NPD-Aufkleber in Baumschulenweg
Am S-Bahnhof Baumschulenweg wurden mehrere Aufkleber der NPD entdeckt.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
Am S-Bahnhof Baumschulenweg wurden mehrere Aufkleber der NPD entdeckt.
In einer Kneipe in der Puchanstraße lief ein Radiobeitrag, in dem es um eine Demonstration für die Rechte von Geflüchteten in Deutschland ging. Die Demonstration hatte mit mehreren Tausend Teilnehmer*innen an diesem Tag stattgefunden. Eine alternativ aussehende Frau, die Gast in der Kneipe war, wurde von einem anderen Gast angesprochen, ob sie auch auf der Demo gewesen sei. Nachdem sie die Frage bejahte, beschimpfte und beleidigte der Gast die Frau u.a. mit diversen rassistischen und demokratiefeindlichen Parolen.
In der Tram 63 am S-Bhf. Köpenick fuhr ein Mann mit, der ein Hakenkreuz auf den Kopf tätowiert hatte.
In der Mahlsdorfer Str. wurden 5 Aufkleber entdeckt. Diese waren sowohl von der JN als auch von 'Pro Deutschland'.
An der Bushaltestelle Stubenrauchstr/ Springornstr malten Unbekannte den Slogan "Mord an Hess".
Am Nachbarschaftshaus Villa offensiv in der Hasselwerder Str. wurden zwei Fensterscheiben mit Steinen eingeworfen und die Briefkasten weggesprengt. In der Villa offensiv sitzt die Trägerin des Zentrums für Demokratie. In der gleichen Nacht wurden ein Flüchtlingsheim in Waßmannsdorf, das Anton-Schmaus-Haus in Neukölln und zwei Parteibüros in Spandau und Tegel mit rechten Parolen beschmiert. In Rudow wurden außerdem bei einem Einfamilienhaus, das schon häufiger von Neonazis attackiert wurde, eine Sachbeschädigung vorgenommen.
In der Gehsener Str. wurden 6 Aufkleber der JN entdeckt und entfernt. Diese waren in Größe A5 und trugen die Aufschrift "Nationalen Sozialismus durchsetzen".
Im Fußgängertunnel am S-Bhf. Schöneweide wurde an beiden Eingängen ca. 1 x 1 m groß die Parole „Mord an Hess“ geschrieben. Auf dem Wandbild wurde ein unleserlicher Schriftzug, der in zwei Hakenkreuze eingefasst war, entdeckt. Die Bundespolizei wurde informiert und die Schmierereien wurden im Verlauf des Vormittags entfernt.
Auf der Strecke S-Bhf. Köpenick - Mahlsdorfer Str .- Gehsener Str .- Kaulsdorfer Str. wurden erneut ca. 25 Aufkleber der JN entdeckt und entfernt. Auf diesen befanden sich unter anderen Losungen wie "Nationalen Sozialismus durchsetzen!" und "Unser Kiez, unsere Stadt und unsere Regeln". Zusätzlich wurden in der Mahlsdorfer Str. zwei Hakenkreuze, die mit Wachsstiften auf Masten in einer Größe von ca. 15 cm gemalt wurden, entdeckt.
Auf der Strecke vom S-Bhf. Köpenick über die Mahlsdorfer Str. bis in die Gehsener Str. wurden ca. 20 Aufkleber der JN entdeckt und entfernt.
In der Argenauer Str. wurden 6 Aufkleber der JN entdeckt und entfernt.
Gegen 10 Uhr fuhr ein Mann, der ein antifaschistisches T-Shirt trug mit der S-Bahnlinie 9 zwischen Baumschulenweg und Schöneweide. Ein Fahrgast, der den Mann zunächst kurz gemustert hatte und sich einen Überblick über die im Waggon Anwesenden verschafft hatte, begann den Mann mit einem ausgeklappten Messer aufgrund des T-Shirts zu bedrohen. Nach dem Angriff, entfernte sich der Täter, ohne aufgehalten zu werden.
Im Center Schöneweide wurde ein Mann beobachtet, der eine schwarze Kapuzenjacke trug. Auf der Vorderseite war ein gelber Davidstern angebracht, auf der Hinterseite war ein großes „W“ abgebildet, darunter stand sinngemäß 'für immer schuldig' geschrieben.
In der S-Bahn in Schöneweide saß ein Mann mit einer an den Armen hochgekrempelten Jacke. Auf beiden umgekrempelten Ärmeln ist je ein gemaltes Hakenkreuz abgebildet.
Im Umfeld der Merian-Oberschule wurden erneut ca. 20 Aufkleber der JN entdeckt und entfernt.
