Ableistische Diskriminierung durch Behörde
Es wurde ein behindertenfeindlicher gewalttätiger Vorfall dokumentiert. Zum Schutz der Betroffenen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
Es wurde ein behindertenfeindlicher gewalttätiger Vorfall dokumentiert. Zum Schutz der Betroffenen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
In einer Tram im Ortsteil Mitte wurde eine auf türkisch telefonierende Frau von einer älteren deutschen Frau auf antimuslimisch-rassistische Weise beleidigt.
Eine aus der Ukraine geflüchtete vietnamesische Familie berichtete von rassistischen Diskriminierungen bei Behörden im Bezirk Mitte.
Die VVN-BdA führte eine Gedenkkundgebung, die gleichzeitig auch eine Gegenkundgebung zu einer verschwörungsideologischen Versammlung darstellte, am sowjetischen Ehrenmal durch. Dabei wurden Teilnehmende mehrfach beleidigt und als "Nazis" diffamiert. Die Kundgebung musste zeitweise von der Polizei geschützt werden.
Ein extrem rechter Medienaktivist bedrängte Journalist*innen am sowjetischen Ehrenmal im Tiergarten. In einem anschließend veröffentlichten Video beleidigte er die Journalist*innen.
In der Schnellerstraße wurden zwei Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei Der III. Weg entdeckt und entfernt. Ein Aufkleber hatte ein antisemitisches Motiv der andere ein sozialchauvinistisches.
Im Eingangsbereich eines Wohnkomplexes in Staaken wurde ein an die Wand gemaltes Hakenkreuz entdeckt.
In und rund um die Lubminer Straße wurden mehrere Plakate der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt.
In den Briefkasten einer Jugendfreizeiteinrichtung wurde wieder Material der extrem Rechten gesteckt.
Gegen 18:30 Uhr tätigten junge Männer im Schulalter rassistische Beleidigungen gegenüber einem Schwarzen Mann. Der Betroffene lief auf dem Fußweg zwichen Beuth- und Heinrich-Böll-Straße. Auf Bänken saßen die Jugendlichen und machten rassistische Kommentare, als der Betroffene vorbeigelaufen war.
Mitglieder der russischen, extrem rechten Rockergruppe "Nachtwölfe" posierten mit russischen Fahnen am sowjetischen Ehrenmal im Tiergarten. Anlass war der Tag der Befreiung.
In der Prenzlauer Allee wurde an einer Litfaßsäule ein Sprüherei mit dem Slogan "Digitales Zentral-Bank-Geld heißt Auschwitz" entdeckt.
Die Reichsbürger-Plattform "staatenlos" hat zum Tag des Sieges über den Hitler-Faschismus am sowjetischen Denkmal eine Kundgebung durchgeführt.
Auf einer Versammlung am sowjetischen Ehrenmal im Treptower Park wurden Verschwörungsmythen verbreitet, dabei fanden sich Chiffren wie "Hochfinanz", "Rothschild", "Soros" oder auch "die BRD ist eine Firma".
An der Tramhaltestelle Rüdickenstraße wurden wieder zahlreiche extrem rechte Aufkleber von einem Versand aus Halle gemeldet. Sie wenden sich gegen "Zecken" als politische Gegner*innen der Rechten, gegen Gendermainstreaming oder zeigen antimuslimisch-rassistische Darstellungen. Sie wurden entfernt.
In der Nähe des Jobcenter Lichtenberg wurde ein Holzverschlag, in dem eine obdachlose Person wohnte, mit Bauschutt zugeschüttet. Tage später, in der Nacht vom 8. auf den 9. Mai um 1:00 Uhr früh, meldete ein Passant den Brand des Verschlags und rief die Feuerwehr. Niemand wurde verletzt, der Verschlag jedoch komplett zerstört. Die Polizei ermittelt.
Die Neonazi-Kleinpartei „Der III. Weg“ hielt gemeinsam mit Mitgliedern von „Sokil“, der Jugendorganisation der extrem rechten ukrainischen Partei Swoboda, eine Demonstration ab.
