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Vorfalls-Chronik


Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.

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Glossar
  • Extrem rechte Aufkleber in Johannisthal

    19.04.2012 Bezirk: Treptow-Köpenick

    An einem Strommast am Segelfliegerdamm/ Groß-Berliner-Damm sowie im Königsheideweg wurden einige NPD-Aufkleber entdeckt und entfernt. Am Sterndamm/ Groß-Berliner-Damm wurde ein Aufkleber der Dortmunder Naziszene entdeckt. Darauf wurde für das rechtsextreme Zentrum "R135" in der Rheinischen Straße 135 in der Dortmunder Innenstadt geworben.

    Quelle: Zentrum für Demokratie
  • NS-Schmierereien auf einer Grünfläche in Prenzlauer Berg entdeckt

    18.04.2012 Bezirk: Pankow

    Anwohner*Innen entdecken am frühen Morgen auf einer Grünfläche an der Michelangel Straße Ecke Kniprodestraße in Prenzlauer Berg verschiedene, mit nationalsozialistischen Parolen und Symboliken beschmierte Gegenstände: ein Teller, eine DVD-Hülle, eine Plastikpistole und eine Schnapsflasche sind mit einer Vielzahl von Hakenkreuzen und verschiedenen Parolen beschmiert. Hauptsächlich finden sich die Worte „Härte und Gleichgültigkeit“ und „Hass. Rache. Tot“ wieder.

    Quelle: Anwohnerinnen, moskito
  • Neonazistische Propaganda in Friedrichshain

    16.04.2012 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
    Unbekannte beschmierten einen Laden in der Petersburger Straße mit einem Hakenkreuz. Der Laden verkaufte Bekleidung, die sich explizit an ein extrem rechtes Publikum richtete.
    Quelle: Polizei Berlin
  • Rechtes Fußballturnier in Johannisthal

    15.04.2012 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Auf dem Gelände des ehemaligen Flughafen Johannisthal fand ein Fußballturnier der rechten Szene statt, an dem sich ca. 40 Personen beteiligten. Es waren eine Fahne mit einem „W“ für Widerstand aufgehängt und eine Berlinfahne.

    Quelle: Antifaschistisches Bündnis Süd-Ost
  • Parteibüro in Prenzlauer Berg von DIE LINKE beschmiert

    14.04.2012 Bezirk: Pankow

    In der Nacht wurde die Fensterscheibe der Partei DIE LINKE in der Kopenhagener Straße beschmiert. Es wurde ein Slogan mit roter Farbe gesprüht. Eine Mitarbeiterin endeckte morgens gegen 9 Uhr den mit roter Lackfarbe aufgetragenen Schriftzug. Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes hat die weitere Bearbeitung übernommen.

    Quelle: Prenzlberger Nachrichten, EAG
  • NS-verherrlichende Plakate in Adlershof

    13.04.2012 Bezirk: Treptow-Köpenick

    An einem Stromhäuschen in der Pfarrer-Goosmann-Straße hinter dem Wohnungsamt wurden vier Plakate der sogenannten Nationalen Sozialisten Zossen entdeckt. Auf den Plakaten ist ein Bettler abgebildet, der das Versagen der Demokraten darstellen soll. Es werden verschiedene Probleme und auch nur vermeintliche Probleme wie z.B. die „Meinungsunfreiheit“ oder die „Zerstörung der deutschen Sprache“ als Ursache aufgezählt und dazu aufgerufen, sich für einen Nationalen Sozialismus einzusetzen. In Johannisthal wurden die gleichen Plakate entdeckt.

