Hakenkreuz-Schmierereien am Kienberg
Am Fuße des Kienbergs wurden zwei großflächige Hakenkreuz-Schmierereien auf einem Weg entdeckt.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
Am Fuße des Kienbergs wurden zwei großflächige Hakenkreuz-Schmierereien auf einem Weg entdeckt.
Am S-Bahnhof Ahrensfelde wurden mehrere Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt. Die Aufkleber richteten sich gegen politische Gegner*innen.
Im Schlosspark Pankow wurden eine Vielzahl von Aufklebern der neonazistischen Partei Der III. Weg entdeckt und entfernt. Eine Großteil der Aufkleber hatte das Partei-Logo als Abbildung.
An einem Parkscheinautomaten in der Simplonstraße wurde ein Sticker des weltweiten, verschwörungsideologischen, antisemitischen Netzwerkes "The White Rose" mit Pandemie-Bezug entfernt. Darüber hinaus wurden heute 8 weitere Sticker eines rechts-offenen Berliner Techno Labels in der Revaler Straße zwischen Modersohn- und Warschauer Straße entfernt. Diese wurden schon in den letzten Tagen entfernt. Die Gesamtzahl liegt nunmehr bei ca. 15 Stickern.
Im Ortsteil Charlottenburg-Nord wurde eine russisch-sprechende Familie aus rassistischer Motivation angeschrien und gestoßen.
Im Juni wurden auf der Facebook-Seite der AfD-Fraktion SZ mehrere Beiträge zu einem Vorfall im Sommerbad Insulaner geteilt, bei dem es zu einer Massenschlägerei kam. Die geteilten Beiträge, wie z.B. ein Youtube-Video oder eine satirische Facebook-Seite hatten vermehrt ihren Fokus auf den familiären, kulturellen Hintergrund der an der Schlägerei beteiligten Personen. Unter den Beiträgen wurden mehrfach rassistische Kommentare getätigt, u.a. wurde den Personen unterstellt sie als „Merkels Gäste“ seien „wild“ und hätten keine Kultur. Ein anderer forderte „das Pack“ solle aus Deutschland „RAUS [Großbuchstaben im Original] katapultiert“ werden. Eine Moderation durch die Fraktion erfolgte bei den Kommentaren nicht.
Des Weiteren wurden Beiträge geteilt und positiv hervorgehoben, die u.a. ein binäres Geschlechtersystem propagieren und eine Kampagne, die sich gegen Trans-Personen richtet.
Im Juni teilte die NPD Charlottenburg-Wilmersdorf auf ihrer Facebook-Seite diverse Beiträge mit verschiedenen extrem rechten Inhalten. Darin wurden u.a. rassistische Stereotype über Migration verbreitet, diese mit Kriminalität in Verbindung gebracht und gegen Flucht und Asyl gehetzt. Zudem wurde gegen (Rechte für) LGBTIQ*-Personen gehetzt und andere extrem rechte Themen wie die Ablehnung der öffentlich-rechtlichen Medien bedient, sowie der politische Gegner diskreditiert. Häufiges Thema der Beiträge war außerdem die Energiekrise im Zuge des Ukraine-Krieges.
An einem Bauschuttcontainer in der Nähe des U-Bahnhofs Boddinstraße wurde der Schriftzug „Neonazis“ entdeckt. Der Schriftzug war bereits durchgestrichen worden.
Zum Schutz der Betroffenen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Das genaue Datum im Juni konnte nicht mehr rekonstruiert werden.
Am Brandenburger Tor kam es zu einer Spontan-Demonstration, um gegen die Festnahme des Gründers von Querdenken zu protestieren. Die Demonstration wurde von einem Propagandabus eines rechten, verschwörungsideologischen TV-Senders aus Österreich begleitet.
Eine jüdische Organisation erhielt auf einen Twitter-Post zu Antisemitismus einen antisemitischen Tweet, der Jüdinnen und Juden für Antisemitismus verantwortlich machte.