Auf dem Gelände des sowjetischen Ehrenmals stand ein Mann mit Peace-Fahne in Regenbogenfarben. Dann kamen drei Männer auf ihn zu und forderten ihn auf, seine "schwule Fahne" einzupacken.
Auf einem Friedhof in Buch gedenkt die Jugendorganisation der neonazistischen Partei NPD - JN - Deutschen im Zweiten Weltkrieg. Es waren 3-4 Nazis anwesend. Hierbei wurde eine Täter-Opfer-Umkehrung durchgeführt. Nazis wurden als Opfer von Vertreibung und Ermordung dargestellt.
In der Irenenstraße wurde ein NPD-Aufkleber mit der Aufschrift "Asylflut stoppen" gemeldet und entfernt.
In der John-Sieg-Straße wurde auf einen kommerziellen E-Roller mit weißer Schrift "all lives matter" geschmiert.
Die Parolen "Moslem raus", "Moslem not welcome" und "Moslem verrecke" wurden an einer Baustelle am S-Lichtenrade entdeckt.
Ab 15:00 Uhr fand eine Reichsbürger*innen-Kundgebung vor dem Bundestag mit ca. 40 Teilnehmenden statt, auf der NS-Relativierungen verbreitet wurden.
Eine jüdische Organisation erhielt unter einem Twitter-Post einen antisemitischen Tweet als Antwort.
Am Ostseeplatz wurde ein Aufkleber des extrem rechten Magazin Compact entdeckt und entfernt. Der Inhalt des Aufklebers beschäftigte sich mit dem Krieg in der Ukraine.
Ein Familienvater, der bereits eine Stunde zuvor, vor einem Supermarkt in der Wiltbergstraße angegriffen wurde, wurde vor dem S-Bahnhof Buch erneut von drei Männern angegriffen. Der Vater war jetzt in Begleitung seines minderjährigen Sohnes. Der Vater wurde getreten und geschlagen. Der Sohn wurde ebenfalls geschlagen. Die eintreffende Polizei nahm die Anzeige auf, der Vater musste ambulant behandelt werden.
Im Müggelschlößchenweg wurde ein Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei Der III. Weg entdeckt und entfernt.
Ein Taxifahrer beleidigte seinen Gast erst homofeindlich und nachdem dieser ausgestiegen war, schlug er ihm mit der Faust ins Gesicht.
Einer Schwarzen Person wird der Lohn durch ihre*n Arbeitgeber*in nur teilweise ausgezahlt. Zuvor war es zu rassistischen Vorfällen gekommen.
Ein Familienvater wurde am späten Nachmittag in der Wiltbergstraße vor einem Supermarkt erst rassistisch beleidigt und anschließend getreten und geschlagen. Der Vater wollte sein Fahrrad vor dem Supermarkt anschließen, als ein Mann zu ihm sagte, dass er nicht in den Supermarkt dürfe und sich in "sein Land verpissen" solle. Der Täter trat den Vater, dieser ging zu Boden und der Täter zeigte den "Hitler-Gruß".
Gefunden wurde ein rechter Aufkleber der "Deutschen Patrioten mit Migrationshintergrund" auf einem Briefkasten in der Sonnenallee Ecke Joseph-Schmidt-Straße. Der Sticker, der zum Mitmachen auffordert, wurde entfernt.
Ab 15.00 Uhr fand eine Kundgebung von Reichsbürger*innen mit ca. 15 Teilnehmenden am Pariser Platz statt, auf der NS-Verharmlosungen im Zusammenhang mit Anti-Corona-Maßnahmen und Verschwörungsmythen aus regierungsorientierten russischen Quellen zum Ukraine-Krieg verbreitet wurden.
Ab 15:00 Uhr fand eine Reichsbürger*innen-Kundgebung vor dem Bundestag mit ca. 15 Teilnehmenden statt, auf der NS-Relativierungen verbreitet wurden.
Eine jüdische Institution erhielt eine antisemitische E-Mail.
Eine jüdische Organisation erhielt unter einem Twitter-Post zu Antisemitismus einen Tweet als Antwort, der unter anderem Jüdinnen und Juden für Antisemitismus verantwortlich macht.