    Quelle: Antifaschistisches Bündnis Süd-Ost
  • Rechtes Konzert in Charlottenburg

    13.04.2012 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf
    Am Freitag, den 13. April gab ein extrem rechter Rockmusiker ein Konzert in Charlottenburg. Hierauf hatte der Musiker auf seiner Facebookseite hingewiesen. Der genaue Auftrittsort blieb unbekannt. Allerdings wurde das Konzert mehrfach verlegt, u.a fielen ein Raum in Lichtenberg und ein Lokal in Charlottenburg („Filmbühne“) als Konzertorte aus, nachdem Protest laut geworden war.
    Quelle: Indymedia, MBR, Berlin Rechtsaußen, Facebook; Infoportal CW
  • Werbung für Neonazidemo in Johannisthal

    12.04.2012 Bezirk: Treptow-Köpenick

    In Rudow und in Johannisthal wurden ungefähr Hundert Plakate entdeckt, die zu einer Neonazidemo am 13.4. aufrufen. An der Bushaltestelle Sterndamm/ Stubenrauchstraße wurden etwa 40 Plakate geklebt.

    Quelle: Jusos Treptow-Köpenick
  • Rassistischer Angriff auf jungen Mann in Niederschönhausen

    11.04.2012 Bezirk: Pankow

    Kurz nach 1 Uhr nachts sprach ein offenbar betrunkener Mann einen 27-Jährigen an, der auf einem Gehweg in der Dietzgenstraße in Niederschönhausen stand und fragte ihn, ob er Vietnamese oder Chinese sei. Als er beides verneinte, schlug ihm der Unbekannte mit der Faust ins Gesicht. Der Angreifer verfolgte das Opfer daraufhin eine kurze Strecke und flüchtete in unbekannte Richtung. Das Opfer erlitt einen Schlag auf das Jochbein.

    Quelle: Polizeimeldung, Tagesspiegel
  • Rassistische u.a. Aufkleber in Baumschulenweg

    11.04.2012 Bezirk: Treptow-Köpenick

    An der Bushaltestelle Baumschulenstraße/ Neue Krugallee wurden Aufkleber mit der Aufschrift „Ausländer raus“ eines rechtsextremen Internetportals gefunden. An einem Supermarkt in der Baumschulenstraße wurden weitere Aufkleber gefunden mit der Aufschrift „organisiert die Anti-Antifa“.

    Quelle: Zentrum für Demokratie
  • Rechte Propaganda in Kreuzberg

    06.04.2012 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
    In den Briefkästen in der Boppstraße wurden Schreiben der sogenannten “Reichsbewegung“ gefunden, die die Aufforderungen enthielten Deutschland bis zum 01. August 2012 zu verlassen.
    Quelle: Polizei Berlin
  • Neonazistische und rassistische Propaganda in Kreuzberg

    04.04.2012 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
    Unbekannte Täter verteilten vor einer islamischen Grundschule in Kreuzberg mehrere Flugblätter mit der Aufschrift: “Lieber Adolf Hitler, bitte bitte, komm wieder! Siehe nur, was die Obrigkeit der Regierung uns angetan hat. DAS VATERLAND RUFT! Türken sind unser Unglück!“. Die gleichen Flugblätter wurden bereits am 26. Und 27.01.2012 in Kreuzberg verteilt.
    Quelle: Polizei Berlin
  • Extrem rechter Aufkleber in Niederschöneweide

    02.04.2012 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Auf dem Mittelstreifen der Schnellerstraße (direkt gegenüber des S-Bahnhof Schöneweide) wurde an einem Straßenschild ein Aufkleber des neonazistischen Infoportals "Mupinfo" aus Mecklenburg-Vorpommern entdeckt. Für die Homepage "Mupinfo" zeichnet David Petereit, NPD-Abgeordneter im Schweriner Landtag, verantwortlich. Er geriet Ende März 2012 in Verdacht, bereits im Jahr 2002 von dem Terrornetzwerk "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) gewusst zu haben.

    Quelle: Zentrum für Demokratie
  • Rechtspopulistischer Aufkleber in Plänterwald

    30.03.2012 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Am Vorplatz des S-Bahnhofs Plänterwald wurde ein Aufkleber der rechtspopulistischen Partei "Pro Deutschland" entdeckt. Darauf steht: "Raus aus dem Euro".

