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Vorfalls-Chronik


Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.

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Glossar
  • Rassistische Schmierereien am S-Bahnhof Waidmannslust

    13.10.2023 Bezirk: Reinickendorf

    An einer Plakatwand auf dem S-Bahnhof Waidmannslust wurden rassistische Schmierereien wie „Asylanten Stopp“ und „Alle Ausländer raus hier!“ bemerkt. Andere Tags richteten sich gegen politische Gegner*innen und warben für die AfD.

    Quelle: Meldung einer Einzelperson
  • Wohnhaus im Rudolfkiez mit Davidstern markiert

    13.10.2023 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    In Zusammenhang mit dem Gaza-Krieg wurden Häuser, in denen jüdische Menschen wohnen, von Unbekannten mit einem Davidstern markiert. Die Markierung des Hauseingangs in der Bossestraße steht in direktem Zusammenhang mit dem Aufruf der Hamas zu Gewalt gegen Jüd*innen.

    Quelle: Polizei Nr. 1905, Berliner Zeitung vom 14.10.23
  • Antisemitische Rufe auf Demonstration in Mitte

    12.10.2023 Bezirk: Mitte

    Auf einer Demonstration mit etwa 60 Teilnehmenden in Mitte wurden israelbezogene antisemitische Sprechchöre gerufen. Die Polizei schritt ein.

    Quelle: Süddeutsche Zeitung vom 12.10.2023, Berliner Zeitung vom 12.10.2023
  • Antisemitische Schmiererei neben dem Mauerpark

    12.10.2023 Bezirk: Pankow

    In der Topsstraße neben dem Mauerpark wurde eine Davidstern-Schmiererei an einer Hauswand gefunden. Dies geschah kurz nach dem Angriff der Hamas auf Israel. Die Farbschmiererei wurde dokumentiert anschließend unkenntlich gemacht und angezeigt. Mit dem Davidstern wurden zur Zeit des Nationalsozialismus jüdische Geschäfte, Einrichtungen und Wohnungen markiert, später wurden Jüd*innen von dort deportiert und ermordet.

    Quelle: Pressemeldung der Polizei vom 14.10.23 Nr. 1905, Bild.de vom 15.10.23
  • Davidstern-Markierung an Wohnhaus in Prenzlauer Berg

    12.10.2023 Bezirk: Pankow

    Nur wenige Tage nach dem Massaker der Terrororganisation Hamas am 7.10.2023 in Israel, wurde der Eingangsbereich eines Mehrfamilienhauses in Prenzlauer Berg mit einem Davidstern besprüht. Eine Bewohnerin, die vor ihrer Wohnungstür eine Mesusa[1] angebracht hatte, informierte daraufhin die Polizei. Die Polizei forderte die Frau auf, selbst Anzeige auf deren Internetseite stellen. Daraufhin entfernte die Frau selbstständig die Davidstern-Markierung am Wohnhaus.

    Bereits während des Nationalsozialismus wurden Gebäude mit dem Davidstern markiert, um jüdische Bewohner*innen kenntlich zu machen und damit mögliche Angriffe auf diese zu legitimieren.

    [1] Mesusa (hebräisch für „Türpfosten“ bzw. konkret für „Schriftkapsel am Türpfosten“) ist ein kleiner, am Türrahmen befestigter Zylinder. Die Mesusa enthält ein gerolltes Pergamentstück mit Abschnitten aus der Tora und ist meistens am Eingang zu den Räumen eines Gebäudes zu finden, in dem Jüdinnen und Juden leben.

    Quelle: Tagesspiegel vom 13.10.2023
  • E-Mail mit extrem rechtem, rassistischem und antisemitischem Inhalt in Prenzlauer Berg

    12.10.2023 Bezirk: Pankow

    Ein Verein aus Prenzlauer Berg erhielt eine E-Mail, in der eine Gruppierung namens "Germanischer Bund" eine Art rassistische Verfassung formuliert hat, die auf ein geschlossenes rechtes Weltbild schließen lässt. Es wurde zudem ein antisemitisches Schreiben aus dem Jahr 2017 beigefügt, das eine Vielzahl antisemitischer Aussagen enthält und den Holocaust leugnet.

    Quelle: [moskito] Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Vielfalt
  • Extrem rechter Aufkleber in Adlershof

    12.10.2023 Bezirk: Treptow-Köpenick

    In der Selchowstr. wurde an einem Straßenschild ein extrem rechter Aufkleber entdeckt und entfernt, der sich gegen Antifaschist*innen richtet und LGBTIQ*-feindlich motiviert ist.

