Neonazistischer Zahlencode in Friedrichshagen
An einem Verkehrsschild am Marktplatz in der Bölschestr. wurde eine "88" entdeckt.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
An einem Verkehrsschild am Marktplatz in der Bölschestr. wurde eine "88" entdeckt.
Auf dem Sportplatz an der Landsberger Alle (Höhe Altenhofer Str.) wurden zahlreiche Sticker der extremen Rechten gemeldet und entfernt. Darunter befanden sich auch Aufkleber von "Der III. Weg" oder Sticker mit rassistischen Inhalten. Mit Kreide wurde eine schwarze Sonne und eine Triskele mit Kreide auf einen Pfahl geschmiert.
Von 12.00 bis 14.00 Uhr fand eine Mahnwache am Nordufer im Wedding vor dem RKI (Robert-Koch-Institut) mit ca. 5 Teilnehmenden aus dem heterogenen verschwörungsideologischem Spektrum gegen "die Rolle des RKI im Zusammenhang mit der Corona-Hysterie und den dadurch begründeten Menschenrechtsverletzungen" und gegen Impfmaßnahmen statt, bei der auch NS-verharmlosende Vergleiche verbreitet wurden
Eine Institution erhält eine antisemitische Mail.
Es ereignete sich ein antisemitischer Vorfall online.
In der Düppelstraße in Steglitz wurden ein gesprühtes Keltenkreuz und das Logo der rechtsterroristischen Atomwaffendivision entdeckt. Dabei handelt es sich um eine extrem rechte Gruppe, die zuerst in den USA auftrat, aber auch einen Ableger in Deutschland hat. Die Gruppe hat eine nationalsozialistische Ideologie und propagiert Antisemitismus, "White Supremacy" (dt. "weiße Vorherrschaft"), Hass auf marginalisierte Gruppen und Gewalt.
In der Siegfriedstraße wurde ein Sticker der Kleinstpartei "Der III. Weg" gesichtet und gemeldet.
Die extrem rechte Kleinstpartei "Der III. Weg" hat ein großflächiges Graffito in Alt-Hohenschönhausen angebracht. Dieses beinhaltet den Schriftzug "NRJ Berlin". Dies steht für die Jugendorganisation des "III. Weg", der "Nationalrevolutionären Jugend".
In der Umgebung des Selgenauer Weges in Neukölln-Rudow wurden Aufkleber der extrem rechten Kleinstpartei "Der III. Weg" sowie eine Odal-Rune gesichtet und entfernt.
In der näheren Umgebung des U-Bahnhofes Kaulsdorf-Nord wurde eine Reihe neonazistischer Propaganda entdeckt und entfernt. Unter anderem handelte es sich um mehrere Plakate und Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg".
Am S- und Fern-Bahnhof Wannsee wurde ein Sticker mit dem Slogan "White lives matter" entdeckt. "White Lives Matter" (Weiße Leben zählen) ist eine Gegenkampagne der extrem Rechten zur antirassistischen "Black Lives Matter" (Schwarze Leben zählen)- Bewegung, die nach dem rassistischen Mord an George Floyd in den USA entstand und der auch in Deutschland zu vielen Demonstrationen gegen Rassismus und Polizeigewalt führte. Mit dem Slogan "White Lives Matter" werden die rassistischen Morde an PoC (People of Color) relativiert und verhöhnt. Am Bahnhof hatte zudem jemand „Lern du mal deutsch du B*" geschmiert. Beides wurde entfernt.
In Moabit ist im Unionspark ein antisemitisches Wandbild entdeckt worden.
Es ereignete sich ein antisemitischer Vorfall. Weitere Informationen werden nicht veröffentlicht.
Uns wurde ein Vorfall von Antiziganismus an einer Schule gemeldet. Zum Schutz der Betroffenen wurde dieser Vorfall anonymisiert.
In einer Straßenbahn der Linie M4 (Richtung Hackescher Markt) wurde gegen 18.00 Uhr im Prenzlauer Berg eine Hakenkreuz-Schmiererei entdeckt und unkenntlich gemacht.