Während einer Veranstaltung im Parteibüro der Grünen in der Schnellerstraße lief eine Gruppe junger Männer vorbei. Nachdem diese wahrgenommen hatten, dass eine Veranstaltung in den Räumlichkeiten stattfand, kehrten sie kurz um, einer von ihnen zeigte den Hitlergruß, ein anderer tritt mit voller Wucht gegen die Scheibe, sodass sich die Veranstaltungsteilnehmer*innen erschraken und die Veranstaltung kurzzeitig unterbrochen wurde. Nach der Vergewisserung, dass kein Schaden entstanden war, wurde die Veranstaltung fortgesetzt.
Während des Karnevals der Tiere, einer Veranstaltung in Köpenick gegen Rechts bei der sich alle Teilnehmer*innen als Tiere verkleidet hatten, wurden Teilnehmer*innen von am Rand stehenden Personen beschimpft. Darunter sind auch Beleidigungen wie „Dich sollte man vergasen“ und „ihr habt hier nichts zu suchen, verpisst Euch aus Köpenick!“.
Eine alternativ aussehende Frau mit ihrem Kind wurde in der Gehsener Str. beim Abkratzen von Nazi-Aufklebern von einem älteren Mann angesprochen. Nachdem sie ihm erklärte was sie dort tut, forderte er sie erst auf damit auf zu hören. Nachdem sie ihr Unverständnis für diese Forderung aussprach, bedrohte der Mann sie und ihr Kind und verfolgte beide über eine längere Strecke.
An der Ecke Bahnhofstr./ Lindenstr. wurde ein Aufkleber der JN entdeckt und entfernt.
An der Ecke Kaulsdorfer Str./ Hoppendorfer Str. wurden zwei Aufkleber der JN entdeckt und entfernt.
An der Hintertür des Zentrums für Demokratie wurde mit blauem Edding in einer Größe von ca. 1 x 1 m die Aufschrift "Mord an Hess" angebracht. Diese wurde sofort entfernt.
In der Ludwig-Klapp-Str. wurde an einer Baustellenabsperrung ein gemaltes Hakenkreuz entdeckt.
In der Fußgängerunterführung auf dem Mauerradweg wurde ein Hakenkreuz an die Wand gesprüht.
Auf der Brücke zwischen Niederschöneweide und Oberschöneweide wurde mit blauen Edding in einer Größe von ca. 1 x 1 m "Mord an Hess" geschrieben.
Bei einem Putzspaziergang, der veranstaltet wurde, um rechte Propaganda in Niederschöneweide zu entfernen, wurden mehrere Parolen, Schriftzüge, Symbole und Aufkleber der rechten Szene in der Schnellerstraße, der Fließstraße, der Spreestraße, der Brückenstraße und im Fußgängertunnel am S-Bhf. Schöneweide entdeckt und entfernt.
In der Hämmerlingstraße wurden 5 Aufkleber der Jungen Nationaldemokraten entdeckt und entfernt.
In der Fließstraße wurde ein Graffiti mit dem Wortlaut „Zona Nationalista AN-OS“ an eine Mauer gesprüht. „AN-OS“ steht für Autonome Nationalisten Oder Spree.
Im Spreetunnel wurde mit weißer Wandfarbe großflächig "NS", "Fuck Antifa", "Stop.€U!" u.a. geschrieben. Die MBR hat die rechtsextremen Schmierereien der Polizei gemeldet.
In der Straße Griechische Allee wurde an einem Stromkasten mit einer Schablone "Schöneweide bleibt national" gesprüht.
An der Bushaltestelle Neue Krugallee/ Baumschulenstraße wurden Aufkleber der NPD mit rassistischen Inhalten entdeckt. Außerdem wurden die Parolen „Kanacken raus“ und „NS Jetzt“ mit Edding an die Scheibe geschrieben.
Am S-Bhf. Baumschulenweg wurde am Treppenaufgang zwischen der Bank und dem 1€-Laden der Schriftzug "Mord an Hess" angebracht. Am Briefmarkenautomaten vorm Kaisers Supermarkt in der Baumschulenstraße wurde ein Hakenkreuz geschmiert. Beides wurde zur Anzeige gebracht.
In der TRAM-Linie 27 zeigte ein betrunkener Mann den Hitlergruß. Als er Wilhemlminenhofstr./ Edisonstr. ausstieg, rief er zusätzlich „Heil Hitler“.
Im Umfeld des S-Bhf. Köpenick wurden 5 Aufkleber der JN entdeckt und entfernt.
An einem Stromkasten vor einer von Neonazis frequentierten Kneipe in der Spreestraße wurde ein Aufkleber entdeckt, der Freiheit für den Kriegsverbrecher Erich Priebke fordert.
Auf dem Vorplatz des S-Bhf. Schöneweide wurde der Schriftzug "Dortmund geht uns alle an!" und ein Verweis auf die Internet-Seite des "Nationalen Widerstand Berlin" mit Kreide geschrieben.