    Quelle: Zentrum für Demokratie
  • Gegen politische Gegner*innen gerichteter Aufkleber an Bushaltestelle

    12.10.2023 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf
    An einer Bushaltestelle an der Landsberger Allee Ecke Blumberger Damm wurde ein extrem rechter Aufkleber entdeckt und entfernt, der u.a. den Wortlaut "HATE ANTIFA" (Antifa=Antifaschismus) enthält. Mit dem Slogan werden Menschen abgewertet, die sich gegen Faschismus engagieren.
    Quelle: Augenzeug*in
  • Israelbezogener Antisemitismus unter Schüler*innen

    12.10.2023 Bezirk: Mitte

    An einer Schule im Bezirk Mitte äußerten sich Schüler*innen gegenüber Mitschüler*innen israelbezogen antisemitisch sowie hasserfüllt gegenüber Israel und Jüdinnen und Juden allgemein und verschwörungsideologisch über den angeblich übergroßen Einfluss von Jüdinnen und Juden in den deutschen Medien und der deutschen Politik.

    Quelle: Registerstelle Mitte, Bürger*innenmeldungen
  • Rassistische Beleidigung im Bus

    12.10.2023 Bezirk: Lichtenberg

    Im Nachtbus N5 Richtung Marzahn kam es gegen 3:50 Uhr bei einer verbalen Auseinandersetzung zu einer rassistischen Beleidigung. An der Haltestelle Robert-Uhrig-Str. beleidigte ein ca. 50- jähriger Mann eine Person of Colour (PoC) mit dem "N-Wort", einer rassistischen Fremdbezeichnung. Ein Mitfahrer mischte sich in das Geschehen ein und forderte den Mann auf, diesen Rassismus zu unterlassen. Eine mitfahrende Frau erwiderte darauf, dass es andere Probleme gäbe, als dass das "N-Wort" nicht gesagt werden soll.

    Quelle: Lichtenberger Register
  • Rassistischer Angriff auf Polizisten in Mitte

    12.10.2023 Bezirk: Mitte

    In der Großen Hamburger Straße in Mitte beleidigte ein Mann Polizist*innen rassistisch und schlug einen Polizisten. Diese hatten zuvor eine Reichskriegsflagge und eine Hakenkreuzfahne aus dem Auto des Mannes entfernt.

    Quelle: Polizeimeldung Nr. 1898 vom 13.10.2023
  • Rassistischer Aufkleber in Charlottenburg

    12.10.2023 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    In der Hardenberg Straße Ecke Fasanenstraße wurden vor dem Konzertsaal der Universität der Künste (UdK) ein rassistischer Aufkleber der extrem rechten Gruppierung "EinProzent" entdeckt.

    Quelle: Register CW via Signal
  • Rassistischer Aufkleber in Karow

    12.10.2023 Bezirk: Pankow

    An der Achillesstraße in Karow wurde ein Aufkleber der Neonazi-Partei Die Rechte gefunden. Auf dem Aufkleber steht "Deutschland für Deutsche: Ausländer raus".

    Quelle: [moskito] Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Vielfalt
  • Rassistischer Aufkleber in Pankow-Zentrum

    12.10.2023 Bezirk: Pankow
    An einem Schild der Haltestelle Vinetastraße (M2) wurde der rassistische Slogan "Remigration" entdeckt und entfernt. Der Slogan ist in der rechten Szene ein beschönigender Ausdruck dafür Menschen zu sortieren, unter Zwang auszuweisen und zu deportieren.
    Quelle: NEA (Antifa-Nordost)
  • Sticker gegen politische Gegner*innen im Weitlingkiez

    12.10.2023 Bezirk: Lichtenberg

    In der Wönnichstr. wurde ein Aufkleber aus einem extrem rechten Versandhandel gemeldet, auf dem "Zecken jagen" steht. Der Begriff "Zecke" wird abwertend von extrem rechten Akteur*innen genutzt um "Linke" zu diffamieren.

    Quelle: Lichtenberger Register
  • Versuchte antisemitische Sachbeschädigung in Mitte

    12.10.2023 Bezirk: Mitte

    Gegen 20.40 Uhr beobachtete in Mitte ein Mitarbeiter des Objektschutzes der Polizei Berlin, wie ein Mann versuchte, den Fahnenmast vor dem Roten Rathaus in der Rathausstraße hinaufzuklettern, um die dort gehisste Israel-Flagge herunterzureißen. Durch das Einschreiten des Mitarbeiters brach der Mann seine Unternehmung ab und flüchtete unerkannt in Richtung Marienkirche. Die Flagge blieb unbeschädigt.