An Baustellenmaterialien am Dompfaffenweg Ecke Bruno-Baum-Straße sowie an den Bushaltestellen am Hänflingsteig in der Bruno-Baum-Straße wurden mehrere großflächige Hakenkreuz-Schmierereien entdeckt und entfernt.
Eine Familie bekommt eine Kündigung wegen angeblicher Mietschulden. Dabei handelt es um eine ungerechtfertigte Maßnahme. Dem lag eine antiziganistische Annahme zugrunde.
Am Ostbahnhof wurde ein obdachloser Mann aus sozialchauvinistischer Motivation von einem jungen Mann angegriffen.
In Steglitz wurde eine Familie in ihrer Wohnung rassistisch angegriffen. Zwei der Familienmitglieder tragen Hijabs (Kopftücher), weswegen hier von einem antimuslimischen Angriff ausgegangen wird. Um die betroffenen Personen zu schützen, wurde das Datum geändert und der Vorfall weitestgehend anonymisiert.
Es wurden mehrere rassistisch-motivierte Diskriminierungen des Jobcenters Steglitz gemeldet. So sollte die betroffene Person z.B. mehrfach Formulare vorlegen, die sie und ihre Situation nicht betreffen. Weiteres wird zum Schutz der betroffenen Person nicht veröffentlicht. Zudem wurde das Vorfallsdatum geändert.
An der Turnhalle der Kurt-Tucholsky-Oberschule wurde eine Sprüherei gegen Antifaschismus entdeckt. Der Slogan war "FCK Antifa".
Am Münsterlandplatz und in der Weitlingstr. wurden Sticker mit dem Slogan "Umweltschutz ist Heimatschutz" gemeldet. Dieser kommt von der "patriotischen Jugend". Das Thema "Naturschutz" wird von der extrem Rechten seit vielen Jahren vereinnahmt. Beispiele sind hierfür Kampagnen des "III. Weg" oder der NPD.
Am Theodor-Heuss-Platz wurde ein antifeministischer Sticker entdeckt, der sich gegen gendergerechte Sprache richtete.
Am Vormittag wurden in der Admiralstrasse fünf dicht aufeinander hängende antisemitische Plakate mit der Aufschrift "Intifada from the river to the sea" entfernt.
Am U-Bahnhof Louis-Lewin-Straße wurde ein Aufkleber der extrem rechten Kampagne "Ein Prozent" entdeckt und entfernt. Der Aufkleber richtete sich gegen politische Gegner*innen.
Die extrem rechte Jugendorganisation der AfD "Junge Alternative" veranstaltete in einer Gaststätte am Alexanderplatz einen Stammtisch.
In der Halle des S-Bhf. Köpenick wurden mehrere Schriftzüge der NRJ (Jugendorganisation des III. Weg) entdeckt und entfernt.
Am Regine-Hildebrandt-Park sowie rund um den U-Bahnhof Hellersdorf wurden Plakate der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt. Weiterhin wurde ein Aufkleber vom III. Weg am U-Bahnhof Hellersdorf entdeckt.
Kontinuierlich werden Sticker vom III. Weg, überwiegend im Bereich Platz der Vereinten Nationen, Weydemeyerstraße und Strausberger Straße, entfernt. Das Stickeraufkommen reicht von täglich 5 oder mehr Sticker bis zwei Wochen keine Sticker. Inhaltlich richten sich die Sticker gegen politische Gegner*innen und/oder sind rechte Selbstdarstellungen.
An der Hohenschönhauser Str. wurden zwei LGBTIQ*-feindliche Sticker gemeldet. Diese kommen aus einem extrem rechten Versandhandel und titeln: "Es gibt nur zwei Geschlechter. Respektiert die Naturgesetze."
Auf dem Alexanderplatz störte ein Aktivist aus der verschwörungsideologischen Mischszene eine Gedenkveranstaltung für eine trans Frau. Er wurde festgenommen.
Am U-Bahnhof Elsterwerdaer Platz wurde ein rassistischer Aufkleber aus einem neonazistischen Versandhandel entdeckt und entfernt.
