" und stellte im Folgenden Unterstützungs- und Förderangebote des Bezirkes vor. Die Verordnete hat damit eigenständig den antiziganistischen Kurzschluss von gewalttätigen Moldawier*innen auf Sinti und Roma geleistet, der weder in der medialen Berichterstattung noch in den Polizeimeldungen vollzogen worden ist.
Quelle: Amaro Foro / DOSTA -
Rassistischer Aufkleber in Berlin-Buch
29.09.2023 Bezirk: PankowAn der Ecke Max-Burghard Str. / Karower Chaussee in Buch wurde ein rassistischer Aufkleber mit der Aufschrift "Weg mit dem Kanackendreck" gefunden.
Quelle: [moskito] Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Vielfalt -
Anti-Schwarzer rassistischer Vorfall
28.09.2023 Bezirk: BerlinweitEs fand ein rassistischer Vorfall gegen eine Schwarze Person statt. Auf Wunsch der Betroffenen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Quelle: Each One Monitoring -
Antisemitische Email
28.09.2023 Bezirk: BerlinweitMehrere Organisationen erhalten eine antisemitische Email.
Quelle: RIAS Berlin -
Diskriminierung an einer Schule
28.09.2023 Bezirk: BerlinweitEs wurde eine Diskriminierung an einer Schule in Berlin dokumentiert. Zum Schutz der Betroffenen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.Quelle: ADAS - Anlaufstelle für Diskriminierungsschutz an Schulen -
Erneut extrem rechte Propaganda auf einem Kundenparkplatz in Gesundbrunnen
28.09.2023 Bezirk: MitteErneut wurde extrem rechte Propaganda auf einem Kundenparkplatz der Filiale einer großen Einzelhandelskette in der Residenzstraße in Gesundbrunnen entdeckt. Auf einem Mülleimer klebte der Aufkleber der extrem rechten Kleidermarke "Division Odin". An einem Pfosten bei der Ausfahrt befand sich eine Aufkleber der extrem rechten Reichsbürger-nahen Gruppierung "Hand in Hand". Auf diesem Kundenparkplatz wird immer wieder extrem rechte Propaganda verbreitet.
Quelle: Registerstelle Mitte, Bürger*innenmeldung -
Extrem rechter Aufkleber in Lichterfelde
28.09.2023 Bezirk: Steglitz-ZehlendorfIn der Baseler Str. wurde ein Aufkleber eines extrem rechten Versandhandels entdeckt und entfernt. Der Sticker richtet sich gegen die Antifa und antifaschistisches Engagement.
Quelle: Bürger*innenmeldung -
Extrem rechter Aufkleber in U-Bahn-Waggon
28.09.2023 Bezirk: Marzahn-HellersdorfIn einem Waggon der U-Bahnlinie 5 am Cottbusser Platz wurde ein extrem rechter Aufkleber entdeckt und entfernt. Der Aufkleber trug die Aufschrift "NS Zone" (NS=Nationalsozialismus). Der Hintergrund des Aufklebers wurde als schwarz-weiß-rote Fahne gestaltet.
Quelle: Augenzeug*in -
Extrem rechter Sticker in Hakenfelde
28.09.2023 Bezirk: SpandauBei einem Kiezspaziergang wurde an der Ecke Schönwalder Straße / Elisabethstraße ein QAnon-Sticker an einer Laterne entdeckt und entfernt. Dabei handelt es sich um eine aus den USA stammenden Verschwörungserzählung mit antisemitischen Inhalten.Quelle: Register Spandau -
III. Weg-Aufkleber im Prenzlauer Berg
28.09.2023 Bezirk: PankowIn der Hans-Eisler-Straße wurden zwei Aufkleber der extrem rechten Partei Der III. Weg entdeckt. Ein Aufkleber hatte das Logo der Parteiorganisation "AG Körper und Geist". Abgebildet war der Ehrenkranz, die römische Zahl III und ein Wolf sowie der Slogan "Körper und Geist". Der zweite Aufkleber war von der Jugendorganisation der Partei - NRJ (Nationalrevolutionäre Jugend). Abgebildet war der Slogan "Deutsche voran!" sowie die URL der Homepage der Partei und das Organisationslogo der NRJ.