    Quelle: Zentrum für Demokratie
  • Rassistische Beleidigungen am Arbeitsplatz

    29.03.2012 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
    Ein Mann mit Migrationshintergrund wurde auf seiner Arbeitsstelle rassistisch beleidigt. Auch zeigte ein Kollege ihm gegenüber den Hitlergruß. Solche Vorfälle soll es schön öfter dort gegeben haben.
    Quelle: Polizei Berlin
  • NPD-Aufkleber in Niederschöneweide

    27.03.2012 Bezirk: Treptow-Köpenick

    An mehreren Straßenschildern und Pollern in der Spreestraße/ Ecke Fließstraße sowie Spreestraße/ Ecke Brückenstraße wurden Aufkleber der NPD angebracht.

    Quelle: Zentrum für Demokratie
  • Massive rassistische Propaganda in Johannisthal

    25.03.2012 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Im Salbeiweg und in der Stubenrauchstraße beobachtete gegen 18 Uhr ein nicht im Dienst befindlicher Polizist vier Personen, die Stromverteilerkästen, Straßenschilder und Lichtmasten mit Aufklebern beklebten, auf denen rassistische Parolen standen. So waren Aufkleber mit der Parole „Berlin bleibt deutsch“, „Gute Heimreise“ und andere Motive der NPD unter dem Verklebten. Auch Aufkleber der indizierten Seite nw-berlin.net waren darunter. Zwei Tage zuvor war die gleiche Route massiv mit Aufklebern beklebt worden, die größtenteils von engagierten Menschen entfernt worden waren.

    Quelle: Polizeipressemitteilung, Antifaschistisches Bündnis Süd-Ost
  • NPD-Aufkleber in Niederschöneweide

    24.03.2012 Bezirk: Treptow-Köpenick

    An der Kreuzung Brückenstraße/ Michael-Brückner-Straße wurden an einen Hundekottütenhalter und einen Mülleimer je ein Aufkleber der NPD geklebt, auf denen „Sicherheit durch Recht und Ordnung“ steht.

    Quelle: Zentrum für Demokratie
  • Hitlergruß in Friedrichshain

    23.03.2012 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
    In einer Straßenbahn in der Petersburger Straße sang eine Gruppe das sogenannte “U-Bahn Lied“, das insbesondere in der rechten Fußballszene beliebt ist. Weiterhin zeigte eine Person aus der Gruppe den Hitlergruß.
    Quelle: Polizei Berlin
  • Extrem rechte Aufkleber in Baumschulenweg

    19.03.2012 Bezirk: Treptow-Köpenick

    In der Baumschulenstraße wurden Aufkleber des „Nationalen Widerstands“ entdeckt, auf denen die Parolen „Antifa Gruppen zerschlagen“ und „Gegen die Islamisierung“ stehen.

    Quelle: Zentrum für Demokratie
  • Hitlergrüße in Altglienicke

    19.03.2012 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Gegen 20 Uhr begrüßten sich an der Kreuzung Köpenicker Straße/ Rudower Straße zwei männliche Jugendliche mit Hitlergruß. Eine Passantin stellte die Beiden zur Rede.

    Quelle: VVN BdA Köpenick e.V.
  • Versuchter Antisemitischer Anschlag in Wilmersdorf

    17.03.2012 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf
    Am 17. März versuchte eine 40-jährige Frau einen antisemitischen Anschlag auf die israelische Botschaft in Schmargendorf zu verüben. Sie wollte einen Koffer, der mit mehreren starken Böllern gefüllt war, sowie mit Hakenkreuzen versehene Zeitungsartikel über den Zaun auf das Botschaftsgelände schmeißen. Sie wurde jedoch zuvor von Securitys und einem Polizisten in Gewahrsam genommen.
    Quelle: Polizei Pressemitteilung #0867; Infoportal CW
  • Extrem rechte Aufkleber in Johannisthal

    16.03.2012 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Rund um die Stubenrauchstraße wurden zahlreiche Aufkleber geklebt. Darunter sind bekannte Motive der NPD und der freien Kräfte.