    Quelle: Polizeimeldung vom 14.10.2023
  • Werbesticker für "Division Odin" in Gesundbrunnen

    12.10.2023 Bezirk: Mitte

    In der Osloer Straße, der Uferstraße und der Reinickendorfer Straße im Ortsteil Gesundbrunnen wurden vier Aufkleber der "Division Odin" gesehen und entfernt. Die Aufkleber machen Werbung für einen extrem rechten Bekleidungsversand aus Berlin. Sie sind an ihrem schwarz-weißen Design, Frakturschrift und Keltenkreuz zu erkennen.

    Quelle: Registerstelle Mitte, Bürger*innenmeldung
  • Wieder Neonaziaufkleber, u.a. vom III. Weg, am U-Bahnhof Kaulsdorf-Nord

    12.10.2023 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf
    Am U-Bahnhof Kaulsdorf-Nord wurden mehrere neonazistische Aufkleber entdeckt und entfernt. Mehrere Aufkleber bildeten das Logo des "III. Wegs" ab, ein weiterer warb für ein Neonazikampfsportturnier. Ein anderer Aufkleber trug die Aufschrift "GNLS" (GNLS=Good Night Left Side). Auf dem Aufkleber war eine schwarze Sonne abgebildet sowie eine Figur mit Boxhandschuhen und gleichschenkligen Keltenkreuzen. Die "Schwarze Sonne" wurde im Nationalsozialismus von der SS genutzt und kann entweder als drei übereinandergelegte Hakenkreuze oder als Rad aus zwölf "Sig-Runen" gedeutet werden. Das Symbol des gleichschenkligen Keltenkreuzes gilt als "White Power"-Zeichen. Die öffentliche Verwendung ist strafbar.
    Quelle: Augenzeug*in
  • Antisemitische Flugblätter an einem Gymnasium in Nord-Neukölln

    11.10.2023 Bezirk: Neukölln

    An einem Gymnasium in der Sonnenallee in Nord-Neukölln wurden Flugblätter mit israelbezogenen antisemitischen Inhalten an Schüler*innen verteilt. Darauf wird der Angriffskrieg der Hamas gegen Israel glorifiziert und als "Befreiungskampf" stilisiert. Urheber*in für die Flugblätter ist der Berliner Ableger der Gruppe "Young Struggle".

    Eine zuvor angemeldete Kundgebung gegen Gewalt an Schulen wurde durch die Polizei Berlin verboten. Anlass für die Kundgebung war eine (körperliche) Auseinandersetzung zwischen einem Lehrer und einem Schüler. Dieser hatte zuvor eine Palästinafahne gezeigt, der Streit darüber entwickelte sich bis hin zur Handgreiflichkeit.

    Quelle: Tagesspiegel 11.10.2023
  • Antisemitische Parolen bei Versammlung auf dem Hermannplatz

    11.10.2023 Bezirk: Neukölln

    Anlässlich des neuerlichen Krieges der Hamas gegen Israel haben sich mehrere Hundert Menschen am Hermannplatz und in der näheren Umgebung zu einer israelfeindlichen Veranstaltung versammelt. Im Vorfeld wurde die "Demo in Solidarität mit Palästina" durch die Polizei Berlin verboten.

    Bei der Versammlung wurden israelbezogene antisemitische Sprechchöre wie "Yallah Intifada" und "From the river to the sea – Palestine will be free“ gerufen. Außerdem riefen Personen "Scheiß Juden" und "Wir töten alle Juden!".

    Quelle: Democ via X 11.10.2023, Tagesspiegel 11.10.2023, Berliner Zeitung 11.10.2023
  • Antisemitische Spuckattacke in Mitte

    11.10.2023 Bezirk: Mitte

    Drei Personen, die in der Friedrichstraße miteinander Hebräisch redeten, wurden gegen 20.15 Uhr von einem Mann bespuckt, der sie auch auf Arabisch beschimpfte und ihnen irgendetwas mit "Palästina" zurief.

    Quelle: Meldeformular des Berliner Registers
  • Behindertenfeindliche Diskriminierung

    11.10.2023 Bezirk: Berlinweit

    Einer Person mit Behinderung wird der Zugang zu einer Dienstleistung verweigert.