Quelle: [moskito] Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Vielfalt -
III.-Weg-Aufkleber in Pankow-Zentrum
28.09.2023 Bezirk: PankowAn der Straßenkreuzung Spiekermannstraße / Prenzlauer Promenade wurde ein Aufkleber der extrem rechten Partei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt. Dieser hatte als Farbe schwarz und rot, den Slogan "Scheiß System" und einen QR-Code. Der Code führte zu der Homepage der extrem rechten Partei.
Quelle: [moskito] Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Vielfalt -
LGBTIQ*-feindliche Beleidigung am U-Bahnhof Lichtenberg
28.09.2023 Bezirk: LichtenbergEine Person lief gegen 15:50 Uhr aus dem S+U Bahnhof Lichtenberg. Ein Mann und eine Frau pöbelten die Person an, der Mann formte mit den Lippen das Wort "Schwuchtel". Als die Person die beiden Pöbler fragte, was sie gesagt hätten stürmte der Mann mit erhobenen Fäusten auf die Person zu. Der Mann wurde von der Frau zurückgerufen. Umstehende Jugendliche riefen "AFD, AFD", was die betroffene Person als ironisch wahrgenommen hat.
Quelle: Lichtenberger Register -
LGBTIQ*-feindlicher Angriff in Neuköllner Schule
28.09.2023 Bezirk: NeuköllnIn einer Neuköllner Schule kam es zu einem LGBTIQ*-feindlichen Angriff. Um die Person zu schützen, wurde dieser Vorfall anonymisiert und das Datum geändert.
Quelle: L-Support -
NS-verherrlichende Schmiererei an Mülleimer in Hellersdorf
28.09.2023 Bezirk: Marzahn-HellersdorfAuf einem Mülleimer nahe eines Supermarktes in der Neuen Grottkauer Straße wurde ein Schriftzug mit der Aussage "Arbeit macht frei" mit Edding auf einen Mülleimer geschmiert. Diese Aussage war im Nationalsozialismus über den Toren von Konzentrationslagern zu lesen.
Quelle: Augenzeug*in -
Online-Veranstaltung als Teil des andauernden "Shitstorms" gegen die Berliner Register
28.09.2023 Bezirk: BerlinweitEs fand ein „X-Space“, ein Live-Audiotalk auf der Plattform „X“ (ehemals Twitter), mit dem Titel „Die Berliner Register zerschlagen“ statt. Daran nahmen extrem rechte Akteur*innen aus Deutschland und Österreich teil, u.a. aus dem Umfeld der „Identitären Bewegung“, „Studenten Stehen Auf“, neurechten Medienprojekten, der „Jungen Alternative“, und der AfD. In dem etwa dreistündigen Gespräch tauschten sich die Teilnehmenden über Strategien aus, die Arbeit von zivilgesellschaftlichen Meldestellen rechter und diskriminierender Vorfälle zu sabotieren und letztendlich abzuschaffen. Neben der Schaffung medialer Aufmerksamkeit und „Shitstorms“ wurde die Methode der parlamentarischen Anfragen und Anträge benannt, um die inhaltliche Arbeit, finanzielle Ausstattung und Glaubwürdigkeit der Dokumentation in Frage zu stellen. Auch andere Institutionen wie die pad gGmbH und die SJ – Die Falken als soziale Träger von Registerstellen, das Bundesprogramm Demokratie Leben und Familienministerin Paus, sowie die Meldestelle Antifeminismus der Amadeu-Antonio-Stiftung wurden angefeindet und diffamiert.
Die Sprecher*innen verharmlosten außerdem den Nationalsozialismus, tätigten migrationsfeindliche, verschwörungsideologische, antifeministische und transfeindliche Aussagen. Darüber hinaus diente der „Space“ der Vernetzung der verschiedenen Akteur*innen, darunter auch Personen aus dem transfeindlichen Spektrum der Frauenbewegung, sowie aus der FDP und CDU. So betonten die Teilnehmenden, die „Brandmauer“ müsse eingerissen werden, um vermehrt zusammenzuarbeiten.