    Quelle: Jusos Treptow-Köpenick
  • Linksbündnis organisiert Demonstration und vertreibt rechte Partei

    14.03.2012 Bezirk: Pankow

    Ein linkes Bündnis mit dem Namen „openPetition” rief für den Erhalt kultureller Einrichtungen vor dem BVV-Saal auf dem Gelände des Bezirksamtes Pankow auf. Auch die rechtspopulistische Partei DIE FREIHEIT tauchte bei dieser Kundgebung mit Transparenten auf und wurde mit Protest empfangen. Der Veranstalter berief sich auf sein Hausrecht und verwies die Parteimitglieder des Platzes. In einer Stellungnahme dazu warf DIE FREIHEIT den anwesenden Personen vor „Linksfaschisten“ zu sein. Wörtlich heißt es auf ihrer Internetseite: „Damit zeigte sich einmal mehr, Demokratie und Meinungsfreiheit sind in dieser Stadt, in diesem Land durch den immer weiter grassierenden Linksfaschismus weitestgehend gefährdet oder bereits abgeschafft.“

    Quelle: Anwohner_innen, moskito
  • Hitlergruß in Berlin

    13.03.2012 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
    Ein Mann zeigte gegenüber einer Polizeistreife den Hitlergruß und äußerte während der Überprüfung gegenüber einem Polizisten mit Migrationshintergrund: “Ich lasse mir doch nicht von einem Türken sagen, wo ich zu stehen habe.“
    Quelle: Polizei Berlin
  • Pöbelei durch Neonazi in Niederschöneweide

    12.03.2012 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Während einer Besichtigung der Brückenstraße an der Wolfgang Thierse, Günther Piening und Barbara Loth teilnahmen, pöbelte ein bekannter Neonazi aus ca. 50 m Entfernung die Gruppe an und zeigt den Mittelfinger. Die Gruppe stand gerade vor einer Garagenwand gegenüber der Kneipe „Zum Henker“ und betrachtete ein Wandbild auf dem „Schöner Weiden“ steht.

    Quelle: Zentrum für Demokratie
  • LGBTIQ*-Feindlicher Angriff in Friedrichshain

    10.03.2012 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
    Zwei Frauen (26 und 28 Jahre alt) wurden gegen 4:30 Uhr von zwei Männern auf dem Gehweg am U-Bhf. Samariterstraße homophob beleidigt. Im Anschluss kam es zu einer Rangelei, wobei die ältere Frau von einem Angreifer ins Gesicht geschlagen wurde und zu Boden stürzte. Ihr wurde mehrfach gegen den Kopf getreten und sie erlitt Verletzungen. Währenddessen schlug der zweite Mann auf die Freundin ein, die aber unverletzt blieb. Beide Schläger flüchteten in unbekannte Richtung. Die Verletzte wurde durch alarmierte Rettungskräfte zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Das LKA hat die Ermittlungen aufgenommen.
    Quelle: Polizei Berlin
  • Rassistischer Brief an Türkische Gemeinde

    06.03.2012 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
    Die Türkische Gemeinde zeigte am 14.03. über die Internetwache der Polizei Berlin an, dass dort am 6.03. ein Brief mit volksverhetzendem Inhalt eingegangen war. Bereits im Februar erhielten die türkisch-islamische Gemeinde in Tegel sowie der Vorstand einer Neuköllner Moschee ein Schreiben mit gleichlautendem Inhalt. In allen Fällen hat der polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes die Ermittlungen wegen Volksverhetzung übernommen.
    Quelle: Polizei Berlin
  • Parolen in Pankow gesprüht

    03.03.2012 Bezirk: Pankow

    In der Nähe des Schlossparks Pankow wurden mehrere mit Spray aufgesprühte Parolen ("Ha Ha Antifa") entdeckt und umgestaltet.

    Quelle: Anwohner_innen, EAG
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