Pöbelei am SPD-Büro
Ein etwa 40-Jähriger Mann pöbelt beim SPD-Abgeordnetenbüro in Köpenick Mitte mit den Worten „Scheiß Nazi-Partei Deutschlands“.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
Ein etwa 40-Jähriger Mann pöbelt beim SPD-Abgeordnetenbüro in Köpenick Mitte mit den Worten „Scheiß Nazi-Partei Deutschlands“.
Das Abgeordnetenbüro von Tom Schreiber in Köpenick erhielt einen mehrseitigen Brief mit rassistischen, homophoben und antisemitischen Inhalten.
Am 28. Mai 2015 fand in der Bibliothek des Konservatismus in der Fasanenstraße in Charlottenburg eine neurechte Veranstaltung statt. Der Redner referierte das Denken des kolumbianischen Philosophen Nicolás Gómez Dávila, der für sein antimodernes Weltbild bekannt ist und seine kritische Haltung gegenüber der Demokratie und dem kommunistischem Denken. Die Bibliothek des Konservatismus betreibt eine Erinnerungskultur an ultrakonservative Philosophen, die die Neue Rechte beeinflussten. Gómez Dávila gehörte zu ihnen, so beeinflusste er u.a. Botho Strauß.
Die NPD verteilt in der Alfred-Randt Straße und Umgebung Flyer.
Ein Mitarbeiter des SPD-Abgeordnetenbüros in Köpenick Mitte wird nach Büroschluss von drei Männern an der Tramhaltestelle abgepasst. Eine der drei Personen, die aufgrund von Kleidung und Tattoos der rechten Szene zugeordnet werden könnten, bedrängt den Mitarbeiter wortlos. Dann ziehen die Männer weiter.
An der Tram-Haltestelle Brückenstraße wurde ein selbstgeschriebener rassistischer Aufkleber entdeckt und entfernt.
In Oberschöneweide werden 8 Aufkleber der extrem rechten Plattenfirma „PC Records“ entdeckt und entfernt.
Auf dem U-Bahnhof Amrumer Straße schoss am Abend des 22.05. ein Mann auf eine junge Frau mit einer Schreckschusswaffe und verletzte sie am Bauch.Nach bisher vorliegenden Erkenntnissen beleidigte gegen 21.45 Uhr ein 27-jähriger Mann zunächst eine 17-jährige Jugendliche auf fremdenfeindliche Weise, die gemeinsam mit ihren beiden 16 und 18 Jahre alten Freundinnen und einem 16-jährigen Freund den Bahnsteig betraten. Als ihre 18-jährige Begleiterin den Mann zur Rede stellte, forderte der Pöbler von seinem 22-jährigen Begleiter eine Waffe. Dieser zog eine Schreckschusswaffe aus seinem Holster und gab sie dem 27-Jährigen. Beide folgten der, inzwischen in den eingefahrenen Zug eingestiegenen, Vierer-Gruppe. Der Älter richtete die Schusswaffe auf den Bauch der couragierten 18-Jährigen und drückte zweimal ab. Dabei verletzte er sie an der Bauchoberseite. Danach gab er die Waffe zurück, fasste nach einer Haltestange des Wagons, holte Schwung und trat nach der zuvor beleidigten 17-Jährigen. Hierbei verletzte er sie ebenfalls am Oberkörper. Alarmierte Polizisten nahmen die Tatverdächtigen noch in der U-Bahn fest. Die Verletzten konnten nach ambulanter Versorgung entlassen werden. Die Beamten sicherten Videoaufnahmen und brachten die Männer zur Blutentnahme, nahmen Fingerabdrückte und fertigten Fotos von den Tatverdächtigen an, bevor diese entlassen wurden. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin hat die Ermittlungen, auch zu den Hintergründen der Tat, übernommen.
Nachdem er in der U-Bahnstation Amrumer Straße bereits eine junge Frau mit einer Schreckschusspistole verletzt hatte, bestieg der 27-jähriger Täter die U-Bahn, wo er eine 17-jährige Jugendliche durch einen Tritt verletzte.
Am 22. Mai 2015 fielen in einem Restaurant in der Charlottenburger Droysenstraße beim Neuschwabenlandtreffen antisemitische und NS-verherrlichende Äußerungen. Der Versammlungsleiter behauptete in seinem Vortrag die Unsouveränität der Bundesrepublik. Die Bundesrepublik wäre ferner UN-Mitglied, denn „die UNO ist der Anti-Hitler-Koalitionsblock. Die bekämpfen den Nationalsozialismus“. Er bezeichnet Juden als "Krumm-Nasen". Ein weiterer Redner behauptete: „Der Ursprung der Menschheit lag nicht im Urstromgebiet, er lag in Deutschland.“ Abgesehen davon, dass beides wissenschaftlich unhaltbar ist, war dies in rassistische Annahmen über Herrenvölker einzuordnen. Aus dem Publikum hieß es über den Bau des Berliner Flughafens: „Willy-Brandt – das hätte es unterm Führer nicht gegeben“.
In der Tram in Schöneweide machten sich 4 Personen über einen Menschen mit Behinderung lustig und beleidigten ihn. Später darauf angesprochen, reagierten sie abwehrend und relativierend, um sich dann rassistisch "über die noch viel schlimmeren Asylanten" zu äußern.
Zum wiederholten Mal fand eine rassistisch motivierte Mahnwache vor der Container-Unterkunft für Geflüchtete im Salvador-Allende Viertel statt. An der Mahnwache nahmen ca. 20 Personen teil.