In dem „X-Space“ wurde eine gemeinsame Online-Kampagne mit dem Titel „#Petzmonat“ mit dem Ziel gestartet, durch ein enorm hohes Aufkommen an Falschmeldungen die Arbeit der Berliner Register „stillzulegen“. Infolgedessen erhielt die Koordinierung der Berliner Register in den Tagen darauf mehr als 500 Falschmeldungen über das Online-Formular, sowie zahlreiche beleidigende E-Mails und Anrufe. Dies war bereits die fünfte Woche und Höhepunkt innerhalb eines über mehrere Wochen anhaltenden „Shitstorms“ gegen die Berliner Register.
Mehr Informationen zu dem "Shitstorm" gibt es Hier.
Quelle: Berliner Register -
Rassistische Diskriminierung in Neuköllner Schule
28.09.2023 Bezirk: NeuköllnEs wurde eine Diskriminierung an einer Schule dokumentiert. Zum Schutz der Betroffenen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Quelle: ADAS - Anlaufstelle für Diskriminierungsschutz an Schulen -
Rassistischer Aufkleber in der Axel-Springer-Straße
28.09.2023 Bezirk: Friedrichshain-KreuzbergMit einem Sticker gegen Mittelmeer-Flüchtlinge "Ahoi Salvini .... ", der in der Axel-Springer-Straße verklebt wurde, wirbt eine rechte Wochenzeitung aus Krefeld für sich. Diese ist bereits seit 1986 als Sprachrohr der Neuen Rechten aktiv.
Quelle: Bürger*innenmeldung -
Rassistische Schriftzüge im Bus im Allendeviertel
28.09.2023 Bezirk: Treptow-KöpenickIm Bus 165 wurde im Allendeviertel auf der Rückseite eines Sitzes der Schriftzug "ALLAH TÖTEN - KORAN VERBRENNEN - NSU 2.0" entdeckt.
Quelle: Zentrum für Demokratie -
Rechte Sticker in der Lindenstraße
28.09.2023 Bezirk: Friedrichshain-KreuzbergAn einem Fallrohr in der Lindenstraße wurden zwei Sticker mit Werbung für die Website von "Studenten stehen auf" entfernt. Auf einem Sticker stand zudem "Lieber AUFSTEHEN, anstatt festkleben!".
Quelle: Bürger*innenmeldung -
Verschiedenen Schmierereien an einer Bushaltestelle in der Blücherstraße
28.09.2023 Bezirk: Friedrichshain-KreuzbergAn einer Bushaltestelle in der Blücherstraße und im direkten Umfeld wurden gleich mehrere Schmierereien unterschiedlicher Inhalte entdeckt. Es war eine Mischung aus u. a. antiasiatischem Rassismus, LGBTIQ*-Feindschaft, gegen politische Gegner*innen und NS-Verharmlosung.
Auf einem "Closes have no Gender" - Sticker wurde das "no" unkenntnlich gemacht. In unmittelbarer Nähe der Haltestelle wurden auf mehreren Plakaten (Werbung für einen Auftritt des Berlin-Tokyo & Friends Streichquartetss) die Gesichter einer asiatisch stämmigen Musikerin beschmiert und zusätzlich ein Hakenkreuz angebracht. Außerdem wurde auf das Abfahrtzeitentablo und einen Mast in unmittelbarer Nähe der Haltestelle "Halt´s Maul Greta" geschmiert.
