Antisemitische Schmiererei am Busbahnhof Schöneweide
Am Busbahnhof Schöneweide werden in einem Wartehäuschen zwei antisemitische Schmierereien mit der Parolen „Juden raus“ entdeckt und gleich entfernt.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
Am Busbahnhof Schöneweide werden in einem Wartehäuschen zwei antisemitische Schmierereien mit der Parolen „Juden raus“ entdeckt und gleich entfernt.
An einem Kleidercontainer in der Springbornstraße wird ein Hakenkreuz und die antisemitische Parole „Du dreckiger Jude“ entdeckt.
Am 27. Oktober fand ein Treffen der NPD Charlottenburg-Wilmersdorf statt, Ort unbekannt.
An der Ecke Bahnhofstr./Seelenbinderstr. wurde ein Plaktat entdeckt und entfernt, welches für eine rassistische Demonstration in Hellersdorf warb.
An einer Bushaltestelle und einem Briefkasten in der Neuen Krugallee werden Aufklaber der „Identitären“ entdeckt. An der Bushaltestelle wurde mit Edding „Islam raus“ dazu geschmiert.
Am Durchgang zum Bahnhof Schöneweide werden mit Edding gemalte Hakenkreuze entdeckt.
Am 24. Oktober fand im Rahmen der Langen Nacht der Bibliotheken eine Veranstaltung in der neurechten “Bibliothek des Konservativismus” in der Fasanenstraße in Charlottenburg statt. In der Bibliothek fanden schon zahlreiche neurechte Veranstaltungen mit Vorträgen statt sowie ein Mobilisierungstreffen für eine Demonstration.
An der Haltestelle Johannisthal Kirche werden Hakenkreuze entdeckt.
Bei der Essenvergabe der Tafel in der Bahnhofstr. auf dem Gelände einer Kirche wird eine Frau und ihr Kind rassistisch und antiziganistisch beschimpft. Die Täterin konnte nur durch das Eingreifen einer weiteren Anwesenden gestoppt werden. Erst als die Anwesende die Verantwortliche der Kirche, die die ganze Situation stillschweigend beobachtete, auf ihre christlichen Werte ansprach, verwies diese die Täterin, die ihre Beschimpfungen derweil fortstetzte, der Einrichtung. Auf die Situation angesprochen, berichtete die Betroffene, dass dies für sie und ihre Familie der Normalzustand in Köpenick ist.
Am Eingang zur evangelischen Kirchengemeinde Johannisthal auf dem Sterndamm wurde ein dick gezeichnetes Hakenkreuz angemalt.
An der Kreuzung Köpenicker Landstraße/Neue Krugallee werden zwei Hakenkreuze entdeckt.
Im Dammweg in Plänterwald wird ein Aufkleber der NPD entdeckt.
Am 5. Oktober fand im Logenhaus in der Emser Straße in Wilmersdorf der sogenannte “zwischentag” statt, ein Vernetzungskongress der Neuen Rechten. Zu den Teilnehmenden zählten zahlreiche Burschenschafter, Akteure der Identitären Bewegung und auch die NPD-Funktionäre. Vor dem Haus protestierten 50 Antifaschist*innen gegen die Veranstaltung.
Am 2. Oktober fand in Charlottenburg in einem Veranstaltungsraum in der Wilmersdorfer Straße ein Treffen der “Blauer Himmel Gruppe Berlin” statt, die sich mit der Chemtrail-Verschwörung befasst und Nähe zu Antisemitismus aufweist. Die Gruppe wird aus dem Umfeld eines Verschwörungstheoretikers und von einem örtlich bekannten Reichsideologen geleitet. Der Veranstaltungsort hatte ein linksaffines Selbstverständnis und war auch schon Ziel von rechten Sachbeschädigungen geworden. Sie ließen später keine weiteren Treffen der Gruppe BHB zu. Die Chemtrailverschwörung bedient antisemitischen Argumentationsmuster.
Ein Anwohner Johannisthals, der für Engagement gegen Neonazis im Ortsteil bekannt ist, findet in seinem Briefkasten ein Kondom der NPD mit der Aufschrift „Für Ausländer und ausgewählte Deutsche“.
Im Gebiet Gehsener Str./Hoernle Str./Wuhleweg werden ca. 30 Aufkleber der JN entdeckt und entfernt.
Gegen 22 Uhr wurde eine alternativ aussehende Frau, die sich ebenfalls auf dem Weg zum Konzert befand, in der Laufener Str. aus einem geöffneten Wohnungsfenster bespuckt.
Gegen 20 Uhr wurde eine Gruppe von Gästen des Uffmucken-Konzerts an der Ecke Schnellerstr./Hasselwerderstr. von einem Mann mit den Worten "Ihr scheiß Zecken lasst bloß mein Auto in Ruhe." angesprochen. Die Gruppe ignorierte die Person und setzte ihren Weg weiter fort.
Am 27. September fand in der “Bibliothek für Konservatismus” eine Vorstellung und Diskussion des Buches „Soldatentum – auf der Suche nach Identität und Berufung der Bundeswehr heute“, statt.
Rund um die Merian-Oberschule in der Hoernlestraße, die als Wahllokal dient, wurden ca. 15 Aufkleber der JN entdeckt und entfernt.