In der Else-Jahn-Straße, Charlottenburger Straße und in der Roelckestraße wurden Aufkleber und Sprühereien mit dem Slogan "FCK AFA" (= Fuck Antifaschismus) entdeckt und entfernt.
Gesichtet wurden neue Aufkleber, allesamt vom ‚III. Weg’, und mehrere große Graffitos mit großem Edding: gegen „Überfremdung“ (20x20 cm), „Nationale Front“ (ca. 45 cm lg.) und ein weiteres großes Symbol „ANB“ (Autonome Nationalisten Berlin) mit Keltenkreuz. Alles wurde entfernt.
Am Elcknerplatz wurde ein Aufkleber des extrem rechten Compact-Magazins entdeckt und entfernt.
Ein rechter Sticker der Marke "Division Odin" wurde an der Bushaltestelle Columbiadamm/Friesenstr. der Buslinie M43 entdeckt.
Auf dem Weg zu einer bilingualen Kita in der Immanuelkirchstraße wurden mehrere Sprühereien entdeckt, die scheinbar mit einer Sprühschablone erstellt wurden. Zu sehen war eine Wolfsangel und der Slogan "Nur ein toter Russ ist ein guter Russ". Die Wolfsangel ist in der extrem rechten Szene weltweit ein verwendetes Symbol. Im Nationalsozialismus wurde diese u.a. von der Hitlerjugend, der "SA-Standarte Feldherrenhalle" sowie des "Nationalsozialistischen Schülerbunds" verwendet. Das Symbol soll Wehrhaftigkeit ausdrücken.
Ein Schwarzer Mann wird in einer Erwachsenenschule rassistisch beleidigt und gemaßregelt.
Eine jüdische Organisation erhielt auf einen Twitter-Post einen antisemitischen Tweet als Antwort.
An der Haltestelle Ortolfstr./ Venusstr. wurde der Schriftzug "NAZI KIEZ" entdeckt.
An eine Haustür in der Altonaer Straße im Ortsteil Hansaviertel wurde ein Hakenkreuz gesprüht.
An der Eingangstür eines Mehrfamilienhauses in der Altonaer Straße wurde ein gesprühtes Hakenkreuz entdeckt.
Gegen 19 Uhr wollte sich ein afrikanischer Geflüchteter aus der Ukraine bei der Spendenausgabe am Berliner Hauptbahnhof etwas zu Essen holen, doch am Eingang versuchten ihn zwei BVG-Security-Männer, einer weiß, der andere PoC, mit der Begründung abzuweisen, er sei nicht aus der Ukraine geflüchtet, sondern bloß obdachlos und dürfe deshalb nicht hinein. Als eine freiwillige Helferin dazu kam, bestätigte er ihr, dass er aus der Ukraine komme, worauf der weiße Security-Männer meinte, dass er nicht aus der Ukraine kommen könne: "Das sieht man doch!" Nach weiterer Diskussion willigte der POC-Sicherheitsmitarbeiter schließlich ein, dass wenigstens die Freiwillige „ihr“ Essen holen und es dem Mann vor dem Eingang zur Spendenausgabe übergeben könne. Beide Security-Männer bestanden jedoch darauf, dass der Mann „offensichtlich obdachlos“ sei.
An der Tramhaltestelle am Roederplatz wurde ein "White lives matter"-Aufkleber gemeldet und entfernt.
In der Ribnitzer Straße wurde eine Stickerroute mit Aufklebern eines extrem rechten Onlineversands aus Halle gemeldet und entfernt. Thematisch variierten die Themen von Rassismus über Corona bis hin zu Diffamierung politischer Gegner*innen der extremen Rechten. Als Teil der Aufkleberreihe wurden auch Aufkleber der AfD gesehen.
An einer Litfaßsäule in der Hellersdorfer Straße Ecke Cecilienstraße wurden Plakate der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt.
An drei unterschiedlichen Hauseingängen wurde in neongelb und schwarz ein Hakenkreuz und "Neonazis" gesprüht.