Hakenkreuze in Johannisthal (7)
Wie zuvor bei den Vorfällen am 20.09.14, 03.10.14, 08.10.14, 11.10.14, 18.10.14 sowie am 25.10.14 sind wieder drei Hakenkreuze und „NPD“ geschmiert worden.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
Wie zuvor bei den Vorfällen am 20.09.14, 03.10.14, 08.10.14, 11.10.14, 18.10.14 sowie am 25.10.14 sind wieder drei Hakenkreuze und „NPD“ geschmiert worden.
In der Alfred-Randt Straße, am Ort wo die zukünftige Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete entstehen soll, wurden die Bauzäune umgeworfen. Die rassistische Facebook-Gruppe „Nein zum Heim in Köpenick“ feierte die Sachbeschädigung als legitimen Protest der Anwohner*innen.
Am 29. Oktober 2014 wurde festgestellt, dass auf dem Denkmal am Günter-Schwannecke-Spielplatz an der Metallplatte starke Schäden zu sehen sind. Mit einem spitzen Gegenstand wurden Dellen in die Gedenktafel hineingeschlagen. Günter Schwannecke war am 29. August 1992 von Neonazis auf diesem Spielplatz getötet worden. Es ist die vierte Beschädigung des Denkmals in zwei Jahren. Die letzte Beschädigung war im August festgestellt worden. Das Bezirksamt installierte deshalb im September eine neue Gedenktafel.
Am Fahrzeug eines 34-jährigen Mannes, der sich für die Unterbringung von Flüchtlingen einsetzt und deswegen schon früher bedroht worden ist, wurden in Rahnsdorf fünf Radmuttern vom Auto gelöst.
In der Nähe der Wendenschloßstraße wurde ein Ehepaar rassistisch beleidigt und geschlagen.
In Hessenwinkel in Rahnsdorf sind rassistische Zettel an Laternen aufgehängt worden.
Wie zuvor bei den Vorfällen am 20.09.14, 03.10.14, 08.10.14, 11.10.14 sowie am 18.10.14 sind wieder 7 Hakenkreuze geschmiert worden.
Im Ortsteil Berlin-Buch waren bei der „Brunnengalerie“ Schwarz-Weiß-Kopien mit dem Slogan „Asylantenheim? Nein Danke“ an Laternenmasten angebracht.
Am 23. Oktober 2014 fand in der Bibliothek des Konservatismus in der Fasanenstraße ein neurechter Vortrag eines Politologen und Ex-Polizisten statt, er hielt einen Vortrag über militante Linke. Er vertritt die Extremismustheorie, die linke und rechte Ideologien gleichsetzt. Die Theorie sieht Demokratie bedroht, wenn Gewalt gegen Personen oder Sachen eingesetzt wird. Dabei wird ein „linker Mainstream“ konstruiert. Daran anknüpfend versuchen konservative, neurechte und neonazistische Kreise eine kulturelle Hegemonie von Rechts aufzubauen. Die Bibliothek des Konservatismus beschäftigt sich u.a. mit vermeintlichen Gefahren der 68er-Bewegung und versucht einen Brückenschlag zwischen konservativem und extrem rechtem Milieu.
In der Brückenstraße wurde bei einem Werbeplakat das Gesicht eines Schwarzen herausgeschnitten.
Wie zuvor bei den Vorfällen am 20.09.14, 03.10.14, 08.10.14 sowie am 11.10.14 sind wieder 14 Hakenkreuze und vier Mal „NPD“ beim Sterndamm im Bereich des Kaisers geschmiert worden.
In der NPD-Bundeszentrale eröffnete der EU-Parlamentarier der NPD Udo Voigt sein neues Büro. Zu der Eröffnung kamen mehrere Neonazis aus dem gesamten Bundesgebiet. Nach der Eröffnung fand ein Stadtspaziergang mit dem als "Hauptmann von Köpenick" verkleideten NPD-Verordneten statt. Gegen die Eröffnung protestierten mehrere Antifaschist*innen.
An der Haltestelle „Betriebsbahnhof Köpenick“ wurden mehrere Fans des Fußballvereins „Tennis Borussia Berlin“ in der Tram 63 von Neonazis angegriffen. Die Neonazis schrien „Sieg Heil“, sprühten Pfefferspray auf die Fans und flüchteten aus der Tram.