Quelle: Bürger*innenmeldung -
Antimuslimisch-rassistische Beleidigung im ÖPNV in Gesundbrunnen
27.09.2023 Bezirk: MitteEs ereignete sich eine antimuslimisch-rassistische Beleidigung im ÖPNV in Gesundbrunnen. Auf Wunsch der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Quelle: Registerstelle Mitte -
Behindertenfeindliche Diskriminierung
27.09.2023 Bezirk: BerlinweitEs wurde eine behindertenfeindliche Diskriminierung in einer Pflegeeinrichtung dokumentiert. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Quelle: Antidiskriminierungsberatung Alter, Behinderung, Chronische Erkrankung -
Diskriminierender Kommentar einer Migrant*innenorganisation gegenüber
27.09.2023 Bezirk: SpandauEin Mann schrieb eine Google-Rezension mit dem folgendem Kommentar "All Refugees not welcome to GERMONEY any more... How many migrants more you think you can still accept over here according to your stubborn German idealism?" Dieser Kommentar war an die Migrant*innenorganisation Gesellschaft für Interkulturelles Zusammenleben GIZ gGmbH gerichtet. Die Organisation bietet vielfältige Unterstützungsangebote für Geflüchtete und Menschen mit Migrationshintergründen.
Quelle: Gesellschaft für Interkulturelles Zusammenleben GIZ gGmbH -
Erneut rassistische Edding-Schmiererei an der Louis-Lewin-Straße
27.09.2023 Bezirk: Marzahn-HellersdorfAm U-Bahnhof Louis-Lewin-Straße wurde an ein Geländer die Worte "KANAKEN RAUS" geschmiert. Bereits in den Monaten zuvor wurden in der Umgebung ähnliche Edding-Schmierereien entdeckt (siehe Meldungen hier, hier, hier, hier und hier).Quelle: Augenzeug*in -
Extrem rechte Aufkleber am U-Bahnhof Kaulsdorf-Nord
27.09.2023 Bezirk: Marzahn-HellersdorfRund um den U-Bahnhof Kaulsdorf-Nord wurden mehrere Aufkleber mit dem Slogan "Zecken jagen" entdeckt und entfernt. Der Begriff "Zecke" wird abwertend von extrem Rechten genutzt, um (linke) politische Gegner*innen zu diffamieren.Quelle: Augenzeug*in -
Extrem rechter Aufkleber in Dahlem
27.09.2023 Bezirk: Steglitz-ZehlendorfAn der Mensa II der Freien Universität klebte ein Sticker der extrem rechten Gruppe "Studenten stehen auf". In der Gruppe agieren extrem rechte Personen und in vielen Texten werden NS-Zeit und Shoa relativiert. Der Sticker zeigte das Logo der Gruppe und den Slogan: "Bargeld ist Freiheit". Er wurde entfernt.
Quelle: Bürger*innenmeldung -
Extrem rechte Sticker in Lichterfelde
27.09.2023 Bezirk: Steglitz-ZehlendorfAn der Ecke Baseler Straße/Luzerner Straße im Schweizer Viertel wurden zwei extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Einer der Aufkleber ist von einem extrem rechten Versandhandel und richtet sich gegen die Antifa. Der andere Sticker hat den Slogan: "Heute sind wir tolerant, morgen fremd im eigenen Land". Dieser stammt aus einem Songtext und wurde insbesondere von der NPD geprägt.
Quelle: Bürger*innenmeldung -
III. Weg-Aufkleber am Oschatzer Ring
27.09.2023 Bezirk: Marzahn-HellersdorfAn der Bushaltestelle Oschatzer Ring wurde ein Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt.Quelle: Augenzeug*in -
Neonazis vom III. Weg trainieren öffentlich auf dem Kastanienboulevard
27.09.2023 Bezirk: Marzahn-HellersdorfIm Calisthenics-Park am Kastanienboulevard hielten acht Neonazis der Kleinstpartei "Der III. Weg" ein Training ab. Dabei trugen zwei von ihnen T-Shirts mit der Aufschrift "White lives Matter". "White Lives Matter" ist ein Slogan, der als Gegenpart zur "Black Lives Matter"-Bewegung benutzt wird. Die "Black Lives Matter"-Bewegung organisiert Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt. Sie thematisiert dabei antischwarzen Rassismus in der Gesellschaft. "White Lives Matter" hingegen wird von weißen, extrem rechten Gruppierungen benutzt, die sich überlegen fühlen und den Slogan für sich umdeuten.Quelle: Register Marzahn-Hellersdorf