Eine jüdische Organisation erhielt auf einen Twitter-Post einen antisemitischen Tweet.
Am S-Bahnhof Schlachtensee wurde ein antisemitischer Spruch entdeckt. Dieser bezieht sich auf die Bargeldabschaffung. In Steglitz wurde noch ein weiterer, ähnlicher Spruch entdeckt, der mit seiner Aussage die Shoa bagatellisiert.
Am Unionsplatz in Moabit drangen nach Abschluss ihrer Kundgebung koreanische extrem rechte Geschichtsrevisionist*innen gewaltsam in das Schutzhaus ein, das der Korea-Verband um die Friedensstatue errichtet hatte. Dort stellten sie dann ein Schild vor die Friedensstatue: "Yoshiko, 15 Minuten, 1,5 Yen." Den als „Trostfrauen“ in japanischen Militärbordellen versklavten koreanischen Frauen waren immer japanischen Namen gegeben worden. Die Leugner*innen verhöhnten durch die retraumatisierende Ansprache mit dem japanischen Namen die traumatisierten Frauen als bezahlte Prostituierte, die "freiwillig" Sexdienstleitungen für ein Spottgeld angeboten hätten. Damit beleidigten sie sowohl diese Frauen als auch die Sexworker*innen von heute.
In einer Geflüchtetenunterkunft in Berlin-Buch wurde an einer Türwand eine Hakenkreuz-Schmiererei entdeckt und entfernt. Diese wurde mit einem Kugelschreiber angefertigt.
Kurz bevor die Tür der S41 an der Frankfurter Allee um ca. 18:30 Uhr ihre Türen schloss, hörten die Reisenden auf dem Gleis eine mutmaßlich männliche Person "Heil Hitler" rufen. Eine Zeugin berichtete, die Person nicht gesehen zu haben, der Ruf war hingegen eindeutig.
Eine Gruppe von vier koreanischen extrem rechten Geschichtsrevisionist*innen demonstrierte, begleitet von einem kleinen Filmteam, vom 26. bis zum 29.06. vor der Friedensstatue am Unionsplatz in Moabit und leugneten sexualisierte Kolonialverbrechen während des II. Weltkriegs. Die Friedensstatue ist ein vom Korea-Verband errichtetes Mahnmal gegen sexualisierte Gewalt im Kolonialismus und in imperialistischen Kriegen und erinnert an die verharmlosend „Trostfrauen“ genannten Opfer des japanischen Imperialismus. Während der japanischen Kolonisierung Koreas waren im II. Weltkriegs ca. 200 000 Koreaner*innen ab elf Jahren, außerdem auch Frauen aus anderen von Japan besetzten Ländern, in japanische Militärbordelle verschleppt, versklavt und systematisch mit sexualisierter Gewalt ausgebeutet worden. Die rechten Aktivist*innen behaupteten auf zwei zwei Meter langen Bannern und in langen Reden auf Koreanisch, „Trostfrauen“ seien keine „Opfer von Sexualverbrechen im Krieg“ und der „Trostfrauen-Betrug“ müsse gestoppt werden. Unterstützer*innen der Statue würden „mit ihren Lügen“ das Ansehen der Republik Korea „trüben“. Auf Plakaten wurde den angeblichen Lügner*innen „brennendes Sulfur“ angedroht. Auch in den Reden wurden sie bedroht und die Opfer der systematischen Massenvergewaltigungen verhöhnt und beleidigt. So wurden u.a. frühere „Trostfrauen“, die das Schweigen über diese Kolonial- und Kriegsverbrechen gebrochen hatten und damit eine antikoloniale feministische Bewegung in Südkorea initiiert hatten, durchgehend mit den japanischen Namen angesprochen, die ihnen während ihrer Versklavung gegeben worden waren. Filme der Kundgebung wurden auf extrem rechten koreanischen und japanischen Medienkanälen verbreitet.