Am Münsterlandplatz wurde an einer Telefonzelle ein Aufkleber der extrem rechten Kleinstpartei "Der III. Weg" gemeldet.
Ein Pankower Autor und Künstler verbreitete im März 2023 in den sozialen Medien transfeindliche Hetzbeiträge. In seinem Spotify-Podcast und begleitend auf Twitter forderte er am 12. März 2023: "Der Transgenderismus gehört ausgerottet." Auf seinem Twitter-Account brachte er im März Homosexualität und Perversion zusammen, auf einem ultrakonservativen Onlinenachrichtendienst schrieb er von "spiritueller Apartheid".
In Wilmersdorf ereignete sich ein antisemitischer Vorfall.
In Steglitz ereignete sich ein antisemitischer Vorfall.
Nahe des U-Bahnhofs Kaulsdorf-Nord wurden mehrere antisemitische, den Nationalsozialismus verherrlichende und Hakenkreuz-Schmierereien entdeckt.
An der Tram-Haltestelle "Brodowiner Ring" wurden rund ein Dutzend extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Die Aufkleber propagierten u.a. rassistische und LGBTIQ*-feindliche Inhalte. Einige Aufkleber dienten der Selbstdarstellung der extrem rechten Kampagne "Ein Prozent".
In der Zossener Straße wurden erneut extrem rechte Schmierereien an einer Graffiti-Wand entdeckt. Geschmiert wurden u.a. zwei gleichschenklige Keltenkreuze.
In der Kaulsdorfer Straße wurden zwei LGBTIQ*-feindliche Aufkleber, einer davon von der neonazistischen Kleinstpartei Der III. Weg, und ein rassistischer Aufkleber entdeckt und entfernt.
Zwei Jugendliche besprühten das Schwule Museum in der Lützowstraße mit einem Feuerlöscher. Die Fassade des Museums wurde nicht beschädigt. Es wurde Anzeige erstattet.
An einem Baumarkt am Adlergestell wurde eine "88" entdeckt.
Es wurde ein Sticker mit der Aufschrift #nichtgefragt in der Boxhagener Straße entdeckt. Der Sticker gilt dem Protest gegen den geplanten Bau einer Geflüchtetenunterkunft in Upahl, Mecklenburg-Vorpommern und ist damit gezielt migrant*innenfeindlich.
Aus einer Wohnung in der Dolgenseestr. wurde gegen 18:30 Uhr laut antisemitischer, rassistischer und den Nationalsozialimus verherrlichender Rechtsrock gespielt. In den Texten wurde der NSU verherrlicht. Die Fenster waren zur Straße hin geöffnet, sodass Anwohnende und Spaziergänger*innen davon gestört wurden.
Im Durchgang des S-Bhf. Hirschgarten wurde der Schriftzug "FCK ANTIFA" (Fuck Antifa) entdeckt.
Auf dem Mierendorffplatz wurde ein Mann aus sozialchauvinistischen Motiven angegriffen. Der Täter sprühte ihm im Vorbeigehen mit einer Sprühdose Pfefferspray ins Gesicht und lachte dabei laut. Der Betroffene schrie daraufhin vor Schmerzen und um Hilfe. Zwei Passant*innen riefen einen Krankenwagen und die Polizei.
Eine aus der Ukraine geflüchtete Schwarze Person wurde im Bezirk Mitte rassistisch diskriminiert. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht
In einer Bar in der Sonnenallee wird ein 25-jähriger Mann von einem unbekannten Mann aufgrund von anti-Schwarzem Rassismus angegriffen. Der Angreifer schlägt ihn zu Boden und flieht. Es wurde Anzeige bei der Berliner Polizei erstattet.
Gegen 16:45 Uhr fotografierte ein Mann eine Person mit Kind auf einem Spielplatz in der Küstriner Straße. Die Melder*in geht davon aus, als politische Gegner*in der Rechten wahrgenommen worden zu sein. Das Fotografieren von Personen gehört zu den Anti-Antifa-Methoden von Neonazis und gilt der Einschüchterung von politischen Gegner*innen.