    Quelle: Antidiskriminierungsberatung Alter, Behinderung, Chronische Erkrankung
  • Beleidigung von politischen Gegner*innen in Nord-Neukölln

    11.10.2023 Bezirk: Neukölln

    In der Hermannstraße in Nord-Neukölln wurden drei Personen von einem Mann mit den Worten "Ihr scheiß linken Bastarde! Ihr scheiß linken Wichser!" beleidigt, als dieser mit einem E-Scooter an der Gruppe vorbeifuhr. Zwei der betroffenen Personen trugen Pullover mit einem Print einer linken Berliner Kneipe.

    Quelle: Register Neukölln
  • Drohbrief gegen den Bau einer Geflüchtetenunterkunft in Pankow-Zentrum

    11.10.2023 Bezirk: Pankow

    Verschiedene Akteure und Parteien wurden wegen des Baus einer Geflüchtetenunterkunft in Pankow-Zentrum kritisiert. In dem Brief wurden den Personen und Mitglieder*innen "Prügel" angedroht, falls die Unterkunft gebaut werden sollte. Das Schreiben erhielten einige Menschen.

    Quelle: Meldeformular Berliner Register
  • III. Weg-Aufkleber im Prenzlauer Berg

    11.10.2023 Bezirk: Pankow

    In der Erich-Weinert-Straße in Prenzlauer Berg wurde ein Aufkleber der extrem rechten Partei Der III. Weg gefunden und entfernt. Auf dem Aufkleber steht "Antifa-Banden zerschlagen".

    Quelle: Meldeformular Berliner Register
  • III. Weg wirbt vor Schule in Biesdorf

    11.10.2023 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf
    Die neonazistische Kleinstpartei warb in einem Internetbeitrag sowie mit Fotos damit, vor einer Schule in Biesdorf Werbematerialien verteilt zu haben. Auf Bildern sind zwei Neonazis in Parteikleidung zu sehen, die Visitenkarten für die NRJ ("Nationalrevolutionäre Jugend") in der Hand halten.
    Quelle: Register Marzahn-Hellersdorf
  • Israelbezogene antisemitische Aussagen in Nord-Neukölln

    11.10.2023 Bezirk: Neukölln

    Bei einer Versammlung am Richardplatz in Nord-Neukölln sprach eine teilnehmende Person von Israelis als: "people who are not from the region". Eine weitere Person forderte "Decolonize Gaza". Israel wird somit das Existenzrecht abgesprochen.

    Ursprünglich war eine Demonstration vom Neuköllner Richardplatz zum Kottbusser Tor geplant, zu der unter anderem die Gruppierung "Samidoun" aufgerufen hatte. Die Veranstaltung wurde durch die Polizei Berlin untersagt.

    Quelle: Democ via X 11.10.2023, taz 12.10.2023
  • Neurechte Veranstaltung in Charlottenburg

    11.10.2023 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    In der Bibliothek des Konservatismus fand eine neurechte Buchvorstellung statt. Ein ehemaliger Spiegel-Autor verlas dabei aus seinem aktuellen Roman. Zahlreiche in den Passagen enthaltene Aussagen können als Bezüge zu extrem rechten Ideologien eingeordnet werden. So wurde u. a. Bezug auf die Verschwörungserzählungen der NWO und des Transhumanismus genommen. Die Erzählung einer vermeintlich drohenden neuen Weltordnung (NWO) ist ein extrem rechter Verschwörungsmythos mit antisemitischen Inhalten. Auch die Erzählung des Transhumanismus war in der extremen Rechten zur Zeit des Vortrags zunehmend verbreitet und behauptete, eine satanistische Geld-Elite wolle durch Technologie die (weiße) Menschheit unfruchtbar machen und anderes. Zudem wurden während der Buchvorstellung Abtreibungen als Sünde bezeichnet, was als frauenverachtende Aussage zu bewerten ist und politische Gegner*innen der extremen Rechten wie u. a. Die Grünen wurden mehrmals verächtlich gemacht.

    Im Anschluss an die Lesung folgte ein Gespräch mit einem AfD-Mitarbeiter und Publizisten der Neuen Rechten. Dabei nahm der Romanautor positiv Bezug auf einen Neonazi-Kader, der mehrmals vorbestraft ist u. a. wegen gefährlicher Körperverletzung. Dies kann als Verharmlosung von extrem rechter Gewalt verstanden werden.

    Die Veranstaltung steht exemplarisch für den Brückenschlag, den die Neue Rechte zwischen den Ultrakonservativen und Nazis spannt, weil hier unterschiedlichste Akteure aufeinander Bezug nahmen und zusammenkamen.

    Quelle: Register Charlottenburg-Wilmersdorf
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