In der Bibliothek des Konservatismus fand eine Buchvorstellung statt, welche eine Bandbreite an diskriminierenden Inhalten enthielt. In dem vorgestellten Roman "Im Garten der Eloi: Geschichte einer hypersensiblen Familie" wird die sexualisierte Gewalt in Köln an Silvester 2015 instrumentalisiert um rassistische, migrations- und geflüchtetenfeindliche Inhalte zu verbreiten. Geflüchtete Männer werden als Bedrohung für die "deutsche Frau" inszeniert. Gleichzeitig wird das angebliche Schweigen der Medien und Gesellschaft zu dieser "Gefahr" kritisiert, was an der kranken Psyche und der schwachen Männlichkeit der "links-grünen" Gutmenschen liege. Die Lesung enthielt darüber hinaus behindertenfeindliche, LGBTIQ*-feindliche, antisemitische, sozialchauvinistische sowie NS-verharmlosende Aussagen und richtete sich gegen das Engagement gegen Rechtsextremismus und Faschismus. Zahlreiche Codes, Chiffren und Metaphern wurden als "Dog Whistles" genutzt, um humoristisch-satirisch verpackt eine extrem rechte Ideologie zu propagieren.
Zwei Sticker der rechten Gruppierung "Studenten stehen auf" wurden am Bersarinplatz entfernt.
In der Zillestraße in Charlottenburg wurde ein antifeministischer Aufkleber der "Deutschen Stimme", der Zeitung der neonazistischen Partei NPD gefunden und entfernt, welcher sich gegen die Aufklärung über Schwangerschaftsabbrüche richtete.
Nachdem der Bundesverband RIAS seine Zahlen für das Jahr 2021 in einer Pressekonferenz veröffentlichte, erhielt er eine E-Mail, in der ausschließlich Menschen muslimischen Glaubens für Antisemitismus verantwortlich gemacht werden.
Eine zivilgesellschaftliche Organisation erhielt eine antisemitische E-Mail. Unter anderem wurde darin Jüdinnen und Juden vorgeworfen, als "winzige Minderheit" die "maximal große Mehrheit" zu "majorisieren".
Eine Institution erhielt eine antisemitische E-Mail.
In einer E-Mail an eine zivilgesellschaftliche Einrichtung werden Jüdinnen_Juden in Deutschland als Kriminelle dargestellt, die vom Nationalsozialismus profitieren würden.
Eine zivilgesellschaftliche Organisation wurde in einer E-Mail beschuldigt, "gelenkte Puppen, die bewusst lügen müssen" zu sein. Die E-Mail enhielt zudem rassistische Stereotype über Muslime.
Eine jüdische Organisation erhielt auf einen Twitter-Post zu Antisemitismus in Deutschland einen antiisraelischen Tweet als Antwort.
Eine jüdische Organisation erhielt unter einem Twitterbeitrag einen Tweet, in dem Antisemitismus geleugnet und Israel dämonisiert wurde.
Es ereignete sich ein antisemitischer Vorfall. Auf Wunsch der Betroffenen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
An der Straßenkreuzung Kaiser-Friedrich-Straße und Kantstraße wurde an einer Ampel die antisemitische Schmiererei "Scheiß Juden Mörder" entdeckt.
Auf ein Werbeplakat am S-Bahnhof Feuerbachstraße wurde der Slogan "Bargeld-Abschaffung heißt Auschwitz auf Abruf" geschrieben. Damit wird vermutlich Bezug genommen auf das kontaktlose Entgelt als eine Maßnahme zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie. Dieser und ähnliche Sprüche wurden in Steglitz-Zehlendorf mehrfach an Bahnstationen gesichtet
Am S-Bahnhof Rathaus Steglitz wurde ein Shoa-relativierender Schriftzug entdeckt. Dieser lautete "Ohne Bargeld ist Auschwitz auf Abruf". Damit wird vermutlich Bezug genommen auf das kontaktlose Entgelt als eine Maßnahme zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie.