An der Kreuzung Michael-Brücknerstr./Brückenstraße wurde ein Mann von drei Neonazis bedrängt. Die Angreifer nahmen dem Betroffenen sein Basecap weg, schubsten ihn und schlugen ihm ins Gesicht. Der Betroffene flüchtete in einen Dönerimbiss, wo ihm die Angestellten zur Hilfe eilten und die Angreifer unter Zuhilfenahme eines Dönerspießes abwerten. Die Täter beschimpften die Angestellten daraufhin rassistisch. Die Polizei führte eine erkennungsdienstliche Behandlung der drei Angreifer durch. Das LKA ermittelt wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung und Beleidigung. Die Polizei bestätigte laut einem Pressebericht, dass die Angreifer aus der rechten Szenekneipe „Zum Henker“ kamen. Für ihren Kneipenabend sind die drei Rechtsextremisten offenbar extra angereist. Sie stammen aus Neuruppin, Hamburg und Rümpel (Schleswig-Holstein).
Ein Schwarzer Mann wurde vor der Kneipe „Eisenbahner“ rassistisch beleidigt. Die anwesenden Gäste der Kneipe bewarfen den Mann und einen Begleiter mit Gläsern und einem Aschenbecher. Nachdem der Angegriffene und sein Begleiter auf die gegenüberliegende Straßenseite in einen Imbiss flüchteten, begann eine Schlägerei vor der Kneipe. Nachdem ein Verletzter abtransportiert war, ging ein Kneipengast erneut auf den Schwarzen los, zog ihm an den Ohren, ohrfeigte ihn und beleidigte ihn rassistisch. Andere Gäste des Eisenbahner amüsierten sich über die Szene, bis eine Frau einschritt und den Angreifer davon abhielt, den Betroffenen weiter zu bedrängen.
In Baumschulenweg wurden an einigen Laternen auf dem S-Bahnsteig mit Wachsmalstift gemalte Hakenkreuze entdeckt und entfernt.
Aus der Kneipe „Zum Henker“ in der Brückenstraße kamen gegen 1 Uhr Nachts ca. 20 Personen, die ein Transparent entrollten und teilweise vermummt waren. Auf dem Transparent stand „Grüße nach Dortmund“. In Dortmund war eine Großdemonstration der rechten Szene, die am Samstag stattfinden sollte, verboten worden.
Vor der Nazi-Kneipe "Zum Henker" wurde eine mit Lackfarbe gesprühte 88 entdeckt.
Ende August wurde ein Stromhaus an der Kreuzung Stubenrauchstraße/ Springbornstraße beschmiert. Gemalt wurden Hakenkreuze, die Internetadresse des Nationalen Widerstandes Berlin und "Lieber tot als rot".
Am S-Bhf. Baumschulenweg und in der Neuen Krugallee wurden insgesamt 5 Aufkleber der NPD mit der Aufschrift „Ich stehe zu meinem Land“ entdeckt.
Am S-Bhf. Treptower Park klebten an einem Mast vor der Unterführung zwei NPD-Sticker mit der Aufschrift "Inländerfreundlich".
An der Ecke Zum Wuhleblick/Kaulsdorfer Str. wurden insgesamt 9 Aufkleber der JN an einem Stromkasten und zwei Straßenschildern entdeckt und entfernt.
Eine alternativ aussehende Frau ging an der Kneipe "Eisenbahner" in Niederschöneweide vorbei. Daraufhin kamen ca. 6 Menschen aus der Kneipe heraus und begleiteten sie bedrohlich bis zur nächsten Straßenkreuzung.
In der Gehsenerstr. wurden ca. 10 Aufkleber der JN entdeckt und entfernt.
Am S-Bhf. Schöneweide fand eine Solidaritätskundgebung für zwei Lokalpolitiker, deren Wohnhäuser von Neonazis beschädigt wurden und für die Ansprechbar der Jusos statt. Die Scheiben Ansprechbar waren die Woche zuvor zweimal eingeschlagen worden. Während der Kundgebung, zu der sich ca. 150 Teilnehmer_innen versammelt hatten, zeigten Neonazis durch Pöbeleien und Anwesenheit ihre Präsenz. Nach Beendigung der Kundgebung sammelten sich ca. 6 Neonazis am Zentrum für Demokratie auf der gegenüberliegenden Straßenseite, um dort anwesende Kundgebungsteilnehmer*innen einzuschüchtern. Zwei Radfahrer wurden von der Gruppe kurzzeitig und erfolglos verfolgt.
Ein Mann bespuckte die Fensterscheibe beim Büro des Zentrums für Demokratie (ZfD) am Michael-Brückner-Platz. Wenig später wurde am Zentrum ein NPD-Aufkleber entdeckt. Außerdem wurde ein Aufkleber für die "Rudolf Heß Gedenkwochen" in der Vorhalle des S-Bahnhofs Schöneweide verklebt. Darauf ist neben anderen rechtsextremen Internetseiten die indizierte Homepage des "nw-berlin" (Nationaler Widerstand Berlin) angegeben.