Veranstaltung mit antimuslimischen Inhalten in Lichterfelde
In einer im Bezirk bekannten Veranstaltungsstätte für extrem rechte Veranstaltungen in Lichterfelde, fand eine Veranstaltung mit dem Titel: "Deutschland und der Islam. Koexistenz oder Bürgerkrieg?" statt. Während der Veranstaltung wurde von Seiten der Redner und des Veranstalters zwar auf die Polemik des Titels aufmerksam gemacht, allerdings wurden dann eine Vielzahl von Aussagen getroffen, die den Islam als feindlich und gewaltvoll beschrieben. Einer der Redner behauptete, in Deutschland gäbe es bereits bürgerkriegsähnliche Szenarien. Der Islam sei "eine klassische Angriffs-, Eroberungs- und Unterwerfungsideologie", "die [...] Gewaltexzesse" legitimiere. Zudem sei "sexuelle Gewalt [...] in der islamischen Welt [...] omnipräsent". Der Islam sei eine "fremde Kultur" und solle das auch bleiben. Insbesondere junge muslimische Männer seien laut Vortragendem gewalttätig und wollten "Andersgläubige aus dem Weg schaffen". Die Beschreibung von nicht christlicher Religion und nicht deutscher Kultur als fremd und "andersartig" ist eine rassistische Praxis, die darauf abzielt, sich gegen diese abzugrenzen und die eigene Religion oder Kultur zu erhöhen. Die Darstellung junger muslimischer Männer als kriminell soll zudem Ängste gegen Menschen mit Migrationsgeschichte schüren.