Heute wurden erneut zwei verschiedene Sticker der extrem rechten ukrainischen "Gonor Group" an der Kreuzung Frankfurter Allee / Samariterstraße entfernt.
An die Schaufensterschreibe eines Geschäfts wurde mit weißer Farbe ein Hakenkreuz geschmiert.
An der Ecke Theodor-Brugsch-Straße / Georg-Benjamin-Straße sowie an der Ecke Wiltbergstraße / Groscurthstraße wurden Aufkleber der neonazistischen Partei Der III. Weg entdeckt und entfernt. Diese hatten als Slogan "Grenzen dicht! Asylflut stoppen!"
In den Briefkasten einer Jugendfreizeiteinrichtung wurde wieder Material der extrem Rechten gesteckt. Diesmal war es ein Flugblatt der NPD mit der Aufschrift "Deutsches Geld für deutsche Aufgaben".
An der Technischen Universität in Charlottenburg wurde in einem WC im Gebäude des AStA die Schmiererei "Köpft Hitlers SPD & Grüne Nachfolger" geschmiert.
Am Potsdamer Platz ist am Fahrstuhl zur U2 in der Leipziger Straße die Shoah relativierende und verschwörungsideologische Schmiererei entdeckt worden: "Ohne Bargeld heißt Auschwitz auf Abruf".
In Marzahn-Mitte wurden Zeitschriften mit dem Titel "Der blaue Bote" des AfD-Bezirksverbandes Marzahn-Hellersdorf in Briefkästen verteilt. Sie enthalten einen Artikel, der rassistische Begriffe verwendet wie "Asylindustrie" oder "Afrokrainer".
An einem Stromkasten in der Riesaer Straße Ecke Zossener Straße wurde eine "ANTI ANTIFA"-Schmiererei entdeckt.
Eine jüdische Organisation erhielt auf einen Twitter-Post zu Antisemitismus einen antisemitischen Tweet als Antwort.
Im Bezirk Mitte kam es zu einem antiziganistischen Vorfall. Zum Schutz der Betroffenen wird Genaueres nicht veröffentlicht.
Rund um die Heerstraße wurden mehrere Aufkleber entdeckt und entfernt, die sich gegen gendergerechte Sprache sowie politische Gegner*innen richteten. Auf einem der Aufkleber war u.a. eine durchgestrichene Regenbogenfahne abgebildet.
In der Brückenstraße wurde ein Aufkleber aus der rechten Szene mit der Aufschrift „Good Night Left Side“ entdeckt und entfernt. Der Aufkleber richtete sich gegen Queer-Aktivist*innen und Antifaschist*innen.
Im Rudolph-Wilde-Park um den U-Bahnhof Rathaus Schöneberg wurde ein Aufkleber entdeckt und entfernt, auf denen rassistische Klischees gegenüber Schwarzen Männern abgebildet waren.
An einer Telefonzelle nahe des U-Bahnhofs Kienberg wurde ein Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt.
Bei einer verschwörungsideologischen Versammlung in Charlottenburg zeigte eine Teilnehmerin ein Schild mit der Adresse einer extrem rechten Internetseite.
Zwei Sticker des extrem rechten Compact-Magazins wurden in der Falckensteinstraße entfernt. Einer befand sich an der Tür vom M99 [linker ] Infoladen und einer auf dem Gehweg davor.
In der Nähe des Aufzugs eines Wohnhauses, in dem auch jüdische Personen wohnen, wurden ein Hakenkreuz sowie das Logo der "Schutzstaffel" geschmiert.
Auf Gemälden in Gebäuden im Mühlenkiez wurden mehrfach Hakenkreuz-Sprühereien entdeckt und entfernt.
Zwei Jugendlichen, mit Migrationsherkunft im Alter von 14 Jahren, wurden der Zutritt zum Schwimmbad verwehrt mit der Aussage, Jugendliche würden generell nicht mehr hineingelassen.